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XPeng nimmt in Hongkong die erste Megawatt-Ladestation seiner Marke in Betrieb, offen für alle Fabrikate. Die Säule liefert bis zu einem Megawatt, zieht aus dem Stromnetz aber höchstens 240 Kilowatt. Bis Ende 2026 soll die Technik auch an europäischen Ladeparks stehen.

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Inhalt 4 Abschnitte
  1. Was steckt in der Ladestation?
  2. Warum der Netzanschluss der eigentliche Trick ist
  3. Was heißt das für Europas Ladeparks?
  4. Mehr Newshunger?

Ein Megawatt Ladeleistung fließt hier ins Auto, während der Anschluss ans Stromnetz erstaunlich schwach bleibt. So startet XPeng in Hongkong seine erste öffentliche Megawatt-Station. Für Ladepark-Betreiber im DACH-Raum zählt dieser Kniff mehr als die reine Spitzenleistung.

Auf einen Blick

Das Wichtigste in Kürze

  • Erste öffentliche Megawatt-Ladestation von XPeng, gemeinsam mit dem Partner Halo gebaut und offen für alle Fabrikate.
  • Spitzenleistung von einem Megawatt, flüssigkeitsgekühltes Kabel für bis zu 1.000 Ampere.
  • Ein Pufferspeicher mit 400 Kilowattstunden liefert die Leistung, der Netzanschluss bleibt bei höchstens 240 Kilowatt.
  • Bis Ende 2026 will XPeng Säulen mit bis zu 1.000 Kilowatt auch in Europa aufstellen.

Was steckt in der Ladestation?

Ein CCS2-Ladestecker mit „1 MW“-Schild steht auf einem Kabelring neben einer Sanduhr
XPeng eröffnet erste öffentliche X-Energy-Ladesäule in Hongkong, entwickelt mit Partner Halo und offen für alle Fahrzeugmarken

Die neue Station in Hongkong ist die erste X-Energy-Säule, die XPeng öffentlich betreibt, gebaut zusammen mit dem Partner Halo und ausdrücklich offen für Fahrer aller Marken.[1] Ungewöhnlich ist schon dieser Zuschnitt, denn die meisten Hersteller sperren ihr Schnellladenetz für die eigene Kundschaft.

Technisch reizt die Säule das Machbare aus. Ein flüssigkeitsgekühltes Kabel trägt bis zu 1.000 Ampere, die Spitzenleistung erreicht ein volles Megawatt. Dazu kommen ein eigener Stromspeicher und eine KI-gestützte Diagnose, die den Ladevorgang überwacht.

Warum der Netzanschluss der eigentliche Trick ist

Der spannendste Wert steht nicht auf der Ladepistole, sondern beim Anschluss. Aus dem öffentlichen Netz zieht die Station höchstens 240 Kilowatt, an das Auto gibt sie kurzzeitig das Vierfache ab. Möglich macht das ein Pufferspeicher mit 400 Kilowattstunden, der die Leistungsspitzen abfängt.

Dieser Kniff löst das größte Problem des Megawatt-Ladens. Ultraschnelles Laden scheitert sonst am Netzanschluss, den Betreiber oft monatelang beantragen. Mit einem Akku als Puffer lässt sich eine solche Säule auch dort aufstellen, wo das Netz schwach ist. Einen ähnlichen Umweg geht NIO, das seine Wechselstationen inzwischen für drei Marken öffnet. Auch CATL treibt den Batteriewechsel als Alternative zur Steckdose voran.

Die eigentliche Nachricht ist nicht das Megawatt, sondern der schwache Netzanschluss dahinter. In Europa scheitert schnelles Laden bisher meist am Netz, dort greift XPengs Pufferspeicher an.

Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web
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Was heißt das für Europas Ladeparks?

