Kadence Starter Templates.
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WordPress Themes kostenlos und kostenpflichtig

Gerade im AgenturgeschĂ€ft gibt es eine Vielzahl an Pagebuildern und WordPress Themes, die einem dabei helfen, Arbeit zu vereinfachen, besser zu skalieren, Zeit zu sparen und so insgesamt den rechnerischen Stundensatz zu erhöhen (a.k.a. mehr Geld fĂŒr weniger Lebenszeit einzutauschen).

Hier unser großer Überblick an nĂŒtzlichen WordPress-Themes und Pagebuildern, die wir alle auch selber auf Dr. Web oder bei unseren Agenturkunden im Einsatz haben.

Die Suche nach den richtig guten Themes ist natĂŒrlich zeitaufwĂ€ndig, die Auswahl scheint unendlich groß, und schnell hat man den Eindruck, dass die ja eh alle gleich aussehen. Dabei gibt es Themes, welche fĂŒr Pagebuilder ausgelegt sind, also vor allem fĂŒr Anpassbarkeit und Geschwindigkeit und welche, die auch komplett ohne Pagebuilder gut anpassbar sind.

Neben der Wahl eines geeigneten Themes, steht auch die Entscheidung fĂŒr den richtigen WordPress Hoster auf dem Plan. Unsere MarktĂŒbersicht zu WordPress Hosting bringt etwas Licht in das Auswahldickicht.

Im Folgenden gehe ich nun vor allem auf die Funktionen, Geschwindigkeit und Anpassbarkeit der jeweiligen Themes ein.

Nach welchen Kriterien sollte ich mein Theme auswÀhlen?

DateigrĂ¶ĂŸe des Themes

Meiner Meinung nach einer der wichtigsten Kriterien. Wenn das Theme zu viel MĂŒll enthĂ€lt, macht es die Webseite einfach nur langsam. Kein Nutzer wartet gerne, deswegen sollte das Theme nicht der Flaschenhals der Ladezeit sein.

FĂŒr ein paar der Themes habe ich einen Speedtest durchgefĂŒhrt, bei dem ich die identischen Seiten und Plugins genommen habe. Lediglich die Themes wurden ausgetauscht.

Support / Wer ist der Entwickler?

Wenn der Entwickler des Themes kein langfristiges Interesse hat, es regelmĂ€ĂŸig zu updaten, weil er es z.B nur als Hobby betreibt, wirst du auf deinen Problemen sitzen bleiben.

Daher ist die Frage, ob du selbst das Theme anpassen kannst? Gibt es einen Support, der dir in einem Problemfall hilft?

Integration

Besitzt das Theme eine gute Integration fĂŒr z.B. WooCommerce oder Pagebuilder wie Elementor oder BeaverBuilder?

Ein Pagebuilder erlaubt es einem eine Webseite komplett anzupassen, ohne den Code dahinter kennen zu mĂŒssen. Da kann man die Seite also gestalten wie man will und benötigt dafĂŒr kein Vorwissen.

Einige Themes bieten eine gute Integration fĂŒr Pagebuilder und sind darauf sogar ausgerichtet. Andere Themes hingegen haben direkt einen Pagebuilder integriert.

Der Nachteil bei den integrierten Pagebuildern ist, dass diese oftmals langsam oder nicht immer up-to-date sind. Deswegen ist es meist eine bessere Wahl einen separaten Pagebuilder zu benutzen. Wir hier bei Dr. Web benutzen Elementor fĂŒr alle unsere Kundenprojekte!

Die besten kostenpflichtigen Themes

Wodurch unterscheiden sich die kostenpflichtigen Themes jetzt von den kostenlosen? Wie bereits erwĂ€hnt, behalten sich die Entwickler besonders coole und nĂŒtzliche Features fĂŒr die Pro-Version zurĂŒck.

Es gibt dann auch immer die maximale Anpassbarkeit. Man muss keine Umwege mehr suchen, oder sich mit extra CSS oder HTML seine Lösung zurechtbasteln.

