Shopify Agentur Vergleich 2026
Das sind die besten 115 Anbieter.

Markus Seyfferth Michael Dobler
Markus Seyfferth
& Michael Dobler
Aktualisiert: 27 Min. Lesezeit
4,8 (120) Bewerten
Alle Angaben verifiziert Monatlich aktualisiert Von Fachredakteuren kuratiert Fokus DACH-Markt
Paketkarton mit grünem Label "Retoure: Warenkorbarbruch" und aufgerolltem Papierband auf weißem Hintergrund

Ein Shopify-Shop ist schnell eröffnet. Ein Shop, der zuverlässig verkauft, sauber Weiterleitungen setzt und mit dem Sortiment wächst, bleibt dagegen Handarbeit. Der Markt im DACH-Raum reicht vom reinen Shopify-Spezialisten über den Plus-Partner für große Projekte bis zum Studio mit drei Leuten, und die Honorarmodelle unterscheiden sich stark. Dieser Ratgeber ordnet 114 redaktionell geprüfte Agenturen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ein und führt Sie anbieterneutral von der Frage, ob Sie überhaupt eine Agentur brauchen, über Auswahl und Projektablauf bis zu den realistischen Kosten.


Shopify-Agenturen: Empfohlene Anbieter

eBakery

Shopify Plus Partner seit 2023 Shopify Partner seit 2018 E-Commerce-Agentur seit 2009

eBakery ist offizieller Shopify Experts und Shopify Plus Partner aus Frankfurt am Main und begleitet Onlineshops von der Migration über den Go-Live bis zur laufenden Optimierung. Die inhabergeführte Agentur deckt Design, Entwicklung und Marketing aus einer Hand ab.

eBakery Screenshot ebakery.de

Die Wurzeln als E-Commerce-Agentur reichen bis 2009 zurück, seit 2018 ist eBakery offizieller Shopify Partner und seit 2023 zusätzlich Shopify Plus Partner, nachzulesen im offiziellen Shopify Partnerverzeichnis. Über 1.000 umgesetzte Projekte später begleitet das Team Marken von der ersten Idee bis zum laufenden Betrieb. Zum Leistungskern gehören individuelle Funktionen, Schnittstellen zu ERP-, CRM- und Warenwirtschaftssystemen wie JTL oder Odoo sowie kurze Ladezeiten und ein sauberer Pagespeed.

Internationale Shops richtet eBakery mehrsprachig und mit passenden Währungen ein. Wer von einer anderen Plattform kommt, wird beim Umzug von Shopware, JTL, WooCommerce, Magento oder OXID begleitet.

Rund um den Store übernimmt eBakery auf Wunsch auch das Marketing mit SEO, Google Ads, Social Media und Linkaufbau, sodass der komplette Auftritt aus einer Hand entsteht.

Das spricht für eBakery
Shopify-Shops
Aufbau, Neueröffnung und Optimierung von Stores auf Shopify und Shopify Plus.
Individualentwicklung
Maßgeschneiderte Funktionen und Schnittstellen zu ERP-, CRM- und Warenwirtschaftssystemen.
Shop-Migration
Umzug von Shopware, JTL, WooCommerce, Magento oder OXID auf Shopify.
Performance
Kurze Ladezeiten und ein sauberer Pagespeed für schnelle Shops.
Internationale Shops
Mehrsprachige Stores mit passenden Währungen für den Verkauf über Grenzen hinweg.
Marketing aus einer Hand
SEO, Google Ads, Social Media und Linkaufbau ergänzen den Store.

huks.digital

Shopify-Partner Made in Germany Datengetrieben

huks.digital ist offizieller Shopify-Partner und die inhabergeführte Agentur von Marius Hucker aus Karlsbad bei Karlsruhe. Sie baut Shopify-Shops mit Fokus auf überzeugendes Design, gute Usability und eine reibungslose Zahlungsabwicklung.

huks.digital Screenshot huks.digital

huks.digital setzt Online-Shops als offizieller Shopify-Partner um und wird von Inhaber Marius Hucker aus Karlsbad geführt. Betreut werden Unternehmen, Start-ups und Selbstständige in Karlsruhe und der Region.

Der Schwerpunkt liegt auf Aufbau und Optimierung von Shopify-Stores, von einem schnellen Set-up über überzeugendes Shopdesign und gute Usability bis zur Anbindung der passenden Zahlungsarten. Das Team ergänzt den Store um Blog und Landingpages. Eine Auswertung von Bestellungen und Traffic zeigt, was im Shop funktioniert.

Als Design-First-Agentur trifft huks.digital ihre Entscheidungen datenbasiert und hat dafür bereits über 300 Webseiten auf Nutzerführung und Performance untersucht. Rund um den Shop begleitet das Team auf Wunsch Logo, Branding und Grafikdesign, sodass der komplette Auftritt aus einer Hand entsteht.

Das spricht für huks.digital
Shopify-Shops
Aufbau und Optimierung von Stores auf der führenden E-Commerce-Plattform.
Überzeugendes Shopdesign
Design-First-Ansatz für hochwertige Optik und klare Nutzerführung im Shop.
Zahlungsanbindung
Einrichtung und Integration der passenden Zahlungsarten für einen reibungslosen Checkout.
Daten & Analyse
Auswertung von Bestellungen und Traffic als Grundlage für Entscheidungen.
Blog & Landingpages
Ergänzende Inhalte und Landingpages rund um den Store.
Branding & Grafik
Logo, Branding und Grafikdesign passend zum Auftritt des Shops.

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Was ist eine Shopify-Agentur, und brauchen Sie wirklich eine?

Papiertüte mit Henkel und Etikett, aus der ein grünes Rolltor-Modell herausragt
Ein eigener Shop ist schnell eröffnet. Die Frage ist, wer ihn einrichtet.

Eine Shopify-Agentur ist ein Dienstleister, der Onlineshops auf der SaaS-Plattform Shopify konzipiert, baut, aus einem Altsystem migriert und nach dem Go-live weiter betreut. Für einen kleinen Shop mit Standard-Theme, einer Handvoll Produkten und einem Zahlungsanbieter brauchen Sie keine: Shopify ist als Mietsystem gebaut und lässt sich ohne Programmierkenntnisse einrichten. Nötig wird externe Hilfe dort, wo Datenbestände umziehen, wo Warenwirtschaft und Shop zusammenspielen sollen oder wo mehrere Länder und Sprachen dazukommen. Als Marktbeobachtung liegen die Stundensätze im DACH-Raum bei rund 110 bis 180 € für Agenturen und 80 bis 140 € für Freelancer, jeweils netto.

Die Arbeit beginnt meist mit einer Discovery-Phase: Sortiment, Zielgruppen, Prozesse und Altdaten werden aufgenommen, daraus entsteht ein Konzept mit Aufwandsschätzung. Danach folgen die Einrichtung des Shops, die Theme-Anpassung in Liquid oder eine eigene Storefront, die Migration von Produkt- und Kundendaten, Zahlungs- und Versandregeln, Steuersätze, Tracking und Einwilligungsverwaltung. Viele Häuser übernehmen zusätzlich die Anbindung an ERP, PIM oder Versanddienstleister und entwickeln eigene Apps, wenn der Funktionsumfang aus dem App Store nicht reicht. Nach dem Launch trägt ein Wartungsvertrag oder ein Stundenkontingent die laufende Pflege. Rechtstexte liefert in aller Regel eine Kanzlei, nicht die Agentur.

Die Abgrenzung zu benachbarten Dienstleistern lohnt sich vor der ersten Anfrage. Eine Webdesign-Agentur denkt von Gestaltung und Markenauftritt her und liefert oft starke Entwürfe, ohne Checkout, Steuerlogik und Schnittstellen im Detail zu kennen. Eine SEO-Agentur arbeitet an Sichtbarkeit und Inhalten eines bereits laufenden Shops, baut ihn aber nicht. Ein Systemhaus verantwortet Netzwerke, Arbeitsplätze und Lizenzen im Unternehmen, selten die Storefront. Ein Freelancer deckt eine Disziplin häufig sehr gut ab, hat dafür aber kein Team, das Urlaub, Krankheit oder einen festen Termin abfedert.

Der Shopify-Partnerstatus taucht in fast jedem Angebot auf und wird oft überschätzt. Laut Shopify ist das Partnerprogramm ein Stufenmodell: über dem Einstiegslevel „Registered“ folgen im Service Track die Stufen Select, Plus, Premier und Platinum, während sich der Technology Track an Anbieter von Apps und technischen Erweiterungen richtet (Stand 27.08.2026). Die Einstufung hängt vor allem an nachgewiesenen Projekten, betreuten Händlerkonten und dem darauf entfallenden Umsatz. Für den Plus-Status setzt Shopify mehrere aktive Händler auf dem Plus-Tarif voraus, weshalb ein Plus Partner in aller Regel größere Projekte kennt als ein frisch registrierter Partner. Weil Shopify die Bezeichnungen mehrfach angepasst hat, lohnt ein Blick auf die aktuelle Partnerseite, bevor Sie eine Stufe zum Auswahlkriterium machen.

Was der Status nicht bedeutet: ein geprüftes Gütesiegel für Projekterfolg. Ein hoher Rang belegt Erfahrung mit der Plattform und Nähe zum Hersteller, nicht die Qualität Ihres Vorhabens. Gemessen werden Programmkennzahlen, nicht Termintreue, Dokumentation oder die Frage, ob Ihr Shop nach zwei Jahren noch wartbar ist. Kleine Häuser ohne hohe Stufe arbeiten oft sauber und günstiger, große Partner bringen dafür Routine mit internationalen Rollouts mit. Aussagekräftiger als das Abzeichen bleiben Referenzen aus Ihrer Branche, ein nachvollziehbares Angebot und klare Regeln zu Zugängen und Datenherausgabe.

Bleibt die Frage nach dem Selbermachen. Ein Shop mit kostenlosem oder gekauftem Theme, wenigen Varianten und Shopify Payments ist an einem langen Wochenende startklar, die Plattformmiete beginnt laut Shopify im Basic-Tarif bei 27 € netto im Monat bei Jahreszahlung. Der Aufwand verschwindet dadurch nicht, er verschiebt sich: Sie investieren eigene Zeit in Einrichtung, Produktdaten, Pflichtangaben und Pflege. Das Gabler Wirtschaftslexikon fasst E-Commerce als elektronisch gestützte Abwicklung von Geschäftsprozessen, und genau diese Prozesse hinter der Oberfläche unterschätzen Neueinsteiger am häufigsten. Teuer wird selten der erste Shop, teuer wird der zweite Anlauf.

