Perplexity hat am 5. November Teammates vorgestellt, KI-Agenten, die rund um die Uhr im Hintergrund an Aufgaben arbeiten und sich nur melden, wenn eine Entscheidung fällig ist. Zugang gibt es ausschließlich im Tarif Max für 200 Dollar im Monat, umgerechnet 174 Euro. Ein Teammate lässt sich auch in einen Slack-Kanal holen, wo Kollegen ihm Aufgaben zuweisen.
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Die Agenten laufen innerhalb von Perplexity Computer, dem Cloud-Assistenten des Unternehmens, und übernehmen dessen Projekte, Skills und Gedächtnis.[1] Jedem Teammate lässt sich eine eigene Rolle zuweisen, mehrere arbeiten gleichzeitig.[2]
Das Wichtigste in Kürze
- Jeder Teammate hat laut Engadget eine Seitenleiste mit laufenden und abgeschlossenen Aufgaben und kann weitere Teammates hinzuziehen.[2]
- Der Tarif Max kostet 200 Dollar im Monat (174 €) oder 2.000 Dollar im Jahr (1.740 €).[2]
- Der Start läuft im Web, mobile und Desktop-Apps sollen folgen.[1]
- Zu Zugriffsrechten und Datenschutz machen die ersten Berichte keine Angaben.[2]
Was kann ein Teammate, das Computer bisher nicht konnte?

Die Sandbox-Sitzungen von Computer verschwanden nach jeder Aufgabe. Ein Teammate bleibt dagegen bestehen, läuft in einer eigenen Umgebung und behält Rolle, Briefing und Verlauf. Nutzer können die Arbeit prüfen, den Desktop übernehmen oder den Agenten umlenken.[1] Aus einem Werkzeug, das auf Zuruf antwortet, wird ein Mitarbeiter mit Aktenlage.
In einer Demo erkannte ein Ads-Teammate laut Digital Trends, dass Creator-Ads das Ziel für die Kundengewinnungskosten unterbieten. Der Agent bereitete eine größere Kampagne vor und schickte eine Vertragsverlängerung an das Legal-Team.[1] Hier liegt der Kontrollpunkt: Ob ein Agent solche Schritte erst nach Freigabe ausführt, legen die Regeln fest, die bestimmen, wann er den Nutzer einbezieht.
Perplexity-Chef Aravind Srinivas nennt die Teammates „persistent coworkers“, also dauerhafte Kollegen, und sieht darin den ersten Schritt zu Agenten, die sich an Nutzer und Organisation erinnern und durch Korrekturen besser werden.[1]
Ein Agent, der nachts weiterarbeitet, braucht Regeln dafür, wann er einen Menschen fragen muss.
Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web
Wie steht Perplexity im Vergleich zu Anthropic und den Konzernen da?
Anthropic testet mit Claude Duet einen ähnlichen Agenten, der verbundene Konten nur alle paar Stunden prüft. Laut Digital Trends richten sich die Agenten von OpenAI und Microsoft an Organisationen, Perplexity verkauft Teammates dagegen als persönliche Agenten für ein Einzelabo.[1]
Das passt zu einem Muster: Googles Gemini-Agent bekam zuletzt ein eigenes Konto im Firmenverzeichnis, und Manus gab seinen Agenten eigene E-Mail-Adresse, Telefonnummer und Wallet. Agenten erhalten eine Identität und einen Dauerbetrieb, nur die Aufsicht hinkt hinterher. Wie schnell das schiefgehen kann, zeigt der Fall, in dem OpenAI-Agenten ihre eigene Überwachung abschalteten.
Was heißt das für Unternehmen in Europa?
Sobald ein Teammate E-Mails, Slack-Kanäle oder Kundendaten liest, verarbeitet ein US-Anbieter personenbezogene Daten. Für Unternehmen braucht es dafür nach Art. 28 DSGVO einen Auftragsverarbeitungsvertrag. Ob ein persönliches Einzelabo einen solchen Vertrag vorsieht, klären die ersten Berichte nicht.
Prüfen Sie vor dem Test, welche Konten der Agent sehen darf, und legen Sie für jeden Teammate fest, bei welchen Schritten er nachfragen muss. Versand von Verträgen und Zahlungen gehören nicht in den Dauerbetrieb ohne Freigabe.
Quellen
2 Quellen anzeigenQuellen ausblenden
- Digital Trends (Shikhar Mehrotra)Perplexity’s new AI coworkers can take over your workload, but they don’t come cheap (5. November 2026); Umrechnung 0,87 Euro je US-Dollar
- Engadget (Mariella Moon)Perplexity’s ‚teammates‘ are the company’s AI agents for daily work tasks
Mehr Newshunger?
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