BYD hat am 5. November in China die zweite Generation der Limousine Seal 07 auf den Markt gebracht, als Plug-in-Hybrid ab 139.900 Yuan (rund 16.800 Euro) und als reines Elektroauto ab 149.900 Yuan (rund 18.000 Euro).[1] Das Elektromodell kostet 20.000 Yuan weniger als die erste Generation vom März und kommt nach der chinesischen CLTC-Norm 775 statt 705 Kilometer weit.[1]
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Das Wichtigste in Kürze
- Der Elektro-Seal hat einen 76,7-kWh-Akku der zweiten Blade-Generation und einen 245-kW-Heckmotor, 100 km/h erreicht er in 5,5 Sekunden.
- Der Hybrid fährt mit einem 38-kWh-Akku 330 statt höchstens 230 Kilometer elektrisch und kostet 9.900 Yuan weniger.
- Die Einstiegsversionen beider Antriebe haben nur einen gewöhnlichen Tempomat, die Hybrid-Variantenzahl sinkt von vier auf zwei.
- Einen Europastart nennt die Quelle nicht, auf BYD-Importe aus China erhebt die EU 17,0 Prozent Zusatzzoll.
Was ändert sich gegenüber der ersten Generation?

Der neue Seal 07 ist mit 5,08 Metern Länge und 2,96 Metern Radstand um 85 beziehungsweise 60 Millimeter gewachsen. Der Elektroantrieb bringt mit 618 Litern Kofferraum und 160 Litern unter der Fronthaube reichlich Stauraum, der Hybrid kommt auf 595 Liter.[1]
Beim Hybrid fällt die Bilanz gemischt aus. Bis 100 km/h dauert es 7,7 Sekunden, die höheren Versionen des Vorgängers schafften 6,9. Das Assistenzsystem God’s Eye C gibt es nur noch in den höheren Ausstattungen.[1] Die Preissenkung kommt also auch durch Weglassen zustande. Das ist die Einordnung der Redaktion.
Wofür braucht BYD den Preisnachlass?
Die Seal-Reihe verkaufte sich im Oktober 46.834 Mal, 19,3 Prozent weniger als im Vorjahresmonat, von Januar bis Oktober sind es 351.557 Fahrzeuge und 14,9 Prozent weniger.[1] Der Konzern insgesamt wuchs im Oktober um 11,0 Prozent auf 490.168 Fahrzeuge, getragen vom Export: 170.194 Fahrzeuge gingen ins Ausland, gut doppelt so viele wie vor einem Jahr.[2]
Das passt zu einem Markt, in dem Chinas Händler im Oktober 13 Prozent weniger Elektroautos und Plug-in-Hybride verkauften, während die Werke mehr ausliefern. Bricht der Inlandsabsatz ein, drücken Hersteller die Preise und suchen Käufer im Ausland. Dass Peking die Rückerstattung für Exporte von 13 auf 9 Prozent kürzt, verteuert diesen Ausweg.
Der Preis fällt, zuerst verschwinden die Assistenzsysteme der Einstiegsversionen. Preiskampf heißt auch: weniger Ausstattung zum selben Namen.
Michael Dobler, Herausgeber Dr. Web
Kommt der Seal 07 nach Europa?
CnEVPost nennt dafür keinen Termin. Die Preise gelten nur für China und sind mit europäischen Angeboten nicht vergleichbar. BYD zahlt auf in China gebaute Elektroautos 17,0 Prozent Zusatzzoll zum Standardzoll von 10 Prozent. Plug-in-Hybride sind davon nicht erfasst. Als Größenordnung: 27 Prozent auf die 18.000 Euro des Elektro-Seal sind rund 4.900 Euro, noch vor Transport, Zulassung und Handelsmarge. Das ist eine Redaktionsrechnung, denn der Zoll bemisst sich am Importwert und nicht am chinesischen Listenpreis.
Fuhrparkleiter und Einkäufer sollten bei Angeboten für Importfahrzeuge aus China nach Zollstatus und Produktionsort fragen. Wie sich die Förderkulisse darauf auswirkt, steht im Überblick zur E-Auto-Förderung 2026.
Quellen
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