Bildsprache auf der Homepage – so überzeugt das Webdesign

Ein ansprechendes Aussehen des Internetauftritts ist heutzutage wichtiger denn je. Gerade Unternehmen sollten nicht nur darauf achten, dass ihre Webseite übersichtlich ist, sondern über die passende Bildsprache verfügt. Denn die sagt viel darüber aus, wie kommuniziert wird und in welchen Bereichen man tätig ist.
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Bei der Gestaltung einer Website ist das passende Bildmaterial in vielerlei Hinsicht entscheidend. Bilder ziehen die Aufmerksamkeit der Leser an, sie lockern Websites auf und veranschaulichen die in Texten beschriebenen Dinge oder Sachverhalte. Die Bildsprache vermittelt wesentliche Informationen und wirkt auf den Betrachter.

Natürlich gilt das auch für Privatpersonen, die eine Internetseite betreiben und sich wünschen, dass möglichst viele Besucher ihre Seite sehen. Die Macht der Bilder und der Bildsprache wird jedoch häufig unterschätzt, obwohl sie eigentlich zu den wichtigsten Werkzeugen gehören, um Nutzer emotional abzuholen. 

Informationen visualisieren

Selbst ein gut geschriebener Text nützt nichts, wenn man dabei nicht auf den Punkt kommt. Manchmal sagen Illustrationen deshalb mehr als Worte. Bilder sind das Erste, was ein Besucher sieht, wenn er eine Webseite besucht. Das Auge erfasst Grafiken und Fotos schneller als Geschriebenes. Sie wirken sofort und können direkt auf den ersten Blick etwas im Menschen auslösen. Der will sich nicht zuerst durch lange Texte durcharbeiten müssen, bis er weiß, um was es auf der Seite geht. 

Handelt es sich beispielsweise um einen Online-Shop, der sich mit Winterbekleidung befasst, hilft es, wenn ein eher kurzer Text mit passenden Bildern von Schnee und entsprechender Kleidung unterstützt wird. Da man nicht im Geschäft einkauft und die Ware persönlich begutachten kann, müssen die Fotos das Vertrauen in ein Produkt schaffen. Ein „Call-to-Action“ Button, also ein Kaufknopf, kann dann zum Kauf anregen. 

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Webseitenbetreiber, die ihren Internetauftritt auf eine so übersichtliche Weise gestalten, machen schon von vorneherein einen seriösen Eindruck. Hierbei kann man sich beispielsweise auf die Erfahrung von diversen Agenturen verlassen. Sie helfen nicht nur bei der Erstellung neuer Webseiten, sondern auch bei der Weiterentwicklung bereits bestehender Seiten. 

Text und Bild im Einklang

Geschriebenes sollte grundsätzlich weniger Platz als Grafiken oder Fotos einnehmen. Die Bilder sollten so groß wie möglich sowie nötig sein und sind als Unterstützung zum Text zu sehen. Sie sollen das Geschriebene auf eine sinnvolle Weise visualisieren und dadurch die in Worte gefasste Botschaft unterstreichen.

Dabei spielt es keine Rolle, ob das Bild 100 prozentig zum Textinhalt passt, solange man emotional angesprochen wird: je interessanter, desto wirkungsvoller. Erst nach dem Betrachten setzt sich der Besucher der Homepage möglicherweise mit dem Geschriebenen auseinander. 

Zwei Leute arbeiten am Whiteboard und skizzieren den Aufbau einer Webseite.
Zwei Webdesigner bei der Konzeption am Whiteboard.

Die Abschnitte sollten möglichst kurz sein, lesbar formatiert und verständlich geschrieben. Falls der Text auf dem Bild platziert wird, dann muss die Grafik oder das Foto an der Stelle unaufgeregt und gleichmäßig sein.

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Die Schriftfarbe sollte möglichst kontrastreich gewählt werden, um die Leserlichkeit zu gewährleisten. 

Auf Bildqualität achten

Die Auswahl geeigneter Bilder ist enorm wichtig. Fehler sorgen dafür, dass der Benutzer einen negativen Eindruck von der Website und vom Unternehmen bekommt und sich nach einer ersten Betrachtung die Seite nicht weiter anschauen möchte.

Nicht immer hat man geeignete Bilder aus dem eigenen Fundus zur Verfügung. Dann kann man sich mit Stockfotos helfen. Wenn man weiß, wie Fotos richtig eingesetzt werden, lassen sich auch damit die gewünschten Effekte erzielen. Hier ist ganz besonders auf ein passendes Motiv zu achten, welches möglichst natürlich und nicht gestellt wirkt. Sollte Farbgebung und Lichteinfall nicht zum Stil der Website passen, ist es ratsam, dem Bild mit Photoshop den gewünschten Anstrich zu verpassen.

