Neues Jahr, neue Ladetarife für E-Autos: Wer clever vergleicht, spart beim Stromtanken schnell mehrere hundert Euro. Unser aktueller Vergleich der Ladetarife für 2026 bringt Klarheit ins Tarifdickicht. Wir haben die wichtigsten Anbieter für drei typische Fahrprofile (500 kWh, 2.000 kWh und 5.000 kWh) durchgerechnet. Alle Preise sind ohne Gewähr, inkl. 19 % USt. und zuletzt geprüft am 24. Juni 2026. Den Artikel werden wir regelmäßig aktualisieren, gerne also bookmarken!

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Hinweis: Dieser Vergleich unterscheidet zwischen AC-Normalladen (bis 22 kW, z. B. Laternenlader, Supermarkt) und DC-Schnellladen (ab 50 kW, Autobahn, Langstrecke). Der interaktive Rechner oben zeigt beide Varianten. Fahrer von Renault, Dacia, Alpine, Tesla oder Mercedes finden im Abschnitt Sondertarife oft günstigere markengebundene Angebote.

Interaktiver Rechner

Ladetarif-Rechner 2026

Finde den günstigsten Tarif für deinen Verbrauch

DC-Schnellladen (ab 50 kW)
Jahresverbrauch unterwegs
2.000 kWh
Entspricht ca.
11.111 km/Jahr
100 kWh 3.000 kWh 6.000 kWh
Normalfahrer – Mix aus Heim- und Schnellladen
Ich beziehe Strom oder Gas von EnBW −10 %
Günstigster Tarif für dich
EnBW L
143,88 € Grundgebühr + 0,39 €/kWh
Jahreskosten
923,88 €

Alle Tarife im Vergleich

Sondertarife

Diese Tarife sind marken- oder vertragsgebunden, können aber noch günstiger sein:

AC-Laden: Normalladen bis 22 kW

Wer ohne eigene Wallbox auskommt und regelmäßig in der Stadt lädt, sollte zuerst die AC-Tarife prüfen. Normalladen dauert zwar länger (sechs bis acht Stunden für eine Vollladung), ist aber oft günstiger als Schnellladen. Und die Discounter haben hier einen echten Preiskracher im Angebot.

Discounter-Sensation: Laden günstiger als Haushaltsstrom

Lidl (rund 700 Standorte) und Aldi Süd bieten AC-Laden für sensationelle 0,29 € pro kWh. Zum Vergleich: Der durchschnittliche Haushaltsstrom kostet 0,30 bis 0,35 € pro kWh. Wer regelmäßig beim Discounter einkauft und dort sein E-Auto lädt, zahlt also weniger als zuhause an der Wallbox.

Die Rechnung: Bei 1.000 kWh Jahresverbrauch (AC) zahlen Sie bei Lidl oder Aldi nur 290 €. Zum Vergleich: EnBW S kostet 560 €, EWE GO 520 €.

Die Einschränkungen: Bei Lidl benötigen Sie die Lidl Plus App mit Lidl Pay. Bei Aldi Süd zahlen Sie per EC-Karte, Kreditkarte oder Apple/Google Pay. Das Laden ist nur während der Öffnungszeiten möglich (Lidl: Filialzeiten, Aldi Süd: 6 bis 22 Uhr). Für echtes Übernachtladen eignen sich die Discounter-Säulen daher nicht.

AC-Tarife im Vergleich (Juni 2026)

AnbieterGrundgebührAC-PreisBlockiergebührJahreskosten (1.000 kWh)
🥇 Lidl / Aldi Süd0 €0,29 €Keine290 €
🥈 EnBW L11,99 €/Monat0,39 €Ab 4h: 0,10 €/min534 €
🥉 EnBW M5,99 €/Monat0,46 €Ab 4h: 0,10 €/min532 €
Vattenfall InCharge0 €0,47 €Keine470 €
EWE GO0 €0,52 €Eigene: keine520 €
EnBW S0 €0,56 €Ab 4h: 0,10 €/min560 €
Maingau Standard0 €0,62 €Ab 3h: 0,10 €/min620 €
*Lidl: nur während Filialöffnungszeiten, Bezahlung über Lidl Plus App. Aldi Süd: täglich 6 bis 22 Uhr, Bezahlung per EC/Kreditkarte oder Apple/Google Pay.