Neben den minimalistischen Themes gibt es jetzt auch welche, die sich auf genau eine Sache konzentrieren. Dadurch wird kein Pagebuilder benötigt und die Seite ist trotzdem schnell und in ihrer Nische anpassbar.

FĂŒr jeden, der professionelles Webdesign macht, oder Seitenbetreiber, welche die volle Kontrolle wĂŒnschen, ist ein kostenpflichtiges Theme ein Muss.

KadenceWP WordPress-Theme

Kadence Starter Templates.
Die KadenceWP Starter-Templates können sich richtig sehen lassen und heben sich ab von den sonstigen 08/15 Websites und Templates.

Das KadenceWP-Theme habe ich neulich bei einem Kunden zum ersten Mal eingesetzt als es um einen WooCommerce-Shop ging, der sehr gute Pagespeed-Punkte (90+ Punkte auf Mobile) erreichen wollte. KadenceWP hat mich dabei auf Anhieb ĂŒberzeugt! Alles ist richtig gut durchdacht, ich habe mich schnell reingefunden und gleichzeitig erlaubt es den Einsatz von richtig komplexen Modulen und individuellen Anpassungen.

Das Theme setzt dabei auf den Gutenberg-Editor auf und bietet so die FunktionalitĂ€t von einem richtig guten Pagebuilder, der aber ein sauberes Markup ausgibt und zugleich die Website sehr schnell lĂ€dt. Auch fĂŒr etwas komplexere Einstellungen musste ich nicht lange suchen, die MenĂŒs und Einstellungen sind alle sehr aufgerĂ€umt und intuitiv zu finden.

Wer mit Pagebuildern wie Elementor oder WPBakery fremdelt, gleichzeitig aber sich verschiedene Inhalts-Blöcke ohne großen Aufwand zusammenstellen möchte, dem kann ich KadenceWP auf jeden Fall empfehlen!

KadenceWP Preise & Lizenzen

KadenceWP Preistabelle.

Je nach Einsatzgebiet lohnt es sich, die Tarife genauer anzuschauen. Wer bspw. mit WooCommerce arbeiten möchte, sollte sich eher gleich das „Full Bundle“ kaufen, in dem z.B. auch das Kadence Shop Kit und die Kadence Blocks enthalten sind, also fertige Blöcke zum sofortigen Einsatz zusammen mit dem Theme.

Elementor

Pagebuilder sind fĂŒr WordPress wie proteinreiche Nahrung fĂŒr Bodybuilder. Mit geht’s einfach besser und schneller. Unser persönlicher Favorit ist dabei ganz klar Elementor.

Mit Elementor kann man einfache wie komplexe Seiten bauen, ohne dass man PHP-Kenntnisse benötigt. Wie in einem Homepage-Baukasten klickst du Seiten Element fĂŒr Element zusammen und befĂŒllst die Elemente danach mit Inhalten. DafĂŒr sind keine Code-Kenntnisse und ebenso wenig Designkenntnisse erforderlich. Beide sind allerdings hilfreich.

Page-Builder sind nicht zu verwechseln mit Themes, obwohl sie prinzipiell die gleiche Aufgabe erfĂŒllen. WĂ€hrend ein Theme eine statische Schablone fĂŒr die Anzeige deiner Inhalte ist, die nur eingeschrĂ€nkt ĂŒber den WordPress-Customizer verĂ€ndert werden kann, bietet dir ein Page-Builder eine weitaus höhere FlexibilitĂ€t, was die Gestaltung und PrĂ€sentation deiner Inhalte betrifft.

