WordPress Sicherheit: ein Schloss soll es verhindern
18. März 2025 29. Juli 2025
Reading Time: 18 minutes

WordPress Sicherheit 🔒: Die besten Maßnahmen gegen Hacker

Markus Seyfferth

Markus Seyfferth

Autor Dr. Web

Ihre WordPress-Website läuft stabil, die Besucherzahlen steigen – doch wie sicher ist sie wirklich? Hacker suchen gezielt nach Schwachstellen, und oft reichen ein vergessenes Update oder ein schwaches Passwort, um ihnen Tür und Tor zu öffnen. WordPress Sicherheit ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit. In diesem Beitrag erfahren Sie, welche Risiken bestehen und wie Sie Ihr WordPress mit einfachen, aber wirkungsvollen Maßnahmen absichern.

Warum WordPress Sicherheit Chefsache ist

WordPress ist das beliebteste Content-Management-System der Welt – und genau das macht es für Angreifer so interessant. Mit jedem Plugin, jedem unsicheren Passwort und jeder veralteten Installation steigt das Risiko, dass sich Hacker Zugriff verschaffen. Und wenn das passiert, kann es teuer werden: Kundendaten geraten in falsche Hände, Schadsoftware verteilt sich über Ihre Website, und im schlimmsten Fall wird Ihre Seite komplett lahmgelegt.

Dr. Web Favicon. Hand, die eine Taste auf der runden Maus drückt.

Ja, ich suche die beste Agentur für mein Unternehmen

Doch wer ist verantwortlich für die WordPress Sicherheit? Die IT-Abteilung? Der Hoster? Oder vielleicht das Plugin, das „vollautomatischen Schutz“ verspricht? Nein. Letztlich sind Sie es – als Website-Betreiber oder Unternehmer. Denn Sicherheitslücken sind nicht nur ein technisches Problem, sondern ein wirtschaftliches Risiko. Eine kompromittierte Website kann das Vertrauen Ihrer Kunden beschädigen und Ihrem Unternehmen finanziell schaden.

Dabei sind die meisten Angriffe alles andere als raffiniert. Die häufigsten Einfallstore sind bekannte Schwachstellen: unsichere Passwörter, fehlende Updates, überflüssige Plugins. Es sind nicht die hochkomplexen Zero-Day-Exploits, die Unternehmen zu Fall bringen, sondern schlicht Nachlässigkeit.

Die gute Nachricht: Mit den richtigen Maßnahmen können Sie die WordPress Sicherheit deutlich erhöhen – und zwar ohne, dass Sie dafür zum Sicherheitsexperten werden müssen. In diesem Beitrag erfahren Sie, welche Risiken wirklich gefährlich sind und mit welchen Methoden Sie Ihr WordPress so absichern, dass es für Angreifer unattraktiv wird.

Denn eines ist sicher: Hacker suchen sich immer den einfachsten Weg. Sorgen Sie dafür, dass es Sie nicht erwischt.

WordPress Sicherheit  ⇥ das Ziel: Hacker haben keine Chance.
WordPress Sicherheit ⇥ das Ziel: Hacker haben keine Chance. ⎮Bild von Pete Linforth auf Pixabay

Die größten Sicherheitsrisiken von WordPress – und wie Sie sie vermeiden

WordPress ist sicher – wenn Sie es richtig pflegen. Doch genau hier liegt das Problem: Viele Websites sind schlecht gewartet, voller veralteter Plugins und mit fragwürdigen Passwörtern gesichert. Das macht es Angreifern leicht.

Im Folgenden sehen wir uns die größten Risiken an, die die WordPress Sicherheit gefährden – und wie Sie diese mit einfachen Maßnahmen in den Griff bekommen.

Ungepatchte WordPress-Versionen: Ein offenes Tor für Angreifer

Updates sind nicht optional – sie sind Ihre erste Verteidigungslinie. WordPress veröffentlicht regelmäßig Sicherheitsupdates, um bekannte Schwachstellen zu schließen. Doch viele Betreiber schieben Updates vor sich her. Die Gründe? Angst vor Kompatibilitätsproblemen, fehlende Zeit oder schlicht Nachlässigkeit.

Das Problem: Sicherheitslücken in alten WordPress-Versionen sind öffentlich bekannt. Angreifer müssen nicht einmal kreativ werden – sie nutzen automatisierte Skripte, um gezielt nach ungepatchten Installationen zu suchen.

Updates sind nicht optional – sie sind Ihre erste Verteidigungslinie. WordPress veröffentlicht regelmäßig Sicherheitsupdates, um bekannte Schwachstellen zu schließen. Doch viele Betreiber schieben Updates vor sich her. Die Gründe? Angst vor Kompatibilitätsproblemen, fehlende Zeit oder schlicht Nachlässigkeit.

Was Sie tun können:

  • Halten Sie WordPress, Plugins und Themes stets aktuell.
  • Aktivieren Sie automatische Sicherheitsupdates für WordPress-Core-Dateien.
  • Testen Sie größere Updates in einer Staging-Umgebung, bevor Sie sie live schalten.

Unsichere Plugins und Themes: Die tickende Zeitbombe

Jedes Plugin und jedes Theme ist ein potenzielles Einfallstor. Der Grund: Nicht alle Entwickler kümmern sich konsequent um Sicherheitsupdates. Manche Plugins sind schlicht schlecht programmiert, andere werden irgendwann nicht mehr weiterentwickelt – und bleiben damit verwundbar.