Die Entscheidung lässt sich an Sachfragen festmachen statt am Bauchgefühl. Die folgenden sieben Punkte decken die Situationen ab, in denen externe Unterstützung erfahrungsgemäß mehr einbringt, als sie kostet.

P<!–mce:p<!–mce:p<!–mce:p<!–mce:p<!–mce:potected r–>otected r–>otected r–>otected r–>otected r–>üfen Sie vor der ersten Anfrage, wie viele der folgenden Punkte auf Ihr Vorhaben zutreffen. Jeder Treffer steht für eine Aufgabe, die ohne Routine mit Shopify spürbar länger dauert als geplant.

Der 7-Punkte-Test: Brauchen Sie eine Shopify-Agentur?
  • Bestandsshop migrieren: Produkte, Kunden, Bestellungen und Weiterleitungen aus Shopware, WooCommerce, Magento oder JTL müssen umziehen. Fehler bei den Weiterleitungen kosten Sichtbarkeit, die über Jahre aufgebaut worden ist.
  • Individuelle Funktionen: Konfigurator, Abo-Modell, B2B-Preise oder Produktbündel lassen sich mit Bordmitteln nicht abbilden. Dann braucht der Shop eigene Entwicklung oder eine sorgfältig geprüfte App-Kombination.
  • ERP-Anbindung: Warenwirtschaft, PIM oder Buchhaltung sollen Bestände, Preise und Belege automatisch austauschen. Schnittstellen sind der häufigste Grund, warum aus einem Baukastenprojekt ein Entwicklungsprojekt wird.
  • Mehrere Märkte: Der Shop soll in mehr als einer Sprache, Währung oder Steuerlogik laufen. Länderspezifische Zahlungsarten, Versandregeln und Pflichtangaben erhöhen den Aufwand deutlich.
  • Kein Entwickler-Know-how: Im Haus arbeitet niemand mit Liquid, Datenmodellen oder Tracking-Setups. Ohne diese Kenntnisse bleiben Anpassungen Provisorien, die sich später nur schwer warten lassen.
  • Fester Launch-Termin: Saison, Messe oder Kampagne geben ein Datum vor, das sich nicht verschieben lässt. Ein Team mit Vertretungsregelung trägt dieses Risiko besser als eine einzelne Person.
  • Laufende Betreuung: Nach dem Go-live stehen Updates, Theme-Pflege, neue Kampagnenseiten und Fehlersuche an. Wer dafür keine feste Ressource hat, fährt mit einem Retainer oder einem Stundenkontingent ruhiger.

Ab etwa drei zutreffenden Punkten lohnt sich in der Regel eine Agentur, ab fünf führt kaum ein Weg daran vorbei. Trifft keiner oder nur ein Punkt zu, richten Sie einen einfachen Shop mit Standard-Theme gut selbst ein und holen Hilfe erst dazu, wenn eine konkrete Hürde auftaucht. Eine Agentur ist kein Qualitätsmerkmal an sich, sondern die Antwort auf Aufgaben, die intern niemand übernehmen kann.

Diese 7 Probleme löst eine Shopify-Agentur

Paketkarton mit grünem Label "Retoure: Warenkorbarbruch" und aufgerolltem Papierband auf weißem Hintergrund
Sieben typische Baustellen, die Händlerinnen und Händler an eine Agentur abgeben.

Der bevh beziffert den Warenumsatz an Endkunden im deutschen Onlinehandel in seiner Studie „Interaktiver Handel in Deutschland“ für das Erhebungsjahr 2025 auf 83,1 Milliarden Euro, nach 80,6 Milliarden Euro im Vorjahr und damit 3,2 Prozent mehr. 56 Prozent dieses Umsatzes laufen über Marktplätze. Für 2026 erwartet der Verband ein Plus von 3,8 Prozent. Wer in diesem Markt einen eigenen Shop betreibt, scheitert selten an einem großen Problem, sondern an mehreren kleinen, die sich gegenseitig blockieren.

Diese Zahlen erklären den Druck auf den eigenen Shop. Ein Marktplatzanteil von 56 Prozent bedeutet, dass mehr als die Hälfte der Nachfrage in fremden Umgebungen bedient wird, mit fremdem Layout, fremden Regeln und fremdem Kundenkontakt. Der eigene Shop muss deshalb einen Grund liefern, warum jemand ihn statt eines Marktplatzes benutzt. Dieser Grund entsteht nicht durch die Wahl der Plattform. Er entsteht durch Sortiment, Vertrauen, Geschwindigkeit und saubere Prozesse dahinter.

Bei Shopify gehören Hosting, Updates, Zertifikate und Skalierung zum Abonnement, und ein Standard-Theme steht in wenigen Stunden. Daraus entsteht ein verbreitetes Missverständnis. Ein technisch lauffähiger Shop ist noch kein verkaufender Shop. Zwischen beidem liegen Sortimentsstruktur, Produktdaten, Zahlungsarten, Versandlogik und Messung. Eine Shopify-Agentur bringt an dieser Stelle vor allem Reihenfolge in die Arbeit, nicht mehr Werkzeuge.

Teuer wird selten das Projekt selbst, teuer werden die Folgen einer schlecht geplanten Umstellung. Beim Wechsel von Shopware, WooCommerce, Magento, JTL oder OXID hängen Bestellhistorie, Kundenkonten, Gutscheine und Weiterleitungen aneinander. Fehlt die Weiterleitungsliste, verliert der Shop Rankings, die über Jahre aufgebaut worden sind. Ähnlich verhält sich der Datenfluss zu Warenwirtschaft, ERP, PIM, Buchhaltung und Versanddienstleister: Wo eine Schnittstelle fehlt, tippt jemand ab, und diese Handarbeit erzeugt Fehler, die erst beim Jahresabschluss auffallen. Der Zeitverlust summiert sich still: Zwanzig Minuten Abtipperei am Tag ergeben über ein Jahr mehr als zwei volle Arbeitswochen, die im Verkauf, im Einkauf oder im Kundenservice fehlen.

Rechtlich lässt sich ein Shopify-Shop datenschutzkonform betreiben, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind: ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO, eine Einwilligung vor dem Setzen von Tracking- und Marketing-Cookies, eine dokumentierte Grundlage für den Datentransfer in die USA und ein Verzeichnis der eingesetzten Apps samt ihrer Datenflüsse. Eine pauschale Konformitätsaussage lässt sich daraus nicht ableiten. Sie hängt an der konkreten Konfiguration, und der Status des EU-US Data Privacy Framework ist Gegenstand laufender Verfahren. Dieser Ratgeber ersetzt keine Rechtsberatung, die Prüfung gehört in fachkundige Hände.

Die Verantwortung dafür ist klar verteilt. Diensteanbieter im Sinne des Gesetzes ist der Shop-Betreiber, nicht die Agentur. Ein Dienstleister kann Pflichtangaben einbauen, ein Einwilligungswerkzeug einrichten und die Texte einer Kanzlei oder eines spezialisierten Anbieters einpflegen. Abgemahnt wird trotzdem der Betreiber. Wer beauftragt, hält deshalb besser im Vertrag fest, wer welche Prüfung übernimmt und wer sie bezahlt.

Zur Verbreitung von Shopify lohnt der Blick auf die Grundgesamtheit. Unter den umsatzstärksten deutschen Onlineshops, die das EHI Retail Institute jährlich auswertet, steht Shopify auf Rang 3 der meistgenutzten Shopsysteme. Für den gesamten deutschen Onlinehandel mit seinen vielen kleinen Shops gilt diese Reihenfolge nicht automatisch, weil andere Erhebungen mit anderer Grundgesamtheit abweichende Anteile ausweisen. Der bevh erhebt seine Umsatzzahlen für den gesamten interaktiven Handel, das EHI betrachtet dagegen eine begrenzte Auswahl großer Shops. Jede Zahl zur Verbreitung braucht deshalb die Angabe, worauf sie sich bezieht.

Die folgenden sieben Baustellen tauchen in Anfragen an Shopify-Agenturen immer wieder auf, vom Neubau über die Migration bis zur laufenden Betreuung eines bestehenden Shops. Prüfen Sie beim Lesen, welche davon Sie in Ihrem eigenen Shop wiedererkennen: Schon zwei Treffer rechtfertigen ein Erstgespräch, ab drei lohnt der Blick auf einen Dienstleister mit laufender Betreuung. Wer vorab notiert, welche Punkte zutreffen, führt das Erstgespräch entlang eigener Prioritäten statt entlang der Leistungsliste der Agentur.

Der Shop läuft, verkauft aber nicht

Das Standard-Theme steht, doch Besucherinnen und Besucher brechen im Warenkorb ab, und niemand weiß, an welcher Stelle. Eine Agentur misst die Abbruchpunkte, räumt Produktseiten, Versandkosten-Anzeige und Checkout auf und testet Änderungen einzeln statt alle auf einmal.

Migration ohne Datenverlust

Beim Umzug von Shopware, WooCommerce, Magento, JTL oder OXID drohen lückenhafte Bestellhistorien, tote Kundenkonten und 404-Fehler auf alten Produkt-URLs. Eine Agentur überführt die Daten strukturiert, legt eine vollständige Weiterleitungsliste an und probt den Umzug vor dem Go-live.

Systeme sprechen nicht miteinander

Bestellungen wandern per Hand aus dem Shop in Warenwirtschaft, Buchhaltung und Versand, Lagerbestände stimmen erst am Abend. Eine Agentur verbindet ERP, PIM und Versanddienstleister über Schnittstellen und legt fest, welches System welchen Datensatz führt.

Ladezeit und Core Web Vitals

Über die Jahre gewachsene Apps, doppelte Tracking-Skripte und ein überladenes Theme verlängern den Seitenaufbau auf dem Handy spürbar. Eine Agentur misst die Core Web Vitals, entfernt ungenutzte Apps und Skripte und baut die Templates schlanker auf.

Rechtliche Pflichtangaben und Datenschutz

Cookie-Einwilligung, Auftragsverarbeitung, Drittlandtransfer und Pflichttexte hängen zusammen und ändern sich laufend. Eine Agentur richtet Einwilligungsverwaltung und Pflichtseiten technisch ein und dokumentiert die Datenflüsse. Die rechtliche Prüfung bleibt bei Betreiber und Kanzlei.

Keine Zeit und kein Team im Haus

Einkauf, Kundenservice und Versand füllen den Arbeitstag, die Shop-Aufgaben rutschen auf den Abend. Eine Agentur übernimmt Umsetzung und Wartung in festen Zyklen und arbeitet auf ein vereinbartes Stundenkontingent. Sortiment, Preise und Entscheidungen bleiben bei Ihnen.

