Tankkarten Vergleich
2026
Das sind die besten 46 Anbieter.
Quittungen im Handschuhfach, Auslagen auf der Spesenabrechnung und keine Übersicht, wer wann wie viel getankt hat: Ohne Tankkarte kostet jede Tankfüllung im Unternehmen doppelt Zeit. Eine Tankkarte bündelt alle Tankvorgänge in einer Sammelrechnung, setzt Limits pro Fahrzeug und funktioniert je nach Modell auch an Ladesäulen und Mautstellen. Wir haben 46 Anbieter in Deutschland, Österreich und der Schweiz geprüft, von der gebührenfreien Stationskarte bis zur europaweiten Lkw-Karte, und zeigen anbieterneutral, worauf Sie bei Netz, Gebühren, Kontrolle und Abrechnung achten sollten. Steuerliche Hinweise in diesem Ratgeber sind allgemein gehalten und ersetzen keine Steuerberatung.
Die Hoyer Card ist eine gebührenfreie Tankkarte für Firmen mit Schwerpunkt auf Transportunternehmen und Lkw-Flotten. Neben dem Tanken an Hoyer Stationen und Akzeptanzpartnern bündelt die Karte Maut, Lkw-Services, Pannenhilfe und Steuerrückerstattung.
hoyer.de
Herausgeberin der Hoyer Card ist die Wilhelm Hoyer B.V. & Co. KG mit Sitz in Visselhövede, Teil der familiengeführten Hoyer-Gruppe. Die Hoyer Card ist als Full-Service-Paket im Scheckkartenformat angelegt und richtet sich an gewerbliche Fuhrparks bis hin zu Speditionen.
Akzeptanzstellen finden Sie im Hoyer Tankstellenfinder und in der App Hoyer Energie + Technik; LNG ist über Hoyer und Akzeptanzpartner erhältlich. Zu den Zusatzleistungen gehören die Hoyer Mautbox (EETS) für Maut in Deutschland, der Schweiz und Europa sowie Lkw-Wäsche, Tankreinigung und Lkw-Parken über Travis. Hinzu kommen ein Pannen- und Mobilitätsservice, Führerscheinkontrolle, Dieselinspektor und die Rückerstattung von Mehrwert- und Mineralölsteuer. Im Hoyer Card-Portal passen Sie Tageslimits je Karte an und geben auf Wunsch Stationen und Länder frei oder sperren sie.
Die Karte selbst ist gebührenfrei. Für Diesel sind verhandelbare Festpreise möglich, ergänzt um individuelle OMR-Abrechnungen als Kalkulationsbasis. Weitere Konditionen erhalten Sie auf Anfrage. Die Hoyer Card beantragen Sie online oder über Kundenbetreuer und die Zentrale; persönliche Ansprechpartner gehören zum Konzept.
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Was ist eine Tankkarte, und braucht Ihr Unternehmen eine?

Eine Tankkarte ist eine bargeldlose Zahlungskarte für Kraftstoff und weitere Fahrzeugkosten, die ein Unternehmen gesammelt per Rechnung abrechnet. Fahrerinnen und Fahrer zahlen an der Akzeptanzstelle mit Karte und PIN, die Buchhaltung erhält eine Sammelrechnung. Schon ab einem Firmenwagen spart das Belegaufwand, mit jeder weiteren Karte wächst der Nutzen.
Hinter jeder Tankkarte steht ein Aussteller. Das kann eine Mineralölgesellschaft sein, die ihre eigene Stationskarte herausgibt, oder ein spezialisierter Kartenanbieter, der viele Marken in einem Netz bündelt. Nach einer Bonitätsprüfung räumt der Aussteller Ihrem Unternehmen einen Kreditrahmen ein; bei Prepaid-Modellen laden Sie vorab ein Guthaben auf. Getankt wird an allen Stationen, die zum Akzeptanznetz der Karte gehören.
Eine Kreditkarte ist die Tankkarte trotzdem nicht. Sie funktioniert nur im festgelegten Netz und nur für freigegebene Warengruppen, etwa Diesel, Benzin, AdBlue oder Autowäsche. Genau das macht sie für Unternehmen interessant: Sie legen pro Karte fest, was gekauft werden darf, wie hoch das Limit ist und ob der Kilometerstand abgefragt wird. Viele Karten lassen sich zudem an ein Kennzeichen statt an eine Person binden.
