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Sie buchen für vier Nächte eine Altbauwohnung in Lissabon, die Reinigung kostet 60 Euro extra, und eine Servicegebühr stellt Airbnb Ihnen bei immer mehr Unterkünften nicht mehr in Rechnung. Bezahlt wird sie trotzdem, nur zieht Airbnb sie jetzt der Gastgeberin von der Auszahlung ab. Vom Geld aller Gäste blieben der Plattform 2025 rund 2,51 Milliarden Dollar Gewinn, umgerechnet 2,24 Milliarden Euro.

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Inhalt 12 Abschnitte
  1. Wer steckt hinter Airbnb und wie fing alles an?
  2. Wie wurde aus der Idee ein Imperium?
  3. Wie verdient Airbnb tatsächlich sein Geld?
  4. Wie groß ist die Marktmacht von Airbnb?
  5. Wer ist bei Airbnb eigentlich das Produkt?
  6. Was kostet eine Buchung wirklich, und wer trägt die Kosten?
  7. Wer profitiert und wer zahlt drauf?
  8. Wie politisch ist Airbnb?
  9. Was könnte Airbnb zu Fall bringen?
  10. Was bedeutet Airbnb für deutsche Unternehmer und Verbraucher?
  11. Glossar: 15 wichtige Fachbegriffe zum Geschäftsmodell von Airbnb
  12. FAQ: Wie verdient Airbnb ohne eigene Zimmer 2,5 Mrd. Dollar?

Airbnb hat am 28. Oktober 2026 angekündigt, binnen fünf Jahren umgerechnet mehr als 446 Millionen Euro an die eigene Hilfsorganisation Airbnb.org zu geben, gespeist aus rund 9 Cent je Buchung, wie die Nachrichtenagentur AP berichtete. Am 5. November legt der Konzern die Zahlen zum dritten Quartal vor, für das er umgerechnet 4,18 bis 4,25 Milliarden Euro Umsatz in Aussicht gestellt hat.

Zwischen beiden Terminen liegt die Frage, wie eine Firma ohne ein einziges eigenes Zimmer mehr als ein Fünftel ihres Umsatzes als Gewinn behält. Die Antwort führt über Gebühren, verwahrte Kundengelder und eine Marke, die kaum Werbung braucht. Alle Beträge in diesem Artikel sind zum EZB-Referenzkurs vom 2. November 2026 umgerechnet: 1 Euro entspricht 1,1216 US-Dollar.

Auf einen Blick

Das Wichtigste in Kürze

  • Airbnb setzte 2025 umgerechnet 10,9 Milliarden Euro um, 10 Prozent mehr als im Vorjahr. Gebucht wurden Unterkünfte und Erlebnisse für 81,4 Milliarden Euro, davon behielt die Plattform rund 13,4 Prozent als Umsatz.
  • Fast der gesamte Umsatz stammt aus Servicegebühren für Übernachtungen. Hinzu kamen 2025 Zinserträge von 629 Millionen Euro, auch aus Geld, das Gäste vor der Reise bezahlen und das Airbnb bis zum Check-in verwahrt.
  • 2026 stellt Airbnb die meisten Gastgeber auf eine Einheitsgebühr von 15,5 Prozent um. Für die Gäste entfällt dann die eigene Servicegebühr, die Gastgeber zahlen statt rund 3 Prozent den ganzen Betrag.
  • Die drei Gründer halten zusammen 80,6 Prozent der Stimmrechte. Von 2022 bis 2025 kaufte Airbnb für umgerechnet rund 9,8 Milliarden Euro eigene Aktien zurück.
  • In Europa wachsen Regeln für Ferienwohnungen: Seit Mai 2026 gilt die EU-Verordnung zur Registrierung, Spanien verhängte 64 Millionen Euro Bußgeld.

Fünf Fragen zwischen Schlüsselbox und Bilanz

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Wissenstest
Wie gut kennen Sie die Plattform ohne eigene Zimmer?
5 Fragen aus dem Artikel. Wählen Sie Ihre Antwort, dann decken Sie die Lösung auf.
1 In welcher Stadt nahmen die Airbnb-Gründer 2007 ihre ersten drei Gäste auf? Aufklappen ↓
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Richtig: A. Brian Chesky und Joe Gebbia legten 2007 in ihrer Wohnung in San Francisco Luftmatratzen für Besucher einer Designkonferenz aus. Hamburg wurde 2011 Standort des ersten Büros außerhalb der USA.
2 Welchen Anteil des Buchungsvolumens behielt Airbnb 2025 als Umsatz? Aufklappen ↓
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Richtig: B. Von 81,4 Milliarden Euro Buchungsvolumen verbuchte Airbnb 10,91 Milliarden Euro als Umsatz, das sind 13,4 Prozent. 30 Prozent seines Umsatzes gibt Booking Holdings für Marketing aus.
3 Wie hoch ist die neue Einheitsgebühr, die die meisten Gastgeber seit 2026 zahlen? Aufklappen ↓
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Richtig: C. Die Einheitsgebühr beträgt meist 15,5 Prozent der Buchungssumme und wird von der Auszahlung abgezogen. Unter der alten, geteilten Gebühr zahlten Gastgeber rund 3 Prozent, Gäste zusätzlich 14,1 bis 16,5 Prozent.
4 Wie viel Prozent der Stimmrechte halten die drei Gründer zusammen? Aufklappen ↓
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Richtig: A. Über B-Aktien mit je 20 Stimmen kontrollieren Chesky, Blecharczyk und Gebbia 80,6 Prozent der Stimmen. Am Kapital halten ihre B-Aktien rund 26 Prozent.
5 Wie hoch war das Bußgeld, das Spanien im Dezember 2025 gegen Airbnb verhängte? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: B. Das Verbraucherministerium verhängte 64 Millionen Euro wegen Inseraten ohne gültige Lizenznummer. Im März 2026 lehnte der Oberste Gerichtshof der Region Madrid Airbnbs Eilantrag ab.

Wer steckt hinter Airbnb und wie fing alles an?

Brian Chesky, Joe Gebbia und Nathan Blecharczyk haben Airbnb 2007 in San Francisco gegründet. Am Anfang standen Luftmatratzen in einer Mietwohnung, heute halten die drei Gründer über Aktien mit 20-fachem Stimmrecht zusammen 80,6 Prozent der Stimmen und bestimmen den Kurs des Konzerns.

Drei Gäste, zwei Gastgeber

Im Jahresbericht beschreibt Airbnb seinen Anfang in einem Satz: 2007 nahmen zwei Gastgeber in ihrer Wohnung in San Francisco drei Gäste auf.

Die Gastgeber waren Chesky und Gebbia, zwei Designer, die ihre Miete nicht mehr bezahlen konnten. In der Stadt fand eine Designkonferenz statt, die Hotels waren ausgebucht, also legten sie Luftmatratzen auf den Boden und boten Frühstück an.

Der erste Name, Air Bed & Breakfast, beschrieb das Angebot wörtlich.

Blecharczyk, ein Informatiker, programmierte die Website, die zunächst kaum Geld brachte. Chesky schilderte 2017 im Podcast „Masters of Scale“, er habe damals Kreditkartenschulden von umgerechnet rund 22.000 Euro gehabt, Gebbia ebenfalls Schulden in fünfstelliger Höhe.

Müsli statt Risikokapital

Gerettet hat die Gründer 2008 ein Einfall aus dem Wahlkampf: Sie gestalteten Müslischachteln mit den Namen „Obama O’s“ und „Cap’n McCain’s“ und verkauften sie als Sammlerstücke. Rund 1.000 Schachteln habe er von Hand mit der Heißklebepistole gefaltet, schilderte Chesky später, wie der Sender CNBC berichtete.

Mit dem Erlös hielten sie die Firma am Leben, kurz darauf nahm das Förderprogramm Y Combinator sie auf.

Zu den frühen Geldgebern gehörte die Beteiligungsgesellschaft Sequoia Capital, die laut der Einladung zur Hauptversammlung (Proxy Statement) vom April 2026 noch 8,8 Prozent der Stimmrechte hält.

Aus der Notlösung wurde ein Modell, das mit Frühstück nichts mehr zu tun hat. Heute vermitteln über fünf Millionen Gastgeber ganze Wohnungen, Häuser, Zimmer, Erlebnisse und seit 2025 auch Dienstleistungen in mehr als 220 Ländern und Regionen.

Seit der Gründung zählt Airbnb über 2,5 Milliarden Ankünfte von Gästen. Ein eigenes Zimmer besitzt der Konzern bis heute nicht.

Frühe Ausflüge nach Deutschland

Den deutschen Markt betrat Airbnb im Sommer 2011 mit einem Zukauf. Das Unternehmen übernahm den Hamburger Nachahmer Accoleo und eröffnete dort sein erstes Büro außerhalb der USA, wie das Branchenportal TechCrunch damals berichtete. Kurz zuvor hatte Airbnb Kapital zu einer Bewertung von umgerechnet rund 890 Millionen Euro eingesammelt.

Gleichzeitig baute die Berliner Start-up-Fabrik der Brüder Samwer mit Wimdu einen eigenen Ableger auf, der 2011 laut dem Blog Basic Thinking umgerechnet rund 80 Millionen Euro einsammelte. Der Wettlauf um Europas Ferienwohnungen begann also in Deutschland.

Heute ist Europa für Airbnb fast so wichtig wie Nordamerika: Über 60 Prozent des Umsatzes stammten 2025 aus Unterkünften außerhalb der USA, die Region Europa, Naher Osten und Afrika steuerte 39 Prozent bei.