Sichtbarkeit fehlt

Der Shop ist fertig, aber kaum jemand findet ihn: keine Kategorietexte, kein sauberer Produktdaten-Feed, keine durchdachte interne Verlinkung. Eine Agentur baut die SEO-Grundlagen, die Feeds für Suchmaschinen und Marktplätze sowie messbare Kampagnen auf und berichtet in festen Abständen.

Welche Arten von Shopify-Agenturen gibt es?

Metallkoffer mit Holzblöcken verschiedener Serviceleistungen und Preise, daneben ein grüner Schraubenschlüssel
Alles aus einer Hand oder mehrere Spezialisten: zwei Wege zum selben Shop.

Sechs Anbietertypen prägen den DACH-Markt, und sie unterscheiden sich weniger im Können als im Zuschnitt: Leistungsbreite, Teamgröße und typische Projektgröße. Das EHI Retail Institute hat für Shopify unter den umsatzstärksten deutschen Onlineshops ein Plus von 4,5 Prozentpunkten gegenüber 2023 gemessen, womit die Plattform dort auf Rang 3 der meistgenutzten Shopsysteme steht. Wer die Typen auseinanderhält, spart sich Angebote, die von vornherein nicht zum Vorhaben passen.

Die Grundgesamtheit dieser Erhebung gehört zwingend dazu. Das EHI Retail Institute betrachtet die umsatzstärksten Onlineshops in Deutschland, also einen Ausschnitt am oberen Ende des Marktes, nicht den Durchschnitt aller Händler. Andere Erhebungen zählen Domains oder Installationen und beziehen Kleinstshops mit ein, weshalb sie für dieselbe Plattform deutlich abweichende Anteile ausweisen. Beide Zahlen können korrekt sein und trotzdem gegensätzlich wirken, solange niemand die Bezugsmenge nennt. Fragen Sie deshalb bei jeder Marktanteilszahl nach, worauf sie sich bezieht.

Zwei Achsen trennen die Anbietertypen zuverlässiger als jedes Etikett. Die erste ist die Leistungsbreite: Deckt ein Haus Strategie, Gestaltung, Entwicklung und Marketing ab, oder konzentriert es sich auf ein einziges Gewerk? Die zweite ist das Lastprofil. Ein Shop mit einem Sortiment und einem Markt stellt andere Anforderungen als ein Rollout in mehreren Ländern mit eigener Preis- und Steuerlogik. Aus beiden Achsen ergibt sich die Projektgröße, für die ein Team eingerichtet ist.

Die häufigste Abgrenzung im Erstgespräch betrifft Shopify-Agentur oder Freelancer. Einzelne Fachleute arbeiten günstiger und entscheiden kurz: Als Marktbeobachtung im DACH-Raum liegen ihre Stundensätze bei rund 80 bis 140 € netto, die von Agenturen bei 110 bis 180 € netto. Dafür fehlt die Vertretung bei Krankheit, Urlaub und Auftragsspitzen, und Gestaltung, Entwicklung sowie Tracking liegen in einer Hand. Agenturen bringen Rollen, Prozess und Ausfallsicherheit mit, berechnen Struktur und Verwaltung aber mit. Als Faustregel trägt ein erfahrener Freelancer bis zum angepassten Standard-Theme, sobald Schnittstellen, Datenmigration und feste Termine dazukommen, hilft ein Team.

Ob der Dienstleister in Ihrer Stadt sitzt, ist technisch zweitrangig geworden. Repository, Ticketsystem, Staging-Umgebung und Videokonferenz funktionieren ortsunabhängig, und viele Projekte sind ohne ein einziges Treffen abgeschlossen worden. Regional bleiben zwei Punkte relevant. Der erste ist das Preisniveau: In Ballungsräumen wie Berlin, Hamburg, München, Köln, Wien oder Zürich liegen die Sätze der Größenordnung nach 15 bis 30 Prozent über dem Schnitt. Der zweite ist Ihr eigener Arbeitsstil: Wer Workshops, Fotoproduktionen oder Schulungen vor Ort einplant, gewichtet die Anfahrt anders als ein Team, das ohnehin verteilt arbeitet.

Eine Frage sortiert die Anbietertypen stärker als jede andere: Shopify Plus oder Advanced. Advanced deckt den Bedarf der meisten Händler ab, solange ein Shop, wenige Sprachen und der Standard-Checkout genügen. Plus wird zum Thema bei hohen Bestellspitzen, mehreren Ländershops mit eigener Preis- und Steuerlogik, B2B-Preislisten, tiefen Eingriffen in den Checkout oder eigenen Automatisierungen. Der Sprung ist deutlich: laut Shopify von 289 € auf einen Einstieg ab 2.100 € im Monat bei Jahreszahlung, jeweils netto. Rechnen Sie ihn gegen die niedrigeren Transaktionsgebühren und gegen den Aufwand, den Sie sonst in Behelfslösungen stecken.

Anbietertypen sind Selbstbeschreibungen, keine geschützten Bezeichnungen. Ein Haus, das sich Full-Service nennt, kann drei Personen umfassen, ein Boutique-Studio fünfzehn. Prüfbar wird der Zuschnitt am Portfolio: Wie viele Shopify-Projekte der vergangenen zwei Jahre, in welcher Größenordnung, mit welchen Schnittstellen und mit welchem Anteil Betreuung nach dem Go-live. Der Shopify-Partnerstatus belegt Erfahrung mit der Plattform, sagt aber nichts über Ihre Branche.

Die folgende Übersicht ordnet die sechs Typen nach Stärke, Grenze und typischer Projektgröße und stellt daneben die beiden Wege gegenüber, die sich daraus ergeben: alles aus einer Hand oder mehrere Spezialisten nebeneinander.

Full-Service-E-Commerce-Agentur

Strategie, Gestaltung, Entwicklung und Marketing kommen aus einem Haus, ein Ansprechpartner verantwortet alle Gewerke. Im Spezialfall fehlt gelegentlich die fachliche Tiefe, und die Sätze liegen am oberen Rand. Typisch sind individuelle Shops mit Schnittstellen, als Marktbeobachtung 8.000 bis 50.000 € netto.

Shopify-Spezialagentur

Das Team arbeitet ausschließlich auf Shopify und kennt Theme-Architektur, Liquid, Apps und die Grenzen des Checkouts aus dem Tagesgeschäft. Wer parallel andere Shopsysteme betreiben will, findet hier keine Antwort. Typisch sind Neubauten und Relaunches mittlerer Größe mit klarem Plattformfokus.

Shopify Plus Partner und Enterprise-Dienstleister

Internationale Rollouts, mehrere Ländershops, B2B-Preislogik, Headless-Storefronts und hohe Bestellvolumen gehören zum Alltag. Für einen einzelnen Shop mit Standard-Checkout ist dieser Apparat zu groß. Typisch sind Vorhaben als Marktbeobachtung ab 50.000 € netto und Laufzeiten von zwölf bis 24 Wochen.

Migrations- und Integrationsspezialist

Der Umzug von Shopware, WooCommerce, Magento, JTL oder OXID ist das Kerngeschäft, samt Datenabgleich, Weiterleitungen sowie ERP- und PIM-Anbindung. Gestaltung und Wachstum bleiben meist außen vor, die Zuständigkeit endet oft am Go-live. Typisch sind Migrationen mit zwei bis 16 Wochen Dauer.

Boutique-Studio und Freelancer

Kleine Teams und Einzelpersonen passen Standard-Themes an, setzen schnell um und entscheiden ohne lange Abstimmung. Vertretung bei Ausfall und Kapazität für Spitzen fehlen. Typisch sind Einstiegsprojekte mit engem Budget, als Marktbeobachtung 2.000 bis 8.000 € netto.

Performance- und Growth-Agentur

Conversion-Optimierung, SEO, Ads und E-Mail-Marketing für einen bestehenden Shop stehen im Mittelpunkt, abgerechnet meist als monatlicher Retainer. Für Neubau oder Migration ist dieses Profil nicht eingerichtet. Typisch sind laufende Mandate statt eines abgegrenzten Projekts.

Full-Service aus einer Hand
ein Ansprechpartner für alle Gewerke
  • Ein Ansprechpartner verantwortet Strategie, Gestaltung, Entwicklung und Marketing.
  • Die Übergänge zwischen den Gewerken klärt die Agentur intern statt Sie.
  • Ein fester Retainer macht Budget und Kapazität über Monate planbar.
  • Das Wissen über Ihren Shop bleibt an einer Stelle gebündelt.
  • Dafür liegen die Tagessätze höher, und in Spezialdisziplinen bleibt die Tiefe hinter einem Fachteam zurück.
Spezialisten kombinieren
je Gewerk das passende Team
  • Für jedes Gewerk lässt sich das Team mit der passenden Spezialisierung buchen.
  • Einzelleistungen sind im Stundensatz häufig günstiger als das Paket aus einer Hand.
  • Einen schwachen Partner tauschen Sie einzeln aus, ohne das ganze Projekt neu aufzusetzen.
  • Budget fließt gezielt dorthin, wo gerade der größte Hebel liegt.
  • Dafür tragen Sie Koordination, Terminabgleich und das Risiko an den Schnittstellen selbst.

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Der Leitfaden für Händlerinnen und Händler: Agenturtypen, Auswahlkriterien, Ablauf eines Shopify-Projekts, Migration von anderen Shopsystemen und realistische Kosten im DACH-Raum.

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Worauf Sie bei der Auswahl einer Shopify-Agentur achten müssen

Lupe mit grünem Griff zeigt auf Papieretikett mit Text "Referenzen bitte"
Wer genau hinsieht, erkennt vor dem Vertrag, was die Agentur wirklich liefert.

Seriös arbeitet eine Shopify-Agentur dann, wenn sich jede ihrer Aussagen nachprüfen lässt: an live erreichbaren Shops, an einem Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO und an einem Angebot, das Leistung, Laufzeit und Ausstieg benennt. Sieben Kriterien entscheiden darüber, ob aus einem Angebot ein tragfähiges Projekt wird. Der rechtliche Rahmen macht diese Prüfung zur Pflicht: eRecht24 beziffert das Bußgeld bei fehlendem oder fehlerhaftem Impressum nach DSA und DDG auf bis zu 50.000 Euro, dazu kommen das 14-tägige Widerrufsrecht und die Pflichtinformationen vor Vertragsschluss, Stand 27.08.2026. Wer diese Punkte vor der Unterschrift klärt, zahlt sie später nicht doppelt.

