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Jordan Peele, Kevin Hart und Awkwafina haben auf Adobe MAX schon Forschungsprototypen anmoderiert, im Stil einer Late-Night-Show. In diesen Sneaks zeigen Ingenieur*innen und Forscher*innen von Adobe Werkzeuge, die noch in keinem Programm stecken. Rund die Hälfte davon wird später zum Produkt, schätzte Programmleiter Ben Forta im Jahr 2022.

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Adobe MAX bündelt einmal im Jahr, was Adobe für Design, Foto, Video und Marketing entwickelt hat, und holt die Menschen dazu auf die Bühne, die damit arbeiten.

Hier lesen Sie, wie die Konferenz seit 2003 die Arbeit von Kreativen verändert hat, was die Teilnahme kostet und für welche Teams sich die Reise nach Los Angeles oder Miami Beach lohnt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Adobe MAX findet seit 2003 statt, für die bisher größte Ausgabe beziffert Adobe die Zahl der Teilnehmenden vor Ort auf 15.200.
  • Die Keynotes zeigen die Neuerungen des Jahres, die Sneaks Prototypen aus der Forschung, aus denen später Funktionen werden können.
  • Auf der MAX zeigte Adobe erstmals das spätere Adobe XD und Photoshop für das iPad, 2019 gründete das Unternehmen dort die Content Authenticity Initiative, seit 2023 folgen jedes Jahr neue Firefly-Modelle.
  • Online ist die Teilnahme kostenlos, der volle Konferenzpass für 2026 kostet regulär umgerechnet rund 1.780 Euro.
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Was wissen Sie über Adobe MAX?
5 Fragen aus dem Artikel. Wählen Sie Ihre Antwort, dann decken Sie die Lösung auf.
1 In welchem Jahr fand die erste Adobe MAX statt? Aufklappen ↓
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Richtig: B. Die erste Adobe MAX fand 2003 statt. Die Sneaks sind älter und entstanden Ende der 1990er-Jahre bei Omniture, einem Unternehmen, das Adobe 2009 übernommen hat.
2 Wie viele Teilnehmende zählte die bisher größte Adobe MAX? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: C. Adobe beziffert den Rekord auf 15.200 Teilnehmende. Zur MAX 2023 kamen 10.000 Menschen nach Los Angeles, rund 100.000 schalteten sich online zu.
3 Was wurde aus dem Sneak Project Cloak von 2017? Aufklappen ↓
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Richtig: A. Project Cloak entfernte Technik am Set, Drohnenschatten oder Platzhalter aus Videoclips. 2019 erschien daraus Content-Aware Fill für Video in After Effects.
4 Was kostet die Online-Teilnahme an Adobe MAX? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: B. Die Online-Teilnahme ist unbegrenzt und kostenlos. Rund 445 Euro kostet der Pass für den Creative Park, rund 1.423 Euro zahlten Frühbucher*innen 2026 für den vollen Konferenzpass.
5 Welche Initiative gründete Adobe auf der MAX 2019 mit The New York Times Company und Twitter? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: C. Die Content Authenticity Initiative setzt sich für Transparenz über die Herkunft digitaler Inhalte ein. Adobe beziffert die Zahl ihrer Mitglieder auf über 5.000.

Welches Problem löst Adobe MAX für die Kreativbranche?

Pinsel auf orangefarbenem Sockel neben Scheinwerfer; Anhänger mit „Demnächst“
Adobe MAX präsentiert jährliche Innovationen, Forschungsprototypen und Weiterbildungen für kreative Profis in drei Tagen vor Ort oder im kostenlosen Livestream

Die Werkzeuge der Kreativen ändern sich schneller, als Teams Schulungen planen können. Adobe MAX fasst in drei Tagen die Neuerungen eines Jahres, Prototypen aus der Forschung und passende Weiterbildung zusammen, vor Ort oder kostenlos im Livestream.

Die Kultur- und Kreativwirtschaft setzte 2023 in Deutschland 204,6 Milliarden Euro um und beschäftigte fast zwei Millionen Erwerbstätige. Diese Zahlen nennt der Monitoringbericht des Bundeswirtschaftsministeriums.

Allein die Designwirtschaft kam auf 23,4 Milliarden Euro Umsatz und rund 299.000 Erwerbstätige.

Generative KI beschleunigt den Wandel: Laut Bitkom nutzen 2026 bereits 57 Prozent der deutschen Unternehmen ab 20 Beschäftigten künstliche Intelligenz, erstmals die Mehrheit. 2024 lag der Anteil bei 20 Prozent. Unter den KI-nutzenden Unternehmen arbeiten 54 Prozent damit in Marketing und Kommunikation. Im Frühjahrsmonitor 2026 des Agenturverbands GWA führt KI-Kompetenz mit 61,1 Prozent die Wunschliste der Kundschaft an. 49 Prozent der 92 befragten Agenturen sehen ihr Wachstum dadurch gebremst, dass KI ihre Leistungen ersetzt.

Für Ihr Team bedeutet das: Welche Funktion im nächsten Jahr Stunden spart, welche Schulung fällig wird und welche Rechtsfragen KI-Bilder aufwerfen, zeichnet sich oft schon im Herbst auf der Bühne von Adobe MAX ab.

