Online Marketing Tools Vergleich 2026
Das sind die besten 58 Anbieter.

Markus Seyfferth Michael Dobler
Markus Seyfferth
& Michael Dobler
8 Min. Lesezeit
4,7 (128) Bewerten
Alle Angaben verifiziert Monatlich aktualisiert Von Fachredakteuren kuratiert Fokus DACH-Markt
Blauer Werkzeugkasten mit Megaphon, weißem Tuch und blauen Objekten. Etikett "Für alle Kanäle"

Welche Online-Marketing-Tools brauchen Sie wirklich, und welche Plattform deckt mehrere Kanäle auf einmal ab? Agenturen, Freelancer und Marketingteams im Mittelstand jonglieren oft mit einem Dutzend Werkzeugen. Wir haben 58 Online-Marketing-Tools für den DACH-Raum geprüft, von All-in-One-Plattformen über Social-Media-Management und Landingpage-Builder bis zu Bewertungs- und Influencer-Tools, und zeigen, worauf Sie bei Funktionen, Datenschutz und Kosten achten sollten.


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Was sind Online-Marketing-Tools, und welche brauchen Sie?

Blauer Werkzeugkasten mit Megaphon, weißem Tuch und blauen Objekten. Etikett "Für alle Kanäle"
Online-Marketing-Tools bündeln Kanäle wie E-Mail, Social Media, Anzeigen und Bewertungen.

Online-Marketing-Tools sind Softwarelösungen, mit denen Unternehmen Kampagnen über Kanäle wie E-Mail, soziale Netzwerke, Werbeanzeigen, Landingpages und Bewertungsportale planen, ausspielen und auswerten. Welche Sie brauchen, hängt von Ihren Kanälen, Ihrer Teamgröße und Ihren Zielen ab.

Der Markt reicht von All-in-One-Plattformen, die E-Mail, Automatisierung, Landingpages und Reporting bündeln, bis zu spezialisierten Werkzeugen für einzelne Aufgaben. Social-Media-Management-Tools planen Beiträge und beantworten Kommentare zentral, Landingpage- und Funnel-Builder erzeugen Anmeldeseiten ohne Entwicklerteam, Ads-Tools optimieren Kampagnen bei Google und Meta.

Für kleine Teams reicht oft eine Plattform mit mehreren Modulen, Agenturen und größere Marketingabteilungen kombinieren meist eine Zentrale mit einigen Spezialtools. Suchmaschinenoptimierung, Newsletter, Webanalyse und CRM behandeln wir in eigenen Vergleichen, dieser Überblick konzentriert sich auf Werkzeuge für die übrigen Kanäle und für die Steuerung über mehrere Kanäle hinweg.

Der 7-Punkte-Test: Welche Online-Marketing-Tools brauchen Sie?
  • Kanäle: Sie bespielen mehr als zwei Kanäle, etwa E-Mail, Social Media und Anzeigen, parallel.
  • Leads: Sie gewinnen Kontakte über Formulare oder Landingpages und wollen sie automatisch weiter betreuen.
  • Social Media: Sie planen regelmäßig Beiträge für mehrere Netzwerke und beantworten Kommentare im Team.
  • Anzeigen: Sie schalten laufend Kampagnen bei Google, Meta oder LinkedIn mit spürbarem Budget.
  • Standorte: Sie haben Filialen oder lokale Kunden und brauchen gepflegte Einträge und Bewertungen.
  • Team: Mehrere Personen oder Kunden arbeiten in denselben Kampagnen und brauchen Rollen und Freigaben.
  • Reporting: Sie wollen den Erfolg aller Kanäle in einem Bericht sehen statt in fünf Einzeltools.

Punkt eins, zwei und sieben sprechen für eine All-in-One-Plattform oder Marketing-Automation, Punkt drei für ein Social-Media-Tool, Punkt vier für Ads-Management, Punkt fünf für Local Marketing. Punkt sechs entscheidet, ob Sie Team- und Agenturfunktionen brauchen.

Welche Probleme lösen Online-Marketing-Tools, und welche schaffen sie?

Mehrere blaue Ladekabel und USB-Kabel mit einem Etikett "Nur noch eins" und einen blauen Stift auf weißem Hintergrund
Viele Einzeltools sparen zunächst Zeit und erzeugen später Datensilos.