Chef für 89 Cent

Chesky führt Airbnb bis heute als Vorstandschef, Blecharczyk ist für die Strategie zuständig, Gebbia sitzt im Verwaltungsrat. Für 2025 weisen die Hauptversammlungsunterlagen für Chesky ein symbolisches Grundgehalt von umgerechnet 89 Cent aus, dazu umgerechnet rund 216.000 Euro für Personenschutz.

Sein eigentliches Einkommen ist der Aktienbesitz: Ihm sind 62,5 Millionen B-Aktien zuzurechnen, jede mit 20 Stimmen.

Geschichte
Von drei Luftmatratzen zum Weltkonzern
Stationen von Airbnb seit der Gründung 2007.
  • 2007Brian Chesky und Joe Gebbia nehmen in ihrer Wohnung in San Francisco drei Gäste auf.
  • 2008Nathan Blecharczyk programmiert die Website, die Gründer finanzieren sich mit selbst gefalteten Müslischachteln.
  • 2011Kauf des Hamburger Anbieters Accoleo, erstes Büro außerhalb der USA.
  • 2016Start buchbarer Erlebnisse mit Einheimischen.
  • 2019Übernahme der Hotel-App HotelTonight.
  • 2020Im Mai Abbau von rund 1.900 Stellen, im Dezember Börsengang an der Nasdaq.
  • 2022Erstes Geschäftsjahr mit Gewinn.
  • 2023New York verlangt mit Local Law 18 die Registrierung jeder Kurzzeitvermietung.
  • 2025Neustart von Erlebnissen und erste Dienstleistungen, Umstellung auf die Einheitsgebühr beginnt.
  • 2026Hotels in mehr als 20 Metropolen, Housing Accelerator und Zusage an Airbnb.org.

Wie wurde aus der Idee ein Imperium?

Modellhaus auf Luftmatratze mit Preisschild 2007 auf weißem Sockel
Aus drei Luftmatratzen in San Francisco wurde ein Konzern mit 10,9 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2025.

Airbnb wuchs mit dem Ausbau von ganzen Wohnungen statt Luftmatratzen, mit Europa als zweitem Standbein und mit einer Krise, die das Unternehmen 2020 fast die Hälfte des Geschäfts kostete. Von 2020 bis 2025 hat sich der Umsatz auf umgerechnet 10,9 Milliarden Euro mehr als verdreifacht.

Vom Sofa zur ganzen Wohnung

Der entscheidende Schritt war kein Zukauf, sondern ein Wechsel im Angebot: von der Luftmatratze im Wohnzimmer zur ganzen Wohnung, die Gäste für sich allein mieten. Bis heute wachsen ganze Wohnungen und Häuser am schnellsten, im zweiten Quartal 2026 vor allem Unterkünfte mit vier und mehr Schlafzimmern.

Gruppenreisen sind damit zum Kerngeschäft geworden. Von Juli 2025 bis Juni 2026 buchten Gäste nach Airbnbs Zählung mehr als eine Milliarde Nächte, gezählt je gebuchtem Schlafzimmer.

Zukäufe spielten eine Nebenrolle, etwa 2019 die Hotel-App HotelTonight. 2016 kamen buchbare Erlebnisse hinzu, also Führungen, Kurse und Ausflüge mit Einheimischen. Beides blieb klein neben dem Kerngeschäft mit Übernachtungen, aus dem laut Jahresbericht nahezu der gesamte Umsatz stammt.

Der Absturz von 2020

Im Frühjahr 2020 brach das Reisen weltweit ein. Am 5. Mai 2020 kündigte Chesky an, rund 1.900 von 7.500 Beschäftigten zu entlassen, ein Viertel der Belegschaft.

Chesky rechnete damit, dass der Umsatz im Jahr 2020 weniger als halb so hoch ausfallen würde wie 2019, wie der Sender ABC berichtete.

Tatsächlich fiel der Umsatz von umgerechnet 4,28 auf 3,01 Milliarden Euro, ein Minus von 30 Prozent. Chesky begründete die Entlassungen mit einer engeren Ausrichtung auf das Kerngeschäft.

Mitten in der Krise ging Airbnb an die Börse.

Am 10. Dezember 2020 startete die Aktie an der Nasdaq, ausgegeben zu umgerechnet rund 61 Euro je Papier. Am ersten Handelstag schloss sie bei umgerechnet rund 129 Euro, mehr als doppelt so viel, wie CBS berichtete.

Airbnb nahm dabei umgerechnet rund 3,1 Milliarden Euro auf. Die stimmstarken B-Aktien sicherten den Gründern die Kontrolle.

Den eigentlichen Wendepunkt sehen wir in dieser Phase und nicht im Börsengang: Airbnb lernte 2020, mit wenig zusätzlichem Personal deutlich mehr Geschäft zu machen. 2022 schrieb das Unternehmen erstmals in einem ganzen Geschäftsjahr schwarze Zahlen, Ende 2025 arbeiteten rund 8.200 Menschen bei Airbnb, kaum mehr als vor der Krise, bei einem Umsatz, der zweieinhalbmal so hoch lag wie 2019. Hinzu kamen rund 13.000 Beschäftigte externer Dienstleister im Kundendienst.

Umsatz verdreifacht, Gewinn gehalten

Seit 2021 wächst der Umsatz jedes Jahr, 2025 um 10 Prozent auf umgerechnet 10,91 Milliarden Euro. Das Tempo hat sich verlangsamt.

Der Nettogewinn lag 2025 bei umgerechnet 2,24 Milliarden Euro, 5 Prozent unter dem Vorjahr. Airbnb erklärt den Rückgang mit höheren Ausgaben für Personal und Werbung sowie mit geringeren Zinserträgen. Im ersten Halbjahr 2026 zog das Wachstum wieder an: Im zweiten Quartal stieg der Umsatz um 17 Prozent auf umgerechnet 3,22 Milliarden Euro, das Buchungsvolumen um 16 Prozent auf 24,25 Milliarden Euro.

Gut ein Fünftel des Umsatzes blieb 2025 als Nettogewinn. Booking Holdings setzte 2025 umgerechnet 24,0 Milliarden Euro um und verdiente 4,82 Milliarden Euro, also rund 20 Prozent des Umsatzes. Bei der Rendite liegen beide Plattformen damit gleichauf, beim Umsatz ist Booking mehr als doppelt so groß.

Wachstum
Umsatz von Airbnb seit 2019
Jahresumsatz in Milliarden Euro.
Umsatz, Milliarden Euro
  • 20194,28 Mrd. €
  • 20203,01 Mrd. €
  • 20215,34 Mrd. €
  • 20227,49 Mrd. €
  • 20238,84 Mrd. €
  • 20249,90 Mrd. €
  • 202510,91 Mrd. €
2,24 Mrd. €
Nettogewinn 2025
21 %
Nettomarge 2025
rund 8.200
Beschäftigte Ende 2025

Wie verdient Airbnb tatsächlich sein Geld?

Ein Schlüssel mit grünem Anhänger, der „13,4 %“ anzeigt, liegt auf einem weißen Podest
Von jedem Euro, den Gäste 2025 buchten, behielt Airbnb im Schnitt 13,4 Cent als Umsatz.

Airbnb verdient an einer Gebühr auf jede Buchung, 2025 im Schnitt 13,4 Prozent des Buchungsvolumens. Außerdem verdient Airbnb an Zinsen auf Geld, das Gäste lange vor der Reise bezahlen. Viele Kunden kommen über die Marke, ohne dass Airbnb für sie Werbung bezahlen muss.

Eine Gebühr, vier Regionen

2025 buchten Gäste auf Airbnb Übernachtungen, Erlebnisse und Dienstleistungen für umgerechnet 81,4 Milliarden Euro, einschließlich Reinigungsgebühren und Steuern. Als Umsatz verbuchte Airbnb davon 10,91 Milliarden Euro.

Dieser Anteil heißt in der Plattformwirtschaft Take Rate, bei Airbnb lag er 2025 bei 13,4 Prozent und im zweiten Quartal 2026 bei 13,2 Prozent.

Der Umsatz besteht laut Jahresbericht aus Servicegebühren abzüglich Rabatten und Erstattungen. Nahezu alles stammt aus Übernachtungen, bei Erlebnissen und Dienstleistungen erhebt Airbnb nur eine Gebühr beim Anbieter und weist dafür keinen eigenen Umsatz aus.

Das Buchungsvolumen zählt Airbnb im Quartal der Buchung, den Umsatz erst, wenn der Gast anreist. Im Sommerquartal, wenn die meisten Reisen stattfinden, schnellt der Umsatz deshalb nach oben: Für das dritte Quartal 2026 stellt Airbnb umgerechnet 4,18 bis 4,25 Milliarden Euro in Aussicht, nach 3,22 Milliarden im zweiten Quartal.

Nach Regionen verteilte sich der Umsatz 2025 so: Nordamerika 4,63 Milliarden Euro oder 42 Prozent, Europa, Naher Osten und Afrika 4,22 Milliarden oder 39 Prozent, Lateinamerika und Asien-Pazifik je rund 1,03 Milliarden Euro. Nordamerika wuchs nur um 4 Prozent, Lateinamerika um 20 Prozent.

Das Geld zwischen Buchung und Anreise

Wer im Februar eine Ferienwohnung für August bucht, zahlt oft sofort. Airbnb verwahrt dieses Geld bis zum Check-in und zahlt es erst danach an die Gastgeber aus.

Ende Juni 2026 lagen so umgerechnet 10,88 Milliarden Euro an Kundengeldern auf Airbnbs Konten, zusätzlich zu 10,79 Milliarden Euro eigener liquider Mittel.

