In Norwegen und Schweden nimmt Polestar für den Polestar 2 keine neuen Konfigurationen mehr an, die Marke verweist auf Lagerfahrzeuge. Mehr als 200.000 Exemplare liefen seit 2020 im chinesischen Luqiao vom Band, ein komplett neues Modell soll Anfang 2027 folgen.
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Polestar hat die Produktion des Polestar 2 laut einem Bericht von electrive vom 28. Oktober beendet.[1] Eine eigene Ankündigung gibt es bisher nicht. Das Volumenmodell geht vom Netz, während die Marke ihren Absatz kaum noch steigert.
Das Wichtigste in Kürze
- Laut electrive und Electrek sind die letzten Polestar 2 in Luqiao gebaut, Polestar bestätigt das nicht offiziell.
- Gebaut wurden mehr als 200.000 Autos, verkauft hat Polestar nach eigenen Angaben zuletzt mehr als 190.000.
- Der Nachfolger soll Anfang 2027 starten, Karosserie, Plattform und Werk sind nicht bestätigt.
- Für Käufer zählt jetzt, was Händler zu Garantie und Ersatzteilen schriftlich zusagen.
Was ist vom Polestar 2 noch zu haben?

Gefertigt wurde das Modell seit März 2020 in Luqiao. In mehreren europäischen Märkten verweist Polestar laut electrive nur noch auf Lagerfahrzeuge, in Norwegen und Schweden entfallen neue Konfigurationen.[1] Allein in Norwegen hat die Marke mehr als 16.000 Polestar 2 verkauft.
Wie der Nachfolger aussieht, bleibt offen. Der norwegische Sender TV 2 Broom spricht von einem neuen Crossover, Polestar bestätigt weder Karosserie noch Plattform oder Produktionsstandort.[1] Electrek erwartet dagegen zuerst eine überarbeitete Fassung des Polestar 2 im Jahr 2027 und den SUV Polestar 7 Anfang 2028.[2] Beide Berichte widersprechen sich im Detail, übereinstimmend nennen sie das Jahr 2027.
Warum fehlt dem Volumenmodell der Ersatz?
Polestar hat im ersten Halbjahr 2026 weltweit 30.423 Fahrzeuge ausgeliefert, 0,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Umsatz sank um etwa 4 Prozent auf 1,36 Milliarden US-Dollar, umgerechnet rund 1,18 Milliarden Euro. Die Wachstumsprognose für 2026 senkte die Marke von einem niedrigen zweistelligen auf einen niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich.[1]
Hinzu kommen die USA. Laut Electrek darf Polestar dort ab Modelljahr 2027 wegen der Connected Vehicle Rule keine neuen Fahrzeuge mehr verkaufen.[2] Rund 80 Prozent der Verkäufe entfallen damit auf Europa, wo das wichtigste Volumenmodell der Marke nun ohne Nachfolger im Regal steht.[1]
Ein Volumenmodell ohne Nachfolger zwingt Händler und Flottenkunden, monatelang mit einer Lücke zu rechnen.
Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web
Was bedeutet das für Käufer und Flotten im DACH-Raum?
Die EU erhebt seit Oktober 2024 auf Elektroautos des Geely-Konzerns aus China einen Ausgleichszoll von 18,8 Prozent, hinzu kommen 10 Prozent Regelzoll, die Maßnahme gilt fünf Jahre.[3] Welche Rolle der Zoll beim Aus des Polestar 2 spielt, sagen die Berichte nicht. Wie stark der Fertigungsort die Zollrechnung bestimmt, zeigt der Polestar 4 aus Südkorea, für den das EU-Freihandelsabkommen null Prozent Zoll vorsieht.
Käufer eines Lagerfahrzeugs übernehmen das Restwertrisiko eines Auslaufmodells. Fragen Sie den Händler nach Garantiebedingungen und Ersatzteilzusagen und lassen Sie sich beides schriftlich geben. Flottenbetreiber mit Leasingverträgen prüfen die Rücknahmewerte, bevor der Nachfolger die Preise im Gebrauchtmarkt verschiebt. Mehr zur Marke lesen Sie in den Berichten zum Polestar 3 mit 800-Volt-Architektur und zum Konzern Geely.
Quellen
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