Angreifer nutzen gezielt Schwachstellen in Plugins, um Zugriff auf Websites zu erhalten. Besonders gefährlich sind Plugins, die Zugriff auf sensible Bereiche wie Benutzerverwaltung oder Dateisysteme haben.

Was Sie tun können:

  • Installieren Sie nur Plugins aus vertrauenswürdigen Quellen (offizielles WordPress-Verzeichnis oder seriöse Entwickler).
  • Löschen Sie ungenutzte Plugins und Themes – deaktivieren reicht nicht.
  • Prüfen Sie regelmäßig, ob Ihre Plugins noch aktiv gepflegt werden.

Schwache Passwörter und Benutzerrechte-Chaos

„123456“, „admin123“ oder der Klassiker „Passwort“ – das sind keine Passwörter, sondern offene Türen für Hacker. Brute-Force-Angriffe testen automatisiert Tausende Kombinationen, bis sie einen Treffer landen.

Auch Benutzerrechte sind ein oft unterschätztes Problem. Wenn jeder Mitarbeiter Administratorrechte hat, steigt das Risiko unnötig. Ein kompromittierter Account mit vollen Zugriffsrechten kann mehr Schaden anrichten als ein eingeschränkter Zugang.

Was Sie tun können:

  • Verwenden Sie starke, einzigartige Passwörter (Passwort-Manager helfen dabei).
  • Aktivieren Sie Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) für alle Administratoren.
  • Prüfen Sie regelmäßig die Benutzerrollen – nicht jeder muss Administrator sein.

Hosting-Schwachstellen und falsche Serverkonfigurationen

Ihr Webhoster spielt eine zentrale Rolle für die WordPress Sicherheit. Ein schlecht abgesicherter Server kann dazu führen, dass Angreifer Zugriff auf Ihre Website bekommen – selbst wenn WordPress perfekt abgesichert ist.

Häufige Schwachstellen:

  • Veraltete PHP-Versionen mit bekannten Sicherheitslücken.
  • Fehlende Server-Firewall oder unzureichende Schutzmaßnahmen gegen DDoS-Angriffe.
  • Unsichere Datei- und Verzeichnisrechte, die Fremdzugriff ermöglichen.

Was Sie tun können:

  • Verwenden Sie einen Hosting-Anbieter mit speziellem WordPress-Sicherheitskonzept.
  • Prüfen Sie regelmäßig die PHP-Version und aktualisieren Sie sie bei Bedarf.
  • Aktivieren Sie eine Firewall, um unerwünschte Zugriffe zu blockieren.

Fehlende Backups und Notfallstrategien

Sicherheit heißt nicht nur, Angriffe zu verhindern – sondern auch, vorbereitet zu sein. Ein Hackerangriff, ein fehlerhaftes Update oder ein Serverausfall kann jederzeit passieren. Ohne Backup riskieren Sie den Verlust Ihrer gesamten Website.

Viele Betreiber verlassen sich darauf, dass ihr Hoster Backups erstellt. Doch nicht jeder Anbieter speichert regelmäßig Sicherungen – und oft ist der Wiederherstellungsprozess komplizierter, als man denkt.

Was Sie tun können:

  • Richten Sie automatische, tägliche Backups ein (lokal und in der Cloud).
  • Testen Sie regelmäßig die Wiederherstellung, damit Sie im Ernstfall vorbereitet sind.
  • Speichern Sie mindestens eine Sicherung außerhalb Ihres Webservers.

Die größten Risiken sind hausgemacht

Die meisten Angriffe auf WordPress-Websites sind keine hochkomplexen Cyberattacken. Sie nutzen bekannte Sicherheitslücken, die leicht vermeidbar wären.

Wenn Sie Ihre WordPress Sicherheit ernst nehmen, fangen Sie mit diesen fünf Punkten an:

✔ WordPress, Plugins und Themes stets aktuell halten
✔ Nur vertrauenswürdige Erweiterungen nutzen
✔ Starke Passwörter und sinnvolle Benutzerrechte setzen
✔ Ein sicheres Hosting-Umfeld wählen
✔ Regelmäßige Backups durchführen

Im nächsten Abschnitt geht es darum, wie Sie Ihre WordPress-Website konkret absichern und welche Maßnahmen wirklich wirken.

Erweiterte Sicherheitsmaßnahmen für Profis

Wenn Sie die bisherigen Maßnahmen umgesetzt haben, steht Ihre WordPress-Website bereits auf einer soliden Sicherheitsbasis. Doch es gibt noch mehr, was Sie tun können – gerade wenn Sie sensible Daten verwalten oder gezielt gegen Angriffe geschützt sein wollen.

Hier kommen die fortgeschrittenen Maßnahmen für WordPress Sicherheit, mit denen Sie Angreifern das Leben noch schwerer machen.

Web Application Firewall (WAF) & IP-Blocking: Schutz vor Angriffen von außen

Jede Website ist permanent Angriffen ausgesetzt. Die meisten davon laufen automatisiert ab: Bots suchen nach Sicherheitslücken, testen Standardpasswörter oder versuchen, Schadcode einzuschleusen.