2025 verbuchte Airbnb Zinserträge von umgerechnet 629 Millionen Euro, nach 729 Millionen im Jahr davor. Das entsprach 28 Prozent des Nettogewinns. Welcher Teil davon auf die Kundengelder entfällt, nennt der Jahresbericht nicht, er hält nur fest, dass die Zinsen auch aus diesen Geldern stammen.

Ähnlich verdient der Zahlungsdienst PayPal an Guthaben seiner Kunden. Bei Airbnb ist das Geld nur geparkt, die Rendite darauf aber echt.

Ein zweiter Nebenerlös wächst schnell: Gäste in zwölf großen Märkten können seit 2022 eine kostenpflichtige Reiseversicherung abschließen. Die Erlöse daraus stiegen im zweiten Quartal 2026 um mehr als 60 Prozent, eine absolute Zahl nennt Airbnb nicht.

Daten, Suche und Preisvorschläge

Airbnb verkauft keine Werbeplätze an Dritte und weist keine Datenerlöse aus. Die Daten arbeiten an anderer Stelle: Sie bestimmen, welche Unterkunft oben in der Suche steht, welche Preise Airbnb den Gastgebern vorschlägt und wie viele Anfragen ohne Menschen auskommen. Eine KI fasst zudem Beschreibungen und Bewertungen zusammen. Erhoben werden laut Jahresbericht unter anderem Namen, Geburtsdaten, Ausweisdaten, Standort sowie Zahlungs- und Kontodaten.

Von den Anfragen, die zuerst beim KI-Assistenten im Kundendienst landen, erledigt er fast 45 Prozent ohne Mitarbeiter. Die Supportkosten je Buchung sanken im zweiten Quartal 2026 um rund 16 Prozent.

In der Bilanz taucht von diesem Datenschatz fast nichts auf. Immaterielle Vermögenswerte führte Airbnb Ende 2025 mit umgerechnet 14 Millionen Euro, bei einem Umsatz von fast 11 Milliarden.

Der Wert der Bewertungen, Profile und Buchungsdaten steckt im Gewinn, nicht im Anlagevermögen.

Erlösmodell
Was von 100 Euro Buchungen bei Airbnb bleibt
Verteilung des Buchungsvolumens 2025 in Euro. Umlage der Kosten nach Anteil am Umsatz: Rechnung der Redaktion.
  • An Gastgeber, für Reinigung und Steuern86,59 €
  • Umsatz von Airbnb (Take Rate)13,41 €
Davon bei Airbnb
  • Zahlungen, Server, Software2,29 €
  • Betrieb und Kundendienst1,45 €
  • Produktentwicklung2,58 €
  • Vertrieb und Marketing2,84 €
  • Verwaltung1,47 €
  • Betriebsergebnis2,79 €
  • Nettogewinn nach Zinsen und Steuern2,75 €
13,4 %
Take Rate 2025
629 Mio. €
Zinserträge 2025
10,88 Mrd. €
verwahrte Kundengelder Ende Juni 2026

Drei Gewinnzahlen für ein Jahr

Der Nettogewinn nach US-Bilanzregeln lag 2025 bei umgerechnet 2,24 Milliarden Euro, 21 Prozent des Umsatzes. Das bereinigte EBITDA, das Airbnb selbst in den Vordergrund stellt, erreichte 3,83 Milliarden Euro oder 35 Prozent.

Der freie Cashflow lag bei 4,11 Milliarden Euro, 38 Prozent des Umsatzes.

Den größten Abstand erklärt die aktienbasierte Vergütung. 2025 bezahlte Airbnb Beschäftigte mit Aktien im Wert von umgerechnet 1,42 Milliarden Euro, fast zwei Drittel des Nettogewinns. In der Kasse fehlt dieses Geld nicht, es verwässert aber die Anteile der Aktionäre.

Um das auszugleichen, kauft Airbnb eigene Aktien zurück, 2025 für umgerechnet 3,39 Milliarden Euro. Die Zahl der ausgegebenen Aktien sank von Juni 2024 bis Juni 2026 von 634 auf 590 Millionen. Ein großer Teil des freien Cashflows fließt damit in Rückkäufe gegen die Verwässerung.

Wer wen querfinanziert

Lockangebote, die bewusst Verlust machen, wie es Amazon mit Prime vormacht, hat Airbnb nicht, aber gezielte Zuschüsse. Hotels, die Airbnb 2026 in mehr als 20 Städte geholt hat, bekommen eine Preisgarantie, und Gäste erhalten bis Ende 2026 bis zu 15 Prozent der Buchung als Guthaben für die nächste Reise.

Der Hintergedanke steht im Aktionärsbrief: Rund 35 Prozent der Gäste, die zum ersten Mal ein Hotel buchten, kamen später für eine Wohnung zurück.

Warum die Marke die Werbung ersetzt

Für Markenwerbung und bezahlte Anzeigen in Suchmaschinen und sozialen Netzwerken gab Airbnb 2025 umgerechnet 1,42 Milliarden Euro aus, 13 Prozent des Umsatzes. Booking Holdings wendete im selben Jahr 7,30 Milliarden Euro für Marketing auf, 30 Prozent seines Umsatzes. Viele Gäste rufen Airbnb direkt auf oder kommen über unbezahlte Suchtreffer. 64 Prozent der Nächte wurden im zweiten Quartal 2026 über die App gebucht, ein Jahr zuvor waren es 59 Prozent.

Hinzu kommt der Netzwerkeffekt, den jeder Marktplatz kennt, vom Online-Auktionshaus Ebay bis zu den Ferienwohnungen: Mehr Gastgeber locken mehr Gäste, mehr Gäste locken mehr Gastgeber. Weil Airbnb keine Wohnungen kauft, kostet jede zusätzliche Unterkunft das Unternehmen fast nichts, außer Zahlungsgebühren, Server und Kundendienst.

Diese Umsatzkosten lagen 2025 bei 17 Prozent des Umsatzes.

Was sich seit 2021 verschoben hat

Die größte Verschiebung betrifft die Gebühr selbst. Bis vor Kurzem zahlten die meisten Gastgeber rund 3 Prozent, die Gäste eine eigene Servicegebühr von 14,1 bis 16,5 Prozent. Ab dem vierten Quartal 2025 stellte Airbnb zunächst Gastgeber mit Verwaltungssoftware auf eine Einheitsgebühr von 15,5 Prozent um, im Juli 2026 kündigte es den Wechsel für die meisten übrigen Gastgeber noch in diesem Jahr an.

Am Anteil, den Airbnb vom Buchungsvolumen behält, soll das wenig ändern: Für das dritte Quartal erwartet das Unternehmen eine Take Rate auf Vorjahresniveau.

Neu sind daneben die Zahlung kurz vor der Reise unter dem Namen „Reserve Now, Pay Later“, Ratenzahlung in Mexiko und Brasilien, die Hotelvermittlung, Reiseversicherungen und seit Mai 2025 neu aufgelegte Erlebnisse und Dienstleistungen. Das Angebot an Erlebnissen wuchs im zweiten Quartal 2026 um fast 80 Prozent.

Vorbei ist auch das billige Geld. Im März 2026 lieh sich Airbnb über Anleihen umgerechnet 2,23 Milliarden Euro zu Zinsen von 4,40 bis 5,25 Prozent und löste damit eine zinslose Wandelanleihe über 1,78 Milliarden Euro ab.

Auf den PunktZwei Mechanismen, ein Ergebnis

Die Marge von Airbnb entsteht aus einer Gebühr, die kaum Werbung kostet, und aus Kundengeld, das monatelang Zinsen bringt. Alles andere, von Erlebnissen bis zu Hotels, soll Gäste öfter in die App holen.

Wie groß ist die Marktmacht von Airbnb?

Drei weiße Modellhäuser auf einem weißen Siegerpodest (Plätze 1, 2, 3), Haus 3 mit grüner Tür
Nach Buchungsvolumen liegt Airbnb hinter Booking Holdings und Expedia auf Platz drei.

Im gesamten Reisemarkt ist Airbnb nach Buchungsvolumen nur die Nummer drei hinter Booking Holdings und Expedia. Seine Macht liegt in der Bindung von Gästen und Gastgebern an Bewertungen, App und Marke, weniger in Marktanteilen.

Drei Konzerne, drei Größen

Gemessen am Buchungsvolumen 2025 ist Booking Holdings mit umgerechnet 165,9 Milliarden Euro der größte Reisevermittler, gefolgt von Expedia mit 106,6 Milliarden und Airbnb mit 81,4 Milliarden Euro. Beim Umsatz liegen Booking mit 24,0 Milliarden und Expedia mit 13,1 Milliarden Euro ebenfalls vor Airbnb. Die Zahlen sind nicht deckungsgleich: Booking und Expedia vermitteln vor allem Hotels, dazu Flüge und Mietwagen, Airbnb fast nur Wohnungen und Häuser. Rechnet man die drei zusammen, entfielen auf Airbnb rund 23 Prozent des Buchungsvolumens, eine Rechnung der Redaktion, keine Marktanteilsstudie.

Booking.com führte Ende 2025 rund 3,9 Millionen Wohnungen, Häuser und andere Unterkünfte außer Hotels, die Expedia-Marke Vrbo rund 2,4 Millionen. Airbnb zählt über fünf Millionen Gastgeber, viele davon mit mehreren Inseraten. Eine unabhängige Erhebung zu Marktanteilen bei Ferienwohnungen, die alle drei Plattformen vergleichbar misst, gibt es nicht.