Mittlerweile ist Elementor kein reiner Page-Builder mehr, sondern ist in der Lage, auch Bereiche deiner Site zu designen, die du bislang ohne Coding nicht erreichen konntest, wie z.B. Templates und Loops. Insofern ist es gerechtfertigt, von einem waschechten Theme-Builder zu sprechen. Elementor ist dabei ungemein flexibel, aber auch performant, wie man am Pagespeed-Test fĂŒr drweb-digital.de sehen kann:

ein pagespeed test fĂŒr drweb-digital.de

Elementor Preise & Lizenzen

Elementor Preistabelle. Die preise starten bei 49 USD pro Jahr.
Der regulĂ€re Preis belĂ€uft sich auf $49 fĂŒr eine Einzelseite. FĂŒr Experts liegt der Einstiegspreis bei $199 pro Jahr.

Die Preise laden natĂŒrlich dazu ein, jetzt zuzuschlagen! Freelancer, die bis zu 25 Webseiten betreuen, sind ab 8 USD pro Jahr und Seite dabei. Hinsichtlich der fast ungebegrenzten FlexibilitĂ€t von Elementor sowie der sehr guten Pagespeed-Performance ist dieser Preis meines Erachtens unschlagbar. Auch gibt es zu Elementor eine sehr gute Dokumentation sowie viele verschiedene hochwertige Tutorials auf Youtube. Mit Elementor setzt man also auf das richtige Pferd!

GeneratePress Premium

Ich nutze die kostenpflichtige Version von GeneratePress auf all meinen Webseiten, da es fĂŒr mich der beste Kompromiss aus minimalistischem Design (maximaler Geschwindigkeit) und guter Anpassbarkeit ist.

Nicht benötigte Elemente können einfach deaktiviert werden, man kann globale Regeln mit Leichtigkeit einrichten. Also z.B ein gewisses Layout fĂŒr alle BlogbeitrĂ€ge.

Das Theme ist perfekt um Elementor zu benutzen, kann aber auch komplett ohne Pagebuilder nach Belieben angepasst werden.

Thrive Themes

Thrive Themes hat womöglich das umfassendste Paket. Es gibt quasi alles was man benötigt um eine Webseite und einen Funnel zu bauen.

Die Themepublisher bieten zu ihrem Theme einen Drag&Drop Pagebuilder an (ThriveArchitect) und haben unzÀhlige Plugins im Angebot.

Damit lassen sich also Landingpages, Webseiten und Shops bauen.

Der Preis ist allerdings recht happig, denn um alle Plugins nutzen zu können, muss man quasi die Thrive Membership kaufen, welche zwischen 20 und 70$ pro Monat kostet.

Ich habe es persönlich noch nicht ausgiebig getestet. Viele Leute schwören drauf und einige sagen es gÀbe zu viele Bugs, wenn man wirklich alles ausreizen will.

Aktuell lassen sie die Entwicklung etwas schleifen, bauen dafĂŒr ihren Onlinekurs-Bereich aber sehr stark aus.

Enfold

Dieses Theme hat es geschafft, trotz integriertem Pagebuilder ziemlich schnell zu sein. Enfold glĂ€nzt außerdem mit besonders großer Template-Auswahl.

Eine gute Integration fĂŒr WooCommerce ist ebenfalls gegeben. Neben der großen Auswahl an Themes hat Enfold auch viele Tutorials um das Beste aus dem Theme herauszuholen.

Fazit

Es gibt drei grundlegende Möglichkeiten:

  1. Ein schnelles Theme + Pagebuilder (Elementor)
  2. Theme mit integriertem Pagebuilder (KadenceWP)
  3. Theme ohne Pagebuilder, welches auf die jeweilige Nische zugeschnitten ist.

Empfehlungen zu Möglichkeit 1

Komplett kostenlos:
Teste GeneratePress / Neve / Hello Elementor / OceanWP und installiere dir Elementor dazu. Entscheide dich dann fĂŒr das Theme, was dir am meisten zusagt.

Da alle Themes kostenlos sind, hat man hier ja die Möglichkeit zu testen und ein GefĂŒhl fĂŒr die jeweilige NutzeroberflĂ€che zu bekommen.

Premium:
GeneratePress Premium / Astra + Elementor Pro

Empfehlung fĂŒr Option 2

Kostenlos: Optimizer

Premium: KadenceWP

Nicht empfehlen kann ich Divi, da es einfach nur langsamer ist als Thrive.

