Antivirus-Software Vergleich
2026
Das sind die besten 40 Anbieter.
Eine gefälschte Rechnung im Postfach, ein Klick auf den Anhang, und am nächsten Morgen sind die Dateien auf dem Server verschlüsselt: So beginnen viele Angriffe mit Schadsoftware, in kleinen Büros ebenso wie in großen Unternehmen. Antivirus-Software erkennt solche Programme, bevor sie Schaden anrichten, und meldet verdächtiges Verhalten auf Rechnern, Servern und Smartphones. Wir haben 40 Anbieter geprüft, von Sicherheitssuiten für Privatanwender über Endpoint Protection mit zentraler Verwaltung bis zu EDR- und XDR-Plattformen mit Rund-um-die-Uhr-Überwachung. Der Ratgeber erklärt, wie moderner Virenschutz arbeitet, welche Art von Lösung zu Ihnen passt, worauf Sie bei Erkennung, Verwaltung, Datenschutz und Herkunft des Herstellers achten und mit welchen Kosten Sie rechnen.
Webroot ist ein Hersteller mit Consumer- und Business-Linie und gehört zu Open Text. Heimanwender erhalten SecureAnywhere Antivirus und Internet Security für PC, Mac und Mobilgeräte, Unternehmen Endpoint Protection, DNS Protection, E-Mail-Verschlüsselung und Awareness-Training für KMU und MSPs.
webroot.com
Webroot ist ein Cybersicherheitshersteller, der zur Open Text Corporation gehört. Das Angebot gliedert sich in Produkte für Heimanwender und Lösungen für kleine und mittelständische Unternehmen sowie Managed Service Provider. Die Website ist in einer deutschen Sprachversion verfügbar.
Für Heimanwender gibt es SecureAnywhere Antivirus für PC und Mac, Internet Security Plus für drei und Internet Security Complete für fünf Geräte (PCs, Macs, Tablets oder Smartphones). Die Software wird im Flash-Speicher installiert und kommt ohne Signatur-Updates aus. Business Endpoint Protection sichert Laptops, Desktops, Server und virtuelle Umgebungen, enthält den Evasion Shield gegen dateibasierte und dateilose Skriptangriffe und wird über eine Cloud-Konsole mit RMM-, PSA- und BI-Integrationen verwaltet. Ergänzt wird das Angebot durch DNS Protection, Advanced Email Encryption und Security Awareness Training.
Die Heimprodukte werden als Jahreslizenz für 1, 3 oder 5 Geräte angeboten. Für Business-Lösungen bietet Webroot eine kostenlose, unverbindliche Testphase und eine Beratung an.
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Was ist Antivirus-Software, und brauchen Sie sie noch?

Antivirus-Software schützt Rechner, Server und Mobilgeräte vor Schadprogrammen wie Viren, Trojanern, Ransomware und Spyware. Sie prüft Dateien, Downloads und laufende Prozesse und stoppt Bedrohungen, bevor sie Daten verschlüsseln, stehlen oder Systeme lahmlegen.
Klassische Virenscanner haben Dateien mit einer Liste bekannter Signaturen verglichen. Heutige Lösungen kombinieren diese Erkennung mit Verhaltensanalyse, maschinellem Lernen und Reputationsdaten aus der Cloud des Herstellers. So fallen auch neue Varianten auf, für die noch keine Signatur existiert, etwa wenn ein Programm plötzlich massenhaft Dateien verschlüsselt.
Windows bringt mit dem Microsoft Defender bereits einen Basisschutz mit, Apple setzt auf eigene Schutzmechanismen in macOS. Für viele Privatanwender kann das in Verbindung mit Updates und Vorsicht genügen. Unternehmen brauchen dagegen meist mehr: eine zentrale Verwaltung aller Geräte, Berichte, Schutz für Server und Mobilgeräte sowie die Möglichkeit, auf Vorfälle schnell zu reagieren.
Das BSI zählt den Schutz vor Schadprogrammen im IT-Grundschutz zu den Basismaßnahmen jeder Organisation. Auch die DSGVO verlangt angemessene technische Maßnahmen zum Schutz personenbezogener Daten. Virenschutz allein reicht dafür nicht, bildet aber zusammen mit Updates, Backups und geschulten Mitarbeitenden die Grundlage.
