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94.086 reine Elektroautos kamen im Oktober in Deutschland neu auf die Straße, 79,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Damit fuhr mehr als jeder dritte neue Pkw batterieelektrisch. Benziner verloren 40,5 Prozent, Diesel 21,6 Prozent.

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Inhalt 4 Abschnitte
  1. Woher kommt der Schub bei den Privatkäufern?
  2. Wie stabil ist der Schub?
  3. Was bedeutet das für Firmenwagen?
  4. Mehr Newshunger?

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat am 4. November die Neuzulassungen für Oktober veröffentlicht: Von 254.492 neuen Pkw fuhren 37,0 Prozent rein elektrisch, nach 21,0 Prozent im Oktober 2025.[1] Seit Mai legt der Anteil von Monat zu Monat zu, von 25,0 auf 37,0 Prozent.[2]

Auf einen Blick

Das Wichtigste in Kürze

  • Von Januar bis Oktober kamen 698.230 Elektroautos neu auf die Straße, 28,2 Prozent aller neuen Pkw.
  • Private Halter ließen 20,6 Prozent mehr Neuwagen zu als im Oktober 2025, gewerbliche Halter 8,2 Prozent weniger.
  • Elektroautos kamen auf mehr Neuzulassungen als Benziner und Diesel zusammen.
  • Der durchschnittliche CO2-Ausstoß neuer Pkw sank auf 79,4 Gramm je Kilometer, ein Minus von 21,1 Prozent.

Woher kommt der Schub bei den Privatkäufern?

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Private Halter meldeten im Oktober 103.649 Neuwagen an, 20,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Ihr Marktanteil stieg auf 40,7 Prozent, während gewerbliche Halter 8,2 Prozent weniger Autos zuließen

Private Halter haben im Oktober 103.649 Neuwagen zugelassen, 20,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der Anteil privater Halter stieg auf 40,7 Prozent, gewerbliche Halter ließen 8,2 Prozent weniger Autos zu.[1] Nach Antrieb schlüsselt das KBA die beiden Gruppen nicht auf. Der Anstieg seit Mai passt aber zur E-Auto-Förderung des Bundes: Seit dem 19. Mai nimmt das BAFA Anträge an. Privathaushalte bis zu einer Einkommensgrenze von 80.000 Euro bekommen zwischen 1.500 und 6.000 Euro, rückwirkend für Neuzulassungen ab Januar.[3] Anfang Oktober hatte das Amt mehr als 100.000 Anträge bewilligt.

Benziner fielen um 40,5 Prozent auf 38.516 Neuzulassungen, Diesel um 21,6 Prozent auf 23.882. Zusammen kamen beide auf 62.398 und damit auf deutlich weniger als die Elektroautos. Auch Plug-in-Hybride verloren 7,9 Prozent. Unter den Marken kamen Tesla und Leapmotor auf fast viermal so viele Neuzulassungen wie im Oktober 2025, BYD legte um 54,3 Prozent zu.[1]

Wie stabil ist der Schub?

Das Fördergeld ist begrenzt. Drei Milliarden Euro sollen nach Plan des Umweltministeriums für rund 800.000 Fahrzeuge bis 2029 reichen.[3] Weil die Prämie im Schnitt höher ausfällt als eingeplant, wäre der Topf beim Tempo vom September nach einer Rechnung von Dr. Web im Herbst 2027 leer. Wie stark ein abruptes Förderende wirkt, zeigte der Umweltbonus: Nach seinem Aus im Dezember 2023 sanken die Neuzulassungen reiner Elektroautos 2024 um 27,4 Prozent.[4]

Elektroautos legen um 79,5 Prozent zu, Unternehmen lassen trotzdem 8,2 Prozent weniger Neuwagen zu.

Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web
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Elektroautos legen Monat für Monat zu
Anteil reiner Elektroautos an den Pkw-Neuzulassungen in Deutschland, Januar bis Oktober 2026
94.086
reine Elektroautos im Oktober, 79,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor
37,0 %
Anteil an allen neuen Pkw im Oktober, nach 21,0 Prozent im Oktober 2025
28,2 %
Anteil von Januar bis Oktober, zusammen 698.230 Elektroautos
+20,6 %
private Neuzulassungen im Oktober, gewerbliche 8,2 Prozent weniger

Anteil reiner Elektroautos je Monat

Januar22,0 %
Februar21,9 %
März24,0 %
April25,8 %
Mai25,0 %
Juni28,4 %
Juli29,3 %
August32,4 %
September34,5 %
Oktober37,0 %

Was bedeutet das für Firmenwagen?

Unternehmen bekommen keine Prämie, für sie zählt die Steuer. Elektroautos, die ein Betrieb nach dem 30. Juni 2025 und vor dem 1. Januar 2028 anschafft, kann er im ersten Jahr zu 75 Prozent abschreiben. Für elektrische Dienstwagen, die seit Juli 2025 angeschafft wurden, gilt die 0,25-Prozent-Regel beim geldwerten Vorteil bis zu einem Bruttolistenpreis von 100.000 Euro.[5] Ob Brüssel nachhilft, ist offen: Die EU-Kommission will, dass ab 2030 mindestens 54 Prozent der neuen Firmenwagen großer Unternehmen in Deutschland rein elektrisch fahren, eine Mehrheit im EU-Parlament will nur freiwillige Ziele. Zwei Schritte lohnen sich jetzt:

  • Planen Sie Ersatzbeschaffungen für den Fuhrpark bis Ende 2027, solange die Abschreibung von 75 Prozent gilt.
  • Vergleichen Sie Kauf und E-Auto-Leasing im Gewerbe und setzen Sie den Wertverlust realistisch an.

Quellen

5 Quellen anzeigenQuellen ausblenden
  1. Kraftfahrt-BundesamtFahrzeugzulassungen im Oktober 2026, Pressemitteilung Nr. 44/2026, mit Tabelle Neuzulassungen von Personenkraftwagen im Oktober 2026 nach ausgewählten Merkmalen04.11.2026
  2. Kraftfahrt-Bundesamt: Pressemitteilungen „Fahrzeugzulassungen“ im Mai, Juni, Juli, August und September 2026 (Nr. 21, 25, 32, 35 und 41/2026)
  3. BundesumweltministeriumDas Förderprogramm für Elektroautos (Stand 19. Mai 2026)
  4. Kraftfahrt-BundesamtFahrzeugzulassungen im Dezember 2024, Jahresbilanz, Pressemitteilung Nr. 01/202506.01.2025
  5. BundesgesetzblattGesetz für ein steuerliches Investitionssofortprogramm zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland, BGBl. 2025 I Nr. 16118.07.2025

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