Der zweite große Vorteil liegt in der Abrechnung. Statt Dutzender Einzelbelege erhalten Sie eine Sammelrechnung pro Abrechnungszeitraum, aufgeschlüsselt nach Karte, Fahrzeug und Produkt. Erfüllt diese Rechnung die Anforderungen des § 14 UStG, ziehen Sie daraus in Deutschland die Vorsteuer. In Österreich gilt dafür § 11 UStG 1994, in der Schweiz das Mehrwertsteuergesetz. Die Einzelheiten klären Sie mit Ihrer Steuerberatung.
Lohnt sich das schon für einen einzigen Firmenwagen? Häufig ja, denn viele Stationskarten sind gebührenfrei und ersparen Ihnen das Sammeln von Quittungen. Bei großen Flotten, Fahrten ins Ausland oder einem Mix aus Verbrennern und E-Autos wird die Wahl der passenden Karte dagegen zur echten Kostenfrage.
Treffen zwei oder mehr der sieben Punkte auf Ihr Unternehmen zu, lohnt sich der Vergleich konkreter Tankkarten. Bei nur einem Treffer reicht oft eine gebührenfreie Stationskarte der Marke, an der Sie ohnehin tanken.
- Fuhrpark: Mehr als ein Fahrzeug tankt regelmäßig auf Firmenkosten, oder mehrere Mitarbeitende fahren dasselbe Auto.
- Belegchaos: Tankquittungen gehen verloren, kommen zerknittert in die Buchhaltung oder tauchen erst Wochen später auf der Spesenabrechnung auf.
- Ausland: Ihre Fahrzeuge sind regelmäßig im Ausland unterwegs und zahlen dort Kraftstoff, Maut oder Vignetten.
- Mischflotte: Neben Verbrennern fahren Hybrid- oder Elektroautos, die an öffentlichen Säulen laden.
- Kontrolle: Sie wollen pro Fahrzeug festlegen, was gekauft werden darf und wie hoch das Limit ist.
- Vorsteuer: Ihre Buchhaltung braucht saubere Rechnungen, um die Vorsteuer vollständig zu ziehen.
- Auslagen: Mitarbeitende strecken Tankkosten privat vor und warten auf die Erstattung.
Eine Tankkarte ist kein Muss für jedes Unternehmen. Wer selten tankt und nur einen Wagen fährt, kommt auch mit Firmenkreditkarte und digitaler Belegablage zurecht. Ab zwei Treffern spart die passende Karte jedoch spürbar Zeit in der Buchhaltung, und die Kontrollfunktionen schützen vor teuren Ausreißern.
Diese 7 Probleme löst eine Tankkarte

Eine Tankkarte beseitigt sieben typische Ärgernisse im Fuhrpark: verlorene Quittungen, lückenhafte Vorsteuer-Nachweise, unkontrollierte Shopkäufe, Tankkartenmissbrauch, Einzelkäufe ohne Rabatt, verschiedene Zahlwege im Ausland und getrennte Abrechnungen fürs Laden. Wie stark jeder Punkt wiegt, hängt von Größe und Einsatz Ihrer Flotte ab.
Die Probleme ohne Tankkarte zeigen sich selten auf einen Schlag. Sie summieren sich über Monate: hier eine fehlende Quittung, dort ein Shopkauf auf Firmenkosten, dazu Spesenabrechnungen, die niemand gern prüft. Die folgenden sieben Fälle tauchen in Unternehmen mit Firmenfahrzeugen immer wieder auf.
Brauchen Sie mit Tankkarte überhaupt noch Tankquittungen? Für die Buchhaltung zählt die Sammelrechnung des Ausstellers. Den Kassenbon an der Station benötigen Sie meist nur noch zur eigenen Kontrolle.
Mitarbeitende sammeln Kassenbons, reichen sie spät ein und strecken Geld vor. Mit der Tankkarte entfällt die Spesenabrechnung fürs Tanken, alle Vorgänge stehen auf einer Rechnung.
