E-Auto-Förderung 2026:
Wer bietet mehr?
Die staatliche Förderung ist zurück. Berechnen Sie Ihren Zuschuss und finden Sie heraus, welche Hersteller noch drauflegen.

Markus Seyfferth
Autor Dr. WebDie Bundesregierung hat die E-Auto-Förderung wieder eingeführt. Ab Januar 2026 können Privathaushalte bis zu 6.000 Euro Zuschuss für den Kauf oder das Leasing eines Elektroautos erhalten. Das Programm ist sozial gestaffelt. Wer weniger verdient oder Kinder hat, bekommt mehr. Doch lohnt sich das wirklich? Alle Angaben ohne Gewähr und per Stand Ende Januar 2026.
Hinweis: Keine Gewähr für die Richtigkeit der Berechnung. Hersteller-Aktionen können sich kurzfristig ändern. Stand: Januar 2026.
Die Bundesregierung hat die E-Auto-Förderung wieder eingeführt. Ab Januar 2026 können Privathaushalte bis zu 6.000 Euro Zuschuss für den Kauf oder das Leasing eines Elektroautos erhalten. Das Programm ist sozial gestaffelt: Wer weniger verdient oder Kinder hat, bekommt mehr. Doch lohnt sich das wirklich?
Die neue E-Auto-Förderung 2026: Das sind die Fakten
Am 19. Januar 2026 stellte Bundesumweltminister Carsten Schneider die Eckpunkte der neuen Kaufprämie vor. Die wichtigsten Punkte:
- Gültigkeit: Rückwirkend ab 1. Januar 2026 (Datum der Erstzulassung entscheidend)
- Antragstellung: Voraussichtlich ab Mai 2026 über ein BAFA-Portal
- Budget: 3 Milliarden Euro für geschätzt 800.000 Fahrzeuge
- Laufzeit: Bis 2029 (oder bis Mittel erschöpft)
- Mindesthaltedauer: 36 Monate
Wer ist förderberechtigt?
Ausschließlich Privatpersonen mit einem zu versteuernden Haushaltseinkommen bis 80.000 Euro pro Jahr. Pro Kind unter 18 Jahren erhöht sich diese Grenze um 5.000 Euro. Bei zwei Kindern liegt die Obergrenze also bei 90.000 Euro.
Wichtig: Das zu versteuernde Einkommen ist nicht das Brutto- oder Nettoeinkommen. Es ergibt sich nach Abzug von Werbungskosten, Sonderausgaben und anderen Freibeträgen und steht im Steuerbescheid.
Was wird gefördert?
- Neuwagen der Fahrzeugklasse M1 (Pkw und Wohnmobile bis 3,5 Tonnen)
- Kauf und Leasing
- Rein batterieelektrische Fahrzeuge (BEV)
- Plug-in-Hybride (PHEV) und Range-Extender (unter bestimmten Bedingungen)
Was wird nicht gefördert?
- Gebrauchtwagen (vorerst ausgeschlossen)
- Gewerbliche Käufe und Flottenfahrzeuge
Neben der Kaufprämie lohnt sich auch ein Blick auf die laufenden Kosten: Wer beim Laden clever vergleicht, spart schnell mehrere hundert Euro im Jahr.
Wer bekommt wie viel? Die Förderbeträge im Detail
Die Förderung setzt sich aus drei Komponenten zusammen:
Für rein batterieelektrische Fahrzeuge (BEV):
| Komponente | Betrag |
|---|---|
| Basisförderung | 3.000 € |
| Einkommensbonus (unter 60.000 € zvE) | + 1.000 € |
| Einkommensbonus (unter 45.000 € zvE) | + weitere 1.000 € |
| Kinderbonus (pro Kind, max. 2) | + 500 € |
| Maximalförderung | 6.000 € |
Für Plug-in-Hybride (PHEV) und Range-Extender:
| Komponente | Betrag |
|---|---|
| Basisförderung | 1.500 € |
| Einkommensbonus (unter 60.000 € zvE) | + 1.000 € |
| Einkommensbonus (unter 45.000 € zvE) | + weitere 1.000 € |
| Kinderbonus (pro Kind, max. 2) | + 500 € |
| Maximalförderung | 4.500 € |
Rechenbeispiel:
Eine Familie mit zwei Kindern und einem zu versteuernden Einkommen von 42.000 Euro erhält für ein Elektroauto:
- 3.000 € Basisförderung
- 2.000 € Einkommensbonus (unter 45.000 €)
- 1.000 € Kinderbonus (2 × 500 €)
- Gesamt: 6.000 €
Plug-in-Hybride: Unter diesen Bedingungen förderfähig
Anders als beim alten Umweltbonus werden Plug-in-Hybride wieder gefördert. Allerdings nur, wenn sie mindestens eines dieser Kriterien erfüllen:
- Elektrische Reichweite von mindestens 80 Kilometern, oder
- CO₂-Ausstoß von maximal 60 g/km
Ab dem 1. Juli 2027 sollen die Bedingungen verschärft werden, um den tatsächlichen CO₂-Ausstoß im Alltag stärker zu berücksichtigen. Wer ohnehin über einen Neuwagen nachdenkt, sollte auch die Unterschiede zwischen 800V- und 400V-Systemen kennen, denn die Ladetechnik beeinflusst den Alltagsnutzen erheblich.
