Kalender Apps: die 9 besten Kalender im Test (2020)

Facebook
XING
Twitter
Zeitplanung ist unabdingbar. Mindestens einen Kalender benötigt man daher auf jeden Fall. Digital sollte er sein, damit man als Webworker oder Digitalnomade die Organisation der eigenen endlichen Zeit ortsunabhängig und auf verschiedenen Geräten abwickeln kann.
. . . Reklame

Möchten Sie ihr Geld in der WordPress-Welt verdienen? Dann bietet sich anstatt eines HTML-Editors der Einsatz eines Page Builders wie Elementor an. Mit diesem Tool werden Sie das Ziel professionelle Websites zu erstellen wesentlich schneller erreichen.

. . .

Termine und Aufgaben auf jedem Arbeitsgerät synchronisieren, das wünscht man sich doch von einem plattformübergreifenden Kalender. Mac-User haben es dabei leicht, denn die Apple-Betriebssysteme sorgen eigenständig dafür. Doch auch für Windows und Android gibt es mittlerweile gute und durchdachte Lösungen. Heute stelle ich ihnen eine ganze Palette plattformübergreifender Lösungen vor, damit man immer organisiert bleibt und keinen Termin verpasst.

Die Anforderungen an eine gute Kalender- / Taskmanager-Lösung

In der heutigen Zeit arbeitet der durchschnittliche Digitalworker nicht mehr nur an einem Gerät, sondern es werden neben dem Computer oder Notebook auch Smartphones oder Tablets genutzt. Die erste und wichtigste Anforderung ist also eine zügige und verlässliche Synchronisation der Termine und Aufgaben über alle verwendeten Geräte. Ebenso wichtig ist eine klare und übersichtliche Struktur. Man muss sich gut zurechtfinden. Zudem könnte es nicht schaden, wenn die Möglichkeit besteht, mit anderen Termine zu teilen.

Unter diesen Gesichtspunkten haben wir uns einige Lösungen angeschaut. Hier sind die Ergebnisse:

Microsoft Outlook

Outlook.com - Microsoft Corporation

Microsoft Outlook existiert seit gut zwanzig Jahren und war stets kostenpflichtig. Man kann es entweder für 149 Euro kaufen oder im Rahmen der Office365-Reihe für 69 EUR pro Jahr mieten. In diesem Fall kann man alle Office-Produkte nutzen kann und auch noch einen Terabyte Onlinespeicherplatz auf OneDrive bekommen.

Anzeige

Will man jedoch kein Geld ausgeben, so kann man die Outlook-Web-App ebenso verwenden, wie die mobilen Apps, die es für Android und iOS, wie auch Windows-Smartphones gibt. Outlook integriert auf Wunsch Mac- und Google-Kalender, so dass man eine Art Nachrichten- und Terminzentrale aufbauen kann, die übers Web und über ihre mobilen Geräte funktioniert.


Tipp: Wer Kontakte und Kalender zwischen Gmail und Google Kalender und Office 365 synchronisieren möchte, für den hat der Entwickler Andreas Ulbricht ein Tool kreiert.


Smartphone - Funktionstelefon
Microsoft Outlook für iOS und Android.

Unter iOS setze ich Outlook vor allem wegen seiner Fähigkeit, in relevante und sonstige Nachrichten zu unterscheiden ein. Für sonstige Nachrichten habe ich die Benachrichtigungen abgeschaltet, so dass iOS mich nur über den Eingang relevanter Mails unterrichtet. Im anderen Falle, also mit der iOS Mail-App, hätte ich alle paar Minuten eine Benachrichtigung. Nervig.

Microsoft Outlook: Web-App
Microsoft Outlook: Web-App

Outlook bietet selbst in der kostenlosen Variante genügend Komfort und Synchronisationsmöglichkeiten, um auch gehobeneren Ansprüchen gerecht zu werden. Wenn man übrigens zudem eine Desktopvariante benötigt, um auf die Daten zuzugreifen, kann man unter macOS einfach die bordeigenen Programme nehmen. Unter Windows verwendet man die Mail-App und startet von dort aus im Bedarfsfalle die Kalender-App. Das funktioniert alles völlig reibungslos.

. . . Reklame

Schnelle Ladezeiten sind absolut wichtig. Google und der Leser honorieren das. Mit GeneratePress machen Sie Ihre WordPress-Website zum Rennboliden. Jetzt kostenlos installieren.