Die Kreativbranche in Zahlen
Umsatz ausgewählter Teilmärkte der Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland 2023 in Milliarden Euro. Die Karten zeigen die Größe der Branche und wie weit KI in den Unternehmen angekommen ist.
Software-/Games-Industrie
72,2
685.100 Erwerbstätige
Werbemarkt
34,0
254.790 Erwerbstätige
Designwirtschaft
23,4
299.450 Erwerbstätige
Filmwirtschaft
11,4
144.460 Erwerbstätige
204,6 Mrd. €
Umsatz der Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland 2023
1,99 Mio.
Erwerbstätige zählte die Branche im selben Jahr
57 %
der Unternehmen ab 20 Beschäftigten setzen 2026 KI ein
52 %
der KI-nutzenden Unternehmen erzeugen damit Bilder, Videos oder Ton

Die Teilmärkte überschneiden sich, manche Werte für 2023 weist der Monitoringbericht als Schätzung aus. Bitkom befragte Unternehmen ab 20 Beschäftigten, Destatis Unternehmen ab 10 Beschäftigten.

Was ist Adobe MAX?

Schild mit Zahl 2003, orangefarbenem Band und gelbem Zettel „WO WAREN WIR DA?“ auf weißem Grund
Seit 2003 lädt Adobe zur MAX, 2023 kamen Besucher*innen aus 74 Ländern nach Los Angeles.

Adobe MAX ist die jährliche Kreativkonferenz von Adobe. Seit 2003 stellt das Unternehmen dort Neuerungen für seine Programme vor, heute etwa für Photoshop, Illustrator und Firefly, dazu kommen Hunderte Sessions, Labs und Vorträge von Kreativen aus aller Welt.

Adobe selbst nennt Adobe MAX „the world’s largest creativity conference“, also die größte Kreativkonferenz der Welt. Den Teilnahmerekord beziffert das Unternehmen auf 15.200 Menschen vor Ort. Im Jahr 2023 kamen Besucher*innen aus 74 Ländern nach Los Angeles, online schalteten sich Menschen aus 204 Ländern und Territorien zu.

Austragungsorte waren zuletzt Los Angeles und Miami Beach im Wechsel, davor auch San Diego und Las Vegas.

2020 organisierte Adobe die erste rein digitale MAX und stellte erstmals alle Inhalte kostenlos bereit. 2021 lief die Konferenz noch einmal virtuell, 2022 folgte die erste hybride Ausgabe mit Publikum in Los Angeles und zugeschalteten Zuschauer*innen in aller Welt.

Seit 2020 lässt sich die Konferenz jedes Jahr online verfolgen.

Mit Ablegern rückt die Konferenz näher an Europa und Asien. Im April 2024 kam die Konferenz als Adobe MAX London nach Großbritannien, 2025 waren in der Veranstaltungshalle The Magazine London mehr als 1.600 Menschen vor Ort.

In Tokio lud Adobe schon 2016 zur Adobe MAX Japan, die Ausgabe 2025 zählte mehr als 3.000 Besucher*innen.

Auf den Punkt

Seit 2003 lädt Adobe zur MAX, zuletzt abwechselnd nach Los Angeles und Miami Beach. Seit 2020 läuft die Konferenz auch im Livestream, Ableger in London und Tokio bringen sie näher an das europäische und asiatische Publikum.

Was unterscheidet Adobe MAX von einer Produktmesse?

Eine orangefarbene Staffelei und ein graues Modell eines Messestandes
Neben den Ankündigungen von Adobe sprechen auf der MAX Designer*innen, Fotograf*innen und Filmschaffende über ihre Arbeit.

Auf einer Messe stehen Produkte im Mittelpunkt, auf Adobe MAX die Menschen, die damit arbeiten. Neben den Ankündigungen von Adobe sprechen Designer*innen, Fotograf*innen und Filmschaffende über ihre Arbeit. In den Sneaks zeigt Adobe Forschung, die noch kein Produkt ist.

Adobe formuliert den Anspruch selbst: „Adobe MAX isn’t a tech conference, it’s a creativity conference.“

Viele Sessions drehen sich um das Berufsleben statt um Menüs. Die MAX 2025 hatte etwa eine Super Session mit dem Titel „Future-Proofing Your Design Career in the Age of AI“ im Programm, also zur Frage, wie Designer*innen ihre Laufbahn im Zeitalter der KI absichern.

Das Format der Sneaks entstand Ende der 1990er-Jahre bei Omniture, einem Anbieter von Analysesoftware, den Adobe 2009 übernahm. Dort stellten Produktmanager*innen neue Funktionen vor und das Publikum stimmte über seine Favoriten ab.

Auf der MAX zeigen heute Ingenieur*innen und Forscher*innen von Adobe ihre Prototypen, durch den Abend führen prominente Gäste aus Film und Comedy.

Treffpunkt der Konferenz ist der Creative Park. Bis 2022 hieß diese Fläche Community Pavilion, heute finden dort Vorführungen, Gespräche und Networking statt. Seit 2024 vergibt Adobe außerdem die Adobe MAX Creativity Awards, deren prämierte Arbeiten Adobe auf der Konferenz zeigt.

Auf den Punkt
  • Kreative stehen neben Adobe auf der Bühne und sprechen über Karriere und Handwerk.
  • Sneaks zeigen Forschungsprototypen, das Format stammt aus den 1990er-Jahren.
  • Creative Park und Creativity Awards machen die Konferenz zum Treffpunkt der Szene.

Was erwartet Sie auf Adobe MAX?

Drei orangefarbene elastische Bänder, das mittlere mit weißer
Pro Person sind auf der MAX bis zu drei Labs möglich, aufgezeichnet werden die Workshops nicht.

Auf Sie warten drei Tage mit zwei Keynotes, den Sneaks, regelmäßig mehr als 200 Sessions und Zertifizierungsprüfungen, dem Creative Park und dem MAX Bash als Abschlussfest. Online laufen Keynotes, Sneaks und viele Sessions kostenlos im Livestream.

Keynotes: das Arbeitsjahr im Schnelldurchlauf

Am ersten Tag stellt Adobe in der Opening Keynote die Neuerungen des Jahres vor. Auf der MAX 2025 drehte sich die Keynote um KI-Werkzeuge, um die iPhone-Apps von Firefly und Premiere sowie um Adobes Leitlinien für Kontrolle, Zusammenarbeit und kreative Freiheit.