Meine Gewinnerkombination

Ich persönlich finde die erste Option die attraktivste. Sie ist super schnell, bietet sehr große Anpassungsmöglichkeit und ermöglicht es auch komplett kostenlos einzusteigen.

Daher nutze ich GeneratePress Premium + Elementor Pro fĂŒr alle meine Webseiten.

Noch ein Hinweis in eigener Sache. Die meisten der unten aufgefĂŒhrten Bezahl-Themes sind mit einem Affiliate-Link versehen. Quasi eine Art Dauerwerbeartikel. Wenn Sie also ĂŒber den Link ein Theme erwerben, bekommen wir ein paar Euronen ab. Danke schonmal dafĂŒr!

Die besten kostenlosen Themes

Da die kostenlosen Themes den Nutzer einschrÀnken, bietet es sich an Elementor zu verwenden. Dieser kostenlose Pagebuilder kann nÀmlich viele der durch das Theme gegebenen Restriktionen umgehen.

1 – GeneratePress

Der Entwickler Tom Usborne hat ein super schnelles, fĂŒr Pagebuilder ausgelegtes Theme geschaffen. In der kostenlosen Version hat man bereits allerhand Funktionen.

Es eignet sich super, um mit Elementor eine Webseite individuell zu gestalten. Es gibt eine Sitelibrary, welche dutzende Templates fĂŒr fertige Seiten beinhaltet.

Da Tom nur an diesem Projekt arbeitet, ist der Support herausragend. Auch ohne Premium kriegt man hier innerhalb von 24 Stunden Hilfe bei seinem Problem.

In meinem kleinen Speedtest hat es den zweiten Platz errungen.

2 – Neve

Neve ist ein Theme, das im Bereich Anpassbarkeit neue MaßstĂ€be setzt. Du kannst deinen Header und Footer komplett individuell gestalten.

Auch gibt es hier ein kostenloses Template, welches du in kurzer Zeit an deine BedĂŒrfnisse anpassen kannst.

Neben seiner Geschwindigkeit hat es auch noch Integrationen fĂŒr WooCommerce.

3 – Astra

Astra ist auch auf Pagebuilder ausgelegt. In der kostenlosen Version gibt es die grĂ¶ĂŸte Auswahl an Templates. Dank dieser kann hier in Kombination mit Elementor in wenigen Minuten das GrundgerĂŒst stehen.

Das Alleinstellungsmerkmal von Astra ist die Integration von LifterLMS und anderen Plugins zum managen von Onlinekursen.

Die Anpassbarkeit ist ebenfalls sehr gut. In der kostenlosen Version fehlen hier aber Anpassungen fĂŒr Blog, Layout und den Header.

4 – OceanWP

OceanWP ist nicht ohne Grund das beliebteste Theme. Die Anpassbarkeit bei diesem Theme ist von allen kostenlosen die Beste.

Farben, Schriftarten, AbstĂ€nde und vieles mehr sind individuell anpassbar, ohne sich eine Vollversion kaufen zu mĂŒssen. Die Ladezeiten sind immer noch recht gut.

Eine Premiumversion gibt es nicht, lediglich einige Plugins kosten Geld.

5 – Hello Elementor

Das Theme aus dem Hause Elementor, ist sehr minimalistisch gestaltet. Es soll die perfekte Basis sein, um schnelle und individuelle Seiten zu gestalten.

Damit es allerdings mit der Anpassbarkeit von OceanWP mithalten kann, wird dann eigentlich auch schon Elementor Pro benötigt.

In meinem kleinen Speedtest war es das Theme mit der schnellsten Ladezeit.

Dies liegt unter anderem daran, dass es nur dafĂŒr gemacht ist, Elementor einzubinden und meine Testseite nur aus einer Elementor-Seite bestand.

6 – Aino Theme und Blocks-Plugin

Art of Superflow. Vorschau des Aino Theme Block Editors.