Das Blockiergebühren-Problem beim Übernachtladen

Wer sein E-Auto über Nacht an einer öffentlichen AC-Säule laden möchte, hat ein Problem: Die meisten Anbieter erheben Blockiergebühren nach drei bis vier Stunden. Ein Elektroauto mit 11 kW Bordlader braucht aber sechs bis acht Stunden für eine Vollladung.

Ein Rechenbeispiel: Sie laden 50 kWh über Nacht bei EnBW M. Der Ladevorgang dauert etwa fünf Stunden.

  • Stromkosten: 50 kWh × 0,46 € = 23 €
  • Blockiergebühr: 60 Minuten × 0,10 € = 6 €
  • Gesamt: 29 € statt 23 € (26 % Aufschlag)

Der Gewinner für Laternenlader: EWE GO

EWE GO gehört zu den wenigen großen Anbietern, die an ihren eigenen Säulen auf eine Blockiergebühr verzichten. Für Laternenlader heißt das: abends anstecken, über Nacht laden und morgens ohne böse Überraschung auf der Rechnung wieder losfahren.

Der Haken: EWE GO betreibt seine Säulen primär in Norddeutschland. Wer in München oder Stuttgart wohnt, findet kaum eigene EWE-Säulen. An Partnersäulen gelten auch bei EWE GO Blockiergebühren ab vier Stunden, und der kWh-Preis liegt dort bei 0,62 € statt 0,52 €.

Lokale Stadtwerke prüfen

Einige Stadtwerke haben die nächtlichen Blockiergebühren bereits abgeschafft. Die Berliner Stadtwerke verzichten seit Juli 2025 zwischen 22 und 6 Uhr auf Blockiergebühren. Die Stadtwerke Jena setzen sie zwischen 22 und 6 Uhr aus. Die Wuppertaler Stadtwerke bieten sogar einen „Nachteulentarif“ mit nur 0,299 € pro kWh zwischen 21 und 6 Uhr.

Prüfen Sie vor Ort, ob Ihr lokaler Anbieter eine ähnliche Regelung hat. Die Bundesregierung fordert im Masterplan Ladeinfrastruktur, dass Blockiergebühren zwischen 22 und 8 Uhr an AC-Säulen generell entfallen sollen. Eine EU-weite Umsetzung steht aber noch aus.

DC-Laden: Schnellladen ab 50 kW

Für Langstreckenfahrer und alle ohne eigene Wallbox ist Schnellladen (DC) die wichtigste Ladeoption. Die Preise pro kWh sind höher als beim AC-Laden, dafür ist der Akku in 20 bis 40 Minuten wieder voll. Hier zählt vor allem die Frage: Lohnt sich ein Abo mit Grundgebühr?

Discounter und Vattenfall: Günstig ohne Abo

Lidl und Aldi Süd bieten auch beim DC-Schnellladen Spitzenpreise: 0,44 €/kWh (ab 50 kW) und 0,47 €/kWh (HPC ab 150 kW). Es fallen weder Grund- noch Blockiergebühr an, laden können Sie allerdings nur während der Öffnungszeiten.

Seit März 2026 mischt Vattenfall InCharge mit dem „Fair Laden“-Tarif den Markt auf: 0,44 bis 0,49 €/kWh je nach Standort. Eine Registrierung ist nicht nötig, Grund- und Blockiergebühr fallen weg. Sie zahlen direkt an der Säule per Kreditkarte, QR-Code oder Apple/Google Pay. Die Schnelllader stehen oft auf Parkplätzen von Netto, famila, Combi, Edeka, Rewe und Penny.

