Buchhaltungssoftware für Startups Vergleich
2026
Das sind die besten 64 Anbieter.
Ein Startup ist in aller Regel eine UG, eine GmbH oder eine AG, und damit gilt vom ersten Tag an doppelte Buchführung mit Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung. Eine Buchhaltungssoftware für Startups sammelt Belege aus Firmenkarte, Zahlungsdienstleister und Postfach, kontiert sie, führt die Konten und übergibt der Steuerkanzlei prüffähige Daten statt eines Ordners. Dieser Ratgeber erklärt anbieterneutral, was solche Programme leisten, welche Arten von Software es gibt, worauf Sie bei der Auswahl achten und was Startup-Buchhaltung in Deutschland, Österreich und der Schweiz wirklich kostet.
Wir haben 64 Buchhaltungssoftware für Startups für Sie recherchiert. Welche passen zu Ihnen? Der Bedarfs-Check oben findet sie, und wir melden uns mit Ihrer persönlichen Empfehlung.
Abacus
Abacus ist die ERP- und Finanzsoftware der inhabergeführten Abacus Research AG mit Hauptsitz in Wittenbach bei St. Gallen. Die Finanzbuchhaltung umfasst Verbuchung mit KI-Unterstützung, MWST-Abrechnung, Kostenrechnung, Bilanz, Erfolgs- und Geldflussrechnung sowie Debitoren, Kreditoren und Lohn.
AbaNinja
AbaNinja ist die Cloud-Buchhaltung der DeepCloud AG am Abacus-Platz in Wittenbach und baut auf Abacus-Technologie auf. Der Starter-Plan kostet CHF 0 und umfasst QR-Rechnungen, Offerten, Finanzbuchhaltung mit Bilanz und Erfolgsrechnung, KI-Belegerkennung sowie den Abgleich von über 70 Schweizer Banken.
Accountable
Accountable ist eine Steuer- und Buchhaltungs-App der Accountable SA aus Brüssel mit deutscher Niederlassung in Berlin. Für Selbstständige verbindet die App unbegrenzte E-Rechnungen nach ZUGFeRD und XRechnung, Belegscan per Texterkennung, ein kostenloses Geschäftskonto sowie den Versand ans Finanzamt.
Accounto
Accounto ist eine Cloud-Buchhaltungsplattform der Accounto AG an der Hardturmstrasse in Zürich, die eng mit Schweizer Treuhandunternehmen zusammenarbeitet. Belege werden digital angeliefert und KI-gestützt verbucht, Bankbewegungen automatisch abgestimmt; Lohn, Jahresabschluss und Budget ergänzen die Plattform.
Akaunting
Akaunting ist eine quelloffene Online-Buchhaltung der Akaunting Inc. für kleine Unternehmen und Freelancer. Die selbst gehostete Standard-Version ist kostenlos und deckt Rechnungen, Ausgaben und Berichte ab; doppelte Buchführung, Bankanbindung und Lohnabrechnung kommen als kostenpflichtige Apps dazu.
Atlanto
Atlanto ist eine Cloud-Business-Software der Atlanto AG an der Engelgasse 2 in St. Gallen. Das Modul Verkauf und Buchhaltung führt von der Offerte über QR-Rechnungen bis zu Bilanz, Erfolgsrechnung sowie MWST-Abrechnung nach ESTV; Kontaktmanager, Zeiterfassung und Lohnbuchhaltung ergänzen das Angebot.
Banana Buchhaltung
Banana Buchhaltung ist eine tabellenbasierte Buchhaltungssoftware der Banana.ch SA aus dem Tessin, die als Desktop-Programm und als WebApp im Browser läuft. Für Gründerinnen und Gründer bietet sie doppelte Buchhaltung, Einnahmen-Ausgaben-Rechnung sowie MWST-Verwaltung. Bilanz und Erfolgsrechnung entstehen auf Knopfdruck.
bexio
bexio ist eine Cloud-Business-Software der bexio AG aus Rapperswil, die Kontakte, Verkauf, Buchhaltung, Lohn und Banking bündelt. Schweizer Startups führen damit einfache oder doppelte Buchhaltung, rechnen die MWST ab und gleichen Zahlungen über die Bankanbindung automatisch mit offenen Rechnungen ab.
Billomat
Billomat ist eine cloudbasierte Rechnungs- und Buchhaltungssoftware der aifinyo AG aus Berlin. Für Startups deckt sie Angebote und Rechnungen samt E-Rechnung, automatisches Mahnwesen, Belegverwaltung, Einnahmen-Überschuss-Rechnung sowie die DATEV-Übergabe an die Steuerkanzlei ab.
BMD
BMD ist eine integrierte Business Software der BMD SYSTEMHAUS GesmbH aus Steyr in Oberösterreich. Rechnungswesen, Jahresabschluss, Lohnverrechnung und ERP greifen in einem Datenmodell ineinander, die UVA geht über eine eigene Schnittstelle an FinanzOnline, die Kanzleianbindung läuft über BMD Com.
BuchhaltungsButler
BuchhaltungsButler ist eine automatisierte Cloud-Buchhaltung der BuchhaltungsButler GmbH aus Berlin, die zur Visma Group gehört. Belege und Zahlungen werden KI-gestützt zugeordnet, gebucht wird wahlweise als EÜR oder Bilanz, Umsatzsteuervoranmeldung und DATEV-Export laufen direkt aus der Anwendung.
Candis
Candis ist eine Berliner Software für Rechnungsmanagement und vorbereitende Buchhaltung, keine Finanzbuchhaltung. Rechnungseingang, Bestellanforderungen, Freigaben, Verträge, Auslagen und Firmenkreditkarten laufen in einem Workflow, der per Schnittstelle an DATEV oder das ERP-System übergibt.
CashCtrl
CashCtrl ist eine Cloud-Buchhaltung der CashCtrl AG aus Münchenstein, die ausschliesslich in der Schweiz entwickelt und betrieben wird. Die Gratisversion FREE umfasst doppelte Buchführung, Jahresabschluss, QR-Rechnungen sowie Debitoren und Kreditoren, PRO ergänzt Mandantenfähigkeit, Lohnbuchhaltung und eine REST-API.
Collmex
Collmex ist eine Cloud-Unternehmenssoftware der Collmex GmbH aus Saarbrücken, die seit 2003 besteht und Buchhaltung, Rechnung und Warenwirtschaft in einem System verbindet. Startups erhalten Einnahmen-Überschuss-Rechnung, Bilanz mit GuV, die Kontenrahmen SKR03 und SKR04 sowie die Umsatzsteuervoranmeldung per ELSTER.
