Umfrage-Tools Vergleich
2026
Das sind die besten 80 Anbieter.
Ob Kundenzufriedenheit, Mitarbeiterbefragung, Marktforschung oder die schnelle Abstimmung im Meeting: Wer Meinungen strukturiert einholen will, braucht ein passendes Umfrage-Tool. Das Angebot reicht vom kostenlosen Formular-Builder über Allround-Umfragesoftware und Feedback-Werkzeuge für Websites bis zu Enterprise-Plattformen mit Auswertung, Rollenrechten und Panel-Anbindung. Wir haben 80 Anbieter geprüft. Der Ratgeber erklärt, welche Arten von Befragungssoftware es gibt, worauf Sie bei Fragetypen, Datenschutz, Anonymität, Auswertung und Preismodell achten sollten und welche Kosten üblich sind. So finden Sie das Umfrage-Tool, mit dem Sie einen Fragebogen erstellen, verteilen und auswerten, ohne bei der Rücklaufquote oder beim Datenschutz böse Überraschungen zu erleben.
Enalyzer ist eine Umfrageplattform aus Kopenhagen für Business-Umfragen und seit 2000 am Markt. Umfragen lassen sich mit über 120 Vorlagen und KI-Assistent erstellen, verteilen und auswerten. Gehostet wird in Azure-Rechenzentren in den Niederlanden und Irland, die Professional-Lizenz kostet ab 1.545 € pro Nutzer und Jahr.
enalyzer.com
Enalyzer ist eine Umfrageplattform mit Hauptsitz in Kopenhagen. Das Unternehmen entwickelt die Software seit dem Jahr 2000 und begleitet Kunden zusätzlich mit Beratung zur Umfragestrategie. Die Plattform ist auf Englisch, Dänisch, Norwegisch, Niederländisch und Schwedisch verfügbar.
Zur Plattform gehören über 120 Umfragevorlagen mit passenden Berichtsvorlagen, ein KI-Assistent für die Fragebogenerstellung, ein integrierter E-Mail-Versand für Einladungen und Erinnerungen, Personalisierung, Anonymitätskontrolle, Mehrsprachigkeit sowie eine eigene Umfragedomain. Die Daten liegen in Azure-Rechenzentren in den Niederlanden und Irland. Jährliche ISAE-3402-Audits und eine WCAG-2.1-Konformität sind ausgewiesen, Vertrags- und AVV-Services (DPA) werden bereitgestellt.
Die Professional-Lizenz kostet 1.545 € pro Nutzer und Jahr zuzüglich Umsatzsteuer, Mehrnutzerpakete sind günstiger (zwei Nutzer 2.482 € pro Jahr, zehn Nutzer 4.831 € pro Jahr). Eine 14-tägige Zufriedenheitsgarantie und ein kostenloser Pilot sind möglich, Beratung und Projektmanagement lassen sich zubuchen.
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Was ist ein Umfrage-Tool, und wer braucht es?

Ein Umfrage-Tool ist eine Software, mit der Sie einen Fragebogen erstellen, an Ihre Zielgruppe verteilen, Antworten sammeln und auswerten. Die Antworten landen zentral in einer Auswertung, statt verstreut in E-Mails und Excel-Dateien.
Der Kern jeder Umfragesoftware besteht aus drei Schritten. Sie bauen den Fragebogen mit Fragetypen wie Auswahl, Skala, Freitext oder Ranking, Sie verteilen ihn per Link, E-Mail, QR-Code oder Einbettung auf einer Website, und die Software wertet die Antworten in Diagrammen und Tabellen aus. Gute Tools erlauben zusätzlich Filterlogik, damit Befragte nur die Fragen sehen, die für sie relevant sind.
Zum Funktionsumfang gehören je nach Anbieter Vorlagen, Mehrsprachigkeit, Erinnerungen für Nichtantwortende, Exportformate, Anbindungen an CRM und Newsletter-Systeme sowie Rollen und Rechte im Team. Enterprise-Plattformen ergänzen Berichte für Führungskräfte, Benchmarking und die Anbindung externer Panels. Viele Hersteller bauen inzwischen KI-Funktionen ein, etwa für Fragevorschläge oder die Zusammenfassung von Freitextantworten.
