Von jedem Euro, den die deutsche Medizintechnik umsetzt, zahlen Kunden im Ausland 68 Cent. Neue Stellen entstehen gerade woanders: 2025 kamen in Verwaltung, Erziehung und Gesundheit 205.000 Erwerbstätige hinzu, das Produzierende Gewerbe ohne Bau verlor 143.000. Den Überschuss im Geschäft mit dem Ausland beziffert die Bundesbank für 2025 auf 197,4 Milliarden Euro, gut ein Fünftel weniger als im Jahr davor.
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- Warum führt die Frage nach genug Jobs in die Irre?
- Was ist Exportarbeit, und warum bezahlt sie den Rest?
- Wie viel Exportarbeit hat Deutschland?
- Wie schnell schrumpft die Exportbasis?
- Wer gewinnt, wer zahlt, wenn Werke abwandern?
- Kann Deutschland von Dienstleistungen leben?
- Was geht in der Rechnung nicht auf?
- Welche Wege schlagen Ökonomen vor?
- Was heißt das für Ihr Unternehmen?
- Unsere Einordnung: Erst die Exportbasis, dann die Verteilung
- Glossar: 13 wichtige Fachbegriffe zur Exportarbeit
- FAQ: Hat Deutschland genug Arbeit, die das Ausland bezahlt?
Für Ihr Unternehmen ist das mehr als eine Statistik. Aus den Erlösen der Exportbetriebe stammen Steuern, Sozialbeiträge und Aufträge, von denen auch Handwerker, Händler und Steuerbüros leben. Hier lesen Sie, wie viel Arbeit in Deutschland ihr Geld im Ausland verdient, wie schnell sie schrumpft und warum die Zahl der Jobs allein darüber nichts verrät.
Das Wichtigste in Kürze
- Für die Zukunft zählt nicht die Zahl der Jobs, sondern wie viel Arbeit Geld von außen hereinholt. Diese Exportarbeit bezahlt Importe, einen großen Teil der Steuern und viele Stellen vor Ort.
- 2021 hing knapp jeder vierte Arbeitsplatz am Export, 2015 war es noch mehr als jeder vierte. Ungefähr ebenso viele Menschen arbeiten im öffentlichen Dienst oder im Gesundheitswesen.
- Seit 2019 hat die Industrie laut EY 341.500 Stellen abgebaut, die Produktion liegt rund 18 Prozent unter dem Höchststand. Neue Stellen entstehen vor allem dort, wo Steuern und Beiträge die Gehälter zahlen.
- Rund 60 Prozent der großen Industrieunternehmen befassen sich mit Verlagerung oder Abbau von Produktion. Jedes Werk, das geht, nimmt auch Arbeit bei Zulieferern, Handwerkern und Händlern mit.
1 Welcher Anteil der Erwerbstätigen in Deutschland hing 2021 laut Statistischem Bundesamt am Export? Aufklappen ↓
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2 Wie viel Prozent ihres Umsatzes erzielt die deutsche Medizintechnik im Ausland? Aufklappen ↓
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3 Wie viele lokale Stellen schafft eine zusätzliche Industriestelle in US-Städten nach Enrico Moretti? Aufklappen ↓
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4 Wie viel Förderung je geplanter Stelle hätte die abgesagte Intel-Fabrik in Magdeburg rechnerisch bekommen? Aufklappen ↓
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5 Wie hoch war die Staatsquote in Deutschland im Jahr 2025? Aufklappen ↓
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Warum führt die Frage nach genug Jobs in die Irre?

Weil sie jede Stelle gleich zählt, egal wer sie bezahlt. Eine Erzieherin und ein Monteur für Röntgengeräte stehen in der Statistik mit derselben Eins. Für die Zukunft des Landes zählt aber, wie viel Arbeit Geld verdient, das von außen hereinkommt, statt Geld zu verteilen, das andere vorher verdient haben.
Die Debatte über den Arbeitsmarkt kreist um drei Zahlen: Erwerbstätige, Arbeitslose, offene Stellen. Im zweiten Quartal 2026 waren laut Statistischem Bundesamt rund 45,7 Millionen Menschen erwerbstätig, 212.000 weniger als ein Jahr zuvor.
An diesen Zahlen gemessen ist die Lage durchwachsen, aber nicht dramatisch. Arbeit gibt es genug, Arbeitskräfte werden knapp, das hat Dr. Web in der Analyse Uns fehlen keine Jobs, sondern Zahler nachgerechnet.
Auch die Frage nach genug sinnvoller Arbeit trotz KI und Bürokratie führt nicht weiter. Pflege, Kitas und Schulen leisten unbestritten sinnvolle Arbeit.
Die eigentliche Frage ist eine andere, und sie entscheidet über den Standort: Gibt es in Deutschland genug Arbeit, deren Lohn am Markt verdient wird, am besten bei Kunden im Ausland?
