Volkswagen bringt in China mit dem ID. AURA T6 sein erstes Elektro-SUV mit Lidar auf den Markt, ab umgerechnet rund 16.900 Euro. Den entscheidenden Teil liefern chinesische Zulieferer: Der Laserscanner stammt von RoboSense, der Rechenchip von Horizon Robotics. Beim intelligenten Fahren liegt die Technikführung inzwischen in China.

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Am 20. September 2026 lief bei FAW-Volkswagen der ID. AURA T6 vom Band, das erste Modell einer neuen China-Baureihe.[1] Der Einstiegspreis liegt bei 129.900 Yuan, umgerechnet rund 16.900 Euro zum Kurs vom 21. September 2026, das Spitzenmodell kostet rund 21.700 Euro. Über 30.000 Vorbestellungen lagen schon vor dem Verkaufsstart vor.

Das Wichtigste in Kürze

  • Volkswagen startet den ID. AURA T6 in China ab rund 16.900 Euro, das erste VW-Elektro-SUV mit Lidar.
  • Der 192-Linien-Laserscanner kommt von RoboSense, der 420-TOPS-Chip von Horizon Robotics, das Fahrsystem vom Gemeinschaftsunternehmen Carizon.
  • Bis zu 660 Kilometer Reichweite nach CLTC, Akkus von CATL, Systemreaktion unter 160 Millisekunden.
  • Über 30.000 Vorbestellungen vor Verkaufsstart, die Lidar-Variante beginnt bei rund 19.500 Euro.

Was steckt im ID. AURA T6?

Ein LiDAR-Sensor in Schwarz und Silber mit einem Volkswagen-Logo auf weißem Grund
Mittelgroßes SUV mit 4,81 m Länge, 170-kW-Motor, CATL-Akkus bis 77,5 kWh, bis 660 km Reichweite, ab 19.500 Euro mit Lidar und AR-HUD

Das mittelgroße SUV misst 4,81 Meter, fährt mit einem 170-Kilowatt-Motor und schöpft aus CATL-Akkus von 59,9 oder 77,5 Kilowattstunden bis zu 660 Kilometer Reichweite nach CLTC. Die beiden teureren Varianten ab rund 19.500 Euro bringen den 192-Linien-Lidar von RoboSense und ein AR-Head-up-Display mit.

Die Assistenz rechnet auf Horizons Chip Journey 6H mit 420 TOPS und reagiert nach Werksangabe in unter 160 Millisekunden. Entwickelt hat das System Carizon, das Gemeinschaftsunternehmen von Volkswagen und Horizon Robotics. Auch die Elektronikarchitektur stammt von einem lokalen Team.

Warum baut Volkswagen auf chinesische Technik?

Der ID. AURA T6 ist kein Einzelfall, sondern der jüngste Schritt einer Strategie. Für die nächste China-Generation stützt sich Volkswagen bereits auf den Rivalen Xpeng, und der Konzern übernimmt Marke, Karosserie und Vertrieb, während der intelligente Kern von Partnern kommt.

Chinas Zulieferer sind beim assistierten Fahren inzwischen führend und günstiger. Horizon Robotics hält nach eigenen Zahlen 23 Prozent des chinesischen Marktes für Assistenz-Chips und fordert Nvidia heraus. RoboSense drückt die Preise so weit, dass die Lidar-Assistenz mittlerweile in die 13.000-Euro-Klasse rutscht, während der Sensorbauer parallel den Peacock-Chip in die Serienfertigung bringt.

Volkswagen liefert in China Marke und Karosserie, das Nervensystem des Autos kommt von RoboSense und Horizon. Diese Arbeitsteilung entscheidet, wer die nächste Generation Elektroautos wirklich baut.

— Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web
Volkswagen ID. AURA T6: chinesische Technik, deutscher Preis
Der erste VW-Elektro-Stromer mit Lidar, gestartet in China am 20. September 2026
ab 16.900 €
Einstiegspreis (129.900 Yuan, Kurs 21.09.2026)
ab 19.500 €
Variante mit RoboSense-Lidar (192 Linien)
660 km
Reichweite nach CLTC, Akku von CATL
420 TOPS
Rechenleistung des Horizon-Chips Journey 6H
30.000+
Vorbestellungen vor dem Verkaufsstart

Was bedeutet das für den europäischen Markt?

Für deutsche Autokäufer bleibt der ID. AURA T6 vorerst unerreichbar, denn Volkswagen baut und verkauft das Modell nur in China. Die Botschaft an den Standort trifft trotzdem: Ein Elektroauto mit Lidar-Assistenz ab 16.900 Euro zeigt, wie weit die Kostenschere zwischen China und Europa aufgeht.

In Europa schützen Antisubventionszölle die heimischen Hersteller, doch die Technikführung beim intelligenten Fahren verschiebt sich davon unabhängig nach Osten. Bezahlbare, hochautomatisierte Elektroautos wird auch die europäische Industrie kaum ohne chinesische Sensor- und Chip-Zulieferer bauen, wie der Streit um chinesische Modelle und den EU-Zoll zeigt.

Beobachten sollten Entscheider weniger das einzelne Modell als die Lieferkette dahinter. RoboSense, Horizon Robotics und CATL definieren gerade den Standard, an dem sich europäische Angebote messen lassen müssen. Ein prüfender Blick auf die Preise chinesischer Assistenzsysteme lohnt vor jeder Beschaffung im Fuhrpark.

Quelle

[1] Ifeng (凤凰网): „Volkswagen ID. AURA T6: erstes Marken-Elektro-SUV mit RoboSense-192-Linien-Lidar gestartet“

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