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Juozas Kaziukėnas hat am 6. November auf LinkedIn einen Banner aus ChatGPT gezeigt: „Beanspruchen Sie Ihr Unternehmen in ChatGPT“.[1] Dahinter steckt laut Kaziukėnas ein Werkzeug nach Art der Google Search Console, das zählt, wie oft ein Unternehmen in ChatGPT-Antworten erscheint und wie oft Nutzer von dort auf seine Website klicken.

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Inhalt 5 Abschnitte
  1. Was soll das Werkzeug anzeigen?
  2. Was ändert das an der Messung?
  3. Was sollten Unternehmen jetzt tun?
  4. FAQ: ChatGPT bekommt offenbar eine eigene Search Console
  5. Mehr Newshunger?

OpenAI hat das Werkzeug nicht angekündigt. Belegt ist bisher nur der Banner, alle Angaben zu den Funktionen stammen von Kaziukėnas.

Auf einen Blick

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Werkzeug soll Impressionen und Klicks täglich als Diagramm ausweisen, Prompts und Wettbewerber zeigt es nicht.
  • Zugang haben laut Kaziukėnas nur Unternehmen mit verifiziertem Besitz, etwa über einen Shopify-Shop.
  • Ein Starttermin und die Verfügbarkeit in Deutschland sind offen.

Was soll das Werkzeug anzeigen?

Handzähler zeigt 0000 neben Schild „Selbst gezählt“, weißer Hintergrund
ChatGPT-Werkzeug misst Impressionen in KI-Antworten und Website-Klicks täglich. Zusätzlich ermöglicht es Unternehmen, Produktdaten zu aktualisieren und einen Agenten für Kundenfragen einzusetzen

Nach Kaziukėnas misst das Werkzeug zwei Größen: Impressionen, also wie oft ein Unternehmen in ChatGPT-Antworten erschien, und Klicks auf Links zur Website. Beides erfasst es täglich und zeigt es als Diagramm.[1] Der Banner nennt laut Search Engine Roundtable zwei weitere Funktionen: Unternehmen sollen Produkte und Geschäftsdaten aktuell halten und einen Unternehmensagenten Kundenfragen beantworten lassen.

Das Werkzeug gehört zu einem größeren Business Hub und steht nur Unternehmen offen, die ihren Besitz verifiziert haben, zum Beispiel durch das Verbinden eines Shopify-Shops. Prompts, Nutzerdaten, Wettbewerbsvergleich und Ranking zeigt es nicht.[1] Für Händler, die bereits direkt in ChatGPT verkaufen, wäre der Weg zur Verifizierung damit kurz.

Was ändert das an der Messung?

Bisher lässt sich ChatGPT nur von außen messen. Werkzeuge wie OtterlyAI und Profound verfolgen Prompts und werten die Antworten aus, die Analytics der eigenen Website sieht nur, wer ankommt. Dabei fehlt oft die Herkunft: ChatGPT übermittelt die Herkunftsseite bei den meisten Klicks nicht, und im Oktober verbuchte Google Analytics eine Woche lang ChatGPT-Besuche als direkte Zugriffe. Wie groß ChatGPT als Kanal ist, beantworten schon heute zwei Zahlen sehr unterschiedlich: Marie Haynes zählte 0,62 Besuche aus ChatGPT auf 100 Google-Besuche, OpenAI selbst sieht ein Fünftel von Googles Suchvolumen.

Ein Zähler von OpenAI würde diese Lücke schließen, wäre aber nur eine Herstellerstatistik. Wie fehleranfällig solche Zahlen sind, zeigt der Logging-Fehler der Google Search Console, der die Impressionen von Mai 2025 bis April 2026 aufblähte, Klicks waren laut Google nicht betroffen. Offen ist bei ChatGPT, ob eine Impression schon zählt, wenn der Firmenname im Antworttext steht, oder erst bei einem sichtbaren Link.

Ein Zähler beantwortet, wie oft. Warum ChatGPT einen Anbieter empfiehlt, sagt er nicht.

Michael Dobler, Herausgeber Dr. Web
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ChatGPT-Werkzeug für Unternehmen: Was bekannt ist
Angaben von Juozas Kaziukėnas, Stand 7. November 2026, von OpenAI nicht bestätigt
2
Messwerte: Impressionen und Klicks
täglich
Erfassung, Darstellung als Diagramm
0
Prompt-Daten, Nutzerdaten und Wettbewerbswerte

Was das Werkzeug zeigt und was nicht

MerkmalStand laut Kaziukėnas
MesswerteImpressionen und Klicks auf Links zur Website, täglich als Diagramm
Weitere FunktionenProdukte und Geschäftsdaten pflegen, Unternehmensagent für Kundenfragen (laut Search Engine Roundtable)
Zugangnur Unternehmen mit verifiziertem Besitz, etwa über einen Shopify-Shop
Nicht enthaltenPrompts, Nutzerdaten, Wettbewerbsvergleich, Ranking
Start in Deutschlandoffen, OpenAI hat das Werkzeug nicht angekündigt

Das Werkzeug ist nach Kaziukėnas noch in Arbeit. Alle Angaben stammen aus seinem LinkedIn-Beitrag, die zweite Zeile aus dem Bericht von Search Engine Roundtable.

Was sollten Unternehmen jetzt tun?

  • Herkunft sauber messen: ChatGPT-Besuche in der Analytics als eigenen Kanal auswerten, damit die Zahlen von OpenAI später gegen die eigenen laufen können.
  • Verifizierung vorbereiten: Klären, wer Zugriff auf Domain, Shop und Konten hat, denn ohne Besitznachweis bleibt das Werkzeug verschlossen.
  • Zahlen einordnen: Werte aus ChatGPT nicht mit Werten der Search Console addieren, weil „Impression“ bei beiden nicht dasselbe bedeuten muss.
  • Datenschutz klären: Welche Daten beim Verbinden eines Shops fließen, ist nicht beschrieben.

Grundlagen zur Sichtbarkeit in KI-Antworten stehen im Ratgeber zur Generative Engine Optimization, die Messung in Googles Suche erklärt der Beitrag zur Google Search Console.

FAQ: ChatGPT bekommt offenbar eine eigene Search Console

Gibt es eine Search Console für ChatGPT schon?

Nein, nicht offiziell. Juozas Kaziukėnas hat am 6. November 2026 einen Banner dazu gezeigt, OpenAI hat das Werkzeug nicht angekündigt. Er sah erste Schritte schon im August, ein Starttermin ist nicht bekannt.

Was soll das Werkzeug in ChatGPT messen?

Laut Kaziukėnas zählt es Impressionen und Klicks auf Links zur Website und zeigt sie täglich als Diagramm. Prompts, Nutzerdaten, Wettbewerbsvergleich und Ranking enthält es nicht, es erklärt also nicht, warum sich Werte ändern.

Wer soll das Werkzeug nutzen können?

Unternehmen, die ihren Besitz verifiziert haben, etwa durch das Verbinden eines Shopify-Shops. Andere Verifizierungswege nennt Kaziukėnas nicht, ebenso wenig die Verfügbarkeit in Deutschland.

Quelle

1 Quelle anzeigenQuellen ausblenden
  1. Juozas KaziukėnasLinkedIn-Beitrag „ChatGPT is building an analytics tool to track how often your business is mentioned in ChatGPT conversations“06.11.2026

Mehr Newshunger?

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