Artikel teilen

Vor der Wand mit den Fernsehern fragt der Verkäufer, ob Sie die Garantie gleich auf fünf Jahre verlängern möchten, und mit Kundenkarte läuft die Ratenzahlung über zehn Monate ohne Zinsen. Die Frage gehört zum Geschäftsmodell. Mehr als 40 Prozent ihres Bruttoertrags verdient die MediaMarkt-Mutter Ceconomy inzwischen neben dem reinen Warenverkauf, und von 24,0 Milliarden Euro Umsatz blieben im Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr rund 515 Millionen Euro bereinigtes operatives Ergebnis.

Ein Klick · kostenlosDr. Web bei Google bevorzugenMarkieren Sie drweb.de als bevorzugte Quelle. Dann sehen Sie unsere Artikel öfter unter den Top-Meldungen.Jetzt hinzufügen
Inhalt 12 Abschnitte
  1. Wer steckt hinter MediaMarkt und wie fing alles an?
  2. Wie wurde aus dem Discounter im Industriepark ein Konzern?
  3. Wie verdient MediaMarkt tatsächlich sein Geld?
  4. Wie groß ist die Marktmacht von MediaMarkt?
  5. Wer ist bei MediaMarkt eigentlich das Produkt?
  6. Was kostet ein Fernseher bei MediaMarkt wirklich, und wer trägt die Kosten?
  7. Wer profitiert von MediaMarkt und wer zahlt drauf?
  8. Wie politisch ist MediaMarkt?
  9. Was könnte MediaMarkt zu Fall bringen?
  10. Was bedeutet MediaMarkt für deutsche Unternehmer und Verbraucher?
  11. Glossar: 15 wichtige Fachbegriffe zu Elektronikhandel und Bilanz
  12. FAQ: Wie überlebt MediaMarkt im Preiskampf mit Amazon?

Ceconomy meldete diese vorläufigen Zahlen am 27. Oktober 2026, mit währungsbereinigt 5,3 Prozent mehr Umsatz und einem Ergebnis über dem selbst gesetzten Ziel von 500 Millionen Euro.

In Deutschland schloss der Konzern im selben Geschäftsjahr 14 Märkte und eröffnete einen, 390 sind übrig.

Bis zum 4. November will die EU-Kommission nach dem aktuellen Fristenstand über die Übernahme durch den chinesischen Onlinehändler JD.com entscheiden. Ein Elektronikhändler, der von jedem Euro Umsatz gut zwei Cent als bereinigtes operatives Ergebnis behält, braucht Einnahmen, die auf keinem Preisschild stehen.

Auf einen Blick

Das Wichtigste in Kürze

  • Ceconomy, die Mutter von MediaMarkt und Saturn, setzte im Geschäftsjahr 2025/26 nach vorläufigen Zahlen 24,0 Milliarden Euro um. Das bereinigte EBIT stieg auf rund 515 Millionen Euro, eine Marge von gut 2 Prozent.
  • Garantieverlängerungen, Provisionen für Mobilfunkverträge und Kredite, Werbung für Hersteller, Eigenmarken und der Marktplatz für Fremdhändler bringen schon 44 Prozent des Bruttoertrags. Allein Retail Media wuchs von 18 Millionen Euro Ertrag 2022/23 auf erwartete 150 Millionen Euro.
  • Die Hersteller finanzieren das Lager mit: Ende September 2025 standen 3,2 Milliarden Euro Vorräten 5,7 Milliarden Euro Verbindlichkeiten bei Lieferanten gegenüber, dazu 1,3 Milliarden Euro offene Boni und Werbekostenzuschüsse.
  • JD.com hat sich mit 4,60 Euro je Aktie 59,8 Prozent an Ceconomy gesichert, zusammen mit der Gründerfamilie Kellerhals 85,2 Prozent. Vollzogen ist die Übernahme am 31. Oktober 2026 noch nicht, die Entscheidung aus Brüssel fehlt.

Fünf Fragen zwischen Kasse und Kleingedrucktem

Der Dr.-Web-Quizmaster
Wissenstest
Wie gut kennen Sie den Elektronikhändler aus Ingolstadt?
5 Fragen aus dem Artikel. Wählen Sie Ihre Antwort, dann decken Sie die Lösung auf.
1 Wo eröffnete der erste MediaMarkt im Jahr 1979? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. Erich und Helga Kellerhals eröffneten den Elektronik-Discounter 1979 mit Walter Gunz und Leopold Stiefel in einem Industriepark in München. Saturn stammt ursprünglich aus Köln.
2 Wie viel Ertrag brachte Retail Media, also Werbung für Hersteller, im Geschäftsjahr 2024/25? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: B. 2022/23 brachte Retail Media 18 Millionen Euro, 2024/25 schon 91 Millionen Euro. Für 2025/26 erwartete Ceconomy rund 150 Millionen Euro.
3 Wie hoch waren die offenen Forderungen an Lieferanten, etwa Boni und Werbekostenzuschüsse, Ende September 2025? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: C. Ceconomy wies zum 30. September 2025 Forderungen an Lieferanten von 1.274 Millionen Euro aus, vor allem Staffelboni und Werbekostenzuschüsse.
4 Welchen Preis bot JD.com je Ceconomy-Aktie? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. JD.com bot 4,60 Euro in bar. Der Mobilfunkanbieter freenet hatte 2018 beim Einstieg noch 8,50 Euro je Aktie bezahlt.
5 Wie viele Märkte zählte MediaMarktSaturn Ende September 2026 in Deutschland? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: B. Ende September 2025 zählte der Konzern 403 Märkte. Im Geschäftsjahr 2025/26 schloss der Konzern 14 Märkte und eröffnete einen, 390 sind übrig.

Wer steckt hinter MediaMarkt und wie fing alles an?

Hinter MediaMarkt stehen Erich und Helga Kellerhals aus Ingolstadt und ihre Partner Walter Gunz und Leopold Stiefel. 1979 eröffneten die vier in einem Münchner Industriepark einen Elektronik-Discounter. Heute gehört die Kette zur Ceconomy AG, an der die Familie Kellerhals über Convergenta beteiligt ist.

Kohleherde, Ölöfen, Fahrräder

1963 eröffnete Erich Kellerhals mit seiner Frau Helga in Ingolstadt ein Geschäft für Kohleherde, Ölöfen und Fahrräder, wie der Branchendienst Horizont in seinem Nachruf auf den Gründer im Dezember 2017 nachzeichnete.

Im Lauf der Jahre kamen weitere Läden hinzu, und der Schwerpunkt verschob sich zu Radios und Fernsehgeräten.

Zusammen mit Walter Gunz und Leopold Stiefel eröffnete das Ehepaar Kellerhals 1979 in einem Münchner Industriepark einen Discounter für Elektronikartikel, den Horizont als Geburtsstunde von MediaMarkt beschreibt. Statt eines Fachgeschäfts in der Innenstadt stand da eine Halle im Gewerbegebiet, und statt mit Beratung warb der Markt mit dem Preis.

Ein Markt, ein Chef, ein Anteil

Über Jahrzehnte waren die Geschäftsführer der einzelnen Märkte mit bis zu 10 Prozent am eigenen Markt beteiligt. Der Marktchef war damit am Gewinn seiner Filiale beteiligt und trug einen Teil des Risikos.

Im Juli 2021 berichteten Lebensmittel Zeitung und BR24, dass MediaMarktSaturn den damals rund 400 Marktchefs in Deutschland diese Anteile abkaufen wollte. Aus Miteigentümern sollten Filialleiter mit Erfolgsprämie werden.

Ob alle Rückkäufe abgeschlossen sind, hat der Konzern nicht veröffentlicht.

Mit dem Umbau verschwand ein Stück aus der Gründerphase der Kette. Heute führen die Marktchefs Filialen eines Konzerns, dessen Preisgestaltung, Onlineshop und App zentral laufen.

Künftig sollen außerdem selbstständige Elektrohändler ihren Laden als MediaMarkt-Partnermarkt weiterführen können, mit Einkauf, Preisen, IT und Logistik aus der Zentrale, wie das Fachmagazin connect im Oktober 2026 berichtete. Die Idee vom Unternehmer im eigenen Markt kehrt damit in neuer Form zurück.

Saturn kam über Kaufhof

Saturn wurde 1961 gegründet, also zwei Jahre vor dem ersten Kellerhals-Laden. 1988 gaben die MediaMarkt-Gründer die Mehrheit an ihrer Kette an die Kaufhof AG ab, die wiederum Saturn einbrachte. 1990 schlossen sich MediaMarkt und Saturn unter einem Dach zusammen, seitdem führt die Gruppe beide Marken nebeneinander, oft in derselben Stadt.

Für Kellerhals war der Verkauf an Kaufhof der Anfang eines langen Konflikts. Als Minderheitsgesellschafter mit Vetorecht stand er später der Metro gegenüber, in der Kaufhof aufgegangen war.

Laut statt leise

Ende der 1990er Jahre führte die Münchner Agentur For Sale den Slogan „Ich bin doch nicht blöd“ ein, wie Horizont 2007 berichtete.

Der Spruch machte aus dem Preisvergleich eine Frage der Selbstachtung: Kunden, die woanders mehr bezahlten, standen als die Dummen da. Mit diesem Ton hob sich die Kette von Fachhändlern ab, die mit Beratung warben, und das Versprechen niedriger Preise prägt die Marke bis heute.

Erich Kellerhals starb am 25. Dezember 2017 mit 78 Jahren, seine Familie ist bis heute beteiligt.