Woran erkennen Sie also eine seriöse Agentur? Am ehesten daran, was sie freiwillig herausgibt, bevor Sie unterschrieben haben. Wer Referenzen nennt, kann Domains nennen. Wer ein Festpreisangebot legt, kann auch sagen, was darin nicht enthalten ist und wie ein Nachtrag berechnet wird. Unseriös wird ein Angebot selten durch das, was darin steht, sondern durch das, was fehlt.

Ein zweites Merkmal ist die Bereitschaft zu widersprechen. Eine Agentur, die im Erstgespräch jede Anforderung bejaht, hat den Aufwand entweder nicht verstanden oder plant, ihn später nachzufordern. Fachlich starke Dienstleister raten von einer Individualentwicklung ab, wo eine vorhandene App genügt, und weisen auf Schnittstellen hin, die im Budget noch gar nicht auftauchen. Dieser Widerspruch kostet die Agentur im Termin Sympathie und spart Ihnen im Projekt Geld. Fragen Sie im Zweifel direkt, wovon das Team abrät.

Drei Warnsignale sprechen für sich. Ein Angebot ohne schriftliche Leistungsbeschreibung öffnet jeder späteren Nachforderung die Tür. Eine Vorkasse über den vollen Projektpreis verschiebt das gesamte Risiko auf Ihre Seite. Und ein Go-live-Termin, den jemand ohne Rückfrage zu Datenmenge, Schnittstellen und Freigabewegen nennt, ist geraten und nicht geplant. In allen drei Fällen hilft kein Nachverhandeln, sondern nur die nächste Agentur auf der Liste.

Für das Erstgespräch gilt eine einfache Regel: Stellen Sie nur Fragen, deren Antwort einen Beleg erzwingt. Fragen Sie nach dem Namen der Person, die Ihr Projekt tatsächlich umsetzt, und nicht nach der Teamgröße. Fragen Sie nach dem Shop, der zuletzt live gegangen ist, samt Datum und Umfang. Fragen Sie nach dem Dokument, das die Auftragsverarbeitung regelt, und lassen Sie es sich vorab schicken. Antworten, die nur aus Adjektiven bestehen, sind keine Antworten.

Die Rollenverteilung ist rechtlich eindeutig, auch wenn sie in Projekten regelmäßig verschwimmt. Diensteanbieter im Sinne des Gesetzes ist der Shop-Betreiber, die Agentur setzt Texte technisch um und ersetzt keine Rechtsberatung. Ein Dienstleister kann Impressum, Widerrufsbelehrung und Datenschutzerklärung an der richtigen Stelle einbinden und die Pflichtinformationen vor Vertragsschluss korrekt ausspielen. Für Inhalt und Aktualität dieser Texte haften Sie selbst. Lassen Sie sie deshalb fachkundig prüfen und halten Sie schriftlich fest, wer nach einer Sortiments- oder Versandänderung nachzieht.

Beim Datenschutz hilft keine pauschale Zusage weiter. Ein Shopify-Shop lässt sich datenschutzkonform betreiben, wenn ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO vorliegt, wenn nicht notwendige Cookies und Tracking-Skripte erst nach aktiver Einwilligung laden und wenn der Drittlandtransfer in die USA im Verarbeitungsverzeichnis dokumentiert ist, einschließlich des Status des EU-US Data Privacy Framework mit Stand 27.08.2026. Wer stattdessen mit dem Etikett „DSGVO-konform“ wirbt, hat die Frage übersprungen. Dazu kommen die technischen Grundlagen, die das BSI für Webshops nennt: durchgängige TLS-Verschlüsselung, geschützte Zugänge und ein geregeltes Update-Management für Themes und Apps.

Die folgenden sieben Kriterien bündeln, was vor der Unterschrift geklärt sein muss. Jedes trägt Prüffragen, die Sie im Erstgespräch wörtlich stellen können, beim Kriterium Preis zusätzlich die drei gängigen Abrechnungsmodelle.

Nachweisbare Shopify-Referenzen
Live erreichbare Shops statt Entwürfe

Eine Referenz zählt erst, wenn der Shop unter eigener Domain läuft und die Agentur ihren eigenen Anteil daran benennt. Aussagekraft bekommt sie, wenn Branche, Sortimentsgröße und Shopify-Tarif in der Nähe Ihres Vorhabens liegen. Ein Portfolio aus Bildschirmentwürfen belegt Gestaltung, nicht Betrieb.

Welche drei Shopify-Shops sind bei Ihnen zuletzt live gegangen, und wann?Welchen Teil der Umsetzung hat Ihr Team dabei selbst verantwortet?Dürfen wir mit einer dieser Kundinnen oder einem dieser Kunden sprechen?
Prüftipp: Öffnen Sie zwei Referenzshops auf dem Handy und legen Sie einen Testartikel in den Warenkorb, bis zur Zahlungsauswahl.
Partnerstatus richtig einordnen
Ein Signal, kein Gütesiegel

Shopify führt sein Partnerprogramm in Stufen, vom eingetragenen Shopify-Partner bis zu den höheren Rängen für Plus-Projekte. Die Stufe bildet Projektvolumen und Plattformumsatz ab, nicht die Qualität einer einzelnen Umsetzung. Prüfen Sie den Status auf der Agenturseite und danach die Arbeit selbst.

Welchen Shopify-Partnerstatus führen Sie, und seit wann?Wie viele Ihrer laufenden Projekte liegen auf Shopify Plus?Welche Shopify-Zertifizierungen haben die Personen, die bei uns arbeiten würden?
Prüftipp: Lassen Sie sich den Status auf der eigenen Website der Agentur zeigen, nicht in einem fremden Verzeichniseintrag.
Datenschutz und Rechtstexte
Zuständigkeiten schriftlich klären

Der Shop lässt sich datenschutzkonform betreiben, wenn Auftragsverarbeitung, Einwilligung und Drittlandtransfer geregelt und dokumentiert sind. Die Agentur bindet ein, was juristisch geprüft wurde, und ersetzt keine Rechtsberatung. Halten Sie im Vertrag fest, wer die Pflichttexte nach Änderungen nachzieht.

Stellen Sie uns einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO?Wie stellen Sie sicher, dass Tracking und Marketing-Skripte erst nach aktiver Einwilligung laden?Wer pflegt Impressum und Widerrufsbelehrung nach einer Sortimentsänderung ein?
Prüftipp: Lassen Sie sich den Entwurf des Auftragsverarbeitungsvertrags vor Vertragsschluss schicken und fachkundig prüfen.
Leistungsumfang und Schnittstellen
Alles, was der Shop anbinden muss

Der teure Teil eines Shopprojekts steckt selten im Design, sondern in den Übergaben an Warenwirtschaft, PIM, Zahlungsanbieter, Versanddienstleister und Marktplätze. Jede Verbindung braucht eine Entscheidung: fertige App, Middleware oder Eigenentwicklung. Ohne diese Liste bleibt jedes Angebot eine Schätzung.

Welche unserer Systeme binden Sie über eine fertige App an, welche individuell?Wer trägt die Kosten, wenn eine eingeplante App die Anforderung doch nicht erfüllt?In welchem Format liefern wir Produktdaten, und wer bereinigt sie?
Prüftipp: Listen Sie vor dem Erstgespräch jedes System auf, das heute Artikel-, Bestell- oder Kundendaten sieht.
Preis, Vertrag und Kündigungsfristen
Abrechnungsmodell passend zum Vorhaben

Festpreis, Stundensatz und Retainer verteilen das Risiko unterschiedlich. Ein Festpreis braucht ein fertiges Konzept, sonst wird jede Änderung zum Nachtrag. Ein Stundensatz braucht nachvollziehbare Berichte, ein Retainer eine klare Leistungsbeschreibung und eine Kündigungsfrist, die zu Ihrer Planung passt.

Was genau ist im Festpreis enthalten, und was löst einen Nachtrag aus?Welche Mindestlaufzeit und welche Kündigungsfrist gelten für die laufende Betreuung?Wie rechnen Sie angefangene Stunden ab, und wie berichten Sie darüber?
Festpreis
Nur bei fertigem Konzept sinnvoll, jede Änderung läuft als Nachtrag Feste Projektsumme, netto
Stundensatz
Marktbeobachtung DACH, keine geprüfte Statistik, nur als Spanne zu lesen 110 bis 180 €/h Agentur, 80 bis 140 €/h Freelancer, netto
Retainer
Laufende Betreuung als Monatspauschale oder Stundenkontingent, Mindestlaufzeit prüfen Monatlich, abgeleitet aus dem Stundensatz, netto
Prüftipp: Lassen Sie sich dasselbe Vorhaben einmal als Festpreis und einmal als Stundenschätzung anbieten.
Betreuung nach dem Go-live
Reaktionszeiten und feste Ansprechpartner

Nach dem Start beginnt der Teil, der über Jahre Geld kostet: Updates, App-Wechsel, Störungen, laufende Änderungen am Sortiment. Wer dafür keinen festen Ansprechpartner und keine zugesagte Reaktionszeit hat, wartet im Störfall in derselben Schlange wie jede neue Anfrage.

Welche Reaktionszeit sagen Sie zu, wenn der Bestellprozess ausfällt?Wer ist unser fester Ansprechpartner, und wer vertritt ihn bei Abwesenheit?Welche Leistungen deckt die Wartungspauschale ab, und was wird zusätzlich berechnet?
Prüftipp: Klären Sie die Erreichbarkeit an Wochenenden, bevor die erste große Rabattaktion startet.
Eigentum und Ausstiegsfähigkeit
Wem Konto, Code und Daten gehören

Shopify-Konto, Domain, Theme-Code und die Zugänge zu Zahlungs- und Versanddiensten gehören in Ihr Unternehmen. Ein sauberer Agenturwechsel setzt außerdem dokumentierte Anpassungen und einen vollständigen Export der Kunden- und Bestelldaten voraus. Klären Sie das am Anfang, nicht im Streitfall.

Auf welches Unternehmen laufen Shopify-Konto, Domain und Zahlungskonten?Übergeben Sie den Theme-Code samt Dokumentation, und in welcher Form?Was passiert mit unseren Zugängen und Daten, wenn wir den Vertrag kündigen?
Prüftipp: Legen Sie das Shopify-Konto selbst an und laden Sie die Agentur als Mitarbeitende ein.
Bedarfscheck in 2 Minuten

Welche Shopify-Agentur passt zu Ihrem Shop?

Beantworten Sie fünf kurze Fragen. Wir senden Ihnen eine persönliche Empfehlung per E-Mail. Unser Vergleich: Wir gleichen Ihre Antworten mit allen 115 recherchierten Anbietern ab.