Hier setzt eine Web Application Firewall (WAF) an. Sie filtert den eingehenden Datenverkehr, blockiert bekannte Angriffsversuche und hält potenziell schädliche Anfragen direkt ab, bevor sie Ihre Website erreichen.

Was Sie tun sollten:

  1. Nutzen Sie eine Cloud-basierte Firewall wie Cloudflare oder Sucuri, um Angriffe vor Ihrem Server abzufangen.
  2. Setzen Sie serverseitige Sicherheitsregeln, um auffällige IP-Adressen zu sperren.
  3. Aktivieren Sie eine Geo-Blockade, falls Ihre Website nur in bestimmten Ländern erreichbar sein muss.

Je weniger Angriffe überhaupt bis zu Ihrem WordPress-System durchdringen, desto sicherer bleibt Ihre Website.

Schutz vor Brute-Force-Attacken: Login-Versuche begrenzen

Brute-Force-Attacken sind ein Dauerproblem: Angreifer versuchen automatisiert, sich mit verschiedenen Passwortkombinationen in Ihr WordPress-Backend einzuloggen. Selbst wenn sie scheitern, können diese Angriffe Ihren Server unnötig belasten.

Was Sie tun sollten:

  1. Begrenzen Sie die Anzahl der fehlgeschlagenen Login-Versuche mit einem Plugin wie Limit Login Attempts Reloaded.
  2. Verlegen Sie den Login-Bereich auf eine eigene URL – so verhindern Sie automatische Angriffe auf wp-login.php.
  3. Aktivieren Sie Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) für alle Benutzer mit administrativen Rechten.

Eine Website, die sich bereits nach wenigen Fehlversuchen abschottet, ist für Brute-Force-Angriffe uninteressant.

Sicherheit auf Dateiebene: WordPress härten

Viele Angriffe erfolgen nicht über das Login-Formular, sondern direkt auf Dateiebene. Hacker nutzen Schwachstellen in Plugins oder Themes, um sich Zugriff auf die WordPress-Dateien zu verschaffen.

Hier können Sie vorbeugen, indem Sie die richtigen Datei- und Verzeichnisrechte setzen.

Was Sie tun sollten:

  1. Verzeichnisrechte einschränken: wp-config.php und andere zentrale Dateien dürfen nicht einfach beschrieben werden.
  2. XML-RPC deaktivieren: Diese Schnittstelle wird kaum genutzt, aber oft für DDoS- oder Brute-Force-Angriffe missbraucht.
  3. REST-API absichern: Falls Sie sie nicht benötigen, sollten Sie sie deaktivieren oder nur für eingeloggte Nutzer freigeben.

Je weniger Angreifer direkt auf die Dateien zugreifen können, desto sicherer bleibt Ihre Installation.

Sicherheitsheader setzen: Schutz auf HTTP-Ebene

Viele Websites lassen sich bereits durch einfache HTTP-Header sicherer machen. Diese schützen vor Clickjacking, Code Injection und unsicheren Verbindungen.

Was Sie tun sollten:

  1. Strict Transport Security (HSTS) aktivieren: Erzwingt sichere HTTPS-Verbindungen.
  2. X-Frame-Options setzen: Verhindert, dass Ihre Website in fremde Frames eingebettet wird (Schutz gegen Clickjacking).
  3. Content Security Policy (CSP) nutzen: Legt fest, welche externen Skripte auf Ihrer Seite ausgeführt werden dürfen.

Diese Maßnahmen machen Ihre Website resistenter gegen Angriffe auf Browser- und Serverebene.

Malware-Scans und Monitoring: Sicherheit bleibt ein Prozess

Selbst mit den besten Vorkehrungen bleibt ein Restrisiko. Daher sollten Sie regelmäßig überprüfen, ob Ihre Website infiziert oder kompromittiert wurde.

Was Sie tun sollten:

  1. Führen Sie regelmäßige Malware-Scans mit Tools wie Wordfence oder Sucuri durch.
  2. Überwachen Sie Dateiänderungen – unbekannte Veränderungen können auf einen Hack hinweisen.
  3. Prüfen Sie regelmäßig die Benutzerkonten und stellen Sie sicher, dass sich keine Fremdnutzer eingeschlichen haben.

Angriffe werden immer raffinierter – aber wer seine Website im Blick behält, bleibt auf der sicheren Seite.

5 fortgeschrittene Sicherheitsmaßnahmen, die sich lohnen

Wenn Sie diese zusätzlichen Schutzmaßnahmen umsetzen, haben Sie eine WordPress Sicherheit, die weit über den Standard hinausgeht.

  1. Eine Firewall hält Angriffe bereits vor Ihrem Server ab.
  2. Brute-Force-Schutz verhindert unbefugte Logins.
  3. Datei- und Verzeichnisschutz sichert die Kernstruktur Ihrer Website.
  4. Sicherheitsheader machen Angriffe über den Browser schwieriger.
  5. Regelmäßige Scans decken verdächtige Aktivitäten frühzeitig auf.

Kurz gesagt: Je mehr Hürden Sie aufbauen, desto weniger Angreifer haben überhaupt eine Chance.

Im nächsten Abschnitt werfen wir einen Blick auf Sicherheitsmythen und falsche Versprechungen, die oft für gefährliche Leichtsinnigkeit sorgen.

