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Trumpf hat im Geschäftsjahr 2025/26 ein operatives Ergebnis von 480 Millionen Euro erzielt, nach 59 Millionen ein Jahr zuvor. Der Umsatz des Ditzinger Maschinenbauers blieb mit 4,34 Milliarden Euro fast unverändert. Den Sprung erklärt das Familienunternehmen mit gesenkten Kosten.

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Trumpf legte die Zahlen für das am 30. Juni beendete Geschäftsjahr am Donnerstag vor.[1] Die EBIT-Rendite stieg von 1,4 auf 11,1 Prozent. Der Auftragseingang wuchs um 6,6 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro, zum ersten Mal nach drei Jahren mit Rückgängen. Unter dem Strich blieben nach Angaben auf der Pressekonferenz 393,5 Millionen Euro Gewinn, im Vorjahr stand ein Verlust von 23,4 Millionen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das EBIT stieg von 59 auf 480 Millionen Euro, der Umsatz um 0,2 Prozent.
  • Die Sparte EUV, die Laser für ASML baut, setzte 791 Millionen Euro um, 9,2 Prozent mehr.
  • Die USA überholten Deutschland als größten Einzelmarkt.
  • In Deutschland arbeiten 8.675 Menschen für Trumpf, 7,1 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Woher kommt der Gewinnsprung?

Konzeptbild: Ein Laser schneidet einen Aufwärtspfeil aus einer Platte mit „GESPART“ und Eurozeichen
Trumpf verdoppelt operatives Ergebnis 2025/26. Umbaukosten belasteten 2024/25 das Ergebnis, ohne diese hätte der Gewinn 230 Millionen Euro betragen

Die Vergleichsbasis ist niedrig. Im Geschäftsjahr 2024/25 belasteten Kosten für den Umbau das Ergebnis, ohne diese Strukturmaßnahmen hätte Trumpf damals 230 Millionen Euro verdient.[2] Gemessen daran hat sich das operative Ergebnis nach Rechnung von Dr. Web etwa verdoppelt. Einmaleffekte für das neue Geschäftsjahr nennt Trumpf nicht.

Vorstandschefin Nicola Leibinger-Kammüller führt die Erholung auf die Kostensenkungen im ganzen Unternehmen zurück.[1] Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung sanken von 519 auf 492 Millionen Euro. Weltweit beschäftigt Trumpf 720 Menschen weniger, in Deutschland 662. Damit arbeitet erstmals weniger als die Hälfte der Belegschaft im Inland, nach Rechnung von Dr. Web 49 Prozent.

Welche Geschäfte wachsen?

Am stärksten legte die Sparte EUV zu. Trumpf liefert die Hochleistungslaser, mit denen ASML in seinen Belichtungsmaschinen das extrem ultraviolette Licht für die Chipfertigung erzeugt. Mit 791 Millionen Euro macht EUV inzwischen gut ein Sechstel des Konzernumsatzes aus. Auch die Elektronik wuchs um 3,6 Prozent auf 458 Millionen Euro.[1] Dort baut Trumpf unter anderem Stromversorgungen für Anlagen der Halbleiterfertigung.

Die Werkzeugmaschinen blieben mit 2,38 Milliarden Euro das größte Geschäft. Laut Trumpf steigt die Nachfrage aus dem Bau von Rechenzentren, vor allem in den USA, wo der Umsatz um 16,8 Prozent auf 772 Millionen Euro wuchs. Die Lasertechnik verlor dagegen rund 80 Millionen Euro Umsatz. Nach Regionen sanken die Erlöse in Deutschland um 6,4 und in China um 7,4 Prozent.

Trumpf verdient wieder, aber das Wachstum kommt aus ASMLs Lieferkette und US-Rechenzentren, nicht aus deutschen Fabriken.

Michael Dobler, Herausgeber Dr. Web
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Trumpf: Mehr Gewinn bei gleichem Umsatz
Geschäftsjahr 2025/26, abgeschlossen am 30. Juni 2026
480 Mio. €
EBIT, nach 59 Mio. € im Vorjahr (bereinigt 230 Mio. €)
11,1 %
EBIT-Rendite, nach 1,4 % ein Jahr zuvor
4,5 Mrd. €
Auftragseingang, 6,6 % mehr als im Vorjahr
8.675
Beschäftigte in Deutschland, von 17.583 weltweit
EUV
791 Mio. €

Laser für die Chip-Belichtungsmaschinen von ASML, nach 724 Mio. € im Vorjahr.

Werkzeugmaschinen
2,38 Mrd. €

Größtes Geschäft, leicht über den 2,36 Mrd. € des Vorjahrs.

Lasertechnik
1,17 Mrd. €

Einziger Bereich mit Rückgang, nach 1,25 Mrd. € im Vorjahr.

Was erwartet Trumpf für 2026/27?

Den Aufwärtstrend sieht Trumpf im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahrs bestätigt.[1] Finanzchef Lars Grünert stellte auf der Pressekonferenz ein Umsatzplus im niedrigen zweistelligen Prozentbereich in Aussicht. Leibinger-Kammüller rechnet damit, dass Kunden ihre Maschinenparks nach langer Zurückhaltung erneuern.

Für den deutschen Maschinenbau insgesamt bleibt offen, ob auf die Atempause eine echte Trendwende folgt. Ähnlich wie Trumpf profitierte zuletzt Aixtron von der Halbleiternachfrage. Für Zulieferer im Raum Stuttgart zählt, dass Trumpf seine Investitionen auf EUV in Deutschland sowie auf Polen und China konzentriert.

Quellen

2 Quellen anzeigenQuellen ausblenden
  1. TrumpfTrumpf: Gewinn und Auftragseingang legen zu (Pressemitteilung vom 15.10.2026)
  2. TrumpfAbkühlung der Weltkonjunktur führt zu rückläufigem Umsatz bei Trumpf (Pressemitteilung vom 22.10.2025)

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