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Google Merchant Center hält Produkte mit unscharfen oder verpixelten Bildern nicht mehr aus Shopping-Anzeigen und Produkteinträgen heraus. Die Hilfeseite zum Problem „Niedrige Bildqualität“ hat Google ohne Ankündigung umgeschrieben, auch in der deutschen Fassung. Ab dem 31. Januar 2027 lehnt Google dagegen jedes Produktbild unter 500 × 500 Pixeln ab.

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Neben der Warnung „Niedrige Bildqualität“ stand im Merchant Center bisher ein klarer Satz: Das Produkt könne aus Anzeigen und kostenlosen Produkteinträgen fallen, bis die Bildqualität besser sei.[2] Heute steht an derselben Stelle der Hinweis: „Ihr Produkt wird weiterhin in Anzeigen und Produkteinträgen präsentiert.“[1] Aufgefallen ist die Änderung der PPC-Spezialistin Hana Kobzova, Search Engine Roundtable veröffentlichte am 12. Oktober beide Fassungen.[2]

Das Wichtigste in Kürze

  • Produkte mit unscharfen, verpixelten oder niedrig aufgelösten Bildern bleiben in Shopping-Anzeigen und Produkteinträgen sichtbar.
  • Eine Begründung für die Änderung nennt Google nicht.
  • Ab dem 31. Januar 2027 lehnt Google Produktbilder unter 500 × 500 Pixeln ab, empfohlen sind 1.500 × 1.500 Pixel.
  • In Deutschland betrifft die Lockerung vor allem Anzeigen, weil die kostenlosen Produktraster in der Hauptsuche seit September fehlen.

Was ändert Google bei schlechten Produktbildern?

Sofortbild einer Kaffeetasse, darauf ein oranger runder Aufkleber mit dem Text: Darf bleiben
Google warnt vor schlechter Bildqualität wie Unschärfe und Verpixelung, sperrt Produkte aber nicht aus Anzeigen aus

Die Warnung bleibt bestehen, verliert aber ihre Sperrwirkung. Als schlechte Bildqualität wertet Google laut Hilfeseite Unschärfe, Verpixelung und niedrige Auflösung.[1] Betroffene Produkte stehen weiter im Tab „Überprüfung erforderlich“, bleiben aber in Anzeigen und Produkteinträgen sichtbar.

Statt mit dem Ausschluss argumentiert Google auf der Hilfeseite jetzt mit Leistung: Hochwertige Bilder steigerten Interaktion und Klicks deutlich.[1] Zahlen dazu liefert der Konzern keine, eine Messgröße für „unscharf“ ebenso wenig. Für Händler mit großen Katalogen verschiebt sich das Risiko: Lieferantenfotos und Marktplatz-Importe kosten keine Sichtbarkeit mehr, im Zweifel aber Klicks.

Shopping-Anzeigen setzt Google automatisch aus den Feed-Daten zusammen, das eingereichte Bild erscheint unverändert in der Anzeige. Dasselbe Feed-Bild nutzt auch Performance Max für Produktanzeigen. Wie weit Google Anzeigen inzwischen selbst aus Website- und Feed-Daten baut, zeigen die automatisch übernommenen Rabatte und die KI-Anzeigentexte von AI Max.

Welche Bildregel gilt ab Januar 2027?

Unverändert bleibt die Mindestgröße, die Google bereits angekündigt hat: Ab dem 31. Januar 2027 müssen alle Produktbilder mindestens 500 × 500 Pixel messen.[3] Seit Juli 2026 erhalten Händler Warnungen für Bilder, die zwar die bisherige Mindestgröße erfüllen, aber unter 500 × 500 Pixeln bleiben.[1] Empfohlen sind 1.500 × 1.500 Pixel, die Obergrenze liegt bei 64 Megapixeln und 16 MB pro Datei.[3]

Die beiden Regeln treffen unterschiedliche Bilder. Ein großes, aber verwackeltes Foto bleibt nach der neuen Formulierung in der Anzeige. Ein gestochen scharfes Bild mit 400 × 400 Pixeln verfehlt dagegen ab Ende Januar die Pflichtgröße.