Gute Tools sparen Zeit, automatisieren Routinen und machen den Erfolg von Kampagnen messbar. Gleichzeitig entstehen Tool-Wildwuchs, getrennte Datentöpfe, steigende Lizenzkosten und Datenschutzfragen, vor allem bei Anbietern außerhalb der EU.

Wer Beiträge für fünf Netzwerke einzeln plant, Leads per Hand aus Formularen kopiert und Berichte aus drei Quellen zusammenbaut, verliert jede Woche Stunden. Automatisierungen, zentrale Postfächer und gemeinsame Dashboards schließen genau diese Lücken.

Die Kehrseite zeigt sich nach einigen Monaten: Jedes Team bucht eigene Werkzeuge, Daten liegen in getrennten Systemen, und Preise nach Kontakten, Nutzern oder Profilen steigen mit dem Erfolg. Hinzu kommen Pflichten aus der Datenschutz-Grundverordnung, etwa ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO, und Fragen zur Übermittlung von Daten in die USA.

Tool-Wildwuchs

Jedes Team bucht eigene Werkzeuge, bis niemand mehr den Überblick über Abos und Kosten hat.

Getrennte Daten

Kontakte, Kampagnen und Ergebnisse liegen in getrennten Systemen und lassen sich schwer zusammenführen.

Wachsende Kosten

Preise nach Kontakten, Nutzern oder Profilen steigen mit jedem Erfolg der Kampagnen.

Datenschutz

Auftragsverarbeitung, Einwilligungen und Datenübermittlung in die USA müssen sauber geregelt sein.

Einarbeitung

Mächtige Plattformen brauchen Wochen, bis das Team sie wirklich nutzt.

Abhängige Schnittstellen

Ändern Netzwerke wie Meta oder LinkedIn ihre Schnittstellen, fallen Funktionen im Tool zeitweise aus.

Unklare Wirkung

Ohne gemeinsame Kennzahlen bleibt offen, welches Tool tatsächlich zum Umsatz beiträgt.

Welche Arten von Online-Marketing-Tools gibt es?

Hellblaues Wandregal mit acht Fächern gefüllt mit: Postkasten, Sprechblase, Gemälde, Stern, Deutschlandkarte, Glasflasche, Notizbuch und Textschild
Vom All-in-One-System bis zum Spezialwerkzeug: Jede Tool-Art löst eine andere Aufgabe.

Die wichtigsten Arten sind All-in-One-Marketing-Plattformen, Marketing-Automation, Social-Media-Management und Social Listening, Landingpage- und Funnel-Builder, Ads-Management, Bewertungs- und Local-Marketing-Tools, Influencer-Plattformen sowie Content- und KI-Werkzeuge.

All-in-One-Plattformen und Marketing-Automation verbinden E-Mail, Formulare, Landingpages, Lead-Scoring und Reporting in einem System und richten sich an Teams, die Kampagnen über mehrere Stufen steuern. Social-Media-Tools planen Beiträge, bündeln Nachrichten und werten Reichweiten aus, Social-Listening-Werkzeuge beobachten zusätzlich, was über eine Marke gesagt wird.

Landingpage- und Funnel-Builder erzeugen Anmelde- und Verkaufsseiten per Baukasten, Ads-Tools automatisieren Gebote und Berichte für Suchmaschinen- und Social-Anzeigen. Bewertungs- und Local-Marketing-Tools pflegen Einträge in Karten und Verzeichnissen und sammeln Kundenstimmen, Influencer-Plattformen helfen bei der Suche nach passenden Creatorn und der Abwicklung von Kampagnen.

All-in-One-Plattform

Bündelt E-Mail, Automatisierung, Landingpages, Formulare und Reporting in einem System.

Marketing-Automation

Steuert Kontakte über mehrstufige Strecken, mit Lead-Scoring und Anbindung an das CRM.

Social-Media-Management

Plant Beiträge, bündelt Nachrichten und wertet Reichweiten über mehrere Netzwerke aus.

Landingpage- und Funnel-Builder

Erstellt Anmelde- und Verkaufsseiten per Baukasten, oft mit Tests verschiedener Varianten.

Ads-Management

Automatisiert Gebote, Budgets und Berichte für Such- und Social-Anzeigen.

