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Der Ingolstädter Autobauer setzte von Juli bis September 12,9 Milliarden Euro um, 18,5 Prozent weniger als vor einem Jahr. Operativ blieben davon 29 Millionen Euro. Für 2026 erwartet Audi nun eine Umsatzrendite von 3 bis 5 Prozent, im Mai waren es noch 6 bis 8 Prozent.

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Inhalt 4 Abschnitte
  1. Warum bricht das Ergebnis so stark ein?
  2. Wo verkauft Audi weniger Autos?
  3. Was plant Audi an den deutschen Standorten?
  4. Mehr Newshunger?

7.983 Autos lieferte Lamborghini von Januar bis September aus und verdiente damit operativ 564 Millionen Euro. Die Marke Audi kam mit gut einer Million Autos auf 477 Millionen Euro, so steht es im Quartalsbericht vom 30. Oktober.[2] Im dritten Quartal reichte es für den ganzen Konzern nur noch für 29 Millionen.

Auf einen Blick

Das Wichtigste in Kürze

  • Drittes Quartal: Umsatz 12,9 Milliarden Euro (minus 18,5 Prozent), operatives Ergebnis 29 Millionen Euro nach 468 Millionen im Vorjahresquartal.
  • Auslieferungen der Marke Audi bis September minus 11,4 Prozent; China minus 24,5 Prozent, Nordamerika minus 17,3 Prozent, Deutschland plus 1,8 Prozent.
  • Prognose 2026: Umsatz 55 bis 59 Milliarden Euro, operative Umsatzrendite 3 bis 5 Prozent (im Mai 6 bis 8 Prozent), 1,35 bis 1,45 Millionen ausgelieferte Autos.[5]

Warum bricht das Ergebnis so stark ein?

Modellauto wird von Stierfigur gezogen, Kennzeichen „0,2 %“, vor weißem Hintergrund
Audi verliert 1.567 Millionen Euro durch gesunkene Autoverkäufe und Preisdruck. Teurere Bauteile verschärfen die Lage. Personalabbau senkt Kosten um 1.422 Millionen Euro

Weniger verkaufte Autos, Preisdruck und schwächere Restwerte kosteten Audi in neun Monaten 1.567 Millionen Euro operatives Ergebnis, zeigt die Ergebnisüberleitung im Quartalsbericht.[2] Teurere Bauteile kamen mit 289 Millionen hinzu. Niedrigere Fixkosten, auch beim Personal, glichen 1.422 Millionen aus. Die Zahl der Beschäftigten sank binnen eines Jahres von 84.679 auf 80.978.

Unter dem Strich wiegt China schwerer, als das operative Ergebnis zeigt. Die Gewinnanteile aus den Gemeinschaftsunternehmen mit FAW und SAIC verbucht Audi im Finanzergebnis. Dieser Beitrag fiel bis September von 386 auf 38 Millionen Euro.[2] Deshalb sank der Gewinn nach Steuern um 41 Prozent auf 1.218 Millionen Euro, das operative Ergebnis nur um 26 Prozent.

Wo verkauft Audi weniger Autos?

In China fanden vor allem Verbrenner weniger Käufer, der Markt für diese Modelle schrumpfte laut Audi um 30 Prozent.[3] In Nordamerika belasten US-Zölle das Geschäft, ein eigenes Werk hat Audi dort bisher nicht. Ein Werk in Georgia ist angekündigt. Elektroautos lieferte Audi in Nordamerika bis September nur noch 3.867 aus, 87,8 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.[1]

In Europa und Deutschland legte die Marke leicht zu, Plug-in-Hybride verdoppelten sich weltweit auf rund 102.000 Autos. In China verliert auch die Konkurrenz: Mercedes-Benz verkaufte dort zuletzt 29 Prozent weniger Autos.

Audi im dritten Quartal 2026
Ergebnis von Juli bis September und die neue Jahresprognose im Vergleich zum Mai
29 Mio. €
Operatives Ergebnis im dritten Quartal, nach 468 Millionen ein Jahr zuvor
0,2 %
Operative Umsatzrendite im dritten Quartal
−19,6 %
Ausgelieferte Autos des Konzerns im dritten Quartal
38 Mio. €
Ergebnis aus dem China-Geschäft bis September, nach 386 Millionen

So hat Audi die Prognose für 2026 gesenkt

3 bis 5 %
Operative Umsatzrendite, im Mai noch 6 bis 8 Prozent
55 bis 59 Mrd. €
Umsatz, im Mai noch 63 bis 68 Milliarden
1,35 bis 1,45 Mio.
Ausgelieferte Autos, im Mai noch 1,65 bis 1,75 Millionen
2,5 bis 3,5 Mrd. €
Netto-Cashflow, im Mai noch 3 bis 4 Milliarden

Audi hat die Renditeprognose binnen sechs Monaten fast halbiert. Bis zu den 8 bis 10 Prozent für 2030 fehlt jetzt mehr als die Hälfte.

Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web
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Was plant Audi an den deutschen Standorten?

In der Präsentation für Analysten spricht Audi von Handlungsbedarf an den deutschen Standorten, von weniger Führungspositionen und weniger Beschäftigten.[3] Bis 2030 soll die operative Rendite 8 bis 10 Prozent erreichen. Einen Standort nennt das Unternehmen nicht, die Schritte will es mit dem Gesamtbetriebsrat erarbeiten.[1]

Grundlage bleibt die Zukunftsvereinbarung vom März 2025. Sie sieht den Abbau von bis zu 7.500 Stellen bis 2029 in Verwaltung und Entwicklung vor und schließt betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2033 aus.[4] Kosten für einen weiteren Umbau stecken nicht in der neuen Prognose. Die Konzernmutter Volkswagen hatte am Vortag einen Quartalsverlust von 5,8 Milliarden Euro gemeldet.

Quellen

5 Quellen anzeigenQuellen ausblenden
  1. AUDI AGHerausfordernde erste neun Monate: Audi verschärft Maßnahmen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit, Medieninformation30.10.2026
  2. AUDI AGQuarterly Update Audi Group Q3/2026, PDF30.10.2026
  3. AUDI AGBrand Group Progressive Q3 2026, Investor Relations Call & Webcast, PDF30.10.2026
  4. AUDI AGUnternehmensleitung und Betriebsrat schließen Zukunftsvereinbarung, Pressemitteilung17.03.2025
  5. AUDI AGQuarterly Update Audi Group Q1/2026, PDF (Mai 2026), Prognose für das Geschäftsjahr 2026

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