Geschichte
Vom Laden in Ingolstadt zu 1.068 Märkten
Stationen von MediaMarkt und Saturn seit 1961.
  • 1961Gründung von Saturn.
  • 1963Erich und Helga Kellerhals eröffnen in Ingolstadt ein Geschäft für Kohleherde, Ölöfen und Fahrräder.
  • 1979Mit Walter Gunz und Leopold Stiefel eröffnet das Ehepaar einen Elektronik-Discounter in einem Münchner Industriepark.
  • 1988Die Kaufhof AG übernimmt die Mehrheit und bringt Saturn ein.
  • 1990Erster Markt im Ausland, am 26. April in Salzburg.
  • 1996Kaufhof bringt die Mehrheit an MediaMarkt und Saturn in die neue Metro Group ein.
  • 2017Aufteilung der Metro Group, der Elektronikhandel notiert eigenständig als Ceconomy AG.
  • 2021Vollzug der Einigung mit Convergenta: MediaMarktSaturn gehört ganz zu Ceconomy, die Familie Kellerhals wird größter Einzelaktionär.
  • 2025JD.com bietet 4,60 Euro je Aktie und sichert sich 59,8 Prozent.
  • 202624,0 Milliarden Euro Umsatz (vorläufig), 390 Märkte in Deutschland, EU-Entscheidung über JD.com steht aus.

Wie wurde aus dem Discounter im Industriepark ein Konzern?

Fünf ansteigende Modell-Lagerhallen mit orangefarbenen Schildern 1979 und 1068
Vom Discounter im Münchner Industriepark 1979 zu 1.068 Märkten in elf Ländern.

MediaMarkt wuchs mit Kaufhof und Metro im Rücken über Deutschland hinaus, zuerst 1990 nach Österreich. 2017 teilte sich die Metro, der Elektronikhandel blieb als Ceconomy an der Börse. Heute betreibt der Konzern 1.068 Märkte in elf Ländern und setzte 2025/26 vorläufig 24,0 Milliarden Euro um.

Erst Salzburg, dann Europa

Am 26. April 1990 eröffnete in Salzburg der erste MediaMarkt außerhalb Deutschlands, noch im selben Jahr folgten fünf weitere Märkte in Österreich, wie MediaMarkt Österreich Ende 2019 zum bevorstehenden 30-jährigen Bestehen festhielt. Weitere Länder in Süd-, West- und Osteuropa kamen in den folgenden Jahren hinzu. Heute betreibt der Konzern Märkte in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Ungarn, Belgien, Italien, Luxemburg, den Niederlanden, Spanien, Polen und der Türkei. In Italien heißt die Kette MediaWorld.

1996 brachte Kaufhof seine Mehrheit an der Dachgesellschaft von MediaMarkt und Saturn in die neu entstandene Metro Group ein. Für die nächsten zwei Jahrzehnte war der Elektronikhändler eine Sparte des Düsseldorfer Handelskonzerns, neben Großmärkten und SB-Warenhäusern.

Machtkampf mit dem Gründer

Die Metro hielt die Mehrheit an der Media-Saturn-Holding, die Familie Kellerhals über Convergenta gut ein Fünftel, und für wichtige Entscheidungen brauchte die Metro die Zustimmung des Minderheitsgesellschafters. Ab 2011 versuchte der Konzern, das Veto des Gründers über einen Beirat zu umgehen. Der Streit ging durch mehrere Instanzen bis zum Bundesgerichtshof, vor dem Kellerhals unterlag, wie Horizont berichtete.

Erst am 14. Dezember 2020 einigten sich Ceconomy und Convergenta. Convergenta gab ihre 21,62 Prozent an MediaMarktSaturn ab und erhielt dafür 25,9 Prozent an Ceconomy, Wandelanleihen über 160 Millionen Euro und 130 Millionen Euro in bar, wie Börse Online damals berichtete.

Am 17. Februar 2021 stimmten mehr als 98 Prozent der Aktionäre auf der Hauptversammlung zu.

Seitdem gehört MediaMarktSaturn vollständig der Ceconomy AG, und die Familie Kellerhals sitzt eine Ebene höher als Großaktionär am Tisch. Der jahrzehntelange Konflikt zwischen Gründer und Konzern endete also mit einem Tausch: Mitsprache im Konzern gegen das Veto in der Tochter.

Abspaltung von der Metro

Am 6. Februar 2017 stimmten 99,95 Prozent der anwesenden Aktionäre auf der Hauptversammlung für die Aufteilung der Metro Group.

Seit dem 13. Juli 2017 wird der Elektronikhändler als eigenständiges Unternehmen an der Börse gehandelt, am 11. August 2017 wurde aus der Metro AG die Ceconomy AG.

2018 stieg der Mobilfunkanbieter freenet mit rund neun Prozent ein und zahlte 8,50 Euro je Aktie. Ceconomy nutzte den Erlös von rund 277 Millionen Euro, um die Bilanz zu stärken. Im selben Jahr gab MediaMarktSaturn das Russlandgeschäft an den Händler M.video ab.

Wie groß MediaMarkt heute ist

Im Geschäftsjahr 2024/25 setzte Ceconomy 23,1 Milliarden Euro um, davon 9,6 Milliarden Euro in Deutschland. Nach vorläufigen Zahlen kamen 2025/26 rund 24,0 Milliarden Euro zusammen.

Ende September 2026 betrieb der Konzern 1.068 Märkte, Ende September 2025 beschäftigte er 47.888 Menschen, davon 17.377 in Deutschland.

JD.com bot im Juli 2025 für jede Aktie 4,60 Euro in bar, 2018 hatte freenet noch 8,50 Euro bezahlt. Zwischen beiden Preisen liegen sieben Jahre, in denen der Umsatz wuchs, der Gewinn aber dünn blieb: Im Geschäftsjahr 2024/25 schrieb Ceconomy nach Steuern einen Verlust von 34 Millionen Euro.

Auf den PunktVom Industriepark an die Börse
  • Expansion: seit 1990 im Ausland, heute 1.068 Märkte in elf Ländern.
  • Eigentümer: Kaufhof ab 1988, Metro ab 1996, seit 2017 eigenständig als Ceconomy an der Börse.
  • Gründerfamilie: nach jahrelangem Streit seit 2021 größter Einzelaktionär statt Minderheitsgesellschafter mit Veto.

Wie verdient MediaMarkt tatsächlich sein Geld?

Produktkarton auf Podest mit Garantietag und Umschlägen vor weißem Hintergrund
Gut zwei Cent je Euro Umsatz bleiben operativ, den Ausschlag geben Garantien, Provisionen und Werbung.

MediaMarkt verdient am Verkauf von Elektronik, 2024/25 mit 23,1 Milliarden Euro Umsatz und 18,0 Prozent Bruttomarge. Einen wachsenden Teil der Marge liefern Garantien, Provisionen, Werbung für Hersteller und Lieferantenboni. Vom Umsatz bleiben gut zwei Cent als bereinigtes EBIT.

Die Hälfte aus der DACH-Region

Die Region DACH mit Deutschland, Österreich, der Schweiz und Ungarn setzte 2024/25 rund 12,0 Milliarden Euro um, gut die Hälfte des Konzerns. West- und Südeuropa kam auf 7,5 Milliarden Euro, Osteuropa mit Polen und der Türkei auf 3,6 Milliarden Euro, mit dem stärksten Wachstum von 30,4 Prozent nach Währungsbereinigung.

Deutschland allein brachte 9,6 Milliarden Euro, 41 Prozent des Konzernumsatzes.

Online verkaufte der Konzern 2024/25 Ware für 5,7 Milliarden Euro, 13,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Rechnet man das Handelsvolumen des Marktplatzes hinzu, lief gut ein Viertel der Verkäufe über Onlineshop und App, im dritten Quartal 2025/26 lag der Anteil bei 27,5 Prozent.

Erlösmodell
Gut die Hälfte aus der DACH-Region
Umsatz von Ceconomy im Geschäftsjahr 2024/25 nach Regionen und die Entwicklung des bereinigten EBIT.
Umsatz 2024/25 nach Regionen, Milliarden Euro
  • Konzern23,1 Mrd. €
  • DACH12,0 Mrd. €
  • davon Deutschland9,6 Mrd. €
  • West-/Südeuropa7,5 Mrd. €
  • Osteuropa3,6 Mrd. €
Bereinigtes EBIT, Millionen Euro
  • 2020/21237 Mio. €
  • 2021/22208 Mio. €
  • 2022/23243 Mio. €
  • 2023/24305 Mio. €
  • 2024/25406 Mio. € (korrigiert)
  • 2025/26 vorläufigrund 515 Mio. €
gut 2 Cent
bereinigtes EBIT je Euro Umsatz 2025/26
26 %
Onlineanteil 2024/25 mit Marktplatz
41 %
Anteil Deutschlands am Umsatz

Was vom Fernseher übrig bleibt

Die Bruttomarge, also der Anteil des Umsatzes, der nach dem Einkauf der Ware bleibt, lag 2024/25 bei 18,0 Prozent. Von 23,1 Milliarden Euro Umsatz blieben 4,2 Milliarden Euro Bruttoergebnis. Davon gingen 3,4 Milliarden Euro an Vertriebskosten für Personal, Mieten, Logistik und Werbung ab, dazu 0,7 Milliarden Euro für die Verwaltung.

Das berichtete operative Ergebnis lag bei 241 Millionen Euro, nach Bereinigung um Sondereffekte bei 378 Millionen Euro.

Am 30. Juli 2026 korrigierte Ceconomy die Zahlen des Geschäftsjahres 2024/25 rückwirkend, weil Gutscheine zu vorsichtig verbucht worden waren. Seitdem steht das bereinigte EBIT 2024/25 bei 406 Millionen Euro. Am Geld in der Kasse änderte die Korrektur nichts. Die übrigen Zahlen zu 2024/25 in diesem Artikel stammen aus dem Geschäftsbericht vor der Korrektur.

Lieferanten zahlen mit: Boni und Werbekostenzuschüsse

Ende September 2025 standen 1.274 Millionen Euro an Forderungen gegenüber Lieferanten in der Bilanz, im Wesentlichen nachlaufende Vergütungen der Hersteller wie Staffelboni und Werbekostenzuschüsse. Die Boni hängen am Einkaufsvolumen eines Kalenderjahres: Kauft MediaMarkt bei einem Hersteller mehr als vereinbart, gibt der Lieferant einen Teil des Preises nachträglich zurück.