Frage 1 von 5
Was steht bei Ihnen an?
Das Vorhaben entscheidet über den passenden Agenturtyp.
Neuer Shop von Grund auf
Konzept, Design und Aufbau eines Shopify-Shops ohne Altsystem.
Umzug von einem anderen Shopsystem
Migration von Shopware, WooCommerce, Magento, JTL oder OXID.
Bestehenden Shopify-Shop verbessern
Conversion, Ladezeit, Sichtbarkeit und Sortimentspflege.
Laufende Betreuung und Wartung
Pflege, Updates und feste Reaktionszeiten nach dem Go-live.
Frage 2 von 5
Wie groß ist Ihr Sortiment?
Die Zahl der Artikel bestimmt Datenpflege und Aufwand.
Bis 50 Produkte
Kleines Sortiment, Standard-Theme reicht meist aus.
50 bis 500 Produkte
Wachsender Katalog mit Varianten und Kategorien.
500 bis 5.000 Produkte
Umfangreicher Katalog, Datenpflege wird zum Thema.
Mehr als 5.000 Produkte
Großer Katalog, oft mit PIM und automatisierten Datenfeeds.
Frage 3 von 5
Welche Systeme sollen angebunden werden?
Schnittstellen treiben Aufwand und Preis stärker als das Design.
Keine, Shopify allein reicht
Bestellungen werden im Shopify-Konto bearbeitet.
Warenwirtschaft oder ERP
Bestände, Preise und Bestellungen laufen automatisch zusammen.
Buchhaltung und Versand
Rechnungen, Etiketten und Sendungsverfolgung angebunden.
Marktplätze und mehrere Verkaufskanäle
Shop, Marktplätze und soziale Kanäle aus einem Bestand.
Frage 4 von 5
Welches Budget planen Sie für die Umsetzung?
Netto, ohne Shopify-Abo und laufende Nebenkosten.
Bis 5.000 €
Standard-Theme angepasst, überschaubarer Funktionsumfang.
5.000 bis 20.000 €
Eigenes Design, Tracking und erste Schnittstellen.
20.000 bis 75.000 €
Individuelle Funktionen, Migration und tiefe Anbindungen.
Mehr als 75.000 €
Plus, B2B, internationale Rollouts oder Headless-Aufbau.
Frage 5 von 5
Was ist Ihnen bei der Agentur am wichtigsten?
Ihre Priorität entscheidet, welche Agenturen in die engere Wahl kommen.
Nähe und persönlicher Kontakt im DACH-Raum
Ansprechpartner in Ihrer Zeitzone, Termine auch vor Ort.
Nachweisbare Branchenerfahrung
Live-Referenzen aus Ihrer Branche und Shopgröße.
Technische Tiefe und Individualentwicklung
Eigene Funktionen, Apps und komplexe Schnittstellen.
Betreuung und feste Reaktionszeiten nach dem Go-live
Wartungsvertrag mit vereinbarten Reaktionszeiten.
Fast geschafft
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Wie ein Shopify-Projekt mit einer Agentur abläuft

Gerollte blaue Baupläne mit grünem Maßstab. Aufschriften: "AufRkt", "Datenumzug", "Eröffnung 2026"
Von der ersten Besprechung bis zur Eröffnung vergehen bei einem Standardshop mehrere Wochen.

Ein Standardshop geht bei einer eingespielten Shopify-Agentur nach 6 bis 14 Wochen live, gerechnet vom unterschriebenen Angebot bis zur ersten echten Bestellung. Eine reine Migration aus einem bestehenden Shopsystem dauert je nach Datenmenge 2 bis 16 Wochen, Projekte auf Shopify Plus oder mit B2B-Logik eher 12 bis 24 Wochen. Ob Sie am unteren oder am oberen Rand dieser Spannen landen, entscheidet selten die Agentur. Meist entscheiden die Zulieferungen des Auftraggebers.

Wer die Wochen der einzelnen Phasen einfach addiert, kommt auf eine höhere Zahl und erschrickt zu früh. Ein Shopify-Projekt läuft nicht streng nacheinander ab. Die Datenarbeit an Produktdaten, Bestellhistorie und Schnittstellen läuft parallel zur Umsetzung, und auch Konzept und Entwicklung greifen an den Rändern ineinander. Dazu kommt ein zweiter Punkt: die Höchstwerte aller Phasen treffen praktisch nie im selben Projekt zusammen. Deshalb bleibt ein Standardshop trotz der scheinbar längeren Einzelspannen im Korridor von 6 bis 14 Wochen.

Die erste Phase wirkt kurz und entscheidet trotzdem über den Rest. Wer mit einem klaren Lastenheft in die Angebotsrunde geht, erhält Angebote, die sich sauber gegenüberstellen lassen, und einen belastbaren Festpreis. Wer nur eine Idee mitbringt, bekommt Schätzungen, die sich später verschieben. Ein sorgfältiger Dienstleister schreibt seine Annahmen in das Angebot: Zahl der Produkte, Zahl der Sprachen, Zahl der Schnittstellen. Ändert sich eine dieser Annahmen, ändert sich der Preis, und zwar nachvollziehbar.

Der größte Zeitfresser in Shopify-Projekten sind nicht die Entwicklungsaufgaben, sondern offene Punkte auf Auftraggeberseite. Produktdaten liegen in drei Tabellen und einer Warenwirtschaft, Bilder fehlen für ein Drittel des Sortiments, die Rechtstexte hängen noch in der fachkundigen Prüfung. Dazu kommen Freigaben, die zwischen Geschäftsführung, Marketing und Vertrieb kreisen. Hilfreich sind eine einzige verantwortliche Person mit Entscheidungsbefugnis und ein fester Wochentermin. Zwei Wochen Verzug bei den Produktdaten kosten am Ende zwei Wochen Go-live.

Bei einer Migration von Shopware, WooCommerce, Magento, JTL oder OXID kommt Arbeit dazu, die beim Neubau entfällt. Produktdaten, Varianten, Kundenkonten und Bestellhistorie müssen exportiert, bereinigt und in Testläufen importiert werden, oft mehrfach. Passwörter lassen sich aus Sicherheitsgründen nicht übernehmen, Bestandskunden vergeben ihr Kennwort beim ersten Einkauf neu, und darauf gehört ein vorbereiteter Hinweis per Mail. Der Aufwand hängt an der Datenqualität und an der Zahl der Sonderfälle, nicht allein an der Zahl der Produkte. Deshalb reicht die Spanne von 2 Wochen für einen kleinen Katalog bis zu 16 Wochen für gewachsene Sortimente mit ERP-Anbindung und mehreren Sprachen.

Am häufigsten verlieren Relaunches ihren Umsatz an einer einzigen Stelle: den Weiterleitungen. In Shopify liegen Produkt- und Kategorieseiten unter eigenen Pfadmustern, deshalb passt praktisch keine alte Adresse auf die neue Struktur. Jede indexierte alte Adresse braucht eine 301-Weiterleitung auf ihr neues Ziel, Produkte ebenso wie Kategorien, Blogbeiträge und Serviceseiten. Fehlt diese Liste, brechen Rankings und Direktzugriffe binnen weniger Wochen ein, und die Erholung dauert Monate. Die Weiterleitungsliste gehört vor dem Go-live geschrieben und danach mehrere Wochen lang kontrolliert.

Der Launchtermin selbst gehört bewusst gewählt. Kein Go-live im Weihnachtsgeschäft, keiner am Freitagnachmittag, keiner unmittelbar vor dem Urlaub der verantwortlichen Person. Nach dem Start beginnt die Phase, die über die Wirtschaftlichkeit des Shops entscheidet: Wartung, Auswertung und schrittweise Verbesserung. Wer die Betreuung erst nach dem Launch verhandelt, verhandelt aus der schwächeren Position. Konditionen für Wartung und Weiterentwicklung gehören deshalb in denselben Vertrag wie der Aufbau.

Die folgende Zeitleiste zeigt alle sechs Phasen mit ihrer realistischen Dauer, der Arbeit der Agentur und den Zulieferungen, die Sie selbst beisteuern müssen. Achten Sie besonders auf diese Zulieferungen, denn an ihnen scheitern die meisten Termine.

1 bis 2 Wochen

Discovery und Angebot

Die Agentur klärt Ziele, Sortimentsgröße, Zielgruppen und die nötigen Schnittstellen und leitet daraus ein Lastenheft ab. Am Ende steht ein Angebot mit Leistungsumfang, Annahmen und Budgetrahmen, nicht nur eine Summe.

Ziele, Sortimentsumfang und Budgetrahmen benennenZahlen aus dem laufenden Geschäft bereitstellenEine entscheidungsbefugte Ansprechperson festlegen
1
2 bis 4 Wochen

Konzept und Design

Informationsarchitektur, Kategorienbaum und Seitentypen werden festgelegt, danach entstehen die Entwürfe für Startseite, Kategorie- und Produktseite. In dieser Phase fällt auch die Entscheidung zwischen angepasstem Standard-Theme und eigener Entwicklung.

Logo, Schriften und Bildmaterial liefernEntwürfe gebündelt und termingerecht freigebenSonderfälle im Sortiment früh melden
2
4 bis 10 Wochen

Umsetzung

Das Theme wird gebaut, Apps werden ausgewählt und konfiguriert, Individualfunktionen entstehen als eigene Erweiterung. Dazu richtet die Agentur Zahlungs- und Versandarten, Steuersätze und Kundenkonten ein.

Konten bei Zahlungs- und Versanddienstleistern eröffnenRechtstexte fachkundig prüfen lassenTexte für Service- und Kategorieseiten liefern
3
parallel, 2 bis 6 Wochen

Daten und Schnittstellen

Produktdaten, Kundenkonten und Bestellhistorie werden aus dem Altsystem übernommen, bereinigt und in mehreren Testläufen importiert. Parallel entstehen die Anbindung an ERP oder PIM und die vollständige Liste der 301-Weiterleitungen.

Vollständigen Datenexport aus dem Altsystem bereitstellenProduktdaten und Kategorien fachlich gegenlesenAnsprechperson beim ERP-Dienstleister benennen
4
1 bis 2 Wochen

Test und Go-live

Testbestellungen laufen über jede Zahlungs- und Versandart, dazu kommen Prüfungen von Rechtstexten, Tracking, Ladezeit und mobiler Darstellung. Der Launch wird außerhalb der Hochsaison gelegt, danach werden die Weiterleitungen scharf geschaltet und überwacht.