Cresus
Crésus ist die Softwarefamilie der Epsitec SA aus Yverdon-les-Bains mit den Modulen Finanzbuchhaltung, Faktura und Lohnbuchhaltung für Schweizer KMU, Treuhandbüros und Vereine. Die Finanzbuchhaltung erstellt Bilanz und Erfolgsrechnung, reicht die MWST-Abrechnung elektronisch ein; die Miete beginnt bei CHF 20.00 pro Monat.
DATEV
DATEV eG ist die Software-Genossenschaft der steuerberatenden Berufe mit Sitz in Nürnberg und über 40.000 Mitgliedern. Für Startups ist DATEV Unternehmen online der Zugang: Belege, Bank- und Kassendaten werden digital erfasst, anschließend an die Kanzlei übergeben; Buchführung und Abschluss bleiben dort.
Dolibarr
Dolibarr ist eine quelloffene ERP- und CRM-Websuite, getragen von der 2009 gegründeten Dolibarr Association in Frankreich. Buchhaltung mit doppelter Buchführung, Rechnungen, Warenwirtschaft und CRM sind einzeln aktivierbare Module; der Betrieb erfolgt selbst gehostet oder als SaaS, aktuell in Version 24.0.1.
easy2000
easy2000 Software ist ein inhabergeführter österreichischer Anbieter aus Marchtrenk, der seit 1995 Desktop-Programme für das Rechnungswesen zum Download verkauft. Das Buchhaltungsprogramm beherrscht doppelte Buchhaltung und Einnahmen-Ausgaben-Rechnung, Kassabuch, Anlagenverzeichnis sowie die elektronische UVA.
easybill
easybill ist eine Rechnungs- und Buchhaltungssoftware der easybill GmbH aus Kaarst mit Schwerpunkt E-Rechnung. Angebote und Rechnungen entstehen nach ZUGFeRD sowie XRechnung, Belege erfasst die Software mit KI-Vorkontierung, die vorbereitende Buchhaltung geht über die DATEV-Anbindung an die Kanzlei.
ERPNext
ERPNext ist ein quelloffenes ERP-System von Frappe Technologies aus Mumbai, das über 30.000 Unternehmen einsetzen. Das Rechnungswesen-Modul umfasst Hauptbuch, Kreditoren- und Debitorenbuchhaltung, Finanzberichte, Anlagen sowie Mehrwährungs- und Mehrfirmenfähigkeit, ergänzt um Einkauf, Verkauf, Lager und Projekte.
everbill
everbill ist eine seit 2008 in Wien entwickelte Cloud-Software für Fakturierung und vorbereitende Buchhaltung. Über 800 österreichische Unternehmen schreiben damit Rechnungen und Angebote, erfassen Eingangsrechnungen digital und übergeben die Daten per BMD-Export an die Steuerberatung. Gespeichert wird in der Austrian Cloud.
FastBill
FastBill ist eine Online-Software für Rechnungen und Buchhaltung der FastBill GmbH aus Frankfurt am Main, der mehr als 70.000 Selbstständige und Unternehmen vertrauen. Abgedeckt sind E-Rechnung, Belegdigitalisierung, Banking-Überblick, Umsatzsteuervoranmeldung und der DATEV-Export an die Steuerkanzlei.
Finom
Finom ist ein digitales Geschäftskonto mit Karten, E-Rechnung und Buchhaltungs-Integrationen, keine vollwertige Finanzbuchhaltung. Die deutsche IBAN steht binnen 24 Stunden bereit, Zahlungen laufen in mehr als 17 Währungen, Belege und Umsätze werden an die Buchhaltung weitergereicht.
Finonur
Finonur ist eine Cloud-Buchhaltungsplattform aus Wien für österreichische EPU und KMU. Angeboten werden Rechnungen nach § 11 UStG, KI-Belegerkennung, Einnahmen-Ausgaben-Rechnung sowie doppelte Buchhaltung nach dem österreichischen Einheitskontenrahmen mit Bilanz, GuV und Steuerberater-Zugang.
finway
finway ist eine Finanzsoftware der finway GmbH aus München für die Kreditorenprozesse kleiner und mittlerer Unternehmen. Rechnungseingang, Freigabe-Workflows, vorbereitende Buchhaltung mit Vorkontierung, Firmenkarten und Zahlungen laufen in einem System, die Finanzbuchhaltung selbst bleibt in der Kanzlei.
FreeFinance
FreeFinance ist eine Online-Buchhaltung der manubu gmbh aus Schwechat, die ausschließlich auf Österreich ausgerichtet ist. Wahlweise laufen Einnahmen-Ausgaben-Rechnung oder doppelte Buchführung mit Bilanz, ergänzt um Rechnungslegung, Bankanbindung sowie eine Direktschnittstelle zu FinanzOnline für UVA und Zusammenfassende Meldung.
GetMyInvoices
GetMyInvoices ist eine Belegmanagement-Lösung der fino data services GmbH aus Kassel. Rechnungen werden automatisch aus Online-Portalen sowie E-Mail-Postfächern geholt, geprüft, freigegeben und exportiert; die Buchführung selbst bleibt in der Buchhaltungssoftware oder beim Steuerberater.
Haufe X360
Haufe X360 ist ein Cloud-ERP der Haufe-Lexware GmbH & Co. KG aus Freiburg auf Basis der Acumatica-Plattform, gehostet in Deutschland. Das Modul Finanzbuchhaltung und Controlling deckt Hauptbuch, Kreditoren, Debitoren, E-Rechnung, Elster-Meldungen und Kostenrechnung ab, ergänzt um Warenwirtschaft und CRM.
Holvi
Holvi ist ein Geschäftskonto der Holvi Payment Services Oy aus Finnland für Selbstständige, Gründerinnen und Gründer sowie kleine Unternehmen. Konto mit deutscher IBAN, Karten, Rechnungsstellung, Belegerfassung und DATEV-Anbindung bereiten die Buchhaltung vor, ersetzen aber keine Finanzbuchhaltung.
Invoice Ninja
Invoice Ninja ist eine quelloffene Rechnungssoftware der Invoice Ninja LLC, nutzbar als Cloud-Dienst oder selbst gehostet. Angebote, Rechnungen, Online-Zahlungen, Zeiterfassung und Ausgaben sind abgedeckt, die E-Rechnung über Peppol im Enterprise-Plan; eine Finanzbuchhaltung ist nicht enthalten.
kalkuel
kalkül ist ein Rechnungs- und Buchhaltungsprogramm der we-dev e.U. aus Linz für österreichische Einzelunternehmen sowie Freelancer. Angebote und Rechnungen entstehen in Sekunden, die Einnahmen-Ausgaben-Rechnung läuft automatisch mit, und ein Export bereitet alle Unterlagen für die Steuerberatung auf.