Mythen & falsche Sicherheitsversprechen entlarvt

Sicherheit ist ein Dauerthema – und wo viele darüber reden, kursieren auch viele falsche Annahmen. Vielleicht haben Sie schon einmal gehört, dass WordPress Sicherheit kein Problem sei, wenn der Hoster „alles regelt“. Oder dass ein SSL-Zertifikat Ihre Website gegen Hacker schützt.

Solche Mythen sind nicht nur falsch, sondern gefährlich. Sie wiegen Website-Betreiber in falscher Sicherheit und führen dazu, dass entscheidende Maßnahmen nicht ergriffen werden. Lassen Sie uns einige der häufigsten Irrtümer entlarven.

„Mein Hosting-Anbieter kümmert sich um die Sicherheit“

Gutes Hosting ist ein wichtiger Baustein – aber eben nur ein Baustein. Viele Hoster bieten Firewalls, automatische Updates oder Backups an. Doch das schützt Sie nicht vor unsicheren Passwörtern, schlecht programmierten Plugins oder falschen Benutzerrechten.

Ein Webhoster stellt Ihnen eine sichere Umgebung zur Verfügung. Doch was innerhalb von WordPress passiert, liegt in Ihrer Verantwortung.

Was Sie tun sollten:

  1. Prüfen Sie, welche Sicherheitsmaßnahmen Ihr Hoster tatsächlich übernimmt – und was Sie selbst absichern müssen.
  2. Nutzen Sie eine zusätzliche Firewall auf Anwendungsebene (WAF), um Ihre Website gegen Angriffe zu schützen.
  3. Führen Sie eigene regelmäßige Sicherheitsupdates und Backups durch – verlassen Sie sich nicht nur auf die Infrastruktur Ihres Hosters.

„Ich habe doch ein SSL-Zertifikat, meine Website ist sicher“

Ein SSL-Zertifikat sorgt dafür, dass die Datenübertragung zwischen Ihrem Server und den Nutzern verschlüsselt ist. Das schützt vor Man-in-the-Middle-Angriffen und sorgt für eine sichere Verbindung – mehr aber auch nicht.

Ein SSL-Zertifikat verhindert keine Brute-Force-Angriffe, schützt nicht vor Malware und hält Hacker nicht davon ab, Ihre Website anzugreifen. Es ist nur eine Grundvoraussetzung, aber keine umfassende Sicherheitslösung.

Was Sie tun sollten:

  1. Verwenden Sie SSL – aber verlassen Sie sich nicht darauf als alleinige Sicherheitsmaßnahme.
  2. Ergänzen Sie SSL mit HSTS (HTTP Strict Transport Security), um HTTPS zu erzwingen.
  3. Setzen Sie auf weitere Schutzmaßnahmen wie Firewalls, gehärtete Benutzerrechte und regelmäßige Scans.

„Backups? Brauche ich nicht, meine Website läuft doch stabil“

Bis sie nicht mehr läuft. Hackerangriffe, fehlerhafte Updates oder menschliche Fehler können jederzeit dazu führen, dass Ihre Website nicht mehr funktionsfähig ist. Wenn Sie dann kein aktuelles Backup haben, stehen Sie vor einem Problem.

Was Sie tun sollten:

  1. Richten Sie automatische tägliche Backups ein – lokal und in der Cloud.
  2. Testen Sie regelmäßig, ob sich Ihre Backups auch tatsächlich wiederherstellen lassen.
  3. Speichern Sie mindestens eine Sicherung außerhalb Ihres Webservers – falls Ihr Server kompromittiert wird, darf das Backup nicht mit betroffen sein.

„WordPress ist von Haus aus sicher“

Stimmt – bis Sie es selbst unsicher machen. Eine frische WordPress-Installation ist gut geschützt, aber sobald Sie unsichere Plugins installieren, schwache Passwörter nutzen oder Updates ignorieren, öffnen Sie Tür und Tor für Angriffe.

WordPress-Sicherheit ist keine Frage des Systems, sondern der Konfiguration.

Was Sie tun sollten:

  1. Halten Sie Ihr WordPress-System und alle Plugins aktuell.
  2. Verwenden Sie nur seriöse Plugins und Themes aus vertrauenswürdigen Quellen.
  3. Setzen Sie auf zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen wie Zwei-Faktor-Authentifizierung und Firewalls.

„Niemand interessiert sich für meine kleine Website“

Falsch. Hacker greifen nicht gezielt große Unternehmen an – sie scannen automatisiert das Netz nach verwundbaren Websites. Eine schlecht gesicherte WordPress-Seite ist für sie wie ein unverschlossenes Auto mit steckendem Schlüssel.

Selbst kleine Websites werden gekapert, um Spam zu verbreiten, Phishing-Seiten zu hosten oder als Teil eines Botnetzes missbraucht zu werden.

Was Sie tun sollten:

  1. Gehen Sie nicht davon aus, dass Ihre Website „zu unbedeutend“ für Angriffe ist.
  2. Setzen Sie grundlegende Sicherheitsmaßnahmen um, auch wenn Ihre Website nur ein kleiner Blog ist.
  3. Überwachen Sie Ihre Website auf verdächtige Aktivitäten, um frühzeitig auf Angriffe reagieren zu können.