- Kein Überblick: Sie wissen nicht sicher, auf welchen Geräten welcher Virenschutz in welcher Version läuft.
- Abgelaufene Lizenzen: Testversionen oder Abos sind ausgelaufen, ohne dass jemand es bemerkt hat.
- Server und Mobilgeräte ungeschützt: Der Schutz deckt nur die Arbeitsplätze ab, nicht Server, Notebooks unterwegs oder Smartphones.
- Warnungen ohne Empfänger: Meldungen erscheinen nur auf dem jeweiligen Gerät, niemand wertet sie zentral aus.
- Sensible Daten im Spiel: Sie verarbeiten Kunden-, Gesundheits- oder Finanzdaten, deren Verlust meldepflichtig wäre.
- Herkunft des Herstellers unklar: Sie haben nie geprüft, wohin Ihr Virenschutz Daten überträgt und ob Warnungen zum Hersteller vorliegen.
Treffen drei oder mehr Punkte zu, lohnt sich ein strukturierter Vergleich von Antivirus-Software. Bei weniger Punkten reicht oft eine Überprüfung des vorhandenen Schutzes. Rechtliche Pflichten lassen Sie im Einzelfall prüfen.
Typische Probleme ohne passenden Virenschutz

Die meisten Angriffe beginnen unspektakulär: eine präparierte Mail, ein manipulierter Download, eine veraltete Software. Ohne passenden Schutz bleibt der Eindringling oft tagelang unbemerkt, bis Daten verschlüsselt oder abgeflossen sind.
Ransomware ist für Unternehmen die teuerste Form von Schadsoftware. Angreifer verschlüsseln Daten und Backups, drohen zusätzlich mit der Veröffentlichung gestohlener Informationen und legen damit Produktion, Buchhaltung oder Praxisbetrieb lahm. Die Wiederherstellung dauert oft Wochen, auch wenn kein Lösegeld fließt.
In kleinen Betrieben fehlt häufig der Überblick. Auf manchen Rechnern läuft ein abgelaufenes Testabo, auf anderen gar kein Schutz, Smartphones und Server bleiben ganz außen vor. Warnmeldungen gehen im Alltag unter, weil niemand zentral sieht, welches Gerät betroffen ist.
Größere Organisationen kämpfen eher mit der Menge an Meldungen. Ohne Auswertung und klare Zuständigkeit verschwinden echte Angriffe im Rauschen der Fehlalarme. Hinzu kommen Pflichten aus Datenschutz und NIS-2, die eine dokumentierte Reaktion auf Sicherheitsvorfälle verlangen.
Angreifer verschlüsseln Dateien und Backups und legen den Betrieb für Wochen lahm.
Ohne Verhaltensanalyse und Auswertung bleiben Eindringlinge oft tagelang im Netz.
Server, Notebooks unterwegs und Smartphones bleiben ohne Schutz.
Testversionen und Abos laufen aus, der Schutz endet unbemerkt.
Schwerfällige Scanner verlangsamen Rechner und blockieren harmlose Programme.
Warnmeldungen gehen im Alltag unter, weil keine Person sie auswertet.
Datenschutz und NIS-2 verlangen angemessene Schutzmaßnahmen und eine dokumentierte Reaktion.
Welche Arten von Antivirus-Software gibt es?

Antivirus-Software reicht vom kostenlosen Basisschutz für einen einzelnen Rechner bis zur Sicherheitsplattform, die Tausende Geräte überwacht und rund um die Uhr von Fachleuten betreut wird. Entscheidend ist, wie viele Geräte Sie schützen und wie schnell Sie auf Angriffe reagieren müssen.
Sicherheitssuiten für Privatanwender bündeln Virenschutz mit Firewall, VPN, Passwortmanager, Kindersicherung oder Identitätsschutz und werden pro Gerät und Jahr lizenziert. Viele Hersteller bieten daneben eine kostenlose Basisversion an. Business-Lösungen für Endpoint Protection ergänzen den Schutz um eine zentrale Verwaltungskonsole, Richtlinien, Berichte und den Schutz von Servern.