Bewertungen und Local Marketing

Pflegt Standorteinträge in Karten und Verzeichnissen und sammelt Kundenbewertungen.

Influencer und Content

Findet passende Creator, wickelt Kooperationen ab oder erstellt Inhalte mit Vorlagen und KI.

All-in-One-Plattform
Ein System für viele Kanäle
  • Gemeinsame Kontaktdaten für alle Kanäle
  • Ein Reporting statt vieler Exporte
  • Weniger Verträge und Logins
  • Einzelne Module oft weniger tief
Spezialtools
Das beste Werkzeug je Aufgabe
  • Tiefe Funktionen für einen Kanal
  • Schnell eingerichtet und leicht zu bedienen
  • Daten liegen in getrennten Systemen
  • Kosten summieren sich über viele Abos

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Der Tool-Stack für Ihr Marketing 2026

Der Leitfaden zu Online-Marketing-Tools: welche Tool-Arten Sie brauchen, wie Sie Kanäle verbinden, Datenschutz sauber regeln und Kosten im Griff behalten.

Online-Marketing Marketing-Automation Social Media Landingpages Datenschutz Anbietervergleich
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Worauf Sie bei der Auswahl von Online-Marketing-Tools achten sollten

Checkliste mit fünf Punkten, wovon zwei angehakt sind. Eine blaue Lupe und ein Holzschild mit "Erst testen" liegen daneben
Kanäle, Integrationen, Datenschutz und Preismodell entscheiden über das passende Tool.

Entscheidend sind die abgedeckten Kanäle und Funktionen, die Integrationen mit CRM, Shop und Werbekonten, der Datenschutz mit Serverstandort und Auftragsverarbeitung, das Preismodell über die nächsten Jahre, die Bedienbarkeit auf Deutsch sowie Reporting und Support.

Listen Sie zuerst auf, welche Kanäle Sie heute bespielen und in zwei Jahren bespielen wollen, und prüfen Sie, ob das Tool diese nativ abdeckt oder nur über Drittanbieter. Fragen Sie nach Schnittstellen zu Ihrem CRM, Shopsystem und Ihren Werbekonten, denn ohne saubere Datenflüsse bleibt jedes Reporting Stückwerk.

Beim Datenschutz zählen ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung, der Speicherort der Daten und bei US-Anbietern die Zertifizierung unter dem EU-US Data Privacy Framework. Rechnen Sie das Preismodell mit realistischen Wachstumszahlen hoch, denn Staffeln nach Kontakten, Nutzern oder Social-Profilen verändern die Kosten schnell.

Kanäle und Funktionen
Was deckt das Tool ab?

Das Tool sollte die Kanäle, die Sie heute und in zwei Jahren bespielen, nativ abdecken.

E-Mail, Social, Anzeigen, WebAutomatisierungen und WorkflowsFormulare und LandingpagesTeam- und Freigabefunktionen
Praxistipp: Testen Sie die drei wichtigsten Aufgaben Ihres Alltags in der Testphase, nicht die Demo-Highlights.
Integrationen
Anbindung an Ihre Systeme

Ohne Schnittstellen zu CRM, Shop und Werbekonten bleiben Daten und Berichte lückenhaft.

CRM-Anbindung in beide RichtungenShopsysteme und ZahlungsanbieterWerbekonten bei Google und MetaOffene Programmierschnittstelle
Praxistipp: Fragen Sie, ob eine Integration nativ ist oder über einen Drittanbieter läuft, der extra kostet.
Datenschutz
DSGVO und Serverstandort

Vertrag zur Auftragsverarbeitung, Speicherort der Daten und bei US-Anbietern das Data Privacy Framework prüfen.

Vertrag nach Art. 28 DSGVOServerstandort in der EUZertifizierung unter dem Data Privacy FrameworkEinwilligungsverwaltung
Praxistipp: Lassen Sie sich die Liste der Unterauftragsverarbeiter vor dem Vertragsschluss geben.
Preismodell
Kosten über die Jahre

Staffeln nach Kontakten, Nutzern oder Profilen verändern die Kosten, sobald Sie wachsen.