Ceconomy verbucht solche Vergütungen je nach Art als Minderung der Einkaufskosten, als Kostenerstattung oder als Entgelt für Leistungen. Eine eigene Erlöszeile dafür fehlt.

Wie viel Marge aus Boni stammt und wie viel aus dem Aufschlag an der Kasse, schlüsselt der Konzern nicht auf.

Die Garantie, der Vertrag, der Kredit

Den größten Beitrag neben der Ware liefern Dienstleistungen, die Ceconomy unter dem Namen Services & Solutions bündelt: Garantieverlängerungen, Versicherungen, Reparaturen, Installation und die Vermittlung von Mobilfunk- und Finanzierungsverträgen. 2024/25 erwirtschaftete der Bereich einen Ertrag von 1,34 Milliarden Euro, währungsbereinigt 12,5 Prozent mehr als im Vorjahr, vor allem dank der Garantieverlängerungen.

Für 2025/26 erwartete Ceconomy 1,4 Milliarden Euro Bruttoertrag aus diesem Bereich, gemessen am Bruttoergebnis des Vorjahres rund ein Drittel. Der Geschäftsbericht nennt die Dienstleistungen den wichtigsten Ertragsbringer unter den Wachstumsgeschäften und spricht von „attraktiven Kommissionen“.

Die PlusGarantie verkauft MediaMarkt in Deutschland als Versicherung der Zurich, die Zusammenarbeit läuft laut dem Fachdienst Cash bis mindestens 2035. Abschließen lässt sich die Police nur beim Kauf, der Tarif richtet sich nach dem Preis des Geräts. Bei Mobilfunkverträgen kassiert MediaMarkt Provisionen vom Mobilfunkpartner: Die Vertragsvermögenswerte von 392 Millionen Euro in der Bilanz bestehen im Wesentlichen aus solchen Provisionsansprüchen. Exklusiver Partner für Mobilfunktarife in Deutschland ist freenet, die Partnerschaft wurde im Oktober 2025 um fünf Jahre verlängert.

Ratenkredite vermittelt MediaMarkt in Deutschland für die BNP Paribas und die Targobank.

ErlösquelleWas MediaMarkt verkauftBekannte Größe 2024/25
Warenverkauf in Märkten und onlineFernseher, Computer, Smartphones, Haushaltsgeräte23,1 Mrd. € Konzernumsatz, 18,0 % Bruttomarge
LieferantenvergütungenEinkaufsvolumen, Werbeflächen, Platzierungen1.274 Mio. € offene Forderungen an Lieferanten zum 30.09.2025
Services & SolutionsGarantien, Versicherungen, Reparatur, vermittelte Verträge1,34 Mrd. € Ertrag, 2025/26 erwartet 1,4 Mrd. € Bruttoertrag
Retail MediaWerbung für Hersteller in App, Shop und Märkten91 Mio. € Ertrag, 2025/26 erwartet 150 Mio. €
MarktplatzVerkaufsplatz für mehr als 2.000 Fremdhändler527 Mio. € Handelsvolumen, 2025/26 erwartet 800 Mio. €
FlächenvermietungMarkenflächen und Erlebnisflächen für Hersteller36 Mio. € Ertrag

Werbung im Elektronikmarkt

Unter dem Begriff Retail Media verkauft MediaMarktSaturn Herstellern Werbeplätze in App, Onlineshop und Märkten, dazu bevorzugte Platzierungen und Auswertungen auf Basis der Kundendaten. 2022/23 brachte das 18 Millionen Euro, 2024/25 schon 91 Millionen Euro.

Für 2025/26 nannte Ceconomy im Juli 150 Millionen Euro, mehr als dreimal so viel wie das 2023 gesetzte Ziel von 45 Millionen Euro.

Ende 2024/25 zählten das Kundenprogramm myMediaMarkt und seine Schwesterprogramme zusammen 53 Millionen Mitglieder, im Juli 2026 mehr als 58 Millionen.

Jede Karte an der Kasse verknüpft einen Einkauf mit einer Person. Auf solchen Daten beruhen die Auswertungen, die MediaMarktSaturn den Herstellern zu ihrer Werbung anbietet, etwa ob eine Anzeige zu einem Kauf geführt hat. Einen Wert für diese Daten weist die Bilanz nicht aus.

Hersteller mieten Markenshops, Flächen am Eingang und Erlebnisflächen in den Märkten, 2024/25 brachte das 36 Millionen Euro. Seit September 2026 verkauft MediaMarktSaturn außerdem über YouTube Shopping, wo Creator Produkte des Händlers verlinken.

Wo die Marge steckt

Die Regionen unterscheiden sich wenig. Das bereinigte EBIT lag 2024/25 in DACH bei 1,6 Prozent des Umsatzes, in West- und Südeuropa bei 1,7 Prozent, in Osteuropa bei 1,4 Prozent.

Laut Geschäftsbericht erzielen Dienstleistungen, Marktplatz, Eigenmarken und Werbung „höhere Margen als das Kerngeschäft im Einzelhandel“. Retail Media braucht keine Ware und kein Lager, ein Garantievertrag keinen Regalplatz. Im Juli 2026 bezifferte Ceconomy den Anteil dieser Wachstumsfelder am Bruttoertrag auf 44 Prozent, bis 2028/29 soll er auf mehr als die Hälfte steigen.

Unsere Einordnung: Der Fernseher bringt die Kundschaft in den Markt, verdient wird an dem, was auf Papier dazukommt, an Garantie, Vertrag und Werbeplatz. Bei gut zwei Cent operativem Ergebnis je Euro Umsatz entscheiden diese Zusatzgeschäfte darüber, ob sich ein Markt rechnet.

Lockangebot Preis

Das Preisversprechen der Kette gilt nur mit Kundenkarte und bezieht sich auf Amazon.de, Otto.de, Cyberport, notebooksbilliger, Expert und weiteren Händlern. Die zinslose Ratenzahlung bekommen ebenfalls nur Karteninhaber.

So holt der günstige Preis den Kunden in die Kundendatei, und erst mit der Karte wird der Einkauf für Werbung und Zusatzverträge auswertbar.

Die Lieferanten finanzieren das Lager

Ende September 2025 lagen Waren für 3,2 Milliarden Euro in Märkten und Lagern. Seinen Lieferanten schuldete der Konzern zum selben Stichtag 5,7 Milliarden Euro. Das Nettoumlaufvermögen, also Vorräte und Forderungen abzüglich der Verbindlichkeiten aus dem Geschäft, lag bei minus 949 Millionen Euro.

Übersetzt: MediaMarkt verkauft einen großen Teil der Ware, bevor der Hersteller sein Geld sieht. Die Industrie finanziert damit einen Teil des Lagers vor, als Lieferantenkredit in Milliardenhöhe, und je stärker der Umsatz wächst, desto mehr Geld bleibt vorübergehend in der Kasse.

Ceconomy verkauft außerdem Provisionsforderungen gegenüber Mobilfunkpartnern im Factoring an Finanzierer und garantiert dafür bis zu 58 Millionen Euro.

Bilanz
Die Lieferanten finanzieren das Lager
Ausgewählte Bilanzposten von Ceconomy zum 30. September 2025, Milliarden Euro.
  • Verbindlichkeiten bei Lieferanten5,7 Mrd. €
  • Vorräte in Märkten und Lagern3,2 Mrd. €
  • Forderungen an Lieferanten (Boni, Werbekostenzuschüsse)1,3 Mrd. €
  • Forderungen an Kunden0,6 Mrd. €
−949 Mio. €
Nettoumlaufvermögen
284 Mio. €
Nettoliquidität ohne Leasing
1,33 Mrd. €
Nettoverschuldung mit Leasing

Wie sich das Modell verschoben hat

Zwischen 2020/21 und 2024/25 wuchs der Umsatz von 21,4 auf 23,1 Milliarden Euro, das bereinigte EBIT von 237 auf 406 Millionen Euro, gerechnet nach der Korrektur vom Juli 2026. Nach vorläufigen Zahlen erreichte das bereinigte EBIT 2025/26 rund 515 Millionen Euro, und das vierte Quartal war das 15. in Folge mit steigender Profitabilität.

Der Marktplatz für Fremdhändler, 2021 in Deutschland gestartet, wuchs von 140 Millionen Euro Handelsvolumen 2022/23 auf erwartete 800 Millionen Euro.

In Deutschland schloss der Konzern 2025/26 vierzehn Märkte, Saturn-Märkte werden zur Showroom-Fläche in MediaMarkt-Filialen umgebaut. Im Markt setzt die Kette auf Bezahlen direkt beim Berater, im Hintergrund auf Retail Media und Dienstleistungen.

Bis 2028/29 soll das bereinigte EBIT auf 800 Millionen Euro steigen, bei kaum wachsendem Umsatz von rund 24 Milliarden Euro.

Auf den PunktWare bringt Umsatz, Papier bringt Marge
  • Umsatz: 23,1 Milliarden Euro 2024/25, 41 Prozent davon in Deutschland, 18,0 Prozent Bruttomarge.
  • Marge: 44 Prozent des Bruttoertrags aus Dienstleistungen, Marktplatz, Werbung, Flächenvermietung und Eigenmarken.
  • Bilanz: 5,7 Milliarden Euro Lieferantenverbindlichkeiten gegen 3,2 Milliarden Euro Vorräte, dazu 1,3 Milliarden Euro offene Boni.
  • Kurs: 800 Millionen Euro bereinigtes EBIT bis 2028/29 bei gleichbleibendem Umsatz.

Wie groß ist die Marktmacht von MediaMarkt?

Weiße Waage mit Paket (links), Ladenmodell (rechts) und Preisschild „12:9,8“
Nach der EHI-Schätzung für 2024 verkauft Amazon in Deutschland mehr Elektronik als MediaMarktSaturn.

MediaMarktSaturn ist Deutschlands größter Elektronikhändler mit Läden, aber nicht mehr der größte insgesamt. Das Handelsforschungsinstitut EHI schätzt den deutschen Elektronikumsatz 2024 von Amazon auf rund 12 Milliarden Euro, den von MediaMarktSaturn auf 9,8 Milliarden Euro.