Kivitendo
Kivitendo ist ein quelloffenes Basis-ERP-System der kivitendo GmbH aus Bonn, das unter der GPL 2 selbst betrieben wird. Artikel, Lager, Angebote, Rechnungen und Mahnwesen greifen ineinander, der Finanzteil deckt die Kontenrahmen SKR03 und SKR04, Bilanz, GuV sowie den DATEV-Export ab.
KLARA
KLARA ist die modulare Business-Plattform der ePost Service AG aus Luzern, die über 50.000 Schweizer Unternehmen einsetzen. Die Buchhaltung kommt ohne Kontenrahmenwissen aus, verbucht gescannte Belege weitgehend automatisch, gleicht Banktransaktionen in Echtzeit ab und liefert Erfolgsrechnung sowie Bilanz.
Kontist
Kontist ist ein Berliner Geschäftskonto für Selbstständige, betrieben von der Shine Germany GmbH mit Solaris als Bankpartner. Im Mittelpunkt stehen automatische Steuerberechnung je Transaktion, Unterkonten für Rücklagen und Belegmanagement; eine vollwertige Finanzbuchhaltung ersetzt der Dienst nicht.
Lexware Office
Lexware Office ist die Cloud-Buchhaltung der Haufe-Lexware GmbH & Co. KG aus Freiburg. Belege werden per Foto erfasst und GoBD-konform verbucht, Bankumsätze automatisch zugeordnet, Rechnungen als ZUGFeRD oder XRechnung erstellt und die Umsatzsteuervoranmeldung geht per Klick ans Finanzamt.
MagicHeidi
Magic Heidi ist eine Schweizer App für Rechnungen und Buchhaltung, angeboten von Magic Heidi für Selbstständige und Einzelfirmen. Enthalten sind SIX-konforme QR-Rechnungen, unbegrenzter KI-Belegscan, der Kontoauszug-Import aller Schweizer Banken und die MWST-Abrechnung nach effektiver Methode oder Saldosteuersatz.
Milkee
MILKEE ist eine Schweizer Buchhaltungssoftware der MILKEE GmbH, die in Winterthur entwickelt wird und sich an Selbständige mit Einzelfirma sowie an kleine GmbHs richtet. Zum Umfang gehören Milchbüechli-Rechnung oder doppelte Buchhaltung, QR-Rechnungen und Offerten sowie die MWST-Abrechnung für die ESTV.
MOCO
MOCO ist eine ERP- und Agentursoftware der everii Switzerland GmbH mit Sitz in Zürich, zugeschnitten auf Agenturen, IT-Dienstleister und Beratungen. Zeiterfassung, Projektcontrolling, Abrechnung und Rechnungseingang laufen in einem System, die Buchhaltung bleibt vorbereitend mit DATEV-Direktanbindung.
MonKey Office
MonKey Office ist eine lokal installierte Buchhaltungs- und Auftragssoftware der ProSaldo GmbH aus Cottbus, verfügbar für macOS und Windows. Die Basisversion ist kostenlos, das Modul FIBU ergänzt Einnahmen-Überschuss-Rechnung oder Bilanz, ELSTER-Meldungen und Anlagegüter, das Modul REWE die E-Rechnung.
Moss
Moss ist eine Ausgabenplattform der Nufin GmbH aus Berlin für Firmenkarten, Auslagen und Rechnungseingang, entwickelt und gehostet in Deutschland. Vorkontierte Ausgaben werden mit der Buchhaltungssoftware synchronisiert, die Finanzbuchhaltung selbst bleibt bei Kanzlei oder Buchhaltungssystem.
myfactory
Myfactory ist ein modulares Cloud-ERP der Forterro Deutschland GmbH aus München mit Buchhaltung, Warenwirtschaft, CRM, Produktion, DMS und Shop. Das Modul FiBu führt die doppelte Finanzbuchhaltung nach SKR 03 und SKR 04, mit Bilanz und GuV, Umsatzsteuervoranmeldung sowie DATEV-Übergabe.
Norman
Norman ist eine KI-gestützte Buchhaltungs- und Steuerplattform der Norman AI GmbH aus Berlin. Belegerfassung, Bankabgleich, E-Rechnungen, Einnahmen-Überschuss-Rechnung und doppelte Buchführung laufen in einem Zugang, Umsatzsteuervoranmeldung und Steuererklärungen gehen ans Finanzamt.
Numarics
Numarics ist eine Schweizer All-in-One-Plattform für Buchhaltung und Unternehmensadministration, betrieben von der radicant business services ag in Zürich. Belege gelangen über die DocuBox ins System, ergänzt um Bankintegration, Offerten und Rechnungen sowie auf Wunsch die Betreuung durch Treuhandprofis.
Odoo
Odoo ist eine modulare Open-Source-Business-Suite der Odoo SA aus Belgien, deren Buchhaltungs-App neben Verkauf, CRM, Lager und Projekten läuft. Wichtig für Startups sind die GoBD-Zertifizierung, die Banksynchronisierung mit 28.000 Banken und die KI-gestützte Belegerkennung. Das System ist ein ERP, kein schlankes Gründertool.
orgaMAX
orgaMAX ist eine Bürosoftware der deltra Business Software GmbH & Co. KG aus Detmold, die über 60.000 Nutzerinnen und Nutzer einsetzen. Die Buchhaltungslinie deckt Angebote, E-Rechnungen, KI-gestützte Belegerfassung und die Verknüpfung mit dem Online-Banking ab. UStVA, EÜR sowie GuV entstehen für DATEV und ELSTER.
Papierkram
Papierkram ist eine Online-Buchhaltung der odacer finanzsoftware GmbH aus Wiesbaden, die Rechnungen, digitales Belegarchiv, Projektverwaltung und Zeiterfassung in einer Oberfläche verbindet. EÜR, UStVA und BWA entstehen automatisch, gehostet wird in Deutschland, der Free-Tarif bleibt dauerhaft kostenfrei.
Pleo
Pleo ist eine Plattform für Geschäftsausgaben der Pleo Technologies A/S aus Kopenhagen mit Firmenkarten, Belegerfassung, Rechnungsverwaltung und Ausgabenkontrollen. Die Daten gehen über Schnittstellen an Buchhaltungssysteme wie DATEV; eine eigene Finanzbuchhaltung ersetzt Pleo nicht.