Fehlt ein Beleg oder ist er unleserlich, geht die Vorsteuer verloren. Eine ordnungsgemäße Sammelrechnung bündelt alle Tankvorgänge mit ausgewiesener Umsatzsteuer.
Kaffee, Snacks und Zigaretten landen schnell auf der Firmenrechnung. Über Warenkreise geben Sie pro Karte nur Kraftstoff, AdBlue oder Wäsche frei.
Private Tankfüllungen oder Kanister auf Firmenkosten fallen ohne Daten kaum auf. PIN, Limits, Kilometerstandsabfrage und Auswertungen pro Fahrzeug machen Auffälligkeiten sichtbar.
Wer an beliebigen Stationen zum Säulenpreis tankt, verschenkt Konditionen. Viele Aussteller gewähren Firmenkunden Rabatte pro Liter oder Neukundennachlässe, je nach Verbrauch verhandelbar.
Kraftstoff, Maut, Vignette und Parken laufen im Ausland über unterschiedliche Zahlwege. Europaweite Karten bündeln diese Posten, teils mit Maut-Box und Erstattung ausländischer Mehrwertsteuer.
E-Autos laden an Säulen verschiedener Betreiber, die Belege kommen aus vielen Apps. Tank- und Ladekarten führen Tanken und Laden auf einer Rechnung zusammen.
Welche Arten von Tankkarten gibt es?

Der Markt teilt sich in sieben Typen: markengebundene Stationskarten, Karten im Akzeptanzverbund wie ROUTEX, markenübergreifende Flottenkarten, Lkw-Karten mit Maut, Tank- und Ladekarten, Prepaid- und Mobilitätsbudget-Karten sowie leasinggebundene Karten. Die wichtigste Unterscheidung bleibt die zwischen Markenkarte und markenübergreifender Karte.
Welche Karte zu Ihnen passt, entscheidet vor allem das Netz, das Ihre Fahrzeuge tatsächlich nutzen. Ein Pflegedienst mit festen Touren in einer Region braucht etwas anderes als eine Spedition, die jede Woche mehrere Grenzen passiert.
Kann man mit einer Tankkarte überall tanken? Nein. Jede Karte gilt nur im Netz ihres Ausstellers oder Verbunds. Akzeptanzverbünde wie ROUTEX erweitern das Netz einer Markenkarte auf Stationen mehrerer Mineralölgesellschaften in Europa. Markenübergreifende Karten gehen noch weiter und bündeln viele Marken in einem eigenen Netz, verlangen dafür aber häufiger Service- oder Transaktionsgebühren. Die Gegenüberstellung zeigt die Grundlogik.
Die Karte einer Mineralölmarke gilt an deren eigenen Tankstellen, oft gebührenfrei und mit Rabatten. Sie passt zu regionalen Flotten, deren Routen an einem dichten Netz dieser Marke vorbeiführen.
Mehrere Mineralölgesellschaften öffnen ihre Stationen gegenseitig, etwa im ROUTEX-Verbund. Sie schließen den Vertrag mit einem Aussteller und tanken europaweit auch bei dessen Partnern.
Spezialisierte Kartenanbieter bündeln viele Marken in einem eigenen Netz. Das bringt eine große Abdeckung, dafür fallen häufiger Karten- oder Servicegebühren an.
Diese Karten sind auf schwere Nutzfahrzeuge ausgelegt, mit Lkw-tauglichen Stationen, Diesel und AdBlue. Oft kommen Maut-Box, Erstattung ausländischer Mehrwertsteuer und Parkdienste hinzu.
Eine Karte für Verbrenner und E-Autos, die Tanken und öffentliches Laden auf einer Rechnung zusammenführt. Sie passt zu Flotten im Umstieg auf Elektro.
Prepaid-Karten arbeiten mit vorab aufgeladenem Guthaben, oft ohne Kreditrahmen. Mobilitätsbudget-Karten geben Mitarbeitenden ein Budget für Tanken, Laden und Parken als Benefit.
Leasing- und Fuhrparkdienstleister geben Tank- und Ladekarten als Zusatzbaustein zum Vertrag aus. Einzeln wählen lassen sich diese Karten meist nicht.