Gemeint ist der Medizintechnikhersteller, der Endoskope nach Frankreich und in die USA verkauft, hier Löhne zahlt, Gewerbesteuer abführt und bei Zulieferern im Umland einkauft. Gemeint ist nicht die Stelle, die aus dem Staatshaushalt oder aus Sozialbeiträgen bezahlt wird, und auch nicht der Arbeitsplatz, den eine Subvention erst rentabel macht.
Wir nennen diese Arbeit im Folgenden Exportarbeit.
Exportarbeit ist nicht wertvoller als die Arbeit einer Pflegekraft. Sie bezahlt aber deren Gehalt.
Was ist Exportarbeit, und warum bezahlt sie den Rest?

Exportarbeit ist Arbeit, deren Erlöse von Kunden außerhalb der eigenen Volkswirtschaft kommen. Sie bringt das Geld ins Land, mit dem Importe, Steuern und ein großer Teil der örtlichen Arbeit bezahlt werden. Die Regionalökonomie nennt das die Exportbasis.
Der spätere Nobelpreisträger Douglass C. North beschrieb 1955 im Journal of Political Economy, wie Regionen wachsen: über das, was sie nach außen verkaufen.
Die Exportbasistheorie teilt eine Wirtschaft in zwei Teile. Der Basissektor verkauft Güter und Dienstleistungen an Kunden außerhalb der Region. Der lokale Sektor bedient die Menschen vor Ort: Bäcker, Friseure, Handwerker, Ärzte, Schulen.
Der lokale Sektor lebt vom Einkommen, das der Basissektor hereinholt. Wenn der Basissektor wegfällt, zirkuliert das vorhandene Geld noch eine Weile, dann wird es weniger.
Der Ökonom Enrico Moretti von der Universität Berkeley hat den Zusammenhang für amerikanische Städte gemessen. Jede zusätzliche Stelle in der Industrie schafft nach seiner Studie von 2010 in derselben Stadt 1,6 Stellen in lokalen Dienstleistungen.
Bei qualifizierten Stellen sind es 2,5, in der Hochtechnologie, zu der Moretti den Bau von Maschinen, Computern, elektrischen Anlagen und Präzisionsinstrumenten zählt, sogar 4,9.
Für ein ganzes Land gilt dieselbe Logik mit einer Grenze mehr. Deutschland kauft Erdöl, Erdgas, Smartphones, Software-Lizenzen und Urlaubsreisen im Ausland ein. Bezahlen kann es diese Importe auf Dauer nur mit Exporten oder mit Schulden.
Eine Kita bringt dafür keinen Euro herein, ein Amt auch nicht. Beide sind nötig, beide schaffen Werte, die keine Exportstatistik misst.
Ihr Geld stammt aber aus Steuern und Beiträgen, und die Steuern stammen zu einem großen Teil aus Löhnen und Gewinnen, die Unternehmen am Markt verdient haben.
| Art der Arbeit | Wer bezahlt | Beispiele | Größenordnung |
|---|---|---|---|
| Exportarbeit | Kunden im Ausland | Medizintechnik, Maschinenbau, Chemie, Software für ausländische Kunden | 23,4 % der Erwerbstätigen hingen 2021 am Export |
| Binnenmarktarbeit | Kunden im Inland | Bäckerei, Handwerk, Einzelhandel, Steuerberatung | lebt zu einem guten Teil vom Einkommen der Exportarbeit |
| Staatlich oder aus Beiträgen finanzierte Arbeit | Steuer- und Beitragszahler | Verwaltung, Schulen, Kitas, Kliniken, Pflege | 5,5 Mio. im öffentlichen Dienst (2025), 6,2 Mio. im Gesundheitswesen (2024) |
Wenn man die Arbeit nach ihren Geldgebern sortiert, ergeben sich drei Gruppen. Die Exportarbeit verdient Geld im Ausland. Die Binnenmarktarbeit verdient Geld am heimischen Markt, beim Bäcker ebenso wie beim Steuerberater, und lebt zu einem guten Teil vom Einkommen der ersten Gruppe. Die staatlich finanzierte Arbeit verteilt Geld, das die beiden anderen Gruppen erwirtschaftet haben, und leistet dafür Pflege, Bildung, Sicherheit und Verwaltung.
Wie viel Exportarbeit hat Deutschland?

Knapp jeder vierte Arbeitsplatz hängt am Export. 2021 arbeiteten laut Statistischem Bundesamt 23,4 Prozent der Erwerbstätigen direkt für Exportgüter oder als Zulieferer dafür, 2015 waren es noch 26,1 Prozent.
Die Statistiker zählen zu den exportabhängigen Erwerbstätigen nicht nur die Menschen, die Exportgüter herstellen, sondern auch alle, die im Inland Vorprodukte dafür fertigen. Neuere Werte als die von 2021 hat das Amt noch nicht veröffentlicht.
