Eine Lizenz Wordfence Premium kostet ab dem 3. Dezember 199 statt 149 US-Dollar im Jahr, umgerechnet rund 173 statt 130 Euro. Auch Care und Response steigen um mehr als die Hälfte. Bis dahin lassen sich Lizenzen bis zu ein Jahr vor Ablauf zum alten Preis verlängern, und für Agenturen mit vielen Kundensites ist genau das der größte Hebel.
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Wordfence hat am 3. November angekündigt, die Preise für Premium, Care und Response am Donnerstag, dem 3. Dezember 2026, anzuheben. Der Anbieter des WordPress-Sicherheitsplugins begründet den Schritt mit Angreifern, die offene KI-Modelle für Exploits einsetzen.[1]
Das Wichtigste in Kürze
- Premium steigt von 149 auf 199 US-Dollar im Jahr, Care von 590 auf 890 und Response von 1.250 auf 1.900.
- Bestehende Lizenzen lassen sich bis zu ein Jahr vor Ablauf verlängern, zum alten Preis nur vor dem 3. Dezember.
- Kunden mit älteren Premium-Tarifen zahlen 40 Prozent mehr als bisher.
- Die kostenlose Fassung bleibt, erhält Firewall-Regeln aber weiterhin 30 Tage später.
Was kostet Wordfence künftig?

Die Standardpreise je Lizenz und Jahr steigen für Premium um 34 Prozent, für Care um 51 und für Response um 52 Prozent. Zum Kurs von rund 0,87 Euro je Dollar sind das für Premium 173 statt 130 Euro, für Care 774 statt 513 und für Response 1.653 statt 1.088 Euro. Die bisherigen Preise stammen von der Preisseite, die das Internet Archive am 4. November erfasste.[2] Ob Umsatzsteuer hinzukommt, steht in der Ankündigung nicht.
Die Staffelrabatte für Premium bleiben bestehen: 10 Prozent ab zwei Lizenzen, 15 Prozent ab fünf, 20 Prozent ab zehn und 25 Prozent ab 15 Lizenzen. Die 15. Lizenz kostet dann 149,25 Dollar, rund 130 Euro, also ungefähr so viel wie heute eine Einzellizenz. Bei Verlängerungen zählt die Zahl der aktiven Lizenzen zum Zeitpunkt der Verlängerung, abgelaufene Lizenzen zählen nicht mit.[1]
Warum erhöht Wordfence die Preise?
Wordfence nennt offene Modelle wie GLM 5.3 und DeepSeek 4.1 Flash, mit denen Angreifer Exploits von hoher Komplexität in großem Maßstab entwickeln könnten. Dagegen investiere das Unternehmen in Zugangsprogramme von OpenAI und Anthropic, eigene Werkzeuge und Passkey-Anmeldung.[1] Das sind Angaben des Anbieters, Zahlen zum Aufwand nennt die Ankündigung nicht.
Der Preis bezahlt vor allem Forschung. Wordfence ist nicht nur Plugin, sondern auch Meldestelle für Sicherheitslücken: Von 53 WordPress-CVEs im Dr.-Web-Radar der letzten drei Tage stammen 17 von Wordfence, 32 von WPScan.[3] Aus dieser Forschung entstehen die Firewall-Regeln. Premium erhält sie in Echtzeit, die kostenlose Fassung 30 Tage später.[2] Bei Lücken wie zuletzt in LiteSpeed Cache und W3 Total Cache liegt zwischen Meldung und Regel für Gratis-Nutzer also ein ganzer Monat.
Was eine Lizenz künftig kostet
Umrechnung mit rund 0,87 Euro je Dollar. Zum alten Preis verlängern lässt sich vor dem 3. Dezember 2026, bis zu ein Jahr vor Ablauf. Ob Umsatzsteuer hinzukommt, nennt Wordfence nicht.
Für eine Website sind 50 Dollar mehr verkraftbar, für eine Agentur mit 40 Kundensites ist es eine Budgetposition. Eine Verlängerung vor dem 3. Dezember kauft ein Jahr Planungssicherheit.
Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web
Was sollten Betreiber und Agenturen jetzt tun?
- Laufzeiten prüfen: Das Wordfence-Konto zeigt, welche Lizenzen im nächsten Jahr ablaufen. Sie lassen sich vor dem 3. Dezember zum alten Preis um ein Jahr verlängern.
- Vor dem Kauf anmelden: Nur so fließen vorhandene Lizenzen in den Staffelrabatt ein.
- Bedarf je Site klären: Prüfen Sie, wo Echtzeit-Regeln nötig sind, etwa bei Shops, Mitgliederbereichen und Formularen. Die kostenlose Fassung erhält sie 30 Tage später.
- Updates einspielen: Eine Firewall ersetzt kein Update.
Rechtlich verlangt Art. 32 DSGVO „geeignete technische Maßnahmen“ und nennt die Implementierungskosten ausdrücklich als einen Maßstab. Der Preis allein macht also keinen Verzicht auf Schutz zulässig.[4] Wordfence meldete zuletzt auch eine Lücke in WP Fastest Cache; Grundregeln fasst der Ratgeber zur WordPress-Sicherheit zusammen. Beim Hoster-Wechsel hilft der WordPress-Hosting-Vergleich.
FAQ: Wordfence erhöht die Preise ab 3. Dezember um bis zu 52 Prozent
Wann steigen die Wordfence-Preise?
Die neuen Preise für Wordfence Premium, Care und Response gelten ab Donnerstag, dem 3. Dezember 2026. Wordfence hat das am 3. November angekündigt und einen Monat Vorlauf eingeräumt.
Was kostet Wordfence Premium künftig?
Eine Einzellizenz kostet ab 3. Dezember 199 statt 149 US-Dollar im Jahr, rund 173 statt 130 Euro. Staffelrabatte bleiben: ab 15 Lizenzen 25 Prozent, dann 149,25 Dollar je Lizenz.
Kann ich noch zum alten Preis verlängern?
Ja, vor dem 3. Dezember 2026. Wordfence erlaubt die Verlängerung bis zu ein Jahr vor Ablauf der Lizenz und verlängert sie um ein Jahr. Lizenzen mit mehr als einem Jahr Restlaufzeit sind noch nicht berechtigt.
Ändert sich etwas an der kostenlosen Fassung?
Angekündigt ist nichts. Die kostenlose Fassung bleibt gratis, bekommt laut Preisseite Firewall-Regeln und Malware-Signaturen aber 30 Tage später als die bezahlten Tarife.
Warum wird Wordfence teurer?
Wordfence verweist auf Angreifer, die offene KI-Modelle für Exploits nutzen, und auf eigene Investitionen in Forschung, Werkzeuge und Passkey-Anmeldung. Belegt hat der Anbieter den Aufwand nicht mit Zahlen.
Quellen
4 Quellen anzeigenQuellen ausblenden
- WordfenceWordfence Price Increase Coming December 3, 2026
- WordfencePreisseite mit Tarifvergleich, Aufnahme des Internet Archive vom 4. November 2026
- NVDCVE-Einträge mit WordPress-Bezug, eigene Auswertung der Einträge vom 1. bis 4. November 2026 nach meldender Stelle (CNA)
- EUR-LexVerordnung (EU) 2016/679 (DSGVO), Artikel 32
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