Testbestellungen im eigenen Team durchführenLaunchtermin und Erreichbarkeit verbindlich zusagenKundenservice auf den neuen Shop einweisen
5
laufend, ab Go-live

Betreuung und Optimierung

Nach dem Start folgen Wartung, Fehlerbehebung und Updates an Theme und Apps. Dazu kommen Conversion-Optimierung, SEO-Nacharbeit an den Weiterleitungen und ein Reporting auf vorher vereinbarte Kennzahlen.

Zugänge und Umsatzkennzahlen offen teilenStundenkontingent oder Retainer budgetierenFesten Auswertungstermin einplanen
6
6 bis 14 Wochen
Standardshop bis zum Go-live
2 bis 16 Wochen
reine Migration
12 bis 24 Wochen
Plus- und B2B-Projekte
301
Weiterleitungen bei jedem Relaunch

Die häufigsten Fehler bei der Zusammenarbeit mit einer Shopify-Agentur

Ein umgestürzter Metalleimer mit Preisschildern und einem Startdatum 27.11.2026, ein grünes Schild mit Rabattfieber-Kampagne
Die teuersten Fehler passieren vor dem Vertrag und am Tag der Eröffnung.

Die teuersten Fehler in einem Shopify-Projekt passieren vor der Unterschrift und am Tag des Go-live, nicht in der Umsetzung dazwischen. Wer ohne schriftliche Funktionsliste startet, bezahlt jede Nachbesserung später zum regulären Stundensatz, der als Marktbeobachtung im DACH-Raum bei rund 110 bis 180 € netto liegt. Wer den Launch in die Hochsaison legt, riskiert Ausfälle genau in den Wochen mit dem höchsten Umsatz. Beides lässt sich mit wenigen Zeilen im Vertrag verhindern.

Fehler in Agenturprojekten haben eine Chronologie. Der erste kritische Zeitpunkt liegt in der Angebotsphase, weil dort Umfang, Preis und Rechte festgelegt werden. Was hier fehlt, taucht Monate später als Nachtrag auf, als Lücke im Datenbestand oder als Zugang, den Sie nicht haben. Die Umsetzung selbst ist gutmütig: Wer wöchentlich in einen Testshop schaut, korrigiert Abweichungen, solange sie klein sind. Der zweite kritische Zeitpunkt beginnt am Launch-Tag und reicht in den Betrieb hinein.

Änderungswünsche sind kein Fehler, sondern der Normalfall. Zum Problem werden sie erst, wenn niemand geregelt hat, wie damit umzugehen ist. Klären Sie vor der Beauftragung, ab welchem Aufwand ein Change Request entsteht, wer ihn schätzt und wie lange eine Freigabe gilt. Bewährt hat sich ein kleines monatliches Stundenkontingent für Kleinigkeiten, während alles darüber vorab schriftlich geschätzt wird. So kennen Sie den Preis, bevor die Arbeit beginnt, und nicht erst in der Schlussrechnung.

Die Übergabe entscheidet darüber, wie teuer der Shop im Alltag wird. Ein Team, das Produkte, Kategorien und Banner selbst pflegt, braucht die Agentur für die großen Aufgaben und nicht für jeden Textwechsel. Verlangen Sie deshalb Schulungstermine mit Aufzeichnung, eine kurze Anleitung für die wiederkehrenden Handgriffe und eine Liste aller eingesetzten Apps mit Zweck und Monatskosten. Diese Punkte gehören in die Abnahmekriterien, nicht in eine Absichtserklärung. Fehlt die Übergabe, verlängert sich später jede kleine Kampagne um die Wartezeit auf einen freien Termin im Agenturkalender.

Beim Eigentum an Zugängen und Code lohnt sich Genauigkeit ab Tag eins. Der Shopify-Account läuft auf Ihre Firma, die Domain liegt in Ihrem eigenen Registrar-Konto, das Theme-Repository in Ihrer Git-Organisation, und die Analytics-Zugänge sind auf eine Firmenadresse ausgestellt. Die Agentur erhält Mitarbeiter- oder Collaborator-Rechte, die sich jederzeit entziehen lassen. Für individuell entwickelten Code brauchen Sie ein schriftliches, unbefristetes Nutzungsrecht, das auch nach Vertragsende gilt. Ohne diese Punkte wird jeder Agenturwechsel zur Verhandlung.

Nach dem Go-live folgt die anfälligste Phase. Die ersten Wochen bringen Bestellungen mit Kombinationen, die im Test niemand ausprobiert hat: eine Versandregel für Sperrgut, ein falsch gerundeter Steuersatz, ein Zahlungsanbieter, der ab einem bestimmten Betrag abbricht. Vereinbaren Sie eine eng betreute Anlaufzeit von vier bis sechs Wochen mit klaren Reaktionszeiten und einer festen Ansprechperson. Trennen Sie im Vertrag die kostenpflichtige Weiterentwicklung von der Behebung echter Mängel, denn Letztere fällt unter die Gewährleistung. Halten Sie außerdem fest, wie lange diese Betreuung im Honorar enthalten ist und ab wann ein Wartungsvertrag oder ein Stundenkontingent greift.

Abstellen lassen sich diese Fehler fast alle nur auf Ihrer Seite. Eine Agentur kann warnen, den Termin infrage stellen und einen Migrationsplan anbieten, entscheiden muss der Betreiber des Shops. Benennen Sie eine Person mit Budget- und Entscheidungsbefugnis, geben Sie ihr Zeit für das Projekt und lassen Sie jede Freigabe schriftlich erfolgen. Zwei Stunden Vorbereitung vor der Unterschrift ersparen später mehrere Tage Nacharbeit. Eine zweite Person mit Lesezugriff auf alle Konten schadet dabei nicht, falls die erste kurzfristig ausfällt.

Die folgenden sieben Stolperfallen tauchen in Shopify-Projekten am häufigsten auf, jede mit der Gegenmaßnahme, die sie verhindert. Jede einzelne davon steht für eine Entscheidung, die vor der Unterschrift oder in den Wochen um den Launch fällt.

1
Nur auf den Preis geschaut

Das günstigste Angebot bekommt den Zuschlag, obwohl die verglichenen Angebote ganz unterschiedliche Leistungen enthalten. Was im Pauschalpreis fehlt, kommt später als Nachtrag zurück, meist zum vollen Stundensatz.

Fordern Sie alle Angebote auf derselben Leistungsbeschreibung an und lassen Sie Datenmigration, Schulung, Rechtstexte und Testaufwand getrennt ausweisen.
2
Kein Lastenheft, kein fester Leistungsumfang

Ohne schriftliche Funktionsliste bleibt jede Anforderung Auslegungssache. Jede Klärung wird zum Nachtrag, das Budget wächst in kleinen Schritten und der Termin verschiebt sich mit.

Halten Sie vor Vertragsschluss Funktionsliste, Schnittstellen und Abnahmekriterien schriftlich fest. Regeln Sie im selben Dokument, wie Change Requests geschätzt und freigegeben werden.
3
Datenmigration unterschätzt

Die Produkte werden übernommen, Bestellhistorie, Kundenkonten und alte URLs nicht. Nach dem Launch fehlen Rankings, Kunden können sich nicht anmelden und der Support beantwortet Fragen zu Bestellungen, die im neuen Shop niemand findet.

Beauftragen Sie Migrationsplan und Testmigration als eigene Position, inklusive Weiterleitungsliste für jede alte URL, und prüfen Sie das Ergebnis an echten Datensätzen.
4
Launch mitten in der Hochsaison

Der Go-live liegt kurz vor Black Friday oder dem Weihnachtsgeschäft, weil der neue Shop rechtzeitig fertig sein soll. Jeder Fehler trifft dann den umsatzstärksten Zeitraum des Jahres, und für Korrekturen bleibt keine ruhige Stunde.

Legen Sie den Termin bewusst in eine umsatzschwache Woche und planen Sie danach zwei bis vier Wochen Puffer für Nacharbeiten ein.
5
App-Wildwuchs im Shop

Für jede Kleinigkeit wird eine kostenpflichtige App installiert, nach einem Jahr sind daraus schnell zwölf geworden. Der Shop wird langsamer, und die Fixkosten summieren sich bei einem KMU-Shop rasch auf 80 bis 150 € im Monat.

Prüfen Sie vor jeder Installation, ob die Funktion im Theme lösbar ist, und räumen Sie den App-Bestand zweimal im Jahr auf. Die monatlichen App-Kosten gehören von Anfang an in die Kalkulation.
6
Keine Übergabe, keine Schulung

Der Shop geht live, aber niemand im eigenen Team kann eine Kategorie anlegen oder ein Banner tauschen. Jede Kleinigkeit wird zur bezahlten Agenturstunde, und das Tempo im Tagesgeschäft sinkt spürbar.

Schreiben Sie Schulungstermine, aufgezeichnete Sitzungen und eine kurze Dokumentation der wiederkehrenden Handgriffe als Abnahmebedingung in den Vertrag.
7
Zugänge und Code gehören der Agentur

Shopify-Account, Domain und Repository laufen auf die Agentur, die Analytics-Daten liegen in deren Konto. Ein Wechsel wird damit zur Verhandlungssache, und im Streitfall steht der Betreiber ohne Zugriff auf seinen eigenen Shop da.

Legen Sie Shopify-Account, Domain, Theme-Repository und Analytics-Zugänge von Anfang an auf den eigenen Namen an und geben Sie der Agentur nur entziehbare Mitarbeiterrechte. Das Nutzungsrecht an individuell entwickeltem Code gehört schriftlich geregelt.

Was kostet eine Shopify-Agentur wirklich?

Vintage-Rechenmaschine mit ausgerolltem Papierstreifen auf weißem Hintergrund, grüner Text unten
Neben dem Agenturhonorar laufen Abo, Gebühren und Erweiterungen dauerhaft mit.

Eine Shopify-Agentur kostet im DACH-Markt je nach Vorhaben zwischen rund 2.000 € für einen kleinen Shop auf Theme-Basis und deutlich über 50.000 € für ein Plus-Projekt mit Individualentwicklung. Abgerechnet wird nach Festpreis, Stunden- oder Tagessatz oder als monatlicher Retainer, wobei Agenturen im DACH-Raum 110 bis 180 € je Stunde ansetzen und Freelancer 80 bis 140 €. Dazu kommen die laufenden Plattformkosten: Shopify kostet bei Jahreszahlung 27 € im Basic-Tarif, 79 € im Grow-Tarif und 289 € im Advanced-Tarif pro Monat, jeweils netto. Sämtliche Honorarspannen sind Marktbeobachtung, keine geprüfte Statistik.