Bei der Auswahl der Bilder auf der Homepage sollte man stets darauf achten, dass man auf qualitativ hochwertiges Material zurückgreift. Es macht einen riesigen Unterschied, ob ein Besucher auf ein verpixeltes Bild blickt oder ein gestochen scharfes Foto vor sich hat. Der Betrachter schließt allein schon aufgrund der Bildqualität auf die Güte der Arbeit eines Unternehmens. 

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Deshalb sollte man besonders darauf achten, dass das verwendete Material eine ausreichende Auflösung hat, um die entsprechenden Flächen auszufüllen. Auch in Zukunft wird dieser Aspekt wichtiger werden, da sich die Technik rasant weiterentwickelt und Bildschirme immer hochauflösender werden. 

Nicht übertreiben

Viel hilft nicht immer viel. Man sollte es mit seiner Bildsprache nicht übertreiben. Bevor man mit der Gestaltung des Online-Auftritts beginnt, sollte gründlich über ein geeignetes Konzept nachgedacht werden.

Ordnung ist hier der Schlüssel. Farben, Linien, Bedienelemente, Bilder und Text müssen eine Einheit bilden. Zu viele Bilder oder Unordnung auf der Homepage können schnell für Verwirrung im Auge sorgen und dieses Durcheinander wird dann direkt auf das Image des Unternehmens übertragen. 

Andere Personen zeigen

Menschen reagieren auf andere Menschen. Das gilt nicht nur im Alltag, sondern auch auf für Fotos. Wenn Lebensmittelhersteller beispielsweise ihr Produkt zeigen, wie es von einem attraktiven Menschen mit Genuss verspeist wird, können sie fast sicher sein, dass sie mehr verkaufen, als wenn nur das Produkt dargestellt wird.

Eine Frau im Restaurant, die zwei Spirelli-Nudeln auf ihrer Gabel aufgespiesst hat und das Essen zu geniessen scheint.
So sehen Spirelli-Nudeln doch gleich viel appetitlicher aus als auf einem bloßen Produktfoto.

Authentische Darstellung von Personen und Persönlichkeit

Menschen suchen Identifikationsfiguren und wenn sie sich selbst auf eine Weise darin wiederfinden, dann wollen sie es ihnen oft gleichtun. 

Wenn du dir moderne Werbung ansiehst, dann wirst du feststellen, dass es die überperfekte Darstellung von Menschen nur noch in der Parfüm-Werbung gibt. Und, mal ehrlich, wirkt das nicht reichlich lächerlich?

Heutzutage sind Bilder erfolgreicher, die Menschen authentisch darstellen. Je eher sich der Betrachter mit der dargestellten Person und der dargestellten Situation identifizieren kann, desto erfolgreicher wird das Bild wirken.

Bearbeitet ja, gestellt und überstylt nein. (Foto: Pixabay.com)

Bezogen auf die Markenkommunikation bedeutet das auch, dass du nicht deine Marke in den Vordergrund stellen solltest, sondern die Personen, die hinter dieser Marke stehen oder auch die Kunden, die von deiner Marke profitieren.

Dabei können die erzählten Geschichten geradezu mikroskopisch klein, Darstellungen einzelner Lebenssituationen sein, etwa ein Mitarbeiter, der gerade die frische Lieferung Kaffeebohnen prüft oder die Kundin, die am Seeufer entspannt eine Tasse Kaffee genießt.

Wenn du selbst die Marke bist, stellst du dich auf diese Weise als bodenständiger, ganz normaler Typ dar. Das wirkt sympathisch. Je persönlicher du an die Sache herangehst, also je näher du den Betrachter an dich heranlässt, desto sympathischer kannst du erscheinen. Menschen wie du und ich wirken besser als Übermenschen, die es in der Realität gar nicht gibt.

Ebenfalls beliebt sind Bilder, die Menschen bei handwerklicher Tätigkeit zeigen, besonders bei eher feinmechanischen Arbeiten. In dem Beitrag „The Power of Visual Storytelling” führt der Stockfoto-Provider Getty Images dies darauf zurück, dass sich die Menschen ein Stück weit vergangene Zeit zurück wünschen, als viele Produkte noch handgemacht wurden und die Verbindung zwischen Ersteller und Kunden enger war.

