BYD verdiente von Juli bis September umgerechnet 1,35 Milliarden Euro, 28 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Den Zuwachs trägt der Export: Mehr als 40 Prozent der Autos gingen ins Ausland. Gleichzeitig wuchsen die Vorräte seit Januar um 60 Prozent auf 29,9 Milliarden Euro.
Ein Klick · kostenlosDr. Web bei Google bevorzugenMarkieren Sie drweb.de als bevorzugte Quelle. Dann sehen Sie unsere Artikel öfter unter den Top-Meldungen.Jetzt hinzufügenWas BYD Ende September auf Lager hatte, war rechnerisch so viel wert wie der Umsatz eines ganzen Quartals: 221,6 Milliarden Yuan an Vorräten, 221,5 Milliarden Yuan Umsatz im dritten Quartal. Den Quartalsbericht legte der Autobauer aus Shenzhen am Donnerstag an der Hongkonger Börse vor.[1] Alle Beträge sind zum EZB-Kurs vom 29. Oktober umgerechnet.
Das Wichtigste in Kürze
- Der den Aktionären zurechenbare Gewinn stieg im dritten Quartal um 28 Prozent auf 1,35 Milliarden Euro.
- BYD exportierte 550.704 Autos, im Vorjahresquartal waren es 232.806.
- In China setzte der Hersteller rechnerisch 12 Prozent weniger Autos ab.
- Wertminderungen, vor allem auf Vorräte, stiegen in den ersten neun Monaten um 68 Prozent.
Woher kommt der Gewinnsprung?

Insgesamt verkaufte BYD im dritten Quartal 1.323.065 Autos, 19 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.[2][3][4] Der Export wuchs auf das 2,4-Fache, die Verkäufe in China sanken rechnerisch auf 772.361.[5] Reine Elektroautos legten um 31 Prozent zu, Plug-in-Hybride um 3 Prozent.
Der Umsatz stieg um 14 Prozent auf 29,9 Milliarden Euro. Im Vorjahresquartal hatte BYD rechnerisch 1,06 Milliarden Euro verdient. Von Januar bis September liegt der Gewinn mit 3,01 Milliarden Euro noch 4 Prozent unter dem Vorjahr.
Warum wachsen die Vorräte so stark?
BYD begründet den Anstieg der Vorräte mit dem wachsenden Auslandsgeschäft. Ein exportiertes Auto ist wochenlang auf See und steht danach beim Händler, bevor es Geld bringt. Die eigenen Autofrachter reichen dafür nicht, BYD chartert zusätzlichen Laderaum.
Im Inland läuft das Geschäft weiter schwach. Vom 1. bis 25. Oktober verkauften Chinas Händler laut Branchenverband CPCA 13 Prozent weniger Elektroautos und Plug-in-Hybride als ein Jahr zuvor.[6] Wertminderungen, vor allem auf Vorräte, buchte BYD in den ersten neun Monaten für 366 Millionen Euro, ein Jahr zuvor für 218 Millionen. Ein Unternehmen nimmt eine solche Wertminderung vor, wenn es Ware voraussichtlich nur unter ihren Herstellkosten verkaufen kann.
Bei der Forschung spart der Konzern: Bis September gab BYD 4,9 Milliarden Euro aus, 17 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Dazu kamen Währungsverluste, die den Finanzaufwand auf 994 Millionen Euro trieben.
Der Export bringt BYD den Gewinn zurück, bindet aber Milliarden in Ware, die noch keinen Käufer hat.
Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web
Was bedeutet das für Europa?
Auf Elektroautos von BYD aus China erhebt die EU einen Ausgleichszoll von 17 Prozent, zusätzlich zum Einfuhrzoll von 10 Prozent. Für in Europa gebaute Autos fällt er nicht an. Im ungarischen Werk Szeged soll die Serienfertigung im vierten Quartal anlaufen.
Wie viele der Vorräte auf Europa entfallen, schlüsselt BYD nicht auf. Für Händler und Fuhrparkleiter lohnt deshalb ein Blick auf die Preise, die BYD in den kommenden Monaten verlangt. Die Absatzzahlen für Oktober meldet der Konzern Anfang November.
Quellen
6 Quellen anzeigenQuellen ausblenden
- BYD Company2026 Third Quarterly Report (Hongkonger Börse)
- BYD CompanyProduction and Sales Volume for July 2026 (Hongkonger Börse)
- BYD CompanyProduction and Sales Volume for August 2026 (Hongkonger Börse)
- BYD CompanyProduction and Sales Volume for September 2026 (Hongkonger Börse)
- BYD Company: Exportzahlen des Vorjahresquartals aus den Monatsmeldungen Juli 2025, August 2025 und September 2025 (Hongkonger Börse)
- CnEVPostChina NEV retail sales fall 13% in October 1-25 as peak-season demand stays weak
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