ProSaldo.net
ProSaldo.net ist eine Online-Buchhaltung der ProSaldo.net GmbH aus Wien für Fakturierung, Einnahmen-Ausgaben-Rechnung und doppelte Buchhaltung in Österreich. UVA-Übermittlung, Bankdatenimport, e-Rechnung an den Bund und ein kostenloser Steuerberaterzugang gehören zum Funktionsumfang.
Qonto
Qonto ist ein Geschäftskonto mit Finanzmanagement der Qonto SA aus Paris, die das Deutschlandgeschäft von Berlin aus führt. Für Gründerteams verbindet das Angebot ein Konto mit deutscher IBAN, Firmenkarten, Rechnungsstellung und DATEV-Anbindung, ersetzt jedoch keine Finanzbuchhaltung.
Run my Accounts
Run my Accounts ist ein ausgelagerter Online-Buchhaltungs-Service der Run my Accounts AG aus Stäfa am Zürichsee, der eigene Software mit Treuhand verbindet: digitale Belegverarbeitung, täglicher Bank-Sync, MWST-Abrechnung, Lohnbuchhaltung und Abschluss samt Steuererklärung.
RZL Software
RZL Software ist eine Rechnungswesen-Software der RZL Software GmbH aus Tumeltsham in Oberösterreich, die sich vor allem an Steuerberatungskanzleien und Unternehmen richtet: Finanzbuchhaltung, Einnahmen-/Ausgabenrechnung, Belegverarbeitung, EBICS-Banking und Personalverrechnung.
Sage
Sage ist eine kaufmännische Softwarefamilie der Sage GmbH, die zur britischen Sage Group plc gehört. Zum deutschen Angebot zählen Sage 100 mit Rechnungswesen und Warenwirtschaft, Sage ERP als Komplettlösung, Sage 50 Connected sowie Sage Active und Sage Payroll.
Scopevisio
Scopevisio ist eine Cloud-Unternehmenssoftware der Scopevisio AG aus Bonn, die Finanzbuchhaltung, CRM, Projekte, Beschaffung, Personal und Dokumentenmanagement auf einer Datenbasis verbindet. Die Plattform wird in Deutschland entwickelt und gehostet, testen lässt sie sich 30 Tage.
sevDesk
sevdesk ist eine Cloud-Buchhaltungssoftware der sevDesk GmbH aus Offenburg mit zweitem Standort in Wien. Für Gründerteams deckt sie Rechnungen und E-Rechnung, KI-gestützte Belegerfassung, Banking, Umsatzsteuervoranmeldung über ELSTER sowie EÜR, GuV und die betriebswirtschaftliche Auswertung ab.
smallinvoice
smallinvoice ist ein Schweizer Online-Rechnungsprogramm der Lourens Systems GmbH aus Zürich für KMU, Startups und Freelancer. Die Software erstellt QR-Rechnungen, Offerten und Mahnungen, verwaltet Ausgaben im Kreditoren-Modul und liefert Buchhaltungsexporte nach INFONIQA ONE 50, Banana und Topal an den Treuhänder.
SumUp Rechnungen
SumUp Rechnungen ist der Rechnungs- und Zahlungsbaustein der SumUp-Plattform der irischen SumUp Limited aus Dublin. Erzeugt werden E-Rechnungen in XRechnung und ZUGFeRD; ergänzend stehen Online-Zahlungen, Ausgabenverwaltung und ein Geschäftskonto bereit. Eine Finanzbuchhaltung mit Bilanz und Jahresabschluss ist nicht enthalten.
Swiss21
Swiss21 ist eine kostenlos nutzbare Schweizer Cloud-Plattform der Swiss21.org AG aus St. Gallen, die seit 2018 Buchhaltung, Rechnungen, Lohn, CRM, Onlineshop und Kasse bündelt. Kern ist 21.AbaNinja mit QR-Rechnungen und Schweizer Kontenplänen. Hinzu kommen alle MWST-Methoden und über 80 Bankanbindungen.
Topal Solutions
Topal Solutions ist eine Schweizer Finanz- und Lohnbuchhaltungssoftware der Topal Solutions AG aus Volketswil, zugeschnitten auf KMU und Treuhandunternehmen. Das Fibu-Basispaket führt bis zu fünf Mandanten, rechnet die MWST mit eingebautem Export ins ESTV-Portal ab und bindet die Bank über EBICS an.
weclapp
weclapp ist ein Cloud-ERP der weclapp GmbH aus Kitzingen, das CRM, Warenwirtschaft, Projekte und Buchhaltung vereint. Das GoBD-konforme Buchhaltungsmodul nutzt SKR03 und SKR04, erstellt die Umsatzsteuervoranmeldung, verarbeitet ZUGFeRD sowie XRechnung und übergibt Buchungen per DATEV-Export.
WinBiz
Winbiz ist eine Schweizer Verwaltungssoftware der FIDUCIAL WINBIZ SA, die seit 1992 aus Genf, Lausanne und Martigny angeboten wird. Buchhaltung, Verkauf, Einkauf, Löhne, Lager, Projekte und Kasse liegen in einer Lösung, ergänzt um integriertes E-Banking und automatisierte Bankabgleiche.
WISO MeinBüro
WISO MeinBüro ist die Büro- und Buchhaltungssoftware der Buhl Data Service GmbH aus Neunkirchen im Siegerland. Rechnungen und E-Rechnungen, digitale Belegerfassung, Einnahmen-Überschuss-Rechnung und die Umsatzsteuervoranmeldung über ELSTER laufen an einem Ort, der Steuerberaterexport bedient DATEV.
Xentral
Xentral ist ein ERP-System der Xentral ERP Software GmbH aus Augsburg für Handel und E-Commerce. Auftragsmanagement, Lager und Einkauf sind mit einem Buchhaltungsmodul verbunden, das Rechnungen, E-Rechnungen, Zahlungsabgleich und den DATEV-Export abdeckt. Die Finanzbuchhaltung bleibt bei der Kanzlei.
Zervant
Zervant ist eine Rechnungssoftware für Kleinunternehmen, die in Deutschland von der Shine Germany GmbH in Berlin als Teil der Ageras-Gruppe betrieben wird. Rechnungen und Angebote, XRechnung, Zeiterfassung, Belegerfassung, Bankverbindung und eine Umsatzsteuer-Übersicht bilden den Funktionsumfang.