Ein Markt ohne Wachstum

Der deutsche Markt für Technik im Haushalt stagniert. Laut dem Home Electronics Market Index, den der Branchenverband gfu mit dem Marktforscher NIQ erhebt, gaben Verbraucher und Unternehmen 2025 in Deutschland 46,9 Milliarden Euro für Unterhaltungselektronik, IT, Telekommunikation und Haushaltsgeräte aus, genauso viel wie im Vorjahr.

Unterhaltungselektronik im engeren Sinn, also Fernseher und Audio, schrumpfte um 1,9 Prozent auf 7,8 Milliarden Euro, nur die IT wuchs.

In so einem Markt wächst ein Händler nur, indem er anderen Händlern Kunden abnimmt.

Amazon zog vorbei

In einer Sonderauswertung für 2024 schätzte das EHI den deutschen Elektronikumsatz von Amazon auf rund 12 Milliarden Euro, 6,2 Prozent mehr als im Vorjahr. MediaMarktSaturn kam auf 9,8 Milliarden Euro (Ceconomy selbst meldete für Deutschland im Geschäftsjahr 2024/25 9,6 Milliarden Euro), Expert auf 4,2 Milliarden Euro, Euronics auf 3,5 Milliarden Euro und die Verbundgruppe ElectronicPartner auf 3,2 Milliarden Euro.

Das Fachmagazin ChannelPartner schrieb im Oktober 2025 dazu, die Wachablösung habe längst stattgefunden.

Im Onlinehandel mit Elektronik gehört mediamarkt.de trotzdem zu den größten Shops. Das Handelsmagazin etailment schätzte den Onlineumsatz von mediamarkt.de für 2025 auf rund 2,35 Milliarden Euro, knapp vor dem Onlineshop von Apple mit 2,25 Milliarden Euro, notebooksbilliger folgt mit 850 Millionen Euro.

Die Hersteller selbst sind damit zum Konkurrenten geworden. Apple verkauft online fast so viel Elektronik wie MediaMarkt, und Marken wie Samsung betreiben eigene Shops mit Lieferung nach Hause.

Die Kundenkarte als Bindung

Gegen Amazon setzt MediaMarkt auf Bindung durch die Kundenkarte. Preisversprechen und zinslose Raten gelten nur für Mitglieder von myMediaMarkt. In allen Ländern zusammen zählten die Kundenprogramme im Juli 2026 mehr als 58 Millionen Mitglieder.

Fest gebunden sind die Mitglieder damit nicht: Kunden, die einen Fernseher anderswo günstiger finden, wechseln ohne Kosten.

Stärker wirkt die Bindung nach dem Kauf. Eine PlusGarantie über fünf Jahre, ein Mobilfunkvertrag oder eine Ratenzahlung über zehn Monate halten den Kunden länger beim Händler als der Kassenbon.

Kartellrecht und Wettbewerb

Die Übernahme durch JD.com gab das Bundeskartellamt im September 2025 frei, weil der chinesische Händler in Deutschland kaum vertreten ist. In Österreich verhängte das Kartellgericht 2014 eine Geldbuße von 1,23 Millionen Euro gegen die österreichische Media-Saturn-Gesellschaft wegen vertikaler Preisabsprachen, also Absprachen mit Lieferanten über Verkaufspreise.

Unsere Einschätzung: Gegenüber den Herstellern ist die Verhandlungsmacht von MediaMarkt groß, aber begrenzt. Für Marken wie Samsung, LG oder Sony bleibt die Kette einer der wenigen Orte in der Fläche, an denen Kunden Fernseher und Waschmaschinen anfassen können, bevor sie kaufen. Amazon bietet diesen Ort nicht, Apple nur in eigenen Läden.

Gerade die Konkurrenz durch Amazon gibt den Herstellern aber eine Alternative, und auch Onlinehändler wie Otto führen dieselben Marken.

Marktmacht
Wer in Deutschland Elektronik verkauft
Geschätzter Elektronikumsatz in Deutschland 2024, Milliarden Euro.
  • Amazonrund 12,0 Mrd. €
  • MediaMarktSaturn9,8 Mrd. €
  • Expert4,2 Mrd. €
  • Euronics3,5 Mrd. €
  • ElectronicPartner3,2 Mrd. €
46,9 Mrd. €
Markt für Technik im Haushalt 2025, ±0 %
−1,9 %
Unterhaltungselektronik im engeren Sinn 2025
2,35 Mrd. €
Onlineumsatz mediamarkt.de 2025, Schätzung

Wer ist bei MediaMarkt eigentlich das Produkt?

Lupen-Modell über weißem Podest mit weißer Karte und Preisschild
Mehr als 58 Millionen Mitglieder zählen die Kundenprogramme, ihre Einkäufe sind für Hersteller wertvoll.

Bei MediaMarkt zahlen beide Seiten der Ladentheke. Kunden zahlen für Ware, Garantie und Zinsen, die Hersteller zahlen für Regalplatz, Werbung und Flächen. Mit der Kundenkarte wird jeder Einkauf zur Information, aus der MediaMarktSaturn Werbeangebote für die Industrie baut.

Die Kundschaft als Zielgruppe

Im klassischen Handel sind die Rollen klar: Der Kunde kauft, der Händler verdient an der Spanne. Bei MediaMarkt kommt eine zweite Ebene hinzu. Mit jedem Einkauf auf Kundenkarte entsteht ein Datensatz aus Produkt, Preis, Ort und Zeit, und die Hersteller bezahlen dafür, genau diese Kundinnen und Kunden mit Anzeigen in App und Onlineshop zu erreichen.

Ceconomy schreibt im Geschäftsbericht, Retail Media erreiche die Kunden „in entscheidenden Momenten der Kaufentscheidung“.

Die Partner zahlen laut Geschäftsbericht für Werbeflächen und Platzierungen, ergänzt um Auswertungen auf Basis der Daten. Von einem Verkauf der Kundendaten selbst steht dort nichts.

Rund 2,2 Milliarden Kontakte mit Kunden zählt der Konzern im Jahr, in Märkten, Onlineshop, App, Kundenservice und sozialen Medien. Jeder dieser Kontakte ist eine Gelegenheit, eine Garantie, einen Vertrag oder eine Anzeige zu verkaufen.

Die Hersteller zahlen doppelt

Für Samsung, LG, Apple oder Bosch ist MediaMarkt Kunde und Dienstleister zugleich. Als Kunde kauft die Kette Ware ein und verlangt dafür Staffelboni nach Menge. Als Dienstleister verkauft MediaMarkt Werbeplätze, bevorzugte Platzierung, Markenflächen am Eingang und Auswertungen.

Ende September 2025 schuldeten die Lieferanten dem Konzern 1,27 Milliarden Euro an solchen Vergütungen.

Gleichzeitig gibt die Industrie dem Händler Zahlungsziele, die länger sind als die Zeit, in der die Ware im Regal steht. Das negative Nettoumlaufvermögen von 949 Millionen Euro zeigt, wie viel Geld die Hersteller dem Händler damit faktisch vorstrecken.

Banken, Versicherer, Mobilfunkanbieter

Eine dritte Gruppe zahlt für den Zugang zur Kasse. Zurich verkauft über MediaMarkt Garantieversicherungen, BNP Paribas und Targobank vergeben Ratenkredite, freenet vermittelt Mobilfunkverträge mit Tarifen der Telekom und von Vodafone.

Alle diese Partner bezahlen den Händler für den Abschluss und bekommen einen Kunden, der beim Kauf eines Geräts ohnehin über Zusatzleistungen nachdenkt.

Die Fremdhändler auf dem Marktplatz

Seit 2021 verkaufen auf mediamarkt.de auch andere Händler. Mehr als 2.000 Verkäufer boten 2024/25 auf den Marktplätzen in acht Ländern 3,2 Millionen Artikel an, das Handelsvolumen lag bei 527 Millionen Euro. MediaMarkt erhält dafür eine Provision, deren Höhe der Konzern nicht veröffentlicht, und baut für die Partner außerdem Lager- und Versanddienste auf.

Für die Fremdhändler ist das Reichweite mit Kundenkarte, für MediaMarkt ein Sortiment ohne eigenes Lagerrisiko.

Das Personal im Markt

Am Ende der Kette stehen die Beschäftigten in den Märkten. Vom Personal hängt ab, ob der Verkauf einer Garantie oder eines Vertrags gelingt. Ceconomy beschreibt die persönliche Beratung als das, was kein Onlinekonkurrent bieten könne, und will die Berater mit künstlicher Intelligenz unterstützen.

2024/25 lag der Personalaufwand im Konzern bei 2,16 Milliarden Euro, 9,4 Prozent des Umsatzes.

Rollen
Wer bei MediaMarkt zahlt und kassiert
Die Beteiligten am Geschäftsmodell, Stand Oktober 2026.
zahlt und liefert Daten
Kundschaft
Ware, Garantie, Zinsen; mit Kundenkarte mehr als 58 Millionen Mitglieder in allen Ländern.
zahlt doppelt
Hersteller
Staffelboni und Werbekostenzuschüsse, dazu Werbung in App und Shop und Flächen im Markt.
zahlt Provision
Banken, Versicherer, Mobilfunk
BNP Paribas, Targobank, Zurich und freenet verkaufen über die Kasse.
zahlt für Reichweite
Fremdhändler
Mehr als 2.000 Verkäufer auf dem Marktplatz, 527 Millionen Euro Handelsvolumen 2024/25.
arbeitet
Beschäftigte
47.888 Menschen, 17.377 in Deutschland, Stand September 2025.
hält und wartet
Eigentümer
JD.com mit 59,8 Prozent (Vollzug offen), Familie Kellerhals mit rund 25,35 Prozent.

Was kostet ein Fernseher bei MediaMarkt wirklich, und wer trägt die Kosten?

Ein 3D-Kuchendiagramm aus Papierstücken mit einem orangenen Anteil von 8,78 Euro
Von 1.000 Euro Ladenpreis blieben 2024/25 im Konzernschnitt knapp 9 Euro operatives Ergebnis.

