CATL hat am 4. November mitgeteilt, dass es mit dem Stromanbieter Octopus Energy und Ampace, einem Gemeinschaftsunternehmen von ATL und CATL, Heimspeicher für europäische Haushalte prüfen will. Vorrang haben laut CnEVPost Großbritannien, Frankreich und Spanien.[1]
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Die Absichtserklärung ist unverbindlich und nennt weder Produkt noch Preis noch Starttermin. Deutschland steht nicht auf der Vorrangliste, Octopus will seine eigenen Nook-Speicher ab 2027 aber auch hier verkaufen.[2]
Das Wichtigste in Kürze
- CATL, Octopus Energy und Ampace wollen Heimspeicher für Europa prüfen, zuerst in Großbritannien, Frankreich und Spanien.
- Ampace soll Zellen, Batteriemanagement und Speichersysteme liefern, Octopus Kundenzugang, dynamische Tarife und Anbindung an virtuelle Kraftwerke.
- Produkt, Preis und Termin fehlen, die Absichtserklärung ist nicht bindend.
- Octopus nennt für seine eigenen Nook-Speicher keinen Zellhersteller und bringt sie 2027 auch in Deutschland auf den Markt.
Was haben CATL, Octopus und Ampace vor?

Ampace soll Zellen, Batteriemanagement und Speichersysteme entwickeln und fertigen. Octopus bringt den Zugang zu europäischen Kunden, die Algorithmen für dynamische Stromtarife und den Zugang zu virtuellen Kraftwerken mit, CATL Technik und Lieferkette.[1] Photovoltaik, intelligentes Laden und Vehicle-to-Grid sollen zusammenspielen, damit Heimspeicher bei Bedarf Strom ans Netz abgeben.[1]
Auch gemeinsame Heimlösungen unter beiden Marken wollen die Partner prüfen. Ob daraus ein Produkt wird, lässt die Mitteilung offen. Anschluss besteht an das Gemeinschaftsunternehmen, das CATL und Octopus im Juni für Batteriewechselstationen für Lkw ankündigten.[1]
Wo verdient ein Heimspeicher sein Geld?
Die Rollenverteilung legt nahe, dass der Tarif mehr zählt als die Zelle. Ein Heimspeicher lädt bei billigem Börsenstrom und gibt ihn zurück, sobald er teuer ist oder das Netz ihn braucht. Dafür muss der Versorger den Speicher steuern können. Diese Lesart ist die Einordnung der Redaktion, die Partner äußern sich dazu nicht.
Octopus selbst empfiehlt seine Nook-Speicher in Kombination mit den Smart-Tarifen des Hauses.[2] Das Unternehmen stellte am 22. Juni zwei Modelle vor. Der Nook Cube fasst 2 Kilowattstunden und wächst auf 10,5 kWh, der wandmontierte Nook Colossus startet mit 5 oder 10 kWh und wächst auf 30 kWh. Beide tragen 12 Jahre Garantie, Preise und Zellhersteller nennt Octopus nicht.[2] Gründer Greg Jackson nennt Heimbatterien „einen der klügsten Wege, derzeit Energiekosten zu senken“.[2]
Der Speicher ist hier das Zubehör, das Geschäft macht der Tarif, der ihn steuert.
Michael Dobler, Herausgeber Dr. Web
Was bedeutet das für Käufer und Entscheider im DACH-Raum?
Konkret wird es für Deutschland erst mit den Nook-Speichern, nicht mit der Absichtserklärung. Der Markt, in den sie kommen, ist in Bewegung. Der Bericht über Senec zeigt, dass der EnBW-Pionier seit dem 14. Juli keine Neukunden mehr annimmt, während BYD mit rund 30 Prozent Marktanteil führt und Zellen mit Lithium-Eisenphosphat über 95 Prozent der stationären Speicher ausmachen. Steigt CATL über Ampace ins Geschäft ein, trifft das Unternehmen auf einen Markt, der längst chinesisch geprägt ist.
Das Vehicle-to-Grid-Angebot von VW und Elli setzt bei Teilnehmern einen dynamischen Stromtarif, eine bidirektionale Wallbox und ein intelligentes Messsystem voraus. Wie sich Heimspeicher am Strommarkt vermarkten lassen, beschreibt der Bericht über Viessmann. Und die Stromspeicher-Inspektion der HTW Berlin und des KIT hat festgestellt, dass bei mehreren Modellen die Schnittstellen für dynamische Tarife fehlen.
Käufer, die ab 2027 einen Speicher mit Tarifbindung wählen, sollten vorab klären, ob das Gerät auch mit einem anderen Stromtarif läuft und wer die Garantie trägt, falls der Anbieter ausfällt. Zwölf Jahre Garantie sind nur so viel wert wie der Garantiegeber, das zeigt der Rückzug von Senec.
Quellen
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