Zoho Books
Zoho Books ist die Cloud-Buchhaltung der Zoho-Suite, in Deutschland über die Zoho Corporation GmbH in Essen mit eigener Lokalisierung angeboten. GoBD-konforme Buchführung, DATEV-kompatibler Export, E-Rechnung in XRechnung und ZUGFeRD über das PEPPOL-Netzwerk sowie die automatische Bankabstimmung mit Kategorisierung gehören dazu.
Was ist eine Buchhaltungssoftware für Startups, und brauchen Sie wirklich eine?

Eine Buchhaltungssoftware für Startups erfasst Belege, kontiert sie auf Konten eines Kontenrahmens und erzeugt daraus Auswertungen, Umsatzsteuer-Voranmeldung und Jahresabschluss. Weil UG, GmbH und AG als Kapitalgesellschaften bilanzieren müssen, reicht ein reines Rechnungsprogramm nur bis zur Gründung. Ab rund 30 Belegen im Monat und einer Kanzlei, die Daten statt Papier möchte, rechnet sich die Software schnell.
Drei Programmtypen werden im Alltag gern verwechselt. Ein Rechnungsprogramm schreibt Angebote und Rechnungen, mahnt und verwaltet Kunden, führt aber keine Konten. Eine Buchhaltungssoftware nimmt jeden Geschäftsvorfall als Buchungssatz mit Soll und Haben auf, führt Debitoren, Kreditoren und Sachkonten und liefert daraus Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung. Eine Kanzleisoftware schließlich ist auf Steuerberatungskanzleien zugeschnitten und verwaltet viele Mandanten gleichzeitig; für ein einzelnes Startup ist sie weder gedacht noch bezahlbar.
Warum trifft Startups die strengere Variante? Das Handelsgesetzbuch verpflichtet Kaufleute zur Buchführung, und Kapitalgesellschaften sind kraft Rechtsform Kaufleute. Eine UG haftungsbeschränkt oder eine GmbH stellt deshalb vom ersten Geschäftsjahr an eine Eröffnungsbilanz auf, bucht doppelt und legt einen Jahresabschluss vor. Für Einzelunternehmen und GbR gilt das erst oberhalb der Schwellen aus Paragraf 141 Abgabenordnung, also bei mehr als 800.000 Euro Umsatz oder mehr als 80.000 Euro Gewinn im Jahr. Wer als Startup gründet, springt diese Stufe schlicht über.
Der Kontenrahmen bildet dabei das Gerüst. SKR03 und SKR04 sind die beiden im deutschen Mittelstand verbreiteten Standardkontenrahmen, aus denen sich Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung ableiten lassen; das Gabler Wirtschaftslexikon beschreibt den Kontenrahmen als systematisches Verzeichnis aller Konten eines Unternehmens. Eine Software für Startups bringt beide Rahmen mit, erlaubt eigene Unterkonten und behält die Zuordnung bei, wenn später Kostenstellen oder eine Anlagenbuchhaltung dazukommen.
Über die reine Pflicht hinaus zählt der Belegfluss. Startups zahlen selten nur per Überweisung: Firmenkarten, Zahlungsdienstleister, App-Stores und Marktplätze erzeugen Umsätze an ganz unterschiedlichen Stellen. Eine Buchhaltungssoftware holt diese Bewegungen über Schnittstellen herein, schlägt Buchungen vor und legt die Belege revisionssicher ab. Genau daraus entsteht der zweite Nutzen: ein monatliches Zahlenbild, das Bank und Investoren sehen wollen, ohne dass jemand eine Tabelle neu baut.
Eine Weile geht es auch ohne eigene Software. In den Wochen vor der Gründung genügen oft ein schlankes Rechnungstool und eine geordnete digitale Ablage, und die Kanzlei bucht den Rest. Diese Rechnung kippt, sobald Belegzahl, Team und Auslandsumsätze wachsen, denn dann bezahlen Sie Kanzleistunden für Arbeit, die ein Programm günstiger erledigt. Umgekehrt ersetzt keine Software die Kanzlei: Jahresabschluss, Körperschaftsteuererklärung und Offenlegung bleiben beratungspflichtig, und die eigene Disziplin beim Belegsammeln nimmt Ihnen ebenfalls niemand ab.
Je mehr der sieben Punkte auf Ihr Startup zutreffen, desto klarer spricht die Lage für eine eigene Buchhaltungssoftware. Ab drei Treffern lohnt der Vergleich konkreter Programme, darunter tragen ein Rechnungstool und eine saubere Ablage meist noch.
- Rechtsform: Ihr Startup firmiert als UG haftungsbeschränkt, GmbH oder AG und ist damit als Kapitalgesellschaft zur doppelten Buchführung mit Bilanz verpflichtet.
- Belegmenge: Im Monat kommen mehr als rund 30 Belege zusammen, die jemand sortieren, kontieren und ablegen muss.
- Kanzlei: Ihre Steuerkanzlei möchte die Daten digital übernehmen statt einen Ordner zu bekommen, und rechnet Mehraufwand sonst ab.
- Zahlkanäle: Zahlungen laufen über mehrere Wege gleichzeitig, etwa Firmenkarte, Zahlungsdienstleister und Marktplatz.
- E-Rechnung: Sie stellen Rechnungen an Behörden oder Großkunden und brauchen dafür strukturierte Formate wie XRechnung oder ZUGFeRD.
- Team: Angestellte, Werkstudentinnen oder Werkstudenten sind an Bord, und damit kommen Lohnbuchungen und Reisekosten dazu.
- Reporting: Investoren oder eine Bank verlangen ein monatliches Zahlenbild mit Liquidität, Runway und Auswertung.
Gilt das für jedes junge Unternehmen? Nein. Vor der Gründung und in den ersten Monaten danach tragen ein schlankes Rechnungstool und eine geordnete digitale Ablage durchaus. Treffen jedoch drei oder mehr Punkte zu, kostet der Verzicht auf eine eigene Buchhaltung meist mehr als die Lizenz: Kanzleistunden für Sortierarbeit, verspätete Voranmeldungen und ein Jahresabschluss, der im Nachhinein rekonstruiert werden muss.
Diese 7 Probleme löst eine Buchhaltungssoftware für Startups

Sieben Lücken tauchen in jungen Unternehmen immer wieder auf: verstreute Belege, teure Papierübergabe an die Kanzlei, hektische Umsatzsteuer-Voranmeldungen, unbekannter Runway, jedes Mal neu gebautes Investoren-Reporting, fehlende E-Rechnung und eine Tabelle, die am Wachstum zerbricht. Jede dieser Lücken kostet bares Geld oder Vertrauen.
