Prime-Mitglieder in den USA bestellen Restaurantessen jetzt über die Amazon-App bei Uber Eats und zahlen ab 25 Dollar (21,75 Euro) keine Liefergebühr. Grubhub verliert damit den Platz im Prime-Paket, den es seit 2022 hatte. Amazon beziffert die Ersparnis auf bis zu 175 Dollar im Jahr, rund 152 Euro.
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Amazon und Uber haben am 5. November eine Partnerschaft gestartet, über die Prime-Mitglieder Restaurantessen direkt bei Amazon.com bestellen.[1] Ein eigenes Uber-Konto brauchen sie dafür nicht. Der Vertrag mit Grubhub endet laut einem Amazon-Sprecher am Donnerstag.[2]
Das Wichtigste in Kürze
- Prime-Mitglieder zahlen bei Restaurantbestellungen ab 25 Dollar (21,75 €) über Amazon keine Liefergebühr, Uber Eats liefert aus.
- Zum Start gibt es 20 Dollar (17,40 €) Rabatt auf die ersten zwei Bestellungen ab 25 Dollar, gültig 14 Tage.
- Die geschätzte Ersparnis von bis zu 175 Dollar (152 €) im Jahr liegt über dem Prime-Preis von 139 Dollar (121 €).
- Das Angebot gilt nur in den USA, für Deutschland nennt die Mitteilung keinen Start.
Warum wechselt Amazon von Grubhub zu Uber Eats?

Amazon begründet den Wechsel mit einer laufenden Prüfung seiner Drittanbieter-Angebote, bei der das Unternehmen die Chance auf ein besseres Liefererlebnis gesehen habe.[2] Jamil Ghani, Vizepräsident von Amazon Prime, sagt, die Lieferung des Abendessens werde damit „noch einfacher“.[1]
Die Vorgeschichte erklärt den Partnerwechsel. Amazon bot Prime-Mitgliedern 2022 ein Jahr Grubhub+ an, machte daraus 2024 einen dauerhaften Vorteil und sicherte sich Optionen auf bis zu 18 Prozent an Grubhub, die es im Dezember 2024 einlöste.[2] Grubhub soll inzwischen von Just Eat Takeaway an Wonder gehen.[2] Amazon und Uber arbeiten bereits bei Cloud-Diensten, Zoox-Robotaxis und Alexa+ zusammen.[2]
Wie belastbar ist die Ersparnisrechnung?
Die 175 Dollar (152 €) sind eine Hochrechnung aus Bestelldaten vom August 2026 für eine typische Bestellzahl. Verglichen wird mit einer Bestellung direkt bei Uber Eats ohne Uber One, die Mitgliedschaft von Uber. Bestehende Uber-One-Mitglieder tauchen in der Rechnung also nicht auf. Amazon räumt ein, dass die Ersparnis variiert und Angebote jederzeit enden können.[1]
Gespart wird nur die Liefergebühr. Zu Service-Gebühren und Menüpreisen nennt die Mitteilung nichts. Inhaber der Prime-Visa-Karte bekommen bis zum 5. Dezember 5 Prozent zurück.[1] Die Lieferbranche ordnet sich derzeit neu: Uber will Delivery Hero für 13 Milliarden Euro übernehmen, und DoorDash kauft Instacart.
Prime-Jahrespreis gegen geschätzte Ersparnis
Amazon verkauft keine Lieferung, sondern einen weiteren Grund, Prime nicht zu kündigen.
Michael Dobler, Herausgeber Dr. Web
Was bedeutet das für Gastronomen und Händler im DACH-Raum?
Das Angebot gilt nur in den USA. Auf dem deutschen Markt gilt Lieferando als Platzhirsch, ein Prime-Start in Deutschland ist nicht angekündigt. Das Muster ist trotzdem übertragbar: Abos wie Prime oder Uber One bündeln die Nachfrage bei wenigen Plattformen, und Gastronomen verhandeln über Provisionen mit immer weniger Gegenübern.
Prüfen Sie deshalb Ihre Provisionssätze und bauen Sie eigene Bestellwege aus. Ein früherer Beitrag zeigt, wie Restaurants Lieferdienste im Google-Unternehmensprofil selbst abschalten. Händler, die mit KI-Agenten rechnen, finden bei DoorDash erste Zahlen.
Quellen
2 Quellen anzeigenQuellen ausblenden
- Amazon und UberAmazon Launches Partnership with Uber Eats Featuring $0 Delivery Fee for Prime Members (gemeinsame Pressemitteilung)
- TechCrunchAmazon ditches GrubHub, taps Uber Eats for Prime (5. November 2026, mit Stellungnahme eines Amazon-Sprechers)
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