Marktmacht
Airbnb, Booking und Expedia im Vergleich
Buchungsvolumen 2025 in Milliarden Euro. Die Konzerne vermitteln unterschiedliche Leistungen: Booking und Expedia vor allem Hotels, Flüge und Mietwagen, Airbnb vor allem Wohnungen.
  • Booking Holdings165,9 Mrd. €
  • Expedia Group106,6 Mrd. €
  • Airbnb81,4 Mrd. €
14,5 % / 12,3 % / 13,4 %
Umsatz je Euro Buchungen: Booking, Expedia, Airbnb
30 % zu 13 %
Marketing in Prozent vom Umsatz: Booking und Airbnb
3,9 Mio. / 2,4 Mio.
Ferienunterkünfte bei Booking.com und Vrbo

Bewertungen, die sich nicht umziehen lassen

Ein Gastgeber, der fünf Jahre lang Bewertungen gesammelt hat, kann sie nicht zu Booking oder Vrbo mitnehmen. Gäste wiederum vertrauen Inseraten mit vielen Bewertungen mehr als neuen.

Nichts hält Gastgeber so fest wie diese Bindung, zumal sie mit jeder Buchung wächst.

Ganz gefangen sind Gastgeber trotzdem nicht. Viele verwalten ihre Unterkünfte über Software, die dieselbe Wohnung gleichzeitig auf mehreren Portalen anbietet und den Kalender abgleicht. Gerade diese professionellen Anbieter hat Airbnb zuerst auf die Einheitsgebühr umgestellt. Sie setzen ihre Preise ohnehin per Software und können den Aufschlag am leichtesten einpreisen.

Für Gäste ist der Wechsel einfacher. Airbnb selbst nennt im Jahresbericht Google und KI-gestützte Suchdienste als Risiko: Sie könnten eigene Reiseangebote bevorzugen und sich zwischen Gäste und Plattform schieben.

Kein Torwächter, keine Kartellstrafe

Nach dem Gesetz über digitale Märkte der EU ist Airbnb kein Torwächter, die Schwellenwerte erreicht das Unternehmen laut Jahresbericht nicht. Die EU-Kommission stufte Booking dagegen im Mai 2024 als Torwächter ein, mit strengeren Auflagen etwa bei Preisklauseln gegenüber Hotels.

Ein Kartellverfahren gegen Airbnb wegen Marktmissbrauchs ist uns nicht bekannt. Die Konflikte laufen auf einer anderen Ebene, mit Städten, Ländern und Steuerbehörden, wie der Blick auf die Politik weiter unten zeigt.

Unsere Einschätzung: Airbnbs Marktmacht ist weniger eine Frage von Anteilen als von Gewohnheit. Solange Reisende bei Ferienwohnungen zuerst die App öffnen, kann Airbnb die Gebühr umbauen, ohne dass Gastgeber in Scharen abwandern. Das Gegengewicht sind nicht Wettbewerber, sondern Gesetze, die bestimmen, wie viele Wohnungen überhaupt vermietet werden dürfen.

Wer ist bei Airbnb eigentlich das Produkt?

Weißer Rahmen mit Hausmodell und grünem „5,0“-Schild auf weißem Sockel vor weißem Hintergrund
Gastgeber liefern Wohnung, Fotos und Arbeit, Gäste schreiben die Bewertungen dazu.

Airbnb verkauft Gästen den Zugang zu fremden Wohnungen und Gastgebern den Zugang zu Gästen. Das eigentliche Produkt sind die Gastgeber selbst: ihre Wohnungen, ihre Fotos, ihre Bewertungen und ihre Arbeit, für die sie seit 2026 meist auch die ganze Gebühr bezahlen.

Ein Marktplatz mit zwei Kundengruppen

Formal hat Airbnb zwei Kunden. Gäste suchen eine Unterkunft und zahlen den Preis, Gastgeber suchen Gäste und erhalten das Geld abzüglich der Gebühr. Airbnb selbst stellt weder Bett noch Handtuch, sondern Suche, Zahlung, Bewertung und Kundendienst. Die Arbeit vor Ort leisten andere. Gastgeber putzen, übergeben Schlüssel, beantworten Nachrichten auch nachts und kümmern sich um Registrierung und Genehmigungen. Ähnlich wie Händler auf dem Marktplatz Etsy liefern sie Ware, Fotos und Beschreibungen, also genau den Inhalt, den andere Kunden durchsuchen.

Auch Gäste liefern zu. Ihre Bewertungen entscheiden, welche Wohnung oben in der Suche steht, und eine KI verdichtet sie seit 2026 zu kurzen Zusammenfassungen für die nächsten Gäste. Bezahlt werden sie dafür nicht.

Die Gebühr wandert zum Gastgeber

Mit der Einheitsgebühr ändert sich, wer auf dem Papier zahlt. Bisher sahen Gäste beim Bezahlen eine eigene Servicegebühr von meist 14,1 bis 16,5 Prozent.

Künftig zieht Airbnb 15,5 Prozent von der Auszahlung an den Gastgeber ab, der seinen Preis entsprechend anheben kann, damit ihm netto dasselbe bleibt.

Für Gäste wird der angezeigte Preis damit vollständiger, weil keine Gebühr mehr an der Kasse hinzukommt. Für Gastgeber wird die Rechnung sichtbarer und unbequemer. Lassen sie den Preis unverändert, bleiben ihnen von 100 Euro künftig 84,50 statt 97 Euro, ein Minus von 12,9 Prozent nach Rechnung der Redaktion.

Ob Gastgeber in Europa den Aufschlag weitergeben können, hängt von der Nachfrage ab. In begehrten Städten dürfte das gelingen, in schwachen Monaten weniger. Für Airbnb zählt vor allem, dass die Buchung zustande kommt.

Rollen
Wer bei Airbnb zahlt, liefert und kassiert
Die Beteiligten am Geschäftsmodell, Stand Oktober 2026.
zahlt
Gäste
Zahlen den Preis samt Reinigung, oft lange vor der Reise. Bei den meisten Unterkünften entfällt die eigene Servicegebühr.
liefert und zahlt
Gastgeber
Stellen Wohnung, Fotos, Reinigung und Service und zahlen künftig meist 15,5 Prozent Gebühr.
liefert Inhalte
Bewertungen
Gäste schreiben sie kostenlos, sie steuern die Suche und das Vertrauen in Inserate.
kassiert
Airbnb
Behielt 2025 13,4 Prozent des Buchungsvolumens und 629 Millionen Euro Zinserträge.
trägt Folgen
Städte und Mieter
Weniger Mietwohnungen in Touristenvierteln, mehr Aufwand für Kontrolle.
kontrolliert
Gründer
80,6 Prozent der Stimmrechte über B-Aktien mit 20 Stimmen je Aktie.

Die Dritten am Tisch

Eine dritte Gruppe zahlt, ohne zu buchen: Nachbarn und Mieter in gefragten Städten. Wenn Wohnungen dauerhaft an Touristen vermietet werden, fehlen sie auf dem Mietmarkt. Wie groß dieser Effekt ist, ist umstritten. Murray Cox, Gründer des Datenprojekts Inside Airbnb, sagte der Nachrichtenagentur AP im Oktober 2026, Airbnb nehme Millionen Wohnungen vom Wohnungsmarkt.

Chesky sagte derselben Agentur, Airbnb.org sei keine Wiedergutmachung für das Kerngeschäft. Wo das Unternehmen unverantwortlich handle, müsse es das korrigieren.

Aus Sicht der meisten Leser ist Airbnb ein Reiseportal. Aus Sicht von Stadtverwaltungen ist es ein Vermieter, der keine Wohnung besitzt, und aus Sicht der Aktionäre eine Gebührenmaschine, deren Rohstoff fremdes Eigentum ist.

Was kostet eine Buchung wirklich, und wer trägt die Kosten?

Schere mit Aufschrift „SPARSCHERE“ schneidet Kassenzettel mit „15,5 %“ ab
Die Einheitsgebühr von 15,5 Prozent zieht Airbnb von der Auszahlung an den Gastgeber ab.

Von einer Buchung über 500 Euro behält Airbnb mit der Einheitsgebühr 77,50 Euro, wenn der Gastgeber seinen Preis nicht anhebt. Hebt er ihn an, zahlt der Gast fast dasselbe wie früher, und Airbnb erhält sogar etwas mehr. Die Kosten der Umstellung landen zuerst beim Gastgeber.

Eine Wohnung, drei Rechnungen

Unsere Beispielbuchung umfasst vier Nächte zu je 110 Euro und 60 Euro Reinigung, zusammen 500 Euro. Unter der alten, geteilten Gebühr zahlte der Gastgeber 3 Prozent, der Gast eine eigene Servicegebühr, hier mit 14,1 Prozent am unteren Ende der Spanne angesetzt. Unter der Einheitsgebühr zahlt der Gastgeber 15,5 Prozent, der Gast keine Gebühr mehr.

Posten (Rechnung der Redaktion)Geteilte Gebühr (bisher)Einheitsgebühr, Preis unverändertEinheitsgebühr, Preis angepasst
Preis für vier Nächte und Reinigung500,00 €500,00 €573,96 €
Servicegebühr des Gastes70,50 € (14,1 %)entfälltentfällt
Gast zahlt (ohne Übernachtungsteuer)570,50 €500,00 €573,96 €
Gebühr des Gastgebers15,00 € (3 %)77,50 € (15,5 %)88,96 € (15,5 %)
Auszahlung an den Gastgeber485,00 €422,50 €485,00 €
Airbnb erhält insgesamt85,50 €77,50 €88,96 €

Die dritte Spalte zeigt den Fall, den Airbnb Gastgebern nahelegt: Sie heben den Preis so weit an, dass ihnen netto dieselben 485 Euro bleiben. Der Gast zahlt dann 573,96 Euro statt 570,50 Euro, und Airbnb erhält 88,96 Euro statt 85,50 Euro. Bei einer höheren Gästegebühr als 14,1 Prozent fällt der Unterschied kleiner aus oder kehrt sich um.

