Die Telekom hebt die Prognose für das bereinigte EBITDA 2026 um rund 100 Millionen auf 47,6 Milliarden Euro an und schlägt 1,10 Euro Dividende je Aktie vor. Vom EBITDA-Zuwachs im dritten Quartal stammen 940 Millionen Euro aus den USA und 41 Millionen aus Deutschland. Im Heimatmarkt wächst dafür die Glasfaser: 190.000 neue Anschlüsse in einem Quartal sind Rekord.
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Die Deutsche Telekom hat am 5. November ihre Zahlen für das dritte Quartal 2026 vorgelegt und die Jahresprognose angehoben.[1] Der Umsatz wuchs organisch um 5,5 Prozent auf 31,1 Milliarden Euro, das bereinigte EBITDA nach Leasingaufwand (EBITDA AL) um 8,0 Prozent auf 12,2 Milliarden Euro.[1]
Das Wichtigste in Kürze
- Das EBITDA AL stieg auf 12,2 Milliarden Euro, der bereinigte Konzernüberschuss um 12,7 Prozent auf 3,0 Milliarden Euro.
- Die Prognose für 2026 steigt auf rund 47,6 Milliarden Euro EBITDA AL und rund 20,1 Milliarden Euro Free Cashflow AL.
- Der Vorstand schlägt 1,10 Euro Dividende je Aktie vor, 2027 sollen eigene Aktien für bis zu 2 Milliarden Euro zurückgekauft werden.
- Rund zwei Drittel des EBITDA entstehen in den USA, in Deutschland wuchs es um 1,5 Prozent.
Wie hoch fällt die Anhebung aus?

Das bereinigte EBITDA AL soll 2026 bei rund 47,6 statt 47,5 Milliarden Euro liegen, der Free Cashflow AL bei rund 20,1 statt 20,0 Milliarden Euro.[1] Beide Werte sind gerundet, die Anhebung beträgt damit rund 100 Millionen Euro oder knapp 0,2 Prozent. Das Ergebnis je Aktie bleibt bei 2,20 Euro.[1] Schon im Mai hatte die Telekom die Prognose um 100 Millionen Euro von 47,4 auf 47,5 Milliarden Euro angehoben.[2] Der Konzern erhöht seine Erwartung also in kleinen Schritten.
Die Aktionäre bekommen mehr: Der Vorstand schlägt 1,10 Euro Dividende je Aktie vor, 10 Prozent mehr als für 2025, und plant für 2027 Aktienrückkäufe von bis zu 2 Milliarden Euro.[1]
Woher kommt das Wachstum?
Den größten Beitrag liefern die USA. T-Mobile US erzielte ein EBITDA AL von 8.135 Millionen Euro, 13,1 Prozent mehr als im Vorjahr; in Dollar gerechnet waren es 11,4 Prozent.[1] Gemessen am Konzern-EBITDA von 12,2 Milliarden Euro sind das rund zwei Drittel.
In Deutschland stieg der Umsatz um 3,9 Prozent auf 6,6 Milliarden Euro, das EBITDA AL aber nur um 1,5 Prozent auf 2.774 Millionen Euro.[1] Nach Rechnung der Redaktion stehen dem Zuwachs von 940 Millionen Euro in den USA 41 Millionen in Deutschland und 78 Millionen in Europa gegenüber. Das Heimatgeschäft gewinnt Kunden: Im Breitband kamen 11.000 hinzu, nach einem Minus von 25.000 im Vorjahresquartal, bei reinen Glasfaseranschlüssen waren es 190.000, ein Quartalsrekord.[1] Der Ertrag zieht mit den Kunden noch nicht mit.
Zwei Drittel des EBITDA entstehen in den USA, und fast der gesamte Zuwachs kommt von dort.
Michael Dobler, Herausgeber Dr. Web
Was heißt das für Geschäftskunden und Anleger?
Die Abhängigkeit von den USA ist bei der Telekom ein Dauerthema. Nach einer Schätzung von Morgan Stanley liegen dort 62 Prozent des Telekom-Werts, und ein formelles Angebot für T-Mobile US legt der Konzern laut Bloomberg vorerst nicht vor.
Im Systemgeschäft für Firmenkunden stieg der Auftragseingang um 27,7 Prozent auf 883 Millionen Euro, nach Angaben der Telekom vor allem wegen eines saisonalen Aufholeffekts nach dem schwächeren zweiten Quartal. Am stärksten wuchs die Industrial AI Cloud.[1] Zugleich will der Bund laut Handelsblatt Rechenzeit in einer Telekom-Cloud mit Nvidia-Chips bezahlen.
Die Redaktion empfiehlt Einkäufern von KI-Rechenleistung, die Industrial AI Cloud in der nächsten Angebotsrunde neben US-Cloud-Anbietern zu prüfen. Preise oder Kapazitäten nennt die Telekom in der Mitteilung nicht. Anleger sollten bedenken, dass rund zwei Drittel des EBITDA am Dollar-Geschäft von T-Mobile US hängen. Beides ist eine Einschätzung der Redaktion.
Quellen
2 Quellen anzeigenQuellen ausblenden
- Deutsche Telekom AGMehr Wachstum, erhöhte Prognose, Rekorddividende (Medieninformation vom 5. November 2026)
- Deutsche Telekom AGDeutsche Telekom wächst stetig in bewegten Zeiten und erhöht Prognose für 2026 (Medieninformation vom 13. Mai 2026)
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