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Google Ads legt Einladungen für neue Nutzer in der API ab der Woche des 7. Dezember erst an, wenn ein zweiter Administrator zugestimmt hat. Bisher gab die Schnittstelle sofort eine Kennung zurück, künftig bleibt das Feld leer. Software, die diese Kennung speichert, kann eine offene Freigabe für einen Fehler halten.

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Inhalt 5 Abschnitte
  1. Was ändert sich an der Schnittstelle?
  2. Warum verlangt Google eine zweite Person?
  3. Was sollten Agenturen und Tool-Betreiber bis Dezember tun?
  4. FAQ: Google Ads API: Einladungen entstehen erst nach der Freigabe
  5. Mehr Newshunger?

Google hat am 4. November im Entwicklerblog der Google Ads API drei Änderungen an der Zwei-Personen-Freigabe angekündigt.[1][2] Sie betreffen Agenturen und Software-Anbieter, die Nutzerzugriffe auf Google-Ads-Konten per Schnittstelle verwalten. Zahlen zu bisherigen Freigabeanfragen nennt der Beitrag nicht.[2]

Auf einen Blick

Das Wichtigste in Kürze

  • Ab der Woche des 7. Dezember 2026 entsteht eine Nutzereinladung erst nach der Zustimmung eines zweiten Administrators.
  • Bis dahin bleibt das Feld resource_name leer.
  • Veraltete Freigabeanfragen melden ab Version 26.2 einen eigenen Fehlercode.
  • Ein Aufruf entscheidet bis zu 100 offene Prüfungen statt einer.

Was ändert sich an der Schnittstelle?

Offener Umschlag mit Brief und zwei Siegeln, eins davon mit Anhänger
Google Ads API verlangt seit Sommer zweite Administratorgenehmigung für sensible Aktionen wie Nutzerverwaltung und Zugriffsstufen

Seit dem Sommer verlangt die Google Ads API für sensible Aktionen die Zustimmung eines zweiten Administrators: Nutzer einladen, Zugriffsstufen ändern, Nutzer entfernen. Zustimmen darf eine Person oder ein Dienstkonto mit Administratorrechten. Offene Anfragen verfallen nach 20 Tagen.[3] Daran ändert die Ankündigung nichts. Sie betrifft nur, wie die Schnittstelle Freigaben meldet und abarbeitet.[2]

Einladung erst nach Zustimmung: Bisher legt der Aufruf die Einladung sofort an und liefert ihre Kennung, verschickt aber keine Mail, bis die Freigabe vorliegt. Künftig entsteht die Einladung erst nach der Zustimmung. Das Feld resource_name bleibt bis dahin leer, die Kennung steht dann in den Ergebnissen der Prüfung.[2]

Eigener Fehlercode: Ändert oder löscht jemand das Ziel einer wartenden Anfrage, etwa die Rolle eines Kollegen, meldet die API ab Version 26.2 den Fehler STALE_MULTI_PARTY_AUTH_REQUEST. Einen Termin für 26.2 nennt Google nicht. Die Schnittstelle erscheint seit Version 26 zweimal im Monat. Laut PPC Land sieht Googles Plan 26.2 für November vor. Die Versionen 23 bis 25 melden stattdessen UNKNOWN. Der eigentliche Grund steht im Feld unpublished_error_code.[2]

Hundert Prüfungen pro Aufruf: Der Aufruf zum Entscheiden von Freigaben erledigt bis zu 100 Prüfungen statt bisher einer. Ob sie zum selben Konto gehören müssen, sagt der Beitrag nicht.[2]

Warum verlangt Google eine zweite Person?

Hinter den Freigaben steht der Schutz vor Kontoübernahmen. PPC Land berichtete im April über Betrüger, die sich als Neukunden ausgaben und über eine täuschend ähnliche Domain Zugriff auf Agenturkonten suchten.[2] Seit dem 15. Juli verlangt Google Ads zudem einen Passkey für sensible Aktionen wie Änderungen am Nutzerzugriff. Ein Passkey bindet die Aktion an ein Gerät, die Freigabe zusätzlich an eine zweite Person.[2]

Offen bleibt ein Widerspruch in Googles Unterlagen. Die Hilfeseite für Werbetreibende nimmt laut PPC Land Nur-Lese-Rollen und API-Nutzer von der Freigabe aus, zwei Entwicklerbeiträge beschreiben dagegen Freigaben, die über die API entstehen.[2] Fällt ein Konto auf einen einzigen Administrator zurück, pausiert die Freigabe. Offene Anfragen werden storniert. Der Support kann Anfragen weder genehmigen noch umgehen.[2]

Für deutsche Agenturen kommt der Datenschutz hinzu. Artikel 32 der DSGVO verlangt angemessene technische und organisatorische Maßnahmen. Ein Vier-Augen-Prinzip beim Vergeben von Zugriffsrechten ist dafür ein gängiges Mittel.

