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SpaceX will bis Ende 2027 auf rund 13 Gigawatt Rechenzentrumsleistung kommen. Das Analysehaus SemiAnalysis hält das Ziel für erreichbar und vergleicht es mit Google: So viel Kapazität habe Google von 1999 bis 2026 aufgebaut, SpaceX brauche dafür anderthalb Jahre. Den Strom für alle geplanten Rechenzentren hat der Konzern laut der Analyse noch nicht.

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Inhalt 4 Abschnitte
  1. Wo baut SpaceX die Rechenzentren?
  2. Reicht der Strom für 13 Gigawatt?
  3. Was heißt das für Unternehmen in Europa?
  4. Mehr Newshunger?

SemiAnalysis hat die Auswertung am Dienstag veröffentlicht, einer der Autoren ist Gründer Dylan Patel.[1] Ende September kam SpaceX laut Quartalsbericht auf 1,7 Gigawatt, ein Jahr zuvor auf 0,6 Gigawatt.[2] Die 13 Gigawatt stehen nicht im Quartalsbericht. Elon Musk hatte in der Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen am 20. Oktober einen Zubau von rund 10 Gigawatt im Jahr 2027 angekündigt, zusätzlich zu 2,5 bis 3 Gigawatt bis Ende 2026 (Stand: Mittwoch, 4. November 2026, 13 Uhr).

Auf einen Blick

Das Wichtigste in Kürze

  • SpaceX peilt bis Ende 2027 rund 13 Gigawatt Rechenzentrumsleistung an, Ende September waren es 1,7 Gigawatt.
  • SemiAnalysis hat Standorte mit zusammen mehr als 9 Gigawatt ausgemacht, 3,6 Gigawatt davon sind im Bau.
  • Eigene Kraftwerke mit gut 8 Gigawatt sollen die Rechenzentren direkt versorgen.
  • Bei Colossus 2 fehlen nach der Schätzung mehr als 300 Megawatt.

Wo baut SpaceX die Rechenzentren?

Server-Rack-Schrank auf weißem Hintergrund mit Steckdose, orangefarbenem Stromkabel und Tag
SpaceX baut Colossus-2-Datenzentrum an der Grenze zwischen Tennessee und Mississippi in Teilprojekten, MiniHard-Komplex entstand in fünf Monaten

Kern des Ausbaus ist Colossus 2 bei Memphis an der Grenze zwischen Tennessee und Mississippi. Der Komplex wächst in Teilprojekten: Den Bau MiniHard hat SpaceX laut SemiAnalysis in rund fünf Monaten hochgezogen, ein weiterer auf der anderen Seite der Grenze in Mississippi soll in vier Monaten stehen. Für Project SPAM begannen die Arbeiten am 5. Oktober, die ersten Rechner sollen im Dezember laufen.[1]

In Starbase in Texas, dem Startplatz der Starship-Raketen, richtet SpaceX nach der Analyse zwei Rechenzentren mit möglicherweise mehr als 1 Gigawatt ein. Auf dem Gelände der geplanten Chipfabrik Terafab hält SemiAnalysis ein weiteres Rechenzentrum für wahrscheinlich bis sehr wahrscheinlich.

Reicht der Strom für 13 Gigawatt?

Musk hatte in der Telefonkonferenz Strom und Kühlung als Engpass genannt, nicht die Chips. Laut SemiAnalysis sollen gut 8 Gigawatt aus eigenen Kraftwerken die Rechenzentren direkt versorgen, ohne Umweg über das öffentliche Netz. Dem stehen mehr als 9 Gigawatt Rechenzentren gegenüber, die in Betrieb gehen sollen.[1]

Für Colossus 2 rechnet die Analyse vor: Rund 1,2 Gigawatt bekommt der Standort über ein neues Umspannwerk aus dem Netz, das bis Ende 2026 fertig sein soll. Für Server mit weiteren 1,3 Gigawatt Leistungsbedarf stehen bis Juli 2027 nur 1,24 Gigawatt Nennleistung im Kraftwerk Southaven bereit. Kraftwerke liefern im Betrieb weniger als ihre Nennleistung und Kühlung braucht zusätzlich Strom. Unter dem Strich fehlen deshalb nach der Schätzung mehr als 300 Megawatt. Batteriespeicher mit 5,9 Gigawattstunden und sparsamere Racks könnten die Lücke laut SemiAnalysis schließen.[1] Gegen das Gaskraftwerk in Southaven läuft eine Klage der Bürgerrechtsorganisation NAACP.

Bei SpaceX bestimmt inzwischen das Kraftwerk das Tempo, nicht der Chip.

Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web
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SpaceX: Von 1,7 auf 13 Gigawatt
Rechenzentrumsleistung laut Quartalsbericht, Plan von Elon Musk und Analyse von SemiAnalysis
1,7 GW
Rechenzentrumsleistung Ende September 2026 laut Quartalsbericht
über 9 GW
an Standorten, die SemiAnalysis ausgemacht hat
3,6 GW
davon im Bau
über 300 MW
fehlen bei Colossus 2 laut Schätzung von SemiAnalysis
Ausbau der Rechenzentrumsleistung
September 2025
0,6 Gigawatt
Juni 2026
1,4 Gigawatt
September 2026
1,7 Gigawatt
Ende 2026 (Plan)
2,5 bis 3 Gigawatt
Ende 2027 (Ziel)
rund 13 Gigawatt

Was heißt das für Unternehmen in Europa?

Die rund 2.000 größeren Rechenzentren in Deutschland kamen 2025 laut Bitkom zusammen auf etwa 3 Gigawatt, ein Sechzehntel der US-Leistung.[3] SpaceX allein plant bis Ende 2027 gut das Vierfache. Einen großen Teil der Leistung vermietet der Konzern an andere KI-Anbieter: Gut ein Drittel seines Quartalsumsatzes machte SpaceX laut Bloomberg mit Anthropic, die Verträge sind ab 2027 mit einer Frist von 90 Tagen kündbar.

Setzen Sie KI-Dienste mit Verarbeitung in den USA ein, fragen Sie den Anbieter nach den Standorten seiner Rechenzentren und prüfen Sie die Grundlage für die Datenübermittlung nach der DSGVO. Mieten Sie Rechenleistung direkt, gehören zugesicherte Verfügbarkeit und ein Ausweichstandort in den Vertrag. Ob SpaceX die 13 Gigawatt schafft, zeigt zuerst die Zielmarke für Ende 2026: 2,5 bis 3 Gigawatt.

Quellen

3 Quellen anzeigenQuellen ausblenden
  1. SemiAnalysisElon Is Doing It Again: SpaceX Will Be The World’s Biggest AI Cloud03.11.2026
  2. SpaceXSpaceX Reports Third Quarter 2026 Results, Anlage zum Formular 8-K bei der US-Börsenaufsicht SEC20.10.2026
  3. BitkomRechenzentren in Deutschland: KI treibt das Wachstum10.11.2025

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