Sicherheitsmythen sind gefährlich

Sicherheit ist kein einmaliges Projekt, sondern ein kontinuierlicher Prozess. Wer sich auf falsche Annahmen verlässt, läuft Gefahr, seine Website ungewollt für Angreifer zu öffnen.

  1. Ihr Hosting-Anbieter schützt nicht alles – Sie sind für Ihre Website verantwortlich.
  2. SSL ist wichtig, aber kein Schutz vor Angriffen.
  3. Backups sind unerlässlich – nicht erst, wenn etwas schiefgeht.
  4. WordPress ist nur so sicher, wie Sie es konfigurieren.
  5. Jede Website ist ein potenzielles Angriffsziel – egal wie groß oder klein.

Im nächsten Abschnitt fassen wir noch einmal zusammen, wie Sie Ihre WordPress Sicherheit nachhaltig verbessern können.

WordPress Sicherheit ist kein einmaliges Projekt

Sicherheit ist kein Zustand, den Sie einmal erreichen und dann vergessen können. Angreifer entwickeln ständig neue Methoden, Sicherheitslücken tauchen auf, und selbst das sicherste System wird nutzlos, wenn es nicht regelmäßig gepflegt wird.

WordPress Sicherheit ist ein Prozess. Wer ihn ernst nimmt, spart sich im Ernstfall hohe Kosten, den Verlust von Kundendaten oder den Imageschaden durch eine gehackte Website.

Die 5 wichtigsten Maßnahmen zur WordPress Sicherheit:

MaßnahmeEmpfohlene Maßnahmen
Updates nicht aufschieben– Halten Sie WordPress, Plugins und Themes aktuell.
– Aktivieren Sie automatische Updates für Sicherheits-Patches.
Passwörter und Benutzerrechte im Griff haben– Nutzen Sie starke, einzigartige Passwörter und aktivieren Sie Zwei-Faktor-Authentifizierung.
– Geben Sie Administratorrechte nur an Personen, die sie wirklich brauchen.
Plugins und Themes mit Bedacht wählen– Verwenden Sie nur Erweiterungen aus vertrauenswürdigen Quellen.
– Löschen Sie ungenutzte Plugins – deaktivieren reicht nicht.
Firewalls und weitere Schutzmaßnahmen nutzen– Setzen Sie eine Web Application Firewall (WAF) ein.
– Begrenzen Sie Login-Versuche und deaktivieren Sie ungenutzte Funktionen wie XML-RPC.
Backups und Monitoring nicht vernachlässigen– Erstellen Sie tägliche Backups – und testen Sie, ob diese sich wiederherstellen lassen.
– Überwachen Sie Dateiänderungen und prüfen Sie regelmäßig auf Malware.


Diese fünf Punkte allein werden Sie nicht unverwundbar machen. Aber sie sorgen dafür, dass Ihre WordPress-Website für Angreifer ein äußerst unattraktives Ziel wird.

Wann lohnt sich professionelle Unterstützung?

Manche Sicherheitsmaßnahmen können Sie selbst umsetzen – andere erfordern mehr technisches Know-how. Falls Sie feststellen, dass WordPress Sicherheit in Ihrem Tagesgeschäft zu kurz kommt, ist es vielleicht an der Zeit, Experten hinzuzuziehen.

Das kann sinnvoll sein, wenn:

  1. Ihre Website geschäftskritisch ist und Ausfälle finanzielle Verluste bedeuten.
  2. Sie keine Zeit haben, sich regelmäßig mit Sicherheits-Updates und Überprüfungen zu beschäftigen.
  3. Sie bereits Opfer eines Angriffs wurden und sicherstellen möchten, dass es nicht wieder passiert.

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Abschließende Gedanken: Sicherheit ist wie ein guter Türschloss

Niemand würde sein Büro mit einer billigen, leicht zu knackenden Tür sichern – doch genau das passiert im digitalen Raum immer wieder. Standardpasswörter, nicht installierte Updates, ungeschützte Administrator-Zugänge – all das sind offene Einladungen für Angreifer.

Doch genau wie ein stabiles Türschloss und ein gutes Alarmsystem verhindern, dass Einbrecher leichtes Spiel haben, können Sie Ihre WordPress Sicherheit mit durchdachten Maßnahmen auf ein Niveau heben, bei dem Hacker einfach weitersuchen.

Sorgen Sie dafür, dass Ihre Website kein leichtes Ziel ist. Ihre Kunden, Ihr Unternehmen und letztlich auch Ihr eigenes Nervenkostüm werden es Ihnen danken.

FAQ: Ihre Fragen zu WordPress Sicherheit

Sind WordPress-Seiten sicher?

Ja, wenn sie richtig konfiguriert und regelmäßig aktualisiert werden. Die WordPress Sicherheit hängt stark davon ab, wie sorgfältig Sie mit Updates, Passwörtern, Plugins und Hosting umgehen. Eine veraltete Installation oder unsichere Erweiterungen können jede Website angreifbar machen. Ohne Schutzmechanismen bleibt WordPress ein leichtes Ziel für Hacker.

Wie kann ich WordPress sicher machen?

