Redaktion Dr. Web 1. Februar 2018

Bildsprache im Web: So gestaltest du deine Seite attraktiv

Bei der Gestaltung einer Website ist das passende Bildmaterial in vielerlei Hinsicht entscheidend. Bilder ziehen die Aufmerksamkeit des Lesers an, sie lockern Websites auf und veranschaulichen die in Texten beschriebenen Dinge oder Sachverhalte. Das ist vor allem für die Websites von Unternehmen von Bedeutung. Doch auch für Blogs sind Bilder ein sehr wichtiges Gestaltungsmittel. Sie vermitteln über die Bildsprache wesentliche Informationen und wirken auf den Betrachter.

Grundsätzliches zur Gestaltung von Websites

Bei der Gestaltung einer Website ist auf verschiedene Dinge zu achten: eine ansprechende Gestaltung, Benutzerfreundlichkeit und relevante Informationen. Das passende Gestaltung der Website schafft es, den Benutzer an die Website zu binden. Das ist besonders für Unternehmen, die neue Kunden anlocken wollen, ein sehr entscheidender Punkt.

Wichtig für einen guten Eindruck ist ein abgestimmtes Design mit dazu passender Farbgestaltung. Denn gutes Design vermittelt Professionalität, Individualität, Kompetenz und Vertrauen, es spiegelt außerdem den Stil des Unternehmens wider.

Eine gute Website wird mit jedem Browser optimal dargestellt und ist nicht für eine bestimmte Auflösung optimiert. Außerdem sollten die Bilder nicht zu hochauflösend sein und die Seite nicht zu viele Bild- oder Videoelemente enthalten, damit sie nicht zu lange braucht, um vollständig zu laden.

Die Gestaltung einer Website sollte zwar ansprechend sein, allerdings darf bei der Gestaltung der Benutzer nicht in Vergessenheit geraten. Wie so oft, gilt auch hier die Devise: Weniger ist mehr. Wenn ein Benutzer nur wenige Auswahlmöglichkeiten hat, um auf der Seite zu agieren, reagiert er dem Hickschen Gesetz zufolge schneller und handelt engagierter. Aus diesem Grund sollten klickbare Elemente übersichtlich angeordnet und gestaffelt werden. So wird das Design gleichzeitig einfach und zielführend.

Darum sind Bilder so wichtig

Bilder spielen für die gelungene Gestaltung einer Website eine große Rolle. Sie werten die Seite optisch auf und vermitteln dem Benutzer auf einen Blick einen ersten Eindruck von den Inhalten bzw. den Produkten oder Dienstleistungen eines Unternehmens.

Und wie jeder weiß, ist der erste Eindruck entscheidend, ob das Interesse verstärkt wird oder eben nicht. Bezogen auf die Website heißt das: ist der erste Eindruck positiv, wird sich der Benutzer mit hoher Wahrscheinlichkeit länger auf der Seite aufhalten und sich mit den dargebotenen Inhalten beschäftigen.

Bilder können und sollten aber auch dazu genutzt werden, den Besucher der Website in die gewünschte Stimmung zu versetzen. Gerade für Unternehmen ist das interessant, weil sie über Bilder eine Kauflust oder Kontaktlaune beim potenziellen Kunden generieren können. Steht der Besucher der Website bisher noch nicht in Verbindung zum Unternehmen, ist es ganz besonders wichtig, ihn als möglichen Neukunden zu überzeugen.

Wenn das gelingt, gewinnt er den Eindruck, das passende Unternehmen für die Lösung seines Problems oder seiner Nachfrage gefunden zu haben. Denn: hochwertige Bilder und Grafiken verleiten Benutzer dazu, eine Website und das zugehörige Unternehmen als attraktiver zu empfinden. Nicht umsonst gehören Bilder zu den wichtigsten Instrumenten, um Benutzer emotional anzusprechen.

Das funktioniert auch, wenn Benutzer schnell Seite für Seite anklickt. Mit der richtigen Bildauswahl schafft man einen wirksamen Eye Catcher, der innerhalb von Sekundenbruchteilen die Aufmerksamkeit des Benutzers auf sich zieht. Ein gezielter Einsatz von Bildern lenkt das Auge des Betrachters in die richtige Richtung, etwa auf Dienstleistungen oder Produkte, die ein Unternehmen anbietet.

Eine gute Website funktioniert auf verschiedenen Geräten und Browsern. (Quelle: Fotolia, Bild 2)

So funktioniert Bildsprache

Bilder sind in vielen Bereichen ein wichtiges Kommunikationselement, so auch auf Websites. Durch ihre Gestaltung und eine gezielte Platzierung im Text oder allgemein auf der Seite wirken Bilder in bestimmter Weise auf den Betrachter bzw. den Besucher der Website. Mit dem richtigen Bildmaterial lässt sich also zum Beispiel die Wirkung des Textes in der gewünschten Art und Weise beeinflussen.

Um diesen Effekt zu erzielen, muss man die Bildsprache kennen und richtig einsetzen. Dabei gibt es ein paar Faktoren zu beachten. Die Bilder müssen die Aufmerksamkeit des Betrachters erregen und ihn neugierig machen. Außerdem müssen die Bilder dem Image und dem Stil des Unternehmens entsprechen – das betrifft die Art der Gestaltung genauso wie die Farbwahl und das passende Motiv.