. . .

Wunderlist

Wunderlist - Microsoft zu tun
Wunderlist wird im Mai 2020 komplett abgeschaltet. Eine Synchronisation der To-dos wird es danach nicht mehr geben.

Wo wir schon bei Microsoft sind, können wir gleich noch Wunderlist als plattformübergreifende Taskmanager-Lösung mit betrachten. Wunderlist wurde vom Konzern aus Redmond verschlungen und wird im Mai 2020 final abgeschaltet.

Alle Tasks können zwar mit einem „Klick“ nach Microsoft To-do migriert werden. Jedoch sieht man immer wieder vereinzelte Beschwerden von Nutzern, was die neue Migration nach To-do betrifft:

Logo - Marke

Wunderlist jedenfalls konnte von Beginn an durch seine extrem breite Plattformunterstützung und Schnelligkeit glänzen. Bye-bye Wunderlist!


Microsoft To-Do

Berliner Fernsehturm - Wunderlist
Die Microsoft To-Do App. (Screenshot: Dr. Web)

Microsoft To-do ist ein schick aussehender Aufgabenplaner. Auch vier Jahre nach der Wunderlist-Übernahme durch Microsoft kann der designierte Nachfolger namens To-Do nur ein Teil von dem, was Wunderlist in Meisterschaft vollführt hatte:

. . . Reklame

Unzufrieden mit dem Hoster, oder neue Website am Start? Setzen Sie auf Kinsta, dem Managed Hosting Provider. Kostenlose Demo.

. . .
  • Die Synchronisation zwischen der Desktop-Version (auf macOS) und der iOS-Version läuft unzuverlässig und zeitlich stark versetzt.
  • Bei geteilten Listen geht keine Benachrichtigung ein, wenn eine Aufgabe erledigt wurde (was bei Wunderlist Standard war)
  • To-do vermischt offene und erledigte Aufgaben. Eine Sortieferunktion wie bei Wunderlist gibt es nicht, es entsteht Chaos.
  • Es fehlen Fälligkeitsdaten (Deadlines), der Wochentag oder das Datum kann nicht direkt in das Aufgabenfeld beim Erstellen der Aufgabe definiert werden.
  • Es gibt keine WatchOS-App.
  • Es gibt kein Teilen-Menü, das Teilen von Aufgaben wird erschwert

Alles in allem sieht die App zwar gut aus. Was die Funktionalitäten betrifft, kann sie aber nach wie vor Wunderlist bei weitem nicht das Wasser reichen.

Zur Ehrenrettung muss gesagt werden, dass es neben der Web-App und jenen für Android und iOS inzwischen eine native App für Windows 10 gibt. Das ist alles im Grunde recht vielversprechend, nur halten tut To-Do leistungsmäßig bislang nichts davon.

To-Do ist aktuell kostenlos nutzbar, wird aber vermutlich über kurz oder lang Teil des Mietangebots von Office 365 werden.


Google Kalender

Der Kalender von Google. Übersichtlich und doch steckt so einiges unter der Haube.

Google Kalender ist der Klassiker unter den plattformübergreifenden Kalenderlösungen. Er lässt sich hervorragend mit Android und iOS synchronisieren. Auch Apples Kalender-App kann mit dem Google Kalender verwendet werden. Für Android gibt es (natürlich) eine eigene App, für iOS ebenfalls. Zusätzlich können iOS- und Mac-Nutzer Google Kalender mit ihren nativen Kalender-Lösungen nach einfacher Konfiguration nutzen.

Windows-User verwenden entweder die Weboberfläche oder synchronisieren den Google Kalender mit Outlook. Inzwischen bietet nahezu jede externe App auch die Synchronisation mit dem Google Kalender an.

Verwendet man den Mozilla-Mailclient Thunderbird, nutzt man am besten eines der verfügbaren Kalender-Addons, um die Synchronisation mit ihren Google-Terminen hinzubekommen. Besonders geeignet ist das Add-On namens Lightning Calendar.


Kleiner Einschub: Thunderbird gibt es für Windows, Mac und Linux. Man könnte also durchaus auch von einer plattformübergreifenden Kalenderlösung sprechen, wenn man Thunderbird mit Lightning koppelt. Es gibt aber erstens keine Web-Version und zweitens muss man einen Kalenderdienst einbinden. Deshalb ist Thunderbird in dieser Liste nur als Randnotiz dabei.


