Perplexity bringt seine Agentenplattform Personal Computer auf Windows. Der Agent liest und schreibt Dateien in freigegebenen Ordnern und bedient die Microsoft-Programme direkt. Microsoft liefert dieselbe Fähigkeit im eigenen Betriebssystem ab Werk abgeschaltet aus.
drweb.de als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügenQualitätsgeprüfte Inhalte direkt in Google News & DiscoverJetzt hinzufügenBeim ersten Start stellt Personal Computer für Windows genau eine Frage: nur Dokumente, Dokumente und Desktop, oder überall.[1] Diese Auswahl entscheidet, wie viel von einem Firmenrechner ein KI-Agent künftig sehen darf. Perplexity rollt die Windows-Fassung für Pro- und Max-Abonnenten aus.
Das Wichtigste in Kürze
- Der Agent liest und schreibt Dateien in freigegebenen Ordnern und bedient Word, Excel, PowerPoint, Outlook und OneDrive.
- Die Plattform koordiniert Agenten über 15 und mehr Modelle und holt Daten aus über 400 angebundenen Apps.
- Für die IT gibt es Ordner-Scoping, Rechte je Nutzer und Aktivitätsprotokolle.
- Microsoft liefert die vergleichbare Windows-Funktion ab Werk abgeschaltet aus und nennt eingeschleuste Anweisungen in Dokumenten als Grund.
Was macht Personal Computer auf dem Windows-Rechner?

Der Agent arbeitet auf freigegebenen Ordnern, bedient die Microsoft-Programme direkt und holt Daten aus angebundenen Diensten.
Perplexity beschreibt Personal Computer als Agentenplattform, die Agenten über 15 und mehr Modelle hinweg koordiniert.[1] Ein Sprachmodus erlaubt mündliche Aufträge, und der hauseigene Browser Comet lässt sich aus dem Agenten heraus steuern.
Die Konnektoren überführen Bestände aus Snowflake, Salesforce oder HubSpot in lokale Dateien. Wie weit solche Aufträge reichen, hat OpenAI im Juli gezeigt, dessen Agent stundenlang autonom an ganzen Projekten arbeitet.
Warum liest der Agent lokal und rechnet in der Cloud?
Personal Computer ist kein lokales Modell. Ein Orchestrator verteilt die Teilaufgaben auf Frontier-Modelle im Netz, während allein der Dateizugriff auf dem Gerät stattfindet.
Genau darin liegt der Unterschied zu einem Werkzeug wie Nativ, das KI-Modelle vollständig auf dem Mac ausführt. Fünfzehn Frontier-Modelle passen auf kein Notebook; was der Agent aus einem freigegebenen Ordner liest, verlässt für die Auswertung das Gerät.
Die zweite Folge betrifft die Vertrauensgrenze. Ein Agent, der fremde Dokumente liest und anschließend Dateien schreibt, behandelt diesen Text als Anweisung. Dr. Web hat dieses Muster als Rollenverwechslung beschrieben, und die fünf zuletzt dokumentierten Angriffsvarianten programmieren Agenten genau darüber um.
Die eigentliche Entscheidung ist die Ordnerfreigabe, nicht das Abo. Ein Agent mit Schreibrecht auf dem Desktop gehört genauso geprüft wie ein neuer Mitarbeiter mit Administratorrechten.
— Michael Dobler, Herausgeber Dr. Web
Reichweite und Freigabestufen von Perplexitys Personal Computer für Windows, daneben die Voreinstellung, mit der Microsoft dieselbe Fähigkeit ausliefert. Stand: 28. Juli 2026.
Perplexity Personal Computer
- Wird für Pro- und Max-Abonnenten in der Windows-App ausgerollt
- Liest, schreibt und durchsucht Dateien in freigegebenen Ordnern
- Ordner-Scoping, Rechte je Nutzer und Aktivitätsprotokolle für die IT
- Steuert zusätzlich den hauseigenen Browser Comet
Microsoft Copilot Actions
- Die experimentellen Agentenfunktionen sind ab Werk abgeschaltet
- Nur ein Administrator des Geräts darf sie einschalten
- Danach gilt die Freischaltung für alle Konten auf dem Gerät
- Sechs Benutzerordner sind erreichbar, je Agent regelbar
Microsoft begründet die Voreinstellung damit, dass in Oberflächen oder Dokumenten eingebetteter Schadinhalt die Anweisungen eines Agenten überschreiben und zu Datenabfluss oder Schadsoftware führen kann.
Was müssen deutsche Unternehmen jetzt klären?
Klären Sie vor dem Rollout die Auftragsverarbeitung der Ordnerinhalte und die Mitbestimmung beim Aktivitätsprotokoll. Beides fällt an, sobald der erste Mitarbeiter einen Ordner freigibt.
Microsoft hat für die eigene Funktion Copilot Actions die Konsequenz gezogen. Im Support-Dokument steht als Begründung, dass in Oberflächen oder Dokumenten eingebetteter Schadinhalt die Anweisungen des Agenten überschreiben und zu Datenabfluss oder Schadsoftware führen kann.[2] Einschalten darf die Funktion allein ein Administrator des Geräts.
Bei Perplexity liegt dieselbe Entscheidung beim einzelnen Abonnenten. Ordner-Scoping, Rechte je Nutzer und Protokolle stehen zwar bereit,[1] greifen aber erst, wenn die IT sie vorher gesetzt hat. Wie ein Agent ohne Zutun des Nutzers zu viel preisgibt, hat zuletzt GitHubs Agent mit privaten Repositories vorgeführt.
Die Ordnerinhalte fallen unter die Auftragsverarbeitung, weshalb Vertrag und Standardvertragsklauseln vor den ersten Auftrag gehören. Ab dem 2. August greifen zusätzlich die Transparenzpflichten der KI-Verordnung, die auch SAP-Kunden beim Assistenten Joule treffen. Aktivitätsprotokolle wiederum erfassen Verhalten und Leistung von Beschäftigten und lösen nach § 87 Absatz 1 Nummer 6 Betriebsverfassungsgesetz die Mitbestimmung des Betriebsrats aus.
Starten Sie deshalb mit der engsten Freigabe. Ein eigener Projektordner statt des ganzen Benutzerprofils kostet nichts und begrenzt den Schaden, falls ein präpariertes Dokument den Agenten umlenkt. Für Coding-Agenten zeigt Clawk mit einer Wegwerf-VM die härtere Variante; wie der Anbieter insgesamt aufgestellt ist, ordnet unser Überblick zu Perplexity ein.
Quellen
[1] Perplexity: „Personal Computer für Windows“, Produktseite
[2] Microsoft Support: „Experimental agentic features“
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