Mobile Geräte in Unternehmen: Was müssen Chefs und Mitarbeiter beachten?

Michael Dobler
Autor Dr. Web
5 Min. Lesezeit
Mobile Geräte in Unternehmen: Was müssen Chefs und Mitarbeiter beachten?

Als Unternehmer mit Angestellten spielen mobile Geräte im Team eine wichtige Rolle. Ihr Team arbeitet mit Laptops, Smartphones und Tablets, die besonderen Schutz benötigen und immer einsatzfähig sein müssen. Nicht nur auf Führungsebene müssen Sie Maßnahmen ergreifen, auch Ihre Mitarbeiter sollten entsprechend geschult sein und sorgfältig mit den Geräten umgehen.

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Mobilgeräteverwaltung im Unternehmen sicher gestalten

Ein Smartphone mit einem leuchtend blauen Schutzschildsymbol auf dem Display
MDM-Software ermöglicht zentrale Verwaltung aller Unternehmens-Smartphones über eine Konsole und sichert die Kontrolle mehrerer Android-Geräte

Je mehr Geräte Sie verwalten, desto wichtiger ist die Kontrolle. Sind in Ihrem Unternehmen fünf Smartphones mit Android aktiv und werden von unterschiedlichen Mitarbeitern genutzt, sollten Sie herausfinden, welches die beste MDM-Software für Android ist und sie auf allen Geräten installieren.

Das System erlaubt es Ihnen, alle im Unternehmen genutzten Mobilgeräte über eine Konsole zu verwalten. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Mitarbeiter im Büro, auf Geschäftsreise oder im Homeoffice aktiv sind.

Durch Android MDM können Sie Sicherheitsrichtlinien einheitlich definieren und auf Knopfdruck auf weitere Geräte ausrollen. Damit legen Sie fest, welche Apps installierbar sind, welche Sicherheitsstandards für den Zugriff aufs Firmennetzwerk gelten und wer sie nutzen darf.

Verlässt ein Mitarbeiter die Firma oder geht das Gerät verloren, können Sie den Zugang zu den geschäftlichen Daten sofort sperren lassen, ohne dass Sie physischen Zugriff auf die Hardware benötigen.

Sichere Passwörter auf allen Geräten erzwingen

Metallschloss mit einem leuchtend blauen Fingerabdruck auf weißem Hintergrund
123456 führte 2024 die deutsche Hitliste der schlechtesten Passwörter an — biometrische Verfahren schlagen jede Buchstabenkombination.

Schon ein Blick auf die am häufigsten genutzten Passwörter in Deutschland zeigt, dass es um das Sicherheitsempfinden vieler Menschen immer noch schlecht bestellt ist. Der Faktor Mensch ist auch im Unternehmenskontext ein Problem, denn ein ungeschütztes Smartphone oder ein Laptop mit einem trivialen Passwort öffnet Tür und Tor für unbefugte Zugriffe.

Als Chef ist es Ihre Aufgabe, technische Barrieren einzurichten und die Verwendung von sicheren Passwörtern zu erzwingen. Für Recht und Sicherheit im Unternehmen sind Sie persönlich verantwortlich. Was Ihre Mitarbeiter falsch machen, haftet Ihnen an.

Moderne Verwaltungssysteme erlauben es Ihnen, Mindestanforderungen an die Komplexität und Länge des Passworts festzulegen. Aktivieren Sie außerdem biometrische Verfahren wie den Fingerabdruck als zusätzliche Sicherheitsebene.

Steuerung von Updates und Installation über eine zentrale Unternehmens-App

Graues, quadratisches 3D-App-Icon mit leuchtend blauem Pfeil-Kreis-Symbol auf weißem Grund
Ein zentraler Unternehmens-App-Store verteilt Sicherheitspatches in Minuten, manuelle Update-Routinen brauchen Wochen.

Sind Betriebssysteme oder Apps veraltet, entsteht eine Bedrohung. Mitarbeiter neigen dazu, Updates aufzuschieben, weil sie im Arbeitsalltag nerven. Um das zu verhindern, sollte die Steuerung von Updates und die Installation von Software über eine zentrale Unternehmens-App funktionieren.

Über diesen internen App-Store ist sicherzustellen, dass nur geprüfte und für den Unternehmenseinsatz freigegebene Anwendungen auf den Geräten landen. Gleichzeitig haben Sie die Möglichkeit, kritische Sicherheitsupdates zentral zu steuern und deren Installation zu erzwingen. Damit entlasten Sie nicht nur die IT-Abteilung, sondern stellen auch sicher, dass alle Teammitglieder auf demselben Softwarestand sind.

