Die Website des Videoplayers VLC lieferte den Statuscode 418. Google nahm sie trotzdem nicht aus dem Index. Gary Illyes von Google erklärt das mit einem vorübergehenden Schutz für wichtige URLs, der Fehlerseiten nicht sofort verschwinden lässt. Welche Seiten als wichtig gelten und wie lange der Schutz hält, hat Google bisher nicht dokumentiert.
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Google kann eine wichtige URL, die einen 4xx-Fehler liefert, vorübergehend im Index halten. Das hat Gary Illyes von Google laut Search Engine Roundtable am Beispiel der VLC-Website erklärt, deren Favicon in den Suchergebnissen fehlte.[1] Die Seite hatte den Statuscode 418 („I’m a teapot“) ausgeliefert, den Google wie die meisten 4xx-Fehler als „nicht gefunden“ behandelt.[1]
Das Wichtigste in Kürze
- Google hält wichtige URLs mit 4xx-Fehler vorübergehend im Index, statt sie sofort zu entfernen.
- Der Preis: Google zeigt dann weder Snippet noch Favicon, nur den Link mit dem letzten guten Titel.
- Laut Dokumentation fliegen 4xx-URLs aus dem Index. Den Schutz beschreibt sie nicht, Kriterien und Dauer sind offen.
- Betreiber sollten Fehler schnell beheben und nicht mit der Gnadenfrist rechnen.
Was ist bei VLC passiert?

Nutzer wunderten sich, dass die VLC-Website in der Google-Suche kein Favicon zeigte, obwohl die Startseite auf Platz zwei hinter der Download-Seite steht.[1] Illyes antwortete, die VLC-Betreiber hätten aus unbekanntem Grund den Statuscode 418 ausgeliefert. Dass die URL nicht sofort aus dem Index fiel, begründete er mit ihrer Bedeutung: Er zählt die VLC-Seite zu den wichtigsten des Internets, deshalb habe die Suche sie vorübergehend geschützt.[1]
Der Schutz hat einen Preis. Weil Google nicht mehr sehen konnte, was auf der Seite steht, blieben nur der Link und der letzte gute Titel, ohne Snippet und ohne Favicon.[1] Inzwischen liefert VLC wieder 200 OK, das Favicon sollte bald zurückkehren.[1]
Was sagt Googles Dokumentation dazu?
Die Regel ist eindeutig: Google indexiert keine URLs mit 4xx-Statuscode, bereits indexierte werden entfernt.[2] Ausgenommen ist nur 429. Diesen Code wertet Google als Zeichen eines überlasteten Servers und behandelt ihn wie einen Serverfehler.[2] Auch URLs, die dauerhaft einen Serverfehler (5xx) liefern, entfernt die Indexierung laut Dokumentation.[2]
Den Schutz für wichtige URLs führt die Seite nicht auf. Der Statuscode 418 gehört zu den „exotischen“ Codes, die sie ausdrücklich nicht abdeckt.[2] Bei VLC fehlten zuerst Snippet und Favicon. Endet der Schutz ohne Korrektur, greift die Regel aus der Dokumentation. Die URL verschwindet dann aus der Suche.
Der Fall VLC in vier Schritten
Wie lange der Schutz dauert und nach welchen Kriterien Google URLs als wichtig einstuft, ist nicht veröffentlicht.
Eine Gnadenfrist für Prominente ersetzt keinen sauberen Statuscode.
Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web
Was sollten Betreiber jetzt prüfen?
- Statuscodes kontrollieren: Der Seitenindexierungsbericht der Search Console nennt die URLs, die wegen 401, 403 oder 404 nicht im Index stehen. Wichtige Seiten in dieser Liste verdienen sofort einen Blick.
- Firewall und Bot-Schutz testen: Firewalls, Sicherheits-Plugins und CDN-Regeln können Crawler mit 403 abweisen. Die Live-Prüfung einer URL in der Search Console zeigt, was Googlebot tatsächlich abruft. Zum Thema gefälschter Crawler lesen Sie unsere Meldung zum falschen Googlebot.
- Wartungsmodus prüfen: Welchen Statuscode die Wartungsseite ausliefert, zeigt der Netzwerk-Reiter der Browser-Entwicklerwerkzeuge. Ein Wartungsfenster sollte kurz bleiben, denn dauerhafte Serverfehler führen ebenfalls zur Entfernung.[2]
- Nicht mit dem Schutz rechnen: Google nennt keine Kriterien und keine Dauer. Ein kleiner Shop sollte nicht annehmen, als wichtig zu gelten.
Wie die Berichte aufgebaut sind, zeigt der Beitrag zur Google Search Console, die technischen Grundlagen liefert Technisches SEO 2026. Warum nicht jede nicht indexierte Seite ein Fehler ist, erklärt unsere Meldung zur Seitenindexierung. Ob Google den Schutz irgendwann dokumentiert, ist offen.
FAQ: Google hält wichtige Seiten trotz 4xx-Fehler kurz im Index
Was bedeutet der vorübergehende Schutz wichtiger URLs?
Laut Gary Illyes kann Google eine wichtige URL mit 4xx-Fehler kurz im Index halten, statt sie sofort zu entfernen. Snippet und Favicon fehlen dann, es bleiben der Link und der letzte gute Titel.
Wie behandelt Google 4xx-Fehler laut Dokumentation?
Google indexiert keine URLs mit 4xx-Statuscode und entfernt bereits indexierte. Eine Ausnahme ist 429, das als Serverfehler gilt und das Crawlen drosselt.
Gilt der Schutz auch für kleine Websites?
Das ist offen. Illyes sprach von wichtigen URLs, Kriterien und Dauer hat Google nicht veröffentlicht. Betreiber sollten Fehler daher sofort beheben.
Was passiert bei dauerhaften Serverfehlern?
Laut Googles Dokumentation entfernt die Indexierung URLs, die dauerhaft einen Serverfehler (5xx) liefern. Wartungsfenster sollten deshalb kurz bleiben.
Quellen
2 Quellen anzeigenQuellen ausblenden
- Search Engine RoundtableGoogle Can Temporarily Protect Important URLs From Being Deindexed
- Google Search CentralHow HTTP status codes, and network and DNS errors affect Google Search, Dokumentation, abgerufen am 6. November 2026
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