Der Nutzen einer Buchhaltungssoftware zeigt sich weniger im Funktionsprospekt als in den Reibungspunkten des Monatsabschlusses. Wer die eigenen Schmerzpunkte kennt, kann Programme gezielt danach prüfen, statt sich von Funktionslisten treiben zu lassen.
Die folgenden sieben Fälle stammen aus dem Gründeralltag zwischen erster Rechnung und erster Finanzierungsrunde. Sie beschreiben, was ohne Software liegen bleibt und an welcher Stelle ein Programm die Arbeit tatsächlich abnimmt.
Firmenkarte, Zahlungsdienstleister, App-Store und Postfach erzeugen Belege an vier Orten, zusammengeführt hat sie niemand. Eine Buchhaltungssoftware holt die Bewegungen über Schnittstellen herein und ordnet jeden Beleg dem passenden Umsatz zu.
Ein Ordner voller Belege ist für die Steuerkanzlei Handarbeit, und Handarbeit steht auf der Rechnung. Mit einem sauberen Export im vereinbarten Format übernimmt die Kanzlei die Buchungen direkt und berechnet nur noch die Beratung.
Ohne laufende Kontierung entsteht die Voranmeldung jedes Mal unter Zeitdruck kurz vor der Frist. Das Programm berechnet die Zahllast aus den gebuchten Vorgängen und übermittelt sie über die amtliche Schnittstelle ELSTER.
Ein Blick aufs Konto sagt nichts über offene Posten, fällige Rechnungen und geplante Ausgaben. Eine Buchhaltung mit Liquiditätsübersicht zeigt, wie viele Monate das vorhandene Geld bei aktueller Burn Rate noch trägt.
Wer Kennzahlen monatlich aus Kontoauszügen in eine Tabelle überträgt, produziert Aufwand und Fehler zugleich. Aus einer geführten Buchhaltung fallen Auswertung, Bilanzvorschau und Kostenstellenbericht ohne Zusatzarbeit an.
Strukturierte Rechnungen nach XRechnung oder ZUGFeRD sind keine PDF-Dateien und brauchen ein Programm, das sie liest und schreibt. Ohne diese Fähigkeit bleibt Ihr Startup als Lieferant für Behörden und Großkunden außen vor.
Sobald Team, Auslandsumsätze und mehrere Kostenstellen dazukommen, reicht eine Tabellenkalkulation nicht mehr. Eine Buchhaltungssoftware trägt Rollen, Freigaben, Fremdwährungen und Mandanten, ohne dass die Struktur neu gebaut werden muss.
Welche Arten von Buchhaltungssoftware für Startups gibt es?

Der Markt teilt sich in acht Typen: Cloud-Buchhaltung mit doppelter Buchführung, Rechnungs- und EÜR-Tools für die Frühphase, Software für die vorbereitende Buchhaltung, Cloud-ERP mit Finanzbuchhaltung, Geschäftskonten mit Buchhaltungsfunktion, Ausgaben- und Firmenkarten-Management, Open Source zum Selbsthosten sowie Länderlösungen für Österreich und die Schweiz.
Die acht Typen unterscheiden sich nicht in Details, sondern in der Frage, wie weit das Programm im Buchungsjahr mitgeht. Manche enden bei der Rechnung, andere führen bis zur E-Bilanz. Ordnen Sie Ihr Startup zuerst einem Typ zu, bevor Sie einzelne Programme vergleichen; das spart einen Großteil der Testläufe.
Zwei Typen verdienen eine ausdrückliche Warnung. Geschäftskonten mit eingebauter Buchhaltung und Werkzeuge fürs Ausgaben- und Firmenkarten-Management liefern Belegfluss und Vorerfassung, sie sind aber keine vollwertige Finanzbuchhaltung. Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Jahresabschluss entstehen danach in einem Buchhaltungssystem oder in der Kanzlei. Wer das übersieht, bemerkt die Lücke erst im ersten Jahresabschluss.
Quer durch alle Typen zieht sich eine strategische Grundfrage: eine Suite für alles oder mehrere Spezialwerkzeuge? Die Gegenüberstellung unten zeigt, was All-in-One und Best-of-Breed jeweils kosten, an Aufwand wie an Freiheit. Viele Startups starten mit getrennten Werkzeugen und konsolidieren nach der ersten Finanzierungsrunde.
Der Standardfall für eine UG oder GmbH: Belegerfassung, Kontierung nach SKR03 oder SKR04, Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Umsatzsteuer-Voranmeldung in einem Programm, erreichbar über den Browser.
Schlanke Programme für Angebote, Rechnungen und die Einnahmen-Überschuss-Rechnung. Für die Zeit vor der Gründung und für Einzelunternehmen passend, für eine bilanzierende Kapitalgesellschaft dagegen zu kurz gesprungen.
Sie erfassen und kontieren vor, die Steuerkanzlei prüft und schließt ab. Kanzleizugang, Mandantenlogik und ein Export im vereinbarten Format sind hier die entscheidenden Funktionen.
Warenwirtschaft, Projekte, Lager und Buchhaltung in einer Plattform. Sinnvoll, sobald Lieferketten, Produktion oder viele Bestellungen dazukommen, dafür teurer und aufwendiger in der Einrichtung.
Konto und Belegverwaltung aus einer Hand, oft mit Rechnungsschreibung und Steuerrücklage. Achtung: Der Funktionsumfang endet meist vor Bilanz und Jahresabschluss, den Abschluss macht ein Buchhaltungssystem oder die Kanzlei.
Firmenkarten, Freigabe-Workflows und automatische Belegzuordnung für Teams mit vielen Ausgaben. Auch dieser Typ liefert Vorerfassung und Belegfluss, ersetzt aber keine Finanzbuchhaltung.
Quelloffene Programme ohne Lizenzkosten, die auf eigenem Server oder beim Hoster laufen. Volle Datenhoheit und freie Anpassung stehen dem Aufwand für Betrieb, Updates und Sicherheit gegenüber.
Programme mit österreichischem oder schweizerischem Recht im Kern: Umsatzsteuervoranmeldung über FinanzOnline, Abschluss nach Unternehmensgesetzbuch oder MWST-Abrechnung und Schweizer KMU-Kontenrahmen.