Das Aino Theme besteht im Grund aus zwei Dingen: Zum einen das Theme selbst. Dazu gibt es noch das Blocks-Plugin, welches eine Reihe von Gutenberg – Blöcken und -Vorlagen mit sich bringt. Der zur Zeit vielleicht einfachste Einstieg in die Welt des Full Site Editings, das immer mehr zum Standard in WordPress wird. Dem Aino Theme ist auch eine eigene Seite gewidmet.

Was spricht gegen ein kostenloses Theme?

In den meisten FÀllen schrÀnkt die kostenlose Version den Nutzer in irgend einer Form ein.

Die Entwickler wollen ja auch Geld verdienen, deswegen ist es nur verstÀndlich, dass sie entweder den Funktionsumfang oder die Anpassbarkeit einschrÀnken.

Die folgende Liste, beinhaltet alle Themes, die dafĂŒr, dass sie kostenlos sind, mit besonders guter Performance und FunktionalitĂ€t glĂ€nzen.

Das WordPress Theme-Verzeichnis und die Invasion des stÀndig gleichen Mists

Ein Theme sie zu knechten, sie alle zu finden, ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden. Genau das beschreibt die Situation im offiziellen WordPress Theme-Verzeichnis. Es scheint nur noch ein Theme zu geben, das in stÀndig neuen Variationen wieder hochgeladen und vorgestellt wird. Aufgelockert wird das Verzeichnis zwischendurch mit Themes, die so hÀsslich sind, dass man Augenkrebs bekommen könnte.

Jeden Monat aufs Neue muss ich einen Artikel ĂŒber die zehn besten WordPress-Themes des Monats schreiben. Eigentlich liebe ich diesen Artikel, denn auch ich entdecke gern Neues und Aufregendes. Doch hier beginnt das Problem, denn aufregend ist der Artikel. Nicht, weil die Themes so toll wĂ€ren, sondern weil ich mich stĂ€ndig ĂŒber den immer gleichen Mist aufrege, der dort angeboten und hochgeladen wird. GefĂŒhlsmĂ€ĂŸig jeder Dritte fĂŒhlt sich heute dazu berufen, einen Premium-WordPress-Theme Provider zu grĂŒnden und Themes zum Verkauf anzubieten.

GrundsÀtzlich ist das kein Problem, denn Konkurrenz belebt bekanntlich das GeschÀft. Allerdings versuchen die »Theme-Provider« mit abgespeckten Versionen im öffentlichen Theme-Verzeichnis Kasse zu machen. Das geschieht mit einem Grund-Theme, das stÀndig verÀndert angeboten wird. Manchmal Àndern sich nur die Farben, manchmal werden andere Fonts verwendet oder die Startseite wird etwas anders aufgeteilt. Doch ein genauer Blick offenbart ein und dasselbe Theme in Variationen.

Ein Theme Immer Wieder AufgewÀrmt

NatĂŒrlich ist es aus der Sicht eines Unternehmens toll, wenn man eine Vorlage immer wieder neu erwĂ€rmen kann. Diese Variationen bietet man dann abgespeckt im offiziellen Theme-Verzeichnis an, erstellt noch eine Theme-Homepage dazu, die die vielen funktionellen Unterschiede zwischen der Lite- und der Vollversion deutlich macht und kassiert dann ab. Denn die unbedarften User wollen immer mehr Funktionen haben, auch wenn die Ladezeit dann jenseits von Gut und Böse ist.

Kriesi oder der Anfang vom Ende

Angefangen hat alles mit Entwicklern wie Kriesi, der seine Themes allerdings nur ĂŒber Themeforest zum Kauf anbietet. Keine Frage, auch Kriesi wĂ€rmt seine Themes immer wieder neu auf, trotzdem sehen sie immer unterschiedlich aus. Das ist ein großer Vorteil. Zudem sind seine Premium-Themes auch sehr liebevoll designt, sie sehen ĂŒberwiegend richtig gut aus. Trotzdem ist er ein Teil des Problems. Denn mit Themes wie seinem „Enfold“ begann die Entwicklungsflut der sogenannten »Multi-Purpose-Themes«, also der Themes fĂŒr viele Einsatzbereiche.