Abrechnung nach Kontakten, Nutzern oder ProfilenMonatliche oder jährliche ZahlungKosten für ZusatzmodulePreis in Euro oder Dollar
Praxistipp: Rechnen Sie den Preis für die doppelte Kontaktzahl und das doppelte Team durch.
Bedienbarkeit
Deutsch und intuitiv

Eine deutsche Oberfläche und verständliche Vorlagen senken die Einarbeitungszeit deutlich.

Oberfläche auf DeutschVorlagen für typische KampagnenMobile App für unterwegsHilfeartikel und Tutorials
Praxistipp: Lassen Sie die Kolleginnen und Kollegen testen, die das Tool später täglich nutzen.
Reporting
Erfolg messbar machen

Berichte über alle Kanäle zeigen, welche Kampagnen Leads und Umsatz bringen.

Kanalübergreifende DashboardsEigene Kennzahlen definierbarExport und automatischer VersandZuordnung zu Umsatz und Leads
Praxistipp: Definieren Sie vor dem Start drei Kennzahlen, an denen Sie das Tool nach drei Monaten messen.
KI-Funktionen
Hilfe mit Prüfpflicht

KI-Assistenten schreiben Texte, schlagen Posting-Zeiten vor oder erstellen Bilder, ihre Ergebnisse brauchen eine Prüfung.

Text- und BildvorschlägeAuswertungen per KI-ZusammenfassungDatenverwendung für das TrainingAbschaltbarkeit der KI-Funktionen
Praxistipp: Klären Sie, ob Ihre Daten zum Training von KI-Modellen genutzt werden.
Support
Hilfe, wenn es klemmt

Deutschsprachiger Support, Onboarding und Community entscheiden, wie schnell das Tool produktiv wird.

Support auf DeutschOnboarding für das TeamReaktionszeiten im TarifAgentur- oder Partnernetz
Praxistipp: Stellen Sie in der Testphase eine echte Supportfrage und messen Sie die Antwortzeit.
5 Fragen, 2 Minuten

Welches Online-Marketing-Tool passt zu Ihnen?

Beantworten Sie fünf kurze Fragen. Sie erhalten eine persönliche Empfehlung per E-Mail. Unser Vergleich: Wir gleichen Ihre Antworten mit allen 58 recherchierten Anbietern ab.

Frage 1 von 5
Wofür suchen Sie ein Tool?
Die Hauptaufgabe entscheidet über die Tool-Art.
Mehrere Kanäle steuern
E-Mail, Social, Landingpages in einem System.
Social Media
Beiträge planen, Community betreuen.
Leads gewinnen
Landingpages, Formulare und Funnels.
Anzeigen und Bewertungen
Ads optimieren, Standorte und Bewertungen pflegen.
Frage 2 von 5
Wie groß ist Ihr Team?
Rollen, Freigaben und Nutzerpreise hängen an der Teamgröße.
Allein
Freelancer oder Gründer.
2 bis 5 Personen
Kleines Marketingteam.
6 bis 20 Personen
Marketingabteilung oder Agentur.
Mehr als 20
Mehrere Teams oder Standorte.
Frage 3 von 5
Für wen arbeiten Sie?
Agenturen brauchen Kundenkonten und Berichte für Dritte.
Eigenes Unternehmen
Marketing in eigener Sache.
Agentur
Mehrere Kunden in einem Tool.
Onlineshop
E-Commerce mit Shopanbindung.
Lokale Standorte
Filialen oder Franchise.
Frage 4 von 5
Wie wichtig ist Ihnen Datenschutz nach EU-Standard?
Serverstandort und Auftragsverarbeitung unterscheiden sich stark.
Sehr wichtig
Nur EU-Hosting und AVV.
Wichtig
AVV und Data Privacy Framework reichen.
Nachrangig
Funktionen gehen vor.
Unsicher
Ich brauche eine Einordnung.
Frage 5 von 5
Welches Budget planen Sie pro Monat?
Von kostenlos bis Enterprise ist alles dabei.
Kostenlos
Gratistarife und Testphasen.
Bis 100 Euro
Einstiegspakete.
100 bis 1.000 Euro
Team- und Agenturtarife.
Mehr als 1.000 Euro
Enterprise-Suiten und Zusatzmodule.
Fast geschafft
Wohin sollen wir Ihre Empfehlung senden?

Sagen Sie uns, wohin wir Ihre persönliche Empfehlung schicken dürfen. Sie kommt in wenigen Minuten per E-Mail.

