beitragsbild mit der aufschrift Custom-Post-Types.

WordPress: Was sind Custom Post Types?

WordPress ist das beliebteste Content-Management-System der Welt, weil es extrem anpassbar und flexibel ist. Grundsätzlich ist alles denkbare auch machbar, wobei die Funktion der Custom Post Types eine Art ist, mit WordPress das zu erreichen, was erreicht werden soll.

Was genau sind Custom Post Types?

WordPress ist das beliebteste Content-Management-System der Welt, weil es extrem anpassbar und flexibel ist. Grundsätzlich ist alles denkbare auch machbar. Hier kommen die Custom Post Types und Custom Fields ins Spiel.

Custom Post Types sind besonders nützlich, um Inhalte zu verwalten, die nicht in die Standardkategorien von WordPress passen. Sie werden oft mit spezifischen Custom Fields (benutzerdefinierten Feldern) und Taxonomien kombiniert, um eine detaillierte Inhaltsverwaltung zu ermöglichen.

Referenzen der Agentur huks.digital.
Beispiel für die Referenzen der Agentur huks.digital hier auf drweb.de

Beispiel: Eine WordPress-Agentur präsentiert auf ihrer Website ein Portfolio. Dazu legt sie einen Custom Post Type “Projekte” an, um verschiedene Referenzen hinzuzufügen und zu bearbeiten. Jedes Projekt enthält Informationen wie Projektbeschreibung, Kunde, Dienstleistungen, Projektbilder und Testimonials. Die Projekt sind der Custom Post Type und die Felder für Projektbeschreibung, Kunde, Dienstleistungen usw. sind die Custom Fields.

Ja, ich möchte professionellen Support für meine WordPress-Website

Das brauche ich

Serienmäßig kommt WordPress bereits mit einigen Post Types daher, zu nennen wären:

Serienmäßig kommt WordPress bereits mit einigen Post Types daher, zu nennen wären:

  • Post (Post Type: ‘post’)
  • Page (Post Type: ‘page’)
  • Attachment (Post Type: ‘attachment’)
  • Revision (Post Type: ‘revision’)
  • Navigation menu (Post Type: ‘nav_menu_item’)

Ein Custom Post Type ist also nicht mehr als eine Erweiterung, eine weiterer Bereich, um etwas zu posten. Dabei ist ein Custom Post Type nicht auf eine spezielle Inhaltsart, wie eine statische Seite oder einen dynamischen Blogpost festgelegt. Ein Custom Post Type kann also jede Art von Inhalt darstellen, auch wenn die Darstellung statischen Inhalts nicht viel Sinn ergeben würde, da Seiten hierfür wesentlich besser geeignet wären.

Besonders gut jedoch eignet sich der Custom Post Type für einen weiteren, dynamischen (neben den Blogartikeln) Inhaltsbereich. Ein idealer Einsatzbereich wäre zum Beispiel die Integration eines Portfolios in ein Theme. Ein Portfolio ist dynamisch, es werden von Zeit zu Zeit weitere Einträge angelegt. Auch wenn ein Portfolio anders aussieht, es verhält sich dynamisch wie ein Blog.

Custom Taxonomies

Custom Taxonomies sind sozusagen eine Unterfunktion der Custom Post Types. Sie sorgen dafür, dass Custom Post Types kategorisiert und mit Schlagworten versehen werden können. Es sind Kategorien und / oder Tags für die WordPress Custom Post Types. Das Erstellen der Custom Taxonomies geht recht leicht, wir werden weiter unten darauf zurückkommen. Allerdings sind Custom Taxonomies noch viel umfassender und vielseitiger als dieser Artikel aufzuzeigen vermag. Damit beschäftige ich mich in einem zukünftigen Beitrag.

Custom Post Types im praktischen Einsatz

Mit Hilfe der WordPress Custom Post Types wird es dir recht leicht fallen, ein funktionelles Portfolio anzulegen. Gehen wir die nötigen Schritte einmal zusammen durch:

Custom Post Type registrieren

Füge den folgenden Code an das Ende der functions.php deines Themes (wp-content/themes/ihr Theme).