- Gilt an den Stationen einer Mineralölmarke, teils erweitert über einen Verbund
- Häufig ohne Karten- oder Jahresgebühr
- Rabatte und Aktionen an den eigenen Stationen
- Passt zu Flotten mit festen Routen im Netz der Marke
- Gilt an Stationen vieler Marken, oft europaweit
- Häufiger Karten-, Service- oder Transaktionsgebühren
- Zusatzdienste wie Maut, Parken und Steuererstattung
- Passt zu Flotten mit wechselnden Routen und Auslandsfahrten
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Worauf Sie bei der Auswahl einer Tankkarte achten müssen

Für einen Vergleich von Tankkarten nach Kriterien prüfen Sie zuerst, ob das Akzeptanznetz zu Ihren Routen passt, danach Preismodell und Gebühren. Anschließend zählen Kontrollfunktionen, eine vorsteuertaugliche Abrechnung, E-Laden und alternative Kraftstoffe, Zusatzdienste wie Maut sowie die Bedingungen zu Bonität und Vertrag.
Die Auswahl beginnt nicht bei der Rabatthöhe, sondern bei der Frage, wo Ihre Fahrzeuge tanken. Ein hoher Literrabatt nützt wenig, wenn die nächste Akzeptanzstelle zwanzig Kilometer Umweg kostet. Legen Sie deshalb die tatsächlichen Routen und Tankstopps der letzten Monate neben die Stationssuche der Anbieter.
Welche Tankkarte ist die beste für Firmen? Pauschal lässt sich das nicht beantworten. Für Selbstständige mit einem Fahrzeug passt oft eine gebührenfreie Stationskarte, für eine europaweit fahrende Flotte eher eine markenübergreifende Karte mit Maut. Wer keinen Kreditrahmen bekommt oder will, findet bei einigen Ausstellern Prepaid-Varianten. Die folgenden acht Kriterien helfen beim Abgleich.
Zählen Sie nicht die Gesamtzahl der Stationen, sondern die Akzeptanzstellen entlang Ihrer tatsächlichen Strecken, im Inland wie im Ausland.
Manche Karten rechnen den Säulenpreis ab, andere gewähren einen Rabatt pro Liter oder einen Wochenfestpreis. Prüfen Sie, worauf sich ein Rabatt bezieht und ob er befristet ist.
Neben Karten- und Jahresgebühren schlagen Transaktions-, Service-, Rechnungs- und Auslandsgebühren zu Buche. Erst die Summe zeigt, ob eine Karte günstig ist.
PIN, Limits, Warenkreise und Kilometerstandsabfrage bilden die Grundausstattung. Gute Karten erlauben zusätzlich Sperren nach Land oder Station und Warnungen bei Auffälligkeiten.
Die Sammelrechnung muss die Anforderungen an eine ordnungsgemäße Rechnung erfüllen, damit Sie die Vorsteuer ziehen können. Wichtig sind außerdem Datenexporte für Buchhaltung und Fuhrparkverwaltung.
Fahren E-Autos oder Lkw mit HVO100 oder LNG in Ihrer Flotte, muss die Karte auch Ladepunkte und diese Kraftstoffe abdecken. Achten Sie auf transparente Ladepreise pro Kilowattstunde.
Für Fahrten ins Ausland zählen Maut-Box, Vignetten, Parken und die Erstattung ausländischer Mehrwertsteuer. Wer nur regional fährt, braucht diese Dienste nicht und sollte sie auch nicht bezahlen.
Karten mit Zahlungsziel setzen eine Bonitätsprüfung voraus, manche Aussteller verlangen ab einem bestimmten Limit eine Kaution oder Bankgarantie. Prüfen Sie außerdem Zahlungsziel, Laufzeit und Kündigungsfrist.
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Wie Sie Tankkarten im Unternehmen einführen

Die Einführung gelingt in sechs Schritten: Verbrauch erheben, Angebote vergleichen, die Tankkarte beantragen, Kartenprofile festlegen, eine Nutzungsrichtlinie ausgeben und die Abrechnungen monatlich prüfen. Den größten Hebel gegen Missbrauch haben die Kartenprofile.
Eine Tankkarte beantragen ist der kleinere Teil der Arbeit. Mehr Sorgfalt verlangen die Regeln, die Sie vorher festlegen: Wer bekommt welche Karte, was darf gekauft werden, und wer prüft die Abrechnung? In Unternehmen mit Betriebsrat kommt in Deutschland die Mitbestimmung hinzu, sobald Sie Fahrer- und Transaktionsdaten auswerten (§ 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG).