Bei einer gelungenen Bildauswahl wird die Botschaft des Textes hervorgehoben, außerdem werden die Informationen emotionalisiert und positiv besetzt. Allerdings sind Bilder nicht in der Lage, schlechte Texte und Defizite bei anderen Inhalten der Website aufzupolieren. Kurz gesagt: der Text verkauft, nicht die Bilder.

Bilder sollte man auch immer passend zur Zielgruppe wählen. Denn nur Bilder, die „die Sprache der Zielgruppe sprechen“, können die Botschaft der Website in der Weise und mit den Effekten vermitteln, die man erzielen will. Daher ist immer zu überlegen, was die Zielgruppe sehen möchte, welche Bilder sie im wahrsten Sinne ansprechen.

Das Bildmaterial muss farblich und stilistisch zur Website passen. (Quelle: Fotolia, Bild 3)

Passende Bilder finden

Unzählige Eyetracking-Analysen haben gezeigt, dass Bilder Emotionen besonders dann transportieren, wenn darauf Personen zu sehen sind. Das menschliche Gehirn unternimmt stets den sogenannten „Freund-oder-Feind“-Check und scannt auch Personen auf Bildern nach diesem Schema ab. Sind uns die Personen auf den Bildern sympathisch, übertragen wir das automatisch auf den Eindruck, den wir von der Website bzw. vom Unternehmen haben.

Außerdem wirken Bilder mit Personen darauf gleich viel einladender. Das entscheidende Stichwort in diesem Zusammenhang lautet Blickkontakt. Denn Blickkontakt bedeutet Kontaktaufnahme und ist somit der erste Schritt zur Kommunikation.

Auch Produktfotos haben die Fähigkeit, den Benutzer zu beeinflussen und das Gehirn zu stimulieren. So entsteht beim Betrachten solcher Fotos der Wunsch des „Habenwollens“, die Kauflust wird angeregt. Grundsätzlich sollten die Bilder auf der Website so hochwertig wie möglich sein, um Attraktivität für die Website und Vertrauen in das Unternehmen zu erzeugen.

In diesem Zusammenhang kann es hilfreich sein, auf Computerprogramme wie GIMP zurückzugreifen. Sie bieten verschiedene Funktionen, um Grafiken zu erstellen und eigens erstellte Bilder nachträglich zu bearbeiten. So lassen sich mit dem Grafikprogramm GIMP rote Augen entfernen und verwackelte Bilder nachschärfen. Außerdem kann GIMP von Anfängern wie auch von Profis verwendet werden.

Die Auswahl geeigneter Bilder und informativer Grafiken ist enorm wichtig. Fehler sorgen dafür, dass der Benutzer einen negativen Eindruck von der Website und vom Unternehmen bekommt und sich nach einer ersten Betrachtung die Seite nicht weiter anschauen möchte.

Nicht immer hat man geeignete Bilder aus dem eigenen Fundus zur Verfügung. Dann kann man sich mit Stockfotos helfen. Wenn man weiß, wie sie richtig eingesetzt werden, lassen sich auch damit die gewünschten Effekte erzielen. Hier ist ganz besonders auf ein passendes Motiv zu achten, welches möglichst natürlich und nicht gestellt wirkt. Sollte Farbgebung und Lichteinfall nicht zum Stil der Website passen, ist es ratsam, dem Bild mit Photoshop den gewünschten Anstrich zu verpassen.

Fazit: Das macht gute Bilder aus

Viele Betreiber von Websites, insbesondere Unternehmen, haben inzwischen die große Bedeutung von Bildern erkannt. Wer die Bildsprache kennt und sie für sich als Kommunikationsmittel richtig zu nutzen weiß, wird seine Website zum Erfolg führen.

Für die Bildauswahl gibt es kein Patentrezept, da sie individuell für jede Website ausgesucht und eingesetzt werden müssen. Es gibt aber ein paar grundlegende Eigenschaften, die Bilder für Websites immer erfüllen sollten.

  • Auf die Größe kommt es an: große Bilder werden besser wahrgenommen und bleiben eher im Gedächtnis hängen.
  • Aufmerksamkeit generieren: Bilder dienen als Eye Catcher. Sie lenken die Aufmerksamkeit des Betrachters auf die Website sowie auf die dort präsentierten Produkte und Dienstleistungen.
  • Inhalte visualisieren: Bilder sollten in der Lage sein, die Inhalte aus Texten sinnvoll visuell wiederzugeben und Botschaften des Textes zu unterstützen.
  • Ins rechte Licht rücken: gute Bilder schaffen gezielt Emotionen beim Betrachter und wecken in ihm positive Gefühle gegenüber der Inhalte der Website.
  • Keep it simple: Statt überladener Motive sollten Bilder lieber einfach gehalten sein und sich auf das Wesentliche konzentrieren.
  • Was nicht passt, wird passend gemacht: Bilder müssen zum Gesamtbild, zum Design der Website und des Unternehmens passen – sowohl farblich als auch stilistisch. Gegebenenfalls kann man mit Photoshop nachhelfen.

Bildquellen

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3 Kommentare

  1. Toller Artikel … stimme voll und ganz zu 👍 Aber, woher bekomme ich tolle Bilder? Wo finde ich superscharfe Fotos im Netz, am besten noch gratis, v.a. ohne versteckte Nutzungsrechte und so? Hat hier jemand Tipps – weg von den Mainstream-Portalen?

  2. Bei den ganzen Bildern die Ladezeiten nicht aus den Augen lassen. :-)

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