Um WordPress sicher zu machen, sollten Sie Updates für WordPress, Plugins und Themes immer zeitnah durchführen. Nutzen Sie starke Passwörter und aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung, um den Login-Bereich zu schützen. Verwenden Sie ausschließlich seriöse Plugins und löschen Sie nicht genutzte Erweiterungen, da sie potenzielle Sicherheitslücken darstellen. Eine zusätzliche Firewall hilft dabei, Angriffe frühzeitig abzuwehren. Ebenso wichtig sind regelmäßige Backups, um im Ernstfall eine schnelle Wiederherstellung zu ermöglichen.

Ist WordPress DSGVO-konform?

Standardmäßig erfüllt WordPress nicht automatisch alle Anforderungen der Datenschutz-Grundverordnung. Um eine WordPress-Website DSGVO-konform zu betreiben, sollten Sie eine rechtskonforme Cookie-Lösung implementieren und unnötige Tracking-Funktionen standardmäßig deaktivieren. Kontaktformulare sollten so konfiguriert sein, dass keine unnötigen Daten gespeichert werden. Zudem empfiehlt es sich, Google Fonts lokal zu hosten, um Abmahnrisiken zu vermeiden. Besonders wichtig ist es, darauf zu achten, dass installierte Plugins keine unerlaubten Nutzerdaten sammeln.

Warum ist meine WordPress-Seite nicht sicher?

Es gibt mehrere Gründe, warum eine WordPress-Website unsicher sein kann. Oft liegt es an fehlenden Updates, da eine veraltete WordPress-Version oder unsichere Plugins bekannte Sicherheitslücken enthalten. Schwache Passwörter machen es Angreifern leicht, Zugang zum System zu bekommen. Auch ungeprüfte Plugins oder Themes aus fragwürdigen Quellen können Schadcode enthalten. Fehlende Schutzmaßnahmen wie Firewalls oder eine Begrenzung der Login-Versuche erhöhen zusätzlich das Risiko eines Angriffs. Zudem kann eine fehlende SSL-Verschlüsselung dazu führen, dass Datenübertragungen nicht geschützt sind.

Brauche ich ein WordPresss Sicherheits-Plugin?

Ein Sicherheits-Plugin kann helfen, gängige Angriffe abzuwehren, ersetzt aber keine grundlegenden Schutzmaßnahmen wie regelmäßige Updates oder den Einsatz sicherer Passwörter. Sicherheits-Plugins wie Wordfence, Sucuri oder iThemes Security bieten Schutzfunktionen wie Firewalls, Malware-Scans und Login-Schutz. Sie können eine sinnvolle Ergänzung sein, sind aber nur dann wirksam, wenn sie regelmäßig aktualisiert und richtig konfiguriert werden.

Wie erkenne ich, ob meine WordPress-Seite gehackt wurde?

Eine gehackte WordPress-Website lässt sich oft an bestimmten Anzeichen erkennen. Dazu gehören ungewöhnlich langsame Ladezeiten oder ein stark erhöhter Serververbrauch. Auch unbekannte Benutzerkonten oder geänderte Einstellungen im Backend können ein Hinweis auf eine Kompromittierung sein. Falls Ihre Website plötzlich Spam-Seiten oder dubiose Weiterleitungen enthält, wurde sie möglicherweise manipuliert. Ein weiteres Warnsignal ist eine Warnung von Google oder Ihrem Hosting-Anbieter, dass Ihre Website Schadsoftware verbreitet. In einem solchen Fall sollten Sie umgehend einen Malware-Scan durchführen und Maßnahmen zur Bereinigung ergreifen.

Wie kann ich mein WordPress-Login besser schützen?

Der Schutz des WordPress-Logins ist essenziell, um Brute-Force-Angriffe zu verhindern. Ändern Sie den Standard-Benutzernamen „admin“ und verwenden Sie sichere, einzigartige Passwörter. Aktivieren Sie zusätzlich eine Zwei-Faktor-Authentifizierung, um den Zugang weiter abzusichern. Die Begrenzung der fehlgeschlagenen Login-Versuche erschwert es Angreifern, sich durch Ausprobieren in Ihr System einzuloggen. Es kann zudem sinnvoll sein, die Login-URL von WordPress zu verschieben, sodass automatische Angriffe auf die Standard-Adresse ins Leere laufen. Eine Firewall hilft dabei, verdächtigen Traffic frühzeitig zu blockieren.

Was passiert, wenn ich meine WordPress Sicherheit vernachlässige?

Eine unsichere Website kann ernsthafte Folgen haben. Hacker können die Seite übernehmen und für Spam oder Phishing-Angriffe missbrauchen. Wenn Google oder andere Suchmaschinen Schadsoftware auf der Seite entdecken, kann sie als unsicher eingestuft oder sogar aus dem Suchindex entfernt werden. Der Verlust sensibler Kundendaten kann nicht nur rechtliche Konsequenzen haben, sondern auch das Vertrauen der Nutzer nachhaltig beschädigen. Zudem kann eine kompromittierte Website durch Malware verlangsamt oder sogar vollständig unbenutzbar werden.

WordPress Sicherheit sollte daher immer Priorität haben, um langfristige Probleme zu vermeiden.