Für den Antrag verlangen Aussteller in der Regel Angaben zum Unternehmen, einen Nachweis der gewerblichen Tätigkeit und eine Bonitätsprüfung. Wie lange die Bearbeitung dauert, hängt vom Aussteller und vom gewünschten Kreditrahmen ab. Planen Sie die Einführung deshalb so, dass Kartenprofile und Nutzungsrichtlinie fertig sind, wenn die Karten eintreffen.
Bedarf und Verbrauch erheben
Erfassen Sie Fahrzeuge, Kraftstoffarten, Monatsverbrauch, typische Routen und den Anteil der Auslandsfahrten. Diese Zahlen bilden die Grundlage für jedes Angebot.
Angebote einholen und Netz prüfen
Holen Sie zwei bis drei Angebote ein und vergleichen Sie Netz, Preismodell und die vollständige Gebührenübersicht.
Antrag und Bonitätsprüfung
Den Antrag stellen Sie meist online. Der Aussteller prüft die Bonität und legt Kreditrahmen, Zahlungsziel und gegebenenfalls eine Sicherheitsleistung fest.
Kartenprofile festlegen
Legen Sie pro Karte fest, ob sie an Fahrzeug oder Person gebunden ist, und bestimmen Sie PIN, Limits, Warenkreise und Kilometerstandsabfrage.
Nutzungsrichtlinie ausgeben
Eine schriftliche Regelung klärt, wofür die Karte genutzt werden darf, wie Sie mit Privatfahrten umgehen und was bei Verlust zu tun ist. Lassen Sie den Empfang quittieren.
Monatlich kontrollieren und buchen
Prüfen Sie die Sammelrechnung auf Auffälligkeiten, übernehmen Sie die Daten per Export in die Buchhaltung und passen Sie Limits bei Bedarf an.
Die häufigsten Fehler bei Tankkarten

Die teuersten Fehler sind ein Netz, das nicht zu den Routen passt, der Blick allein auf den Rabatt, Karten ohne Limit, fehlende Nutzungsregeln, ungeregelte Privatnutzung, zu spät gemeldete Kartenverluste und ungeprüfte Abrechnungen. Fast alle lassen sich mit wenig Aufwand vermeiden.
Tankkartenmissbrauch beginnt selten mit krimineller Energie. Häufiger fehlen klare Regeln, und kleine Grenzüberschreitungen bleiben unbemerkt: der Kanister für den Rasenmäher, die Wäsche des Privatwagens, der Großeinkauf im Shop. Die folgenden sieben Fehler tauchen in der Praxis besonders oft auf.
Was tun bei Verlust der Tankkarte? Lassen Sie die Karte sofort beim Aussteller sperren; viele bieten dafür eine Hotline rund um die Uhr oder eine Sperrfunktion im Kundenportal. Wer bis zur Sperrung haftet, regeln die Geschäftsbedingungen des Ausstellers.
Die Karte gilt an Stationen, an denen Ihre Fahrzeuge nie vorbeikommen. Fahrer tanken dann doch privat oder fahren Umwege.
Ein hoher Literrabatt verliert seinen Wert, wenn Kartengebühren, Servicegebühren oder Aufschläge im Fremdnetz ihn auffressen.
Ohne Grenzen lässt sich mit der Karte alles bezahlen, was der Shop hergibt, in beliebiger Menge.
Ohne schriftliche Regeln fehlt im Streitfall die Grundlage. Wer Fahrer- und Transaktionsdaten auswertet, ohne Datenschutz-Grundverordnung und Mitbestimmung zu beachten, riskiert Ärger.
Tanken Mitarbeitende privat auf Firmenkosten, kann das lohnsteuerlich ein geldwerter Vorteil sein. Ohne Regelung fällt das spätestens bei einer Lohnsteuer-Außenprüfung auf.
Bis zur Sperrung kann jemand mit der Karte bezahlen. Je nach Geschäftsbedingungen haften Sie für diese Zeit.
Doppelte Tankvorgänge, Mengen über dem Tankvolumen oder Tankungen am Wochenende bleiben unentdeckt, wenn niemand die Rechnung liest.