Auf die heutige Zahl der Erwerbstätigen umgerechnet wären es rund 10,5 Millionen Menschen, eine eigene Überschlagsrechnung.
Was diese Menschen verdienen, zeigt die Außenhandelsstatistik. 2025 exportierte Deutschland Waren für 1.563,0 Milliarden Euro und importierte Waren für 1.362,5 Milliarden Euro. Der Überschuss von 200,5 Milliarden Euro lag allerdings deutlich unter den 242,9 Milliarden Euro des Vorjahres.
Auf der anderen Seite steht die Arbeit, die überwiegend Steuer- und Beitragszahler finanzieren. Im öffentlichen Dienst arbeiteten zum 30. Juni 2025 rund 5,5 Millionen Menschen, meldet das Statistische Bundesamt, rund 12 Prozent aller Erwerbstätigen. Zehn Jahre zuvor waren es 4,65 Millionen, ein Plus von 17,9 Prozent.
Im Gesundheitswesen arbeiteten Ende 2024 knapp 6,2 Millionen Menschen, viele davon bei privaten Arbeitgebern, bezahlt werden sie aber überwiegend von Kranken- und Pflegekassen.
Die beiden Gruppen überschneiden sich, etwa bei kommunalen Kliniken, und lassen sich deshalb nicht einfach addieren. Die Größenordnung ist trotzdem klar: Neben jeder Stelle, die am Export hängt, steht ungefähr eine, die aus Steuern oder Beiträgen bezahlt wird.
Die Medizintechnik zeigt, wie Exportarbeit im Einzelfall aussieht. Nach Angaben des Industrieverbands SPECTARIS arbeiteten 2024 mehr als 210.000 Menschen in der Branche. Die 1.508 Hersteller mit mehr als 20 Beschäftigten setzten 41,4 Milliarden Euro um, 68 Prozent davon im Ausland.
Rund 9 Prozent des Umsatzes stecken die Firmen in Forschung und Entwicklung, 93 Prozent von ihnen sind kleine und mittlere Unternehmen.
Von jedem Euro, den diese Firmen verdienen, kommen also 68 Cent aus Kliniken und Praxen jenseits der Grenze. Die Löhne in Tuttlingen, Erlangen oder Melsungen zahlen damit zu zwei Dritteln Kunden, die keine deutschen Steuern und keine deutschen Beiträge entrichten.
Die Gruppen überschneiden sich und haben unterschiedliche Stichtage, eine Summe ergibt deshalb keinen Sinn. Wertschöpfung je Erwerbstätigem: eigene Rechnung aus Eurostat und Statistischem Bundesamt. Multiplikator nach Enrico Moretti (2010).
Industriearbeit, der Kern der Exportarbeit, ist zudem produktiver als der Durchschnitt. Im Verarbeitenden Gewerbe erwirtschaftete 2025 jeder Erwerbstätige rund 110.000 Euro Bruttowertschöpfung, in der gesamten Wirtschaft rund 89.000 Euro, rechnet Dr. Web aus Daten von Eurostat und Statistischem Bundesamt.
Vollzeitkräfte in der Industrie verdienten 2025 im Schnitt 67.520 Euro brutto im Jahr, in der öffentlichen Verwaltung 59.350 Euro.
Exportarbeit ist knapp ein Viertel aller Arbeit, finanziert über Steuern, Beiträge und Aufträge aber einen viel größeren Teil. Ihr Anteil sinkt, der Anteil der staatlich bezahlten Arbeit steigt.
Wie schnell schrumpft die Exportbasis?

Schneller, als die Zahl der Erwerbstätigen verrät. Seit 2019 hat die Industrie nach Berechnungen der Prüfungsgesellschaft EY 341.500 Stellen abgebaut, die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe liegt rund 18 Prozent unter ihrem Höchststand vom November 2017.
Ende Juni 2026 arbeiteten in Industriebetrieben mit mindestens 50 Beschäftigten noch 5,29 Millionen Menschen, 144.100 weniger als ein Jahr zuvor. In der Autoindustrie zählte das Statistische Bundesamt 691.500 Beschäftigte, so wenige wie seit 2005 nicht.
EY zählt für die Autoindustrie seit 2019 rund 125.800 Stellen weniger, ein Minus von 15 Prozent.
Chemie und Pharma sowie die Elektroindustrie haben im selben Zeitraum leicht zugelegt, um 3 und 2 Prozent.
Die Produktion fällt stärker als die Beschäftigung. Der Produktionsindex von Eurostat für das deutsche Verarbeitende Gewerbe stand im November 2017 bei 110,8 Punkten, im August 2026 bei 90,8. Der Anteil der Industrie an der Bruttowertschöpfung sank von 22,0 Prozent im Jahr 2018 auf 19,4 Prozent im Jahr 2025, eigene Rechnung aus Eurostat-Daten.
Frankreich kommt auf 11,2 Prozent, Italien auf 16,7 Prozent. Deutschland hat also noch mehr Industrie als seine Nachbarn, nur eben weniger als früher.