/** Registration unseres Custom Post Types "Portfolio" **/
function ah_custom_post_type() {
$labels = array(
'name' => 'Portfolio Einträge',
'singular_name' => 'Portfolio',
'menu_name' => 'Portfolio',
'parent_item_colon' => '',
'all_items' => 'Alle Einträge',
'view_item' => 'Eintrag ansehen',
'add_new_item' => 'Neuer Eintrag',
'add_new' => 'Hinzufügen',
'edit_item' => 'Eintrag bearbeiten',
'update_item' => 'Update Eintrag',
'search_items' => '',
'not_found' => '',
'not_found_in_trash' => '',
); $rewrite = array(
'slug' => 'portfolio',
'with_front' => true,
'pages' => true,
'feeds' => true,
); $args = array(
'labels' => $labels, 'supports' => array( 'title', 'editor', 'excerpt', 'thumbnail', 'comments', 'trackbacks',
), 'taxonomies' => array( 'category', 'post_tag' ), 'hierarchical' => false, 'public' => true,
'show_ui' => true,
'show_in_menu' => true,
'show_in_nav_menus' => true,
'show_in_admin_bar' => true,
'menu_position' => 5, 'can_export' => false, 'has_archive' => true,
'exclude_from_search' => false, 'publicly_queryable' => true,
'rewrite' => $rewrite, 'capability_type' => 'page',
); register_post_type( 'portfolio',
$args ); }
// Hook into the 'init' action
add_action( 'init', 'ah_custom_post_type', 0 );

Ein paar Worte zum Code

Der oberste Abschnitt bis hin zum $rewrite kümmert sich um das erweiterte Admin-Menü. Der weitere, mittlere, Teil sorgt für den Permalink mit dem Slug „portfolio“. Der untere Teil des Codes legt fest, welche Einzelteile unterstützt werden, wie zum Beispiel Titel, Editor, Excerpt, Beitragsbild und Kommentare.

Dein WordPress-Administrationsbereich zeigt dir nun den neuen Menüpunkt „Portfolio“, ebenso die Untermenü Punkte „Kategorien“ und „Schlagworte“.

Der neue WordPress-Admin Menüpunkt Portfolio
Um nun mit dem Portfolio arbeiten zu können, braucht es noch etwas mehr als diesen positiv angelegten Menüpunkt. Wir müssen noch Templates erstellen, um das Portfolio korrekt im WordPress-Theme anzuzeigen.

Nötige Templates für den Custom Post Type

Die WordPress Template Engine wird die Templates für diesen Post Type automatisch erkennen, wenn sie im Format single-posttype.php für den einzelnen Post und archive-posttype.php für die Übersichtsseite vorliegen. Je nachdem, wie umfangreich dein Projekt werden soll, musst du nun ein bis zwei Templates erstellen, eines nennst du single-portfolio.php und eines archive-portfolio.php.

In diesem Beispiel legen wir nun das Template archive-portfolio.php an, um die Portfolio-Einträge alle auf einer Seite zu zeigen.

Custom Post Type anzeigen

Erstelle mit dem Editor deiner Wahl eine neue leere Seite und nenne sie archive-portfolio.php. Kopiere nun den Inhalt deiner page.php (oder auch der index.php) in dieses neu angelegte Template. Ersetze anschliessend die Beschreibung des Templates mit folgendem:

<?php
 /**
 * Template Name: Archive Portfolio Template
 */

Nun ist es wichtig, dem Template mitzuteilen, welche Art von Inhalt angezeigt werden soll. Hierzu platziere oberhalb des Loop folgenden Code:

<?php query_posts(array('post_type'=>'portfolio')); ?>

Die archive-portfolio.php

Wichtig zu wissen

Bitte gehe nun zum Menüpunkt „Einstellungen => Permalinks“ und speichere deine Permalinks einmal erneut ab. Tust du das nicht, so wird es beim Aufruf von www.ihre-seite.de/portfolio/ höchstwahrscheinlich einen 404-Fehler geben. Nach dem erneuten Abspeichern der Permalinks kann die Seite ohne Probleme aufgerufen werden.

Ein Portfolio Eintrag
Da die Seite „Portfolio“ physisch nicht vorhanden ist (aber problemlos aufgerufen werden kann), sollte man diesen Menüpunkt händisch über die Funktion „Links“ aufsetzen.