Sehr gut ist, dass man Kalender teilen kann, entweder mit einer öffentlichen Kalender-Freigabe oder nur mit bestimmten Personen. Eine Besonderheit ist, dass der Google Kalender per Feed abonniert werden kann. Desweiteren lassen sich die Kalender in Webseiten einbetten. Dieses Feature hat ansonsten nur noch der Zoho Calendar zu bieten. Da ist es fast schon selbstverständlich, dass man andere Personen zu Veranstaltungen einladen kann.

Der Google Kalender ist kostenlos und es sieht nicht danach aus, als sollte sich das in Zukunft ändern.

Screenshot: Apple Store

Apple Kalender

Als Mac-Nutzer braucht man nicht lange zu überlegen, welchen Kalender man verwenden sollte. Hier bietet sich der Apple Kalender geradezu zwingend an. Über alle Mac-Geräte synchronisiert sich ihr Kalender vollautomatisch. Dein Zutun ist nicht erforderlich.

Apples „Calendar“ im Dunkelmodus.

Gleichzeitig ist der Apple Kalender, der in der Web-Version iCloud Kalender heißt, so flexibel, dass man ihn auch in Outlook oder Google Kalender und viele andere externe Services und Apps einbinden kann. Apple unterstützt hierfür das flexible iCal-Format, das seit langem die Grundlage für den offenen Austausch von Termindaten ist und in grauer Vorzeit von Lotus- und Microsoft-Entwicklern ersonnen wurde.

Auch der Apple Kalender ist vollkommen kostenlos nutzbar. Als Eintrittskarte benötigt man allerdings ein Gerät desselben Herstellers.


Teamup Calendar

Der Teamup Calendar ist für all jene gut, die gemeinsam an Terminen arbeiten. Klingt abstrakt? Ja, hier muss man ein wenig offener ans Konzept gehen. Denn natürlich kann man mit Teamup einfach allen Teammitgliedern einen eigenen Kalender innerhalb des Systems geben und die Termine in einer gemeinsamen Übersicht konsolidieren.

Funtastic Spielzeug - Website

Sie könnten aber auch etwa die Belegung ihres Fuhrparks mit dem Tool organisieren, oder die Belegung der Konferenzräume in ihrem Unternehmen, oder ihren Kunden ermöglichen, Termine zu buchen. In all diesen Fällen, zu denen man auf der Teamup-Homepage haufenweise Best Practices findet, ist der Kalender keiner Person, sondern etwa einem Raum oder einem Fahrzeug oder einem Sprechzimmer, halt irgendeiner Ressource, zugeordnet.

Deshalb kennt Teamup keine Begrenzung der Nutzer, sondern derer darf man beliebig viele anlegen. Vielleicht gibt es ja auch kleine Einsatztrupps in ihrem Unternehmen, die aus jeweils drei Mann bestehen und ihre Termine immer gemeinsam wahrnehmen. Dann bräuchten diese drei Nutzer nur Zugriff auf einen Kalender, während sich die Gesamtzahl der Temine über die Gesamtzahl der Einsatztrupps definieren würde. Ist klar, oder?

Es gibt also keine Begrenzung der Nutzer, aber es gibt eine Begrenzung der Kalender. Im kostenlosen Account kann man acht Kalender anlegen und ohne Einschränkungen nutzen. Termindaten werden allerdings nur für ein Jahr aufbewahrt und die Zugriffssteuerung erfolgt über geheime Links, nicht über ein Passwort. Bei gewerbsmäßiger Verwendung und einem entsprechenden Kalenderbedarf wir man daher schnell auf die Idee kommen, eines der kostenpflichtigen Angebote nehmen zu wollen.

Für 12 Kalender und eine Aufbewahrungsfrist von fünf Jahren, sowie der Anmeldemöglichkeit mit Passwort zahlt man acht USD im Monat. Diese acht Dollar verstehen sich für die komplette Lösung, nicht etwa pro Nutzer. Wenn man will, kann man es auf die Zahl der Kalender runterrechnen und kommst auf etwa 66 US-Cent pro Kalender und Monat. Für 20 USD bekomm man 50 Kalender, zahlst also nur mehr 40 US-Cent pro Kalender. In diesem Tarif sind dann auch Bild- und sonstige Dateiuploads möglich. Termindaten werden zehn Jahre gesichert.