Der Überschuss in der Leistungsbilanz, gewissermaßen der Gewinn des Landes im Geschäft mit dem Rest der Welt, sank 2025 nach vorläufigen Angaben der Bundesbank auf 197,4 Milliarden Euro, nach 251,5 Milliarden Euro im Jahr davor. Ausschlaggebend war laut Bundesbank ein geringerer Überschuss im Warenhandel. Was die Außenposition über die Bonität eines Landes verrät, erklärt unser Beitrag zur Leistungsbilanz als Säule der Länderratings.
Bei den Direktinvestitionen fällt das Bild gemischt aus. Von 2021 bis 2023 flossen nach Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) netto 100, 125 und 94 Milliarden Euro mehr aus Deutschland ab, als ausländische Unternehmen hier investierten. 2025 war die Bilanz ungefähr ausgeglichen, die Bundesbank meldet vorläufig einen kleinen Nettoabfluss von 15,1 Milliarden Euro.
Der Abfluss von Kapital hat sich also beruhigt. Die Pläne der Betriebe zeigen etwas anderes.
Im Energiewende-Barometer der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) vom Sommer 2026 gaben rund 40 Prozent der Industrieunternehmen an, sich mit der Verlagerung oder Einstellung von Produktion zu beschäftigen oder sie schon umzusetzen. Bei großen Industrieunternehmen waren es rund 60 Prozent.
Ein Drittel der großen Betriebe setzt die Verlagerung bereits um. Als Grund nennt die DIHK vor allem die Energiekosten.
Wer gewinnt, wer zahlt, wenn Werke abwandern?

Gewinner sind die Standorte, die Werke und Forschung aufnehmen, und kurzfristig die Beschäftigten in Pflege, Kitas und Verwaltung, deren Stellen weiter wachsen. Zahlen müssen die verbleibenden Exportbetriebe, ihre Beschäftigten und die Regionen, deren Gewerbesteuer an wenigen Werken hängt.
Zu den Gewinnern zählen zuerst die Standorte, an die Produktion und Forschung wandern, vor allem solche mit billigerer Energie wie die USA.
Ein Werk, das in Deutschland schließt und in Texas oder Osteuropa neu entsteht, verlagert die Exportarbeit, die Steuern und die Aufträge für das Umland gleich mit.
Im Inland wachsen vor allem die Stellen, die Steuern und Beiträge finanzieren. 2025 kamen laut Statistischem Bundesamt im Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit 205.000 Erwerbstätige hinzu, im Produzierenden Gewerbe ohne Bau gingen 143.000 verloren. Im zweiten Quartal 2026 setzte sich das Muster fort, mit 187.000 Erwerbstätigen mehr auf der einen und 159.000 weniger auf der anderen Seite.
Jahresdurchschnitte nach dem Inlandskonzept, Stand August 2026. Veränderungen eigene Rechnung. Verlagerung: Anteil der großen Industrieunternehmen, die sich laut DIHK-Umfrage vom Juni 2026 damit beschäftigen oder sie umsetzen.
Bezahlen müssen das die verbleibenden Betriebe und ihre Beschäftigten. Die Staatsquote, also das Verhältnis der Staatsausgaben zur Wirtschaftsleistung, lag 2025 laut Statistischem Bundesamt bei 50,3 Prozent und damit erstmals seit den Corona-Jahren wieder über der Hälfte.
Das IW kommt zu einem ähnlichen Befund beim Wachstum: Seit 2019 stieg der reale Staatskonsum um mehr als 16 Prozent, der private Konsum nur um 4,5 Prozent.
Am härtesten trifft es Regionen, die an wenigen Werken hängen. Wenn dort ein großer Betrieb schließt, verliert die Gemeinde Gewerbesteuer, die Zulieferer verlieren Aufträge, und nach der Rechnung von Moretti verschwinden auch Stellen im Einzelhandel, im Handwerk und in der Gastronomie, die von den Löhnen des Werks gelebt haben.
Die Rechnung wird nicht sofort fällig, und genau das macht sie tückisch. Eine Facharbeiterin, die vom Getriebewerk in eine Klinik wechselt, verdient dort oft ähnlich viel und zahlt ähnliche Beiträge.
Der Unterschied zeigt sich erst eine Ebene tiefer: Das Gehalt in der Klinik kommt aus den Beiträgen, die das Getriebewerk und seine Beschäftigten vorher abgeführt haben. Wenn das Werk abwandert, fehlt der Klinik ein Zahler.
Eine Kita bringt keinen Euro ins Land, ein Medizintechnikhersteller 68 Cent je Euro Umsatz. Deutschland braucht beides, bezahlen kann nur einer.
Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web
- Ausland: bekommt Werke, Forschung und die Steuern, die daran hängen
- Staatsnahe Bereiche: wachsen weiter, bezahlt von einer schmaleren Basis
- Exportbetriebe: schultern mit ihren Beschäftigten einen wachsenden Teil der Rechnung
- Industrieregionen: verlieren Gewerbesteuer, Zulieferer und Kaufkraft auf einmal
Kann Deutschland von Dienstleistungen leben?

Nur zum Teil. Auch Software, Ingenieurleistungen und Lizenzen sind Exportarbeit, wenn sie im Ausland verkauft werden. Ein großer Teil der deutschen Unternehmensdienstleister arbeitet aber für die Industrie und schrumpft mit ihr.
Die Gegenposition hat ein starkes Argument. Die USA und Großbritannien haben einen großen Teil ihrer Industrie verloren und sind trotzdem reich geblieben.
Die Ökonomen Robert Rowthorn und Ramana Ramaswamy schrieben schon 1997 für den Internationalen Währungsfonds, die Deindustrialisierung sei keine Fehlentwicklung, sondern eine natürliche Folge des Wachstums in hoch entwickelten Volkswirtschaften. Der Hauptgrund: Die Produktivität wächst in der Industrie schneller als bei Dienstleistungen, für dieselbe Menge Waren braucht es also immer weniger Menschen.
Exportarbeit kann demnach auch im Rechenzentrum oder im Ingenieurbüro entstehen.
Die Zahlen für Deutschland stützen diese Hoffnung bisher nicht. Die Unternehmensdienstleister, zu denen Ingenieurbüros, Berater und Zeitarbeitsfirmen gehören, verloren 2025 laut Statistischem Bundesamt 64.000 Erwerbstätige. Im Bereich Information und Kommunikation endete nach neun Jahren der Stellenaufbau, mit 10.000 Erwerbstätigen weniger. Viele dieser Dienstleister arbeiten für Autobauer, Maschinenbauer und Chemiekonzerne und verlieren Aufträge, sobald die Industrie spart.
Die beiden Vorbilder lassen sich schwer kopieren. Die USA bezahlen ihre Importe zu einem guten Teil mit ihrer eigenen Währung, die Notenbanken in aller Welt als Reserve halten, und mit Technologiekonzernen, die es in Europa in dieser Größe nicht gibt. Großbritannien verkauft Finanzdienstleistungen aus der Londoner City.
Deutschland hat weder eine Leitwährung für sich allein noch einen Finanzplatz dieser Größe. Seine Exportbasis sind Maschinen, Fahrzeuge, Chemie, Elektrotechnik und Medizintechnik, also genau die Branchen, die gerade Stellen abbauen oder verlagern.
Einen Ersatz für die Industrie haben die Dienstleister bisher nicht gefunden.
Was geht in der Rechnung nicht auf?

Auf beiden Seiten hakt es. Staatlich finanzierte Arbeit ist oft die Voraussetzung für Exportarbeit, und manche Exportarbeit hängt selbst am Staat. Beides spricht nicht gegen die Exportbasis, es schärft nur, was zu ihr zählt.
Ohne Kita arbeiten viele Eltern weniger oder gar nicht, ohne Schulen und Hochschulen fehlen den Exportbetrieben die Ingenieure, ohne Gerichte und Grundbuchämter gibt es keine sicheren Verträge.
Eine Volkswirtschaft, die nur Exportarbeit hätte, käme nicht weit. Diese Arbeit lässt sich weder abschaffen noch ins Ausland verlagern.
Auf der anderen Seite steht Exportarbeit, die nur mit Steuergeld entsteht. Intel wollte in Magdeburg für rund 30 Milliarden Euro zwei Chipfabriken bauen und dafür 9,9 Milliarden Euro Förderung bekommen, im Juli 2025 gab der Konzern die Pläne auf. Geplant waren rund 3.000 Arbeitsplätze, rechnerisch 3,3 Millionen Euro Subvention je Stelle.
Die Fabrik hätte ihre Chips im Ausland verkauft, jede Stelle hätte aber zuerst den deutschen Steuerzahler gekostet. Nach unserer Definition wäre sie keine Exportarbeit, solange sie ohne Subvention nicht auskäme.
Auch der Exportanteil allein kann täuschen. Ein Autowerk, das Motoren aus Ungarn und Batterien aus Polen einbaut, exportiert zwar ein ganzes Auto, die Wertschöpfung im Land ist aber nur ein Teil davon. Gezählt werden sollte deshalb die Arbeit, nicht der Warenwert.
Kita, Schule und Gericht machen Exportarbeit erst möglich. Eine Fabrik, die sich nur mit Fördergeld rechnet, gehört dagegen auf die Seite des Haushalts.
Welche Wege schlagen Ökonomen vor?

Die Vorschläge reichen von billigerer Energie und weniger Vorschriften bis zu mehr öffentlichen Investitionen. Gemeinsam ist ihnen die Diagnose: Der Standort ist für Exportbetriebe zu teuer geworden.
