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Tesla hat in Berlin-Köpenick sein europäisches Entwicklungszentrum eröffnet und nach eigenen Angaben 100 Millionen Euro investiert. Mehr als 250 Beschäftigte arbeiten dort schon, ein Teil von ihnen wurde aus Tilburg und anderen Laboren versetzt. Wie viele Stellen neu entstehen, nennt Tesla nicht.

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Inhalt 4 Abschnitte
  1. Was passiert im Entwicklungszentrum in Köpenick?
  2. Warum baut Tesla seine Entwicklung bei Grünheide aus?
  3. Was bedeutet das Zentrum für Berlin und die Region?
  4. Mehr Newshunger?

Der Autohersteller Tesla hat am 4. November in einer umgebauten Fabrikanlage in Berlin-Köpenick sein europäisches Entwicklungszentrum eröffnet. Die Gesamtinvestition beziffert Tesla auf 100 Millionen Euro.[1] Das Zentrum liegt nicht weit von der Fabrik in Grünheide und startet im Teilbetrieb.[2]

Auf einen Blick

Das Wichtigste in Kürze

  • Tesla hat in Berlin-Köpenick ein Entwicklungszentrum für 100 Millionen Euro eröffnet.
  • In der ersten Ausbaustufe arbeiten mehr als 250 Beschäftigte dort, zum Teil versetzt aus Tilburg und anderen Laboren.
  • Die zweite Ausbaustufe mit rund 500 Ingenieuren und Technikern ist beantragt, aber noch nicht genehmigt.
  • Zur Zahl neu eingestellter Stellen und zu Fördergeld macht Tesla in den Meldungen keine Angaben.

Was passiert im Entwicklungszentrum in Köpenick?

Modell eines weißen Industriegebäudes mit orangem Aufkleber „Von Tilburg“ auf dem Dach
Ingenieure entwickeln in Berliner Laboren Materialien und Antriebe. In einer Halle werden Fahrzeugteile wie Airbags und Batteriezellen auf Sicherheit geprüft

Ingenieure und Techniker entwickeln in Laboren Materialien, Antriebe und Fahrzeuge. In einer großen Halle werden Fahrzeugteile wie Airbags auf Sicherheit geprüft, außerdem Batteriezellen.[1][2] Nach Angaben von Tesla stammen Teile des zuletzt in den USA gezeigten Roadsters aus der Entwicklung in Berlin.[1] Beim Besuch der Eröffnung führte Tesla einen Aufpralltest an einer Katapultanlage vor.[4]

Die erste Ausbaustufe umfasst mehr als 250 Beschäftigte. Sie kommen laut Tesla von bestehenden Einrichtungen in Tilburg in den Niederlanden und von anderen Laborstandorten.[1][2] Für die zweite Stufe liegt ein Genehmigungsantrag vor. Dann sollen rund 500 Ingenieure und Techniker am Standort arbeiten.[2][3] Das Gebäude soll in den kommenden Monaten weiter ausgebaut werden.[1]

Tesla in Köpenick: Eckdaten des Entwicklungszentrums
Eröffnet am 4. November 2026 in einer umgebauten Fabrikanlage nahe Grünheide
100 Mio. €
Gesamtinvestition laut Tesla
250+
Beschäftigte in der ersten Ausbaustufe, zum Teil aus Tilburg und anderen Laboren versetzt
500
Ingenieure und Techniker als Ziel der zweiten Ausbaustufe, Genehmigung beantragt
Labore
für Material, Antrieb und Fahrzeug, dazu eine Halle für Airbag- und Batterietests

Was feststeht und was offen ist

09/2025
Tesla kündigt das Entwicklungszentrum an und beantragt die erste Genehmigung
04.11.2026
Eröffnung im Teilbetrieb mit mehr als 250 Beschäftigten
beantragt
Genehmigung der zweiten Ausbaustufe mit rund 500 Beschäftigten
offen
Zahl neu eingestellter Stellen, nicht genannt

Ein Entwicklungszentrum mit 250 Beschäftigten ist für Berlin ein Gewinn, auch wenn ein Teil von ihnen nur den Arbeitsplatz gewechselt hat. Entscheidend wird, wie viele der 500 Plätze am Ende neu besetzt werden.

Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web
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Warum baut Tesla seine Entwicklung bei Grünheide aus?

Jan Brückner, Geschäftsführer und Leiter des Zentrums, sagte laut dpa: „Wir sind hierhergekommen, um zu bleiben.“ Tesla bediene von der Gigafactory Berlin-Brandenburg aus ganz Europa, und die Nähe zum Werk sei wichtig.[1] Tesla selbst spricht von einem „langfristigen Engagement“ und von Deutschland als strategischem Innovationsstandort.[2] Grünheide ist Teslas einzige Autofabrik in Europa. Die geplante Jahresproduktion von 500.000 Autos ist dort noch nicht erreicht, Tesla will sie nach Berichten auf eine Million verdoppeln.[2][1]

Der Ausbau in Köpenick passt zu einer Reihe von Entscheidungen am Standort. Tesla hat in Grünheide eine zweite Halle mit 536.000 Quadratmetern beantragt, baut dort eine Zellfabrik für 18 Gigawattstunden und hat die Löhne um bis zu 5 Prozent erhöht, ohne Tarifvertrag. Köpenick ergänzt die Fertigung um Entwicklung und Tests, die bisher zum Teil in den Niederlanden und in anderen Laboren liegen.

Was bedeutet das Zentrum für Berlin und die Region?

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) äußerte sich zur Eröffnung und sagte nach dpa-Angaben: „Gemeinsam mit Brandenburg sind wir Wachstumsregion. Das darf nicht gefährdet werden.“ Auf die Frage nach einer möglichen linksgeführten Landesregierung verwies er auf verlässliche Rahmenbedingungen für Unternehmen.[1]

Für den Standort Deutschland ist die Meldung eine Investition, bei der die Arbeitsplatzbilanz offen bleibt. Weil ein Teil der Beschäftigten aus Tilburg und anderen Laboren wechselt, zählt zunächst, dass Entwicklungsarbeit nach Deutschland verlegt wird, und nicht, dass zusätzliche Stellen entstehen. Wie viele Beschäftigte neu eingestellt werden und ob das Land Berlin oder der Bund Geld zugesagt haben, geht aus den Meldungen nicht hervor. Ob Tesla die 500 Plätze der zweiten Stufe belegt, hängt von der Genehmigung ab und davon, ob die Produktion in Grünheide wie angekündigt wächst.

Quellen

4 Quellen anzeigenQuellen ausblenden
  1. dpa-AFX via Investing.comROUNDUP: Tesla eröffnet Entwicklungszentrum in Berlin04.11.2026
  2. heise autosTesla eröffnet Entwicklungszentrum in Berlin04.11.2026
  3. t-onlineNeues Tesla-Zentrum in Berlin: Was der E-Auto-Hersteller vorhat04.11.2026
  4. Der TagesspiegelTesla ist ein Berliner, : Der US-Autobauer eröffnet sein europäisches Entwicklungszentrum in Köpenick04.11.2026

Mehr Newshunger?

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