Ein Umfrage-Tool brauchen Marketing-, Vertriebs- und Produktteams für Kundenzufriedenheit und NPS, HR-Abteilungen für Mitarbeiterbefragungen und Onboarding-Feedback, Eventveranstalter und Trainer für Live-Abstimmungen sowie Hochschulen, Vereine und Verwaltungen. Welches Programm passt, hängt weniger vom Funktionsumfang ab als davon, wen Sie befragen, wie sensibel die Daten sind und wie oft Sie Umfragen durchführen.
- Regelmäßige Befragungen: Sie befragen jedes Quartal oder laufend, nicht nur einmal im Jahr.
- Größere Zielgruppen: Sie erwarten mehrere hundert Antworten oder mehr, die Gratis-Limits schnell überschreiten.
- Anspruch an die Auswertung: Sie brauchen Filter, Gruppenvergleiche, Berichte oder saubere Rohdaten für weitere Analysen.
- Datenschutz und Anonymität: Sie befragen Beschäftigte oder Kundschaft und brauchen Vertrag zur Auftragsverarbeitung, EU-Hosting oder Anonymitätsschutz.
- Team und Integrationen: Mehrere Personen bauen Umfragen oder die Ergebnisse sollen in CRM, Newsletter oder Berichtswesen fließen.
- Mehrsprachigkeit und Branding: Befragungen sollen in mehreren Sprachen laufen und im eigenen Erscheinungsbild auftreten.
Treffen vier oder mehr Punkte zu, lohnt sich ein Test mit einer Allround- oder Enterprise-Lösung. Bei weniger Punkten reicht oft ein kostenloser Tarif oder ein Formular-Builder.
Typische Probleme bei Online-Umfragen

Die meisten Schwierigkeiten entstehen nicht beim Bauen des Fragebogens, sondern davor und danach: bei der Rücklaufquote, bei der Qualität der Fragen, beim Datenschutz und bei der Auswertung.
Am häufigsten fehlt es an Antworten. Wenn die Einladung unpersönlich wirkt, der Fragebogen zu lang ist oder niemand den Nutzen erkennt, bleibt die Rücklaufquote niedrig. Hinzu kommen suggestive oder doppelte Fragen, die Ergebnisse verzerren. Wer ohne Pretest startet, merkt Verständnisprobleme erst, wenn die Feldphase läuft.
Bei der Technik stören Antwortlimits in kostenlosen Tarifen, gesperrte Exporte und Daten, die nach der Befragung über Excel-Tabellen verstreut sind. Bei Mitarbeiterbefragungen kommt die Anonymität dazu: Sind Gruppen zu klein oder Zusatzfragen zu spezifisch, lassen sich Antworten einzelnen Personen zuordnen. Dann antworten Beschäftigte ausweichend oder gar nicht.
Rechtlich verunsichert vor allem der Datenschutz bei Anbietern mit Sitz oder Servern außerhalb der EU. Die DSGVO verlangt eine Rechtsgrundlage nach Art. 6, bei externen Dienstleistern einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 und für Übermittlungen in Drittländer geeignete Garantien nach Art. 44 ff. In der Schweiz gilt das revidierte Datenschutzgesetz. Diese Hinweise sind allgemein und ersetzen keine Rechtsberatung.
Lange Fragebögen, unpersönliche Einladungen und fehlender Nutzen lassen Antworten ausbleiben.
Schief formulierte Fragen verzerren Ergebnisse und lassen sich ohne Pretest kaum erkennen.
Rechtsgrundlage, Auftragsverarbeitung und Drittlandübermittlung bleiben oft ungeklärt.
Kostenlose Tarife begrenzen Antworten, Fragen oder Exporte und bremsen größere Befragungen aus.
Ergebnisse liegen in vielen Dateien, und niemand hat den Überblick über die aktuelle Fassung.
Zu kleine Gruppen oder spezifische Zusatzfragen lassen Rückschlüsse auf Einzelne zu.
Freitexte und Kreuzauswertungen binden viel Arbeitszeit, wenn das Tool wenig Unterstützung bietet.
Welche Arten von Umfrage-Tools gibt es?

Umfragesoftware lässt sich in sieben Gruppen einteilen. Sie unterscheiden sich im Funktionsumfang, im Einsatzzweck, im Datenschutzanspruch und darin, ob die Befragung oder eine andere Aufgabe im Mittelpunkt steht.