Funktional lässt Teamup kaum Wünsche offen. Das Interface spricht Deutsch und kann per Logo auf ihr Corporate Design angepasst werden. Teamup bietet Apps für iOS und Android, sowie eine Integration mit dem Kommunikations-Tool Slack. Darüber hinaus kann man Teamup-Termine in Googles Kalender integrieren und umgekehrt.

Teamup befindet sich in überaus reger Entwicklung und kann mit großen Namen als Kunden beeindrucken. Stöber einfach mal durch die Fallstudien direkt auf der Homepage.


Any.do

Any.do ist keine reine Kalender-App, sondern eine Aufgabenverwaltung mit angeschlossener Kalenderfunktion. Die preisgekrönte App ist leicht zu bedienen und synchronisiert sich perfekt auf allen Geräten. Für Android und iOS werden jeweils Apps angeboten, für Google Chrome gibt es eine spezielle Erweiterung und zur Verwaltung der Termine und Aufgaben auf dem heimischen Rechner steht die übersichtliche Weboberfläche zur Verfügung.

Die ToDo-Listen lassen sich mit Freunden, Familienmitgliedern und Kollegen teilen. Teile eine Einkaufsliste mit Ihrem Partner, plane eine Veranstaltung mit ihren Freunden oder achte einfach darauf, dass man den Überblick über ein berufliches Projekt behältst. Any.do kann per Erweiterung in Gmail integriert werden und klinkt sich dort in jede Mail ein, um Nachverfolgungsoptionen anzubieten.

Wohl aufgrund des großen Erfolgs der Taskmanager-App, entschieden sich die Macher von Any.do dafür, dem Aufgabenplaner einen Kalender zur Seite zu stellen. Dieser trägt den simplen Namen Cal und fügt sich gestalterisch nahtlos in die Optik von Any.do ein.

Smartphone - Funktionstelefon

Der Haken an der Sache ist, dass Cal kein Kalender im eigentlichen Sinne ist, sondern nur als Frontend für einen Kalender genommen werden kann, den man woanders eingerichtet hat. So verwaltet man etwa ganz prima den Google Kalender mit Cal.

Seinen vollen Nutzen bringt Cal nur im Zusammenspiel mit dem Taskplaner Any.do, weshalb man beide Dienste miteinander koppeln kann und auch sollte. Tut man das nicht, nervt Cal an vielen Stellen mit der Empfehlung, dies doch endlich nachzuholen.

Inzwischen gibt es eine Premium-Version von Any.do, die zwischen 3 und 6 USD kostet, je nachdem, auf wievielen Geräten man die App nutzen will. Interessant ist ebenso die Slack-Integration, die eine Aufgabenverwaltung als Bot bereitstellt.

Any.do kann mit über 1.500 Apps verbunden werden, z.B. Jira, Office 365, Outlook, Trello, Google Mail und Kalender usw.

Aufgabenmanagement - Projekt

Auch die Web-App macht was her. Man kann Any.do also nicht nur auf dem Handy gut einsetzen, auch auf dem Desktop macht die Anwendung Spaß.


Todoist

Computer Programm - Bildschirmfoto

Todoist feierte in 2017 seinen zehnten Geburtstag. Mittlerweile arbeiten fast 50 Mitarbeiter an dem Dienst, der anlässlich seines Geburtstages seinen zehnmillionsten Nutzer begrüßen durfte. Todoist hatte von Beginn an seinen eigenen Ansatz, seine eigene Vorstellung von einer Aufgabenverwaltung. Eine zusätzliche Terminverwaltung gibt es allerdings nicht. Nach zehn Jahren würde ich auch nicht mehr damit rechnen.

Was also als erstes auffällt, wenn man eigentlich auf der Suche nach einem Kalender ist, ist, dass es keinen gibt. In Todoist erfolgt die Darstellung der Aufgaben grundsätzlich in Listenform. Dabei gibt es zeitbezogene Listen, wie „Heute” und „Nächste 7 Tage”. Darin sieht man auch Tage, die nicht mit Aufgaben belegt sind, so dass mit viel Fantasie ein Kalender entstehen kann. Natürlich ist es allein ihre Sache, wie man Todoist verwendet. So könnte man Termine als Aufgaben dort eintragen, gedacht ist es so indes nicht.

