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Bis zu 775 PS, sieben Sitze und neun Minuten von 10 auf 97 Prozent: BYD bringt den Atto 8 im ersten Quartal 2027 zu den Händlern. Einen Preis nennt der Konzern noch nicht. Für Dienstwagenfahrer hängt an dieser Zahl, ob das Finanzamt nur ein Viertel des Listenpreises ansetzt.

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Auf dem Pariser Autosalon stellte BYD am 12. Oktober sein neues Flaggschiff vor, 5,04 Meter lang und mit einem Akku von 115 Kilowattstunden.[1] In Deutschland wächst die Marke bisher mit einem Plug-in-Hybrid. Der Atto 8 fährt rein elektrisch, und dafür sieht das Steuerrecht beim Firmenwagen den niedrigsten Satz vor.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Atto 8 leistet 462 oder 775 PS und kommt nach WLTP bis zu 653 Kilometer weit.
  • Mehr als 1.800 der 6.052 BYD-Neuzulassungen im September waren Plug-in-Hybride vom Typ Seal U DM-i.
  • Auf E-Autos von BYD aus China erhebt die EU 17 Prozent Ausgleichszoll, zusätzlich zum Einfuhrzoll von 10 Prozent.
  • Bis 100.000 Euro Bruttolistenpreis versteuern Dienstwagenfahrer bei E-Autos nur ein Viertel des Listenpreises.

Was bietet der Atto 8?

Schlüssel mit orangefarbenem Anhänger und Aufdruck „1/4“ auf weißem Hintergrund
Design RWD mit 340 kW schafft 0–100 km/h in 8,0 Sekunden, Excellence AWD mit 570 kW in 4,6 Sekunden. Reichweite bis 653 km

In der Version Design RWD treibt ein Heckmotor mit 340 Kilowatt (462 PS) das SUV an, von 0 auf 100 km/h vergehen 8,0 Sekunden. Die Excellence AWD bekommt einen zweiten Motor an der Vorderachse, kommt auf 570 Kilowatt (775 PS) und schafft den Sprint in 4,6 Sekunden. Nach WLTP reicht der Akku für 653 beziehungsweise 602 Kilometer.[1]

Als erstes BYD-Modell in Europa nutzt der Atto 8 die Blade-Batterie der zweiten Generation und damit das Flash Charging, das den Akku in fünf Minuten von 10 auf 70 Prozent füllt. Die 3.000 Säulen dafür will BYD in Europa erst bis Ende 2027 aufbauen. Laut dem Fachportal CnEVPost ist der Atto 8 die Europa-Fassung des chinesischen Tang L.

Warum verkauft BYD in Deutschland vor allem Hybride?

Mehr als 1.800 der 6.052 BYD-Neuzulassungen im September entfielen auf den Seal U DM-i, laut BYD der meistverkaufte Plug-in-Hybrid des Jahres in Deutschland. 65 Prozent aller BYD-Autos gingen an Privatkunden.[2]

Das Zollrecht begünstigt diesen Mix. Den Ausgleichszoll von 17 Prozent verlangt die EU von BYD nur für batterieelektrische Pkw aus China.[3] Für Plug-in-Hybride fällt lediglich der reguläre Einfuhrzoll von 10 Prozent an, allerdings haben sich Brüssel und Peking bereits auf eine Quote für Hybride aus China verständigt. Wo der Atto 8 vom Band läuft, hat BYD nicht mitgeteilt, zwei weitere Werke in Europa sind erst in Planung.

Einen Ausweg bieten Mindestpreise: Im Februar 2026 nahm die EU-Kommission eine solche Preisverpflichtung von VW Anhui an, dem chinesischen Werk von Volkswagen.[4] Eine Zusage von BYD ist nicht bekannt. Ohne sie gilt auch für den Smart #2 aus Geelys Werk der volle Satz.

Beim Atto 8 zählt für Dienstwagenfahrer weniger die Ladezeit als die 100.000-Euro-Grenze im Einkommensteuergesetz.

Michael Dobler, Herausgeber Dr. Web
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Was beim BYD Atto 8 den Preis bestimmt
Zoll, Steuer und Förderung für ein E-Auto von BYD, Stand 16. Oktober 2026
27 %
Zoll auf ein E-Auto von BYD aus China: 17 % Ausgleichszoll und 10 % Einfuhrzoll
10 %
Zoll auf einen Plug-in-Hybrid von BYD aus China, ein Ausgleichszoll fällt nicht an
100.000 €
Bruttolistenpreis, bis zu dem Dienstwagenfahrer bei E-Autos nur ein Viertel ansetzen
bis 6.000 €
E-Auto-Förderung für Privatleute, Fahrzeuge im Betriebsvermögen sind ausgeschlossen

Die zwei Varianten

Atto 8 Design RWD
Leistung340 kW (462 PS)
0 auf 100 km/h8,0 s
Reichweite (WLTP)bis 653 km
Atto 8 Excellence AWD
Leistung570 kW (775 PS)
0 auf 100 km/h4,6 s
Reichweite (WLTP)bis 602 km

Was bedeutet der Atto 8 für Dienstwagenfahrer?

Bei reinen E-Autos setzt das Finanzamt nur ein Viertel des Bruttolistenpreises an, sofern dieser 100.000 Euro nicht übersteigt und das Auto vor 2031 angeschafft wird.[5] Ein Rechenbeispiel: Kostete der Atto 8 brutto 75.000 Euro, versteuerten Fahrer im Monat 187,50 Euro geldwerten Vorteil statt 750 Euro bei einem gleich teuren Verbrenner. Branchenmedien schätzen den Preis auf mindestens 75.000 Euro.

Die E-Auto-Förderung von bis zu 6.000 Euro bleibt dagegen Privatleuten vorbehalten, Fahrzeuge im Betriebsvermögen schließt die Richtlinie aus.[6] Als Vergleich taugt der Kia EV9 ab 63.690 Euro, der am Schnelllader rund 24 Minuten von 10 auf 80 Prozent braucht.[7]

Quellen

7 Quellen anzeigenQuellen ausblenden
  1. BYD DeutschlandParis Motor Show: BYD präsentiert ATTO 8 als SUV-Flaggschiff mit FLASH Charging (Pressemitteilung)12.10.2026
  2. BYD DeutschlandBYD im September 2026: 65 % Privatkundenanteil und Rekord bei Neuzulassungen (Pressemitteilung)05.10.2026
  3. EUR-LexDurchführungsverordnung (EU) 2024/2754 zur Einführung eines endgültigen Ausgleichszolls auf die Einfuhren neuer batteriebetriebener Elektrofahrzeuge aus China29.10.2024
  4. EU-KommissionCommission accepts price undertaking from Chinese electric car producer (10. Februar 2026, englisch)
  5. Gesetze im Internet§ 6 Einkommensteuergesetz, Bewertung (abgerufen am 16. Oktober 2026)
  6. BundesumweltministeriumRichtlinie zur sozial gestaffelten Förderung der Anschaffung von elektrisch betriebenen Fahrzeugen19.05.2026
  7. Kia DeutschlandKia EV9 (Modellseite, abgerufen am 16. Oktober 2026)

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