Manche der gezeigten Funktionen lassen sich noch am selben Tag als Beta ausprobieren.

Für die Firmenkundschaft stellte Adobe 2025 Firefly Foundry vor, ein Angebot privater KI-Modelle für Bild, Video, Audio, Vektorgrafik und 3D, die Adobe mit den eigenen Markeninhalten eines Unternehmens trainiert. Markenverantwortliche können damit Motive generieren, die im eigenen Corporate Design bleiben.

Die zweite Keynote am Folgetag gehört den Kreativen. Dort erzählen Gäste von ihren Leidenschaften, ihrer Arbeitsweise und ihrem Werdegang, 2026 heißt der Programmpunkt Inspiration Keynote.

Angenommen, ein vierköpfiges Social-Media-Team eines Onlineshops produziert jeden Monat 60 kurze Produktvideos. Auf der MAX 2024 stellte Adobe Generative Extend für Premiere Pro vor, mit dem sich Clips verlängern lassen, um Lücken im Material zu füllen, Übergänge zu glätten oder eine Einstellung länger zu halten. Das Team hätte die Funktion noch in derselben Woche in der Beta von Premiere Pro testen können.

Ein Clip, der eine Sekunde zu kurz für den Schnitt auf die Musik ist, müsste dann nicht mehr neu gedreht werden.

Sneaks: Forschung auf offener Bühne

Rund die Hälfte der Projekte, die Adobe in den Sneaks zeigt, wird später zum Produkt, schätzte Ben Forta 2022 als Leiter des Programms. Das Publikum der Sneaks erfährt also, woran Adobe forscht, lange bevor ein Werkzeug im Menü auftaucht. Project Cloak, ein Sneak aus dem Jahr 2017, entfernte unerwünschte Elemente aus Videoclips, etwa Technik am Set, Drohnenschatten oder Platzhalter für computeranimierte Figuren, und füllte die Lücken mit Bildinformationen aus benachbarten Pixeln und anderen Frames. 2019 erschien daraus Content-Aware Fill für Video in After Effects.

Auf die Bühne kommt nur Technik, die tatsächlich läuft.

Die Forschungsteams reichen ihre Projekte bei einem Auswahlgremium ein, jede Vorführung dauert drei bis vier Minuten, reine Folien oder Attrappen sind ausgeschlossen. Die Reaktion im Saal und in den sozialen Netzwerken fließt anschließend in die Produktplanung ein. Geoffrey Oxholm, der Project Cloak 2017 vorstellte, bringt den Mechanismus auf eine Formel: „Wenn 10.000 Menschen für etwas klatschen, kann das Unternehmen gar nicht anders, als das zur Kenntnis zu nehmen.“

Nach seiner Vorführung schickten Filmschaffende dem Team Festplatten mit Material, aus dem die Forscher*innen Störendes entfernen sollten, lange bevor die Funktion erschien. Seit dem Start 2019 hat Adobe Content-Aware Fill für Video weiterentwickelt, das Werkzeug arbeitet heute schneller und kommt mit wechselnder Beleuchtung im Hintergrund zurecht.

Project Neo nahm denselben Weg: Adobe zeigte die Web-App für 3D-Designs auf der MAX 2023 erstmals und gab sie ein Jahr später als Beta frei.

Eine Videoproduktion mit acht Mitarbeitenden, die regelmäßig Drohnenaufnahmen für Immobilienfirmen liefert, hätte 2017 im Sneak sehen können, wie der Schatten der Drohne aus einem Clip verschwindet. Das Team hätte so früh gewusst, welche Retusche zwei Jahre später in After Effects automatisch ablaufen würde und wo sich in der Nachbearbeitung Stunden einsparen ließen.

Was Adobe MAX in drei Tagen bündelt
Die Karten zeigen Eckdaten aus 23 Jahren Konferenz, die Zeitleiste den typischen Ablauf vor Ort und im Livestream.
2003
fand die erste Adobe MAX statt
15.200
Teilnehmende vor Ort, so lautet der Rekord der Konferenz
100.000
Menschen verfolgten die MAX 2023 online
200+
Sessions, Labs und Photowalks vor Ort kündigt Adobe für 2026 an
Tag 1
Opening Keynote
Adobe stellt die Neuerungen des Jahres vor, manche davon lassen sich am selben Tag als Beta testen.
Tag 2
Inspiration Keynote und Sneaks
Kreative erzählen von ihrer Arbeit, abends zeigen Ingenieur*innen und Forscher*innen von Adobe ihre Prototypen.
Abend
MAX Bash
Das Abschlussfest mit Konzert ist im vollen Pass enthalten.
Alle Tage
Sessions, Labs, Creative Park
Bis zu drei Labs pro Person, dazu Vorträge, Vorführungen und Zertifizierungsprüfungen.
Online
Livestream und Aufzeichnungen
Keynotes, Sneaks und viele Sessions sind kostenlos, die Aufzeichnungen ein Jahr lang abrufbar.

Labs und Photowalks werden nicht aufgezeichnet und sind nur vor Ort buchbar.

Sessions, Labs und Zertifizierung

2023 standen mehr als 230 Sessions mit über 250 Vortragenden auf dem Plan, für 2026 kündigt Adobe mehr als 200 Sessions, Labs und Photowalks vor Ort und mehr als 50 Sessions online an.

Im Sessionkatalog lassen sich die Angebote nach Format, Produkt, technischem Niveau und Zielgruppe filtern, für 2026 verteilt Adobe sie auf sieben Themenbereiche.