Eine wesentliche Stärke von Todoist besteht in der breiten Plattformunterstützung. Egal, welches Mobilgerät man verwendet, es gibt eine App dafür. Native Apps stehen zudem für Windows und macOS zur Verfügung, wobei die Web-App für mich persönlich noch immer völlig ausreichend war. Ich verwende auf Desktop-Geräten keine native Todoist-App, sondern ausschließlich das Web-Interface.

Zusätzlich zu den diversen Apps stehen für Todoist diverse Erweiterungen zur Verfügung, mit deren Hilfe man Todoist etwa in Gmail oder Outlook integriert. Auch die Browsererweiterung, die es erlaubt, die gerade besuchte Website als Aufgabe hinzuzufügen, nutze ich gerne und häufig.

Optisch reduziert sich Todoist auf das absolute Minimum, was das Arbeiten mit dem Dienst einfach und fokussiert gestaltet. Alles, was heutzutage zu Design gepredigt wird, setzt Todoist schon seit zehn Jahren um.

Meine Lieblingsfunktion ist die Möglichkeit, Termine natürlich-sprachlich einzutragen. Man tippt etwa „Morgen früh um acht Uhr“ und Todoist legt den Termin korrekt an. Genauso funktioniert das Anlegen wiederkehrender Termine, etwa mit „jeden Montag um acht Uhr“.

Insgesamt bietet Todoist ein ausgereiftes Gesamtpaket, bei dem kaum Wünsche offen bleiben. So kann man natürlich auch Aufgaben delegieren und im Team verwalten. Teilprojekte und Unteraufgaben sorgen für größere Übersichtlichkeit innerhalb komplexerer Aufgabenzusammenhänge. All diese Features stehen kostenfrei zur Verfügung.

Will man allerdings mit Kommentaren arbeiten oder Aufgaben zusätzlich über Etiketten und Filter sortieren, so benötigt man einen Premium-Account. Dieser schlägt mit überschaubaren 32 Euro pro Jahr zu Buche. Der Team-Account kostet das gleiche pro Team-Mitglied, beinhaltet aber zudem eine Team-Administration und die zentrale Rechnungsstellung für alle Member. Gerade letzteres ist eine Komfortfunktion, die erstaunlicherweise nicht viele Dienste bieten. Da muss jeder Nutzer seinen eigenen Bezahlvorgang starten. Undenkbar in größeren Unternehmen.


Yahoo Calendar

Den guten alten Yahoo Calendar gibt es immer noch. (Screenshot: D. Petereit)

Optisch und funktional ist das Yahoo Calendar eine Untermenge des Google Kalenders, aber ebenso kostenlos. Im Web ist Yahoo Calendar integriert mit Yahoo Mail, ganz so, wie es bei Google auch klange Zeit war. Für die mobile Nutzung gibt es zwar eine Yahoo Mail-App, aber diese integriert nicht den Kalender.

Will man also seine Termine auch unterwegs sehen, muss man sich für eine der Drittanbieter-Apps entscheiden, die es zuhauf in den App-Stores gibt. Wenn CalDAV oder iCal unterstützt wird, sollte das kein Problem sein. Wenn man sich also im Yahoo-Universum wohl fühlt, könnte der Yahoo Calendar die logische Wahl sein.

Um sich einen Kalender anzulegen, benötigt man einen Yahoo-Account. Vielleicht hat man sogar noch einen aus den Neunzigern irgendwo liegen.


Cozi Family Organizer

Cozi Family Organizer: Speziell für Familien. (Foto: Cozi)

Gerne hätte ich an dieser Stelle noch die sehr vielversprechende Lösung namens Cozi empfohlen, mit der man ihre Familie komplett durchorganisieren könnte. Sie bietet nicht nur einen farbkodierten Kalender für die ganze Rasselbande, sondern auch Einkaufs- und Aufgabenlisten und einige andere Schmankerl, die es im Alltag zu einem sehr brauchbaren Werkzeug machen.

Überdies gibt es den Leistungsumfang kostenlos und zwar als Web-App, wie auch für iOS und Android. Klingt gut? Ja, kann aber in Deutschland nicht gebucht werden. Tja, sind wir mal neidisch auf die mehr als 20 Millionen Benutzer in anderen Teilen der Welt, die Cozi bereits verwenden können.