EDR- und XDR-Plattformen gehen einen Schritt weiter. Sie zeichnen Aktivitäten auf den Geräten auf, erkennen Angriffsketten und erlauben es, betroffene Rechner per Klick zu isolieren. Managed-Detection-and-Response-Dienste übernehmen zusätzlich die Auswertung durch ein Sicherheitsteam des Anbieters, das rund um die Uhr reagiert.
Daneben gibt es Spezialisten, etwa Virenschutz für macOS, Sicherheits-Apps für Android und iOS oder quelloffene Scanner für Mail- und Dateiserver. Viele Hersteller decken mehrere Arten ab, vom kostenlosen Scanner bis zum verwalteten Dienst für Unternehmen.
Integrierter oder kostenloser Virenscanner für einzelne Geräte, ohne zentrale Verwaltung und Zusatzfunktionen.
Virenschutz mit Firewall, VPN, Passwortmanager oder Kindersicherung, lizenziert pro Gerät und Jahr.
Zentrale Konsole für Rechner, Server und Mobilgeräte mit Richtlinien, Berichten und Lizenzverwaltung.
Aufzeichnung und Analyse von Aktivitäten, Erkennung von Angriffsketten und Isolierung betroffener Geräte.
Ein Sicherheitsteam des Anbieters wertet Warnungen rund um die Uhr aus und reagiert auf Angriffe.
Virenschutz für macOS, Sicherheits-Apps für Android und iOS oder quelloffene Scanner für Server.
- Erkennung per Signatur, Verhalten und Reputation
- Zentrale Verwaltung und Berichte
- Geringer Betreuungsaufwand
- Reicht für viele kleine und mittlere Unternehmen
- Aufzeichnung und Analyse aller Aktivitäten
- Isolieren von Geräten und Rückverfolgung von Angriffen
- Braucht Fachpersonal oder einen verwalteten Dienst
- Deutlich höhere Kosten pro Gerät
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Worauf Sie bei der Auswahl von Antivirus-Software achten sollten

Gute Antivirus-Software erkennt zuverlässig, bremst die Geräte kaum und meldet wenig Fehlalarme. Für Unternehmen zählen zusätzlich Verwaltung, Abdeckung aller Plattformen, Reaktionsmöglichkeiten, Datenschutz und das Vertrauen in den Hersteller.
Zur Erkennungsleistung geben die Hersteller selbst wenig Vergleichbares preis. Ergebnisse unabhängiger Testlabore wie AV-TEST oder AV-Comparatives zeigen, wie gut ein Produkt Schadsoftware erkennt, wie stark es das System belastet und wie oft es harmlose Programme fälschlich blockiert. Achten Sie auf aktuelle Testreihen, nicht auf alte Auszeichnungen.
Prüfen Sie dann die Abdeckung: Werden alle Ihre Betriebssysteme unterstützt, auch Server, macOS, Linux und Mobilgeräte? Gibt es eine zentrale Konsole, Berichte, Rollen und Benachrichtigungen? Für Unternehmen mit wenig IT-Personal lohnt sich ein Blick auf verwaltete Angebote, bei denen Fachleute des Anbieters oder eines IT-Dienstleisters die Meldungen bewerten.
Beim Datenschutz klären Sie, welche Daten das Programm an den Hersteller überträgt, wo diese verarbeitet werden und ob ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung vorliegt. Auch die Herkunft des Herstellers spielt eine Rolle: Das BSI hat im März 2022 nach § 7 BSIG vor dem Einsatz von Virenschutzsoftware des Herstellers Kaspersky gewarnt. Nutzen Sie schließlich die Testphase auf echten Arbeitsplätzen.
Aktuelle Ergebnisse unabhängiger Testlabore zeigen, wie zuverlässig ein Produkt bekannte und neue Schadsoftware erkennt. Verhaltensanalyse und Ransomware-Schutz sind heute Pflicht, nicht Kür.