Von einem Fernseher für 1.000 Euro gehen knapp 160 Euro Mehrwertsteuer an den Staat. Rechnet man mit den Konzernzahlen 2024/25, entfallen vom Rest rund 689 Euro auf den Einkauf und 148 Euro auf Personal, Märkte und Verwaltung. Übrig bleiben knapp 9 Euro operatives Ergebnis, von denen die Zinsen fast alles aufzehren.

Ein Fernseher, durchgerechnet

Ceconomy veröffentlicht keine Marge je Produkt. Die Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns erlaubt aber eine Durchschnittsrechnung. Die folgende Tabelle legt die Kostenstruktur des Geschäftsjahres 2024/25 auf einen Fernseher mit 1.000 Euro Ladenpreis um. Einzelne Geräte weichen davon stark ab: Bei einem Fernseher eines großen Herstellers liegt die Spanne anders als bei einem Ladekabel der Eigenmarke, und Boni des Herstellers senken den Einkaufspreis im Nachhinein.

BestandteilEuro je 1.000 € LadenpreisAnteil am Nettoumsatz
Mehrwertsteuer (19 %)159,66 €vorab abgezogen
Nettoumsatz840,34 €100 %
Wareneinsatz nach Lieferantenvergütungen689,04 €82,0 %
Personal im Vertrieb56,13 €6,7 %
Sachkosten im Vertrieb (Mieten, Logistik, Werbung, Energie)66,83 €8,0 %
Verwaltung24,99 €3,0 %
Sonstige Erträge abzüglich sonstiger Aufwendungen+5,43 €+0,6 %
Operatives Ergebnis (EBIT, berichtet)8,78 €1,0 %
Finanzergebnis, vor allem Zinsen−7,76 €−0,9 %
Ertragsteuern−2,26 €−0,3 %
Ergebnis nach Steuern−1,24 €−0,1 %

241 Millionen Euro Zinsaufwand standen 2024/25 einem berichteten operativen Ergebnis von ebenfalls 241 Millionen Euro gegenüber, nach Zinserträgen blieb ein Finanzergebnis von minus 213 Millionen Euro, 69 Millionen Euro davon für Mietverträge, die nach den Bilanzregeln wie Kredite verbucht werden.

Nach Steuern blieb ein kleiner Verlust, auch weil die Steuerquote wegen Einmaleffekten über 100 Prozent lag. Für 2025/26 erwartet Ceconomy ein deutlich höheres Ergebnis, die geprüften Zahlen folgen am 14. Dezember 2026.

Die Ratenzahlung mit Folgekonto

Inhaber der Kundenkarte myMediaMarkt zahlen ab 100 Euro Kaufsumme bei bis zu zehn Monaten Laufzeit 0 Prozent effektiven Jahreszins. Bei 12 bis 60 Monaten Laufzeit liegt der effektive Jahreszins bei 10,90 Prozent. Im Onlineshop läuft die Finanzierung über die BNP Paribas, und zwar über einen Kreditrahmen mit Mastercard, den Kunden immer wieder nutzen können.

Für spätere Verfügungen aus diesem Rahmen nennt MediaMarkt einen effektiven Jahreszins von 20,90 Prozent, bei unbestimmter Vertragsdauer.

Der zinsfreie Fernseher öffnet damit ein Kreditkonto, das nach dem ersten Kauf teuer wird. Für die Bank lohnt sich vor allem der Kunde, der den Rahmen weiter nutzt, und MediaMarkt erhält für die Vermittlung eine Provision, deren Höhe nicht veröffentlicht ist.

Die Garantie zum Gerät

Die PlusGarantie schließt an die gesetzliche Gewährleistung einen festen Schutz von einem oder drei Jahren an, in der Premiumvariante mit Schutz gegen Bruch, Sturz und Feuchtigkeit in den ersten beiden Jahren. Versicherer ist die Zurich, abschließen lässt sich die Police nur beim Kauf. Der Preis richtet sich nach dem Verkaufspreis des Geräts.

Für Kunden ist die Entscheidung schwer abzuwägen, weil die gesetzliche Gewährleistung von zwei Jahren ohnehin gilt und viele Hersteller eigene Garantien geben.

Wie die Garantie im Laden präsentiert wird, beschäftigte bereits die Gerichte. 2024 beanstandete das Landgericht Kiel nach einer Klage des Verbraucherzentrale Bundesverbands ein Preisschild von Saturn, das den Preis der Garantie in den Gerätepreis einrechnete, wie das Portal Basic Thinking berichtete.

Die Kostenträger

Die Hersteller tragen einen Teil über Boni, Werbekostenzuschüsse und lange Zahlungsziele, also über den Preis, den sie für den Zugang zur Ladenfläche akzeptieren. Kundinnen und Kunden tragen die Kosten der Zusatzverträge, von der Garantie bis zum Kreditrahmen.

Die Beschäftigten spüren den Druck, sobald die Marge nicht reicht: Im September 2026 berichtete ver.di über den Abbau von Führungs- und Koordinationsstellen in deutschen Märkten.

Ende September 2025 setzte sich MediaMarkt vor dem Landgericht Ingolstadt gegen eine Klage des Verbraucherzentrale Bundesverbands durch, der die Werbung mit durchgestrichenen unverbindlichen Preisempfehlungen der Hersteller beanstandet hatte, berichtete die Lebensmittel Zeitung. Der Vergleich mit der Herstellerempfehlung bleibt damit ein erlaubtes Werbemittel.

Auf den PunktKnapp 9 Euro je 1.000-Euro-Fernseher

Im Konzerndurchschnitt bleiben von einem Fernseher für 1.000 Euro knapp 9 Euro operatives Ergebnis, von denen die Zinsen fast alles aufzehren. Über das Ergebnis entscheiden die Boni der Hersteller und die Zusatzverträge an der Kasse.

Wer profitiert von MediaMarkt und wer zahlt drauf?

Eine weiße Waage auf einem weißen Würfelsockel, mit einem Preisschild mit der Aufschrift 4,60€
4,60 Euro je Aktie: JD.com sicherte sich 59,8 Prozent, die Familie Kellerhals bleibt beteiligt.

Gewinnen werden die Aktionäre, die JD.com ihre Papiere für 4,60 Euro angedient haben, sobald die Übernahme vollzogen ist. Partner an der Kasse wie freenet und Zurich profitieren schon. Unter Druck stehen kleinere Fachhändler, Beschäftigte in den Märkten und Standorte mit Schließungen.

Die Aktionäre

Für Ceconomy-Aktionäre war die Übernahme ein Ausweg aus einer langen Durststrecke. Für das Geschäftsjahr 2024/25 schüttete Ceconomy keine Dividende aus. JD.com bot im Juli 2025 einen Aufschlag von rund 42,6 Prozent auf den Durchschnittskurs der vorangegangenen drei Monate. Haniel, freenet und die Beisheim-Gruppe sagten zusammen 27,9 Prozent der Aktien fest zu, am Ende der weiteren Annahmefrist im November 2025 hatte sich JD.com 59,8 Prozent gesichert.

Die Familie Kellerhals verkaufte nur einen kleinen Teil. Ihre Holding Convergenta hielt vor dem Angebot 29,16 Prozent und behält rund 25,35 Prozent, gebunden durch eine Aktionärsvereinbarung mit JD.com, die ab dem Vollzug gilt. Jürgen Kellerhals nannte den Verkauf im Juli 2025 den richtigen Schritt zur richtigen Zeit für das Geschäft.

Die Partner an der Kasse

Die Unternehmen, die ihre Produkte über die Kasse von MediaMarkt verkaufen, haben sich langfristig gebunden. freenet verlängerte die Exklusivpartnerschaft für Mobilfunk im Oktober 2025 um fünf Jahre, die Zurich die Zusammenarbeit bei den Garantieversicherungen schon 2023 bis mindestens 2035. Beide sichern sich damit den Zugang zu Millionen Kunden, die gerade ein Gerät gekauft haben und über Vertrag oder Absicherung nachdenken.

Die Beschäftigten

JD.com hat für drei Jahre zugesagt, im Zusammenhang mit der Übernahme keine betriebsbedingten Kündigungen auszusprechen und keine Standorte zu schließen, Tarifverträge, Betriebsvereinbarungen und die Mitbestimmung im Aufsichtsrat bleiben erhalten. Die Gewerkschaft ver.di wies darauf hin, dass die Zusagen nur drei Jahre gelten, und verlangte langfristige soziale Verantwortung für die Beschäftigten.

Unabhängig von der Übernahme baut MediaMarktSaturn in Deutschland um. Im September 2026 berichtete ver.di über den Abbau von Führungs- und Koordinationsstellen in den Märkten, je nach Marktgröße unterschiedlich stark, teils über Aufhebungsverträge. Eine Zahl nannte der Konzern nicht, einen Zusammenhang mit JD.com wies das Unternehmen zurück.

Ende September 2025 arbeiteten 17.377 Menschen für den Konzern in Deutschland.

Die Fachhändler

Zu den Verlierern im Elektronikhandel gehören die kleineren Händler. Der Verbund Euronics meldete für das Geschäftsjahr 2024/25 einen Zentralumsatz von 1,31 Milliarden Euro, 2,9 Prozent weniger als im Vorjahr, und die Zahl der Standorte sank von 1.245 auf rund 1.100, wie ChannelPartner im März 2026 berichtete.

Ein Teil dieser Händler kann künftig als Partnermarkt unter das Dach von MediaMarkt wechseln, das Partnerprogramm stellte der Konzern im Oktober 2026 vor.

Die Standorte

Von 403 Märkten in Deutschland Ende September 2025 blieben ein Jahr später 390. Wo ein Saturn und ein MediaMarkt in derselben Stadt stehen, legt der Konzern die beiden Märkte zusammen, und für Innenstädte und Einkaufszentren fällt damit ein großer Mieter weg. Für die Verwaltung bleibt Ingolstadt der Sitz von MediaMarktSaturn, Düsseldorf der Sitz der Ceconomy AG.