Vielen Dank, {vorname}

Ihre persönliche Empfehlung ist unterwegs und kommt in wenigen Minuten per E-Mail. Bitte prüfen Sie auch Ihren Spam-Ordner.

So führen Sie neue Online-Marketing-Tools Schritt für Schritt ein

Blaue Treppe mit Rakete oben, beschriftet "Ziele zuerst" auf weißem Hintergrund
Ziele, Test, Datenschutz, Einrichtung, Schulung: So kommt ein neues Tool in den Alltag.

Eine Einführung folgt sechs Schritten: Ziele und Kennzahlen festlegen, vorhandene Tools prüfen, eine Auswahl im Test vergleichen, Datenschutz klären, einrichten und anbinden sowie das Team schulen und die Ergebnisse auswerten. Wer mit dem Kauf beginnt, zahlt oft für Funktionen, die niemand nutzt.

Legen Sie vor der Auswahl fest, welche Ziele das Tool unterstützen soll, etwa mehr Leads, weniger Handarbeit oder bessere Berichte, und welche Kennzahlen den Erfolg zeigen. Prüfen Sie dann, welche Werkzeuge bereits im Einsatz sind und welche sich ersetzen lassen. Nutzen Sie kostenlose Testphasen mit echten Kampagnen statt Demodaten.

Vor dem Start gehören der Vertrag zur Auftragsverarbeitung, die Einwilligungen nach § 25 TDDDG für Tracking und nach § 7 UWG für E-Mail-Werbung sowie die Rollen im Team auf die Liste. Planen Sie Schulungen ein und prüfen Sie nach drei Monaten, ob die festgelegten Kennzahlen sich verbessert haben.

1 Woche

Ziele festlegen

Ziele, Kanäle und Kennzahlen bestimmen, die das Tool verbessern soll.

Ziele formulierenKennzahlen festlegenBudget klären
1
1 Woche

Bestand prüfen

Vorhandene Tools, Abos und Datenflüsse erfassen und Überschneidungen finden.

Abos auflistenDatenflüsse skizzierenErsetzbares markieren
2
2 bis 4 Wochen

Testen

Zwei bis drei Tools in kostenlosen Testphasen mit echten Kampagnen vergleichen.

Testphasen startenKernaufgaben durchspielenSupport testen
3
1 bis 2 Wochen

Datenschutz klären

Vertrag zur Auftragsverarbeitung, Serverstandort und Einwilligungen prüfen.

AVV abschließenUnterauftragnehmer prüfenEinwilligungen anpassen
4
2 bis 6 Wochen

Einrichten

Integrationen anbinden, Daten übernehmen, Vorlagen und Rollen anlegen.

CRM und Shop anbindenKontakte importierenRollen vergeben
5
laufend

Schulen und auswerten

Team schulen und nach drei Monaten die Kennzahlen mit dem Start vergleichen.

Schulungen planenKennzahlen prüfenAlte Tools kündigen
6
3
Kennzahlen vor dem Start festlegen
14 bis 30 Tage
übliche kostenlose Testphase
Art. 28
DSGVO: Vertrag zur Auftragsverarbeitung
3 Monate
bis zur ersten Erfolgskontrolle

Die häufigsten Fehler bei der Auswahl von Online-Marketing-Tools

Einkaufswagen gefüllt mit bunten App- und Dienste-Symbolen auf weißem Hintergrund mit Kassenzettel
Ein Tool zu viel kostet jeden Monat Geld und Übersicht.

Die häufigsten Fehler sind der Kauf vor der Strategie, zu viele Einzeltools ohne Verbindung, ein nicht hochgerechnetes Preismodell, fehlende Datenschutzverträge, ungenutzte Testphasen, fehlende Verantwortliche und ungeprüfte KI-Inhalte. Die meisten lassen sich mit einem klaren Anforderungskatalog vermeiden.

Viele Teams kaufen ein Tool, weil eine Funktion in der Demo beeindruckt hat, und merken später, dass die wichtigen Kanäle fehlen. Andere stapeln Abonnements, bis niemand mehr weiß, wo welche Kontakte liegen. Ein Anforderungskatalog mit Muss- und Kann-Kriterien verhindert beides.

