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Die Schriftgießerei Superior Type hat die Grotesk Heaven vorgestellt, die der Typograf Petr Kucera aus übergroßen Rundungen gezeichnet hat. Die Schrift ist laut The Brand Identity ein brutalistischer Entwurf, dessen runde Formen zu groß für ihren Kasten sind.[1]

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Inhalt 4 Abschnitte
  1. Was unterscheidet Heaven von anderen Groteskschriften?
  2. Wie funktioniert der Regler zwischen rund und eckig?
  3. Was müssen Agenturen und Freelancer bei der Lizenz beachten?
  4. Mehr Newshunger?

Heaven besteht aus vier Familien mit den Namen 01, 03, 06 und 09. Jede enthält 18 Schnitte von Thin bis Black samt Kursiven, unterstützt werden lateinische und kyrillische Schrift.[1][2]

Auf einen Blick

Das Wichtigste in Kürze

  • Heaven 01 ist weich und rund, Heaven 09 kantig und kastenförmig. 03 und 06 liegen dazwischen.
  • Eine SuperVariable-Fassung stellt jeden Punkt zwischen 01 und 09 stufenlos ein.
  • Für Websites gibt es eine eigene Webfont-Lizenz, die bei 50.000 Seitenaufrufen im Monat beginnt.
  • Griechisch ist nicht dabei, die Schrift deckt lateinische und kyrillische Schrift ab.

Was unterscheidet Heaven von anderen Groteskschriften?

Schachtel mit Buchstabe H und Anhänger 'Passt' auf weißem Grund
Kucera verschob das Verhältnis von rund zu eckig von Heaven 03 bis zu den Endpunkten 01 und 09 mit vier Zwischenstufen

Kucera ging von Heaven 03 aus und verschob das Verhältnis von rund und eckig in beide Richtungen, bis es nicht weiter ging. Die Endpunkte sind 01 und 09, dazwischen liegen vier Stufen.

Kucera erklärt die Idee mit einem Ballon: Wächst der Ballon in einer Schachtel immer weiter, füllt er irgendwann die Ecken, und aus 03 wird 09.[1] Buchstaben mit Diagonalen wie K, R, W, X und Y bekamen dafür runde Formen. Alternative Zeichen für m, n, M und u gleichen die Stufen aneinander an.[1]

Als Einsatzgebiet nennt Kucera zuerst Logos. Die normalen Schnitte seien aber ausgewogen genug, um auf einer Website ein Unternehmen in Fließtext zu beschreiben.[1] Ob das auch für deutsche Texte mit Umlauten und langen Wörtern gilt, zeigt erst der Test mit dem Probepaket.

Wie funktioniert der Regler zwischen rund und eckig?

Heaven ist eine variable Schrift mit einer zweiten Dimension: Neben der Strichstärke ändert sich die Form von weich zu kantig. Per CSS lassen sich diese Werte stufenlos einstellen.

Eine variable Schrift enthält mehrere Zeichenformen in einer Datei und rechnet die Zwischenstufen aus. Die Standardachsen wie wght für die Strichstärke steuert CSS über font-weight. Eigene Achsen, wie sie Heaven für den Übergang zwischen 01 und 09 nutzt, sprechen Entwickler mit font-variation-settings an.[3] Welche Kürzel die Datei verwendet, nennt die Vorstellung nicht.

Üblich ist weniger. Google Fonts liefert die Rundschrift Nunito mit einer einzigen Achse für die Strichstärke von 200 bis 1000.[4] Heaven bietet mit der Formachse mehr. Wie sich Schrift im Dark Mode über eine weitere Achse ausgleichen lässt, zeigt der Beitrag zur Grade-Achse.

Heaven auf einen Blick
Vier Familien zwischen weich und kantig, lizenziert nach Einsatzort

Eckdaten der Schrift

4
Familien: Heaven 01, 03, 06 und 09
18
Schnitte je Familie, von Thin bis Black samt Kursiven
2
Schriftsysteme: lateinisch und kyrillisch
50.000
Seitenaufrufe im Monat als Einstieg der Webfont-Lizenz

Lizenzen von Superior Type und ihr Einstieg

Desktop
ab 1 Nutzer, für Layout, Druck und Präsentationen
Webfont
ab 50.000 Seitenaufrufen im Monat, zum Selbsthosten
App und Spiel
ab 1 App oder Spiel
Student
70 Prozent Rabatt, auch für kommerzielle Arbeiten
Unlimited
ohne Grenzen bei Nutzern, Produkten und Installationen

Ein Regler zwischen rund und eckig macht eine Marke flexibel. Ob Heaven im deutschen Fließtext besteht, zeigt erst der Test.

Michael Dobler, Herausgeber Dr. Web
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Was müssen Agenturen und Freelancer bei der Lizenz beachten?

Superior Type lizenziert nach Einsatzort: Desktop, Webfont und App oder Spiel. Die Webfont-Lizenz zum Selbsthosten beginnt bei 50.000 Seitenaufrufen im Monat.

Hinzu kommen eine Unlimited-Lizenz ohne Grenzen bei Nutzern und Produkten und ein Studentenrabatt von 70 Prozent.[5] Preise stehen auf der Lizenzseite nicht.

Zum Testen schickt Superior Type per E-Mail einen Download-Link auf ein Probepaket mit OTF, TTF, WOFF2 und variablen Dateien. Für den produktiven Einsatz ist es nicht gedacht.[6] Weil die Webfonts auf dem eigenen Server liegen, entsteht keine Verbindung zu Google. Die Regeln für Google Fonts fallen damit weg. Zur Ladezeit gibt die Anleitung zum Optimieren von Webschriften Orientierung. Vor einer Entscheidung lohnt der Blick in die monatlichen Seitenaufrufe, weil sie die Lizenzstufe bestimmen.

Quellen

6 Quellen anzeigenQuellen ausblenden
  1. The Brand IdentitySuperior Type’s Heaven is a sans serif built on oversized round shapes
  2. Superior TypeFonts
  3. MDN Web DocsVariable fonts guide
  4. Google FontsNunito
  5. Superior TypeFont Licensing
  6. Superior TypeDownload Trial Fonts

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