GruppeGewinnt oder verliertBeleg
Aktionäre mit angedienten Aktiengewinnen4,60 € je Aktie, rund 42,6 % Aufschlag
Familie Kellerhals (Convergenta)bleibt beteiligtrund 25,35 % mit Aktionärsvereinbarung
freenet, Zurich, PartnerbankengewinnenMobilfunk-Exklusivvertrag 2025 um fünf Jahre verlängert, Garantien bis mindestens 2035
Herstellerzahlen und profitieren1,27 Mrd. € offene Boni, dafür Ausstellungsfläche und Reichweite
Beschäftigteunter DruckAbbau von Führungsstellen, Schutz vor Kündigung für drei Jahre
Kleinere FachhändlerverlierenEuronics −2,9 % Umsatz, rund 145 Standorte weniger
Innenstädteverlieren14 Schließungen in Deutschland 2025/26

MediaMarkt setzt 24 Milliarden Euro um, doch JD.com bewertete alle Aktien des Konzerns mit rund 2,2 Milliarden Euro.

Michael Dobler, Herausgeber Dr. Web
Zitat teilen

Wie politisch ist MediaMarkt?

Ein Stempel mit „Auflagen“-Schild auf einem Kissen, daneben ein Kuvert auf einem Stapel
Berlin und Wien gaben die Übernahme durch JD.com mit Auflagen frei, die Entscheidung aus Brüssel steht aus.

Politisch wird MediaMarkt vor allem durch die Übernahme. Berlin gab den Einstieg von JD.com im Juni 2026 mit Auflagen zu Kundendaten frei, Wien im Oktober. Die EU-Kommission prüft seit Mai mögliche chinesische Subventionen. Für Lobbyarbeit gab MediaMarktSaturn 2024/25 bis zu 450.000 Euro aus.

Ein Händler im Lobbyregister

Im Lobbyregister des Bundestags steht die MediaMarktSaturn Retail Group GmbH aus Ingolstadt seit März 2022, Registernummer R003601. Für das Geschäftsjahr von Oktober 2024 bis September 2025 meldete das Unternehmen Ausgaben zwischen 440.001 und 450.000 Euro für Interessenvertretung, bei zwei Vollzeitstellen.

Mitglied ist der Händler unter anderem im Handelsverband Deutschland, im Digitalverband Bitkom, beim europäischen Handelsverband EuroCommerce und im Wirtschaftsrat der CDU.

Unter den Themen nennt der Eintrag gleiche Wettbewerbsbedingungen, dort als „Level Playing Field“ bezeichnet, dazu das Recht auf Reparatur, das Lieferkettengesetz und das Baugesetzbuch.

Gleiche Bedingungen für alle Händler zu fordern und zugleich einen Käufer zu bekommen, den Brüssel wegen möglicher Staatshilfen prüft, ergibt eine eigentümliche Lage. Beide Themen drehen sich um dieselbe Frage: Zu welchen Bedingungen verkaufen Konzerne aus Drittstaaten in Europa Elektronik?

Ein Minister aus der Chefetage

Karsten Wildberger, bis 2025 Vorstandschef von Ceconomy, ist seit Mai 2025 Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung. Über die Übernahme seines früheren Arbeitgebers entschied nicht sein Ministerium, sondern das Bundeswirtschaftsministerium als zuständige Behörde für die Investitionsprüfung.

Die Übernahme auf dem Prüfstand

Das Bundeskartellamt gab die Übernahme im September 2025 frei. Im Januar 2026 leitete das Bundeswirtschaftsministerium die Investitionsprüfung nach dem Außenwirtschaftsrecht ein und erteilte Ende Juni 2026 die Freigabe mit Auflagen: Die Kundendaten in Deutschland sollen geschützt bleiben, der Bund erhält Kontroll- und Überwachungsrechte und kann die Genehmigung bei Verstößen widerrufen.

Österreich folgte am 9. Oktober 2026, ebenfalls mit Auflagen zu Daten und Personal.

Offen ist die Prüfung in Brüssel. Seit dem 28. Mai 2026 untersucht die EU-Kommission nach der Verordnung über drittstaatliche Subventionen, ob vergünstigte Kredite, Steuervorteile oder Zuschüsse des chinesischen Staats JD.com ein höheres Angebot erlaubt haben. Angemeldet hatte JD.com das Geschäft im April 2026, die vertiefte Prüfung folgte gut einen Monat später.

JD.com bestreitet staatliche Hilfen und verweist auf Bankkredite und eigene Mittel.

Im August 2026 bot JD.com Zusagen an: Ceconomy soll die Logistik und Technik von JD.com in Europa zu Marktpreisen nutzen dürfen, kleinere Wettbewerber zu fairen und diskriminierungsfreien Bedingungen. Reuters meldete Anfang Oktober unter Berufung auf eine Quelle, nach nachgebesserten Zusagen sei eine Freigabe wahrscheinlich.

Die Frist der Kommission läuft nach dem aktuellen Stand bis zum 4. November 2026.

Erst nach allen Freigaben kann JD.com die Übernahme vollziehen und Ceconomy von der Börse nehmen, wie im Angebot angekündigt. Einen Beherrschungsvertrag schließt JD.com für drei Jahre aus. Bei 85,2 Prozent zusammen mit Convergenta reicht der Anteil nicht für einen Zwangsausschluss der übrigen Aktionäre, der in der Regel 95 Prozent voraussetzt.

Steuern auf ein dünnes Ergebnis

2024/25 lag das Ergebnis vor Steuern bei 28 Millionen Euro, die Ertragsteuern bei 62 Millionen Euro, die Steuerquote damit bei 223,7 Prozent. Der Geschäftsbericht nennt als Gründe Steuern für frühere Jahre, steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen und Wertberichtigungen auf latente Steuern. Der rechnerische Steuersatz für Deutschland liegt bei 30,53 Prozent.

Unsere Einordnung: Die Debatte um JD.com dreht sich um zwei berechtigte Sorgen. Die eine gilt den Daten von Millionen Kunden unter einem Eigentümer aus China und hat Berlin und Wien zu Auflagen bewogen. Die andere betrifft einen Händler, für den laut dem Kommentardienst Reuters Breakingviews kein zweiter Bieter bereitstand.

Die Auflagen aus Berlin und Wien begegnen der ersten Sorge auf dem Papier; ob sie im Alltag greifen, zeigt erst die Kontrolle.

Politik
Der lange Weg von JD.com zu Ceconomy
Prüfungen und Freigaben der Übernahme, Stand 31. Oktober 2026.
  • Jul. 2025JD.com kündigt das Angebot von 4,60 Euro je Aktie an.
  • Sep. 2025Bundeskartellamt gibt frei.
  • Dez. 2025Endergebnis: JD.com 59,8 Prozent, mit Convergenta 85,2 Prozent.
  • Jan. 2026Bundeswirtschaftsministerium leitet die Investitionsprüfung ein.
  • Mai 2026EU-Kommission eröffnet die vertiefte Prüfung nach der Drittstaatssubventionsverordnung.
  • Jun. 2026Freigabe in Deutschland mit Auflagen zu Kundendaten.
  • Aug. 2026JD.com bietet Zusagen zu Logistik und Technik für Wettbewerber an.
  • Okt. 2026Freigabe in Österreich mit Auflagen.
  • 4. Nov. 2026Frist der EU-Kommission nach aktuellem Stand.
bis 450.000 €
Ausgaben für Interessenvertretung 2024/25
3 Jahre
Zusagen zu Jobs, Standorten und Tarifverträgen

Was könnte MediaMarkt zu Fall bringen?

Einkaufswagen mit 2%-Schild im Gleichgewicht auf einer orangen Wippe vor weißem Hintergrund
Gut zwei Prozent operative Marge lassen MediaMarkt wenig Spielraum für einen Preiskampf.

Am gefährlichsten ist für MediaMarkt die dünne Marge: Bei gut zwei Cent bereinigtem EBIT je Euro Umsatz kann ein schwaches Jahr das Ergebnis drehen. Hinzu kommen Amazon, Herstellershops, ein schrumpfender Fernsehermarkt und Lieferantenkredite, die bei sinkendem Umsatz Geld abziehen.

Die Marge als Achillesferse

Ein Prozentpunkt weniger Bruttomarge hätte 2024/25 rund 231 Millionen Euro gekostet, fast das gesamte berichtete operative Ergebnis von 241 Millionen Euro. MediaMarkt kann sich also kaum einen Preiskampf leisten, der die Spanne auf Fernseher und Notebooks drückt.

Auch deshalb baut der Konzern die Geschäfte neben der Ware so schnell aus. Garantien, Werbung und Marktplatz sollen das Ergebnis von den Warenmargen unabhängiger machen.

Gelingt der Ausbau nicht, steht das Ziel von 800 Millionen Euro bereinigtem EBIT für 2028/29 auf wackligen Füßen.

Amazon und die Hersteller

Amazon verkauft in Deutschland nach der EHI-Schätzung schon mehr Elektronik als MediaMarktSaturn, ohne Filialnetz und ohne Mieten für Innenstadtlagen. Apple setzt online fast so viel um wie mediamarkt.de. Je mehr Kunden direkt beim Hersteller oder bei Amazon kaufen, desto weniger Einkaufsvolumen hat MediaMarkt, und desto kleiner fallen die Staffelboni aus.

Das Polster und seine Kehrseite

Das negative Nettoumlaufvermögen ist in guten Jahren ein Polster. In einer Absatzkrise kehrt sich die Mechanik um: Die Lieferanten wollen ihre Rechnungen bezahlt sehen, während neue Ware langsamer verkauft wird. Ceconomy hatte 2024/25 ohne Leasingverbindlichkeiten eine Nettoliquidität von 284 Millionen Euro, einschließlich der Mietverträge aber eine Nettoverschuldung von 1,33 Milliarden Euro.

Die Übernahme selbst

Die EU-Entscheidung steht aus. Lehnt die Kommission ab, scheitert die Übernahme in ihrer jetzigen Form; knüpft sie die Freigabe an harte Bedingungen, kann sich der Vollzug verzögern. Nach dem Vollzug hängt viel davon ab, wie JD.com seine Logistik und Technik einbringt und ob die Auflagen zum Datenschutz die Zusammenarbeit bremsen.