Zwei Bildregeln im Merchant Center
Was für Produktbilder gilt, laut Google-Merchant-Center-Hilfe, Stand 13. Oktober 2026
sichtbar
bleiben Produkte mit unscharfen oder verpixelten Bildern in Anzeigen und Produkteinträgen
500 × 500
Pixel gelten ab dem 31. Januar 2027 als Mindestgröße für jedes Produktbild
1.500 × 1.500
Pixel empfiehlt Google für alle Anzeigenformate
16 MB
darf eine Bilddatei höchstens groß sein, bei maximal 64 Megapixeln

Der Zeitplan für Händler

Juli 2026
Warnungen laufen an
Bilder unter 500 × 500 Pixeln erscheinen im Merchant Center als Hinweis.
12. Oktober 2026
Sperre entfällt
Seit diesem Tag bekannt: Unscharfe Bilder halten Produkte nicht mehr aus Anzeigen und Produkteinträgen heraus.
31. Januar 2027
Pflichtgröße greift
Google setzt die Mindestgröße von 500 × 500 Pixeln für alle Produktbilder durch.

Ein unscharfes Produktbild fliegt nicht mehr aus der Anzeige, verliert aber weiter die Klicks, die ein scharfes Foto holt.

Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web
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Was sollten Shops in Deutschland jetzt tun?

Hierzulande wirkt die Lockerung vor allem bei Shopping-Anzeigen. In der Hauptsuche des Europäischen Wirtschaftsraums fehlen die kostenlosen Produktraster seit Mitte September, Google hat den Platz nach dem Digital Markets Act Vergleichsportalen überlassen. Hintergrund ist der DMA-Umbau der europäischen Google-Suche.

  • Warnliste exportieren: Unter „Produkte“ im Tab „Überprüfung erforderlich“ nach „Niedrige Bildqualität“ filtern und die betroffenen Produkte als CSV-Datei herunterladen.[1]
  • Nach Umsatz sortieren: Bestseller und Produkte mit hohem Anzeigenbudget zuerst neu fotografieren, dort zählt jeder verlorene Klick.
  • Pixelmaße prüfen: Bilder unter 500 × 500 Pixeln vor dem 31. Januar 2027 ersetzen. Hochskalieren allein macht ein kleines Bild nicht schärfer.
  • KI-Bilder kennzeichnen: Mit generativer KI erstellte Bilder brauchen laut Google IPTC-Metadaten, die auf die KI-Herkunft hinweisen.[3] Die Hilfeseite verweist zusätzlich auf KI-Vorschriften der EU.[1]

Tipps für eigene Aufnahmen gibt unser Ratgeber zur Produktfotografie, Unterstützung bei Feed und Kampagnen bieten die Dienstleister aus unserem Google-Shopping-Agentur-Vergleich.

FAQ: Unscharfe Produktbilder sperren Shopping-Anzeigen nicht mehr

Was ist das Google Merchant Center?

Das Google Merchant Center ist die Plattform, über die Händler ihre Produktdaten an Google übermitteln. Aus diesen Feeds entstehen Shopping-Anzeigen, Produkteinträge und die Produktanzeigen in Performance-Max-Kampagnen. Preise, Verfügbarkeit und Bilder pflegen Händler dort zentral.

Was bedeutet die Warnung „Niedrige Bildqualität“ im Merchant Center?

Die Warnung zeigt an, dass Google ein Produktbild als unscharf, verpixelt oder zu niedrig aufgelöst einstuft. Laut aktueller Hilfeseite bleibt das Produkt trotzdem in Anzeigen und Produkteinträgen sichtbar. Google empfiehlt dennoch ein besseres Bild, weil die Bildqualität die Klicks beeinflusst.

Welche Mindestgröße gilt für Produktbilder ab 2027?

Ab dem 31. Januar 2027 müssen alle Produktbilder im Merchant Center mindestens 500 × 500 Pixel groß sein. Google empfiehlt 1.500 × 1.500 Pixel. Eine Bilddatei darf höchstens 64 Megapixel und 16 MB groß sein.

Was sind kostenlose Produkteinträge bei Google?

Kostenlose Produkteinträge sind unbezahlte Produkttreffer bei Google, gespeist aus dem Feed im Merchant Center. Im Europäischen Wirtschaftsraum hat Google die kostenlosen Produktraster im September 2026 wegen des Digital Markets Act aus der Hauptsuche entfernt.

Müssen KI-generierte Produktbilder gekennzeichnet werden?

Google verlangt für Produktbilder, die mit generativer KI erstellt wurden, Metadaten mit Hinweis auf die KI-Herkunft, etwa das IPTC-Feld „DigitalSourceType“. Zusätzlich verweist Google auf KI-Vorschriften der EU, die für bestimmte Anzeigen eine Kennzeichnung verlangen.

Quellen

3 Quellen anzeigenQuellen ausblenden
  1. Google-Merchant-Center-HilfeProblemlösung: Niedrige Bildqualität (Bildlink)
  2. Search Engine RoundtableGoogle: Poor Image Quality Won’t Stop Products From Showing In Search Or Ads
  3. Google-Merchant-Center-HilfeBildlink [image_link]

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