Aus zweierlei GrĂŒnden ist das schlecht fĂŒr die große WordPress-Community. Erstens werden nur noch Themes mit gefĂŒhlten 500 Funktionen entwickelt, die so viele CSS- und JavaScript-Dateien einbinden, dass einem schlecht werden kann. Doch anscheinend wollen die User das genau so haben. Das die Ladezeit darunter extrem leidet, sollte klar sein. Zweitens will jeder Mensch, der sich zum Theme-Entwickler berufen fĂŒhlt, auch so ein »Multi-Purpose-Theme« erstellen.

Ein Theme Kann Nicht Alles Sein

Das Grundlayout eines »Multi-Purpose-Themes« ist zumeist ein Business-Layout. Das muss nicht schlecht sein, denn viele Unternehmen wollen eine Website mit WordPress umsetzen. Doch ein finanziell potentes Unternehmen wird hierzu kein kostenloses Theme einsetzen, sondern ein speziell angepasstes und entwickeltes Template bevorzugen. Zudem legen die Entwickler der kostenfreien Themes ihren Fokus oftmals nur auf die Startseite, andere wichtige Elemente wie der Blog werden stiefmĂŒtterlich behandelt und sehen einfach schlecht aus. Es wird das schnelle Geld angestrebt und lange nicht so viel Entwicklungszeit in das Theme gesteckt, wie fĂŒr ein QualitĂ€tsprodukt nötig wĂ€re. Denn ein richtiges Theme fĂŒr viele Einsatzbereiche mĂŒsste folgendes hochqualitativ abdecken:

  • Eine spezielle und hoch anpassbare Startseite
  • Eine Â»Ăœber uns« Sektion
  • Ein Portfolio in mindestens drei Variationen
  • Ein liebevoll gestalteter Blog
  • Eine perfekte Kontaktseite inklusive Google-Maps
  • Einen perfekt gestalteten Shop (z.B. auf WooCommerce-Basis)
  • Alle Einstellungen sollten ĂŒber den Theme-Customizer von WordPress zugĂ€nglich sein

WĂŒrde man ein solches Theme von Grund auf entwickeln wollen, wĂŒrde man einige Monate investieren mĂŒssen. So viel Zeit haben die wenigsten Entwickler – schon gar nicht die 08/15-Entwickler, die ĂŒber kostenlose, abgespeckte Themes im offiziellen Verzeichnis Kasse machen möchten.

Da die Entwickler jedoch wissen, wie gut sich Themes wie „Enfold“ von Kriesi verkaufen, wollen auch sie ein StĂŒck vom Kuchen ergattern. Also wird die Business-Theme-Idee immer wieder neu aufgewĂ€rmt. Immer mehr dieser Themes kommen auf den Markt und in das offizielle Theme-Verzeichnis von WordPress. Die meisten dieser Themes sind zudem noch liederlich designt, einfach hĂ€sslich und unansehnlich. Man merkt sofort, dass keine Profis am Werk waren. Wenn schon das Äußere hĂ€sslich ist, wie soll dann erst die QualitĂ€t des Codes unter der Haube sein? Okay, ich gebe es zu, es interessiert mich nicht. Ich will es gar nicht wissen.

Ich HĂ€tte Da Mal Gerne Ein Theme Im Verzeichnis


Es existiert noch eine andere Gruppe »Theme-Entwickler«. Diejenigen, die PHP gerade einmal unfallfrei aussprechen können und die keinerlei Auge fĂŒrs Design besitzen. Auch sie möchten unbedingt ein Theme im Verzeichnis haben und »entwickeln« eines. Den Grundvoraussetzungen fĂŒr den Code genĂŒgen diese Themes, darauf achtet das Theme-Review-Team. Doch Grundvoraussetzungen heißt nicht, dass die Code-QualitĂ€t akzeptabel ist. Das bedeutet nur, dass sie nicht grottenschlecht ist. Zu erkennen sind diese Themes an einem Äußeren, das so abgrundtief hĂ€sslich ist, dass es sich bei einem nĂ€heren Blick fĂŒr alle Zeiten in die Netzhaut einbrennt.

