Tankkarten Vergleich 2026
Das sind die besten 46 Anbieter.

Markus Seyfferth Michael Dobler
Markus Seyfferth
& Michael Dobler
10 Min. Lesezeit
4,7 (128) Bewerten
Alle Angaben verifiziert Monatlich aktualisiert Von Fachredakteuren kuratiert Fokus DACH-Markt
Metallkanister in Olivgrün mit Henkel und orangem Etikett mit "Firma"-Beschriftung

Quittungen im Handschuhfach, Auslagen auf der Spesenabrechnung und keine Übersicht, wer wann wie viel getankt hat: Ohne Tankkarte kostet jede Tankfüllung im Unternehmen doppelt Zeit. Eine Tankkarte bündelt alle Tankvorgänge in einer Sammelrechnung, setzt Limits pro Fahrzeug und funktioniert je nach Modell auch an Ladesäulen und Mautstellen. Wir haben 46 Anbieter in Deutschland, Österreich und der Schweiz geprüft, von der gebührenfreien Stationskarte bis zur europaweiten Lkw-Karte, und zeigen anbieterneutral, worauf Sie bei Netz, Gebühren, Kontrolle und Abrechnung achten sollten. Steuerliche Hinweise in diesem Ratgeber sind allgemein gehalten und ersetzen keine Steuerberatung.


Tankkarten: Empfohlene Anbieter

Hoyer

Familienunternehmen Hoyer Gebührenfreie Karte Fokus Transport und Lkw

Die Hoyer Card ist eine gebührenfreie Tankkarte für Firmen mit Schwerpunkt auf Transportunternehmen und Lkw-Flotten. Neben dem Tanken an Hoyer Stationen und Akzeptanzpartnern bündelt die Karte Maut, Lkw-Services, Pannenhilfe und Steuerrückerstattung.

Hoyer Screenshot hoyer.de

Herausgeberin der Hoyer Card ist die Wilhelm Hoyer B.V. & Co. KG mit Sitz in Visselhövede, Teil der familiengeführten Hoyer-Gruppe. Die Hoyer Card ist als Full-Service-Paket im Scheckkartenformat angelegt und richtet sich an gewerbliche Fuhrparks bis hin zu Speditionen.

Akzeptanzstellen finden Sie im Hoyer Tankstellenfinder und in der App Hoyer Energie + Technik; LNG ist über Hoyer und Akzeptanzpartner erhältlich. Zu den Zusatzleistungen gehören die Hoyer Mautbox (EETS) für Maut in Deutschland, der Schweiz und Europa sowie Lkw-Wäsche, Tankreinigung und Lkw-Parken über Travis. Hinzu kommen ein Pannen- und Mobilitätsservice, Führerscheinkontrolle, Dieselinspektor und die Rückerstattung von Mehrwert- und Mineralölsteuer. Im Hoyer Card-Portal passen Sie Tageslimits je Karte an und geben auf Wunsch Stationen und Länder frei oder sperren sie.

Die Karte selbst ist gebührenfrei. Für Diesel sind verhandelbare Festpreise möglich, ergänzt um individuelle OMR-Abrechnungen als Kalkulationsbasis. Weitere Konditionen erhalten Sie auf Anfrage. Die Hoyer Card beantragen Sie online oder über Kundenbetreuer und die Zentrale; persönliche Ansprechpartner gehören zum Konzept.

Das spricht für Hoyer
Maut über Mautbox
EETS-Mautbox für Deutschland, die Schweiz und Europa.
Diesel-Festpreise
Verhandelbare Festpreise für Diesel als Kalkulationsbasis.
Limits im Portal
Tageslimits je Karte, dazu Stations- und Ländersperren auf Wunsch.
Lkw-Services
Lkw-Wäsche, Tankreinigung und Lkw-Parken über Travis.
Steuerrückerstattung
Rückerstattung von Mehrwert- und Mineralölsteuer.
Pannenservice
Pannen- und Mobilitätsservice sowie Führerscheinkontrolle.

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Was ist eine Tankkarte, und braucht Ihr Unternehmen eine?

Metallkanister in Olivgrün mit Henkel und orangem Etikett mit "Firma"-Beschriftung
Eine Tankkarte öffnet den Zugang zum Kraftstoff, abgerechnet wird gesammelt über das Unternehmen.

Eine Tankkarte ist eine bargeldlose Zahlungskarte für Kraftstoff und weitere Fahrzeugkosten, die ein Unternehmen gesammelt per Rechnung abrechnet. Fahrerinnen und Fahrer zahlen an der Akzeptanzstelle mit Karte und PIN, die Buchhaltung erhält eine Sammelrechnung. Schon ab einem Firmenwagen spart das Belegaufwand, mit jeder weiteren Karte wächst der Nutzen.

Hinter jeder Tankkarte steht ein Aussteller. Das kann eine Mineralölgesellschaft sein, die ihre eigene Stationskarte herausgibt, oder ein spezialisierter Kartenanbieter, der viele Marken in einem Netz bündelt. Nach einer Bonitätsprüfung räumt der Aussteller Ihrem Unternehmen einen Kreditrahmen ein; bei Prepaid-Modellen laden Sie vorab ein Guthaben auf. Getankt wird an allen Stationen, die zum Akzeptanznetz der Karte gehören.

Eine Kreditkarte ist die Tankkarte trotzdem nicht. Sie funktioniert nur im festgelegten Netz und nur für freigegebene Warengruppen, etwa Diesel, Benzin, AdBlue oder Autowäsche. Genau das macht sie für Unternehmen interessant: Sie legen pro Karte fest, was gekauft werden darf, wie hoch das Limit ist und ob der Kilometerstand abgefragt wird. Viele Karten lassen sich zudem an ein Kennzeichen statt an eine Person binden.

Der zweite große Vorteil liegt in der Abrechnung. Statt Dutzender Einzelbelege erhalten Sie eine Sammelrechnung pro Abrechnungszeitraum, aufgeschlüsselt nach Karte, Fahrzeug und Produkt. Erfüllt diese Rechnung die Anforderungen des § 14 UStG, ziehen Sie daraus in Deutschland die Vorsteuer. In Österreich gilt dafür § 11 UStG 1994, in der Schweiz das Mehrwertsteuergesetz. Die Einzelheiten klären Sie mit Ihrer Steuerberatung.

Lohnt sich das schon für einen einzigen Firmenwagen? Häufig ja, denn viele Stationskarten sind gebührenfrei und ersparen Ihnen das Sammeln von Quittungen. Bei großen Flotten, Fahrten ins Ausland oder einem Mix aus Verbrennern und E-Autos wird die Wahl der passenden Karte dagegen zur echten Kostenfrage.

Treffen zwei oder mehr der sieben Punkte auf Ihr Unternehmen zu, lohnt sich der Vergleich konkreter Tankkarten. Bei nur einem Treffer reicht oft eine gebührenfreie Stationskarte der Marke, an der Sie ohnehin tanken.

Der 7-Punkte-Test: Braucht Ihr Unternehmen eine Tankkarte?
  • Fuhrpark: Mehr als ein Fahrzeug tankt regelmäßig auf Firmenkosten, oder mehrere Mitarbeitende fahren dasselbe Auto.
  • Belegchaos: Tankquittungen gehen verloren, kommen zerknittert in die Buchhaltung oder tauchen erst Wochen später auf der Spesenabrechnung auf.
  • Ausland: Ihre Fahrzeuge sind regelmäßig im Ausland unterwegs und zahlen dort Kraftstoff, Maut oder Vignetten.
  • Mischflotte: Neben Verbrennern fahren Hybrid- oder Elektroautos, die an öffentlichen Säulen laden.
  • Kontrolle: Sie wollen pro Fahrzeug festlegen, was gekauft werden darf und wie hoch das Limit ist.
  • Vorsteuer: Ihre Buchhaltung braucht saubere Rechnungen, um die Vorsteuer vollständig zu ziehen.
  • Auslagen: Mitarbeitende strecken Tankkosten privat vor und warten auf die Erstattung.

Eine Tankkarte ist kein Muss für jedes Unternehmen. Wer selten tankt und nur einen Wagen fährt, kommt auch mit Firmenkreditkarte und digitaler Belegablage zurecht. Ab zwei Treffern spart die passende Karte jedoch spürbar Zeit in der Buchhaltung, und die Kontrollfunktionen schützen vor teuren Ausreißern.

Diese 7 Probleme löst eine Tankkarte

Offene Pappe mit weißem Füllmaterial und orangenem "ABLAGE"-Label auf dem Deckel
Ohne Tankkarte landen Quittungen oft ungeordnet in der Buchhaltung, die Sammelrechnung ersetzt diesen Stapel.

Eine Tankkarte beseitigt sieben typische Ärgernisse im Fuhrpark: verlorene Quittungen, lückenhafte Vorsteuer-Nachweise, unkontrollierte Shopkäufe, Tankkartenmissbrauch, Einzelkäufe ohne Rabatt, verschiedene Zahlwege im Ausland und getrennte Abrechnungen fürs Laden. Wie stark jeder Punkt wiegt, hängt von Größe und Einsatz Ihrer Flotte ab.

Die Probleme ohne Tankkarte zeigen sich selten auf einen Schlag. Sie summieren sich über Monate: hier eine fehlende Quittung, dort ein Shopkauf auf Firmenkosten, dazu Spesenabrechnungen, die niemand gern prüft. Die folgenden sieben Fälle tauchen in Unternehmen mit Firmenfahrzeugen immer wieder auf.

Brauchen Sie mit Tankkarte überhaupt noch Tankquittungen? Für die Buchhaltung zählt die Sammelrechnung des Ausstellers. Den Kassenbon an der Station benötigen Sie meist nur noch zur eigenen Kontrolle.

Quittungen und Auslagen

Mitarbeitende sammeln Kassenbons, reichen sie spät ein und strecken Geld vor. Mit der Tankkarte entfällt die Spesenabrechnung fürs Tanken, alle Vorgänge stehen auf einer Rechnung.

Lückenhafter Vorsteuer-Nachweis

Fehlt ein Beleg oder ist er unleserlich, geht die Vorsteuer verloren. Eine ordnungsgemäße Sammelrechnung bündelt alle Tankvorgänge mit ausgewiesener Umsatzsteuer.

Keine Kontrolle über Shopkäufe

Kaffee, Snacks und Zigaretten landen schnell auf der Firmenrechnung. Über Warenkreise geben Sie pro Karte nur Kraftstoff, AdBlue oder Wäsche frei.

Missbrauch und Tankbetrug

Private Tankfüllungen oder Kanister auf Firmenkosten fallen ohne Daten kaum auf. PIN, Limits, Kilometerstandsabfrage und Auswertungen pro Fahrzeug machen Auffälligkeiten sichtbar.

Teure Einzelkäufe

Wer an beliebigen Stationen zum Säulenpreis tankt, verschenkt Konditionen. Viele Aussteller gewähren Firmenkunden Rabatte pro Liter oder Neukundennachlässe, je nach Verbrauch verhandelbar.

Viele Zahlwege im Ausland

Kraftstoff, Maut, Vignette und Parken laufen im Ausland über unterschiedliche Zahlwege. Europaweite Karten bündeln diese Posten, teils mit Maut-Box und Erstattung ausländischer Mehrwertsteuer.

Laden ohne einheitliche Abrechnung

E-Autos laden an Säulen verschiedener Betreiber, die Belege kommen aus vielen Apps. Tank- und Ladekarten führen Tanken und Laden auf einer Rechnung zusammen.

Welche Arten von Tankkarten gibt es?

Drei schwarze Behälter an einer Metallschiene montiert. Der linke Behälter trägt ein oranges "EUROPA"-Label. Zwei Behälter enthalten weiße Kartenkarten
Vom regionalen Stationsnetz bis zur europaweiten Karte: Tankkarten unterscheiden sich vor allem im Netz.

Der Markt teilt sich in sieben Typen: markengebundene Stationskarten, Karten im Akzeptanzverbund wie ROUTEX, markenübergreifende Flottenkarten, Lkw-Karten mit Maut, Tank- und Ladekarten, Prepaid- und Mobilitätsbudget-Karten sowie leasinggebundene Karten. Die wichtigste Unterscheidung bleibt die zwischen Markenkarte und markenübergreifender Karte.

Welche Karte zu Ihnen passt, entscheidet vor allem das Netz, das Ihre Fahrzeuge tatsächlich nutzen. Ein Pflegedienst mit festen Touren in einer Region braucht etwas anderes als eine Spedition, die jede Woche mehrere Grenzen passiert.

Kann man mit einer Tankkarte überall tanken? Nein. Jede Karte gilt nur im Netz ihres Ausstellers oder Verbunds. Akzeptanzverbünde wie ROUTEX erweitern das Netz einer Markenkarte auf Stationen mehrerer Mineralölgesellschaften in Europa. Markenübergreifende Karten gehen noch weiter und bündeln viele Marken in einem eigenen Netz, verlangen dafür aber häufiger Service- oder Transaktionsgebühren. Die Gegenüberstellung zeigt die Grundlogik.

Markengebundene Stationskarte

Die Karte einer Mineralölmarke gilt an deren eigenen Tankstellen, oft gebührenfrei und mit Rabatten. Sie passt zu regionalen Flotten, deren Routen an einem dichten Netz dieser Marke vorbeiführen.

Karte im Akzeptanzverbund

Mehrere Mineralölgesellschaften öffnen ihre Stationen gegenseitig, etwa im ROUTEX-Verbund. Sie schließen den Vertrag mit einem Aussteller und tanken europaweit auch bei dessen Partnern.

Markenübergreifende Flottenkarte

Spezialisierte Kartenanbieter bündeln viele Marken in einem eigenen Netz. Das bringt eine große Abdeckung, dafür fallen häufiger Karten- oder Servicegebühren an.

Lkw- und Transportkarte

Diese Karten sind auf schwere Nutzfahrzeuge ausgelegt, mit Lkw-tauglichen Stationen, Diesel und AdBlue. Oft kommen Maut-Box, Erstattung ausländischer Mehrwertsteuer und Parkdienste hinzu.

Tank- und Ladekarte

Eine Karte für Verbrenner und E-Autos, die Tanken und öffentliches Laden auf einer Rechnung zusammenführt. Sie passt zu Flotten im Umstieg auf Elektro.

Prepaid- und Mobilitätsbudget-Karte

Prepaid-Karten arbeiten mit vorab aufgeladenem Guthaben, oft ohne Kreditrahmen. Mobilitätsbudget-Karten geben Mitarbeitenden ein Budget für Tanken, Laden und Parken als Benefit.

Leasinggebundene Karte

Leasing- und Fuhrparkdienstleister geben Tank- und Ladekarten als Zusatzbaustein zum Vertrag aus. Einzeln wählen lassen sich diese Karten meist nicht.

Markengebundene Stationskarte
Eine Marke, ein Netz, oft ohne Gebühren
  • Gilt an den Stationen einer Mineralölmarke, teils erweitert über einen Verbund
  • Häufig ohne Karten- oder Jahresgebühr
  • Rabatte und Aktionen an den eigenen Stationen
  • Passt zu Flotten mit festen Routen im Netz der Marke
Markenübergreifende Tankkarte
Viele Marken in einem Netz, mehr Zusatzdienste
  • Gilt an Stationen vieler Marken, oft europaweit
  • Häufiger Karten-, Service- oder Transaktionsgebühren
  • Zusatzdienste wie Maut, Parken und Steuererstattung
  • Passt zu Flotten mit wechselnden Routen und Auslandsfahrten

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Tankkarten
2026
Ratgeber für Entscheider
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Tankkarten 2026

Der Leitfaden für Fuhrparkverantwortliche: Kartentypen, Akzeptanznetze, Gebühren, Kontrolle und Abrechnung im DACH-Raum, mit Checkliste für die Auswahl der passenden Tankkarte.

Tankkarte Flottenkarte Fuhrpark Tank- und Ladekarte Maut Vorsteuer Kostenkontrolle
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Worauf Sie bei der Auswahl einer Tankkarte achten müssen

Lupe mit orangefarbenem Griff auf einer Landkarte mit Route und Navigationsstift
Erst das Netz entlang der eigenen Routen zeigt, ob eine Tankkarte im Alltag trägt.

Für einen Vergleich von Tankkarten nach Kriterien prüfen Sie zuerst, ob das Akzeptanznetz zu Ihren Routen passt, danach Preismodell und Gebühren. Anschließend zählen Kontrollfunktionen, eine vorsteuertaugliche Abrechnung, E-Laden und alternative Kraftstoffe, Zusatzdienste wie Maut sowie die Bedingungen zu Bonität und Vertrag.

Die Auswahl beginnt nicht bei der Rabatthöhe, sondern bei der Frage, wo Ihre Fahrzeuge tanken. Ein hoher Literrabatt nützt wenig, wenn die nächste Akzeptanzstelle zwanzig Kilometer Umweg kostet. Legen Sie deshalb die tatsächlichen Routen und Tankstopps der letzten Monate neben die Stationssuche der Anbieter.

Welche Tankkarte ist die beste für Firmen? Pauschal lässt sich das nicht beantworten. Für Selbstständige mit einem Fahrzeug passt oft eine gebührenfreie Stationskarte, für eine europaweit fahrende Flotte eher eine markenübergreifende Karte mit Maut. Wer keinen Kreditrahmen bekommt oder will, findet bei einigen Ausstellern Prepaid-Varianten. Die folgenden acht Kriterien helfen beim Abgleich.

Akzeptanznetz
Passt das Netz zu Ihren Routen?

Zählen Sie nicht die Gesamtzahl der Stationen, sondern die Akzeptanzstellen entlang Ihrer tatsächlichen Strecken, im Inland wie im Ausland.

Stationsdichte in Ihren EinsatzregionenLkw-taugliche Stationen und AutohöfeAuslandsnetz und VerbundpartnerÖffnungszeiten und Automatenstationen
Praxistipp: Exportieren Sie die Tankstopps der letzten drei Monate und gleichen Sie sie mit der Stationssuche des Anbieters ab.
Preismodell
Säulenpreis, Rabatt oder Festpreis?

Manche Karten rechnen den Säulenpreis ab, andere gewähren einen Rabatt pro Liter oder einen Wochenfestpreis. Prüfen Sie, worauf sich ein Rabatt bezieht und ob er befristet ist.

Rabatt brutto oder netto pro LiterBefristete NeukundenaktionenFestpreis- oder ListenpreismodelleStaffeln nach Monatsverbrauch
Praxistipp: Lassen Sie sich ein Angebot auf Basis Ihres realen Monatsverbrauchs rechnen, nicht auf Basis einer Beispielflotte.
Gebühren
Was kostet die Karte im Alltag?

Neben Karten- und Jahresgebühren schlagen Transaktions-, Service-, Rechnungs- und Auslandsgebühren zu Buche. Erst die Summe zeigt, ob eine Karte günstig ist.

Karten- oder Grundgebühr pro MonatTransaktions- und ServicegebührenGebühren für Papierrechnung und ErsatzkarteAufschläge für Fremdnetz und Ausland
Praxistipp: Fordern Sie die vollständige Gebührenübersicht an, bevor Sie unterschreiben.
Kontrollfunktionen
Wie gut schützen Sie sich vor Missbrauch?

PIN, Limits, Warenkreise und Kilometerstandsabfrage bilden die Grundausstattung. Gute Karten erlauben zusätzlich Sperren nach Land oder Station und Warnungen bei Auffälligkeiten.

PIN und Sperrung rund um die UhrTages- und Monatslimits pro KarteWarenkreise wie Kraftstoff, AdBlue oder WäscheKilometerstandsabfrage an der Kasse
Praxistipp: Binden Sie Karten an das Kennzeichen, wenn mehrere Personen dasselbe Fahrzeug fahren.
Abrechnung und Vorsteuer
Kommt die Rechnung buchhaltungstauglich?

Die Sammelrechnung muss die Anforderungen an eine ordnungsgemäße Rechnung erfüllen, damit Sie die Vorsteuer ziehen können. Wichtig sind außerdem Datenexporte für Buchhaltung und Fuhrparkverwaltung.

Rechnung nach § 14 UStG mit ausgewiesener SteuerAufschlüsselung nach Karte, Fahrzeug und ProduktExport als Datei oder Schnittstelle zur BuchhaltungE-Rechnung im strukturierten Format
Praxistipp: Klären Sie mit Ihrer Steuerberatung, welches Rechnungsformat Ihre Buchhaltung am besten verarbeitet.
E-Laden und alternative Kraftstoffe
Ist die Karte bereit für den Mischfuhrpark?

Fahren E-Autos oder Lkw mit HVO100 oder LNG in Ihrer Flotte, muss die Karte auch Ladepunkte und diese Kraftstoffe abdecken. Achten Sie auf transparente Ladepreise pro Kilowattstunde.

Öffentliches Laden auf derselben RechnungLadepreise pro kWh offen ausgewiesenHVO100, LNG oder AdBlue im WarenkreisLadenetz im Ausland
Praxistipp: Klären Sie, ob Ladevorgänge getrennt nach Fahrzeug und Kostenstelle ausgewiesen werden.
Zusatzdienste
Brauchen Sie Maut, Vignette oder Parken?

Für Fahrten ins Ausland zählen Maut-Box, Vignetten, Parken und die Erstattung ausländischer Mehrwertsteuer. Wer nur regional fährt, braucht diese Dienste nicht und sollte sie auch nicht bezahlen.

Maut-Box für mehrere Länder (EETS)Digitale VignettenParken und FahrzeugwäscheErstattung ausländischer Mehrwertsteuer
Praxistipp: Buchen Sie Zusatzdienste einzeln dazu, statt ein großes Paket auf Vorrat zu nehmen.
Bonität und Vertrag
Welche Bedingungen stellt der Aussteller?

Karten mit Zahlungsziel setzen eine Bonitätsprüfung voraus, manche Aussteller verlangen ab einem bestimmten Limit eine Kaution oder Bankgarantie. Prüfen Sie außerdem Zahlungsziel, Laufzeit und Kündigungsfrist.

Bonitätsprüfung und KreditrahmenKaution oder BankgarantieZahlungsziel und LastschriftLaufzeit, Mindestumsatz und Kündigung
Praxistipp: Erhalten Sie keinen Kreditrahmen, prüfen Sie Prepaid-Varianten, die mit Guthaben statt Kredit arbeiten.
5 Fragen, 2 Minuten

Welche Tankkarte passt zu Ihrem Fuhrpark?

Beantworten Sie fünf kurze Fragen. Sie erhalten eine persönliche Übersicht per E-Mail. Unser Vergleich: Wir gleichen Ihre Antworten mit allen 46 recherchierten Anbietern ab, nicht nur mit den empfohlenen Anbietern.

Frage 1 von 5
Wie groß ist Ihr Fuhrpark?
Die Flottengröße bestimmt, ob sich Gebühren und Zusatzdienste rechnen.
1 Fahrzeug
Selbstständige oder Kleinbetrieb mit einem Firmenwagen.
2 bis 10 Fahrzeuge
Kleine Flotte, etwa im Handwerk oder Außendienst.
11 bis 50 Fahrzeuge
Mittlere Flotte mit zentraler Verwaltung.
Mehr als 50 Fahrzeuge
Große Flotte mit Bedarf an Auswertungen und Datenexport.
Frage 2 von 5
Welche Fahrzeuge tanken auf Firmenkosten?
Lkw, Transporter und E-Autos stellen unterschiedliche Anforderungen an das Netz.
Pkw und Transporter
Klassische Firmen- und Lieferwagen mit Benzin oder Diesel.
Lkw und Busse
Schwere Nutzfahrzeuge, die Lkw-taugliche Stationen brauchen.
Gemischt mit E-Fahrzeugen
Verbrenner und Elektroautos in einer Flotte.
Überwiegend Elektro
Vor allem öffentliches Laden statt Tanken.
Frage 3 von 5
Wo sind Ihre Fahrzeuge unterwegs?
Die Reichweite Ihrer Touren entscheidet über das passende Akzeptanznetz.
Regional
Feste Touren in einer Region oder Stadt.
Landesweit
Fahrten innerhalb Deutschlands, Österreichs oder der Schweiz.
DACH-Raum
Regelmäßig über die Grenzen zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Europaweit
Fernverkehr durch mehrere europäische Länder.
Frage 4 von 5
Was ist Ihnen am wichtigsten?
Ihre Priorität entscheidet zwischen Markenkarte und markenübergreifender Karte.
Möglichst großes Netz
Tanken an möglichst vielen Stationen.
Niedrige Kosten
Keine Gebühren und gute Rabatte.
Kontrolle und Limits
Missbrauch verhindern und Ausgaben steuern.
Einfache Abrechnung
Eine saubere Sammelrechnung und Datenexport.
Frage 5 von 5
Welche Zusatzleistungen brauchen Sie?
Zusatzdienste lohnen sich nur, wenn Sie sie wirklich nutzen.
Keine
Nur Tanken, ohne weitere Dienste.
Laden für E-Autos
Öffentliches Laden auf derselben Rechnung.
Maut und Vignetten
Mautabrechnung im In- und Ausland.
Mobilitätsbudget
Tanken, Laden und Parken als Benefit für Mitarbeitende.
Fast geschafft
Wohin sollen wir Ihre Übersicht senden?

Sagen Sie uns, wohin wir Ihre persönliche Empfehlung schicken dürfen. Sie kommt in wenigen Minuten per E-Mail.

Vielen Dank, {vorname}

Ihre persönliche Empfehlung ist unterwegs und kommt in wenigen Minuten per E-Mail. Bitte prüfen Sie auch Ihren Spam-Ordner.

Wie Sie Tankkarten im Unternehmen einführen

Holzstempel mit orangefarbenem Griff auf gestapelten weißen Karten mit "FREI" Aufdruck
Antrag, Kartenprofile und Nutzungsrichtlinie bilden die Stufen bis zur ersten Tankung mit Firmenkarte.

Die Einführung gelingt in sechs Schritten: Verbrauch erheben, Angebote vergleichen, die Tankkarte beantragen, Kartenprofile festlegen, eine Nutzungsrichtlinie ausgeben und die Abrechnungen monatlich prüfen. Den größten Hebel gegen Missbrauch haben die Kartenprofile.

Eine Tankkarte beantragen ist der kleinere Teil der Arbeit. Mehr Sorgfalt verlangen die Regeln, die Sie vorher festlegen: Wer bekommt welche Karte, was darf gekauft werden, und wer prüft die Abrechnung? In Unternehmen mit Betriebsrat kommt in Deutschland die Mitbestimmung hinzu, sobald Sie Fahrer- und Transaktionsdaten auswerten (§ 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG).

Für den Antrag verlangen Aussteller in der Regel Angaben zum Unternehmen, einen Nachweis der gewerblichen Tätigkeit und eine Bonitätsprüfung. Wie lange die Bearbeitung dauert, hängt vom Aussteller und vom gewünschten Kreditrahmen ab. Planen Sie die Einführung deshalb so, dass Kartenprofile und Nutzungsrichtlinie fertig sind, wenn die Karten eintreffen.

Vorbereitung

Bedarf und Verbrauch erheben

Erfassen Sie Fahrzeuge, Kraftstoffarten, Monatsverbrauch, typische Routen und den Anteil der Auslandsfahrten. Diese Zahlen bilden die Grundlage für jedes Angebot.

Fahrzeugliste mit KraftstoffartVerbrauch der letzten MonateTankstopps und Routen
1
Vergleich

Angebote einholen und Netz prüfen

Holen Sie zwei bis drei Angebote ein und vergleichen Sie Netz, Preismodell und die vollständige Gebührenübersicht.

Netz gegen Routen abgleichenGebühren gegen Verbrauch rechnenZusatzdienste prüfen
2
Antrag

Antrag und Bonitätsprüfung

Den Antrag stellen Sie meist online. Der Aussteller prüft die Bonität und legt Kreditrahmen, Zahlungsziel und gegebenenfalls eine Sicherheitsleistung fest.

Unternehmensnachweis bereithaltenKreditrahmen und Zahlungsziel klärenPrepaid als Alternative prüfen
3
Einrichtung

Kartenprofile festlegen

Legen Sie pro Karte fest, ob sie an Fahrzeug oder Person gebunden ist, und bestimmen Sie PIN, Limits, Warenkreise und Kilometerstandsabfrage.

Bindung an Kennzeichen oder PersonLimits und WarenkreiseZugänge zum Kundenportal
4
Start

Nutzungsrichtlinie ausgeben

Eine schriftliche Regelung klärt, wofür die Karte genutzt werden darf, wie Sie mit Privatfahrten umgehen und was bei Verlust zu tun ist. Lassen Sie den Empfang quittieren.

Erlaubte Nutzung und PrivatfahrtenVerhalten bei VerlustDatenschutz und Betriebsrat
5
Laufend

Monatlich kontrollieren und buchen

Prüfen Sie die Sammelrechnung auf Auffälligkeiten, übernehmen Sie die Daten per Export in die Buchhaltung und passen Sie Limits bei Bedarf an.

Ausreißer nach Menge, Zeit und OrtExport in die BuchhaltungLimits nachjustieren
6
6
Schritte bis zum Start
1
Sammelrechnung statt vieler Belege
§ 14
UStG: Anforderungen an die Rechnung
€/100 km
Kosten pro 100 Kilometer je Fahrzeug

Die häufigsten Fehler bei Tankkarten

Metallrolle mit weißem Papierband und orangem Etikett mit Aufschrift "KEIN LIMIT" auf grauem Hintergrund
Karten ohne Limit und Warenkreis gehören zu den teuersten Fehlern im Fuhrpark.

Die teuersten Fehler sind ein Netz, das nicht zu den Routen passt, der Blick allein auf den Rabatt, Karten ohne Limit, fehlende Nutzungsregeln, ungeregelte Privatnutzung, zu spät gemeldete Kartenverluste und ungeprüfte Abrechnungen. Fast alle lassen sich mit wenig Aufwand vermeiden.

Tankkartenmissbrauch beginnt selten mit krimineller Energie. Häufiger fehlen klare Regeln, und kleine Grenzüberschreitungen bleiben unbemerkt: der Kanister für den Rasenmäher, die Wäsche des Privatwagens, der Großeinkauf im Shop. Die folgenden sieben Fehler tauchen in der Praxis besonders oft auf.

Was tun bei Verlust der Tankkarte? Lassen Sie die Karte sofort beim Aussteller sperren; viele bieten dafür eine Hotline rund um die Uhr oder eine Sperrfunktion im Kundenportal. Wer bis zur Sperrung haftet, regeln die Geschäftsbedingungen des Ausstellers.

1
Das Netz passt nicht zu den Routen

Die Karte gilt an Stationen, an denen Ihre Fahrzeuge nie vorbeikommen. Fahrer tanken dann doch privat oder fahren Umwege.

Gleichen Sie vor dem Abschluss die tatsächlichen Tankstopps mit dem Netz ab.
2
Nur auf den Rabatt geschaut

Ein hoher Literrabatt verliert seinen Wert, wenn Kartengebühren, Servicegebühren oder Aufschläge im Fremdnetz ihn auffressen.

Rechnen Sie Rabatte und alle Gebühren gegen Ihren realen Monatsverbrauch.
3
Karten ohne Limit und Warenkreis

Ohne Grenzen lässt sich mit der Karte alles bezahlen, was der Shop hergibt, in beliebiger Menge.

Setzen Sie Tages- oder Monatslimits und geben Sie nur die nötigen Warengruppen frei.
4
Keine Nutzungsrichtlinie, Datenschutz vergessen

Ohne schriftliche Regeln fehlt im Streitfall die Grundlage. Wer Fahrer- und Transaktionsdaten auswertet, ohne Datenschutz-Grundverordnung und Mitbestimmung zu beachten, riskiert Ärger.

Geben Sie eine Nutzungsrichtlinie aus und stimmen Sie Auswertungen mit Datenschutz und Betriebsrat ab.
5
Privatnutzung nicht geregelt

Tanken Mitarbeitende privat auf Firmenkosten, kann das lohnsteuerlich ein geldwerter Vorteil sein. Ohne Regelung fällt das spätestens bei einer Lohnsteuer-Außenprüfung auf.

Klären Sie mit Ihrer Steuerberatung, ob Dienstwagenregelung oder Sachbezug greift, und halten Sie das schriftlich fest.
6
Kartenverlust zu spät gemeldet

Bis zur Sperrung kann jemand mit der Karte bezahlen. Je nach Geschäftsbedingungen haften Sie für diese Zeit.

Hinterlegen Sie die Sperrnummer im Fahrzeug und melden Sie Verluste sofort.
7
Abrechnungen nicht geprüft

Doppelte Tankvorgänge, Mengen über dem Tankvolumen oder Tankungen am Wochenende bleiben unentdeckt, wenn niemand die Rechnung liest.

Prüfen Sie monatlich Ausreißer nach Menge, Uhrzeit und Ort, am besten per Datenexport.

Was kostet eine Tankkarte wirklich?

Weißes Sparschwein mit orangem Verschluss und Preisschild "0€" auf grauem Hintergrund
Viele Stationskarten kosten keine Grundgebühr, bei anderen Modellen summieren sich Nebenkosten.

Viele Stationskarten der geprüften Anbieter sind gebührenfrei. Wo Gebühren anfallen, reichen sie von einmalig 2,50 bis 12,50 Euro für die Kartenausgabe über 0,99 bis 5 Euro pro Karte und Monat bis zu 8,90 Euro pro Mitarbeitendem und Monat bei Mobilitätsbudget-Karten. Markenübergreifende Flotten- und Lkw-Karten kalkulieren ihre Konditionen meist individuell.

Die Kosten einer Tankkarte haben zwei Seiten: Gebühren, die Sie zahlen, und Konditionen, mit denen Sie sparen. Auf der Sparseite nennen die geprüften Anbieter Rabatte von bis zu 4,5 Cent pro Liter, Gutschriften von 0,25 bis 1,00 Euro je 100 Liter ab einem Mindestverbrauch oder befristete Neukundennachlässe von 2 bis 3 Cent pro Liter. Wie viel Sie mit einer Tankkarte sparen, hängt deshalb stark von Verbrauch und Verhandlung ab.

Den Kraftstoffpreis selbst legt die Tankkarte meist nicht fest. Bei den meisten Modellen zahlen Sie den Säulenpreis der Station, der in Deutschland mehrmals täglich schwankt und von der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe beim Bundeskartellamt erfasst wird. Rabatte setzen auf diesem Preis auf.

Gibt es Tankkarten ohne Grundgebühr? Ja, gerade bei markengebundenen Stationskarten ist das verbreitet. Gut ein Viertel der geprüften Karten nennt ausdrücklich keine laufende Karten-, Jahres- oder Verwaltungsgebühr. Achten Sie trotzdem auf Nebenkosten, denn die stehen oft erst in der Gebührenübersicht.

Gebührenfreie Stationskarte 0 € Karten- und Jahresgebühr

Viele Markenkarten verzichten auf Karten-, Jahres- und Verwaltungsgebühren. Sie zahlen nur den Kraftstoff, teils mit Rabatt oder Bonus pro Liter.

Einmalige Ausgabegebühr 2,50 bis 12,50 € einmalig

Einige Aussteller berechnen beim Start eine Ausgabe- oder Bearbeitungsgebühr. Bei den geprüften Anbietern reicht die Spanne von 2,50 Euro pro Karte bis 12,50 Euro einmalig.

Karten- oder Grundgebühr 0,99 bis 5 € pro Karte und Monat

Laufende Gebühren liegen bei den Anbietern mit veröffentlichten Preisen zwischen 0,99 und 5 Euro pro Karte im Monat, teils kommt eine monatliche Rechnungsgebühr hinzu. Markenübergreifende Karten nennen ihre Konditionen meist erst im Angebot.

Mobilitätsbudget-Karte 8,90 € pro Mitarbeitendem und Monat

Benefit-Karten für Tanken, Laden und Parken rechnen pro Person ab. Der veröffentlichte Einstiegspreis liegt bei 8,90 Euro im Monat, bei zwei Jahren Laufzeit etwas darunter.

Versteckte Kosten

Neben den Grundgebühren summieren sich Nebenposten: Papierrechnungen kosten je nach Anbieter einige Franken oder Euro, Ersatzkarten und Datenauswertungen werden einzeln berechnet. Hinzu kommen mögliche Aufschläge im Fremdnetz oder Ausland, Kautionen ab einem bestimmten Kreditlimit und kurze Zahlungsziele. Fordern Sie deshalb immer die vollständige Gebührenübersicht an.

Der Dr.-Web-Quizmaster
Wissenstest
Wie gut kennen Sie sich mit Tankkarten aus?
5 Fragen aus dem Artikel. Wählen Sie Ihre Antwort, dann decken Sie die Lösung auf.
1 Was bestimmt, wo eine Tankkarte funktioniert? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: B. Eine Tankkarte gilt nur an den Stationen, die zum Akzeptanznetz ihres Ausstellers oder Verbunds gehören. Gleichen Sie das Netz deshalb vor dem Abschluss mit Ihren Routen ab.
2 Was ist ROUTEX? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. ROUTEX ist ein Verbund, in dem mehrere Mineralölgesellschaften die Karten ihrer Partner annehmen. Sie schließen den Vertrag mit einem Aussteller und tanken europaweit auch bei dessen Partnern.
3 Welche Funktion schützt am besten vor Missbrauch? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: C. Mit Limits und Warenkreisen legen Sie fest, wie viel und was mit einer Karte gekauft werden darf. PIN und Kilometerstandsabfrage ergänzen den Schutz.
4 Was setzt der Vorsteuerabzug aus der Tankkartenrechnung voraus? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. Für den Vorsteuerabzug zählt in Deutschland eine Rechnung, die den Anforderungen des § 14 UStG entspricht. Eine korrekte Sammelrechnung des Ausstellers erfüllt diese Anforderungen in der Regel. Die Einzelheiten klären Sie mit Ihrer Steuerberatung.
5 Was unterscheidet markenübergreifende von markengebundenen Tankkarten typischerweise? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: B. Markenübergreifende Karten gelten an Stationen vieler Marken, verlangen dafür aber häufiger Gebühren. Markengebundene Karten sind oft gebührenfrei, gelten aber nur im Netz ihrer Marke und ihrer Verbundpartner.

Glossar: Tankkarten-Begriffe kurz erklärt

Die wichtigsten Fachbegriffe rund um Tankkarten, Flottenkarten und die Abrechnung im Fuhrpark, kompakt und anbieterneutral erklärt.

Akzeptanznetz

Das Akzeptanznetz umfasst alle Tankstellen, Ladepunkte und Servicestellen, an denen eine Tankkarte angenommen wird. Seine Dichte entlang Ihrer Routen entscheidet mehr über den Nutzen einer Karte als die Gesamtzahl der Stationen.

Akzeptanzverbund (ROUTEX)

Ein Akzeptanzverbund ist ein Zusammenschluss mehrerer Mineralölgesellschaften, die Karten der Partner an ihren Stationen annehmen. ROUTEX ist der bekannteste Verbund in Europa. Den Vertrag schließen Sie mit einem der beteiligten Aussteller.

Flottenkarte

Flottenkarte ist ein anderer Begriff für die Tankkarte für Firmen. Er betont den Einsatz in einem Fuhrpark mit mehreren Fahrzeugen, zentraler Verwaltung und Sammelrechnung.

Markengebundene Tankkarte

Eine markengebundene Tankkarte gibt eine Mineralölmarke für ihr eigenes Tankstellennetz aus. Sie ist häufig gebührenfrei, gilt aber nur an den Stationen dieser Marke und gegebenenfalls ihrer Verbundpartner.

Markenübergreifende Tankkarte

Eine markenübergreifende Tankkarte stammt von einem spezialisierten Kartenanbieter und gilt an Stationen vieler Marken. Sie bietet ein großes Netz und Zusatzdienste, kostet aber häufiger Karten- oder Servicegebühren.

Sammelrechnung

Die Sammelrechnung fasst alle Tank- und Ladevorgänge eines Abrechnungszeitraums zusammen, meist aufgeschlüsselt nach Karte, Fahrzeug und Produkt. Für die Buchhaltung ersetzt sie die einzelnen Kassenbons.

Vorsteuerabzug

Beim Vorsteuerabzug ziehen Unternehmen die auf Eingangsrechnungen gezahlte Umsatzsteuer von ihrer eigenen Steuerschuld ab. Voraussetzung ist in Deutschland eine Rechnung, die den Anforderungen des § 14 UStG entspricht.

Kartenprofil und Warenkreis

Im Kartenprofil legen Sie fest, wie eine Karte genutzt werden darf. Der Warenkreis bestimmt dabei die erlaubten Produkte, etwa nur Diesel, zusätzlich AdBlue oder auch Wäsche und Shopartikel. Beides schützt wirksam vor Missbrauch.

Kilometerstandsabfrage

Bei der Kilometerstandsabfrage geben Fahrerinnen und Fahrer beim Bezahlen den aktuellen Kilometerstand ein. So lässt sich der Verbrauch pro 100 Kilometer berechnen, und unplausible Tankungen fallen auf.

Pumpenpreis

Der Pumpenpreis, auch Säulenpreis genannt, ist der an der Zapfsäule angezeigte Preis zum Zeitpunkt des Tankens. Viele Tankkarten rechnen auf dieser Basis ab, teils abzüglich eines Rabatts.

Prepaid-Tankkarte

Eine Prepaid-Tankkarte arbeitet mit vorab eingezahltem Guthaben statt mit einem Kreditrahmen. Sie passt zu Unternehmen, die keinen Kredit wollen oder für einen Kreditrahmen die Bonitätsprüfung nicht bestehen.

Tank- und Ladekarte

Eine Tank- und Ladekarte deckt Kraftstoff und öffentliches Laden mit einer einzigen Karte ab. Beide Vorgänge erscheinen auf derselben Rechnung, was Mischflotten aus Verbrennern und E-Autos die Abrechnung erleichtert.

AdBlue

AdBlue ist eine wässrige Harnstofflösung, die viele moderne Dieselmotoren zur Abgasnachbehandlung benötigen. Tankkarten führen AdBlue meist als eigene Warengruppe, die Sie gezielt freigeben.

HVO100

HVO100 ist ein paraffinischer Dieselkraftstoff aus hydrierten Pflanzenölen und Reststoffen. In Deutschland darf er seit April 2024 an öffentlichen Tankstellen verkauft werden. Tanken dürfen ihn Fahrzeuge mit entsprechender Herstellerfreigabe.

Maut-Box (EETS)

Eine Maut-Box ist ein Bordgerät, das Mautgebühren automatisch erfasst. Geräte nach dem europäischen Standard EETS rechnen die Maut mehrerer Länder über einen Anbieter ab, oft gemeinsam mit der Tankkarte.

Mehrwertsteuer-Rückerstattung

Für Tankungen im Ausland zahlen Unternehmen die dortige Mehrwertsteuer. Über das Vorsteuer-Vergütungsverfahren lässt sie sich zurückholen; viele Anbieter von Lkw-Tankkarten übernehmen diesen Antrag als Service.

Häufige Fragen

Die wichtigsten Fragen rund um Tankkarten für Unternehmen, kurz und anbieterneutral beantwortet. Die Antworten ersetzen keine Steuer- oder Rechtsberatung.

Wie funktioniert eine Tankkarte?

Mit einer Tankkarte zahlen Fahrerinnen und Fahrer an einer Akzeptanzstelle bargeldlos mit Karte und PIN, der Aussteller bündelt alle Vorgänge in einer Sammelrechnung an das Unternehmen. Vorher legen Sie pro Karte Limits und erlaubte Warengruppen fest. Die Rechnung kommt meist monatlich, bei manchen Ausstellern auch in kürzeren Abständen.

Für wen lohnt sich eine Tankkarte?

Eine Tankkarte lohnt sich schon ab einem Firmenwagen, sobald Belegaufwand, Vorsteuer und Kontrolle eine Rolle spielen. Mit jeder weiteren Karte steigt der Nutzen, weil Sammelrechnung, Limits und Auswertungen die Verwaltung des Fuhrparks vereinfachen. Für ein einzelnes Fahrzeug reicht oft eine gebührenfreie Stationskarte.

Kann man mit einer Tankkarte an jeder Tankstelle tanken?

Nein, eine Tankkarte funktioniert nur im Akzeptanznetz ihres Ausstellers oder Verbunds. Markenkarten gelten an den Stationen der jeweiligen Marke, Verbundkarten wie ROUTEX auch bei Partnern in Europa. Markenübergreifende Flottenkarten decken viele Marken ab, kosten dafür aber häufiger Gebühren.

Gibt es Tankkarten für Elektroautos?

Ja, viele Anbieter bieten kombinierte Tank- und Ladekarten an, mit denen Sie tanken und an öffentlichen Ladepunkten laden. Beide Vorgänge erscheinen auf derselben Rechnung. Prüfen Sie die Ladepreise pro Kilowattstunde und die Zahl der Ladepunkte im In- und Ausland.

Können Selbstständige eine Tankkarte bekommen?

Ja, Selbstständige und Kleinunternehmen erhalten in der Regel eine Tankkarte, wenn sie ihre gewerbliche Tätigkeit nachweisen und die Bonitätsprüfung bestehen. Einige Aussteller richten ihre Karten ausdrücklich auch an Selbstständige. Wer keinen Kreditrahmen erhält, kann auf Prepaid-Varianten mit Guthaben ausweichen.

Ist der Vorsteuerabzug mit einer Tankkarte möglich?

Ja, der Vorsteuerabzug ist möglich, wenn die Sammelrechnung des Ausstellers die Anforderungen an eine ordnungsgemäße Rechnung nach § 14 UStG erfüllt. Dazu gehören unter anderem Angaben zu Leistung, Menge, Entgelt und ausgewiesener Umsatzsteuer. In Österreich und der Schweiz gelten eigene Vorschriften. Die Details klären Sie mit Ihrer Steuerberatung.

Darf der Arbeitgeber eine Tankkarte steuerfrei überlassen?

Steuerfrei bleibt eine Tankkarte für Mitarbeitende nur in engen Grenzen, etwa im Rahmen der Sachbezugsfreigrenze von 50 Euro im Monat nach § 8 Abs. 2 Satz 11 EStG oder als Teil der Dienstwagenbesteuerung. Ob die Voraussetzungen erfüllt sind, hängt vom Einzelfall ab. Dieser Hinweis ersetzt keine Steuerberatung.

Was tun, wenn die Tankkarte verloren geht?

Lassen Sie eine verlorene Tankkarte sofort beim Aussteller sperren, per Hotline oder im Kundenportal. Bis zur Sperrung können Dritte mit der Karte bezahlen, die Haftung richtet sich nach den Geschäftsbedingungen des Ausstellers. Eine Ersatzkarte bestellen Sie anschließend, teils gegen Gebühr.

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Michael Dobler & Markus Seyfferth
Autoren
Michael Dobler und Markus Seyfferth bilden das Autorenduo hinter den Vergleichen von Dr. Web. Anbietervergleiche sind ihre Spezialität und entstehen grundsätzlich gemeinsam: Praxiswissen aus über drei Jahrzehnten Web trifft auf den strategischen Rundum-Blick eines Chefredakteurs, damit Entscheider ohne Umwege die beste Wahl für ihr Business treffen.
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