Ein guter Virenschutz arbeitet im Hintergrund, ohne Rechner spürbar zu verlangsamen, und blockiert keine harmlosen Fachanwendungen. Zu viele Fehlalarme führen dazu, dass Warnungen ignoriert werden.
Prüfen Sie, ob Windows, macOS, Linux, Server, Android und iOS unterstützt werden und ob alle Funktionen auf allen Plattformen gleich gut verfügbar sind.
Eine zentrale Konsole zeigt, welches Gerät geschützt ist, wo Warnungen vorliegen und welche Lizenzen auslaufen. Rollen, Richtlinien und automatische Berichte sparen Zeit.
EDR-Funktionen erlauben es, Angriffe zurückzuverfolgen und betroffene Geräte zu isolieren. Wer kein eigenes Sicherheitsteam hat, prüft verwaltete Dienste mit Bereitschaft rund um die Uhr.
Virenschutz hat weitreichende Rechte auf jedem Gerät und überträgt Daten an den Hersteller. Prüfen Sie Verarbeitungsort, Vertrag zur Auftragsverarbeitung und Warnungen von Behörden wie dem BSI.
Deutschsprachiger Support, klare Erreichbarkeit und eine verständliche Oberfläche erleichtern den Alltag, besonders in Betrieben ohne eigene IT-Abteilung.
Vergleichen Sie Preise pro Gerät oder Endpoint und Jahr, achten Sie auf den Verlängerungspreis nach dem ersten Jahr, Mindestmengen, Laufzeiten und Kündigungsfristen.
Welcher Virenschutz passt zu Ihnen?
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So führen Sie Antivirus-Software im Unternehmen ein

Die Installation auf einem einzelnen Rechner dauert Minuten. Im Unternehmen kommt es darauf an, alle Geräte lückenlos zu erfassen, den alten Schutz sauber zu entfernen und Zuständigkeiten für Warnmeldungen festzulegen.
Beginnen Sie mit einer Bestandsaufnahme: Welche Rechner, Server, Notebooks und Mobilgeräte gibt es, welche Betriebssysteme laufen darauf, und welcher Virenschutz ist bereits im Einsatz? Daraus ergeben sich die nötige Lizenzzahl und die Anforderungen an Plattformen und Verwaltung.
Testen Sie zwei oder drei Lösungen auf ausgewählten Arbeitsplätzen, auch auf solchen mit Fachanwendungen, die empfindlich auf Sicherheitssoftware reagieren. Nach der Entscheidung richten Sie Richtlinien, Ausnahmen und Benachrichtigungen ein und verteilen den Agenten schrittweise, Abteilung für Abteilung. Den alten Virenschutz entfernen Sie vollständig, damit sich zwei Programme nicht gegenseitig stören.
Danach beginnt der Betrieb. Legen Sie fest, wer Warnungen prüft, wie schnell reagiert wird und wann ein IT-Dienstleister übernimmt. Ein monatlicher Blick auf ungeschützte Geräte, veraltete Agenten und offene Vorfälle hält den Schutz wirksam.
Bestandsaufnahme
Sie erfassen alle Geräte, Betriebssysteme und den vorhandenen Virenschutz und klären die Anforderungen.
Lösungen testen
Zwei oder drei Produkte laufen auf ausgewählten Arbeitsplätzen, auch mit Fachanwendungen.
Einrichten
Sie legen Richtlinien, Gerätegruppen, Ausnahmen und Benachrichtigungen fest und klären den Datenschutz.
Schrittweise verteilen
Der neue Schutz wird Abteilung für Abteilung verteilt, der alte vollständig entfernt.
Notfallplan und Schulung
Mitarbeitende lernen, verdächtige Mails zu erkennen, und das Team weiß, was bei einer Warnung zu tun ist.
Betrieb und Kontrolle
Regelmäßige Prüfung von Warnungen, Updates und Lizenzen hält den Schutz wirksam.
Häufige Fehler beim Virenschutz

Die meisten Schutzlücken entstehen nicht durch schlechte Software, sondern durch Lücken im Betrieb: vergessene Geräte, abgelaufene Lizenzen, zu großzügige Ausnahmen und Warnungen, die niemand liest.