Kleines Glossar zu WordPress Sicherheit

Brute-Force-Angriff

Ein Brute-Force-Angriff ist eine Methode, mit der Angreifer versuchen, sich durch das systematische Ausprobieren von Passwörtern Zugang zu einem System zu verschaffen. Dabei werden unzählige Kombinationen durchprobiert, bis die richtige gefunden ist. Besonders gefährdet sind Systeme mit schwachen oder häufig verwendeten Passwörtern wie „admin123“ oder „password“.

Um sich vor Brute-Force-Angriffen zu schützen, sollten Sie starke, lange Passwörter verwenden und die Anzahl der möglichen Fehlversuche beim Login begrenzen. Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) bietet zusätzlichen Schutz, indem neben dem Passwort eine zweite Bestätigungsebene erforderlich ist. Auch IP-Sperren und Captcha-Abfragen sind wirksame Maßnahmen, um automatisierte Angriffe zu erschweren.

Firewall

Eine Firewall ist ein Schutzmechanismus, der unerwünschten oder potenziell schädlichen Datenverkehr filtert, bevor er ein System erreicht. In der WordPress Sicherheit wird zwischen serverseitigen Firewalls und Web Application Firewalls (WAF) unterschieden.

Eine serverseitige Firewall schützt den gesamten Server vor Angriffen, während eine WAF speziell auf den Web-Traffic einer Website ausgerichtet ist. Sie blockiert zum Beispiel Brute-Force-Attacken, SQL-Injections oder DDoS-Angriffe. Lösungen wie Cloudflare oder Sucuri bieten Cloud-basierte Firewalls, die den Traffic bereits vor dem Erreichen der Website analysieren und filtern.

Da eine Firewall keine vollständige Sicherheitslösung ist, sollte sie immer mit weiteren Maßnahmen wie sicheren Passwörtern, regelmäßigen Updates und einer restriktiven Benutzerverwaltung kombiniert werden.

HSTS (HTTP Strict Transport Security)

HSTS (HTTP Strict Transport Security) ist ein Sicherheitsmechanismus, der dafür sorgt, dass eine Website ausschließlich über HTTPS aufgerufen wird. Dadurch werden Man-in-the-Middle-Angriffe verhindert, bei denen Angreifer versuchen, unverschlüsselte HTTP-Verbindungen abzufangen und zu manipulieren.

Ohne HSTS kann es passieren, dass Nutzer versehentlich eine unsichere HTTP-Version einer Website besuchen, bevor sie auf die HTTPS-Variante weitergeleitet werden. HSTS stellt sicher, dass dieser unsichere Zwischenschritt gar nicht erst möglich ist, indem es den Browser zwingt, von Anfang an nur HTTPS zu verwenden.

HSTS wird über einen speziellen HTTP-Header aktiviert. Betreiber von WordPress-Websites sollten HSTS in ihrer Serverkonfiguration oder über ein Sicherheits-Plugin aktivieren, um ihre Website zusätzlich gegen Angriffe auf die Verbindungssicherheit zu schützen.

Malware

Malware ist ein Sammelbegriff für Schadsoftware, die darauf abzielt, Systeme zu infizieren, Daten zu stehlen oder Schaden anzurichten. In der WordPress Sicherheit äußert sich Malware oft durch versteckte Skripte, die Spam verbreiten, Nutzer auf bösartige Seiten umleiten oder sensible Daten auslesen.

Typische Wege, wie Malware auf eine WordPress-Seite gelangt, sind unsichere Plugins, veraltete Software oder kompromittierte Administrator-Konten. Einmal eingeschleust, kann die Schadsoftware Dateien manipulieren, Hintertüren für weitere Angriffe öffnen oder die Website in ein Botnetz einbinden.

Regelmäßige Scans mit Sicherheits-Plugins wie Wordfence oder Sucuri helfen dabei, Malware frühzeitig zu erkennen. Vorbeugende Maßnahmen wie aktuelle Updates, starke Passwörter und Firewalls sind essenziell, um eine Infektion zu verhindern.

Man-in-the-Middle-Angriff

Ein Man-in-the-Middle-Angriff (MITM) tritt auf, wenn sich ein Angreifer unbemerkt in die Kommunikation zwischen zwei Parteien einschaltet, um Daten abzufangen oder zu manipulieren.

Ein klassisches Beispiel ist ein unsicheres WLAN-Netzwerk, in dem ein Angreifer sich zwischen den Benutzer und die Website schaltet, um Anmeldedaten oder andere vertrauliche Informationen auszulesen. Ohne Verschlüsselung kann er dabei Daten mitlesen oder sogar verändern.

WAS IST EIN "MAN IN THE MIDDLE" ANGRIFF? DER MANN IN DER MITTE!
Cyber Secure erklärt, wer der Mann in der Mitte ist.


Schutzmaßnahmen gegen MITM-Angriffe sind die Nutzung von HTTPS, die Aktivierung von HSTS und die Vermeidung öffentlicher, ungesicherter WLAN-Netzwerke. Wer in einem unsicheren Netzwerk unterwegs ist, sollte ein VPN verwenden, um seine Daten zu schützen.

XML-RPC

XML-RPC ist eine Schnittstelle in WordPress, die externe Anwendungen oder Dienste mit der Website verbindet. Sie ermöglicht Funktionen wie das Veröffentlichen von Beiträgen über externe Programme oder das Synchronisieren mit mobilen Apps.