Der frühere EZB-Präsident Mario Draghi hat im September 2024 im Auftrag der EU-Kommission die Wettbewerbsfähigkeit Europas untersucht.
Unternehmen in der EU zahlen nach seinem Bericht für Strom das Zwei- bis Dreifache und für Erdgas das Vier- bis Fünffache der Preise in den USA. Um aufzuholen, bräuchte die EU jedes Jahr mindestens 750 bis 800 Milliarden Euro zusätzliche Investitionen, 4,4 bis 4,7 Prozent ihrer Wirtschaftsleistung von 2023.
Die Branchen selbst fordern vor allem verlässliche Regeln. Der Medizintechnikverband SPECTARIS verlangt eine praxistauglichere europäische Medizinprodukteverordnung und weniger Bürokratie, die DIHK in ihrem Barometer niedrigere Energiekosten. Beide Forderungen betreffen Kosten, die ein Betrieb am Standort Deutschland hat und ein Wettbewerber in den USA nicht.
Draghi verbindet dabei, was in der deutschen Debatte oft gegeneinander steht. Er verlangt, Vorschriften abzubauen, die vor allem kleine und mittlere Unternehmen belasten, und zugleich gemeinsame Finanzierung für Investitionen in Innovation und Energie.
Marktliberale finden darin ihre Forderung nach weniger Bürokratie, Befürworter staatlicher Investitionen ihre nach mehr Geld. Beide wollen Arbeit halten, die ihr Geld am Markt verdient.
Was heißt das für Ihr Unternehmen?

Prüfen Sie, wie viel Ihres Umsatzes an Exportbetrieben hängt, direkt oder über Ihre Kunden. Viele Dienstleister, Handwerker und Händler hängen an der Lieferkette von Exporteuren, ohne selbst einen Euro im Ausland umzusetzen.
Ein Steuerbüro in Schweinfurt, ein Caterer in Wolfsburg oder ein Elektroinstallateur in Tuttlingen verkauft nichts ins Ausland. Seine Kunden tun es aber, und deren Beschäftigte kaufen bei ihm ein.
Wenn ein großes Werk wegfällt, spürt das Umland es später in den eigenen Auftragsbüchern.
Drei Fragen helfen bei der Einordnung. Welche Ihrer fünf größten Kunden verkaufen selbst ins Ausland, und wie entwickeln sich dort Stellen und Investitionen? Wie hoch ist der Anteil Ihres Umsatzes mit öffentlichen Auftraggebern und damit mit Geld, das von den Haushaltsplänen abhängt? Und wo könnten Sie selbst exportieren, mit einer Leistung, die ein Kunde in Wien, Mailand oder Chicago genauso braucht?
Der Arbeitsmarkt bietet gerade eine Gelegenheit. Ingenieure, Facharbeiter und Entwickler aus Autoindustrie und Maschinenbau suchen neue Stellen, viele mit Erfahrung im internationalen Geschäft. Ein Mittelständler, der heute exportieren will, sucht seine Leute auf einem Arbeitsmarkt, auf dem die Industrie Stellen abbaut.
Bei jedem Förderantrag lohnt die Gegenprobe, ob sich das Geschäft auch ohne Zuschuss rechnet. Erst ohne Förderung zeigt sich, ob der Betrieb Exportarbeit leistet oder nur Fördergeld weitergibt.
Unsere Einordnung: Erst die Exportbasis, dann die Verteilung

Deutschland diskutiert seit Jahren, wie viele Stellen es gibt und wie es sie verteilt.
Die Frage, wie viele davon ihr Geld im Ausland verdienen, gehört an den Anfang jeder Debatte über Rente, Pflege, Bildung und Haushalt, denn jeder dieser Posten wird aus der Exportbasis bezahlt.
Die Zahlen zeigen in dieselbe Richtung. Der Anteil der exportabhängigen Arbeit sank von 26,1 Prozent im Jahr 2015 auf 23,4 Prozent im Jahr 2021, seither hat die Industrie Hunderttausende Stellen verloren. Der öffentliche Dienst wuchs in zehn Jahren um 829.600 Beschäftigte, die Staatsquote liegt wieder über 50 Prozent.
Wir halten den Abbau von Industriearbeitsplätzen deshalb nicht für einen normalen Strukturwandel, den man abwarten kann. Jedes Werk, das geht, nimmt Exportarbeit mit, und nach der Rechnung von Moretti auch einen Teil der Arbeit beim Bäcker, beim Handwerker und im Steuerbüro nebenan. Ein Staat, der diese Lücke mit eigenen Stellen füllt, verteilt das Geld, das die abgewanderten Werke früher verdient haben.
Die Standortpolitik muss sich deshalb an einer einfachen Zahl messen lassen: Wächst die Arbeit, die Kunden im Ausland bezahlen, oder schrumpft sie? Solange sie schrumpft, sinken die Zukunftschancen des Landes, egal wie viele Stellen anderswo entstehen.