Die erste rein digitale MAX kam 2020 auf 464 Sessions, Labs und Workshops mit 481 Vortragenden, die Videos erreichten mehr als 21 Millionen Aufrufe.

In den Labs arbeiten Teilnehmende selbst am Rechner. Pro Person sind bis zu drei Labs und ein Photowalk möglich. Die Labs planen Sie am besten schon bei der Registrierung ein.

Vor Ort können Teilnehmende außerdem kostenlos eine Prüfung zum Adobe Certified Professional ablegen. An den beiden Tagen vor der Konferenz laufen zusätzlich kostenpflichtige Preconference-Kurse.

Angenommen, eine Agentur schickt eine Nachwuchskraft aus dem Grafikteam zur MAX. Mit drei Labs, einer Zertifizierungsprüfung und zwei Sessions zu Karrierefragen käme die Person mit einem anerkannten Nachweis und konkreten Übungen zurück, die sie im eigenen Team weitergeben könnte.

Für Designer*innen, die bisher vor allem mit Videoanleitungen gelernt haben, weitet die MAX den Blick: Statt einzelner Kniffe zeigen viele Sessions, wie sich ganze Arbeitsabläufe verändern.

Wie stark generative Funktionen das Lernen mit klassischen Illustrator-Tutorials verändern, untersucht ein eigener Beitrag von Dr. Web.

Creative Park, Awards und MAX Bash

Adobe nennt drei Gründe, warum Menschen zur MAX reisen: Inspiration, den ersten Blick auf Neuheiten und Kontakte, die Karrieren prägen. Für die Kontakte sorgen eigene Formate, vom Netzwerkprogramm Creative Connections bis zu Treffen mit Produktfachleuten und Teams von Adobe.

Im Creative Park laufen drei Tage lang Vorträge, Vorführungen und Mitmach-Aktionen. 2023 gliederte Adobe die Fläche in vier Themenzonen für Video, Fotografie, Grafikdesign und 3D, jede mit eigener Farbe, eigenem Treffpunkt und Bühnen für Gespräche mit den Vortragenden. In der Mitte zeigt Adobe seine Produkte. Ein eigener Pass nur für den Creative Park kostet rund 445 Euro, ein Viertel des regulären Konferenzpasses.

Die Adobe MAX Creativity Awards werden in fünf Kategorien und zwei Wettbewerbsklassen vergeben, eine für Projekte von Kreativprofis und eine für junge Kreative. Die Teilnahme ist kostenlos, die prämierten Arbeiten zeigt Adobe auf der Konferenz. Zur Premiere 2024 in Miami Beach waren noch sechs Kategorien ausgeschrieben.

Den Abschluss bildet der MAX Bash, ein Abend mit Konzert. 2018 spielte Beck, 2026 sind The Black Keys als Hauptact angekündigt.

Auf den Punkt
  • Keynotes zeigen die Neuerungen des Jahres, teils mit Beta am selben Tag.
  • Sneaks verraten, welche Funktionen in ein bis zwei Jahren kommen könnten.
  • Labs, Photowalks und Zertifizierung finden nur vor Ort statt.
  • Creative Park und MAX Bash sind die Orte für neue Kontakte.

Welche Ankündigungen von Adobe MAX haben die Kreativbranche verändert?

Schneekugel mit Play-Symbol, orangen Pixeln und dem Schriftzug
Aus dem Sneak Project Cloak von 2017 wurde 2019 Content-Aware Fill für Video in After Effects.

Auf der MAX präsentierte Adobe 2015 das spätere Adobe XD und 2018 Photoshop für das iPad. 2019 gründete das Unternehmen dort die Content Authenticity Initiative, seit 2023 folgen jedes Jahr neue Firefly-Modelle für generative KI.

Im Oktober 2015 stellte Adobe ein Designwerkzeug mit dem Codenamen Project Comet vor, das Wireframes, visuelles Design, Prototyping und Vorschau in einem Programm verband. Im März 2016 erschien das Programm unter dem Namen Adobe XD, entwickelt für die Gestaltung von Bedienoberflächen. 2018 zeigte Adobe auf der Konferenz eine Vorschau auf Photoshop für das iPad. Ein Jahr später startete auf der MAX 2019 die Version 1.0, zunächst mit den wichtigsten Arbeitsabläufen wie Compositing und Maskieren.

Auf derselben Konferenz gründete Adobe gemeinsam mit The New York Times Company und Twitter die Content Authenticity Initiative. Die Initiative setzt sich für Transparenz darüber ein, wie digitale Inhalte entstehen und wer sie erstellt hat.

Mit Firefly stellte Adobe 2023 die Weichen neu und setzt seitdem auf generative KI. Auf der MAX 2023 präsentierte Adobe drei neue Modelle für Bilder, Vektorgrafiken und Designvorlagen, 2024 folgte das Firefly Video Model als Beta. Adobe bezeichnet das Modell als das erste öffentlich verfügbare Videomodell, das für die kommerzielle Nutzung ausgelegt ist. 2025 kamen Firefly Image Model 5 und KI-Assistenten für Express, Firefly und Photoshop hinzu.

Viele dieser Neuerungen erscheinen als Funktion direkt in den Programmen von Creative Cloud. Für Bildbearbeiter*innen hat sich der Arbeitsalltag dadurch stark verändert, was wir am Beispiel der KI-gestützten Retusche in Photoshop beschrieben haben.

Die Prototypen-Show auf Adobe MAX ist die ehrlichste Produktvorschau der Branche, weil Adobe dort auch zeigt, was nie erscheint.

Michael Dobler, Herausgeber Dr. Web
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Aus Sicht der Redaktion wirkt die MAX vor allem durch ihren festen Termin: Was im Herbst angekündigt wird, landet in den Budgets und Schulungsplänen des folgenden Jahres.