Die Gebühr fällt auf die gesamte Buchungssumme vor Steuern an, also auch auf die Reinigung. Airbnb verdient damit an einer Arbeit mit, die der Gastgeber selbst erledigt oder bezahlt.

Übernachtungsteuern und Kurtaxen kommen obendrauf. Sie fließen an Städte und Gemeinden, und Airbnb zieht sie laut Jahresbericht in rund 33.000 Steuerbezirken weltweit für die Gastgeber ein.

Wohin die Gebühr fließt

Eine Rechnung je Buchung veröffentlicht Airbnb nicht, die Tabelle legt deshalb die Kostenstruktur des Jahres 2025 auf die Gebühr von 88,96 Euro um.

Kostenblock 2025Anteil am UmsatzAuf 88,96 € Gebühr umgelegt
Zahlungsabwicklung, Rechenzentren, Software17,0 %15,16 €
Betrieb und Kundendienst10,8 %9,64 €
Produktentwicklung19,2 %17,11 €
Vertrieb, Marketing, Interessenvertretung21,1 %18,81 €
Verwaltung und Steuerrückstellungen11,0 %9,75 €
Betriebsergebnis20,8 %18,49 €

Die Umlage ist eine Rechnung der Redaktion auf Basis des Jahresberichts 2025 und lässt Umsatzsteuer, Zinserträge und Ertragsteuern außer Acht. Sie zeigt aber die Größenordnung: Von jeder Gebühr bleibt rund ein Fünftel als Betriebsergebnis, ein weiteres Fünftel fließt in Vertrieb und Marketing. Ein Teil der Kosten trifft Airbnb tatsächlich selbst. Als Vertragspartner bei der Zahlung trägt der Konzern laut Jahresbericht alle Gebühren der Zahlungsdienstleister und Rückbuchungen, auch bei Betrug. Diese Gebühren stiegen 2025 um umgerechnet 168 Millionen Euro, weil mehr Geld über die Plattform floss.

Was der Gast sonst noch zahlt

Der durchschnittliche Preis je Nacht lag im zweiten Quartal 2026 bei umgerechnet 164 Euro, 5 Prozent über dem Vorjahr. In Nordamerika und in Europa, dem Nahen Osten und Afrika stieg er jeweils um 7 Prozent, vor allem wegen höherer Preise und größerer Unterkünfte.

Versteckte Folgekosten wie bei Software-Abos gibt es bei Airbnb kaum. Kostenpflichtig sind die Reiseversicherung und Zusatzleistungen wie Mietwagen oder Gepäckaufbewahrung, die Airbnb seit 2026 vermittelt. Teurer als nötig wird eine Buchung eher über die Reinigungsgebühr, die Gastgeber frei festlegen und auf die die Plattformgebühr zusätzlich anfällt.

Weil die Gebühr ein Prozentsatz ist, wächst Airbnbs Umsatz mit jedem Preisanstieg je Nacht automatisch mit.

Wer profitiert und wer zahlt drauf?

Wippe mit Hausmodell und Münzstapeln, dazu ein Zettel mit der Aufschrift „BEZAHLBAR?“
Von 2022 bis Juni 2026 gab Airbnb umgerechnet rund 11,6 Milliarden Euro für Aktienrückkäufe aus.

Am meisten gewinnen die Gründer und die übrigen Aktionäre, die über Rückkäufe und Kursgewinne am Gebührenstrom teilhaben. Gäste und Gastgeber in gefragten Lagen profitieren ebenfalls. Unter Druck stehen Mieter in Touristenstädten, Hotels und kleine Gastgeber, die die neue Gebühr nicht weitergeben können.

Die Gewinner an der Börse

Brian Chesky, Nathan Blecharczyk und Joe Gebbia halten zusammen 80,6 Prozent der Stimmrechte. Ihre B-Aktien entsprechen rund 26 Prozent aller ausgegebenen Aktien, der Rest des Kapitals liegt bei Fonds wie Vanguard und bei Privatanlegern.

Mit jedem Rückkauf steigt der Anteil der verbliebenen Aktionäre am Gewinn, auch der Anteil der Gründer.

Von 2022 bis Juni 2026 hat Airbnb umgerechnet rund 11,6 Milliarden Euro für eigene Aktien ausgegeben. Eine Dividende zahlt der Konzern nicht.

Zu den Gewinnern zählen auch die Beschäftigten, die 2025 Aktien im Wert von umgerechnet 1,42 Milliarden Euro als Teil ihrer Vergütung erhielten. Bei rund 8.200 Mitarbeitern sind das im Schnitt rund 173.000 Euro je Kopf nach Rechnung der Redaktion, ungleich verteilt zwischen Führung und Belegschaft. Eine Sonderrolle spielen die Gastgeber als Aktionäre. Ein Stiftungsvermögen für Gastgeber, die Airbnb Host Endowment, hält 9,2 Millionen H-Aktien ohne Stimmrecht. Bei rund 600 Millionen Aktien insgesamt ist das ein kleiner Anteil am Kapital, aber ein Signal.

Gäste, Gastgeber, Dienstleister

Gäste gewinnen Auswahl. Familien und Gruppen finden auf Airbnb Häuser mit vier und mehr Schlafzimmern, die es im Hotel so nicht gibt, und teilen sich den Preis. Gastgeber erreichen Gäste aus mehr als 220 Ländern und Regionen, ohne selbst Werbung zu machen oder Zahlungen abzuwickeln. Um die Gastgeber herum ist ein eigenes Gewerbe entstanden. Reinigungsfirmen, Schlüsseldienste, Fotografen, Anbieter von Verwaltungssoftware und Co-Gastgeber, die Wohnungen für andere betreuen, leben von den Buchungen. Airbnb fördert das gezielt: Über ein eigenes Netzwerk vermittelt die Plattform Co-Gastgeber an Eigentümer, die nicht selbst vermieten wollen.

Wer unter Druck gerät

Der Druck trifft zuerst die Mieter in Städten mit vielen Touristen. In Barcelona, Amsterdam, New York oder Berlin begrenzen die Behörden die Vermietung an Touristen und begründen das mit fehlenden Mietwohnungen.

Wie viel Airbnb zur Wohnungsnot beiträgt, ist umstritten, weil sich der Effekt von Zuzug, Bauflaute und Zinsen schwer trennen lässt.

Hotels verlieren Gäste an Ferienwohnungen und kämpfen politisch dagegen. Airbnb selbst schreibt im Jahresbericht, Hotels und hotelnahe Verbände setzten sich auf allen Ebenen für strengere Regeln ein.

Zur Abhängigkeitsfalle wird das Modell für kleine Gastgeber. Mit vielen Bewertungen im Rücken bleiben sie, auch wenn die Bedingungen schlechter werden.

Die Einheitsgebühr zeigt, wie das funktioniert: Formal ändert sich für den Gast fast nichts, die Last der Preisanpassung aber liegt bei Menschen, die eine einzelne Wohnung vermieten und keine Software für die Preise haben.

GruppeGewinnt oder verliertBeleg
Gründergewinnen80,6 % der Stimmrechte, Kontrolle über alle Grundsatzentscheidungen
Aktionäregewinnenrund 11,6 Mrd. € Aktienrückkäufe von 2022 bis Juni 2026
Beschäftigtegewinnen1,42 Mrd. € aktienbasierte Vergütung 2025
Gästegewinnengroße Unterkünfte für Gruppen, keine eigene Servicegebühr mehr
Gastgeber mit Softwaregemischt15,5 % Gebühr, Preise lassen sich automatisch anpassen
Kleine Gastgeberunter Druckohne Preisanpassung 84,50 statt 97 € je 100 € Buchung
Mieter in TouristenstädtenverlierenStädte von New York bis Barcelona begrenzen Ferienwohnungen
Hotelsverlieren und kooperierenKonkurrenz durch Wohnungen, seit 2026 auch Vertrieb über Airbnb

Unsere Einordnung: Airbnb hat ein Modell gebaut, in dem fast alle Risiken bei anderen liegen. Gastgeber haften für ihre Wohnung, die Folgen für den Wohnungsmarkt tragen die Städte. Die Plattform kassiert eine Gebühr, deren Höhe und Aufteilung sie selbst festlegt. Das ist legal und erfolgreich, macht Airbnb aber abhängiger von politischem Wohlwollen als von Wettbewerbern.

Airbnb nennt die Einheitsgebühr eine Vereinfachung, doch Gastgebern bleiben ohne Preiserhöhung von 100 Euro nur noch 84,50 Euro.

Michael Dobler, Herausgeber Dr. Web
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Wie politisch ist Airbnb?

Ein Stempel mit grünem Griff, dem Aufdruck „Absolut offiziell!“ und einem Papier mit „Registriert“
Seit Mai 2026 regelt die EU, welche Daten Plattformen über Ferienwohnungen an Behörden liefern.

Sehr, denn das Geschäftsmodell hängt an Regeln, die Städte und Staaten setzen: wer wie lange vermieten darf, wer Übernachtungsteuern abführt und welche Daten Plattformen an Behörden liefern. Airbnb verhandelt, klagt, zahlt Vergleiche und investiert neuerdings Geld in Wohnungsbau und Hilfsprojekte.