Glossar: 13 wichtige Fachbegriffe zur Exportarbeit

Basissektor
Basissektor heißt in der Regionalökonomie der Teil einer Wirtschaft, der Güter und Dienstleistungen an Kunden außerhalb der Region verkauft. Er holt Einkommen herein, von dem der lokale Sektor mit Handel, Handwerk und Dienstleistungen lebt.
Bruttowertschöpfung
Bruttowertschöpfung ist der Wert aller erzeugten Waren und Dienstleistungen abzüglich der eingekauften Vorleistungen. Je Erwerbstätigem gerechnet zeigt sie, wie viel Wert ein Arbeitsplatz im Schnitt schafft, in der Industrie rund ein Viertel mehr als im Durchschnitt.
Deindustrialisierung
Deindustrialisierung bezeichnet den sinkenden Anteil der Industrie an Beschäftigung und Wirtschaftsleistung. Unter Ökonomen ist strittig, ob sie eine natürliche Folge des Wachstums ist oder ein Verlust an Wettbewerbsfähigkeit, der auf Dauer Wohlstand kostet.
Direktinvestitionen
Direktinvestitionen sind Beteiligungen, mit denen ein Unternehmen dauerhaft Einfluss auf eine Firma im Ausland nimmt, etwa durch ein neues Werk oder eine Übernahme. Wenn netto mehr Geld hinausfließt als hereinkommt, investieren deutsche Firmen mehr im Ausland als ausländische hier.
Exportabhängige Erwerbstätige
Exportabhängige Erwerbstätige nennt das Statistische Bundesamt alle, die Exportgüter herstellen, und alle, die im Inland Vorprodukte dafür fertigen. 2021 waren es 23,4 Prozent der Erwerbstätigen, neuere Werte hat das Amt bisher nicht veröffentlicht.
Exportbasistheorie
Exportbasistheorie nennt man den Ansatz, nach dem eine Region über ihre Verkäufe nach außen wächst. Douglass C. North machte ihn 1955 zur Theorie der regionalen Entwicklung. Für Deutschland heißt das: Die Exporte bezahlen Importe und einen großen Teil der Arbeit im Inland.
Exportquote
Exportquote heißt der Anteil des Umsatzes, den ein Unternehmen oder eine Branche im Ausland erzielt. In der deutschen Medizintechnik liegt er bei 68 Prozent, sie verdient also gut zwei Drittel ihrer Erlöse bei Kunden jenseits der Grenze.
Leistungsbilanz
Leistungsbilanz fasst alle Einnahmen und Ausgaben eines Landes im Geschäft mit dem Ausland zusammen: Waren, Dienstleistungen, Einkommen und Übertragungen. Ein Überschuss bedeutet, dass das Land mehr einnimmt, als es ausgibt, und Forderungen gegenüber dem Ausland aufbaut.
Lokaler Multiplikator
Lokaler Multiplikator beschreibt, wie viele zusätzliche Stellen in Handel, Handwerk und Dienstleistungen eine neue Stelle im Basissektor nach sich zieht. Enrico Moretti fand für US-Städte 1,6 je Industriestelle, umgekehrt fallen Stellen weg, wenn ein Werk schließt.
Öffentlicher Dienst
Öffentlicher Dienst umfasst die Beschäftigten von Bund, Ländern, Gemeinden, Sozialversicherungen und vielen öffentlichen Einrichtungen. Zum 30. Juni 2025 waren es rund 5,5 Millionen Menschen, rund 12 Prozent aller Erwerbstätigen, so viele wie nie zuvor.
Produktionsindex
Produktionsindex heißt die Kennzahl, mit der Statistikämter die Menge der erzeugten Waren über die Zeit vergleichen, bereinigt um Preise, Saison und Arbeitstage. Er zeigt, ob die Industrie mehr oder weniger herstellt als in einem Basisjahr.
Staatsquote
Staatsquote ist das Verhältnis der Staatsausgaben zum Bruttoinlandsprodukt. Sie misst, wie viel der Wirtschaftsleistung über öffentliche Kassen läuft, einschließlich der Sozialversicherungen. 2025 lag sie in Deutschland bei 50,3 Prozent, erstmals seit 2021 wieder über der Hälfte.
Verarbeitendes Gewerbe
Verarbeitendes Gewerbe nennt die amtliche Statistik die Industrie im engeren Sinn: Betriebe, die Rohstoffe und Vorprodukte zu Waren verarbeiten, vom Autobau über Chemie bis zur Medizintechnik. Bergbau, Energie und Bau zählen nicht dazu.
FAQ: Hat Deutschland genug Arbeit, die das Ausland bezahlt?

Was versteht man unter Exportarbeit?
Arbeit, deren Lohn Kunden im Ausland bezahlen, direkt oder über Vorprodukte für Exportgüter. Sie bringt Geld ins Land, mit dem Importe, Steuern und viele Stellen vor Ort bezahlt werden. Arbeit, die aus Steuern, Beiträgen oder Subventionen finanziert wird, zählt nicht dazu.