Agenturen müssen ihrer Kundschaft die neuen Möglichkeiten erklären können, bevor diese danach fragt.

Vom Prototyp zum Standard: Meilensteine der Adobe MAX
Ausgewählte Ankündigungen von 2015 bis 2025. Hervorgehoben sind die Schritte zu Herkunftsnachweisen und generativer KI.
2015
Project Comet
Das Designwerkzeug für Wireframes und Prototypen erscheint im März 2016 als Adobe XD.
2017
Sneak Project Cloak
Der Prototyp entfernt Objekte aus Videos, 2019 folgt Content-Aware Fill für Video in After Effects.
2018
Photoshop für das iPad
Adobe zeigt eine Vorschau, die Version 1.0 startet auf der MAX 2019.
2019
Content Authenticity Initiative
Gegründet mit The New York Times Company und Twitter, heute mit über 5.000 Mitgliedern.
2020
Erste digitale MAX
Erstmals stellt Adobe alle Inhalte der Konferenz kostenlos bereit.
2023
Drei Firefly-Modelle
Neue Modelle für Bilder, Vektorgrafiken und Designvorlagen, dazu das Symbol für Content Credentials.
2024
Firefly Video Model
Adobe gibt die Beta des Videomodells frei und stellt Generative Extend für Premiere Pro vor.
2025
Firefly Image Model 5
Dazu KI-Assistenten für Express, Firefly und Photoshop.

Wie verändert Adobe MAX den Umgang mit generativer KI?

Ein weißer Bilderrahmen mit Passepartout und einem orangen Preisschild
Content Credentials halten wie ein Nährwertetikett fest, wer einen Inhalt erstellt und wie er bearbeitet wurde.

Adobe nutzt die Konferenz, um Standards für KI-Inhalte mitzuprägen: mit Firefly-Modellen, die auf lizenzierten und gemeinfreien Inhalten trainiert sind, mit der Content Authenticity Initiative und mit Content Credentials, die Herkunft und Bearbeitung eines Inhalts offenlegen.

Die Modelle von Firefly trainiert Adobe mit lizenzierten Inhalten, etwa aus Adobe Stock, und mit gemeinfreien Werken, deren Urheberrecht abgelaufen ist. Inhalte aus dem offenen Web nutzt Adobe dafür nicht und bezeichnet die eigenen Modelle als kommerziell sicher.

Seit 2025 stehen in Firefly zusätzlich Partnermodelle anderer Anbieter bereit. Ob deren Ergebnisse für den kommerziellen Einsatz taugen, müssen die Kreativen selbst prüfen. Den Unterschied zwischen eigenen Modellen und Partnermodellen beschreiben die Grundsätze von Adobe für generative KI, für Ihr Team zählt er, sobald ein Motiv in eine Kampagne geht.

Content Credentials beschreibt Adobe als dauerhaften, branchenüblichen Metadatentyp, mit dem sich Herkunft und Echtheit digitaler Inhalte prüfen lassen, und vergleicht sie mit einem Nährwertetikett. Auf der MAX 2023 stellte Adobe dafür ein eigenes, schlichtes Symbol mit den Buchstaben „CR“ vor. Leica und Nikon zeigten auf derselben Konferenz Kameras mit eingebauten Content Credentials. Die Agenturgruppe Publicis Groupe kündigte an, die Herkunftsnachweise für Kampagnen ihrer Kundschaft einzusetzen.

Auf der MAX 2024 folgte die kostenlose Web-App Adobe Content Authenticity. Die Zahl der Mitglieder der Content Authenticity Initiative beziffert Adobe auf über 5.000.

Technisch beruhen Content Credentials auf dem offenen Standard der Coalition for Content Provenance and Authenticity, kurz C2PA. Die Organisation gründete sich im Februar 2021, Version 2.4 ihrer Spezifikation erschien im April 2026.

Seit dem 2. August 2026 verlangt Artikel 50 der europäischen KI-Verordnung, dass Unternehmen, die generative KI-Systeme anbieten, die Ausgaben dieser Systeme maschinenlesbar als künstlich erzeugt kennzeichnen. Für Systeme, die schon vorher auf dem Markt waren, gilt eine Übergangsfrist bis zum 2. Dezember 2026. Auch Unternehmen und Kreative, die mit KI-Systemen Deepfakes herstellen, müssen offenlegen, dass die Inhalte künstlich erzeugt oder manipuliert wurden.

Unsere Einschätzung: Agenturen, die KI-Bilder für ihre Kundschaft erzeugen, brauchen einen Herkunftsnachweis bald so selbstverständlich wie die Bildrechte.

Auf den Punkt

Firefly-Modelle von Adobe lernen aus lizenzierten und gemeinfreien Inhalten, bei Partnermodellen müssen die Kreativen die kommerzielle Nutzbarkeit selbst prüfen. Content Credentials dokumentieren Herkunft und Bearbeitung, die KI-Verordnung verlangt seit August 2026 maschinenlesbare Kennzeichnungen für KI-Inhalte.

Was kostet die Teilnahme an Adobe MAX?

Oranges Sparschwein im Profil mit einem Anhänger „Rabatt“ an Schnur vor weißem Hintergrund
Frühbucher*innen zahlten für den vollen Pass der MAX 2026 umgerechnet rund 1.423 statt 1.780 Euro.

Die Online-Teilnahme kostet nichts: Keynotes, Sneaks sowie Online- und On-Demand-Sessions stehen nach einer kostenlosen Registrierung offen. Der volle Konferenzpass für die MAX 2026 in Miami Beach kostet regulär umgerechnet rund 1.780 Euro, Frühbucher*innen zahlten bis Ende Juli rund 1.423 Euro.