Hersteller-Boni: Wer legt noch drauf?
Viele Autobauer stocken die staatliche Förderung mit eigenen Rabatten auf. Anders als beim alten Umweltbonus, bei dem ein fixer Herstelleranteil vorgeschrieben war, setzen die Hersteller diesmal auf unterschiedliche Strategien: direkte Kaufprämien, Leasing-Sonderkonditionen oder Finanzierungsvorteile.
Die besten Angebote im Überblick
- Citroën verdoppelt die staatliche Förderung: Privatkunden erhalten beim Kauf oder Leasing 3.000 Euro Citroën-Prämie. Fällt die staatliche Förderung höher aus, übernimmt Citroën die Differenz, maximal weitere 3.000 Euro. Beim ë-C3 sind so bis zu 12.000 Euro Gesamtvorteil möglich. Startpreis: 7.990 Euro.
- Ford garantiert allen Privatkunden 5.000 Euro Bonus, unabhängig von Einkommen oder Familiengröße, zusätzlich zur staatlichen Förderung. Gilt für Explorer, Capri, Puma Gen-E, Mustang Mach-E und Kuga PHEV.
- BYD gewährt bis zum 31. März 2026 einen „E-Bonus" von bis zu 21.010 Euro (Tang) bzw. 12.000 Euro (Seal), 11.750 Euro (Sealion 7), 10.650 Euro (Atto 2) und 9.000 Euro (Dolphin).
- Peugeot gibt Nachlässe von 5.000 bis 6.500 Euro auf seine E-Modelle. Beim e-208 sind es 5.500 Euro, beim e-2008 sogar 6.500 Euro. In Kombination mit der Maximalförderung ergeben sich Gesamtvorteile von bis zu 12.500 Euro.
- Volkswagen bietet eine „ID.-Kaufprämie" von 4.000 Euro (ID.3, ID.4, ID.5) bzw. 5.000 Euro (ID.7) bis Ende März 2026. Der ID.3 Pure startet damit bei 29.330 Euro.
- Toyota gewährt eine „Deutschlandprämie" von bis zu 12.300 Euro auf den BZ4X (nur Leasing). Außerdem finanziert die Toyota Kreditbank die staatliche Prämie vor, für Kunden, die nicht auf die BAFA-Auszahlung warten wollen.
- Dacia reduziert den Spring um 5.000 Euro und bietet ihn damit ab 11.900 Euro an (bis 28. Februar 2026).
Weitere Hersteller mit Aktionen
| Hersteller | Rabatt / Aktion | Bedingungen |
|---|---|---|
| Cupra | 4.000 € (Born), 5.000 € (Tavascan) | Bis 31.03.2026 |
| Renault | Bis zu 4 Monatsraten geschenkt | Finanzierung/Leasing mind. 24 Monate |
| Xpeng | 0%-Finanzierung + 3.000 € Eintauschprämie | Bis 31.03.2026 |
| Leapmotor | T03 ab 49 €/Monat | 48 Monate, 10.000 km/Jahr |
| Opel, Fiat, Alfa Romeo, DS | Attraktive Leasingraten | Sonderzahlung entspricht Förderung |
Achtung bei Leasing-Angeboten
Viele Hersteller rechnen die staatliche Förderung direkt als Sonderzahlung in ihre Leasingraten ein. Das senkt die monatliche Rate, aber nur, wenn die volle Förderung auch tatsächlich bewilligt wird. Wer weniger erhält als erwartet, muss die Differenz selbst tragen. Apropos Kalkulation: Auch bei der Ausstattung lohnt sich genaues Rechnen, etwa bei der Frage, ob sich eine Wärmepumpe für die Reichweite im Winter wirklich auszahlt.
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