EnBW hebt zum 1. Januar 2027 die Preise in der Grund- und Ersatzversorgung an: Strom wird 3,3 Prozent teurer, Gas 8,4 Prozent. Ein Haushalt mit Strom und Gas von EnBW zahlt dadurch knapp 256 Euro mehr im Jahr, davon rund 215 Euro für das Gas.
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Der baden-württembergische Energieversorger EnBW hat am 5. November die Preiserhöhung angekündigt.[1] Kunden mit anderen EnBW-Verträgen sind von dieser Anpassung nicht automatisch betroffen.[1]
Das Wichtigste in Kürze
- Strom wird in der Grund- und Ersatzversorgung 3,3 Prozent teurer, Gas 8,4 Prozent.
- Ein Musterhaushalt mit 2.900 Kilowattstunden Strom und 20.000 Kilowattstunden Gas zahlt knapp 256 Euro mehr im Jahr.
- EnBW nennt höhere staatliche Abgaben, Netzentgelte und Beschaffungskosten als Gründe.
- Betroffene können in der Grundversorgung ohne Kündigungsfrist den Anbieter wechseln.
Was kostet die Erhöhung?

Beim Strom steigt die Monatsrechnung eines Musterhaushalts mit 2.900 Kilowattstunden Jahresverbrauch um 3,40 Euro auf rund 106 Euro, im Jahr sind das 40,80 Euro mehr.[1] Der Arbeitspreis liegt künftig bei 36,70 Cent je Kilowattstunde, der Grundpreis bei 17,06 Euro im Monat.[1]
Beim Gas fällt der Sprung größer aus. Bei 20.000 Kilowattstunden im Jahr steigen die Monatskosten um 17,93 Euro auf rund 231 Euro, das sind 215,16 Euro mehr im Jahr.[1] Der Arbeitspreis beträgt dann 13,17 Cent je Kilowattstunde, der Grundpreis 11,29 Euro im Monat.[1] Nach Rechnung der Redaktion entfallen damit 84 Prozent der Mehrkosten auf das Gas.
Warum steigen die Preise?
Beim Strom verweist EnBW auf die staatlichen Bestandteile: Abgaben, Umlagen und Steuern steigen demnach um rund 23 Prozent, besonders die Offshore-Netzumlage und der Aufschlag für die besondere Netznutzung.[1] Beim Kunden kommen davon 3,3 Prozent an, weil diese Bestandteile nur einen Teil des Strompreises ausmachen.
Beim Gas nennt EnBW deutlich gestiegene Netzentgelte und höhere Beschaffungskosten.[1] Nach Angaben des Vergleichsportals Verivox könnten die Netzentgelte für Strom und Gas 2027 bundesweit leicht steigen.[1] Will ein Grundversorger seine Preise zum 1. Januar ändern, muss er das sechs Wochen vorher ankündigen, also bis zum 20. November. Gegen hohe Strompreise sollen Speicher helfen: In Alfeld läuft Deutschlands größter Batteriespeicher, der die Preise senken soll.
Die Grundversorgung soll Kunden auffangen und nicht dauerhaft versorgen. Ab Januar kostet sie 256 Euro mehr.
Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web
Was können Betroffene tun?
Die Grundversorgung ist der Tarif, in dem Kunden landen, wenn sie keinen anderen Vertrag abgeschlossen haben. Betroffene können laut Bericht ohne Kündigungsfrist den Anbieter wechseln und sollten Angebote vergleichen.[1] Wie viele Kunden EnBW in der Grund- und Ersatzversorgung hat, nennt der Bericht nicht.
Auch Betriebe können dort stecken: Als Haushaltskunden gelten Verbraucher mit bis zu 10.000 Kilowattstunden Strom im Jahr, auch für berufliche oder gewerbliche Zwecke. Die Redaktion empfiehlt, die Verträge von Büros und Filialen bis Mitte Dezember zu prüfen, weil die Erhöhung am 1. Januar greift. So lautet die Einschätzung der Redaktion.
Quellen
1 Quelle anzeigenQuellen ausblenden
- Stuttgarter Nachrichten (Lukas Böhl, mit dpa-Meldung)EnBW erhöht Preise: So viel teurer werden Gas und Strom
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