Was kostet eine Tankkarte wirklich?

Viele Stationskarten der geprüften Anbieter sind gebührenfrei. Wo Gebühren anfallen, reichen sie von einmalig 2,50 bis 12,50 Euro für die Kartenausgabe über 0,99 bis 5 Euro pro Karte und Monat bis zu 8,90 Euro pro Mitarbeitendem und Monat bei Mobilitätsbudget-Karten. Markenübergreifende Flotten- und Lkw-Karten kalkulieren ihre Konditionen meist individuell.
Die Kosten einer Tankkarte haben zwei Seiten: Gebühren, die Sie zahlen, und Konditionen, mit denen Sie sparen. Auf der Sparseite nennen die geprüften Anbieter Rabatte von bis zu 4,5 Cent pro Liter, Gutschriften von 0,25 bis 1,00 Euro je 100 Liter ab einem Mindestverbrauch oder befristete Neukundennachlässe von 2 bis 3 Cent pro Liter. Wie viel Sie mit einer Tankkarte sparen, hängt deshalb stark von Verbrauch und Verhandlung ab.
Den Kraftstoffpreis selbst legt die Tankkarte meist nicht fest. Bei den meisten Modellen zahlen Sie den Säulenpreis der Station, der in Deutschland mehrmals täglich schwankt und von der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe beim Bundeskartellamt erfasst wird. Rabatte setzen auf diesem Preis auf.
Gibt es Tankkarten ohne Grundgebühr? Ja, gerade bei markengebundenen Stationskarten ist das verbreitet. Gut ein Viertel der geprüften Karten nennt ausdrücklich keine laufende Karten-, Jahres- oder Verwaltungsgebühr. Achten Sie trotzdem auf Nebenkosten, denn die stehen oft erst in der Gebührenübersicht.
Viele Markenkarten verzichten auf Karten-, Jahres- und Verwaltungsgebühren. Sie zahlen nur den Kraftstoff, teils mit Rabatt oder Bonus pro Liter.
Einige Aussteller berechnen beim Start eine Ausgabe- oder Bearbeitungsgebühr. Bei den geprüften Anbietern reicht die Spanne von 2,50 Euro pro Karte bis 12,50 Euro einmalig.
Laufende Gebühren liegen bei den Anbietern mit veröffentlichten Preisen zwischen 0,99 und 5 Euro pro Karte im Monat, teils kommt eine monatliche Rechnungsgebühr hinzu. Markenübergreifende Karten nennen ihre Konditionen meist erst im Angebot.
Benefit-Karten für Tanken, Laden und Parken rechnen pro Person ab. Der veröffentlichte Einstiegspreis liegt bei 8,90 Euro im Monat, bei zwei Jahren Laufzeit etwas darunter.
Neben den Grundgebühren summieren sich Nebenposten: Papierrechnungen kosten je nach Anbieter einige Franken oder Euro, Ersatzkarten und Datenauswertungen werden einzeln berechnet. Hinzu kommen mögliche Aufschläge im Fremdnetz oder Ausland, Kautionen ab einem bestimmten Kreditlimit und kurze Zahlungsziele. Fordern Sie deshalb immer die vollständige Gebührenübersicht an.
1 Was bestimmt, wo eine Tankkarte funktioniert? Aufklappen ↓
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2 Was ist ROUTEX? Aufklappen ↓
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3 Welche Funktion schützt am besten vor Missbrauch? Aufklappen ↓
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4 Was setzt der Vorsteuerabzug aus der Tankkartenrechnung voraus? Aufklappen ↓
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5 Was unterscheidet markenübergreifende von markengebundenen Tankkarten typischerweise? Aufklappen ↓
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Glossar: Tankkarten-Begriffe kurz erklärt
Die wichtigsten Fachbegriffe rund um Tankkarten, Flottenkarten und die Abrechnung im Fuhrpark, kompakt und anbieterneutral erklärt.
- Akzeptanznetz
Das Akzeptanznetz umfasst alle Tankstellen, Ladepunkte und Servicestellen, an denen eine Tankkarte angenommen wird. Seine Dichte entlang Ihrer Routen entscheidet mehr über den Nutzen einer Karte als die Gesamtzahl der Stationen.