Allerdings hat XML-RPC eine dunkle Seite: Es wird häufig für Brute-Force-Angriffe missbraucht. Da die Schnittstelle unbegrenzte Login-Versuche erlaubt, können Angreifer sie nutzen, um automatisiert Passwörter zu testen. Zudem wird XML-RPC manchmal für DDoS-Attacken missbraucht, indem Angreifer eine Website mit einer Flut von Anfragen überlasten.

Da viele WordPress-Websites XML-RPC gar nicht benötigen, ist es eine bewährte Sicherheitsmaßnahme, diese Funktion zu deaktivieren. Das geht entweder über ein Sicherheits-Plugin oder durch Anpassungen in der .htaccess-Datei. Wer XML-RPC benötigt, sollte zumindest den Zugriff auf vertrauenswürdige Dienste beschränken.

Zwei-Faktor-Authentifizierung

Die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) ist eine zusätzliche Sicherheitsebene für den Login in WordPress. Neben dem Passwort muss dabei ein zweiter Faktor eingegeben werden – meist ein einmaliger Code, der per App oder SMS generiert wird.

Selbst wenn ein Angreifer das Passwort kennt, kann er sich ohne den zweiten Faktor nicht anmelden. Das macht es fast unmöglich, einen WordPress-Zugang mit Brute-Force-Methoden zu knacken.

Zur Einrichtung von 2FA gibt es verschiedene Methoden. Am sichersten ist eine Authentifizierungs-App wie Google Authenticator oder Authy. Plugins wie „Two Factor Authentication“ oder „Wordfence Login Security“ machen die Integration in WordPress einfach.

Jede WordPress-Website mit administrativen Nutzerkonten sollte 2FA aktivieren, um unbefugte Zugriffe zuverlässig zu verhindern.

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Durchschnittliche Bewertung 4.7 / 5. Anzahl Bewertungen: 3

4 Antworten zu „WordPress Sicherheit 🔒: Die besten Maßnahmen gegen Hacker“

  1. Avatar von Dieter Wiemkes

    Unter dem Punkt 6 im Artikel „WordPress – die Nachteile“ unter https://wiemkes.de/projekte/cms-nachteile.html habe ich Sicherheitsrisiken aufgelistet. Eines der Risiken ist, dass (von Vladimir Smitka aufgedeckt und von Hanno Böck publiziert) seit 2017 bereits die Rohversion von WordPress attakiert werden kann. Ist zumindest dieser Fehler neben den zahlreichen weiteren inzwischen grundsätzlich abgestellt worden?

    1. Avatar von Markus Seyfferth

      Vielen Dank für die Nachfrage – ein spannender Punkt.

      Die von Vladimir Smitka 2017 dokumentierte Schwachstelle betraf u. a. die REST API und XML-RPC-Schnittstelle, die auch in einer „nackten“ WordPress-Installation aktiv sind. Über diese Interfaces konnten ohne Authentifizierung Metadaten abgefragt und in bestimmten Szenarien Angriffe vorbereitet werden – etwa über User Enumeration oder DoS-Vektoren.

      Die konkreten Schwachstellen, die damals zur Diskussion standen (z. B. unzureichende Berechtigungsprüfungen in der REST API), wurden nach Bekanntwerden in den Core-Versionen zügig gepatcht. Seitdem gab es mehrere sicherheitsrelevante Core-Änderungen, u. a. verbesserte Capability Checks, Restriktionen beim Zugriff auf sensible Endpunkte sowie Schutzmechanismen gegen XML-RPC-basiertes Brute-Forcing.

      Kurzum: Die konkreten Lücken von 2017 sind in aktuellen Versionen (ab WordPress 4.7.3 bzw. später) geschlossen. Die generelle Angriffsfläche bleibt aber – wie bei jedem weit verbreiteten CMS – vorhanden. Sicherheitsrisiken ergeben sich heute meist weniger aus dem Core, sondern aus Drittanbieter-Plugins, Themes und fehlerhafter Serverkonfiguration (z. B. fehlende Rate Limiting, unsichere Berechtigungen, kein WAF-Einsatz).

      Fazit: Der Core ist heute deutlich robuster als 2017, aber „sicher“ ist keine statische Eigenschaft – ein sicherer Betrieb hängt weiterhin stark vom Setup und dem laufenden Patch-Management ab.

  2. Avatar von Aki Huck

    Hallo,

    vielen Dank für den interessanten Artikel. Ich habe bei meiner Website mit WooCommerce Onlineshop das Problem, dass sich offensichtlich viele Bots registrieren trotz einer Mathe Quiz Frage im Contact 7 Formular, worauf das System den registrierten Usern (Bots) zurückschreibt mit der Bitte das temporäre Passwort zu ändern. Die von den Bots hinterlassenen Mailadressen sind allerdings nicht existent und diese Mails werden dann zurückgebounced. Jeden Tag erhalte ich von meinem Provider dann entsprechende Mails, dass Maols an User XY nicht zugestellt werden konnten. Wie kann ich das abstellen bzw. gibt es ein Plugin, das solche Botregistrierungen herausfiltert?

    1. Avatar von Michael Dobler

      Hallo Herr Huck,

      schreiben Sie uns bitte eine Nachricht über https://www.drweb.de/kontakt/.

      Herzliche Grüße

      Michael Dobler

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