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6 Kommentare

  1. habe euren Rat befolgt und als Beginner die Kostenfreien versionen probiert.
    Dank euch ist es leicht, sich richtig zu verhalten und dafĂŒr zu sorgen, das alles auch fĂŒr den Kunden richtig optimiert wurde.

    Danke und bis demnÀchst.
    Hab euch in meiner Favouritenliste !

  2. Hallo, welche Erweiterung / Plugin / Theme ist zu empfehlen fĂŒr eine große Galerie (ca 1000 Fotos)?

    Geht das auch mit GeneratePress Premium + Elementor Pro ?
    Oder bedarf es einer speziellen Erweiterung /theme?

    (Bin WP- Neuling vertraut mit html/css)
    Danke fĂŒr Tipps/Anregungen/Empfehlungen…

  3. Hallo Markus,

    vielen Dank fĂŒr den Artikel und die vielen Tipps.

    Ich persönlich setze auch sehr gerne Generate Premium als Theme fĂŒr meine WordPress-Seiten ein. Es nimmt mir einfach so viel Arbeit bei der Optimierung der Website Performance ab. Oft habe ich Werte von um die 90% bei PageSpeed Insights und das ganz ohne irgendwelche Anpassungen vorgenommen zu haben. Ein Traum 🙂

    Außerdem finde ich die Kombination des Themes mit dem Plugin GenerateBlocks sehr gelungen. GenerateBlocks liefert fĂŒr mich genau die richtigen Blocks fĂŒr Gutenberg, um richtig geile Layouts zu erstellen. Und das auch ohne die Verwendung eines PageBuilders. Ich liebe einfach den Container- und den Grid-Block. Die Einstellungsmöglichkeiten die man bei den beiden Blöcken hat, sollten die Gutenberg-Entwickler mal standardmĂ€ĂŸig fĂŒr die Blöcke Gruppe und Spalten ĂŒbernehmen.

    Welches kostenpflichtige Theme ich auch noch richtig super finde und welches mir hier in der Liste fehlt, ist das Genesis-Framework. Kennst du das? Das ist jetzt nicht unbedingt was fĂŒr Einsteiger, sondern aus meiner Sicht eher fĂŒr Entwickler geeignet, aber von der Performance und QualitĂ€t des Codes einfach genial.

    Viele GrĂŒĂŸe
    Enrico

  4. Ich wĂŒrde hier noch gerne das sehr leichtgewichtige und Gutenberg-kompatible Theme „WP Olympus“ von einem der frĂŒheren Lead-Developer von OceanWP in’s Spiel bringen: wpolympus.com

    Dieses kommt ebenfalls mit einer eigenen, schlanken Block-Bibliothek, kann mit WooCommerce gut umgehen. Es steht in meinen Augen sowohl im Wettbewerb zu GeneratePress als auch Kadence und bietet ebenfalls eine Pro-Version mit einer Lifetime-Lizenz.

  5. Ausgezeichnete Arbeit, Markus. Es wĂŒrde eurem Beitrag jedoch zusĂ€tzlich bereichern, wenn ihr den Bricks Builder in eure Überlegungen mit einbeziehen wĂŒrdet. Bisher habe ich kein Theme entdeckt, das in den Kategorien Front- und Backend-Performance, Barrierefreiheit, Best Practices und SEO – insbesondere bei den Core Web Vitals – Bricks das Wasser reichen kann. Vor allem das Preis-Leistungs-VerhĂ€ltnis dieses Themes sticht heraus.

    NĂ€here Informationen dazu findet ihr hier: https://web-bastler.at/bricks-builder/

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