Menüpunkt händisch hinzufügen
Alternativ kann man auch eine neue, leere Seite mit dem Titel Portfolio anlegen und das Template „Archive Portfolio Template“ auswählen. Damit wurde der nötige Menüpunkt automatisch generiert:

Den Menüpunkt Portfolio generieren

Fazit

Mit Custom Post Types ist es sehr leicht, die normale WordPress-Funktionalität um weitere Bereiche zu ergänzen. Grundsätzlich sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Sogar sehr umfangreiche Aufgaben können hiermit gelöst werden. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Website des Premium WordPress-Theme-Providers WooThemes.com, der dortige Menüpunkt „Themes“ wurde genauso – wenn auch sehr viel komplizierter – umgesetzt.

(Beitragsbild: Depositphotos)

Wie hilfreich fanden Sie diese Seite?

Durchschnittliche Bewertung 4.5 / 5. Anzahl Bewertungen: 2

Ähnliche Beiträge

14 Kommentare

  1. Ich würde hier noch etwas ergänzen und korrigieren.
    Ergänzung ich würde den Post_Type niemals „portfolio“ nennen – sondern immer mit einem Präfix arbeiten z.B. „themename_portfolio“.
    Falls es schon eine Seite Portfolio gibt oder die von jemanden erstellt wird, funktioniert die Archivseite dieses Post Types nicht mehr richtig. Und es kommt eine Error 404.
    Korrektur: Interne Links manuell setzen ist immer etwas doof. Weil dann z.B. der aktive Menüpunkt nicht richtig markiert wird, Man kann auch Archivseiten über den Menüeditor verlinken (auch wenn etwas versteckt). Im Menüeditor links „Portfolio“ wählen und dort „Alle Einträge anzeigen“ auswählen – dies generiert den Link zum Archiv.

  2. Ich hätte in meinem Blog gerne einen eigenen Beitragstyp für Reviews (z.B. von Produkten oder Hotels). Diese Reviews sollen ganz normal im Blog erscheinen und sich verhalten, wie normale Blog-Artikel. Sie sollen allerdings am Ende eine zusätzliche Box enthalten, in der eine Sternebewertung und ein paar Metadaten ausgegeben werden.
    Ich habe bereits ein Plug-In mit einer Metabox und einigen Custom Fields entwickelt.
    Nun stellt sich mir die Frage, wie ich WordPress den Beitragstyp ‚Review‘ beibringt. Custom Post Types erscheinen mir nicht der richtige Weg, wenn dann ein eigener Administrationsbereich dafür erscheint und die Beiträge nicht im „normalen“ Blog erscheinen. Ich hatte mir Post Formats angeschaut, aber auch das scheint der falsche Weg. Hier gibt es nur einen Satz vordefinierter Formate – und eben keine Reviews.
    Was wäre der beste Weg, um Varianten von Blog Posts zu implementieren, die sich nur dadurch von normalen Blog Posts unterscheiden, dass sie im Adminbereich eine zusätzliche Metabox anzeigen und im Blog eine zusätzliche Box mit einer Bewertung ausgeben?

  3. Super Tutorial, für mich allerdings noch was schwierig zu verstehen. Gibt es denn irgendwo ein Videotutorial oder ein Buch welches mir da weiterhilft? Google hab ich bereits erfolglos durchsucht. Am besten auf Deutsch.

  4. Hallo,
    schöner Artikel, aber mir erschließt sich der Sinn noch nicht ganz. Außer das es einen neuen Menüpunkt gibt im Backend ist es doch nur ein ganz normaler Post. Warum dann der Aufwand? Man kann doch eine Kategorie Portfolio anlegen und alle Beiträge dort ausgeben.
    Welchen Vorteil bzw. Mehrwert hat man denn hier? Kann man noch weitere zusätzliche FElder hinzufügen?

  5. Mal eine dumme Frage:

    Trägt man so einen Code wirklich in die function.php ein? Ist das dann nicht so, dass ein Update des Themes den Code löschen kann?

  6. Guten Tag! Das war ein sehr hilfreicher und informativer Blogartikel. Vielen Dank dafür. Viele Grüße aus Köln

  7. Hallo, vielen Dank für diesen tollen und informativen Beitrag.
    Wie kann ich zusäztlich die Custom Fields im Beitrag ausgeben im Template?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert