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Google spielt in einer Anzeigengruppe die Anzeige mit der besseren Anzeigenstärke häufiger aus, doch die schwächer bewertete erzielt in der Mehrzahl der Gruppen die höhere Conversion-Rate. Das zeigt eine Auswertung von mehr als 5.900 Google-Ads-Konten. Im Schnitt kostet die höher bewertete Anzeige 11,8 Prozent mehr je Conversion.

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Inhalt 5 Abschnitte
  1. Google zeigt die besser bewertete Anzeige öfter
  2. Warum die Note wenig über Conversions sagt
  3. Was bedeutet das für Werbetreibende in Deutschland?
  4. FAQ: Google Ads: Hohe Anzeigenstärke kostet 11,8 Prozent mehr je Conversion
  5. Mehr Newshunger?

Der Anbieter für Anzeigentests Adalysis hat am 27. Oktober eine Auswertung zur Anzeigenstärke veröffentlicht, die Search Engine Journal am 3. November aufgriff.[1][2] Mitgründer Brad Geddes wiederholte damit eine Studie von 2022. Verglichen wurden laut Search Engine Journal Anzeigengruppen mit zwei aktiven responsiven Suchanzeigen unterschiedlicher Stärke, bei gleichen Keywords, Geboten und Budgets.

Auf einen Blick

Das Wichtigste in Kürze

  • Die höher bewertete Anzeige bekam in 63 Prozent der Anzeigengruppen mehr Impressionen, 2022 waren es 56,8 Prozent.
  • Die niedriger bewertete erzielte in 55 Prozent der Gruppen die höhere Conversion-Rate und hatte im Schnitt den niedrigeren CPA.
  • Google sagt, die Anzeigenstärke fließe nicht in Ad Rank, Qualitätsfaktor oder Auktion ein.
  • Adalysis rät ohne Pins zu „Excellent“, bei Pins zu eigenen Tests statt zur Note.

Google zeigt die besser bewertete Anzeige öfter

Eine Waage vergleicht einen Stern und eine Münze vor weißem Hintergrund
Google Ads bevorzugt responsive Suchanzeigen mit besserer Anzeigenstärke: Bei „Excellent“ vs. „Poor“ werden hochwertige Anzeigen in 78 Prozent der Fälle häufiger ausgespielt

Die Anzeigenstärke ist eine Note, die Google Ads für responsive Suchanzeigen vergibt, auf einer Skala von „Incomplete“ bis „Excellent“. In 63 Prozent der verglichenen Anzeigengruppen lieferte Google die höher bewertete Anzeige häufiger aus. Bei „Excellent“ gegen „Poor“ waren es 78 Prozent, bei zwei Stufen Abstand 66 Prozent, bei „Good“ gegen „Average“ 59 Prozent.[2]

Bei den Ergebnissen kippt das Bild. Die niedriger bewertete Anzeige hatte in 55 Prozent der Gruppen die höhere Conversion-Rate, in 54,3 Prozent die bessere Zahl an Conversions je 1.000 Impressionen und in 51,5 Prozent den niedrigeren CPA, also die geringeren Kosten je Conversion. Über alle Gruppen lag der CPA der höher bewerteten Anzeige 11,8 Prozent höher. Eine Anzeige, die im Schnitt 100 Euro je Conversion kostet, wäre danach bei besserer Note bei 111,80 Euro.[1][2]

Warum die Note wenig über Conversions sagt

Google beschreibt die Anzeigenstärke als Hinweis auf die Relevanz der Bausteine zu den Keywords, die Zahl möglicher Kombinationen aus Überschriften und Beschreibungen und die Zahl der Sitelinks. Die Qualität der Zielseite fließt nicht ein. Laut Google-Hilfe zählt die Note nicht für Ad Rank, Qualitätsfaktor oder Auktionsgewinne und beeinflusst nicht, ob eine Anzeige ausgespielt werden darf.[4] Dass Google die höher bewertete Anzeige trotzdem öfter ausspielt, erklärt die Studie nicht. Sie ist eine reine Beobachtung und belegt keine Ursache.

Eine Rolle spielen laut Adalysis die Pins, also fest an eine Position gesetzte Überschriften. Pins senken meist die Note, können aber die Conversion-Rate heben. Bei zwei oder mehr festgesetzten Positionen reicht die Note höchstens bis „Good“, bei lauter gepinnten Überschriften ergibt sie oft „Poor“. Ohne Pins empfiehlt Adalysis mindestens 11 unterschiedliche Überschriften. Von den Anzeigen mit 15 oder mehr Überschriften erreichten nur 44 Prozent „Excellent“, auf die Vielfalt kommt es also mehr an als auf die Menge.[1]

Dasselbe Muster zeigte im April eine Auswertung von Optmyzr mit rund 20.000 Konten der eigenen Kundschaft, die laut den Autoren eher erfahrene Werbetreibende sind. Anzeigen mit „Average“ hatten dort den besten CPA (rund 10,80 Euro) und die höchste Conversion-Rate (12,65 Prozent), „Excellent“ den schlechtesten (rund 25 Euro, 4,97 Prozent). Den besten ROAS hatte „Poor“. Beträge zum Kurs 0,87 Euro je Dollar.[3]

Wo die höher bewertete Anzeige vorn liegt
Anzeigengruppen mit zwei Anzeigen unterschiedlicher Stärke, mehr als 5.900 Google-Ads-Konten
63 %
der Gruppen: Die höher bewertete Anzeige bekommt mehr Impressionen
55 %
der Gruppen: Die niedriger bewertete Anzeige hat die höhere Conversion-Rate
11,8 %
höherer CPA bei der besser bewerteten Anzeige im Schnitt

Anteil der Gruppen, in denen die höher bewertete Anzeige vorn liegt

Impressionen
63 %
Klickrate
52,5 %
Conversions je 1.000 Impressionen
45,7 %
Niedrigerer CPA
48,5 %
Conversion-Rate
45 %

Vorn liegt die Anzeige mit dem besseren Wert in der jeweiligen Kennzahl. Unter 50 Prozent heißt: Die schwächer bewertete Anzeige gewinnt öfter.

2022 und 2026 im Vergleich

Impressionen 2022
56,8 %
Impressionen 2026
63 %
Conversion-Rate 2022
45,8 %
Conversion-Rate 2026
45,1 %

Beobachtungsdaten eines Anbieters für Anzeigentests, kein Marktdurchschnitt.

Anzeigenstärke ist ein Hinweis des Systems, kein Ergebnis. Entscheidend bleibt, was eine Conversion kostet.

Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web
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Was bedeutet das für Werbetreibende in Deutschland?

Die Studie trennt nicht nach Ländern, die Anzeigenstärke gilt aber in allen Konten gleich. Für die Pflege der Anzeigen heißt das:

  • Nach Ergebnis vergleichen: In Gruppen mit Anzeigen unterschiedlicher Stärke Conversion-Rate und Kosten je Conversion prüfen, nicht Impressionen. Adalysis warnt, dass gemischte Gruppen die beste Anzeige verdecken können.
  • Pins gezielt setzen: Feste Positionen kosten Punkte, helfen aber manchmal bei der Conversion-Rate. Sie gehören dorthin, wo ein Text an einer bestimmten Stelle stehen muss.
  • Auf Vielfalt achten: Ohne Pins mindestens 11 verschiedene Überschriften mit Keywords, Nutzen, Merkmalen und Handlungsaufforderung.
  • Googles Vorgabe kennen: Google empfiehlt je Anzeigengruppe mindestens zwei responsive Suchanzeigen mit „Good“ oder „Excellent“ und je eine eigene Ziel-URL. Die von Google genannten 15 Prozent mehr Conversions von „Poor“ auf „Excellent“ beruhen auf internen Daten vom 15. bis 20. August 2025.

Die Zahlen stammen von einem Anbieter für Anzeigentests und aus Konten, die dessen Werkzeug nutzen. Wie Kampagnen im DACH-Raum abschneiden, zeigen sie nicht. Grundlagen zum Kanal erklärt der Ratgeber zu PPC, bei der Kontopflege helfen die Google-Ads-Agenturen im Vergleich.[4]

FAQ: Google Ads: Hohe Anzeigenstärke kostet 11,8 Prozent mehr je Conversion

Was ist die Anzeigenstärke in Google Ads?

Die Anzeigenstärke ist eine Note für responsive Suchanzeigen von „Incomplete“ bis „Excellent“. Sie bewertet, wie relevant die Bausteine zu den Keywords sind, wie viele Kombinationen möglich sind und wie viele Sitelinks vorliegen. Die Zielseite fließt nicht ein.

Beeinflusst die Anzeigenstärke die Auktion?

Laut Google nicht: Die Note werde nicht für Ad Rank, Qualitätsfaktor oder Auktionsgewinne herangezogen und entscheide nicht über die Ausspielung. Die Adalysis-Studie zeigt dennoch, dass Google die höher bewertete Anzeige in 63 Prozent der Gruppen öfter ausspielt.

Soll ich auf „Excellent“ optimieren?

Nicht als Selbstzweck. In der Studie hatte die besser bewertete Anzeige im Schnitt einen um 11,8 Prozent höheren CPA. Adalysis rät ohne Pins zu „Excellent“, bei gepinnten Anzeigen zu eigenen Tests nach Conversion-Rate und Kosten je Conversion.

Gelten die Ergebnisse für Deutschland?

Die Auswertung trennt nicht nach Ländern. Sie beruht auf mehr als 5.900 Konten, die ein Anbieter für Anzeigentests auswertet, und ist kein Marktdurchschnitt. Ob deutsche Konten ähnlich abschneiden, lässt sich daraus nicht ablesen.

Quellen

4 Quellen anzeigenQuellen ausblenden
  1. AdalysisGoogle Ads data study: Does a higher ad strength improve your performance?, Brad Geddes27.10.2026
  2. Search Engine JournalGoogle Favors High Ad Strength RSAs, But Lower-Rated Ads Convert Better, Greg Jarboe, 3. November 2026. Beträge in Euro umgerechnet zum Kurs 0,87 Euro je Dollar
  3. OptmyzrGoogle RSA performance study, Frederick Vallaeys06.04.2026
  4. Google Ads HilfeAbout Ad Strength for responsive search ads, abgerufen am 5. November 2026

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