Fazit

Gerade im Bereich der plattformübergreifenden Kalender und Task-Manager besteht noch ein erhöhter Entwicklungsbedarf. Die nach meiner bescheidenen Meinung beste Lösung in unserem kleinen Testfeld ist der Google Kalender.

Die zweite aus der Masse herausragende Anwendung ist Any.do, die ich sehr spannend finde.

Microsoft Outlook hat eine übergreifende Position an dieser Stelle, da es sich mit vielen Diensten integrieren lässt. So könnte man etwa ihre Google Kalender mit Outlook verwalten. Mac-Nutzer greifen schlicht zum Apple Kalender. Ich verwende für Termine den Google Calendar und für Aufgaben Todoist.

Links zum Beitrag

Google Kalender

Microsoft Outlook

Microsoft To-Do

Teamup

Any.do

Cal by Any.do

Todoist

(Der Beitrag erschien erstmals am 16.Oktober 2014 und wird seitdem regelmäßig aktualisiert, zuletzt am 13. Februar 2020.)

(Artikelbild: Depositphotos)

17 Antworten

  1. Eigentlich sind da alle Käse. Denn in allen Fällen liegen die Kalender in irgendwelchen Clouds bei den Dienstanbietern, die dann gehackt werden, es sie vielleicht morgen nicht mehr gibt und oder mit den Daten sonstwas machen.
    Ich hätte mir hier eine Vorstellung von diversen CalDAV-Servern zum mieten oder selber hosten und den diversen Clients gewünscht. Calender sind private Daten und gehören nicht in fremde Hände.

    1. fruux steckt hinter dem Open Source CardDAV/CalDAV/WebDAV Server sabre/dav (https://fruux.com/opensource/), der z.B. auch die Sync Funktionalität in ownCloud und Baikal ermöglicht. Vielleicht einen Blick wert, wenn es was selbst gehostetes sein soll. Ich persönlich würde mir den Stress selbst einen Server zu betreiben allerdings ehrlich gesagt nicht antun wollen.

    2. Auch wenn der Kommentar nunmehr zwei Jahre her ist bleibt das in meinen Augen ein wichtiger Punkt. Neben selbst gehosteten Servern sollten aus meiner Sicht auch traditionelle Synchronisationstools (MyPhoneExplorer, etc.) nicht unerwähnt bleiben.
      Ich selbst arbeite seit einer Weile an einer dezentralen Lösung, wenn man so will also ein Zwischending aus traditionellem Synchronisationstool und selbst gehostetem Server: statt mit einem einzigen Server werden die Daten hier direkt zwischen den eigenen Geräten ausgetauscht, während sich diese im gleichen Netzwerk befinden. In vielen Fällen kann man sich damit die Installation und Wartung eines Servers sparen, und eine vollwertige Offline-Nutzung wird ganz nebenbei natürlich ebenfalls möglich.
      Seit fast zwei Monaten ist diese Software nun als „GeneralSync“ im Rahmen einer öffentlichen Testphase kostenfrei erhältlich (https://generalsync.com/) – unterstützt wird derzeit die Synchronisation von Kalendern zwischen Android-Geräten ab Android 4 und Mozilla Thunderbird, die Unterstützung von Addressbüchern und Outlook ist in der Entwicklung.
      Disclaimer: ich bin als Entwickler von GeneralSync natürlich befangen.

    3. Stimme vollumfänglich zu.
      Der Datenschutz wird sträflich vernachlässigt.

      Ich wünsche mir eine automatische end-to-end-Verschlüsselung für alle Daten, die das User-Endgerät verlassen.

      Hat jemand eine Idee??

      Vielen Dank.

    4. Hallo, ich finde die Beiträge hier einseierseits alle sehr hilfreich, andererseits leider eben nicht. Ich suche einen Kalender wie Calou…pattformübergreifend, eigenes Device und vor allem dazu geeignet, es an die Wand zu hängen…etliche digitale Bildrahmen haben zwar eine Kalenderfunktion aber um Termine einzutragen sind sie nicht geeignet…oder kennt jemand inzwischen eine Lösung?

