Die Nio-Marke Firefly verkauft ihren Kleinwagen in China seit dem 23. Oktober auch mit einem 60-kWh-Akku. Bereits ausgelieferte Autos bekommen die größere Batterie an der Wechselstation. Bei gekauftem Akku kostet der dauerhafte Tausch 17.000 Yuan, umgerechnet rund 2.270 Euro.
Ein Klick · kostenlosDr. Web bei Google bevorzugenMarkieren Sie drweb.de als bevorzugte Quelle. Dann sehen Sie unsere Artikel öfter unter den Top-Meldungen.Jetzt hinzufügenDer neue Akku passt in dasselbe Gehäuse wie der alte, mit denselben Befestigungspunkten und derselben Verriegelung.[1] Größe und Leergewicht des Autos ändern sich nicht. Firefly ersetzt dafür die Zellen aus Lithium-Eisenphosphat (LFP) durch NMC-Zellen mit 187,2 Wattstunden je Kilogramm.[2] Die Reichweite im chinesischen Prüfzyklus CLTC steigt von 420 auf 560 Kilometer.
Das Wichtigste in Kürze
- Firefly bietet in China einen Akku mit 60 kWh an, bisher nur 42 kWh.
- Bestandskunden rüsten frühestens ein Jahr nach dem Kauf um, der Tausch läuft über die Wechselstation.
- Neu kostet der Firefly mit großem Akku 136.800 Yuan, rund 18.300 Euro.
- In Europa verkauft Nio den Firefly nur mit 42,1 kWh und ohne Mietbatterie.
Was kostet der größere Akku?

Käufer, die Auto und Batterie bezahlt haben, legen für den dauerhaften Tausch 17.000 Yuan drauf, berichtet CnEVPost.[1] Je zusätzlicher Kilowattstunde sind das rund 944 Yuan, etwa 126 Euro. Kunden mit Mietbatterie (Battery as a Service, BaaS) zahlen einmalig 3.000 Yuan und danach 599 statt 399 Yuan Monatsmiete, knapp 27 Euro mehr. Erstbesitzer mit Bestellung bis zum 22. Oktober bekommen einen Rabatt, sofern sie bis Ende 2027 umrüsten.
Ein neuer Firefly mit 60 kWh kostet 136.800 Yuan, 17.000 mehr als die Variante mit 42 kWh.[2] Mit Mietbatterie bleibt der Einstiegspreis bei 79.800 Yuan, rund 10.700 Euro. Alle Beträge sind zum EZB-Kurs vom 22. Oktober umgerechnet.
Warum läuft der Umbau über die Wechselstation?
Der Batteriewechsel ist bei Nio Teil des Geschäftsmodells: Ein Roboter tauscht den Akku in wenigen Minuten. Seit dem 7. August kann der Firefly die Stationen der fünften Generation nutzen, für die vierte Generation war sein Radstand zu kurz.[1] Weil beide Akkus dieselbe Bauform haben, tauscht die Station den Akku ohne Eingriff am Auto. Nach diesem Prinzip bietet die Hauptmarke Nio Akkus mit 75 und 100 kWh an, die Schwestermarke Onvo 60 und 85 kWh.
Auch andere Konzerne setzen auf den Akkutausch. Geely hat sich mit 30 Prozent an Nio Power beteiligt, CATL und Huawei planen ab 2027 eigene Automodelle mit Wechselakku.
Ein Akku zum Nachrüsten nützt in Europa erst etwas, sobald hier Wechselstationen stehen.
Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web
Was heißt das für Käufer in Europa?
In Europa liefert Nio den Firefly seit August 2025 aus, mit einem LFP-Akku von 42,1 kWh und 330 Kilometern nach WLTP.[3] Die Mietbatterie fehlt dort mangels passender Wechselstationen. In Österreich beginnt der Preis bei rund 30.000 Euro.[4] Ob der 60-kWh-Akku nach Europa kommt, geht aus den Angaben zum Marktstart in China nicht hervor.
Den Preisabstand zu China erklärt zum Teil der Ausgleichszoll: Auf Elektroautos von Herstellern wie Nio, die an der EU-Untersuchung mitgewirkt haben, erhebt die EU 20,7 Prozent, zusätzlich zum regulären Einfuhrzoll von 10 Prozent.[5] In Deutschland hat Nio seine Werkstätten in Köln und Weiterstadt geschlossen, neue Wechselstationen plant der Hersteller in Europa nicht. Fuhrparkleiter legen die Akkugröße damit in Europa beim Kauf fest, ein Nachrüsten wie in China bietet Nio dort bisher nicht an.
Quellen
5 Quellen anzeigenQuellen ausblenden
- CnEVPostNio Firefly launches larger 60-kWh battery pack, extending range to 560 km
- IT Home蔚来 firefly 萤火虫 60kWh 版本电池发布
- NotebookcheckFirefly: Nios neue E-Auto-Marke startet Auslieferungen in Europa
- CarNewsChinaNio’s Firefly enters Greece, Denmark, Austria, and Portugal as it pushes its overseas strategy
- EU-KommissionEU imposes duties on unfairly subsidised electric vehicles from China while discussions on price undertakings continue
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