Ein klassischer Fehler ist das Vertrauen auf den Virenschutz als einzige Maßnahme. Ohne aktuelle Updates, Backups, die vom Netzwerk getrennt sind, und geschulte Mitarbeitende haben Angreifer leichtes Spiel. Ebenso riskant sind zwei Virenscanner mit Echtzeitschutz auf demselben Gerät, die sich gegenseitig blockieren und das System ausbremsen.
Häufig werden auch Ausnahmen zu großzügig gesetzt, etwa ganze Laufwerke oder Programmordner, weil eine Fachanwendung langsam lief. Genau dort verstecken sich dann Schadprogramme. Ebenso gefährlich sind abgelaufene Testversionen und Lizenzen, die stillschweigend nur noch eingeschränkt schützen.
Unterschätzt werden schließlich Warnmeldungen und Datenschutz. Meldungen, die niemand auswertet, schützen nicht. Und wer Dateien zur Analyse an den Hersteller schickt, sollte wissen, welche Daten das sind, wo sie verarbeitet werden und ob dafür ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung vorliegt.
Ohne Updates, Backups und Schulung haben Angreifer trotz Virenschutz leichtes Spiel.
Zwei Programme blockieren sich gegenseitig und bremsen das System aus.
Ganze Laufwerke oder Programmordner sind vom Scan ausgenommen.
Server, Notebooks unterwegs und Smartphones bleiben ohne Schutz.
Testversionen und Abos laufen aus, ohne dass jemand es bemerkt.
Meldungen erscheinen auf einzelnen Geräten, niemand reagiert darauf.
Dateien und Telemetrie gehen an den Hersteller, ohne Vertrag und ohne Prüfung des Verarbeitungsorts.
Was kostet Antivirus-Software?

Die Kosten reichen vom kostenlosen Basisschutz über Jahreslizenzen pro Gerät bis zu verwalteten Diensten mit Überwachung rund um die Uhr. Entscheidend sind die Zahl der Geräte, der Funktionsumfang und die Frage, wer die Warnmeldungen auswertet.
Sicherheitssuiten für Privatanwender werden meist pro Gerät und Jahr lizenziert, häufig für ein, drei, fünf oder zehn Geräte. Viele Hersteller locken im ersten Jahr mit einem deutlichen Rabatt und verlängern das Abo danach automatisch zum regulären Preis. Prüfen Sie deshalb den Verlängerungspreis und die Kündigungsmöglichkeit.
Business-Lösungen kosten in der Regel einen Betrag pro geschütztem Endpoint und Jahr, gestaffelt nach Funktionsumfang und Menge. EDR, XDR und verwaltete Dienste mit Sicherheitsteam liegen deutlich darüber und werden bei größeren Unternehmen meist individuell angeboten. Über IT-Dienstleister lassen sich viele Produkte auch monatlich beziehen.
Rechnen Sie neben der Lizenz auch Einrichtung, Verwaltung und die Zeit für die Bewertung von Warnungen ein. Dem stehen die Kosten eines erfolgreichen Angriffs gegenüber: Ausfallzeit, Wiederherstellung, Meldepflichten und Vertrauensverlust übersteigen die Ausgaben für Virenschutz meist um ein Vielfaches.
In Windows integrierter Schutz oder kostenlose Basisversion, meist ohne zentrale Verwaltung und oft nur für den privaten Einsatz lizenziert.
Virenschutz mit Zusatzfunktionen, Lizenzen für ein bis zehn Geräte, oft mit Rabatt im ersten Jahr und automatischer Verlängerung.
Zentrale Konsole, Schutz für Server und Mobilgeräte, Staffelpreise nach Geräteanzahl.
Aufzeichnung, Analyse und Reaktion, setzt Fachpersonal voraus, Preise häufig auf Anfrage.