Was sich in der Woche des 7. Dezember an der Google Ads API ändert
Zwei-Personen-Freigabe für Nutzereinladungen, Stand der Ankündigung vom 4. November 2026
7. Dezember
Woche, in der die Änderungen starten
20 Tage
so lange wartet eine Freigabeanfrage auf die Zustimmung
100
Prüfungen pro Aufruf statt bisher einer

Was sich im Verhalten ändert

Einladung
Die Einladung entsteht erst nach der Zustimmung, das Feld resource_name bleibt bis dahin leer
Fehlercode
Veraltete Anfragen melden ab v26.2 einen eigenen Fehler, v23 bis v25 melden UNKNOWN
Entscheiden
Ein Aufruf erledigt bis zu 100 offene Prüfungen
Unverändert
Welche Aktionen eine Freigabe brauchen und wer zustimmen darf

Orange: Verhalten, das sich ab der Woche des 7. Dezember ändert.

Der Weg zur Änderung

24.06.2026
Version 24.2 führt die Zwei-Personen-Freigabe in der API ein
15.07.2026
Google Ads verlangt einen Passkey für sensible Aktionen
27.07.2026
Der Rollout der Freigabe in der API beginnt
04.11.2026
Google kündigt drei Änderungen im Entwicklerblog an
Woche des 07.12.2026
Die Änderungen greifen

Die zweite Unterschrift schützt Konten, kostet aber jede Agentur eine Person, die täglich auf offene Freigaben schaut.

Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web
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Was sollten Agenturen und Tool-Betreiber bis Dezember tun?

  • Code prüfen: Suchen Sie Stellen, die resource_name nach dem Einladen speichern oder ein leeres Feld als Fehler werten.
  • Fehler behandeln: Werten Sie auf den Versionen 23 bis 25 unpublished_error_code aus, auf 26.2 den neuen Fehlercode, sobald die Clientbibliothek ihn kennt.
  • Freigaben organisieren: Legen Sie fest, wer als zweiter Administrator zustimmt und wie offene Anfragen vor dem Ablauf nach 20 Tagen auffallen. Google schickt dazu laut Dokumentation keine E-Mails, nur Hinweise im Produkt.[3]

Werbetreibende ohne eigenen Code merken die Änderung nur über die Werkzeuge ihrer Google-Ads-Agentur. Fragen Sie dort nach, ob Onboarding- und Zugriffssoftware bis zum 7. Dezember angepasst ist.

FAQ: Google Ads API: Einladungen entstehen erst nach der Freigabe

Was ändert Google in der Woche des 7. Dezember 2026 an der Google Ads API?

Die API legt eine Nutzereinladung erst an, wenn ein zweiter Administrator zugestimmt hat. Dazu kommt ein eigener Fehlercode für veraltete Freigabeanfragen und die Möglichkeit, bis zu 100 offene Prüfungen in einem Aufruf zu entscheiden.

Müssen Werbetreibende ohne eigenen Code etwas tun?

Der Beitrag von Google richtet sich an Entwickler, die Freigaben in der API nutzen. Werbetreibende merken die Änderung nur über Werkzeuge, die Nutzerzugriffe für sie verwalten. Bei solchen Anbietern lohnt die Nachfrage, ob sie bis zum 7. Dezember angepasst sind.

Wie lange hat ein zweiter Administrator Zeit zuzustimmen?

Offene Anfragen laufen laut Google-Dokumentation nach 20 Tagen ab. Danach gilt die Anfrage als abgelaufen und die Aktion ist abgelehnt. Wird sie weiter gebraucht, startet der Vorgang neu.

Gilt der neue Fehlercode für alle API-Versionen?

Nein. Der Fehlercode STALE_MULTI_PARTY_AUTH_REQUEST kommt mit Version 26.2. Die Versionen 23 bis 25 melden UNKNOWN, der eigentliche Grund steht dann im Feld unpublished_error_code.

Quellen

3 Quellen anzeigenQuellen ausblenden
  1. Google Ads Developer BlogUpcoming changes to multi-party approvals in the Google Ads API (Wortlaut nach PPC Land zitiert)04.11.2026
  2. PPC LandGoogle Ads API sets December 7 deadline for user access approval changes08.11.2026
  3. Google for DevelopersMulti-party approvals in der Google Ads API, abgerufen am 8. November 2026

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