Im vollen Pass stecken Keynotes, Sneaks, alle Sessions, bis zu drei Labs, der Creative Park, der Empfang am ersten Abend, Frühstück und Mittagessen an allen drei Tagen sowie der MAX Bash.

PassPreis (umgerechnet)Enthalten
Online-RegistrierungkostenlosKeynotes, Sneaks, Online- und On-Demand-Sessions
Voller Pass, Frühbuchungstarif bis 31. Julirund 1.423 €Keynotes, Sneaks, Sessions, bis zu drei Labs, Creative Park, Verpflegung, MAX Bash
Voller Pass, Advance-Tarif bis 15. Septemberrund 1.602 €wie Frühbuchungstarif
Voller Pass, regulär ab 16. Septemberrund 1.780 €wie Frühbuchungstarif
Behörden, gemeinnützige Organisationen, Bildungrund 1.156 €voller Pass
Studierenderund 356 €voller Pass
Creative Park, drei Tagerund 445 €Creative Park, Empfang am ersten Abend, Keynotes und Sessions im Livestream
Zusatzticket MAX Bashrund 178 €Transfer, Snacks, Getränke und Programm
Preconference-Kursrund 580 €ein Kurstag am 8. oder 9. November
Preise für Adobe MAX 2026 in Miami Beach, umgerechnet zum Referenzkurs der Europäischen Zentralbank vom 9. Oktober 2026. Ab drei gemeinsam gebuchten Pässen gelten Gruppenpreise.

Ab drei gemeinsam gekauften Registrierungen sinkt der Preis auf rund 1.334 Euro pro Pass bis Mitte September, danach auf rund 1.513 Euro. Behörden, gemeinnützige Organisationen und Bildungseinrichtungen zahlen auch im Gruppenpaket rund 1.156 Euro. Alle Stufen listet die Preisübersicht von Adobe MAX. Die Preise hat die Redaktion zum Referenzkurs der Europäischen Zentralbank vom 9. Oktober 2026 in Euro umgerechnet.

Schickten Sie zwei Mitarbeitende zum regulären Preis nach Miami Beach, läge allein der Eintritt bei rund 3.560 Euro, Flug, Hotel und Arbeitszeit kämen hinzu. Für ein Team, das vor allem die Neuerungen kennen will, reicht der kostenlose Livestream.

Den Ausschlag für die Reise geben die Labs, die Zertifizierung und die Gespräche vor Ort.

Auf den Punkt

Online ist Adobe MAX kostenlos, der volle Pass kostet 2026 regulär umgerechnet rund 1.780 Euro. Gruppen ab drei Personen zahlen rund 1.513 Euro pro Pass, Bildungseinrichtungen rund 1.156 Euro und Studierende rund 356 Euro.

Für wen eignet sich Adobe MAX?

Weiße Palette mit Filmklappe (STILLE AM SET!), Bleistift und Objektivdeckel auf grauem Grund
Adobe nennt Grafikdesigner*innen, Fotograf*innen, Video-Profis, Marketing-Fachleute, Studierende und Lehrende als Zielgruppen.

Adobe MAX eignet sich für alle, die beruflich gestalten oder Inhalte verantworten. Adobe nennt unter anderem Grafikdesigner*innen, Art- und Kreativdirektor*innen, Marketing-Fachleute, Content Creator*innen, Fotograf*innen, Illustrator*innen, Video- und Motion-Profis, Studierende und Lehrende.

Den größten Nutzen ziehen Teams, die täglich mit den Programmen von Creative Cloud arbeiten und deren Arbeitsabläufe sich mit jeder neuen KI-Funktion ändern. Für Sie als Entscheider*in lohnt die Frage, welches Format zu welcher Rolle passt.

RolleSchwerpunkt auf der MAXPassendes Format
Agentur oder Designteamneue Funktionen, Labs, Sessions zu Karriere und Handwerkvoller Pass, ab drei Personen im Gruppenpaket
Inhouse-MarketingKI-Werkzeuge für Kampagnen, Content CredentialsLivestream plus eine Person vor Ort
Freiberufliche KreativeNetzwerk, Creativity AwardsCreative-Park-Pass oder Livestream
HochschuleGrundlagen, ZertifizierungStudierenden- und Bildungstarif
Welches Format zu welcher Rolle passt: Einschätzung der Redaktion.

Angenommen, ein fünfköpfiges Marketing-Team eines Maschinenbauunternehmens erstellt Produktbilder, Messegrafiken und kurze Videos selbst. Für dieses Team genügte der Livestream der Keynotes, um die neuen KI-Funktionen einzuordnen. Eine Person aus dem Team könnte für drei Labs nach Miami Beach reisen und das Gelernte anschließend weitergeben.

Freiberufliche Illustrator*innen könnten ihre Arbeiten kostenlos bei den Creativity Awards einreichen. Für Selbstständige ohne Marketingbudget brächte eine Auszeichnung eine Bühne vor einem internationalen Fachpublikum, für die sonst kaum Geld übrig bliebe. Studierende zahlen für den vollen Pass rund 356 Euro, Lehrende den Bildungspreis von rund 1.156 Euro.

Weniger gewinnen Teams, die nur gelegentlich ein Programm von Adobe öffnen.

Für solche Teams rechnet sich die Reise selten, die Keynotes im Livestream reichen, um zu wissen, was sich in den Werkzeugen der Branche verändert. Sinnvoll ist, die Teilnahme am Anteil Ihrer Projekte auszurichten, der in Photoshop, Illustrator, Premiere oder Firefly entsteht.

Auf den Punkt

Agenturen und Designteams profitieren am meisten von Labs und Sessions vor Ort. Inhouse-Teams und Freiberufliche kommen oft mit Livestream, Creative-Park-Pass oder einer Einreichung bei den Awards aus.