Wenigfahrer: Ohne Abo am günstigsten

Wer nur 500 kWh pro Jahr unterwegs lädt (ca. 2.800 km), sollte kein Abo abschließen. Die Grundgebühren fressen die Ersparnis beim kWh-Preis auf.

AnbieterGrundgebührkWh-PreisJahreskosten (500 kWh)
🥇 Lidl / Aldi Süd0 €0,44 €220 €
🥈 Vattenfall InCharge0 €0,44 bis 0,49 €220 bis 245 €
🥉 EWE GO0 €0,52 €260 €
EnBW S0 €0,56 €280 €

Mittelstrecke: Ab 2.000 kWh lohnt sich ein Abo

Wer 2.000 kWh pro Jahr unterwegs lädt (ca. 11.000 km), profitiert erstmals von einem Tarif mit Grundgebühr. Ionity Power 365 und EnBW L liegen hier etwa gleichauf.

Wichtig zu wissen: Ionity unterscheidet seit Herbst 2025 zwischen Monats- und Jahresabos. Bei den Monatsabos sind die kWh-Preise als „ab“-Preise angegeben und können je nach Standort variieren. Die Jahresabos (Motion 365 für 59,99 €/Jahr, Power 365 für 119,99 €/Jahr) garantieren dagegen einen festen kWh-Preis für 12 Monate.

AnbieterGrundgebührkWh-PreisJahreskosten (2.000 kWh)
🥇 Lidl / Aldi Süd0 €0,44 €880 €
🥈 Ionity Power 365119,99 €/Jahr0,39 € (fix)900 €
🥉 EnBW L11,99 €/Monat0,39 €924 €
Vattenfall InCharge0 €0,44 bis 0,49 €880 bis 980 €
Ionity Motion 36559,99 €/Jahr0,49 € (fix)1.040 €
EWE GO0 €0,52 €1.040 €

EnBW bietet mit über 8.000 eigenen Ladepunkten das größte Schnellladenetz Deutschlands und ist auch innerorts verfügbar. Ionity setzt auf besonders hohe Ladeleistung (bis zu 350 kW, an neuen Anlagen sogar bis zu 600 kW) und baut sein Netz inzwischen über die reinen Autobahn-Standorte hinaus auch in Städten aus. Wer ein 800V-Fahrzeug fährt, kann diese Leistung voll ausnutzen.

Vielfahrer: EnBW-Bestandskunden haben die Nase vorn

Wer jährlich 5.000 kWh am Schnelllader zieht (ca. 28.000 km), liegt mit Ionity Power 365 vorne. Noch günstiger: Wer bereits Strom oder Gas von EnBW bezieht, schlägt mit dem 10 % Vorteilstarif alle Konkurrenten.

AnbieterGrundgebührkWh-PreisJahreskosten (5.000 kWh)
🥇 EnBW L + Vorteilstarif11,99 €/Monat0,351 €1.899 €
🥈 Ionity Power 365119,99 €/Jahr0,39 € (fix)2.070 €
🥉 EnBW L11,99 €/Monat0,39 €2.094 €
Lidl / Aldi Süd0 €0,44 €2.200 €
Ionity Motion 36559,99 €/Jahr0,49 € (fix)2.510 €
EWE GO0 €0,52 €2.600 €

Die Rechnung: Bei 0,351 € pro kWh (statt 0,39 €) landen EnBW-Bestandskunden bei 1.899 € pro Jahr. Das sind 171 € weniger als bei Ionity Power 365.

Sondertarife: Günstiger mit der richtigen Automarke

Einige der günstigsten Tarife sind an bestimmte Fahrzeugmarken oder Bestandskundenverträge gebunden. Wer das passende Auto oder den richtigen Energievertrag hat, spart teilweise erheblich.

