Die Bose-Cloud ist seit dem 6. Mai 2026 tot, der teure SoundTouch-Lautsprecher seitdem für viele Besitzer nur noch eine Bluetooth-Box. Eine Drittanbieter-App namens Bosman holt Internetradio, Presets und Multiroom-Steuerung zurück. Für knapp 20 Euro im Jahr, ohne eigenen Server, ohne Bastelei.
drweb.de als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügenQualitätsgeprüfte Inhalte direkt in Google News & DiscoverJetzt hinzufügenKommt Ihnen das bekannt vor? Eine Bose SoundTouch App Alternative suchen Tausende Besitzer seit Wochen, weil die Lautsprecher mit der Cloud-Abschaltung am 6. Mai 2026 die Hälfte ihrer Funktionen verloren haben. In der Kommentarspalte unseres Erstartikels und auf Trustpilot wird seitdem laut nach einer Lösung gerufen. Eine gibt es jetzt, und sie kommt aus Deutschland.
Bosman: So streamt Ihre Bose SoundTouch wieder
Das Wichtigste in Kürze
- Die Bosman-App der Kambrium Software GmbH ersetzt die abgeschalteten Cloud-Funktionen der Bose-SoundTouch-Lautsprecher
- Internetradio, Presets, Multiroom-Zonen und der Stereo-Modus für zwei SoundTouch 10 funktionieren wieder
- Kostenpunkt: rund 2 Euro pro Monat oder etwa 20 Euro pro Jahr nach 30 Tagen Probezeit
- Spotify, Amazon Music und Deezer bleiben außen vor und laufen weiter über Spotify Connect, AirPlay oder Bluetooth
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Was kann Bosman wirklich?

Die App nutzt die offizielle Soundtouch-Web-API, die Bose Anfang 2026 als Reaktion auf den Shitstorm öffentlich dokumentiert hat. Damit steuert Bosman alle SoundTouch-Geräte lokal im WLAN. Internetradio läuft über den Radio-Browser-Dienst mit Tausenden Sendern, sechs Presets pro Lautsprecher, Multiroom-Gruppen, Zonen-Management und der Stereo-Modus für zwei gekoppelte SoundTouch 10. Unterstützt werden laut Hersteller alle Modelle der Reihe, einschließlich SoundTouch 10, 20, 30, der Portable-Serie und des SA-5-Verstärkers.
DLNA-Medienserver lassen sich durchsuchen und Inhalte direkt abspielen. Das war in der alten SoundTouch-App ein wackliger Punkt, der hier endlich solide funktioniert. Telemetriedaten, die die Lautsprecher weiterhin senden, ignoriert der Bosman-Server nach Angaben des Anbieters und speichert sie nicht.
So richten Sie Bosman in fünf Minuten ein

Installation: Die App liegt im Apple App Store und bei Google Play unter dem Namen Bosman SoundTouch Remote. Nach dem ersten Start sucht sie automatisch per SSDP nach allen SoundTouch-Geräten im lokalen Netzwerk. Bei ungewöhnlichen Netzwerk-Setups lässt sich die IP-Adresse manuell eintragen.
Konfiguration: Die Geräte erscheinen mit Online-Status in einer Übersicht. Pro Lautsprecher lassen sich die sechs Preset-Tasten neu belegen, etwa mit Internetradio-Sendern oder Inhalten vom DLNA-Server. Zwei SoundTouch 10 koppelt der Stereo-Modus zu einem linken und rechten Kanal.
Account und Family Sharing: Quellen sind an einen Bosman-Account gebunden und stehen geräteübergreifend bereit. Seit Version 1.7.0 funktioniert auf iOS auch das Apple Family Sharing.
Kosten: Die ersten 30 Tage sind kostenlos. Danach gelten die Preise aus dem jeweiligen App Store, in Deutschland rund 1,99 Euro pro Monat oder 19,99 Euro pro Jahr (Stand Mai 2026, je nach Region variabel).
Bosman beweist, was Bose hätte tun können. Die API war längst da. Statt sie zu nutzen, hat ein deutscher Drittanbieter die Lücke geschlossen, die der Hersteller selbst gerissen hat.
— Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web
Was bleibt offen?

Stand Mai 2026 fehlt die Direkt-Integration der großen Streaming-Dienste. Spotify-Playlists laufen weiter über Spotify Connect, Amazon Music und Deezer nur über AirPlay oder Bluetooth. Außerdem befindet sich Bosman noch in der Beta, Garantien für Migrationen oder Setup-Änderungen gibt der Anbieter nicht. Bei Bedarf an Spotify-Integration in der App selbst bleibt nur das Warten oder der Griff zu Open-Source-Alternativen wie SoundCork oder Bose-SoundTouch-Hybrid-2026, die im Beitrag zur Bose-Rechtslage bereits eingeordnet sind.
Bemerkenswert ist die Größenordnung. Mit rund 110 Downloads pro Tag im Mai 2026 ist Bosman aktuell die wichtigste Mainstream-Rettung für die SoundTouch-Geräteflotte. Strukturell ähnelt das Muster dem Microsoft-Ausstieg von Kärcher: Wenn der Hersteller die Plattform aufgibt, übernehmen Drittanbieter oder die Community, sofern die Schnittstellen offen genug sind.
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2 Kommentare
hallo, wie verbindet man Alexa mit der Bosman App?
Hallo,
Alexa kann aktuell leider noch nicht direkt mit der Bosman App verbunden werden. Einen Bosman Alexa Skill gibt es derzeit noch nicht.
Wir vermissen diese Funktion selbst auch und haben sie auf unserer Wunschliste, können aber noch nicht sagen, ob und wann wir sie umsetzen können.
Viele Grüße
Bosman Support