Teuer wird es auch, wenn das Preismodell nur für den Start gerechnet wurde oder der Vertrag zur Auftragsverarbeitung fehlt. KI-Funktionen für Texte und Bilder sparen Zeit, ihre Ergebnisse brauchen aber eine redaktionelle Prüfung, bevor sie veröffentlicht werden.

1
Kauf vor der Strategie

Eine beeindruckende Demo ersetzt keinen Plan, welche Kanäle das Tool abdecken muss.

Anforderungskatalog mit Muss- und Kann-Kriterien vor der Auswahl schreiben.
2
Zu viele Einzeltools

Abos stapeln sich, Kontakte liegen in getrennten Systemen.

Bestand prüfen und wo möglich auf eine zentrale Plattform konsolidieren.
3
Preismodell nicht hochgerechnet

Mit wachsender Kontaktzahl verdoppeln sich die Kosten unbemerkt.

Kosten für doppelte Kontakte und doppeltes Team vorab durchrechnen.
4
Datenschutz vergessen

Ohne Vertrag zur Auftragsverarbeitung drohen Bußgelder und Abmahnungen.

AVV abschließen und Serverstandort vor dem Start klären.
5
Testphase verschenkt

Wer nur mit Demodaten testet, merkt Probleme erst im Echtbetrieb.

Testphase mit einer echten Kampagne und echten Daten nutzen.
6
Keine Verantwortlichen

Ein Tool ohne Eigentümer im Team verwaist nach wenigen Wochen.

Eine Person benennen, die Einrichtung, Schulung und Pflege verantwortet.
7
KI-Inhalte ungeprüft

Automatisch erzeugte Texte und Bilder enthalten Fehler oder passen nicht zur Marke.

Jeden KI-Entwurf vor der Veröffentlichung redaktionell prüfen.

Was kosten Online-Marketing-Tools?

Ein hellblau bemaltes Sparschwein mit Rucksack und Kreditkarten, Preis €4,99/Monat
Kontakte, Nutzer, Profile: Das Abrechnungsmodell bestimmt die Kosten.

Viele Tools starten mit einem kostenlosen Tarif, Einstiegspakete kosten meist einen zweistelligen Betrag im Monat, Tarife für Teams und Agenturen liegen im drei- bis niedrigen vierstelligen Bereich, Enterprise-Suiten gibt es auf Anfrage.

Die Preise hängen vom Abrechnungsmodell ab: nach Kontakten in der Datenbank, nach Nutzern, nach verbundenen Social-Profilen, nach Seitenaufrufen oder nach Funktionsumfang. Jährliche Zahlung senkt den Preis oft deutlich, dafür bindet sie länger.

Rechnen Sie neben der Lizenz Einrichtung, Schulung und Integrationen ein, bei Enterprise-Suiten auch Onboarding-Pakete. Die Preisangaben in unseren Anbieterkarten geben den Stand vom 28. September 2026 wieder, US-Anbieter nennen Preise häufig in US-Dollar und ohne Mehrwertsteuer.

Kostenloser Einstieg 0 € dauerhaft, mit Limits

Viele Tools bieten einen dauerhaft kostenlosen Tarif, etwa HubSpot mit E-Mail-Kampagnen, Formularen und Livechat, Brevo mit bis zu 300 E-Mails pro Tag, Buffer mit drei Kanälen, Metricool mit einer Marke oder systeme.io mit drei Funnels. Mautic ist als Open Source frei nutzbar, Hosting und Pflege kommen hinzu.

Einstiegstarif ca. 7 bis 50 € pro Monat

Bezahlte Einstiegstarife liegen meist im zweistelligen Bereich, etwa 7 Euro für Brevo Starter, 15 Euro für ActiveCampaign bei 1.000 Kontakten und jährlicher Zahlung, 16 Euro für GetResponse mit 1.000 Kontakten oder 39 Euro für den Publisher-Tarif von Swat.io.

Team und Agentur ca. 100 bis 500 € pro Monat, oft pro Nutzer

Social-Media-Suiten rechnen häufig pro Nutzer ab: Hootsuite kostet 99 bis 399 US-Dollar, Sprout Social 199 bis 399 US-Dollar pro Sitz und Monat bei jährlicher Abrechnung. Bewertungsplattformen wie Trusted Shops (ab 119 Euro) und Trustpilot (119 bis 479 Euro pro Domain) liegen im selben Rahmen.