AnbieterVoraussetzungGrundgebührkWh-PreisHinweis
Mobilize IntenseRenault/Dacia/Alpine4,99 €/Monat0,44 € (Ionity)Nur Renault-Gruppe, VIN-Prüfung
Tesla SuperchargerTesla-Fahrzeug0 €0,40 bis 0,55 €Standort- und zeitabhängig
Tesla MitgliedschaftApp-Registrierung9,99 €/Monat0,40 bis 0,55 €Tesla-Tarif für Fremdmarken
Mercedes MB.ChargeMercedes/Smart4,90 bis 9,90 €ab 0,39 €Seit Dezember 2025 betreiberabhängig
Aral Pulse PlusKia/Hyundai4,99 bis 9,99 €0,39 bis 0,49 €Guter Deal an Aral-Säulen
EnBW VorteilstarifEnBW Strom-/Gaskunde11,99 €/Monat0,351 € (−10 %)Bester Tarif für Vielfahrer
Maingau VorteilMaingau-Kunde0 €0,52 bis 0,82 €Dreistufiges Preismodell
Fastned GoldAbo11,99 €/Monat0,48 €Preissenkung April 2026

Mobilize bleibt für die Renault-Gruppe interessant: Fahrer von Renault, Dacia oder Alpine zahlen mit dem Intense-Tarif 0,44 € pro kWh an Ionity-Säulen. Der günstigste Weg zu Ionity ist das aber nicht mehr, denn das Jahresabo Ionity Power 365 ist mit 0,39 € pro kWh günstiger. Außerhalb von Ionity wird das Laden deutlich teurer, sodass sich für Vielfahrer eine zweite Ladekarte lohnt.

Wichtig: Mobilize prüft die VIN (Fahrzeugidentifikationsnummer). Der Tarif funktioniert nur mit Fahrzeugen der Renault-Gruppe.

Fastned hat zum April 2026 die Preise gesenkt: Ad-hoc kostet nun 0,69 € statt 0,73 € pro kWh. Wer die App nutzt, erhält 10 % Rabatt (0,62 €/kWh). Der Gold-Tarif für 11,99 € monatlich liegt nun bei 0,48 € pro kWh.

Fazit: Die beste Ladestrategie für 2026

Für die meisten E-Auto-Fahrer gilt: Eine Kombination aus AC und DC ist am günstigsten.

AC-Laden (bis 22 kW)

  • Discounter-Tipp: Lidl und Aldi Süd mit 0,29 €/kWh, günstiger als Haushaltsstrom
  • Laternenlader: EWE GO an eigenen Säulen (keine Blockiergebühr) oder lokale Stadtwerke prüfen
  • Ohne App: Vattenfall InCharge mit 0,47 €/kWh und ohne Blockiergebühr

DC-Schnellladen (ab 50 kW)

  • Wenigfahrer (bis 750 kWh/Jahr): Lidl/Aldi Süd oder Vattenfall InCharge, hier ist keine Grundgebühr nötig
  • Normalfahrer (2.000 kWh/Jahr): Ionity Power 365 oder EnBW L, das Jahresabo lohnt sich
  • Vielfahrer (5.000+ kWh/Jahr): EnBW Vorteilstarif (falls Bestandskunde) oder Ionity Power 365

Wichtig bei Ionity: Nur die Jahresabos (Motion 365 und Power 365) garantieren feste kWh-Preise. Bei Monatsabos können die Preise je nach Standort variieren.

Übrigens: Im Winter steigt der Verbrauch spürbar. Unser Reichweiten-Rechner zeigt, wie viel eine Wärmepumpe wirklich bringt.

Die genannten Anbieter im Überblick:

  1. Aldi Süd E-Ladestationen
  2. Aral Pulse
  3. EnBW Lade- und Vorteilstarife
  4. EWE Go
  5. Fastned
  6. Ionity
  7. Lidl E-Ladesäulen
  8. MB.Charge
  9. Mobilize
  10. Vattenfall InCharge

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