Die Kosten für Antivirus-Software richten sich vor allem nach der Zahl der geschützten Geräte, dem Funktionsumfang und der Frage, wer Warnungen auswertet. Bei Sicherheitssuiten für Privatanwender entscheidet oft der Verlängerungspreis nach dem ersten Jahr über die tatsächlichen Kosten. Unternehmen rechnen pro Endpoint und Jahr, EDR und verwaltete Dienste kosten deutlich mehr als reiner Virenschutz. Vergleichen Sie deshalb die Gesamtkosten über mehrere Jahre für Ihre tatsächliche Geräteanzahl.
1 Was erkennt eine verhaltensbasierte Analyse besser als ein reiner Signaturabgleich? Aufklappen ↓
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2 Sollten Sie zwei Virenscanner mit Echtzeitschutz gleichzeitig auf einem Rechner betreiben? Aufklappen ↓
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3 Wofür steht die Abkürzung EDR? Aufklappen ↓
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4 Welche Behörde hat im März 2022 vor dem Einsatz von Virenschutzsoftware des Herstellers Kaspersky gewarnt? Aufklappen ↓
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5 Was schützt am besten davor, dass Ransomware auch Ihre Datensicherung verschlüsselt? Aufklappen ↓
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Glossar: Begriffe rund um Antivirus-Software
Die wichtigsten Begriffe rund um Virenschutz, Schadsoftware, Endpoint Protection und Angriffserkennung, kompakt und anbieterneutral erklärt.
- Malware
Sammelbegriff für Schadsoftware, also Programme, die Daten stehlen, verschlüsseln, manipulieren oder Systeme stören.
- Virus
Schadprogramm, das sich in andere Dateien einschleust und sich beim Ausführen weiterverbreitet.
- Trojaner
Schadprogramm, das sich als nützliche Anwendung tarnt und im Hintergrund etwa Zugangsdaten abgreift oder weitere Schadsoftware nachlädt.
- Ransomware
Erpressungssoftware, die Daten verschlüsselt oder stiehlt und für die Freigabe ein Lösegeld fordert.
- Phishing
Betrugsversuch per Mail, Nachricht oder gefälschter Website, um Zugangsdaten abzugreifen oder Schadsoftware zu verbreiten.
- Signaturerkennung
Abgleich von Dateien mit einer Liste bekannter Merkmale von Schadprogrammen.
- Verhaltensanalyse
Erkennung von Schadsoftware anhand verdächtiger Aktionen, etwa dem massenhaften Verschlüsseln von Dateien.
- Heuristik
Verfahren, das unbekannten Code anhand typischer Muster und Regeln als verdächtig einstuft.
- Echtzeitschutz
Dauerhafte Prüfung von Dateien und Prozessen im Moment des Zugriffs, nicht nur bei einem manuellen Scan.
- Zero-Day-Exploit
Angriff über eine Sicherheitslücke, für die der Hersteller der betroffenen Software noch kein Update bereitgestellt hat.
- Endpoint Protection (EPP)
Schutzplattform für Endgeräte wie Rechner, Server und Mobilgeräte mit zentraler Verwaltung, Richtlinien und Berichten.
- EDR
Endpoint Detection and Response: Aufzeichnung von Aktivitäten auf Endgeräten, Erkennung von Angriffsketten und Reaktion, etwa durch Isolieren eines Geräts.
- XDR
Extended Detection and Response: Erweiterung von EDR um Daten aus Netzwerk, Mail, Cloud und Identitäten.
- MDR
Managed Detection and Response: Dienst, bei dem ein Sicherheitsteam des Anbieters Warnungen rund um die Uhr auswertet und auf Angriffe reagiert.
- Quarantäne
Abgeschotteter Bereich, in den der Virenschutz verdächtige Dateien verschiebt, damit sie keinen Schaden anrichten.
- Fehlalarm
Fälschliche Einstufung einer harmlosen Datei als Schadsoftware, auch False Positive genannt.
Häufige Fragen
Die wichtigsten Fragen rund um Antivirus-Software, Virenschutz für Unternehmen, Microsoft Defender, Ransomware-Schutz, EDR und Kosten, kurz und anbieterneutral beantwortet. Die Hinweise sind allgemein gehalten und ersetzen keine individuelle Sicherheitsberatung. Funktionen und Preise ändern sich, prüfen Sie den aktuellen Stand direkt beim Anbieter.
