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Mit 503,17 km/h ist zum ersten Mal ein Serienauto schneller als 500 km/h gefahren. Der Elektro-Hypersportwagen Yangwang U9 Xtreme von BYD schaffte das am 1. November auf einer gesperrten Schnellstraße in Abu Dhabi, am Steuer saß der deutsche Rennfahrer Marc Basseng. Guinness erkennt den Rekord an, allerdings nur für eine Fahrt in einer Richtung.

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Inhalt 4 Abschnitte
  1. Wie lief die Rekordfahrt in Abu Dhabi?
  2. Wie viel ist der Rekord wert?
  3. Was haben Unternehmen von 503 km/h?
  4. Mehr Newshunger?

BYD hat die Bestmarke am 6. November bekannt gegeben.[1] Die Fahrt übertrifft den eigenen Rekord von 496,22 km/h, den der Wagen im September 2025 auf der Teststrecke im emsländischen Papenburg aufgestellt hatte. Von dem Auto mit vier Elektromotoren und 3.019 PS baut die Konzernmarke Yangwang nur 30 Exemplare.

Auf einen Blick

Das Wichtigste in Kürze

  • Basseng fuhr 503,17 km/h auf der Schnellstraße E11, im letzten von vier Versuchen.
  • Guinness vergibt zwei Rekorde für Serienautos in einer Richtung, die FIA erkennt die Geschwindigkeit an.
  • Die vier Motoren leisten zusammen 2.220 Kilowatt, das Bordnetz arbeitet mit 1.200 Volt.
  • Die profilarmen Sportreifen vom Typ GitiSport e·GTR² PRO haben eine europäische Straßenzulassung.

Wie lief die Rekordfahrt in Abu Dhabi?

Ein weißes Modellauto und ein Verkehrsschild mit der Zahl 500 auf weißem Grund
Basseng erreicht auf gerader Wüstenstraße in zwei Fahrten maximal 490 km/h. Team optimiert Heckflügel und Dämpfung für nächsten Versuch

Für den Versuch standen 10 Kilometer der Sheikh Khalifa Bin Zayed International Road zur Verfügung, die längste Gerade misst 7 Kilometer. Das Team ließ die Straße kehren und danach Meter für Meter nach Drahtresten der Kehrbürsten absuchen. Am 31. Oktober kam Basseng in zwei Fahrten auf höchstens 490 km/h. Über Nacht stellten die Ingenieure den Heckflügel steiler, erhöhten die Zugstufendämpfung und passten den Reifendruck an.[1]

Entscheidend war für Basseng die öffentliche Straße: „Eine öffentliche Straße stellt ganz andere Anforderungen als eine Teststrecke. Präzision, Stabilität und Vertrauen in das Fahrzeug werden wichtiger als je zuvor.“ Stella Li, Vizepräsidentin von BYD, lobt die Ingenieure als „jung, mutig und vielleicht ein bisschen verrückt, im besten Sinne“.[1]

Der Luftwiderstand wächst mit dem Quadrat der Geschwindigkeit, die nötige Antriebsleistung mit der dritten Potenz. Für 2,6 Prozent mehr Tempo als Bugattis 490,48 km/h braucht ein Auto bei gleicher Form rund 8 Prozent mehr Leistung. Bei 503 km/h legt der Wagen 140 Meter pro Sekunde zurück, die Gerade wäre bei voller Fahrt nach 50 Sekunden zu Ende.

Wie viel ist der Rekord wert?

Üblicherweise zählt bei Serienautos das Mittel aus Hin- und Rückfahrt, weil sich Rückenwind und Gefälle dabei aufheben. Koenigsegg fuhr 2017 auf einer gesperrten Landstraße in Nevada so im Mittel 447 km/h. Bugattis 490,48 km/h von 2019 auf der VW-Teststrecke Ehra-Lessien waren dagegen eine Fahrt in eine Richtung. Guinness führt für solche Fahrten eigene Titel. Der U9 Xtreme hält zwei davon: schnellstes Serienauto und schnellstes Elektro-Serienauto „in einer Richtung“.[1] Die FIA hat die Geschwindigkeit ebenfalls anerkannt.[2]

In drei Jahren von 309 auf 503 km/h
Höchstgeschwindigkeiten des Yangwang U9 und des U9 Xtreme bei BYDs Rekordfahrten
503,17 km/h
Bestwert in einer Richtung, 1. November 2026
3.019 PS
vier Elektromotoren mit je 555 Kilowatt
1.200 Volt
Bordnetz, beim normalen U9 sind es 800 Volt
30 Stück
baut BYD vom U9 Xtreme weltweit

Die Rekordfahrten im Überblick

DatumModell und OrtTempo
Januar 2024U9, Flughafen Wuhan-Hannan (China)309 km/h
Oktober 2024U9, Teststrecke ATP Papenburg391,94 km/h
August 2025U9 Xtreme, Teststrecke ATP Papenburg472,41 km/h
September 2025U9 Xtreme, Teststrecke ATP Papenburg496,22 km/h
31. Oktober 2026U9 Xtreme, Schnellstraße E11 in Abu Dhabi490 km/h
1. November 2026U9 Xtreme, Schnellstraße E11 in Abu Dhabi503,17 km/h

Was haben Unternehmen von 503 km/h?

Für Käufer zählt weniger das Tempo als die Technik dahinter. Das Bordnetz arbeitet mit 1.200 statt 800 Volt. Bei gleicher Leistung fließt weniger Strom, Kabel und Motoren werden weniger heiß.[1] Dieselbe Rechnung steckt hinter BYDs Flash Charging, mit dem der neue Kleinwagen Seagull in fünf Minuten von 10 auf 70 Prozent lädt. Die Sportreifen von Giti sind mit Aramidfasern verstärkt und tragen eine europäische ECE-Zulassung.[3]

BYD wirbt mit 503 km/h für seine Batterien, nicht für einen Sportwagen, den nur 30 Kunden bekommen.

Michael Dobler, Herausgeber Dr. Web
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Bis September 2025 hielt Bugatti die Bestmarke, beim Rekord 2019 noch eine Marke des VW-Konzerns. Porsche hat im September 2026 seine Anteile an Bugatti Rimac verkauft, BYD dagegen wächst vor allem mit dem Export.

  • Fragen Sie bei Flottenausschreibungen nach Bordnetzspannung und Ladekurve und vergleichen Sie die Ladetarife, bevor Sie sich festlegen.
  • Vergleichen Sie chinesische Listenpreise nicht direkt mit deutschen, auf BYD-Importe erhebt die EU 17,0 Prozent Zusatzzoll.

Quellen

3 Quellen anzeigenQuellen ausblenden
  1. BYD UK MediaThe fastest gets faster: YANGWANG U9 Xtreme tops 500km/h to set new global speed record in Abu Dhabi (Pressemitteilung)06.11.2026
  2. FIAYANGWANG U9 Xtreme surpasses 500 km/h with speed achievement recognised by the FIA06.11.2026
  3. Giti TireYANGWANG U9X Original Tires (Produktseite GitiSport e·GTR² PRO)

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