Allround-Umfragesoftware deckt Kundenbefragungen, interne Umfragen und einfache Marktforschung ab, mit vielen Fragetypen, Logik und Auswertung. Dazu zählen auch Open-Source-Lösungen, die Sie auf eigenen Servern betreiben und damit vollständig selbst kontrollieren. Enterprise- und Experience-Plattformen verbinden Befragungen mit Berichten, Rollenrechten, Benchmarking und Integrationen für große Organisationen.
Formular-Builder eignen sich für schnelle, optisch ansprechende Fragebögen und Anmeldungen, bieten aber oft weniger Auswertungstiefe. Lösungen für Wissenschaft und Lehre unterstützen komplexe Studiendesigns, Lehrevaluation und methodische Standards. Feedback-, NPS- und Website-Umfragen blenden kurze Fragen direkt auf Webseite, in der Anwendung oder nach einem Kontakt ein.
Live-Umfragen für Meetings und Events sammeln Antworten in Echtzeit per Smartphone, etwa mit QR-Code. Die siebte Gruppe umfasst Mitarbeiterbefragung und Marktforschung mit Panel: Werkzeuge für Engagement-Befragungen mit Anonymitätsschutz sowie Plattformen, die Befragte aus einem Panel vermitteln. Viele Anbieter decken mehrere Gruppen ab, deshalb nennen wir den Typ in jeder Anbieterkarte.
Viele Fragetypen, Logik und Auswertung für Kunden-, Mitarbeiter- und Marktbefragungen, auch als Open-Source-Lösung zum Selbsthosten.
Befragungen mit Berichten, Rollenrechten, Benchmarking und Integrationen für große Organisationen.
Schnelle, ansprechende Fragebögen und Anmeldungen mit einfacher Bedienung und begrenzter Auswertungstiefe.
Komplexe Studiendesigns, Lehrevaluation und methodische Standards für Hochschulen und Forschung.
Kurze Fragen auf Webseite, in der Anwendung oder nach einem Kontakt, mit Kennzahlen wie dem NPS.
Antworten in Echtzeit per Smartphone und QR-Code, direkt im Workshop oder Vortrag.
Engagement-Befragungen mit Anonymitätsschutz sowie Plattformen, die Befragte aus einem Panel vermitteln.
- Schneller Start ohne eigene Server
- Updates und Betrieb übernimmt der Anbieter
- Vertrag zur Auftragsverarbeitung nötig
- Geeignet für die meisten Teams
- Volle Kontrolle über Daten und Standort
- Open Source ohne Lizenzgebühr möglich
- Aufwand für Server, Wartung und Updates
- Geeignet bei hohem Datenschutzanspruch
2026
Whitepaper:
Befragungen mit System 2026
Der Leitfaden zu Umfrage-Tools: welche Arten von Software es gibt, worauf Sie bei Fragebogen, Datenschutz und Anonymität achten, wie Sie Rücklauf und Auswertung verbessern und das passende Preismodell wählen.
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Worauf Sie bei der Auswahl eines Umfrage-Tools achten sollten

Das beste Umfrage-Tool ist das, das zu Ihrer Befragungsart, Ihrem Datenschutzanspruch und Ihrem Budget passt. Prüfen Sie vor der Entscheidung Fragetypen, Datenschutz, Anonymität, Verteilung, Auswertung, Integrationen und das Preismodell.
Beginnen Sie mit dem Zweck. Wollen Sie einmal im Jahr die Belegschaft befragen, laufend Kundenfeedback sammeln oder in einem Workshop live abstimmen? Wer selten befragt, kommt mit einem einfachen Tool und Vorlagen aus. Wer regelmäßig Studien durchführt, braucht Filterlogik, Quoten, Mehrsprachigkeit und saubere Exporte. Prüfen Sie auch die Mobiltauglichkeit, denn ein großer Teil der Befragten antwortet am Smartphone.
Danach folgen Datenschutz und Anonymität. Fragen Sie nach einem Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO, nach dem Serverstandort und danach, ob personenbezogene Daten wie IP-Adressen gespeichert werden. Bei Mitarbeiterbefragungen zählen Mindestgrößen für Auswertungsgruppen, damit niemand erkennbar wird. Bei Anbietern aus Drittländern spielen Art. 44 ff. DSGVO eine Rolle, der Status des EU-US Data Privacy Framework ändert sich und sollte aktuell geprüft werden.