Was ist Antivirus-Software?
Antivirus-Software ist ein Programm, das Rechner, Server und Mobilgeräte vor Schadsoftware wie Viren, Trojanern, Ransomware und Spyware schützt. Sie prüft Dateien, Downloads und laufende Prozesse anhand von Signaturen, Verhalten und Reputationsdaten und stoppt Bedrohungen, bevor sie Schaden anrichten.
Brauche ich heute noch ein Antivirenprogramm?
Ja, ein Schutz vor Schadsoftware bleibt nötig, die Frage ist nur, welcher. Privatanwender mit aktuellem Windows können mit dem integrierten Microsoft Defender, Updates und Vorsicht einen soliden Basisschutz erreichen. Unternehmen brauchen in der Regel eine zentral verwaltete Lösung, die alle Geräte abdeckt und Warnungen sichtbar macht.
Reicht der Microsoft Defender aus?
Für viele Privatanwender reicht der in Windows integrierte Microsoft Defender als Basisschutz aus, wenn das System aktuell gehalten wird. Kostenpflichtige Suiten bieten zusätzliche Funktionen wie VPN, Passwortmanager oder Kindersicherung. Unternehmen benötigen meist zentrale Verwaltung, Berichte und Schutz für Server, die der Basisschutz allein nicht liefert.
Welche Antivirus-Software ist die beste?
Die beste Antivirus-Software ist die, die zu Ihren Geräten, Ihrem Risiko und Ihrem Personal passt. Achten Sie auf aktuelle Ergebnisse unabhängiger Testlabore, geringe Systemlast, wenige Fehlalarme, Abdeckung aller Plattformen und eine Verwaltung, die Sie tatsächlich betreuen können.
Gibt es guten kostenlosen Virenschutz?
Ja, mehrere Hersteller bieten kostenlose Basisversionen an, und Windows bringt mit dem Microsoft Defender einen eigenen Schutz mit. Kostenlose Versionen verzichten meist auf Zusatzfunktionen und zentrale Verwaltung und sind für den gewerblichen Einsatz oft nicht lizenziert. Prüfen Sie die Lizenzbedingungen, bevor Sie sie im Betrieb nutzen.
Was ist der Unterschied zwischen Antivirus und EDR?
Klassischer Virenschutz soll Schadsoftware erkennen und blockieren, bevor sie ausgeführt wird. EDR zeichnet zusätzlich Aktivitäten auf den Geräten auf, erkennt Angriffsketten, die einzelne Prüfungen übersehen, und erlaubt eine schnelle Reaktion wie das Isolieren eines Rechners. EDR braucht dafür Fachpersonal oder einen verwalteten Dienst.
Kann ich Kaspersky noch verwenden?
Das BSI hat am 15. März 2022 nach § 7 BSIG vor dem Einsatz von Virenschutzsoftware des Herstellers Kaspersky gewarnt und empfiehlt, sie durch Produkte anderer Hersteller zu ersetzen. Die Warnung ist kein Verbot, Unternehmen und Behörden sollten sie aber in ihrer Risikobewertung berücksichtigen. Prüfen Sie den aktuellen Stand auf der Website des BSI.
Brauchen Mac und Smartphone einen Virenschutz?
macOS, iOS und Android bringen eigene Schutzmechanismen mit, sind aber nicht immun gegen Schadsoftware, Phishing und manipulierte Apps. Für Privatanwender genügen oft Updates, offizielle App-Stores und Vorsicht. Unternehmen sollten Mac und Mobilgeräte in ihre zentrale Sicherheitslösung einbinden, damit keine Lücke entsteht.
Was kostet Antivirus-Software?
Antivirus-Software reicht je nach Art vom kostenlosen Basisschutz bis zum individuell kalkulierten Dienst. Sicherheitssuiten für Privatanwender werden pro Gerät und Jahr lizenziert, oft mit Rabatt im ersten Jahr. Business-Lösungen rechnen pro Endpoint ab, EDR und verwaltete Dienste kosten deutlich mehr und werden häufig individuell angeboten.
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