In Europa wirkt das Tempo aus China wie aus einer anderen Liga. Öffentliche Schnelllader schaffen hier meist 300 bis 400 Kilowatt, der schnellste Ladepark von EnBW kommt auf 480 Kilowatt. Chinesische Hersteller zeigen längst mehr. Geely lädt im Labor mit 1.800 Kilowatt. BYD bringt seine Schnellladetechnik mit 1.000 Kilowatt über einen einzigen CCS2-Stecker nach Europa.[2]

XPeng selbst hat angekündigt, bis Ende 2026 Säulen mit bis zu 1.000 Kilowatt in Europa aufzustellen. Der Vorstoß trifft auf einen Markt, auf dem chinesische Hersteller wie BYD bereits eigene Werke und Modelle in Europa aufbauen. Für Betreiber im DACH-Raum zählt dabei weniger die Rekordzahl als der gepufferte Aufbau, der schwache Netzanschlüsse verträgt.

XPengs Megawatt-Ladestation in Zahlen
Erste öffentliche X-Energy-Säule in Hongkong, offen für alle Fabrikate
1 MW
Spitzenleistung der Station, also 1.000 Kilowatt
1.000 A
flüssigkeitsgekühltes Ladekabel, maximaler Strom
400 kWh
Pufferspeicher vor Ort, fängt die Leistungsspitzen ab

Der Trick: viel Leistung, wenig Netz

≤ 240 kW
Anschluss ans öffentliche Stromnetz
1.000 kW
Leistung am Auto, gepuffert aus dem Akkuspeicher

Zum Vergleich: Europas Ladeparks

400 kW
Obergrenze der meisten europäischen Schnelllader
480 kW
schnellster Ladepark von EnBW in Deutschland
1.000 kW
XPengs Ziel für Europa bis Ende 2026

Wie viel eine Kilowattstunde am Ende kostet, entscheidet sich weiter über Tarif und Standort. Für Flotten- und Standortverantwortliche lohnt daher ein zweiter Blick auf gepufferte Ladesäulen und auf die CCS2-Kompatibilität der Technik. Die schnellste Ladung nützt wenig, solange der Netzanschluss der Engpass bleibt.

Häufige Fragen zur Megawatt-Ladestation

Was ist XPengs Megawatt-Ladestation?

Die Megawatt-Ladestation ist die erste öffentliche X-Energy-Ladesäule von XPeng, eröffnet am 15. September 2026 in Hongkong und gemeinsam mit dem Partner Halo gebaut. Sie liefert bis zu ein Megawatt Ladeleistung und steht Fahrern aller Marken offen, nicht nur XPeng-Kunden.

Warum braucht die Station nur einen schwachen Netzanschluss?

Ein Pufferspeicher mit 400 Kilowattstunden fängt die Leistungsspitzen ab. Aus dem Stromnetz zieht die Station höchstens 240 Kilowatt, an das Auto gibt sie kurzzeitig bis zu 1.000 Kilowatt ab. So lässt sich Megawatt-Laden auch dort aufbauen, wo das Netz schwach ist.

Kommt die Megawatt-Ladung nach Europa?

XPeng hat angekündigt, bis Ende 2026 Ladesäulen mit bis zu 1.000 Kilowatt in Europa aufzustellen. Auch BYD bringt seine Schnellladetechnik mit 1.000 Kilowatt über einen CCS2-Stecker nach Europa. Heutige europäische Schnelllader schaffen meist 300 bis 400 Kilowatt.

Wie schnell lädt ein Megawatt-Lader im Vergleich?

Ein Megawatt ist rund zweieinhalbmal so viel wie die 400 Kilowatt, die gute europäische Schnelllader heute erreichen. Der schnellste Ladepark von EnBW in Deutschland kommt auf 480 Kilowatt, chinesische Hersteller wie Geely zeigen im Labor bereits 1.800 Kilowatt.

Quellen

2 Quellen anzeigenQuellen ausblenden
  1. IT-HomeWeltweit erste X-Energy-Megawatt-Ladestation in Hongkong in Betrieb
  2. BYDBYD Unveils Super e-Platform with Megawatt Flash Charging

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