Lobbyarbeit in Brüssel und vor Ort

Im Transparenzregister der EU meldete die Airbnb Ireland UC für 2025 Ausgaben für Interessenvertretung zwischen 1,25 und 1,5 Millionen Euro, mit zehn gemeldeten Lobbyisten, wie die Datenbank LobbyFacts ausweist. Airbnb Ireland ist die europäische Tochter des Konzerns.

Im Jahresbericht steht keine eigene Zahl für Lobbyarbeit. Der Posten für Regionalteams und politische Interessenvertretung stieg 2025 um 43 Prozent auf umgerechnet 885 Millionen Euro, wie viel davon auf Politik entfällt, bleibt offen.

Steuern: der Fall Italien

Teurer wurde es in Italien. Ein Gesetz von 2017 verpflichtet Plattformen, Steuern für Gastgeber einzubehalten. Airbnb Ireland wehrte sich bis vor den Europäischen Gerichtshof, einigte sich dann aber ohne Schuldeingeständnis mit der italienischen Steuerbehörde: 576 Millionen Euro für die Jahre 2017 bis 2021, 139 Millionen Euro für 2022 und 179 Millionen Euro für 2023.

Seit 2024 behält Airbnb die Steuer bei italienischen Gastgebern ein.

New York und Spanien: zwei Wege der Regulierung

Seit dem 5. September 2023 müssen Gastgeber in New York ihre Wohnung bei der Stadt registrieren, wenn sie für weniger als 30 Tage vermieten wollen. Plattformen dürfen nur noch registrierte Inserate abrechnen. Airbnb nennt das Gesetz Local Law 18 im Jahresbericht ein faktisches Verbot der Kurzzeitvermietung. Nach einer Teilprüfung der städtischen Kontrollbehörde für Kurzzeitvermietungen boten im April 2026 rund 27 Prozent der genehmigten Inserate verbotene Aufenthalte an, etwa ganze Wohnungen statt einzelner Zimmer, wie das Fachportal Skift berichtete. Zu mehr als der Prüfung der Registrierung ist Airbnb laut Skift nicht verpflichtet.

Spanien ging über das Verbraucherrecht. Das Verbraucherministerium ließ 2025 mehr als 65.000 Inserate ohne gültige Lizenznummer entfernen und verhängte im Dezember 2025 ein Bußgeld von 64 Millionen Euro, das Sechsfache des Gewinns aus diesen Anzeigen.

Im März 2026 lehnte der Oberste Gerichtshof der Region Madrid einen Eilantrag von Airbnb ab, das Bußgeld ist vorerst fällig. Airbnb nannte die Entscheidung rein verfahrensrechtlich, das Hauptverfahren läuft weiter.

Politik
Regeln für Ferienwohnungen: die wichtigsten Stationen
Verfahren und Entscheidungen, die Airbnbs Geschäft betreffen, Stand 03.11.2026.
  • 2017Italien verpflichtet Plattformen, Steuern für Gastgeber einzubehalten.
  • 09/2023New York: Local Law 18 verlangt die Registrierung bei Vermietung unter 30 Tagen.
  • 12/2023Vergleich mit Italiens Steuerbehörde über 576 Mio. € für 2017 bis 2021.
  • 2025Spanien lässt über 65.000 Inserate ohne gültige Lizenz entfernen.
  • 12/2025Spanisches Verbraucherministerium verhängt 64 Mio. € Bußgeld.
  • 03/2026Oberster Gerichtshof der Region Madrid lehnt Airbnbs Eilantrag ab.
  • 05/2026EU-Verordnung 2024/1028 zur Datenerhebung bei Kurzzeitvermietung gilt.
  • 09/2026EU-Kommission schlägt Verordnung über erschwinglichen Wohnraum vor.
  • 10/2026Bundesrat beschließt Subsidiaritätsrüge gegen den Vorschlag.
1,25 bis 1,5 Mio. €
EU-Lobbyausgaben 2025 laut Transparenzregister
rund 33.000
Steuerbezirke, in denen Airbnb Übernachtungsteuern einzieht

Brüssel setzt den Rahmen

Seit dem 20. Mai 2026 gilt in der EU die Verordnung (EU) 2024/1028. Sie regelt, wie Behörden Daten über Kurzzeitvermietungen erheben und wie Plattformen ihnen Buchungsdaten übermitteln. Wo ein Mitgliedstaat Registrierungsnummern verlangt, müssen Plattformen sie anzeigen und stichprobenartig prüfen.

Die Verordnung begrenzt die Zahl der Vermietungen nicht, das bleibt Sache der Städte.

Am 9. September 2026 schlug die EU-Kommission eine Verordnung über erschwinglichen Wohnraum vor. Städte sollen neue Beschränkungen für Ferienwohnungen nur noch erlassen dürfen, wenn sie Wohnungsknappheit nach festen Schwellen und Schäden durch Ferienwohnungen in den drei Jahren davor belegen. Der Bundesrat beschloss dagegen am 16. Oktober 2026 eine Subsidiaritätsrüge. Die Länder halten die EU für unzuständig und warnen vor neuem Aufwand für Kommunen, wie Dr. Web berichtete. Der Vorschlag würde neue Verbote erschweren und den Städten mehr Nachweise abverlangen.

Geld für Wohnungen und Notunterkünfte

Parallel dazu investiert Airbnb in sein Bild als Partner der Städte. Mit dem Housing Accelerator stellte das Unternehmen im September 2026 umgerechnet 223 Millionen Euro bereit, um genehmigte, aber nicht finanzierte Wohnprojekte in den USA anzuschieben. Ende Oktober folgte die Zusage an Airbnb.org über umgerechnet mehr als 446 Millionen Euro in fünf Jahren.

AP rechnete vor, dass die Summe aus rund 9 Cent je Buchung fünf Milliarden Buchungen bräuchte. Airbnb hat zugesagt, einen Fehlbetrag selbst auszugleichen. Die Forscherin Karolina Mikołajewska-Zając warnte gegenüber AP, solche Programme könnten Kurzzeitvermietung politisch aufwerten.

Unsere Einordnung: Gegen Wohnungsbau und Notunterkünfte lässt sich wenig sagen, und die Beträge sind real. Sie fallen aber in eine Zeit, in der Brüssel und die Hauptstädte über die Regeln für Ferienwohnungen entscheiden. Diese Gleichzeitigkeit gehört zur Einordnung der Projekte dazu, ohne sie zu entwerten.

Was könnte Airbnb zu Fall bringen?

Ein grüner Schlüssel mit Anhänger „Vorsichtig aufschließen!“ liegt auf einem weißen Kartenhaus
Strengere Regeln, KI-Assistenten und abwandernde Gastgeber sind die größten Risiken für Airbnb.

Ein einzelner Gegner wird Airbnb kaum stürzen. Gefährlich sind drei Entwicklungen, die sich gegenseitig verstärken können: strengere Regeln für Ferienwohnungen, KI-Assistenten, die sich zwischen Gast und Plattform schieben, und Gastgeber, die mit der höheren Gebühr auf andere Kanäle ausweichen.

Regeln, die das Angebot verknappen

Jede Stadt, die Ferienwohnungen beschränkt, nimmt Airbnb einen Teil seines Angebots. Kein einzelner Ort fällt ins Gewicht: Keine Stadt brachte 2024 oder 2025 mehr als 2 Prozent des Umsatzes. Das Risiko liegt in der Summe.

Nach New York, Barcelona und den spanischen Regionen könnten weitere Metropolen folgen, und die EU-Verordnung zur Registrierung liefert ihnen seit Mai 2026 die Daten, um Regeln auch durchzusetzen.

KI als neuer Türsteher

Im Jahresbericht nennt Airbnb ein Risiko, das vor wenigen Jahren noch fehlte: Wenn Reisende ihre Unterkunft künftig über KI-Assistenten suchen statt über Suchmaschinen oder die App, könnte Airbnb Besucher an Wettbewerber verlieren.

Chesky räumte im Oktober 2026 im Gespräch mit TechCrunch ein, dass Airbnb in fremden KI-Agenten wie Muse von Meta schlecht funktioniere. Der Airbnb-Chef sieht zudem in den USA eine Ablehnung von KI bei Demokraten und Republikanern.

Airbnb setzt auf die eigene App, in der Gäste in den USA seit dem Herbst-Update in natürlicher Sprache suchen können.

Die Gefahr ist konkret, weil die Marke Airbnbs größter Kostenvorteil ist. Müsste das Unternehmen für Gäste so viel Werbegeld ausgeben wie Booking, mit 30 statt 13 Prozent des Umsatzes, wäre ein großer Teil der Marge verloren.

Gastgeber auf Abwegen

Mit der Einheitsgebühr steht die Gebühr für Gastgeber erstmals vollständig auf der eigenen Abrechnung. Das macht Alternativen sichtbarer: eigene Websites für Direktbuchungen, Booking.com, Vrbo oder regionale Portale. Wandert ein Teil der Buchungen in Direktkanäle ab, bleibt die Wohnung im Angebot, die Gebühr aber nicht.

Bislang zeigen die Zahlen keine Abwanderung: Im zweiten Quartal 2026 wuchsen die gebuchten Nächte mit 10 Prozent schneller als im Quartal davor, die Zahl der Erstbucher stieg um 11 Prozent, so stark wie seit vier Jahren nicht.

Die Zahlen zum dritten Quartal am 5. November zeigen als erste, wie Gastgeber und Gäste in Europa auf die Umstellung reagieren.

Abhängigkeiten und seltene Großrisiken

Airbnb betreibt seine Plattform vor allem auf Servern von Amazon Web Services und lässt den größten Teil des Kundendiensts von wenigen externen Dienstleistern erledigen. Fällt einer dieser Partner aus, trifft das die Plattform direkt.