- Akzeptanzverbund (ROUTEX)
Ein Akzeptanzverbund ist ein Zusammenschluss mehrerer Mineralölgesellschaften, die Karten der Partner an ihren Stationen annehmen. ROUTEX ist der bekannteste Verbund in Europa. Den Vertrag schließen Sie mit einem der beteiligten Aussteller.
- Flottenkarte
Flottenkarte ist ein anderer Begriff für die Tankkarte für Firmen. Er betont den Einsatz in einem Fuhrpark mit mehreren Fahrzeugen, zentraler Verwaltung und Sammelrechnung.
- Markengebundene Tankkarte
Eine markengebundene Tankkarte gibt eine Mineralölmarke für ihr eigenes Tankstellennetz aus. Sie ist häufig gebührenfrei, gilt aber nur an den Stationen dieser Marke und gegebenenfalls ihrer Verbundpartner.
- Markenübergreifende Tankkarte
Eine markenübergreifende Tankkarte stammt von einem spezialisierten Kartenanbieter und gilt an Stationen vieler Marken. Sie bietet ein großes Netz und Zusatzdienste, kostet aber häufiger Karten- oder Servicegebühren.
- Sammelrechnung
Die Sammelrechnung fasst alle Tank- und Ladevorgänge eines Abrechnungszeitraums zusammen, meist aufgeschlüsselt nach Karte, Fahrzeug und Produkt. Für die Buchhaltung ersetzt sie die einzelnen Kassenbons.
- Vorsteuerabzug
Beim Vorsteuerabzug ziehen Unternehmen die auf Eingangsrechnungen gezahlte Umsatzsteuer von ihrer eigenen Steuerschuld ab. Voraussetzung ist in Deutschland eine Rechnung, die den Anforderungen des § 14 UStG entspricht.
- Kartenprofil und Warenkreis
Im Kartenprofil legen Sie fest, wie eine Karte genutzt werden darf. Der Warenkreis bestimmt dabei die erlaubten Produkte, etwa nur Diesel, zusätzlich AdBlue oder auch Wäsche und Shopartikel. Beides schützt wirksam vor Missbrauch.
- Kilometerstandsabfrage
Bei der Kilometerstandsabfrage geben Fahrerinnen und Fahrer beim Bezahlen den aktuellen Kilometerstand ein. So lässt sich der Verbrauch pro 100 Kilometer berechnen, und unplausible Tankungen fallen auf.
- Pumpenpreis
Der Pumpenpreis, auch Säulenpreis genannt, ist der an der Zapfsäule angezeigte Preis zum Zeitpunkt des Tankens. Viele Tankkarten rechnen auf dieser Basis ab, teils abzüglich eines Rabatts.
- Prepaid-Tankkarte
Eine Prepaid-Tankkarte arbeitet mit vorab eingezahltem Guthaben statt mit einem Kreditrahmen. Sie passt zu Unternehmen, die keinen Kredit wollen oder für einen Kreditrahmen die Bonitätsprüfung nicht bestehen.
- Tank- und Ladekarte
Eine Tank- und Ladekarte deckt Kraftstoff und öffentliches Laden mit einer einzigen Karte ab. Beide Vorgänge erscheinen auf derselben Rechnung, was Mischflotten aus Verbrennern und E-Autos die Abrechnung erleichtert.
- AdBlue
AdBlue ist eine wässrige Harnstofflösung, die viele moderne Dieselmotoren zur Abgasnachbehandlung benötigen. Tankkarten führen AdBlue meist als eigene Warengruppe, die Sie gezielt freigeben.
- HVO100
HVO100 ist ein paraffinischer Dieselkraftstoff aus hydrierten Pflanzenölen und Reststoffen. In Deutschland darf er seit April 2024 an öffentlichen Tankstellen verkauft werden. Tanken dürfen ihn Fahrzeuge mit entsprechender Herstellerfreigabe.
- Maut-Box (EETS)
Eine Maut-Box ist ein Bordgerät, das Mautgebühren automatisch erfasst. Geräte nach dem europäischen Standard EETS rechnen die Maut mehrerer Länder über einen Anbieter ab, oft gemeinsam mit der Tankkarte.