Vier Abrechnungsmodelle sind üblich. Der Festpreis passt zu einem klar beschriebenen Umfang, etwa einem Shop auf Basis eines gekauften Themes mit festgelegter Seitenzahl. Stunden- und Tagessatz passen dort, wo der Umfang beim Start noch offen ist, etwa bei einer Migration mit unklarer Datenqualität. Der Retainer, also eine Monatspauschale für ein festes Kontingent, deckt Pflege, Optimierung und kleine Erweiterungen nach dem Go-live ab. Eine Erfolgsbeteiligung am Umsatz bleibt der Sonderfall und trägt nur, wenn beide Seiten die Zurechnung sauber messen können.

Warum stehen hier nur Spannen? Für Honorare von Shopify-Agenturen liegt keine neutrale Statistik vor. Weder bevh noch EHI Retail Institute, Destatis oder Statista erheben Preise für Agenturleistungen im E-Commerce, und die meisten Dienstleister sind Privatunternehmen ohne veröffentlichte Preisliste. Alle Werte in diesem Abschnitt sind deshalb als Marktbeobachtung zu lesen, nicht als geprüfte Erhebung und nie als Einzelpreis. Dasselbe gilt für die Stundensätze und für den Aufschlag von 15 bis 30 Prozent, den Anbieter in Ballungsräumen wie Berlin, Hamburg, München, Köln, Wien oder Zürich aufrufen.

Der Preisunterschied zwischen einem angepassten Standard-Theme und einem individuell gebauten Shop entsteht selten am Design. Er entsteht an den Schnittstellen: Warenwirtschaft, ERP, PIM, Versanddienstleister, Zahlungsarten und Steuerlogik für mehrere Länder. Bei einem Umzug von Shopware, WooCommerce, Magento, JTL oder OXID treibt vor allem die Datenqualität den Aufwand, dazu der Weiterleitungsplan für die alten URLs. Wer 20.000 Artikel mit gewachsenen Varianten und Altbestellungen übernehmen will, landet am oberen Ende der Spanne. Wer 200 saubere Artikel umzieht, am unteren.

Shopify Plus rechnet sich erst ab einer bestimmten Größe. Advanced reicht für die meisten kleinen und mittleren Händler aus, solange ein Shop, eine überschaubare Zahl von Ländern und der Standard-Checkout genügen. Plus wird interessant, sobald mehrere Storefronts, eigene Checkout-Logik, hohe Lastspitzen, B2B-Preislisten oder ein Headless-Aufbau dazukommen. Der genannte Plus-Preis ist dabei nur ein Anker: Die Konditionen werden verhandelt und hängen an Laufzeit und Umsatz, häufig mit einer Bindung von einem bis drei Jahren. Planen Sie deshalb keine feste Zahl ein, sondern holen Sie ein Angebot ein.

Die zweite Hälfte der Rechnung läuft dauerhaft mit. Die Kartengebühr über Shopify Payments sinkt mit jeder Tarifstufe, und wer stattdessen einen fremden Zahlungsanbieter einbindet, zahlt auf jede Bestellung einen zusätzlichen prozentualen Aufschlag. Ein Premium-Theme fällt einmalig an, Apps dagegen monatlich, und genau dort wächst das Budget unbemerkt: Bewertungen, Abos, Filter, Newsletter, Retouren, Buchhaltung. Für die Betreuung nach dem Launch gilt dasselbe wie beim Bau, also entweder eine Monatspauschale mit vereinbarten Reaktionszeiten oder ein Stundenkontingent zum abgestimmten Satz. Addieren Sie vor der Beauftragung Abo, Kartengebühren, Theme, Apps und Betreuung zu einer Monatssumme und stellen Sie ihr die geplanten Bestellungen gegenüber.

Für 2026 verschieben sich einige Kostenpositionen. Headless-Aufbauten mit Hydrogen bringen Freiheit im Frontend und zugleich dauerhaften Entwicklungsaufwand, weil jede Änderung über Code statt über den Theme-Editor läuft. Checkout Extensibility ersetzt checkout.liquid als Weg für Anpassungen im Bestellprozess; die Fristen dafür haben sich mehrfach verschoben und sollten zum Stand 27.08.2026 vor jedem Projektstart geprüft werden. KI-gestützte Produktdaten und eine bessere interne Suche senken den Redaktionsaufwand, dafür rückt die Sichtbarkeit in KI-Antworten neben die klassische Suchmaschinenoptimierung. B2B mit Firmenkonten und Preislisten ist auf Shopify angekommen, und die Retourenkosten gehören spätestens seit den Preisrunden der Versanddienstleister in jede Kalkulation.

Einstieg, Standard-Theme angepasst 2.000 bis 8.000 € einmalig

Kleiner Shop mit überschaubarem Sortiment auf Basis eines gekauften oder kostenlosen Themes. Eingerichtet werden Design, Rechtstexte, Zahlungs- und Versandarten, tiefe Anpassungen bleiben außen vor.

Individueller Shop 8.000 bis 50.000 € einmalig

Eigenes Design, sauberes Tracking, individuelle Zahlungs- und Versandarten sowie Schnittstellen zu Warenwirtschaft oder ERP. Der Preis steigt mit jeder Schnittstelle und jeder Sonderlogik im Bestellprozess.

Migration von einem anderen Shopsystem 2.000 bis 25.000 € einmalig

Umzug von Shopware, WooCommerce, Magento, JTL oder OXID auf Shopify. Datenmenge, Zahl der Schnittstellen und der Weiterleitungsplan für die alten URLs bestimmen den Aufwand.

Shopify Plus und Enterprise ab 50.000 € einmalig

Internationale Rollouts, Headless-Frontends, B2B-Preislisten und Individualentwicklung. Mehrere Storefronts, hohe Lastspitzen und eigene Checkout-Logik treiben den Aufwand zusätzlich.

Die Kosten neben dem Agenturhonorar

Das Shopify-Abo kostet bei Jahreszahlung 27 € im Basic-Tarif, 79 € im Grow-Tarif, 289 € im Advanced-Tarif und ab 2.100 € im Monat bei Shopify Plus. Über Shopify Payments fallen im Basic-Tarif ab 2,1 Prozent plus 0,30 € je Kartenzahlung an, im Plus-Tarif sinkt der Satz auf 1,3 Prozent; bei einem fremden Zahlungsanbieter kommt je nach Tarif ein Aufschlag von 2,0 bis 0,2 Prozent hinzu. Ein Premium-Theme kostet einmalig 100 bis 450 €, Apps liegen bei 5 bis 50 € je App und Monat, üblich ist ein KMU-Budget von 80 bis 150 € monatlich. Die laufende Betreuung durch eine Agentur läuft als Monatspauschale oder als Stundenkontingent. Für den Gesamtbetrieb eines KMU-Shops ohne Agentur sind 150 bis 700 € im Monat realistisch. Alle Angaben sind netto, 19 Prozent Umsatzsteuer kommen hinzu; für Österreich und die Schweiz gelten andere Steuersätze.

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Wie gut kennen Sie sich mit Shopify aus?
5 Fragen aus dem Artikel. Wählen Sie Ihre Antwort, dann decken Sie die Lösung auf.
1 Was ist Shopify technisch gesehen? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: B. Shopify ist ein gehostetes Shopsystem und wird als Software-Abo bezogen. Server, Updates und Sicherheit liegen beim Anbieter, der Händler zahlt monatlich für den Zugang. Eine eigene Installation wie bei quelloffenen Systemen entfällt, und ein Marktplatz ist Shopify nicht.
2 Wofür steht die Sprache Liquid bei Shopify? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. Liquid ist die Vorlagensprache von Shopify. Themes greifen damit auf Produkte, Sammlungen und Warenkorb zu und geben sie im Shop aus. Wer ein Theme über die Bordmittel hinaus anpassen will, braucht Kenntnisse in Liquid.
3 Was bedeutet der Status Shopify Plus Partner? Aufklappen ↓
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Richtig: C. Plus Partner ist eine Stufe im Partnerprogramm von Shopify und setzt mehrere aktive Plus-Händler voraus. Der Status belegt Erfahrung mit großen Projekten und Zugang zu Ressourcen des Anbieters. Eine unabhängige Prüfung der Projektqualität steckt nicht dahinter.
4 Warum sind 301-Weiterleitungen bei einer Shop-Migration Pflicht? Aufklappen ↓
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Richtig: B. Eine 301-Weiterleitung führt jede alte Adresse dauerhaft auf ihre neue Entsprechung. Fehlt sie, verlieren Suchmaschinen und externe Links den Anschluss, und mühsam aufgebaute Sichtbarkeit bricht weg. Der Weiterleitungsplan gehört deshalb in jedes Migrationsangebot.
5 Wann fällt bei Shopify eine zusätzliche Transaktionsgebühr an? Aufklappen ↓
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Richtig: C. Wer Zahlungen über Shopify Payments abwickelt, zahlt die Kartengebühr des Tarifs. Kommt stattdessen ein fremder Zahlungsanbieter zum Einsatz, berechnet Shopify zusätzlich eine Transaktionsgebühr, die je nach Tarif zwischen 2,0 und 0,2 Prozent liegt. Die Wahl des Zahlungsanbieters ist damit auch eine Kostenfrage.

Glossar: Shopify-Begriffe kurz erklärt

Die wichtigsten Fachbegriffe rund um Shopify, Agenturarbeit und Migration in kurzen, neutralen Definitionen. Die Reihenfolge folgt dem Weg vom Shopsystem über Technik und Erweiterungen bis zu Zahlungen und Recht.

Shopify

Shopify ist ein gehostetes Shopsystem, das als Software-Abo genutzt wird. Der Anbieter stellt Server, Updates und Sicherheit bereit, der Händler mietet den Zugang monatlich. Eine eigene Installation auf dem Server des Händlers entfällt damit.

Shopify Plus

Shopify Plus ist die Tarifstufe für große Händler mit hohem Bestellvolumen, mehreren Ländern oder B2B-Geschäft. Sie bringt höhere Grenzen, mehr Anpassungsmöglichkeiten und eigene Betreuung mit. Der Listenpreis beginnt bei rund 2.100 Euro im Monat, die Konditionen sind verhandelbar.

Shopify Partner

Shopify Partner ist der Status von Agenturen, Freelancern und App-Anbietern im offiziellen Partnerprogramm. Er belegt Zugang zu Ressourcen und Erfahrung mit der Plattform. Ein geprüftes Gütesiegel für Projektqualität ist der Status nicht.

