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Daimler Truck hat im dritten Quartal ein bereinigtes EBIT von 1.124 Millionen Euro erzielt, 73 Prozent mehr als vor einem Jahr. Davon stammen 691 Millionen Euro aus Nordamerika, wo die Rendite auf 12,1 Prozent sprang. Nach neun Monaten liegt der Konzern trotzdem 10 Prozent unter dem Vorjahr.

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Inhalt 4 Abschnitte
  1. Woher kommt der Gewinnsprung?
  2. Wie lange hält der Schub in Nordamerika?
  3. Was heißt das für Zulieferer und Spediteure?
  4. Mehr Newshunger?

Daimler Truck hat am 6. November die Zahlen für das dritte Quartal 2026 vorgelegt und die Jahresprognose bestätigt.[1] Der Umsatz des Industriegeschäfts wuchs um 20 Prozent auf 11.635 Millionen Euro, die bereinigte Umsatzrendite stieg von 6,2 auf 9,1 Prozent.[1]

Auf einen Blick

Das Wichtigste in Kürze

  • Das bereinigte EBIT des Konzerns stieg auf 1.124 Millionen Euro, der Gewinn je Aktie von 0,51 auf 0,91 Euro.
  • Trucks North America erwirtschaftete 691 Millionen Euro EBIT, nach 257 Millionen Euro im Vorjahresquartal.
  • Mercedes-Benz Trucks steigerte das EBIT leicht auf 337 Millionen Euro, die Rendite sank auf 6,3 Prozent.
  • Die Prognose bleibt: 7 bis 9 Prozent Umsatzrendite im Industriegeschäft, bereinigtes Konzern-EBIT von 3,6 bis 4,1 Milliarden Euro.

Woher kommt der Gewinnsprung?

Drei braune Kartons gestapelt mit weißem Spielzeug-LKW oben drauf, oranger Aufkleber in der Mitte
Trucks North America steigerte Lkw-Absatz um 51 Prozent auf 45.629 Fahrzeuge, Umsatz um 43 Prozent, bereinigtes EBIT von 257 auf 691 Millionen Euro

Den größten Teil liefert Nordamerika: Trucks North America setzte 45.629 Lkw ab, 51 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Der Umsatz stieg um 43 Prozent, das bereinigte EBIT von 257 auf 691 Millionen Euro, die Rendite von 6,4 auf 12,1 Prozent.[1] Das sind nach Rechnung der Redaktion gut 61 Prozent des Konzern-EBIT.

Ohne Nordamerika bleibt ein Plus von 11 Prozent: Die übrigen Segmente erzielten 433 statt 391 Millionen Euro (Redaktionsrechnung aus den Segmentzahlen).[1] Mercedes-Benz Trucks setzte 13 Prozent mehr Lkw ab, verdiente 337 statt 319 Millionen Euro und kam auf 6,3 statt 6,5 Prozent Rendite.[1]

Der Free Cashflow des Industriegeschäfts sprang von 24 auf 974 Millionen Euro. Daimler Truck nennt dafür bessere Erträge und Erlöse aus dem Teilverkauf der Beteiligung an Archion, beziffert den Anteil des Verkaufs in der Mitteilung aber nicht.[1]

Wie lange hält der Schub in Nordamerika?

Die Mitteilung nennt erholte Märkte und höhere Stückzahlen als Ursache. Der Stichtag dahinter ist die verschärfte Abgasnorm EPA 2027: Flotten kaufen Diesel-Lkw nach alter Norm auf Vorrat, wie die Redaktion beim Absatz im Oktober beschrieben hat. Auf solche Vorkaufwellen folgte in den Jahren 2007 und 2010 ein Nachfrageloch.

Die Bestellungen deuten auf eine Abkühlung. In den ersten sechs Monaten lagen die Aufträge in Nordamerika nach Rechnung der Redaktion um 107 Prozent über dem Vorjahr, im dritten Quartal nur noch um 12 Prozent bei 29.357 Stück.[1]

Nach neun Monaten steht das bereinigte EBIT bei 2.460 statt 2.748 Millionen Euro, minus 10 Prozent.[1] Für das Gesamtjahr peilt Daimler Truck weiter 3,6 bis 4,1 Milliarden Euro an. Daraus folgt für das vierte Quartal ein EBIT von rund 1,1 bis 1,6 Milliarden Euro (Redaktionsrechnung). Die Prognose gilt nur, solange das Handelsabkommen USMCA in der jetzigen Form bleibt.[2]

Daimler Truck im dritten Quartal 2026
Zahlen aus der Investor-Relations-Mitteilung vom 6. November 2026
1.124 Mio. €
bereinigtes Konzern-EBIT, 73 % mehr als im Vorjahresquartal (648 Mio. €)
45.629
Lkw in Nordamerika abgesetzt, 51 % mehr als im Vorjahresquartal
12,1 %
bereinigte Umsatzrendite Trucks North America, Vorjahr 6,4 %
974 Mio. €
Free Cashflow des Industriegeschäfts, Vorjahr 24 Mio. €, inklusive ARCHION-Teilverkauf
−10 %
bereinigtes EBIT nach neun Monaten: 2.460 statt 2.748 Mio. €

Gut 61 Prozent des EBIT kommen aus einem Markt mit Ablaufdatum. Die Rendite von Mercedes-Benz Trucks liegt weiter bei 6,3 Prozent.

Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web
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Was heißt das für Zulieferer und Spediteure?

Karin Rådström, Vorstandsvorsitzende von Daimler Truck, sagt zum Quartal: „Besonders wichtig ist, dass wir eine stärkere Profitabilität erreicht haben und uns zugleich konsequent auf unsere Kunden weltweit ausrichten.“[1] Der Konzern baut parallel um: Im tschechischen Cheb entsteht ein Lkw-Werk, bei Batterien dringt Daimler Truck auf eine europäische Allianz.

Konkurrent Traton meldete zuletzt 25 Prozent mehr Aufträge, auch dort getrieben von Amerika. Zulieferer fragen ihre Lkw-Kunden deshalb am besten nach den Abrufplänen für das erste Halbjahr 2027, denn der Vorzieheffekt stützt die Auslastung 2026 und kann danach fehlen. Die Empfehlung ist eine Einschätzung der Redaktion.

Quellen

2 Quellen anzeigenQuellen ausblenden
  1. Daimler Truck Holding AGDaimler Truck profitability rebounds as markets recover (Investor Relations Release)06.11.2026
  2. Daimler TruckDaimler Truck raises full-year 2026 guidance on improved outlook for Trucks North America07.08.2026

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