Enterprise ab ca. 1.000 € oder auf Anfrage pro Monat

Plattformen für große Teams kosten ab rund 1.000 Euro im Monat oder werden individuell kalkuliert, etwa Emplifi ab 1.249 US-Dollar im Monat. Brandwatch, Yext, Uberall und Smartly nennen Preise nur im Gespräch mit dem Vertrieb.

Kosten, die oft übersehen werden

Neben der Lizenz fallen Zusatzmodule, weitere Nutzer oder Profile, Onboarding-Pakete, Integrationen über Drittanbieter und die Arbeitszeit für Einrichtung und Schulung an. Preise von US-Anbietern werden oft in US-Dollar und ohne Mehrwertsteuer angegeben.

Der Dr.-Web-Quizmaster
Wissenstest
Wie gut kennen Sie sich mit Online-Marketing-Tools aus?
5 Fragen aus dem Artikel. Wählen Sie Ihre Antwort, dann decken Sie die Lösung auf.
1 Welcher Vertrag ist nötig, wenn ein Tool personenbezogene Daten in Ihrem Auftrag verarbeitet? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. Verarbeitet ein Anbieter personenbezogene Daten in Ihrem Auftrag, brauchen Sie einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO.
2 Was regelt § 25 TDDDG? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. § 25 TDDDG erlaubt das Speichern und Auslesen von Informationen auf Endgeräten nur mit Einwilligung, soweit keine Ausnahme greift.
3 Was unterscheidet eine All-in-One-Plattform von Spezialtools? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: B. All-in-One-Plattformen bündeln Kanäle, Kontakte und Reporting in einem System, einzelne Module sind aber oft weniger tief als bei Spezialtools.
4 Wonach rechnen viele Online-Marketing-Tools ab? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: B. Viele Tools staffeln ihre Preise nach Kontakten in der Datenbank, nach Nutzern oder nach verbundenen Social-Profilen.
5 Was sollten Sie mit KI-generierten Marketingtexten tun? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: B. KI-Funktionen sparen Zeit, ihre Ergebnisse können aber Fehler enthalten oder nicht zur Marke passen. Eine redaktionelle Prüfung vor der Veröffentlichung ist Pflicht.

Glossar: Begriffe rund um Online-Marketing-Tools

Die wichtigsten Begriffe rund um Marketing-Software, Automatisierung und Datenschutz, kompakt und anbieterneutral erklärt.

Marketing-Automation

Marketing-Automation bezeichnet Software, die Kontakte anhand festgelegter Regeln automatisch über mehrere Stufen mit Inhalten versorgt.

All-in-One-Plattform

Eine All-in-One-Plattform bündelt mehrere Marketingfunktionen wie E-Mail, Landingpages, Automatisierung und Reporting in einem System.

Landingpage

Eine Landingpage ist eine Zielseite, die auf eine einzige Aktion ausgerichtet ist, etwa eine Anmeldung oder einen Kauf.

Funnel

Ein Funnel beschreibt die Stufen, die Interessenten vom ersten Kontakt bis zum Kauf durchlaufen.

Lead

Ein Lead ist ein Kontakt, der Interesse gezeigt und dabei Daten wie Name und E-Mail-Adresse hinterlassen hat.

Lead-Scoring

Lead-Scoring bewertet Kontakte mit Punkten nach Verhalten und Merkmalen, um die vielversprechendsten zu erkennen.

Social Listening

Social Listening beobachtet, was in sozialen Netzwerken und im Web über eine Marke, ein Thema oder Wettbewerber gesagt wird.

A/B-Test

Ein A/B-Test vergleicht zwei Varianten einer Seite, Anzeige oder E-Mail, um die wirksamere zu finden.

Local Listings

Local Listings sind Standorteinträge in Karten, Suchmaschinen und Verzeichnissen mit Adresse, Öffnungszeiten und Bewertungen.

Influencer-Marketing

Influencer-Marketing bezeichnet Kooperationen mit Creatorn, die Produkte oder Marken bei ihrer Community vorstellen.

Auftragsverarbeitung

Die Auftragsverarbeitung ist die Verarbeitung personenbezogener Daten durch einen Dienstleister im Auftrag, geregelt in Art. 28 DSGVO.