Möglichkeiten der Fernwartung zur Sicherung

Flaches Tablet mit schwarzem Display und blauen Funkwellen auf weißem Hintergrund
Ein Fernlöschbefehl wirkt in Sekunden, auch dann, wenn das verlorene Tablet schon in fremden Händen liegt.

Kommt es trotz aller Vorsicht zu technischen Problemen oder einem sicherheitsrelevanten Vorfall, müssen Sie schnell handeln. Möglichkeiten der Fernwartung sind dabei wichtig, um die Handlungsfähigkeit auch bei remote arbeitenden Mitarbeitern zu behalten. Der Techniker kann sich aus der Ferne auf die Geräte einloggen und Fehler korrigieren oder Schadsoftware isolieren.

Über die Fernlöschfunktion haben Sie bei verloren gegangenen Geräten die Chance, mit einem Befehl alle Daten zu löschen. Damit schützen Sie das Unternehmen vor einem Reputationsverlust und finanziellen Schäden, weil im Verlustfall keine sensiblen Daten in die falschen Hände geraten. Auch für Ihre Mitarbeiter ist es eine Entlastung zu wissen, dass im Notfall noch eine Sicherheitsmethode vorhanden ist.

Häufige Fragen rund um mobile Geräte im Unternehmen

Eine weiße, glänzende 3D-Sprechblase mit einem leuchtend blauen Fragezeichen darauf
Sechs Fragen, sechs Antworten, der Schnellzugriff auf alles Wichtige rund um mobile Geräte im Unternehmen.

Was ist Mobile Device Management überhaupt?

Eine MDM-Software bündelt die Verwaltung sämtlicher dienstlich genutzter Smartphones, Tablets und Laptops in einer einzigen Konsole. Die Software verteilt Apps, erzwingt Sicherheitsrichtlinien, überwacht den Update-Stand und kann verlorene Geräte aus der Ferne sperren oder löschen. Ab etwa fünf mobilen Endgeräten lohnt sich der Einsatz fast immer.

Brauchen kleine Unternehmen wirklich eine MDM-Lösung?

Sobald drei bis fünf mobile Endgeräte mit Firmendaten in Berührung kommen, übersteigt der manuelle Verwaltungsaufwand jeden Nutzen. Eine MDM-Lösung kostet pro Gerät und Monat meist im einstelligen Euro-Bereich und liegt damit deutlich unter den Folgekosten eines einzigen Datenschutzvorfalls nach DSGVO.

Worin unterscheiden sich BYOD und Diensthandy?

Bei BYOD (Bring Your Own Device) nutzt der Mitarbeiter sein privates Gerät auch beruflich. Beim Diensthandy gehört das Gerät dem Unternehmen. Moderne MDM-Software trennt in beiden Fällen den geschäftlichen vom privaten Bereich strikt ab, sodass private Fotos oder Apps nicht in die Konsole laufen.

Wer haftet, wenn ein Firmenhandy verloren geht und Daten gestohlen werden?

Der Geschäftsführer trägt die Verantwortung für die Datensicherheit im Unternehmen und kann bei DSGVO-Verstößen persönlich in Anspruch genommen werden. Eine dokumentierte MDM-Strategie mit Fernlöschung weist nach, dass technisch alles Zumutbare unternommen wurde, und entlastet im Haftungsfall erheblich.

Wie schnell lässt sich ein verlorenes Smartphone aus der Ferne löschen?

Sobald das Gerät online geht, dauert der Fernlöschbefehl wenige Sekunden. Bei dauerhaft offline geschalteten Geräten greift der Befehl erst beim nächsten Netzkontakt. Aus diesem Grund ist ein zusätzliches starkes Geräte-Passwort die zweite Verteidigungslinie, die niemals fehlen darf.

Welche Daten werden bei der Fernlöschung tatsächlich entfernt?

Eine vollständige Fernlöschung setzt das Gerät auf Werkszustand zurück. Bei BYOD-Geräten löscht die MDM-Software in der Regel nur den geschäftlichen Container, sodass private Fotos, Kontakte und Apps erhalten bleiben. Welche Variante greift, hängt von der vorab festgelegten Richtlinie ab.

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Michael Dobler
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Ich bin der Herausgeber von Dr. Web. Um praxisfit zu bleiben, unterstütze ich darüber hinaus Kunden bei der digitalen Kundengewinnung und Kundenbindung. Erste eigene Gehversuche im Internet unternahm ich 1999 mit einem Kinomagazin. Nach 15 Jahren in Lohn und Brot, u.a. als Projektmanager für digitale Medien, machte ich mich schließlich Ende 2005 selbständig. Das war die beste berufliche Entscheidung meines Lebens.
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