- Ein Login, ein Vertrag, ein Datenbestand für das ganze Team
- Der Monatsabschluss läuft ohne Übergaben zwischen Werkzeugen
- Auswertungen greifen auf dieselben Stammdaten zu und widersprechen sich nicht
- In der Frühphase oft überdimensioniert und teurer als nötig
- Die Abhängigkeit von einem Anbieter wächst mit jedem Modul
- Jede Aufgabe läuft im jeweils stärksten Werkzeug
- Der Einstieg gelingt günstig und lässt sich Stück für Stück ausbauen
- Einzelne Bausteine lassen sich tauschen, ohne alles umzustellen
- Schnittstellen und mehrere Verträge erzeugen laufenden Pflegeaufwand
- Beim Monatsabschluss entstehen Bruchstellen zwischen den Systemen
2026
Whitepaper:
Buchhaltungssoftware für Startups 2026
Der Leitfaden für Gründerinnen und Gründer: Buchführungspflichten von der UG bis zur AG, Kontenrahmen und Bilanz, Anbindung an die Steuerkanzlei, E-Rechnung nach XRechnung und ZUGFeRD, GoBD und Aufbewahrungsfristen sowie Auswahlkriterien für Deutschland, Österreich und die Schweiz, dazu belegte Preisspannen aus 64 geprüften Anbietern.
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Worauf Sie bei der Auswahl achten müssen

Prüfen Sie neun Punkte: Buchführungstiefe und Kontenrahmen, GoBD und Revisionssicherheit, Anbindung an die Steuerkanzlei, E-Rechnung in Empfang und Versand, Bank- und Kartenanbindung, Skalierbarkeit mit Rollen und Rechten, Datenschutz und Serverstandort, Länderrecht im DACH-Raum sowie Preis, Gesamtkosten und Ausstieg.
Zwischen 10 Euro und mehreren hundert Euro im Monat liegt in diesem Markt keine Funktionslücke, sondern eine Grundsatzentscheidung. Neun Kriterien trennen ein Programm, das Ihr Startup bis zur Bilanz trägt, von einem, das spätestens beim Jahresabschluss aussteigt. Arbeiten Sie die Liste ab, bevor Sie einen Testzugang beantragen.
Zwei dieser Kriterien sind harte Rechtsfragen. Der erste betrifft die Ordnungsmäßigkeit: Die Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern in elektronischer Form, kurz GoBD, gibt das Bundesministerium der Finanzen vor; sie verlangen unveränderbare Buchungen, Nachvollziehbarkeit und eine Verfahrensdokumentation. Und Paragraf 257 Handelsgesetzbuch schreibt für Handelsbücher und Jahresabschlüsse zehn Jahre Aufbewahrung vor, für Buchungsbelege acht Jahre. Beides muss das Programm technisch tragen, nicht Ihr gutes Gedächtnis.
Der zweite betrifft die E-Rechnung. Paragraf 14 Umsatzsteuergesetz definiert die elektronische Rechnung als strukturierte Datei nach der europäischen Norm, wie sie XRechnung und ZUGFeRD erfüllen; ein PDF per Mail zählt ausdrücklich nicht dazu. Empfangen und verarbeiten müssen inländische Unternehmen solche Rechnungen bereits. Für das Ausstellen sieht Paragraf 27 Absatz 38 Umsatzsteuergesetz einen Übergang vor: Papier und einfache PDF bleiben bis Ende 2026 zulässig, danach bis Ende 2027 nur noch für Unternehmen mit höchstens 800.000 Euro Vorjahresumsatz. Prüfen Sie deshalb beide Richtungen, nicht nur den Versand.
Eine Kapitalgesellschaft braucht echte doppelte Buchführung mit Soll und Haben, den Kontenrahmen SKR03 oder SKR04, Eröffnungsbilanz, Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie die E-Bilanz. Ein Programm, das nur die Einnahmen-Überschuss-Rechnung kennt, scheidet für eine UG oder GmbH aus.
Buchungen müssen unveränderbar protokolliert, Belege im Original erhalten und über die Frist lesbar sein. Paragraf 257 Handelsgesetzbuch verlangt zehn Jahre für Handelsbücher und Jahresabschlüsse und acht Jahre für Buchungsbelege. Ein Anbieter, der dazu keine Verfahrensdokumentation liefert, verschiebt die Arbeit zu Ihnen.
Der Weg der Daten zur Kanzlei entscheidet über Ihre Kosten. Prüfen Sie, ob das Programm einen Export im von Ihrer Kanzlei erwarteten Format liefert, ob es einen eigenen Kanzleizugang gibt und ob mehrere Mandanten getrennt geführt werden können.
Paragraf 14 Umsatzsteuergesetz versteht unter einer E-Rechnung eine strukturierte Datei nach europäischer Norm, also XRechnung oder ZUGFeRD. Inländische Unternehmen müssen solche Rechnungen empfangen und verarbeiten können; für das Ausstellen läuft die Übergangsfrist nach Paragraf 27 Absatz 38 Umsatzsteuergesetz aus.
Je mehr Zahlkanäle ein Startup nutzt, desto wichtiger wird der automatische Abgleich. Achten Sie auf Kontoanbindung für Ihre Bank, Anbindung gängiger Zahlungsdienstleister, Verwaltung offener Posten und die Behandlung von Fremdwährungen.
Was heute zwei Personen bedienen, nutzen nach der Finanzierungsrunde zehn. Prüfen Sie Nutzerzahl und Preis je Nutzer, Freigabe-Workflows, Kostenstellen, Mandantenfähigkeit sowie Module für Lohn und Anlagenbuchhaltung.
Buchhaltungsdaten enthalten personenbezogene Daten von Kunden und Beschäftigten. Artikel 28 Datenschutz-Grundverordnung verlangt für die Verarbeitung durch einen Dienstleister einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung. Klären Sie zusätzlich Serverstandort, Verschlüsselung und Löschkonzept.
Für Deutschland zählen Umsatzsteuer-Voranmeldung und E-Bilanz über ELSTER. Österreichische Startups brauchen die Umsatzsteuervoranmeldung über FinanzOnline und den Abschluss nach Unternehmensgesetzbuch, wo Paragraf 189 die Rechnungslegungspflicht für Kapitalgesellschaften und ab 700.000 Euro Umsatzerlösen auch für andere Unternehmen anordnet. Schweizer Startups rechnen die Mehrwertsteuer nach den Vorgaben der Eidgenössischen Steuerverwaltung ab, deren Normalsatz bei 8,1 Prozent liegt.