Theme

Ein Theme ist die Vorlage, die Aussehen und Aufbau eines Shopify-Shops bestimmt. Kostenlose Themes stehen im Theme Store bereit, Premium-Themes kosten einmalig rund 100 bis 450 Euro. Agenturen passen Themes an oder entwickeln sie von Grund auf.

Liquid

Liquid ist die Vorlagensprache von Shopify. Themes greifen damit auf Produkte, Sammlungen, Warenkorb und Kundendaten zu und geben sie im Shop aus. Wer über die Bordmittel hinaus anpassen will, braucht Kenntnisse in Liquid.

Online Store 2.0

Online Store 2.0 bezeichnet die Theme-Architektur, mit der sich Abschnitte auf allen Seiten flexibel anordnen lassen. Redaktionelle Änderungen sind damit ohne Eingriff in den Quelltext möglich. Ältere Themes bieten diese Freiheit nur auf der Startseite.

Checkout Extensibility

Checkout Extensibility ist die Erweiterungsschicht, über die der Kassenbereich angepasst wird, ohne den Quelltext der Kasse zu verändern. Sie hat die frühere Anpassung über checkout.liquid abgelöst. Fristen und Umfang ändern sich, prüfen Sie den Stand vor einem Projekt.

Shopify Functions

Shopify Functions erlauben eigene Geschäftslogik an Stellen, die früher fest vorgegeben waren, etwa Rabatte, Versandregeln oder Zahlungsoptionen. Der Code läuft in der Infrastruktur von Shopify. Für individuelle Preisregeln im B2B ist die Technik der übliche Weg.

Hydrogen und Oxygen

Hydrogen ist ein Baukasten für eigene Storefronts, Oxygen die passende Hosting-Umgebung von Shopify. Beide gehören zum Headless-Ansatz und richten sich an Projekte mit hohen Ansprüchen an Gestaltung und Geschwindigkeit. Der Aufwand liegt deutlich über einem Theme-Projekt.

Headless Commerce

Beim Headless Commerce trennt sich die Oberfläche des Shops vom Shopsystem im Hintergrund. Bestellungen, Produkte und Zahlungen bleiben bei Shopify, die Darstellung liegt in einer eigenen Anwendung. Der Ansatz bringt Freiheit im Design und höhere Kosten in Entwicklung und Wartung.

Shopify App

Eine Shopify App erweitert den Shop um Funktionen, die der Standard nicht mitbringt, etwa Bewertungen, Abonnements oder Versandetiketten. Apps kosten meist 5 bis 50 Euro je Monat. Zu viele Apps treiben Fixkosten und Ladezeit nach oben.

Shopify Payments

Shopify Payments ist der hauseigene Zahlungsdienst der Plattform. Wer ihn nutzt, zahlt die Kartengebühr des jeweiligen Tarifs, ab 2,1 Prozent plus 0,30 Euro im Basic-Tarif. Bei einem fremden Zahlungsanbieter kommt eine zusätzliche Transaktionsgebühr hinzu.

Transaktionsgebühr

Die Transaktionsgebühr fällt an, wenn Zahlungen über einen anderen Anbieter als Shopify Payments laufen. Sie liegt je nach Tarif zwischen 2,0 Prozent im Basic-Tarif und 0,2 Prozent im Plus-Tarif. Bei hohem Umsatz wird der Unterschied zu einem echten Kostenfaktor.

Migration und 301-Weiterleitung

Eine Migration überführt Produktdaten, Kundenkonten und Bestellhistorie aus einem alten Shopsystem nach Shopify. Die 301-Weiterleitung führt jede alte Adresse dauerhaft auf ihre neue Entsprechung. Ohne Weiterleitungsplan verlieren Rankings und externe Links den Anschluss.

Conversion-Rate

Die Conversion-Rate gibt an, welcher Anteil der Besuche zu einer Bestellung führt. Sie hängt von Sortiment, Preis, Ladezeit, Vertrauen und Bedienbarkeit ab. Agenturen arbeiten mit Tests und Auswertungen daran, statt einzelne Kennzahlen zu versprechen.

Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV)

Der Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO regelt, wie ein Dienstleister personenbezogene Daten im Auftrag verarbeitet. Er ist sowohl mit der Plattform als auch mit der Agentur nötig, sobald diese Zugriff auf Kundendaten hat. Verantwortlich für den Abschluss bleibt der Shop-Betreiber.

Häufige Fragen

Die wichtigsten Fragen rund um Leistungen, Kosten, Dauer, Migration und Rechtspflichten bei der Zusammenarbeit mit einer Shopify-Agentur.

Was macht eine Shopify-Agentur?

Eine Shopify-Agentur konzipiert, baut, migriert und betreut Onlineshops auf der Plattform Shopify. Das reicht von Strategie und Design über die Entwicklung von Theme und Apps bis zu Schnittstellen für Warenwirtschaft, Buchhaltung und Versand. Nach dem Start übernehmen viele Agenturen die laufende Pflege, die Arbeit an der Conversion-Rate und die Sichtbarkeit in Suchmaschinen.

Was kostet eine Shopify-Agentur?

Je nach Projektgröße liegen die Honorare zwischen rund 2.000 Euro für einen Einstiegsshop und mehr als 50.000 Euro für ein Plus-Projekt. Abgerechnet wird als Festpreis, nach einem Stundensatz von etwa 110 bis 180 Euro oder als monatlicher Retainer. Alle Werte sind Nettospannen aus der Marktbeobachtung und keine geprüfte Statistik, denn für Agenturhonorare gibt es im DACH-Raum keine Verbands- oder Statistikquelle.

Was kostet es, einen Shopify-Shop erstellen zu lassen?

Ein Shop mit angepasstem Standard-Theme kostet meist 2.000 bis 8.000 Euro, ein individuell gestalteter Shop mit Tracking und Schnittstellen 8.000 bis 50.000 Euro. Dazu kommen die Plattformkosten: das Shopify-Abo ab 27 Euro im Monat bei Jahreszahlung, die Transaktionsgebühren, ein Premium-Theme für einmalig 100 bis 450 Euro und Apps ab etwa 5 Euro monatlich. Alle Angaben verstehen sich netto.

Was ist ein Shopify Partner, und was ein Shopify Plus Partner?

Beides sind Stufen im offiziellen Partnerprogramm von Shopify, die Zugang zu Ressourcen und nachgewiesene Projekterfahrung belegen, aber kein geprüftes Gütesiegel für Projekterfolg sind. Über dem Basis-Level folgen weitere Stufen bis hin zu Premier, und der Status als Plus Partner setzt mehrere aktive Plus-Händler voraus. Die Bezeichnungen ändern sich gelegentlich, prüfen Sie den Status deshalb auf der Partnerseite von Shopify nach.

Brauche ich für einen Shopify-Shop überhaupt eine Agentur?

Nein, ein einfacher Shop mit Standard-Theme und kleinem Sortiment lässt sich ohne Agentur aufsetzen. Eine Agentur lohnt sich, sobald ein Bestandsshop migriert wird, eine Warenwirtschaft angebunden werden soll, individuelle Funktionen nötig sind oder ein fester Termin im Kalender steht. Der 7-Punkte-Test in diesem Ratgeber hilft bei der Einordnung.

Shopify-Agentur oder Freelancer, was ist besser?

Die Antwort hängt von Projektgröße und Ausfallrisiko ab. Freelancer arbeiten günstiger und oft schneller, wenn die Aufgabe klar abgegrenzt ist, etwa bei einer Theme-Anpassung. Agenturen decken mehrere Gewerke ab, stellen eine Vertretung sicher und übernehmen die Betreuung nach dem Start, kosten dafür aber mehr.

Wie lange dauert ein Shopify-Projekt?

Ein Standardshop ist mit einer Agentur meist in 6 bis 14 Wochen live. Einfache Vorhaben mit Standard-Theme schaffen 2 bis 4 Wochen, komplexe Plus- und B2B-Projekte brauchen 12 bis 24 Wochen. Eine reine Migration dauert je nach Datenmenge 2 bis 16 Wochen, und verzögert wird sie meist durch fehlende Zulieferungen aus dem eigenen Haus.

Wie läuft eine Migration zu Shopify ab?

Eine Migration folgt festen Schritten: Bestandsaufnahme, Datenexport, Testmigration, Weiterleitungsplan, Go-live und Nachkontrolle der Rankings. Übernommen werden Produktdaten, Kundenkonten und Bestellhistorie, soweit das Altsystem sie exportiert. Die 301-Weiterleitungen von jeder alten auf die neue Adresse sind Pflicht, sonst laufen Rankings und externe Links ins Leere.

Woran erkenne ich eine seriöse Shopify-Agentur?

Seriöse Agenturen zeigen nachprüfbare Live-Referenzen, legen einen schriftlichen Leistungsumfang vor, bieten einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO an und verzichten auf Umsatzgarantien. Ein weiteres Zeichen ist die klare Auskunft darüber, wem Shopify-Konto, Domain, Theme-Code und Analytics-Zugänge nach dem Projekt gehören. Wer bei Fragen zu Nachträgen, Stundensätzen und Kündigungsfristen ausweicht, fällt durch.

Ist Shopify DSGVO-konform nutzbar?

Shopify lässt sich datenschutzkonform betreiben, wenn ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO vorliegt, die Cookie-Einwilligung korrekt eingeholt wird, die Pflichttexte stimmen und der Drittlandtransfer in die USA dokumentiert ist. Eine pauschale Konformität gibt es nicht, weil sie von der konkreten Konfiguration des Shops abhängt. Verantwortlich bleibt der Shop-Betreiber, und für die rechtliche Prüfung ist fachkundiger Rat nötig.

Wem gehören Shop, Daten und Code nach dem Projekt?

Shop, Daten und Code gehören dem Auftraggeber, sofern Shopify-Konto, Domain, Theme-Repository und Analytics-Zugänge von Anfang an auf seinen Namen laufen und die Rechteübertragung im Vertrag steht. Fehlt diese Regelung, wird ein Agenturwechsel teuer, weil Zugänge und Quelltext erst übertragen werden müssen. Klären Sie den Punkt vor Vertragsschluss und nicht beim Abschied.

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Michael Dobler & Markus Seyfferth
Autoren
Michael Dobler und Markus Seyfferth bilden das Autorenduo hinter den Vergleichen von Dr. Web. Anbietervergleiche sind ihre Spezialität und entstehen grundsätzlich gemeinsam: Praxiswissen aus über drei Jahrzehnten Web trifft auf den strategischen Rundum-Blick eines Chefredakteurs, damit Entscheider ohne Umwege die beste Wahl für ihr Business treffen.
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