Zum Schluss prüfen Sie Auswertung, Integrationen und Preismodell. Lassen sich Ergebnisse als Bericht, Tabelle oder Rohdaten exportieren? Gibt es Anbindungen an CRM, Newsletter-System oder Single Sign-on? Viele Tarife begrenzen Antworten, Fragen oder Nutzer, deshalb lohnt sich die Frage, was bei Überschreitung passiert. Eine deutsche Oberfläche und erreichbarer Support erleichtern den Einstieg.
Kundenfeedback, Mitarbeiterbefragung, Studie oder Live-Abstimmung stellen unterschiedliche Anforderungen. Wer den Zweck kennt, grenzt die Auswahl deutlich ein.
Wichtig sind Skalen, Ranking, Matrixfragen, Freitext sowie Filterführung und Pflichtfeld-Steuerung. Fortgeschrittene Studien brauchen Quoten und Randomisierung.
Prüfen Sie Rechtsgrundlage nach Art. 6 DSGVO, Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28, Serverstandort und bei Drittländern die Garantien nach Art. 44 ff. Der Status des EU-US Data Privacy Framework ändert sich und sollte aktuell geprüft werden.
Bei Mitarbeiterbefragungen zählen Mindestgrößen für Auswertungsgruppen, der Verzicht auf IP-Speicherung und getrennte Einladungs- und Antwortdaten.
Verteilung per Link, E-Mail, QR-Code oder Einbettung auf der Website erleichtert die Teilnahme. Da viele Menschen am Smartphone antworten, muss der Fragebogen mobil gut bedienbar sein.
Diagramme, Filter, Gruppenvergleiche und Exporte in gängigen Formaten sparen Zeit. Für Freitextantworten helfen Schlagwörter oder KI-Zusammenfassungen.
Anbindungen an CRM, Newsletter-System, Chat-Werkzeuge oder Single Sign-on vermeiden manuelle Übertragungen. Prüfen Sie, ob sie im gewählten Tarif enthalten sind.
Tarife unterscheiden sich nach Zahl der Antworten, Fragen, Umfragen und Nutzer. Prüfen Sie, was bei Überschreitung der Limits passiert und ob Preise in Euro oder Dollar angegeben werden.
Welches Umfrage-Tool passt zu Ihnen?
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So führen Sie ein Umfrage-Tool Schritt für Schritt ein

Eine Befragung liefert erst dann brauchbare Ergebnisse, wenn Ziel, Zielgruppe, Datenschutz und Ablauf feststehen. Planen Sie die Einführung in klaren Schritten und legen Sie vorher fest, woran Sie den Erfolg messen.
Legen Sie zuerst fest, was Sie herausfinden wollen und wen Sie dafür befragen. Formulieren Sie danach den Fragebogen kurz, neutral und eindeutig und testen Sie ihn mit einer kleinen Gruppe, bevor die eigentliche Feldphase beginnt. Der Pretest zeigt missverständliche Fragen, unpassende Antwortoptionen und die tatsächliche Bearbeitungszeit.
Klären Sie vor dem Start den Datenschutz: Rechtsgrundlage nach Art. 6 DSGVO, Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28, Speicherort und Löschfristen. Bei Mitarbeiterbefragungen binden Sie gegebenenfalls früh den Betriebsrat ein, denn technische Einrichtungen und Personalfragebögen können nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 und § 94 BetrVG mitbestimmungspflichtig sein. Planen Sie dann die Verteilung per Link, E-Mail oder QR-Code und legen Sie Erinnerungen fest.
Begleiten Sie die Feldphase und beobachten Sie Rücklauf und Abbrüche. Werten Sie die Antworten aus, fassen Sie die Ergebnisse verständlich zusammen und spielen Sie sie an die Befragten zurück. Wer Ergebnisse nicht kommuniziert, senkt die Teilnahmebereitschaft bei der nächsten Umfrage. Diese Hinweise ersetzen keine Rechtsberatung.
Ziel und Zielgruppe festlegen
Sie legen fest, was Sie herausfinden wollen, wen Sie befragen und welche Entscheidungen auf den Ergebnissen beruhen sollen.
Fragebogen entwerfen
Sie schreiben kurze, neutrale und eindeutige Fragen und wählen passende Fragetypen und Skalen.
Pretest durchführen
Sie testen den Fragebogen mit einer kleinen Gruppe und messen die Bearbeitungszeit.
Datenschutz klären
Sie klären Rechtsgrundlage, Vertrag zur Auftragsverarbeitung, Speicherort und Löschfristen und beteiligen bei Bedarf den Betriebsrat.