Hinzu kommt der Wechsel an der Spitze: Vorstandschef Kai-Ulrich Deissner, Nachfolger von Wildberger, kündigte im März 2026 seinen Rücktritt an, seit Juli führt Remko Rijnders den Konzern und ist bis zum Jahresende zugleich Finanzvorstand.

Drei Szenarien bis 2031

Im optimistischen Fall erreicht Ceconomy das Ziel von 800 Millionen Euro bereinigtem EBIT 2028/29, die Wachstumsfelder bringen mehr als die Hälfte des Bruttoertrags, und JD.com macht die Lieferkette schneller und billiger. Realistisch wächst das Ergebnis, bleibt aber hinter dem Ziel, weil Amazon und die Hersteller weiter Anteile gewinnen und die Zahl der Märkte in Deutschland weiter sinkt.

Im pessimistischen Fall bricht der Elektronikmarkt in einer Rezession ein, die Lieferantenkredite schrumpfen, und der neue Eigentümer muss Kapital nachschießen.

Auf den PunktWenig Luft nach unten
  • Marge: Ein Prozentpunkt weniger Bruttomarge hätte 2024/25 fast das ganze operative Ergebnis gekostet.
  • Konkurrenz: Amazon und Herstellershops gewinnen Umsatz, der in den Märkten fehlt.
  • Bilanz: Sinkt der Umsatz, ziehen Lieferantenkredite Geld aus der Kasse.

Was bedeutet MediaMarkt für deutsche Unternehmer und Verbraucher?

Oranger Wegweiser vor weißem Hintergrund mit Pfeilen für Kunde, Hersteller und Fachhandel
Was die Elektronikkette für Kundschaft, Hersteller und kleinere Fachhändler bedeutet.

Für Verbraucher bleibt MediaMarkt mit 390 Märkten der Ort, an dem sich Elektronik vor dem Kauf ausprobieren lässt. Günstig wird der Einkauf mit Kundenkarte, teuer mit unnötigen Zusatzverträgen. Für Hersteller und kleinere Händler ist die Kette Kunde, Werbeplattform und Konkurrent zugleich.

Für Verbraucherinnen und Verbraucher

Der Preis am Regal ist bei MediaMarkt nur ein Teil der Rechnung. Die Garantieverlängerung lohnt sich vor allem bei teuren Geräten, die oft transportiert werden oder bei denen ein Defekt nach Ablauf der zweijährigen Gewährleistung teuer würde, und auch dann erst nach einem Blick auf die Garantie des Herstellers.

Abschließen lässt sich die PlusGarantie nur beim Kauf, die Entscheidung fällt also an der Kasse.

Die zinslose Finanzierung ist günstig, solange der Kredit in zehn Monaten getilgt ist und der Kreditrahmen danach ungenutzt bleibt. Für spätere Käufe aus demselben Rahmen fallen 20,90 Prozent effektiver Jahreszins an.

Mit der Kundenkarte geben Kunden außerdem ihre Einkaufsdaten in die Auswertung für Werbekunden. Das Preisversprechen gegenüber Amazon.de und anderen Händlern gilt nur mit Karte. Die Entscheidung für die Karte ist damit ein Tausch: günstigerer Preis gegen Daten, die Hersteller für gezielte Werbung nutzen.

Für Hersteller und Lieferanten

Für Markenhersteller bleibt MediaMarktSaturn in Deutschland der größte Abnehmer mit Läden in der Fläche. Der Preis dafür steigt: Neben Staffelboni und Werbekostenzuschüssen verlangt der Händler zunehmend Geld für Werbung in App und Shop und für Flächen im Markt. Hersteller sollten Werbebudgets bei MediaMarkt an messbare Verkäufe koppeln und die Auswertungen des Händlers mit den eigenen Absatzzahlen abgleichen.

Mit JD.com als Eigentümer kommt ein Konzern hinzu, der selbst Händler, Logistiker und Marktplatz ist. Welche Daten über Lieferanten und Preise künftig wohin fließen, regeln die Auflagen aus Berlin, die im Detail nicht veröffentlicht sind.

Für Fachhändler und Mittelständler

Kleinere Elektrohändler stehen vor einer neuen Wahl. Das Partnerprogramm, das MediaMarktSaturn im Oktober 2026 vorstellte, bietet Einkauf, Preisgestaltung, IT und Logistik aus der Zentrale gegen den eigenen Namen über der Tür. Zahl und Startregionen der Partnermärkte sind noch offen.

Die Alternative ist die Spezialisierung auf Beratung, Installation und Reparatur, also genau die Dienstleistungen, mit denen MediaMarkt inzwischen selbst Geld verdient.

Unsere Lehre aus dem Modell: Ein Händler mit zwei Prozent Marge lebt weniger vom Preis als von dem, was er zusätzlich zum Produkt verkauft. Für Mittelständler im Handel lässt sich das Muster auch im Kleinen nachbauen, mit Wartungsverträgen, Installation oder Reparatur zu festen Preisen.

Die nächsten zwölf Monate

Optimistisch gesehen gibt die EU-Kommission die Übernahme Anfang November frei, JD.com vollzieht sie zum Jahreswechsel, und Ceconomy bestätigt am 14. Dezember 2026 rund 515 Millionen Euro bereinigtes EBIT mit einem Ausblick auf weiteres Wachstum. Realistisch sind eine Freigabe mit Auflagen, ein Vollzug im ersten Halbjahr 2027 und eine weitere Welle von Schließungen in Deutschland.

Pessimistisch verlangt Brüssel Zugeständnisse, die JD.com nicht machen will, und die Übernahme verzögert sich um Monate, während der Konzern ohne geklärten Eigentümer in das wichtige Weihnachtsgeschäft geht.

Auf den PunktWas Sie jetzt tun können
  • Verbraucher: Herstellergarantie prüfen, bevor Sie an der Kasse eine PlusGarantie abschließen.
  • Ratenkäufer: den Kreditrahmen nach der Tilgung nicht weiter nutzen oder kündigen.
  • Hersteller: Werbebudgets an messbare Verkäufe koppeln.
  • Fachhändler: Partnerprogramm und Marktplatz gegen eigene Spezialisierung abwägen.

Glossar: 15 wichtige Fachbegriffe zu Elektronikhandel und Bilanz

Offenes Buch auf weißem Sockel mit orangefarbenem Anhänger „Halbwissen -50%“
Von bereinigtem EBIT bis Zwangsausschluss: Fachbegriffe zu Elektronikhandel und Bilanz.

Bereinigtes EBIT

Das bereinigte EBIT ist das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern, ohne Sondereffekte wie Umbaukosten oder Übernahmeaufwand. Ceconomy steuert danach und wies für 2025/26 vorläufig rund 515 Millionen Euro aus. 2024/25 lag das bereinigte EBIT bei 406 Millionen Euro, das berichtete bei 241 Millionen Euro.

Bruttomarge

Die Bruttomarge ist der Anteil des Umsatzes, der nach Abzug der Einkaufskosten der verkauften Ware bleibt. Aus diesem Betrag bezahlt ein Händler Personal, Mieten, Logistik und Verwaltung. Bei Ceconomy lag die Bruttomarge 2024/25 bei 18,0 Prozent, bereinigt um Sondereffekte bei 18,3 Prozent.

Drittstaatssubventionsverordnung

Die Drittstaatssubventionsverordnung der EU gilt seit Juli 2023. Die Verordnung erlaubt der Kommission zu prüfen, ob Zuschüsse, Steuervorteile oder billige Kredite eines Staats außerhalb der EU einem Käufer Vorteile bei Übernahmen in Europa verschaffen. Die Prüfung der Übernahme von Ceconomy durch JD.com läuft nach diesen Regeln.

Factoring

Beim Factoring verkauft ein Unternehmen offene Forderungen an einen Finanzierer und bekommt das Geld früher, gegen eine Gebühr. Ceconomy verkauft auf diesem Weg Provisionsansprüche gegenüber Mobilfunkpartnern und garantiert dafür bis zu 58 Millionen Euro. Factoring verbessert die Liquidität, kostet aber Marge.

Flächenbereinigter Umsatz

Der flächenbereinigte Umsatz vergleicht nur Märkte, die in beiden Vergleichszeiträumen geöffnet waren. Neueröffnungen und Schließungen fallen heraus, deshalb zeigt die Kennzahl, ob bestehende Läden mehr oder weniger verkaufen. Ceconomy meldete für 2025/26 ein flächenbereinigtes Plus von 5,3 Prozent.

Free Cashflow

Der Free Cashflow ist das Geld, das nach laufendem Geschäft und Investitionen übrig bleibt und für Schuldentilgung oder Dividenden bereitsteht. Ceconomy meldete für 2024/25 nach Abzug der Leasingzahlungen 337 Millionen Euro.

Handelsvolumen

Das Handelsvolumen eines Marktplatzes ist der Wert aller Waren, die fremde Händler über die Plattform verkaufen. Der Betreiber verbucht davon nur seine Provision als Umsatz. Auf den Marktplätzen von MediaMarkt lag das Handelsvolumen 2024/25 bei 527 Millionen Euro, für 2028/29 sind 1,9 Milliarden Euro geplant.

Investitionsprüfung

Die Investitionsprüfung erlaubt dem Bundeswirtschaftsministerium, Beteiligungen von Käufern außerhalb der EU an deutschen Unternehmen zu untersagen oder an Auflagen zu knüpfen, soweit die öffentliche Ordnung oder Sicherheit berührt ist. Für JD.com und Ceconomy erteilte das Ministerium im Juni 2026 eine Freigabe mit Auflagen zu Kundendaten.

Lieferantenkredit

Ein Lieferantenkredit entsteht, sobald ein Hersteller Ware liefert und die Rechnung erst später bezahlt werden muss. Verkauft der Händler die Ware vor diesem Termin, finanziert der Lieferant das Lager. Ceconomy schuldete Lieferanten Ende September 2025 rund 5,7 Milliarden Euro, bei Vorräten von 3,2 Milliarden Euro.