  2. Schon krass, dass Sunrise Calendar noch keine App für Windows hat.
    Ich meine der Sunrise Calendar ist schließlich von Microsoft, wenn man der Angabe im Play Store hier vertrauen kann…

  3. Ja, OwnCloud drauf und fertig oder? Ist ja mittlerweile schon ziemlich weit gediegen. Weiß jmd fürs Firmenumfeld noch andere Anbieter wie Landmarks die in DE hosten?

  4. Ohne CALDAV macht das keinen Sinn.
    Alle möglichen Exoten Mini- und Möchtetgern „Plattformen“ wie z.B. Wunderlist werden unterstützt, aber die eigene owncloud und das universelle caldav format bleiben aussen vor.
    Warum nur? Ein Schelm der Schlimmes denkt… z.B. dass es hier vor allem um das Abgreifen von Daten geht.
    Verstehe daher den Hype um diese App überhaupt nicht

  5. Ich würde die Liste generell noch um Todoist als Wunderlist Alternative ergänzen. Gefällt mir persönlich deutlich besser.
    Für Mac / Apple Nutzer ist Daylite 6 sicher mal einen Blick wert.
    Owncloud, oder der Ableger nextcloud wurden hier ja schon als selfhosted Lösungen genannt. Da kann man dann selbst seine Daten kontrollieren. Baikal für Kontakte ebenfalls. Ebenfalls nicht zu unterschätzen, aber wie Daylite schon eher im CRM Bereich anzusehen ist Vtiger, oder der Fork Yetiforce.
    Im Todobereich gibt es ebenfalls sehr interessante freie Varianten wie wekan.io, kanboard.net und und und….
    Da gibts neben Mainstream durchaus noch Alternativen. 😉

  6. Ich nutze seit mehreren Jahren EPIM (–> https://www.essentialpim.com/de/). Die Lösung sind – in meinem Fall auf Windows-PC & Android Mobile – ausgereift, praktikabel und ansehnlich. Die Daten liegen auf keiner Cloud, sondern werden in einem gemeinsamen Netzwerk (WLAN) synchronisiert. Das ist nicht für alle Anwender ausreichend, für kleine Privat- oder Bürolösungen, die eine Home-Basis haben, aber völlig ok.

  7. Vielen Dank für deine Beitrag! Ich habe jedoch leider für mich keine perfekte Lösung gefunden.
    Daher meine Frage: ich möchte meinen Samsung Kalender mit meinem Google Kalender sowie dem Aplle Kalender meiner Freundes und meinem Outlook Kalender von der Firma zusammen synchronisieren- geht das?
    Es ist sehr mühselig 3 eigene Kalender zu verwalten und zusätzlich dann die Termine mit meinem Freund abzustimmen..

  8. Vielen Dank für den Artikel zum Thema. Ich eine Frage und möchte erst einmal beschreiben was ich benötige: Wir möchten als Familie eine familiäre Aufgabe koordinieren und benötigen einen Kalender in dem jeder etwas zumindest über ihren Webbrowser eintragen kann. Natürlich benutzen einige Mac andere Windows – nicht jeder hat ein Apple, Microsoft oder Google-Konto.
    Ich möchte mit meinem Mac als Administrator fungieren und gerne den Familienkalender in Apples Kalender abonnieren können. Mit welcher Lösung wäre das möglich?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

On Key

Related Posts

Eine Frau mit Latte

Webdesign für eine erfolgreiche Website

Die Website ist die Visitenkarte Ihres Unternehmens. Doch sie ist noch viel mehr als das. Sie ist zentrales Kommunikationsinstrument und erste Anlaufstelle für potenzielle Neukunden. Diese erwarten aussagekräftige Inhalte und ein nutzerfreundliches Design. Wer bei der Onlinepräsenz Professionalität walten lässt, macht auf sich aufmerksam und gewinnt mehr Kunden.

Eine Fußgängerzone im späten Sonnenschein.

So funktioniert User-Testing für den kleinen Geldbeutel

Ganz ehrlich: Sie wissen schon lange, dass User-Feedback essentiell ist, doch das Testen mit echten Usern kommt aus Zeit- und Kostengründen immer zu kurz? Mit dem Feedback Ihrer Nutzer decken Sie Probleme auf, bevor diese zum Problem werden. Heute zeige ich Ihnen, wie Benutzertests auch ohne großes Budget gelingen.