Verteilung planen und Feldphase begleiten
Sie wählen die Kanäle, versenden Einladungen und Erinnerungen und beobachten Rücklauf und Abbrüche.
Auswerten und Ergebnisse zurückspielen
Sie werten die Antworten aus, fassen sie verständlich zusammen und teilen die Ergebnisse mit den Befragten.
Häufige Fehler bei der Wahl und Nutzung von Umfrage-Tools

Viele Fehler kosten Antworten, Glaubwürdigkeit oder im schlimmsten Fall Rechtssicherheit. Die meisten lassen sich vermeiden, wenn Sie Fragebogen, Datenschutz und Kommunikation vorab klären.
Am häufigsten sind Fragebögen zu lang. Je länger die Bearbeitung dauert, desto mehr Befragte brechen ab oder klicken nur noch durch. Ebenso oft schleichen sich Suggestivfragen und Doppelfragen ein, die in einer Frage zwei Sachverhalte abfragen und deshalb keine eindeutige Antwort zulassen. Ohne Pretest bleiben solche Mängel unentdeckt, und Pflichtfelder bei jeder Frage verstärken den Abbruch.
Rechtlich riskant sind zugesagte Anonymität, die nicht eingehalten wird, und der Einsatz von Anbietern ohne Vertrag zur Auftragsverarbeitung. Wer Anonymität zusagt, muss technisch und organisatorisch sicherstellen, dass keine Rückschlüsse auf Einzelne möglich sind. Bei Mitarbeiterbefragungen kann die Einführung ohne Beteiligung des Betriebsrats nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG problematisch sein. Diese Hinweise ersetzen keine Rechtsberatung.
Ein weiterer Klassiker ist, dass Ergebnisse nie zurückgespielt werden. Wer befragt wird und nichts davon hört, antwortet beim nächsten Mal kaum noch. Prüfen Sie außerdem das Preismodell: Ein Gratis-Tarif mit Antwortlimit reicht für einen Test, bei größeren Befragungen stößt er schnell an Grenzen.
Je länger die Bearbeitung dauert, desto mehr Befragte brechen ab oder antworten nur noch flüchtig.
Wertende Formulierungen und zwei Sachverhalte in einer Frage verzerren Ergebnisse.
Missverständliche Fragen und Logikfehler fallen erst auf, wenn die Feldphase läuft.
Kleine Gruppen, Zusatzfragen oder gespeicherte IP-Adressen machen Einzelne erkennbar.
Ohne Vertrag zur Auftragsverarbeitung und geklärte Drittlandübermittlung drohen datenschutzrechtliche Probleme.
Wer nie hört, was aus seinen Antworten wurde, nimmt beim nächsten Mal kaum noch teil.
Zwang zur Antwort führt zu Abbrüchen oder zu beliebigen Angaben, nur um weiterzukommen.
Was kostet ein Umfrage-Tool?

Die Kosten reichen von kostenlosen Tarifen und selbst gehosteter Open-Source-Software über Abos für Einzelpersonen bis zu Team-, Enterprise- und Panel-Preisen. Entscheidend sind Zahl der Antworten, Funktionsumfang, Nutzerzahl und Datenschutzanforderungen.
Kostenlose Tarife decken kleine Befragungen ab, begrenzen aber oft Antworten, Fragen oder Exporte. Open-Source-Software ist ohne Lizenzgebühr nutzbar, verursacht aber Aufwand für Server, Wartung und Updates. Einzel-Abos werden monatlich oder jährlich abgerechnet und heben Limits an, schalten Logik und Auswertung frei und entfernen Branding.
Team- und Business-Abos ergänzen gemeinsame Projekte, Rollen und Rechte, Markenvorlagen und Integrationen. Enterprise- und Experience-Management-Lösungen gibt es meist nach Angebot, mit Single Sign-on, Vertrag zur Auftragsverarbeitung und eigenem Support. Bei Marktforschung mit Panel kommen Kosten pro befragter Person hinzu, die je nach Zielgruppe und Länge des Fragebogens stark schwanken.
Rechnen Sie für Ihre Kalkulation die Nebenkosten mit ein: Zeit für Fragebogenentwicklung und Pretest, Anreize für Teilnehmende, Aufwand für Auswertung und gegebenenfalls Beratung. Prüfen Sie bei Abos, welche Funktionen im gewählten Tarif enthalten sind, ob Preise in Euro oder Dollar ausgewiesen werden und wie lange die Kündigungsfrist ist.