Hintergrundinfos

Wo immer es geht, solltest du einen Blick hinter die Kulissen ermöglichen. Lass die potenziellen Kunden hinter die Werksstore schauen, hinter die Bühne, in den Schaffens- oder Produktionsprozess. Das befriedigt den starken Trieb der Neugierde und transportiert zudem Vertrauen, weil mehr vom Wertschöpfungsprozess einsehbar wird.

Du könntest zum Beispiel einen Mitarbeiter auf seinem Weg an den Arbeitsplatz mit der Kamera begleiten und zeigen, worin seine Aufgaben bestehen. Damit hast du auch gleich die authentische Darstellung von Personen abgedeckt.

Die Psychologie der Farben

Allerdings kann man auch anders die Emotionen der Nutzer ansprechen, und ganz bewusst Erkenntnisse aus der Farb-Psychologie einsetzen, beispielsweise:

  • Helle und vor allem bunte Bilder vermitteln eine freundliche Atmosphäre.
  • Dunkle Bilder mit gedeckten Farben wirken edel und hochwertig.

Videos auf Webseiten

Verschiedene Bedienelemente auf der Seite regen zur Interaktion an. Vor allem kommen hier aber eingebettete YouTube-Videos an, weil sie die Sinne noch mehr anregen als bloße Fotos, Grafiken oder Illustrationen. 

Bildsprache kompakt

Wenn man einige Hinweise bei der Konzeption seiner Homepage hinsichtlich des Aussehens beachtet, können schon große Wirkungen erzielt werden. Wichtig sind vor allem einfache und klare Bildaussagen, die grundlegend zur Seite passen und positive Stimmungen beim Betrachter auslösen. 

Text und Bild sollen eine harmonische Einheit bilden. Die verwendeten Fotos und Grafiken sollten eine gleiche Sprache sprechen, genauso ist es sinnvoll, dass die verwendeten Texte in eine ähnliche Stilrichtung gehen. 

Am allerwichtigsten ist aber, dass die eingesetzte Bildsprache auch authentisch ist. Wenn ein Unternehmen ein Produkt verkaufen will, sollte es seinen Kunden nichts vorspielen. Eine glaubwürdige Bildsprache auf der Homepage schafft Vertrauen und wird somit bestimmt zum Erfolg in der Zukunft beitragen.

Fazit: Das macht eine gute Bildsprache aus

Viele Betreiber von Websites, insbesondere Unternehmen, haben inzwischen die große Bedeutung von Bildern erkannt. Wer die Bildsprache kennt und sie für sich als Kommunikationsmittel richtig zu nutzen weiß, wird seine Website zum Erfolg führen.

Für die Bildauswahl gibt es kein Patentrezept, da sie individuell für jede Website ausgesucht und eingesetzt werden müssen. Es gibt aber ein paar grundlegende Eigenschaften, die Bilder für Websites immer erfüllen sollten.

  • Auf die Größe kommt es an: große Bilder werden besser wahrgenommen und bleiben eher im Gedächtnis hängen.
  • Aufmerksamkeit generieren: Bilder dienen als Eye Catcher. Sie lenken die Aufmerksamkeit des Betrachters auf die Website sowie auf die dort präsentierten Produkte und Dienstleistungen.
  • Inhalte visualisieren: Bilder sollten in der Lage sein, die Inhalte aus Texten sinnvoll visuell wiederzugeben und Botschaften des Textes zu unterstützen.
  • Ins rechte Licht rücken: gute Bilder schaffen gezielt Emotionen beim Betrachter und wecken in ihm positive Gefühle gegenüber der Inhalte der Website.
  • Keep it simple: Statt überladener Motive sollten Bilder lieber einfach gehalten sein und sich auf das Wesentliche konzentrieren.
  • Was nicht passt, wird passend gemacht: Bilder müssen zum Gesamtbild der Website farblich und stilistisch passen.

Bild 1: unsplash.com, © John Jennings
Bild 2: unsplash.com, © Kaleidico
Bild 3: unsplash.com, © Pablo Merchán Montes

2 Antworten

    1. Am besten sind authentische Bildwelten aus dem eigenen Unternehmen. Da das mit Aufwand und Kosten verbunden ist, greifen viele auf diese Lagerfotos zurück. Und Bilder von der Stange wirken
      oft künstlich, es sei denn man versucht mittels Bildbearbeitung einen zum Unternehmen passenden Stil hinzubekommen. Eigene Bildwelten sind für jede Firma früher oder später ein Muss,
      wenn das Thema Corporate Identity ernst genommen wird.

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