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Der Entwickler Baldvin Mar Smarason bietet mit Jelly UI eine Web-Components-Bibliothek an, deren Buttons, Schalter und Schieberegler beim Klicken wie Gelee nachfedern.[1] Die Bibliothek steht unter MIT-Lizenz und braucht keine weiteren Pakete.[2]

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Inhalt 4 Abschnitte
  1. Wie entsteht der Wackeleffekt?
  2. Was liefert die Bibliothek im Alltag?
  3. Wo liegen die Grenzen für den Einsatz?
  4. Mehr Newshunger?

Sie umfasst 40 Custom Elements, von Formularfeldern über Dialoge bis zu Menüs, und lässt sich mit einem einzigen Script-Tag laden.[1] Das Repository besteht seit dem 15. Juli, aktuell ist Version 1.1.[2]

Auf einen Blick

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Flächen werden auf einem Canvas gezeichnet und per Federphysik verformt, die Bedienung läuft über echte Formularelemente.
  • Laut README erfüllen die Farbwerte WCAG AA, bei reduzierter Bewegung entfällt das Wackeln.
  • Das Bundle ist rund 319 KB groß, gzip-komprimiert etwa 72 KB (eigene Messung).
  • Auf npm trägt ein ganz anderes, altes Paket den Namen „jelly-ui“, Sie bauen die Bibliothek selbst.

Wie entsteht der Wackeleffekt?

Orange Götterspeise in Form eines Kippschalters mit Fähnchen „FEDERT“ auf weißem Teller
Jede Komponente hat einen federgekoppelten Ring, der auf dem Canvas wie eine Membran schwingt. Eine gemeinsame Animationsschleife berechnet alle Körper und pausiert, wenn alles ruht

Jede Komponente besitzt einen Ring aus federgekoppelten Punkten, der auf einem Canvas wie eine Membran schwingt. Eine gemeinsame Animationsschleife rechnet alle Körper und pausiert, sobald alles ruht.

Die Physik steckt in einem Objekt namens JellyBody: ein geschlossener Ring um ein abgerundetes Rechteck, dessen Druckausgleich das Volumen erhält. Ein einziger requestAnimationFrame-Durchlauf rechnet in festen Zeitschritten und hält an, wenn nichts mehr schwingt. Eine ruhende Seite kostet laut Projekt deshalb nichts.[2]

Das unterscheidet Jelly UI von CSS-Übergängen, die nur Werte zwischen zwei Zuständen interpolieren. Entscheidend ist die Trennung von Optik und Bedienung: Der Effekt liegt auf den Pixeln, die Elemente selbst sind nativ fokussierbar und nehmen über ElementInternals an FormData teil. Für Auswahllisten, Tabs, Menüs und modale Dialoge nennt das README die passenden ARIA-Muster samt Fokus-Rückgabe.[2]

Was liefert die Bibliothek im Alltag?

40 Elemente decken Formulare, Rückmeldungen, Navigation und Overlays ab. Dunkelmodus, Rechts-nach-links-Schrift und ein Token-System für Farben sind eingebaut.

Alle Farben laufen über CSS-Variablen mit dem Präfix --jelly-color-. Sieben Varianten von „white“ bis „graphite“ passen sich dem Dunkelmodus an, mode="auto" folgt dem System, eine Akzentfarbe setzen Sie per Attribut.[2]

Das Repository enthält 40 Testdateien, die in einem echten Chromium laufen. Unterstützt werden laut README die aktuellen Versionen von Chrome, Edge, Safari und Firefox.[2]

Jelly UI auf einen Blick
Was die Bibliothek mitbringt und was sie nicht regelt

Eckdaten, Stand 8. November 2026

40
Custom Elements von Button bis Dialog
0
Laufzeit-Abhängigkeiten, ein Script-Tag genügt
72 KB
gzip-Größe des Bundles (eigene Messung)
MIT
Lizenz, alle Elemente frei nutzbar

Zeitstrahl und Reifegrad

15. Juli 2026
Repository auf GitHub angelegt
25. Juli 2026
Korrektur für doppelte Seitenzahlen in der Pagination
30. September 2026
Letzter Commit im Hauptzweig
8. November 2026
Version 1.1.0, 266 Sterne, 7 Commits, 2 Mitwirkende

Ein Button darf wackeln, solange er sich per Tastatur genauso zuverlässig bedienen lässt wie ein normaler.

Michael Dobler, Herausgeber Dr. Web
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Wo liegen die Grenzen für den Einsatz?

Das Projekt ist jung und hängt an einem Entwickler. Auch die Einbindung ist nicht selbstverständlich: Per npm erhalten Sie ein anderes Paket.

Das Repository zählt 266 Sterne und sieben Commits, fünf von Smarason, zwei von GitHub Copilot, der letzte stammt vom 30. September.[3] Als Pflegerisiko sollten Agenturen das einpreisen, bevor sie Kunden eine Bibliothek mit nur einem Maintainer zusagen.

Das README zeigt das Script von jelly-ui.com, die Seite liegt bei GitHub Pages. Für Kundenprojekte gilt wie bei Webfonts: selbst hosten, damit beim Seitenaufruf keine Anfrage an einen Dritten geht. Dazu klonen Sie das Repository und bauen mit npm run build die Datei dist/jelly.js. Unter dem Namen „jelly-ui“ liegt auf npm dagegen ein Paket in Version 0.0.1 mit Vue als Abhängigkeit.[4]

Als Alternative bietet sich Web Awesome an. Dort stehen Komponenten wie Combobox, Datumsfelder und Diagramme laut Dokumentation nur in der Pro-Stufe bereit.[5] Jelly UI ist frei, kennt aber keine Datumsauswahl. Wie Bibliotheken bei der Ladezeit abschneiden, zeigte zuletzt Den Odells Messung von zehn Designsystemen, und Webkomponenten mit Effekt gibt es auch bei amazing-glass.

Für Prototypen, Kampagnenseiten und Portfolios eignet sich Jelly UI. Testen Sie vorher Tastaturbedienung und Screenreader selbst, denn die Aussagen zur Barrierefreiheit stammen vom Entwickler.

Quellen

5 Quellen anzeigenQuellen ausblenden
  1. Jelly UI: Soft Web Components (Projektseite, Abruf)08.11.2026
  2. GitHubjelly-org/ui (README, package.json, Stand 8. November 2026)
  3. GitHubCommit-Verlauf von jelly-org/ui (Abruf)08.11.2026
  4. npmPaket „jelly-ui“, Version 0.0.1 (Abruf)08.11.2026
  5. Web AwesomeDokumentation mit Pro-Kennzeichnung (Abruf)08.11.2026

Mehr Newshunger?

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