Gratis-Tarife und selbst gehostete Open-Source-Software decken kleine Befragungen ab. Gratis-Tarife begrenzen oft Antworten, Fragen oder Exporte, Open Source verursacht Betriebsaufwand.
Einzel-Abos heben Limits an, schalten Logik und Auswertung frei und entfernen Branding. Jährliche Zahlung ist meist günstiger als monatliche.
Team-Tarife ergänzen gemeinsame Projekte, Rollen und Rechte, Markenvorlagen und Integrationen.
Plattformen für große Organisationen mit Single Sign-on, Vertrag zur Auftragsverarbeitung, Benchmarking und eigenem Support werden meist individuell angeboten.
Die Kosten für ein Umfrage-Tool richten sich nach Zahl der Antworten, Funktionsumfang, Nutzerzahl, Integrationen und Datenschutzanforderungen. Hinzu kommen Zeit für Fragebogenentwicklung und Pretest, Anreize für Teilnehmende, Aufwand für die Auswertung und gegebenenfalls Panel-Kosten. Betrachten Sie deshalb nicht nur den Einstiegspreis, sondern die Gesamtkosten über ein Jahr.
1 Wozu dient ein Pretest? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
2 Was ist eine Suggestivfrage? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
3 Welche DSGVO-Norm regelt die Auftragsverarbeitung? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
4 Was unterscheidet eine anonyme von einer pseudonymen Umfrage? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
5 Wann kann bei einer Mitarbeiterbefragung der Betriebsrat mitzubestimmen haben? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Glossar: Begriffe rund um Umfragen
Die wichtigsten Begriffe rund um Umfrage-Tools, Befragung und Datenschutz, kompakt und anbieterneutral erklärt.
- Rücklaufquote
Anteil der Eingeladenen, die den Fragebogen tatsächlich ausgefüllt haben.
- Abbruchquote
Anteil der Befragten, die den Fragebogen begonnen, aber nicht beendet haben.
- Grundgesamtheit
Gesamtheit aller Personen, über die eine Befragung Aussagen treffen soll.
- Stichprobe
Ausgewählte Teilgruppe der Grundgesamtheit, die tatsächlich befragt wird.
- Pretest
Test des Fragebogens mit einer kleinen Gruppe vor der eigentlichen Feldphase.
- Feldphase
Zeitraum, in dem der Fragebogen offen ist und Antworten gesammelt werden.
- Filterführung
Logik, die Befragten abhängig von früheren Antworten nur passende Fragen anzeigt.
- Skala
Antwortformat mit geordneten Stufen, etwa von stimme gar nicht zu bis stimme voll zu.
- Suggestivfrage
Frage, deren Formulierung eine bestimmte Antwort nahelegt und dadurch das Ergebnis verzerrt.
- Net Promoter Score (NPS)
Kennzahl aus der Frage, wie wahrscheinlich eine Weiterempfehlung ist, ausgewertet nach Fürsprechern, Passiven und Kritikern.
- Anonymität
Zustand, in dem sich Antworten nicht mehr einzelnen Personen zuordnen lassen. Kleine Auswertungsgruppen können sie gefährden.
- Pseudonymisierung
Ersetzen von Identifikationsmerkmalen durch eine Kennung. Die Daten bleiben personenbezogen, solange eine Zuordnung möglich ist.
- Auftragsverarbeitung
Verarbeitung personenbezogener Daten durch einen Dienstleister in Ihrem Auftrag, geregelt durch einen Vertrag nach Art. 28 DSGVO.
- Drittlandübermittlung
Übermittlung personenbezogener Daten in Länder außerhalb der EU und des EWR, die besondere Garantien nach Art. 44 ff. DSGVO verlangt.
- Panel
Pool vorab rekrutierter Befragter, aus dem Anbieter Teilnehmende für Studien vermitteln.
- Single Sign-on (SSO)
Anmeldung über das zentrale Benutzerkonto der Organisation, ohne eigenes Passwort im Umfrage-Tool.
Häufige Fragen
Die wichtigsten Fragen rund um Umfrage-Tools und Befragungen, kurz und anbieterneutral beantwortet. Die Hinweise zu DSGVO, Betriebsrat und Schweizer Datenschutzrecht sind allgemein gehalten und ersetzen keine Rechtsberatung.
Welches Umfrage-Tool ist kostenlos?
