Elon Musk will die Fertigung des Cybertruck im Tesla-Werk bei Austin etwa Mitte 2027 beenden. Das Robotaxi Cybercab soll die frei werdende Fläche übernehmen. Ob der Pick-up danach in einem anderen Werk weitergebaut wird, ist offen.
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Tesla-Chef Elon Musk hat nach Angaben von Reuters am 6. November auf X angekündigt, die Cybertruck-Produktion im texanischen Werk auslaufen zu lassen.[1] Der Pick-up war 2023 als Konkurrent zu den Modellen von GM und Ford gestartet und blieb hinter den Erwartungen zurück.[1]
Das Wichtigste in Kürze
- Musk will die Cybertruck-Fertigung in Texas etwa Mitte 2027 beenden.
- Die Fläche soll der Cybercab bekommen, Teslas Robotaxi.
- Ob die Produktion in ein anderes Werk zieht, hat Tesla nicht gesagt.
- Die Sammelposition „andere Modelle“ fiel im dritten Quartal auf 8.295 Fahrzeuge, nach 12.364 im zweiten.
Warum weicht der Cybertruck dem Cybercab?

Musk schrieb auf X, der Auslauf schaffe Kapazität für den neu gestarteten Cybercab. Cybertruck-Chefingenieur Wes Morrill sagte laut Reuters, der Pick-up lebe im Cybercab weiter.[1]
Entscheidend ist der Standort. Austin ist laut Reuters das einzige bekannte Tesla-Werk mit den Spezialteilen für den Cybertruck.[1] Braucht Tesla in Austin Fläche für den Cybercab, geht sie deshalb zulasten des Pick-ups, und ein Umzug lässt sich nicht einfach beschließen.
Der Cybertruck folgt Model S und Model X, deren Produktion in diesem Jahr endete. In Australien und Neuseeland hatte Tesla ihn im Oktober gestrichen und die Anzahlungen von 2019 zurückgezahlt.
Wie gut hat sich der Cybertruck verkauft?
Tesla weist ihn nicht einzeln aus. Die Sammelposition „andere Modelle“ umfasste von Juli bis September 8.295 Auslieferungen, im zweiten Quartal waren es 12.364.[1] Darin stecken laut Dr.-Web-Bericht zu den Quartalszahlen auch Restbestände von Model S und Model X sowie der Lkw Semi. Cox Automotive schätzt die US-Verkäufe von Januar bis September auf 11.586, 28 Prozent weniger als im Vorjahr. Musk hatte einmal 250.000 im Jahr in Aussicht gestellt.
Reuters nennt als Gründe das polarisierende Edelstahl-Design, mehrere Rückrufe, Qualitätsprobleme, wiederholte Preisänderungen und die schwierige Zulassung in Teilen Europas.[1]
Geplant waren 250.000 Cybertrucks im Jahr, bis September verkaufte Tesla in den USA geschätzt 11.586. Die Fläche geht ans Robotaxi.
Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web
Was heißt das für Deutschland?
Direkt wenig. Dem Pick-up fehlt in der EU die Typgenehmigung, und Deutschland lässt ihn auch nicht einzeln zu. Für Fuhrparkleiter ändert sich deshalb nichts.
Aufschlussreicher ist, wofür Tesla die Fläche freiräumt. Der Cybercab ist auf den Dauerbetrieb in Flotten ausgelegt, wie der Akku mit Platz für LFP-Zellen zeigt. Teslas Fertigungsplanung folgt damit dem Robotaxi und nicht dem Pick-up.
Quelle
[1] Reuters: „Tesla to wind down Cybertruck production at Texas factory, Musk says“ (6. November 2026)
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