- Mehrwertsteuer-Rückerstattung
Für Tankungen im Ausland zahlen Unternehmen die dortige Mehrwertsteuer. Über das Vorsteuer-Vergütungsverfahren lässt sie sich zurückholen; viele Anbieter von Lkw-Tankkarten übernehmen diesen Antrag als Service.
Häufige Fragen
Die wichtigsten Fragen rund um Tankkarten für Unternehmen, kurz und anbieterneutral beantwortet. Die Antworten ersetzen keine Steuer- oder Rechtsberatung.
Wie funktioniert eine Tankkarte?
Mit einer Tankkarte zahlen Fahrerinnen und Fahrer an einer Akzeptanzstelle bargeldlos mit Karte und PIN, der Aussteller bündelt alle Vorgänge in einer Sammelrechnung an das Unternehmen. Vorher legen Sie pro Karte Limits und erlaubte Warengruppen fest. Die Rechnung kommt meist monatlich, bei manchen Ausstellern auch in kürzeren Abständen.
Für wen lohnt sich eine Tankkarte?
Eine Tankkarte lohnt sich schon ab einem Firmenwagen, sobald Belegaufwand, Vorsteuer und Kontrolle eine Rolle spielen. Mit jeder weiteren Karte steigt der Nutzen, weil Sammelrechnung, Limits und Auswertungen die Verwaltung des Fuhrparks vereinfachen. Für ein einzelnes Fahrzeug reicht oft eine gebührenfreie Stationskarte.
Kann man mit einer Tankkarte an jeder Tankstelle tanken?
Nein, eine Tankkarte funktioniert nur im Akzeptanznetz ihres Ausstellers oder Verbunds. Markenkarten gelten an den Stationen der jeweiligen Marke, Verbundkarten wie ROUTEX auch bei Partnern in Europa. Markenübergreifende Flottenkarten decken viele Marken ab, kosten dafür aber häufiger Gebühren.
Gibt es Tankkarten für Elektroautos?
Ja, viele Anbieter bieten kombinierte Tank- und Ladekarten an, mit denen Sie tanken und an öffentlichen Ladepunkten laden. Beide Vorgänge erscheinen auf derselben Rechnung. Prüfen Sie die Ladepreise pro Kilowattstunde und die Zahl der Ladepunkte im In- und Ausland.
Können Selbstständige eine Tankkarte bekommen?
Ja, Selbstständige und Kleinunternehmen erhalten in der Regel eine Tankkarte, wenn sie ihre gewerbliche Tätigkeit nachweisen und die Bonitätsprüfung bestehen. Einige Aussteller richten ihre Karten ausdrücklich auch an Selbstständige. Wer keinen Kreditrahmen erhält, kann auf Prepaid-Varianten mit Guthaben ausweichen.
Ist der Vorsteuerabzug mit einer Tankkarte möglich?
Ja, der Vorsteuerabzug ist möglich, wenn die Sammelrechnung des Ausstellers die Anforderungen an eine ordnungsgemäße Rechnung nach § 14 UStG erfüllt. Dazu gehören unter anderem Angaben zu Leistung, Menge, Entgelt und ausgewiesener Umsatzsteuer. In Österreich und der Schweiz gelten eigene Vorschriften. Die Details klären Sie mit Ihrer Steuerberatung.
Darf der Arbeitgeber eine Tankkarte steuerfrei überlassen?
Steuerfrei bleibt eine Tankkarte für Mitarbeitende nur in engen Grenzen, etwa im Rahmen der Sachbezugsfreigrenze von 50 Euro im Monat nach § 8 Abs. 2 Satz 11 EStG oder als Teil der Dienstwagenbesteuerung. Ob die Voraussetzungen erfüllt sind, hängt vom Einzelfall ab. Dieser Hinweis ersetzt keine Steuerberatung.
Was tun, wenn die Tankkarte verloren geht?
Lassen Sie eine verlorene Tankkarte sofort beim Aussteller sperren, per Hotline oder im Kundenportal. Bis zur Sperrung können Dritte mit der Karte bezahlen, die Haftung richtet sich nach den Geschäftsbedingungen des Ausstellers. Eine Ersatzkarte bestellen Sie anschließend, teils gegen Gebühr.
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