Die Pandemie hat gezeigt, wie schnell das Geschäft einbrechen kann: 2020 fiel der Umsatz um 30 Prozent. Auch kleinere Krisen wirken, im ersten Quartal 2026 dämpfte der Konflikt im Nahen Osten die Nachfrage in der Region Europa, Naher Osten und Afrika.

Sinken die Zinsen weiter, schrumpft zudem der Zinsertrag auf die Kundengelder, der 2025 schon um 14 Prozent zurückging.

Drei Szenarien bis 2031

Im günstigen Fall setzt sich die Einheitsgebühr ohne Abwanderung durch, Hotels, Erlebnisse und Dienstleistungen wachsen zu einem zweiten Standbein, und die eigene App hält ihren Anteil gegen KI-Assistenten. Dann wächst Airbnb weiter zweistellig, mit Margen auf dem heutigen Niveau. Im mittleren Fall, den wir für den wahrscheinlichsten halten, wächst Airbnb einstellig bis niedrig zweistellig. Strengere Regeln in Europa und mehr Geld für Werbung in KI-Kanälen drücken die Marge leicht, die Rückkäufe halten den Gewinn je Aktie trotzdem auf Wachstumskurs.

Im ungünstigen Fall verliert Airbnb seinen direkten Zugang zu Gästen an KI-Assistenten und muss wie Booking teuer für Besucher bezahlen, während europäische Städte das Angebot weiter verknappen. Dann schrumpft die Marge deutlich, und die Gebühr selbst gerät unter Druck.

Auf den PunktDie Achillesferse ist der Zugang

Airbnb lebt davon, dass Gäste von selbst kommen. Verlöre die Plattform diesen direkten Zugang an KI-Assistenten oder an Städte mit Verboten, stünde die Gebühr zur Disposition.

Was bedeutet Airbnb für deutsche Unternehmer und Verbraucher?

Ein weißer Koffer auf einem weißen Podest mit grünem Anhänger: '68,3 Mio.'
68,3 Millionen Nächte buchten Gäste 2025 in Deutschland über die großen Buchungsplattformen.

Für Verbraucher wird Airbnb übersichtlicher, weil die Servicegebühr an der Kasse verschwindet. Für Vermieter von Ferienwohnungen in Deutschland wird es teurer oder aufwendiger, weil sie die Gebühr von 15,5 Prozent jetzt selbst in ihre Preise einrechnen müssen. Hotels, Reinigungsfirmen und Softwareanbieter finden neue Geschäfte rund um die Plattform.

Ein wachsender Markt in Deutschland

Über Airbnb, Booking.com, die Expedia-Gruppe und Tripadvisor buchten Gäste 2025 in Deutschland 68,3 Millionen Übernachtungen in Ferienwohnungen und ähnlichen Unterkünften, 13 Prozent mehr als 2024. Das zeigen Daten des Statistikamts Eurostat, die auf freiwillig gelieferten Zahlen der vier Plattformen beruhen. In der gesamten EU waren es 951,6 Millionen Nächte.

Welcher Anteil davon auf Airbnb entfällt, weisen weder Eurostat noch Airbnb aus.

Was die neue Gebühr für Vermieter heißt

Vermieter von Ferienwohnungen in Deutschland zahlen bei Airbnb seit Herbst 2026 meist die Einheitsgebühr von 15,5 Prozent der Buchungssumme. Für Gastgeber im Europäischen Wirtschaftsraum nennen Fachdienste wie der Softwareanbieter Smoobu den 13. Oktober 2026 als Stichtag, Airbnb selbst spricht von einer Umstellung der meisten Gastgeber im Lauf des Jahres.

Für Buchungen, die vor der Umstellung eingingen, gilt die alte Aufteilung.

Rechnerisch müssen Vermieter ihren Preis um rund 14,8 Prozent anheben, damit ihnen netto so viel bleibt wie unter der alten Gebühr von 3 Prozent. Ob der Markt das hergibt, entscheidet sich an der Nachfrage vor Ort: In Großstädten und an der Küste dürfte das in der Hauptsaison eher gelingen als auf dem Land im November.

Hinzu kommt das Finanzamt. Seit 2023 melden Plattformen wie Airbnb nach dem Plattformen-Steuertransparenzgesetz die Einnahmen ihrer Anbieter an das Bundeszentralamt für Steuern. Unversteuerte Mieteinnahmen fallen damit auf.

In Berlin, Hamburg und München brauchen Vermieter für die Vermietung an Touristen eine Genehmigung nach den jeweiligen Zweckentfremdungsgesetzen. Wie streng die Kommunen künftig eingreifen dürfen, hängt auch davon ab, ob die geplante EU-Verordnung über erschwinglichen Wohnraum in ihrer jetzigen Form kommt.

Was Verbraucher wissen sollten

Für Gäste wird der Preisvergleich einfacher, weil der angezeigte Preis die Gebühr bei immer mehr Unterkünften bereits enthält. Übernachtungsteuern und Kurtaxen kommen je nach Stadt hinzu. Prüfen sollten Sie vor allem die Reinigungsgebühr, die bei kurzen Aufenthalten den Preis je Nacht stark erhöhen kann.

Chancen für Unternehmen

Unabhängige und kleinere Hotels vermittelt Airbnb seit 2026 in mehr als 20 Metropolen wie Paris, London, Madrid und Rom, deutsche Städte nennt der Aktionärsbrief bisher nicht.

Für Hoteliers ist das ein zusätzlicher Vertriebskanal und ein Gegengewicht zu Booking, für Airbnb eine Brücke zu Gästen, die bisher keine Wohnung buchen wollten.

Profitieren können auch Dienstleister: Reinigungsfirmen, Schlüsseldienste, Anbieter von Verwaltungssoftware und Co-Gastgeber, die Wohnungen für Eigentümer betreuen. Mit der Einheitsgebühr steigt der Bedarf an Software, die Preise automatisch anpasst.

Drei Szenarien für die nächsten zwölf Monate

Optimistisch: Gastgeber in Deutschland passen ihre Preise an, die Buchungen wachsen weiter wie 2025 um rund ein Zehntel, und Airbnb bestätigt am 5. November seinen Ausblick.

Realistisch: Ein Teil der kleinen Vermieter schluckt die höhere Gebühr zunächst und verdient weniger, Profis gleichen sie aus. Die EU-Verhandlungen über den Wohnraum ziehen sich, an den Regeln in Berlin, Hamburg und München ändert sich in diesem Zeitraum nichts.

Pessimistisch: Die Nachfrage im Inland kühlt ab, Vermieter können die Gebühr nicht weitergeben, und weitere Städte verschärfen ihre Satzungen, bevor die EU-Verordnung greift. Dann verlagern mehr Vermieter auf Direktbuchungen oder geben die Ferienvermietung ganz auf.

Unser Rat: Als Gast vergleichen Sie Gesamtpreise einschließlich Reinigung und Steuern, nicht Preise je Nacht. Als Vermieter rechnen Sie Ihre Preise nach der Umstellung einmal komplett neu und prüfen, ob sich eine eigene Buchungsseite lohnt. Als Hotelier prüfen Sie die Konditionen genau, sobald Airbnb Ihre Stadt aufnimmt.

Glossar: 15 wichtige Fachbegriffe zum Geschäftsmodell von Airbnb

Offenes Buch mit grünem Schlüssel und Anhänger „SUCHFUNKTION“ auf weißem Sockel
Von Aktienrückkauf bis Zweckentfremdungsverbot: Fachbegriffe zum Geschäftsmodell von Airbnb.

Aktienbasierte Vergütung

Bei der aktienbasierten Vergütung erhalten Beschäftigte einen Teil ihres Lohns in Aktien des Arbeitgebers. In der Gewinn- und Verlustrechnung zählt sie als Aufwand, Geld fließt dafür aber nicht ab. Airbnb vergütete 2025 auf diese Weise umgerechnet 1,42 Milliarden Euro, fast zwei Drittel des Nettogewinns.

Aktienrückkauf

Beim Aktienrückkauf kauft ein Unternehmen eigene Aktien an der Börse und zieht sie meist ein. Dadurch steigt der Anteil der übrigen Aktionäre am Gewinn. Airbnb kaufte 2025 eigene Aktien für umgerechnet 3,39 Milliarden Euro zurück und zahlt keine Dividende.

Bereinigtes EBITDA

Das bereinigte EBITDA ist das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, zusätzlich ohne Posten, die ein Unternehmen als nicht zahlungswirksam oder einmalig einstuft. Airbnb rechnet unter anderem die aktienbasierte Vergütung und Rückstellungen für Übernachtungsteuern heraus und kam 2025 auf 3,83 Milliarden Euro.

Buchungsvolumen

Das Buchungsvolumen, im Englischen Gross Booking Value, ist der Wert aller Buchungen auf einer Plattform, einschließlich Reinigungsgebühren, Servicegebühren und Steuern. Airbnb verbucht es im Quartal der Buchung, den Umsatz erst beim Check-in. 2025 lag das Buchungsvolumen bei umgerechnet 81,4 Milliarden Euro.

Free Cash Flow

Der Free Cash Flow, deutsch freier Cashflow, ist das Geld aus dem laufenden Geschäft nach Investitionen in Sachanlagen. Er zeigt, was für Rückkäufe, Zukäufe oder Schuldenabbau übrig bleibt. Bei Airbnb lag er 2025 bei umgerechnet 4,11 Milliarden Euro und damit deutlich über dem Nettogewinn.