Wie bleibt das Wissen aus Adobe MAX im Team?

Glasgefäß mit orangefarbenen Zetteln und dem Etikett
Die On-Demand-Aufzeichnungen bleiben für registrierte Teilnehmende ein Jahr lang kostenlos abrufbar.

Mit den Aufzeichnungen bleibt das Wissen im Team: Die meisten Online-Sessions und ausgewählte Sessions vor Ort stehen nach der Konferenz auf Abruf bereit, für registrierte Teilnehmende ein Jahr lang kostenlos. Labs und Photowalks werden nicht aufgezeichnet.

Keynotes, Sneaks und Sessions der vergangenen Konferenz finden sich im On-Demand-Archiv von Adobe MAX, die Vorträge von Adobe MAX London stehen ebenfalls online. Die Opening Keynote der MAX 2025 etwa lässt sich mit englischen oder japanischen Untertiteln abspielen, für Teams in Deutschland genügt meist solides Fachenglisch.

Für die Auswertung lohnt ein fester Termin: Eine Woche nach der Konferenz stellt jede Person aus dem Team eine Neuerung vor, die sie selbst getestet hat, und das Team entscheidet, was in die laufenden Projekte übernommen wird. Ob eine neue KI-Funktion einen Arbeitsablauf verbessert, hängt auch davon ab, an welcher Stelle im Designprozess das Team sie einsetzt.

Viele Neuerungen starten auf der MAX als Beta, Generative Extend und Project Neo sind Beispiele dafür. Eine gemeinsame Liste, die zwischen getesteten Beta-Funktionen und freigegebenen Werkzeugen unterscheidet, verhindert, dass ein Projekt für die Kundschaft auf einer Funktion aufbaut, die sich bis zur Veröffentlichung noch ändert.

Auf den Punkt

Die Aufzeichnungen bleiben ein Jahr lang kostenlos abrufbar. Eine feste Nachbesprechung eine Woche nach der Konferenz macht aus einzelnen Eindrücken eine Entscheidung für das ganze Team.

Wo können Sie Adobe MAX selbst erleben?

Zerrissenes oranges Ticket mit Aufschrift ONLINE und Holzpin Ich war nur kurz weg
Die Online-Teilnahme an Adobe MAX ist unbegrenzt und kostenlos, vor Ort trifft sich die Branche 2026 in Miami Beach.

Am schnellsten erleben Sie Adobe MAX am eigenen Bildschirm, denn die Online-Teilnahme ist unbegrenzt und kostenlos. Vor Ort findet die MAX 2026 vom 10. bis 12. November im Miami Beach Convention Center statt, das Online-Programm läuft am 10. und 11. November.

Für das Online-Programm können Sie sich kostenlos auf der Konferenzseite registrieren, Keynotes und Sneaks sind dann live und später auf Abruf zu sehen.

Aus Europa ist die Anreise nach London kürzer, die Londoner Ausgabe fand 2024 und 2025 jeweils im April statt.

Aus Sicht der Redaktion gehört Adobe MAX für jedes Team, das mit Creative Cloud arbeitet, mindestens als Livestream in den Kalender. Die Reise rechnet sich vor allem für Teams, die Labs, Zertifizierung und persönliche Kontakte gezielt nutzen.

Glossar: 14 wichtige Fachbegriffe zu Adobe MAX

Geöffnetes Buch mit blauem Einband und orangefarbenem Lesezeichen mit QR-Code und Text
Von C2PA bis Sneaks: die wichtigsten Begriffe rund um Adobe MAX.

Adobe Firefly

Adobe Firefly heißen die generativen KI-Modelle von Adobe und die gleichnamige Web-App, in der Bilder, Videos, Vektorgrafiken und Audio entstehen. Die eigenen Modelle trainiert Adobe mit lizenzierten und gemeinfreien Inhalten, eingebunden ist Firefly in Programme wie Photoshop, Premiere und Express. Seit 2023 zeigt Adobe auf jeder MAX neue Firefly-Modelle.

C2PA

C2PA (Coalition for Content Provenance and Authenticity) ist eine Organisation, die einen offenen technischen Standard für die Herkunft digitaler Inhalte entwickelt. Mit dem Standard lässt sich festhalten, wer einen Inhalt erstellt und wie er bearbeitet wurde. Gegründet wurde die C2PA im Februar 2021, die Spezifikation liegt seit April 2026 in Version 2.4 vor.

Content Authenticity Initiative

Content Authenticity Initiative (CAI) heißt der Zusammenschluss, den Adobe 2019 auf der MAX gemeinsam mit The New York Times Company und Twitter ins Leben gerufen hat. Die Mitglieder setzen sich für nachvollziehbare Angaben darüber ein, wie digitale Inhalte entstehen und wer daran beteiligt war.

Content Credentials

Content Credentials sind Metadaten, die an einem Bild, Video oder Dokument hängen und dessen Herkunft und Bearbeitungsschritte festhalten. Adobe vergleicht die Angaben mit einem Nährwertetikett für digitale Inhalte. Erkennbar sind Content Credentials an einem Symbol mit den Buchstaben „CR“, das Adobe auf der MAX 2023 vorgestellt hat.

Creative Cloud

Creative Cloud heißt das Angebot von Adobe aus Programmen, mobilen Apps und Diensten für Foto, Video und Design, darunter Photoshop, Premiere, Illustrator und Lightroom. Adobe vertreibt Creative Cloud im Abo. Viele Neuerungen, die auf der MAX vorgestellt werden, erscheinen als Update dieser Programme.