Wie viele Arbeitsplätze hängen in Deutschland am Export?
Knapp jeder vierte. Das Statistische Bundesamt beziffert den Anteil der exportabhängigen Erwerbstätigen für 2021 auf 23,4 Prozent, 2015 lag er bei 26,1 Prozent. Neuere Werte hat das Amt noch nicht veröffentlicht.
Wie viele Industriearbeitsplätze hat Deutschland seit 2019 verloren?
Nach Berechnungen von EY rund 341.500 bis zum ersten Quartal 2026, davon rund 125.800 in der Autoindustrie. Das Statistische Bundesamt zählt für 2025 im Verarbeitenden Gewerbe 511.000 Erwerbstätige weniger als 2019, es grenzt die Branche anders ab.
Sind Stellen im öffentlichen Dienst weniger wert als Industriejobs?
Nein, Pflege, Schulen, Kitas und Verwaltung leisten notwendige Arbeit, ohne die auch Exportbetriebe nicht arbeiten könnten. Der Unterschied liegt in der Finanzierung: Diese Stellen werden aus Steuern und Beiträgen bezahlt, die vorher am Markt verdient wurden.
Kann Deutschland Industriejobs durch Dienstleistungen ersetzen?
Nur zum Teil. Auch Software und Ingenieurleistungen sind Exportarbeit, wenn sie im Ausland verkauft werden. Viele deutsche Unternehmensdienstleister arbeiten aber für die Industrie, 2025 verloren sie laut Statistischem Bundesamt 64.000 Erwerbstätige.
Warum verlagern Industrieunternehmen Produktion ins Ausland?
Vor allem wegen der Kosten. Im Energiewende-Barometer der DIHK nennen die Betriebe hohe Energiekosten als Hauptgrund, rund 60 Prozent der großen Industrieunternehmen befassen sich mit Verlagerung oder Abbau. Strom kostet Unternehmen in der EU laut Draghi-Bericht das Zwei- bis Dreifache der US-Preise.
Quellen
25 Quellen anzeigenQuellen ausblendenabgerufen am 04.11.2026
- Statistisches BundesamtErwerbstätigkeit im Jahr 2025, Pressemitteilung Nr. 001
- Statistisches BundesamtErwerbstätigkeit im 2. Quartal 2026, Pressemitteilung Nr. 292
- Statistisches BundesamtErwerbstätige und Arbeitnehmer nach Wirtschaftsbereichen (Stand 18.08.2026)
- Statistisches BundesamtBeschäftigte im Verarbeitenden Gewerbe Ende Juni 2026, Pressemitteilung Nr. N057
- Statistisches BundesamtPersonal im öffentlichen Dienst zum 30. Juni 2025, Pressemitteilung Nr. 215
- Statistisches BundesamtBeschäftigte im öffentlichen Dienst nach Geschlecht, Zeitreihe
- Statistisches BundesamtGesundheitspersonal 2024, Pressemitteilung Nr. 030
- Statistisches BundesamtStaatsquote und Finanzierungssaldo 2025, Pressemitteilung Nr. 017
- Statistisches BundesamtGlobalisierungsindikatoren: Exportabhängige Erwerbstätige
- Statistisches BundesamtGlobalisierungsindikatoren Außenwirtschaft, Definitionen
- Statistisches BundesamtAußenhandel im Jahr 2025, Pressemitteilung Nr. 056
- Statistisches BundesamtBruttojahresverdienste nach Wirtschaftszweigen 2025
- EurostatBruttowertschöpfung nach Wirtschaftsbereichen, Datensatz nama_10_a64 (Datenstand 29.10.2026)
- EurostatProduktionsindex Industrie, Datensatz sts_inpr_m (Datenstand 31.10.2026)
- EYIndustriebarometer erstes Quartal 2026
- Deutsche BundesbankDie deutsche Zahlungsbilanz im Dezember 2025
- Institut der deutschen WirtschaftHohe Abflüsse deuten auf Deindustrialisierung hin
- Institut der deutschen WirtschaftKonjunktur: Wachstum kommt seit 2020 nur vom Staat
- DIHKEnergiewende-Barometer 2026: Jedes dritte große Industrieunternehmen verlagert bereits Produktion ins Ausland
- SPECTARISMedizintechnik: Leichtes Wachstum dank Ausland, Presseinformation
- Journal of Political EconomyDouglass C. North: Location Theory and Regional Economic Growth
- American Economic ReviewEnrico Moretti: Local Multipliers
- Internationaler WährungsfondsRobert Rowthorn, Ramana Ramaswamy: Deindustrialization, Its Causes and Implications
- Europäische KommissionMario Draghi: The future of European competitiveness, Teil A
- ZDFheuteIntel gibt Pläne für Fabrik in Magdeburg auf