Kostenlos nutzbar sind Formular-Builder mit Gratis-Tarif, viele Allround-Umfragetools mit eingeschränktem Free-Plan und Open-Source-Software, die Sie selbst hosten. Gratis-Tarife begrenzen oft Antworten, Fragen oder Exporte. Prüfen Sie vor dem Start, ob die Limits zu Ihrer Befragung passen und ob der Datenschutz stimmt. Die Anbieterkarten nennen den Typ und die Tarifmodelle.
Welches Umfrage-Tool ist DSGVO-konform?
Ein Umfrage-Tool ist nicht pauschal DSGVO-konform, entscheidend ist der konkrete Einsatz. Sie brauchen eine Rechtsgrundlage nach Art. 6, bei externen Anbietern einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 und bei Übermittlung in Drittländer geeignete Garantien nach Art. 44 ff. Fragen Sie nach Serverstandort und Unterauftragsverarbeitern. Die Angaben ersetzen keine Rechtsberatung.
Wie erstelle ich eine anonyme Umfrage?
Sie erstellen eine anonyme Umfrage, indem Sie keine Namen, E-Mail-Adressen oder Kennungen mit den Antworten verknüpfen und die Speicherung der IP-Adresse abschalten. Vermeiden Sie Zusatzfragen, die Einzelne erkennbar machen, und werten Sie erst ab einer Mindestgruppengröße aus. Sagen Sie Anonymität nur zu, wenn Sie sie technisch und organisatorisch sichern können.
Wie viele Teilnehmer brauche ich für eine Umfrage?
Die nötige Teilnehmerzahl hängt von der Größe der Grundgesamtheit, der gewünschten Genauigkeit und davon ab, wie viele Gruppen Sie getrennt auswerten wollen. Bei kleinen Gruppen ist eine Vollerhebung sinnvoll. Je mehr Teilgruppen Sie vergleichen, desto mehr Antworten brauchen Sie. Wichtiger als die reine Zahl ist, dass die Antwortenden Ihre Zielgruppe gut abbilden.
Wie lang darf eine Umfrage sein?
Eine Umfrage sollte so kurz sein, dass Befragte sie in wenigen Minuten beantworten können. Als Faustregel gilt: Jede Frage muss einen klaren Zweck für Ihre Auswertung haben. Je länger der Fragebogen, desto höher die Abbruchquote. Messen Sie die Bearbeitungszeit im Pretest, nennen Sie sie in der Einladung und streichen Sie Fragen, die Sie nicht auswerten würden.
Was kostet SurveyMonkey?
Die Preise von SurveyMonkey hängen vom Tarif ab und ändern sich regelmäßig, daher nennen wir keine Beträge. Üblich sind ein eingeschränkter Gratis-Tarif sowie Bezahltarife für Einzelpersonen und Teams mit Antwortlimits. Enterprise-Lösungen gibt es auf Anfrage. Die aktuellen Tarife und die Währung finden Sie auf der Preisseite des Anbieters.
Google Forms oder Microsoft Forms?
Welches der beiden Formular-Tools passt, hängt vor allem von Ihrer vorhandenen Arbeitsumgebung ab. Google Forms fügt sich in Google Workspace ein, Microsoft Forms in Microsoft 365. Beide eignen sich für einfache Fragebögen und Quizze, bieten aber begrenzte Auswertungstiefe. Prüfen Sie vor dem Einsatz Datenschutz, Vertrag zur Auftragsverarbeitung und Ihre Konfiguration.
Darf der Betriebsrat bei Mitarbeiterbefragungen mitbestimmen?
In vielen Fällen ja. Nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG hat der Betriebsrat mitzubestimmen, wenn technische Einrichtungen eingeführt werden, die zur Überwachung von Verhalten oder Leistung geeignet sind. Für Personalfragebögen sieht § 94 BetrVG eine Zustimmung vor. Ob beides greift, hängt von der Befragung ab. Binden Sie den Betriebsrat früh ein. Die Angaben ersetzen keine Rechtsberatung.
Was ist eine NPS-Umfrage?
Eine NPS-Umfrage fragt, wie wahrscheinlich Kundinnen und Kunden Ihr Unternehmen weiterempfehlen. Der Net Promoter Score ergibt sich aus dem Anteil der Fürsprecher abzüglich des Anteils der Kritiker. Er eignet sich als regelmäßige Kennzahl und wird oft um eine offene Frage nach dem Grund ergänzt. Viele Feedback-Tools bieten fertige NPS-Vorlagen.
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