Creative Park

Creative Park heißt die Begegnungsfläche der Adobe MAX mit Vorträgen, Vorführungen und Mitmach-Aktionen. Bis 2022 hieß die Fläche Community Pavilion. Ein eigener Pass für drei Tage im Creative Park schließt den Empfang am ersten Abend sowie die Keynotes und Sessions im Livestream ein.

Deepfake

Deepfake nennt die europäische KI-Verordnung einen mit KI erzeugten oder veränderten Bild-, Ton- oder Videoinhalt, der echten Personen, Gegenständen, Orten oder Ereignissen ähnelt und fälschlich als echt erscheinen würde. Für solche Inhalte gilt seit August 2026 eine Pflicht zur Offenlegung.

Generative Extend

Generative Extend ist eine Funktion in Premiere Pro, die Adobe auf der MAX 2024 als Beta vorgestellt hat. Das Werkzeug verlängert Videoclips mit dem Firefly Video Model, um Lücken im Material zu füllen, Übergänge zu glätten oder eine Einstellung länger zu halten. Beim Schnitt auf Musik erspart Generative Extend manchen Nachdreh.

Generative KI

Generative KI bezeichnet KI-Modelle, die aus einer Texteingabe oder einer Vorlage neue Inhalte erzeugen, etwa Bilder, Videos, Texte oder Audio. In der Kreativbranche übernimmt generative KI Aufgaben wie das Erweitern von Bildern oder das Entwerfen von Varianten. Seit 2023 steht das Thema im Mittelpunkt der Adobe MAX.

KI-Verordnung

KI-Verordnung (AI Act) heißt die Verordnung (EU) 2024/1689, die den Einsatz künstlicher Intelligenz in der Europäischen Union regelt. Artikel 50 enthält Transparenzpflichten: Unternehmen, die generative KI-Systeme anbieten, kennzeichnen Ausgaben maschinenlesbar, Deepfakes müssen offengelegt werden. Die Pflichten gelten seit dem 2. August 2026, teils mit Übergangsfrist.

Kultur- und Kreativwirtschaft

Kultur- und Kreativwirtschaft fasst Teilmärkte wie Designwirtschaft, Werbemarkt, Filmwirtschaft und Software-/Games-Industrie zusammen. Die Bundesregierung beobachtet die Branche in einem Monitoringbericht, der inzwischen alle zwei Jahre erscheint. Weil sich die Teilmärkte überschneiden, ergibt die Summe ihrer Umsätze nicht den Gesamtwert.

Labs

Labs heißen auf der Adobe MAX die praktischen Workshops, in denen Teilnehmende selbst am Rechner arbeiten. Mit dem vollen Konferenzpass lassen sich bis zu drei Labs buchen. Anders als viele Sessions werden Labs nicht aufgezeichnet und finden ausschließlich vor Ort statt.

On Demand

On Demand bedeutet, dass Aufzeichnungen nach einer Veranstaltung jederzeit abrufbar sind. Bei der Adobe MAX stehen die meisten Online-Sessions und ausgewählte Sessions vor Ort auf Abruf bereit, registrierte Teilnehmende sehen die Aufzeichnungen ein Jahr lang kostenlos.

Sneaks

Sneaks heißt der Programmpunkt der Adobe MAX, in dem Ingenieur*innen und Forscher*innen von Adobe Prototypen vorstellen, die noch in keinem Produkt stecken. Prominente Gäste moderieren den Abend, 2026 steht der Schauspieler Terry Crews auf der Bühne. Das Format stammt aus den späten 1990er-Jahren.

FAQ: Wie prägt Adobe MAX die Kreativbranche?

Ein Scheinwerfer beleuchtet ein Fragezeichen mit einem Holzschild, auf dem „FAQ“ steht
Häufige Fragen zu Terminen, Besuchszahlen, Ablegern und Awards der Adobe MAX.

Wann und wo findet Adobe MAX 2026 statt?

Die Adobe MAX 2026 findet vom 10. bis 12. November im Miami Beach Convention Center in Florida statt. Das Online-Programm läuft am 10. und 11. November, die kostenpflichtigen Preconference-Kurse sind für den 8. und 9. November angesetzt.

Seit wann findet Adobe MAX statt?

Die erste Adobe MAX fand 2003 statt. Das bekannteste Format der Konferenz ist älter: Die Sneaks entstanden Ende der 1990er-Jahre bei Omniture, einem Unternehmen, das Adobe 2009 übernommen hat.

Wie viele Menschen besuchen Adobe MAX?

Für die bisher größte Ausgabe beziffert Adobe die Zahl der Teilnehmenden vor Ort auf 15.200. 2023 kamen 10.000 Menschen ins Los Angeles Convention Center und rund 100.000 verfolgten die Konferenz online, 2025 zählte Adobe rund 11.000 Besucher*innen.

Findet Adobe MAX auch in Europa statt?

Ja, als Adobe MAX London. Adobe richtete die Londoner Ausgabe erstmals im April 2024 aus, 2025 waren mehr als 1.600 Menschen vor Ort, Zehntausende sahen online zu. Die Vorträge stehen auf Abruf bereit.

Was sind die Adobe MAX Creativity Awards?

Die Adobe MAX Creativity Awards sind ein Wettbewerb, den Adobe seit 2024 ausrichtet. 2026 konnten Kreative ihre Arbeiten bis zum 24. August in fünf Kategorien und zwei Wettbewerbsklassen einreichen, für Kreativprofis und für junge Kreative. Die Teilnahme ist kostenlos, die prämierten Arbeiten zeigt Adobe auf der MAX.

Wer moderiert die Sneaks bei Adobe MAX?

2026 moderiert der Schauspieler Terry Crews die Sneaks. In den Jahren davor standen unter anderem Jessica Williams (2025), Awkwafina (2024), Kevin Hart (2022) und Jordan Peele (2016) auf der Bühne.

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