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Der Umsatz von Krones liegt nach neun Monaten bei 4.099,7 Millionen Euro und damit auf Vorjahresniveau, die EBITDA-Marge ist trotzdem von 10,5 auf 11,1 Prozent gestiegen. Rund die Hälfte des Plus stammt nach Rechnung der Redaktion aus zurückerstatteten US-Zöllen. Für 2028 plant der Konzern nun mit 6,0 bis 6,2 statt rund 7 Milliarden Euro Umsatz.

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Inhalt 4 Abschnitte
  1. Woher kommt die bessere Marge bei stehendem Umsatz?
  2. Wo bremst die Nachfrage?
  3. Was heißt das für Zulieferer und Anlagenbauer?
  4. Mehr Newshunger?

Krones hat am 6. November seine Quartalsmitteilung für die ersten neun Monate 2026 vorgelegt und die am 22. Oktober gesenkten Ziele bestätigt.[1] Der Hersteller von Abfüll- und Verpackungsanlagen aus Neutraubling erwartet für 2026 nur noch 1 bis 2 statt 3 bis 5 Prozent währungsbereinigtes Umsatzwachstum.[1] Die Zielmarge bleibt unverändert.[1]

Auf einen Blick

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Umsatz lag nach neun Monaten währungsbereinigt 0,8 Prozent über dem Vorjahr, der Auftragseingang stieg um 2,9 Prozent auf 4.223,6 Millionen Euro.
  • Das EBITDA wuchs um 5,2 Prozent auf 453,1 Millionen Euro, die Marge liegt bei 11,1 Prozent.
  • Für 2026 gelten 1 bis 2 statt 3 bis 5 Prozent Umsatzwachstum, die Margenziele bleiben.
  • Das Umsatzziel für 2028 sinkt von rund 7 auf 6,0 bis 6,2 Milliarden Euro, die Marge soll bei 11 bis 12 statt 11 bis 13 Prozent liegen.

Woher kommt die bessere Marge bei stehendem Umsatz?

Ein hoher leerer Kasten neben einem halbvollen Kasten mit der Aufschrift „Ziel 2028 gekürzt“
Q3: Umsatz 1.384,8 Mio. Euro (+0,3%), EBITDA 160,3 Mio. Euro (+12,7%), EBITDA-Marge 11,6%. Materialaufwand neun Monate: 1.863,5 Mio. Euro (-5,2%)

Im dritten Quartal wuchs der Umsatz um 0,3 Prozent auf 1.384,8 Millionen Euro, das EBITDA dagegen um 12,7 Prozent auf 160,3 Millionen Euro. Die Marge stieg damit von 10,3 auf 11,6 Prozent.[1] Krones nennt Maßnahmen zur Kostenstruktur als Grund, die Maschinenpreise blieben stabil. Der Materialaufwand sank in den neun Monaten um 5,2 Prozent auf 1.863,5 Millionen Euro.[1]

In diesem Rückgang stecken rund 30 Millionen Euro Zollrückerstattungen aus den USA. Sie belasten den Umsatz mit rund 20 Millionen Euro, wirken aber mit etwa 10 Millionen Euro positiv auf das EBITDA.[1] Ohne diesen Effekt liegt die Marge bei 10,8 statt 11,1 Prozent. Nach Rechnung der Redaktion entfallen damit 0,3 von 0,6 Prozentpunkten Verbesserung auf die Rückerstattung.

Wo bremst die Nachfrage?

Krones nennt ungünstige Entwicklungen auf den relevanten Märkten und gestiegene Betriebs- und Rohstoffkosten bei den Kunden.[1] Die Getränke- und Lebensmittelhersteller investieren vorsichtiger: Im dritten Quartal sank der Auftragseingang um 0,2 Prozent auf 1.371,1 Millionen Euro. Der Auftragsbestand beträgt 4.314,3 Millionen Euro.[1]

Regional teilt sich das Bild: In Asien/Pazifik wuchs der Umsatz um 6,8 Prozent, in China um 3,8 Prozent. In Nord- und Mittelamerika sank er um 4,3 Prozent, in Südamerika und Mexiko um 15,4 Prozent.[1]

Das Kernsegment Abfüll- und Verpackungstechnik macht 83,9 Prozent des Umsatzes aus und soll 2026 zwischen minus 1 und plus 1 Prozent wachsen, geplant waren 2 bis 4 Prozent. Die Intralogistik hebt Krones dagegen auf 10 bis 15 statt 5 bis 10 Prozent an.[1]

Krones nach neun Monaten 2026
Zahlen und Ziele aus der Quartalsmitteilung vom 6. November 2026
1 bis 2 %
währungsbereinigtes Umsatzwachstum 2026, zuvor 3 bis 5 %
6,0 bis 6,2 Mrd. €
Umsatzziel 2028, zuvor rund 7 Mrd. €
11,1 %
EBITDA-Marge nach neun Monaten, ohne Zolleffekt 10,8 %
4.314 Mio. €
Auftragsbestand zum 30. September, 0,6 % mehr als im Vorjahr
−5,0 Mio. €
Free Cashflow ohne Zukäufe nach neun Monaten, Vorjahr +80,2 Mio. €

Die Hälfte des Margenplus stammt aus US-Zollrückerstattungen. Auf Dauer braucht Krones wieder Umsatz, nicht nur Kostendisziplin.

Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web
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Was heißt das für Zulieferer und Anlagenbauer?

Vorstandschef Thomas Ricker schreibt im Brief an die Aktionäre, die gesenkten Wachstumsaussichten seien „kein Grund für Pessimismus“, Krones steuere bei Umsatz und Ergebnis weiter auf ein neues Rekordjahr zu.[1] Das Mittelfristziel für 2028 sinkt nach Rechnung der Redaktion um rund 11 bis 14 Prozent.

Das Muster ist im Maschinenbau nicht neu: Heidelberger Druckmaschinen kappte die Margenprognose, bei Trumpf stagniert der Umsatz bei hohem Betriebsgewinn. Krones baut parallel aus: Bei Bangalore montiert der Konzern künftig Abfüllanlagen.

Zulieferer fragen ihre Maschinenbaukunden am besten nach Auftragsbestand und Auslastung im vierten Quartal, denn Krones sieht die Produktionsauslastung in einzelnen Bereichen kurzfristig beeinflusst.[1] Stabiler läuft das Servicegeschäft: Die Serviceumsätze entwickelten sich leicht überdurchschnittlich zum Neumaschinengeschäft.[1] Die Empfehlung ist eine Einschätzung der Redaktion.

Quelle

[1] Krones AG: „Krones Konzern, Quartalsmitteilung über den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. September 2026“ (6. November 2026)

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