Kundengelder

Kundengelder sind Beträge, die ein Unternehmen für Dritte verwahrt. Bei Airbnb zahlen Gäste oft lange vor der Reise, das Geld fließt erst nach dem Check-in an die Gastgeber. Ende Juni 2026 hielt Airbnb so umgerechnet 10,88 Milliarden Euro, auf die Zinsen anfallen.

Netzwerkeffekt

Ein Netzwerkeffekt liegt vor, wenn ein Angebot für jeden Nutzer wertvoller wird, je mehr andere es nutzen. Auf Marktplätzen wirkt er doppelt: Mehr Anbieter ziehen mehr Kunden an und umgekehrt. Bei Airbnb verstärken Bewertungen den Effekt, weil sie sich nicht auf andere Plattformen übertragen lassen.

Plattformen-Steuertransparenzgesetz

Das Plattformen-Steuertransparenzgesetz setzt die EU-Richtlinie DAC7 in deutsches Recht um. Seit 2023 melden Plattformen wie Airbnb, Etsy oder Ebay die Einnahmen ihrer Anbieter an das Bundeszentralamt für Steuern. Die Finanzämter können so Einnahmen aus der Vermietung von Ferienwohnungen mit den Steuererklärungen abgleichen.

Registrierungsnummer

Eine Registrierungsnummer erhält eine Ferienwohnung, wenn ein EU-Mitgliedstaat oder eine Region die Kurzzeitvermietung anmeldepflichtig macht. Nach der seit Mai 2026 geltenden Verordnung (EU) 2024/1028 müssen Plattformen die Nummer im Inserat anzeigen und stichprobenartig prüfen. Behörden können so ungenehmigte Angebote leichter erkennen.

Stimmrechtsaktie

Eine Stimmrechtsaktie gewährt mehr Stimmen als eine Stammaktie derselben Firma. Bei Airbnb haben die B-Aktien je 20 Stimmen, die börsennotierten A-Aktien je eine. So kontrollieren die drei Gründer mit rund 26 Prozent des Kapitals 80,6 Prozent der Stimmen.

Take Rate

Die Take Rate ist der Anteil des Buchungsvolumens, den eine Plattform als Umsatz behält. Sie misst, wie viel ein Vermittler an jedem umgesetzten Euro verdient. Bei Airbnb lag sie 2025 bei 13,4 Prozent, bei Booking Holdings bei rund 14,5 Prozent und bei Expedia bei rund 12,3 Prozent.

Torwächter

Als Torwächter stuft die EU-Kommission nach dem Gesetz über digitale Märkte große Plattformen ein, an denen Unternehmen kaum vorbeikommen, um ihre Kunden zu erreichen. Für sie gelten strengere Regeln, etwa gegen Bestpreisklauseln. Booking.com ist seit Mai 2024 Torwächter, Airbnb erreicht die Schwellenwerte laut Jahresbericht nicht.

Übernachtungsteuer

Die Übernachtungsteuer, auch Bettensteuer oder Beherbergungsabgabe genannt, erheben Städte und Gemeinden auf Übernachtungen von Gästen. Höhe und Regeln legt jede Kommune selbst fest. Airbnb zieht solche Abgaben in rund 33.000 Steuerbezirken weltweit für die Gastgeber ein und führt sie ab.

Verwässerung

Verwässerung bedeutet, dass der Anteil eines Aktionärs am Unternehmen sinkt, weil neue Aktien ausgegeben werden, etwa für die Vergütung von Beschäftigten. Unternehmen gleichen das oft mit Rückkäufen aus. Bei Airbnb sank die Zahl der ausgegebenen Aktien von Juni 2024 bis Juni 2026 trotz Vergütung von 634 auf 590 Millionen.

Zweckentfremdungsverbot

Ein Zweckentfremdungsverbot untersagt es, Wohnraum ohne Genehmigung für andere Zwecke zu nutzen, etwa als Ferienwohnung für Touristen. In Deutschland regeln das die Länder, Städte wie Berlin, Hamburg und München setzen es durch. Vermieter brauchen dort für die Kurzzeitvermietung einer Wohnung meist eine Genehmigung oder Registrierung.

FAQ: Wie verdient Airbnb ohne eigene Zimmer 2,5 Mrd. Dollar?

Modellhaus auf Sockel mit einem grünen „FAQ“-Schild davor
Häufige Fragen zu Airbnb: Eigentümer, Gewinn, Gebühren, Sitz und Airbnb.org.

Wem gehört Airbnb?

Airbnb ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft mit Sitz in den USA, gehandelt an der Nasdaq. Die Gründer Brian Chesky, Nathan Blecharczyk und Joe Gebbia halten über Aktien mit 20-fachem Stimmrecht zusammen 80,6 Prozent der Stimmen. Größter Fonds unter den übrigen Aktionären ist Vanguard.

Wie viel verdient Airbnb?

2025 setzte Airbnb umgerechnet 10,91 Milliarden Euro um und erzielte einen Nettogewinn von 2,24 Milliarden Euro, 21 Prozent des Umsatzes. Im zweiten Quartal 2026 stieg der Umsatz um 17 Prozent. Die Zahlen zum dritten Quartal veröffentlicht Airbnb am 5. November 2026.

Welche Gebühr zahlen Gastgeber bei Airbnb?

Die meisten Gastgeber zahlen seit der Umstellung im Jahr 2026 eine Einheitsgebühr von 15,5 Prozent der Buchungssumme, die von der Auszahlung abgezogen wird. Für Unterkünfte in Brasilien und Mexiko gelten 16 Prozent. Unter der alten, geteilten Gebühr zahlten Gastgeber meist rund 3 Prozent.

Zahlen Gäste bei Airbnb noch eine Servicegebühr?

Bei Unterkünften mit Einheitsgebühr zahlen Gäste keine eigene Servicegebühr mehr, die Gebühr steckt im angezeigten Preis. Unter der alten Aufteilung kamen für Gäste 14,1 bis 16,5 Prozent hinzu. Übernachtungsteuern und Kurtaxen der Städte werden weiterhin zusätzlich fällig.

Wo hat Airbnb seinen Sitz?

Airbnb hat seinen Hauptsitz in San Francisco, Kalifornien. Die europäische Tochter Airbnb Ireland UC sitzt in Dublin. Die meisten Beschäftigten dürfen nach der Regel „Live and Work Anywhere“ von überall arbeiten, einen Teil der Büroflächen am Hauptsitz bietet Airbnb deshalb zur Untervermietung an.

Was ist Airbnb.org?

Airbnb.org ist die gemeinnützige Organisation des Konzerns. Sie vermittelt kostenlose Unterkünfte für Menschen nach Katastrophen und für Patienten auf Reisen zu medizinischer Behandlung. Im Oktober 2026 sagte Airbnb ihr für fünf Jahre umgerechnet mehr als 446 Millionen Euro zu, gespeist aus einer Abgabe je Buchung.

Quellen

29 Quellen anzeigenQuellen ausblendenabgerufen am 03.11.2026
  1. Airbnb, Inc.Form 10-K, Geschäftsbericht für das Jahr 202512.02.2026
  2. Airbnb, Inc.Q2 2026 Shareholder Letter, Form 8-K Exhibit 99.106.08.2026
  3. Airbnb, Inc.Form 10-Q für das zweite Quartal 202606.08.2026
  4. Airbnb, Inc.Proxy Statement 202624.04.2026
  5. Airbnb, Inc.Form 8-K zur Anleihe über 2,5 Mrd. US-Dollar16.03.2026
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  11. AP (über ABC News)Airbnb pledges $500M to nonprofit, scaling emergency stays and raising questions over housing relief29.10.2026
  12. SkiftNYC Finds 27% of Approved Short-Term Rental Listings Are Now Illegal21.04.2026
  13. Reuters (über Yahoo News)Spain fines Airbnb $75 million for unlicensed tourist rentals15.12.2025
  14. AraThe court orders Airbnb to pay 64 million fine for publishing unlicensed listings23.03.2026
  15. Europäisches Parlament, Legislative ObservatoryData collection and sharing relating to short-term accommodation rental services, Verordnung (EU) 2024/1028
  16. BundesratVorschlag für eine Verordnung über erschwinglichen Wohnraum, COM(2026) 599 final, Drucksache 542/26 (21.09.2026) und Beschluss vom 16.10.2026
  17. EurostatShort-stay accommodation offered via online platforms (tour_ce_omn12), Werte 2023 bis 2025
  18. LobbyFacts (Daten aus dem EU-Transparenzregister)Airbnb Ireland UC, Registernummer 823871417098-42
  19. SmoobuAirbnb-Gebühr für Gastgeber: Juli 2026 Update
  20. CNBC (über NBC San Diego)In 2009, Airbnb Collected $734 in Fees in a Week, and Was Clawing Toward Ramen Profitability
  21. TechCrunchAirbnb buys German clone Accoleo, opens first European office in Hamburg01.06.2011
  22. Basic ThinkingKrieg um die billigsten Plätze: Wimdu sammelt 90 Millionen Dollar ein15.06.2011
  23. ABC11 (ABC News)Airbnb laying off 1,900 employees due to travel decline amid coronavirus pandemic05.05.2020
  24. CBS NewsAirbnb IPO: Shares more than double in Nasdaq debut10.12.2020
  25. AxiosAirbnb valued at $47 billion in IPO09.12.2020
  26. Europäische ZentralbankEuro-Referenzkurse, US-Dollar am 02.11.2026
  27. Dr. WebAirbnb Housing Accelerator: 218 Millionen Euro für den stockenden Wohnungsbau14.09.2026
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