Net Promoter Score

Der Net Promoter Score (NPS) misst, wie viele Kunden ein Unternehmen weiterempfehlen würden, abzüglich der Kritiker. Der Wert reicht von minus 100 bis plus 100. Ceconomy meldete im Oktober 2026 einen Wert von 64, im Juli 2026 hatte der Konzern noch 61 genannt.

Nettoumlaufvermögen

Das Nettoumlaufvermögen fasst Vorräte und Forderungen aus dem laufenden Geschäft zusammen und zieht die Verbindlichkeiten aus dem Geschäft ab. Ist der Wert negativ, finanzieren Lieferanten mehr, als im Lager und in offenen Forderungen gebunden ist. Bei Ceconomy lag das Nettoumlaufvermögen Ende September 2025 bei minus 949 Millionen Euro.

Retail Media

Retail Media bezeichnet Werbung, die Händler auf eigenen Websites, in Apps und in Läden an Hersteller verkaufen, gestützt auf Einkaufsdaten ihrer Kundschaft. MediaMarktSaturn steigerte den Ertrag damit von 18 Millionen Euro 2022/23 auf 91 Millionen Euro 2024/25 und erwartete für 2025/26 rund 150 Millionen Euro.

Staffelbonus

Ein Staffelbonus ist ein Nachlass, den ein Hersteller nachträglich gewährt, sobald ein Händler in einem Jahr eine vereinbarte Einkaufsmenge erreicht. Je höher die Stufe, desto größer der Rabatt. Ceconomy grenzt solche Boni nach dem erwarteten Einkaufsvolumen ab, weil die Abrechnung oft erst zum Ende des Kalenderjahres erfolgt.

Werbekostenzuschuss

Ein Werbekostenzuschuss ist Geld, das ein Hersteller einem Händler für Werbung zahlt, etwa für Prospekte, Anzeigen oder eine Platzierung im Laden. Im Elektronikhandel sind solche Zahlungen üblich. Bei Ceconomy stecken diese Zahlungen zusammen mit Staffelboni in den Forderungen an Lieferanten von 1.274 Millionen Euro zum Ende September 2025.

Zwangsausschluss

Ein Zwangsausschluss der Minderheitsaktionäre erlaubt einem Großaktionär, die restlichen Aktien gegen Abfindung zu übernehmen. Im Aktienrecht ist dafür in der Regel ein Anteil von 95 Prozent nötig. JD.com und die Familie Kellerhals halten an Ceconomy zusammen 85,2 Prozent, die Schwelle ist damit nicht erreicht.

FAQ: Wie überlebt MediaMarkt im Preiskampf mit Amazon?

Weißer Karton mit orangefarbenem Schild „FAQ“ und Aufkleber „ANTWORTEN INKLUSIVE“ auf Sockel
Häufige Fragen zu MediaMarkt: Eigentümer, Filialen, Beschäftigte, Führung, Saturn und Länder.

Wem gehört MediaMarkt?

MediaMarkt und Saturn gehören zur Ceconomy AG in Düsseldorf. JD.com hat sich mit seinem Übernahmeangebot 59,8 Prozent der Aktien gesichert, die Familie Kellerhals hält über Convergenta rund 25,35 Prozent. Vollzogen ist die Übernahme am 31. Oktober 2026 noch nicht, die Entscheidung der EU-Kommission steht aus.

Wie viele Filialen hat MediaMarkt in Deutschland?

Ende September 2026 betrieb MediaMarktSaturn 390 Märkte in Deutschland, nach 403 ein Jahr zuvor. In allen elf Ländern zusammen kam der Konzern auf 1.068 Märkte. Die Zahl der Saturn-Filialen sinkt, ein Teil wird in MediaMarkt-Filialen umgewandelt.

Wie viele Mitarbeiter hat MediaMarkt?

Ceconomy beschäftigte Ende September 2025 insgesamt 47.888 Menschen, davon 17.377 in Deutschland. Im Oktober 2026 nannte der Konzern rund 50.000 Beschäftigte in allen Ländern.

Wer leitet MediaMarkt?

Vorstandschef von Ceconomy ist seit Juli 2026 Remko Rijnders, zuvor Finanzvorstand. Bis Ende 2026 führt er beide Ämter. Am 1. Januar 2027 übernimmt Virpy Richter, früher bei Awin, Conrad und myToys, das Finanzressort.

Sind MediaMarkt und Saturn dasselbe Unternehmen?

Ja, beide Marken gehören zu MediaMarktSaturn und damit zur Ceconomy AG. Saturn wurde 1961 gegründet und kam 1988 über die Kaufhof AG zur MediaMarkt-Gruppe. Seit 1990 führt der Konzern beide Marken nebeneinander, inzwischen mit deutlich weniger Saturn-Filialen.

In welchen Ländern ist MediaMarkt vertreten?

MediaMarktSaturn betreibt Märkte in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Ungarn, Belgien, Italien, Luxemburg, den Niederlanden, Spanien, Polen und der Türkei. In Italien heißt die Kette MediaWorld. Erster Auslandsmarkt war 1990 Österreich.

Quellen

41 Quellen anzeigenQuellen ausblendenabgerufen am 31.10.2026
  1. CECONOMY AGGeschäftsbericht 2024/25
  2. CECONOMY AGUmsatzmeldung Q4/GJ 2025/26: CECONOMY übertrifft eigene Erwartungen im Geschäftsjahr 2025/2627.10.2026
  3. CECONOMY AGFinancial Release Q3/9M 2025/2630.07.2026
  4. CECONOMY AGFinancial Release Q4/FY 2024/2517.12.2025
  5. CECONOMY AGPressemitteilung: MediaMarktSaturn macht Vertrauen zum entscheidenden Wachstumstreiber09.07.2026
  6. CECONOMY AGPressemitteilung: Virpy Richter wird Finanzvorständin19.10.2026
  7. CECONOMY AGDie Geschichte von CECONOMY
  8. JD.comEQS-News: JD.com announces strategic investment partnership with Ceconomy30.07.2025
  9. JD.comEQS-News: JD.com successfully secures 59.8% of Ceconomy as final result02.12.2025
  10. CECONOMY AGAd-hoc-Mitteilung: Investorenvereinbarung mit JD.com30.07.2025
  11. FashionUnited / dpaJD.com steigt in großem Stil bei MediaMarkt-Saturn ein31.07.2025
  12. boerse-online.de / dpa-AFXMinisterium genehmigt Übernahme von MediaMarktSaturn-Mutter Ceconomy29.06.2026
  13. Deutscher Bundestaghib 45/2026: Investitionsprüfung Ceconomy19.01.2026
  14. etailmentCeconomy und JD.com: Wien gibt grünes Licht13.10.2026
  15. Euronext / ReutersJD.com set to win EU approval for Ceconomy deal, source says02.10.2026
  16. Europäische KommissionFall FS.100253 JD.com / Ceconomy, Fallregister zur Verordnung über drittstaatliche Subventionen
  17. Deutscher BundestagLobbyregister, Eintrag MediaMarktSaturn Retail Group GmbH, R003601
  18. HorizontMedia-Markt-Mitgründer Erich Kellerhals im Alter von 78 Jahren gestorben28.12.2017
  19. HorizontOlli Dittrich mimt die härtesten Kunden für Media-Markt13.11.2007
  20. HorizontFührungsstreit bei Media-Saturn: Kellerhals unterliegt vor BGH
  21. LTOOLG München zu MediaSaturn: Metro setzt sich im Machtkampf durch
  22. Börse OnlineGemeinsame Zukunft statt Dauerstreit: Ceconomy schluckt MediaMarktSaturnDezember 2020
  23. MediaMarkt ÖsterreichPresseaussendung 30 Jahre MediaMarkt in Österreich30.12.2019
  24. SATURNUnternehmen
  25. elektro.atMedia-Saturn Deutschland: Markt-Chefs sollen Anteile verkaufen13.07.2021
  26. elektro.atStellenabbau bei MediaMarktSaturn Deutschland16.09.2026
  27. connectMediaMarkt Saturn startet Partnerprogramm für den Elektronik-Einzelhandel28.10.2026
  28. ChannelPartnerIst Amazon Deutschlands größter Elektronikhändler?20.10.2025
  29. ChannelPartnerEuronics will trotz Umsatzrückgang relevant bleiben03.03.2026
  30. gfu / NIQHEMIX Home Electronics Market Index Q1–4/202505.03.2026
  31. etailmentElektronik online: Die Platzhirsche wachsen wieder28.10.2026
  32. inside digitalMediaMarkt und Saturn: Tiefpreisversprechen ist zurück, mit Einschränkung11.01.2023
  33. MediaMarktFinanzierung
  34. MediaMarktPlusGarantie
  35. cash-onlineZurich und Media Markt Saturn bauen Zusammenarbeit langfristig aus30.10.2023
  36. freenet AG / Der AktionärEQS-News: freenet verlängert die exklusive Partnerschaft mit MediaMarktSaturn um weitere 5 Jahre08.10.2025
  37. Bundeswettbewerbsbehörde ÖsterreichGeldbußentabelle (Stand 28.03.2024)
  38. basic thinkingWegen Irreführung: Gericht beschließt, dass Saturn Preisschilder anpassen muss23.05.2024
  39. Lebensmittel ZeitungPreisangabenverordnung: MediaMarkt setzt sich mit UVP-Werbung durch09.10.2025
  40. Stuttgarter ZeitungMediaMarkt und Saturn: Des Digitalministers Flucht vor den Chinesen31.07.2025
  41. ChannelPartnerCeconomy-CEO Deissner tritt überraschend zurück06.03.2026
4,4 15 Bewertungen

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

Dr. Web Newsletter

Jede Woche ein bisschen klüger.

Der Dr. Web Newsletter: die besten Artikel, Anbieter-Tipps und neue Tools, kompakt zusammengefasst, jeden Donnerstag. Kostenlos und jederzeit abbestellbar.