Data Privacy Framework

Das EU-US Data Privacy Framework ist die Grundlage, auf der zertifizierte US-Unternehmen personenbezogene Daten aus der EU empfangen dürfen.

Freemium

Freemium ist ein Preismodell mit kostenlosem Grundtarif und kostenpflichtigen Erweiterungen.

Seat

Ein Seat ist eine Nutzerlizenz, nach der viele Tools ihren Preis staffeln.

Häufige Fragen

Die wichtigsten Fragen rund um Online-Marketing-Tools, Datenschutz und Kosten, kurz und anbieterneutral beantwortet.

Welche Online-Marketing-Tools brauche ich als kleines Unternehmen?

Kleine Unternehmen kommen meist mit einer All-in-One-Plattform oder zwei bis drei Tools aus, etwa für E-Mail, Social Media und Landingpages. Wichtiger als die Zahl der Tools ist, dass sie Kontakte und Ergebnisse miteinander teilen.

Was ist besser, eine All-in-One-Plattform oder Spezialtools?

Eine All-in-One-Plattform ist besser, wenn Sie mehrere Kanäle mit gemeinsamen Daten steuern wollen. Spezialtools lohnen sich, wenn ein einzelner Kanal besonders tiefe Funktionen braucht, etwa große Social-Media-Teams oder hohe Werbebudgets.

Was kosten Online-Marketing-Tools?

Viele Tools bieten einen kostenlosen Einstieg, bezahlte Einstiegstarife kosten meist einen zweistelligen Betrag im Monat. Team- und Agenturtarife liegen im drei- bis niedrigen vierstelligen Bereich, Enterprise-Suiten gibt es auf Anfrage.

Sind US-Tools mit der DSGVO vereinbar?

US-Tools lassen sich DSGVO-konform nutzen, wenn ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung vorliegt und der Anbieter unter dem EU-US Data Privacy Framework zertifiziert ist oder andere Garantien bietet. Prüfen Sie zusätzlich Serverstandort und Unterauftragsverarbeiter.

Brauche ich für Marketing-Tools eine Einwilligung der Nutzer?

Für Tracking-Cookies auf Ihrer Website brauchen Sie nach § 25 TDDDG in der Regel eine Einwilligung, für E-Mail-Werbung nach § 7 UWG ebenfalls. Gute Tools unterstützen Einwilligungsverwaltung und Double-Opt-in.

Wie finde ich das passende Social-Media-Tool?

Das passende Social-Media-Tool deckt Ihre Netzwerke ab, bietet ein gemeinsames Postfach für Nachrichten und Freigaben im Team. Achten Sie außerdem darauf, wie der Preis mit der Zahl der Profile und Nutzer steigt.

Wie lange dauert die Einführung eines neuen Marketing-Tools?

Einfache Tools sind in wenigen Tagen startklar, All-in-One-Plattformen mit Integrationen brauchen oft vier bis zwölf Wochen. Planen Sie Zeit für Datenübernahme, Schulung und Datenschutzprüfung ein.

Können KI-Funktionen in Marketing-Tools Texte ersetzen?

KI-Funktionen liefern schnelle Entwürfe für Texte, Betreffzeilen und Bilder, ersetzen aber keine redaktionelle Prüfung. Klären Sie außerdem, ob der Anbieter Ihre Daten zum Training seiner Modelle nutzt.

Wie erkenne ich, ob sich ein Tool lohnt?

Ein Tool lohnt sich, wenn die vorab festgelegten Kennzahlen nach etwa drei Monaten besser sind, etwa mehr Leads, weniger Handarbeit oder niedrigere Kosten pro Kontakt. Werkzeuge ohne messbaren Beitrag sollten Sie kündigen.

4,7 128 Bewertungen

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Michael Dobler & Markus Seyfferth
Autoren
Michael Dobler und Markus Seyfferth bilden das Autorenduo hinter den Vergleichen von Dr. Web. Anbietervergleiche sind ihre Spezialität und entstehen grundsätzlich gemeinsam: Praxiswissen aus über drei Jahrzehnten Web trifft auf den strategischen Rundum-Blick eines Chefredakteurs, damit Entscheider ohne Umwege die beste Wahl für ihr Business treffen.
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