Der Monatspreis ist nur ein Teil der Rechnung. Prüfen Sie Nutzerpreise, Belegkontingente, Zusatzmodule, Einrichtungspauschalen und vor allem den Weg hinaus: vollständiger Datenexport, Kündigungsfrist und Zugriff auf die Daten nach Vertragsende.
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Wie Sie eine Buchhaltungssoftware im Startup erfolgreich einführen

Die Einführung läuft in sechs Phasen: Pflichten und Rollen mit der Kanzlei klären, zwei Kandidaten testen, Kontenrahmen und Stammdaten einrichten, Eröffnungsbilanz und Altbelege übernehmen, einen vollständigen Monat im Parallelbetrieb fahren und danach in den Regelbetrieb wechseln. Rechnen Sie mit zwei bis vier Monaten bis zum ruhigen Monatsabschluss.
Eine Buchhaltung wird nicht installiert, sondern eingeführt. Der Unterschied liegt in den Daten: Kontenrahmen, Stammdaten, Bankanbindungen und Altbelege müssen zusammenpassen, sonst produziert das Programm sauber aussehende Auswertungen auf falscher Grundlage. Planen Sie die Umstellung deshalb auf einen Jahres- oder Quartalswechsel.
Ein Punkt entscheidet über Erfolg und Misserfolg mehr als jede Funktion: Sprechen Sie vor der Auswahl mit Ihrer Steuerkanzlei. Die Kanzlei sagt Ihnen, welchen Kontenrahmen sie erwartet, in welchem Format sie Daten übernimmt und welche Arbeiten sie ohnehin behält. Wer diesen Abgleich nachholt, baut die Einrichtung zweimal.
Pflichten und Rollen mit der Kanzlei klären
Rechtsform, Buchführungspflicht und Abgaberhythmus werden festgehalten, und Sie einigen sich mit der Steuerkanzlei darüber, wer vorerfasst, wer kontiert und wer abschließt.
Anforderungen sammeln und zwei Kandidaten testen
Aus den neun Auswahlkriterien entsteht eine gewichtete Liste, und zwei Programme treten im Testzeitraum mit echten Belegen gegeneinander an.
Kontenrahmen, Stammdaten und Konten einrichten
Der abgestimmte Kontenrahmen wird übernommen, Stammdaten für Kunden und Lieferanten werden importiert, Bankkonten und Zahlungsdienstleister angebunden.
Eröffnungsbilanz und Altbelege übernehmen
Die Eröffnungsbilanz oder die Salden zum Umstellungsstichtag werden eingebucht, Altbelege wandern ins Archiv, und der Kanzlei-Export läuft einmal echt durch.
Parallelbetrieb über einen vollständigen Monat
Eine Umsatzsteuer-Voranmeldung und ein kompletter Monatsabschluss werden im neuen Programm und im alten Verfahren gefahren, danach werden die Ergebnisse abgeglichen.
Regelbetrieb mit festem Monatsabschluss
Ein fester Termin je Monat, ein Reporting an Bank und Investoren sowie der jährliche Abschluss mit Offenlegung bilden ab jetzt den Takt der Startup-Buchhaltung.
Die häufigsten Fehler bei der Einführung
Am teuersten sind sieben Fehler: ein EÜR-Tool für eine bilanzierende UG, vermischte Privat- und Firmenkonten, ein eigenmächtig umgebauter Kontenrahmen, monatelang unkontierte Belege, ungeklärte Fristen der Umsatzsteuer-Voranmeldung, ignorierte Auslandsumsätze sowie ein Softwarewechsel ohne geregelten Datenexport.
Fehler in der Startup-Buchhaltung fallen selten sofort auf. Sie zeigen sich Monate später im Jahresabschluss, in einer Nachfrage des Finanzamts oder in der Due Diligence vor einer Finanzierungsrunde, und dann kostet die Korrektur ein Vielfaches der Vorsorge.
Die folgenden sieben Stolperfallen tauchen in der Praxis am häufigsten auf. Zu jedem Fehler steht die Lösung daneben, damit Sie den Punkt direkt in Ihrem eigenen Setup abhaken können.
Programme für die Einnahmen-Überschuss-Rechnung kennen weder Buchungssätze noch Bilanz. Für eine UG oder GmbH liefern sie keine belastbare Grundlage für den Jahresabschluss.
Private Zahlungen über das Geschäftskonto und umgekehrt zerstören die Nachvollziehbarkeit und kosten im Jahresabschluss Stunden für die Entflechtung.
Eigene Konten und umbenannte Sachkonten wirken praktisch, entwerten aber jede Auswertung und machen der Kanzlei die Übernahme unmöglich.
Ein Rückstand von einem Quartal lässt sich nicht mehr nebenbei aufholen, und fehlende Kontierung verzerrt jede Zwischenauswertung.
Der Abgaberhythmus hängt von Zahllast und Gründungssituation ab. Wer ihn nicht kennt, zahlt Verspätungszuschläge für vermeidbare Versäumnisse.
Der erste Kunde aus dem EU-Ausland wirkt harmlos, verlangt aber Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, Reverse-Charge-Behandlung und eine Zusammenfassende Meldung.
Nach der Kündigung endet der Zugriff oft schnell, die Aufbewahrungspflicht läuft jedoch weiter. Fehlende Altdaten fallen erst bei einer Prüfung auf.
Was kostet eine Buchhaltungssoftware für Startups wirklich?

Kostenlose Tarife und Open Source starten bei 0 Euro. Einsteigerpakete für Rechnungen und Einnahmen-Überschuss-Rechnung liegen bei rund 8 bis 20 Euro im Monat, echte Buchhaltung mit Bilanz und DATEV-Export bei rund 20 bis 75 Euro. ERP-Pakete beginnen bei rund 40 Euro je Nutzer und reichen bis über 800 Euro im Monat.
Die Preisspannen unten fassen die Tarife der in diesem Vergleich geprüften Anbieter zusammen, Stand 12. September 2026. Alle Beträge verstehen sich als Spanne und meist zuzüglich Umsatzsteuer; Schweizer Programme rechnen in Franken ab. Jahreszahlung senkt den Monatspreis bei vielen Anbietern spürbar, bindet Sie aber auch.
Vier Abrechnungsmodelle haben sich durchgesetzt. Der Nutzerpreis skaliert mit dem Team und trifft wachsende Startups am härtesten. Belegkontingente wirken günstig, bis der erste Monat mit Marktplatzumsätzen kommt. Modulpreise trennen Lohn, Anlagen und Mandanten vom Grundpaket ab. Kauflizenzen mit Wartungsvertrag findet man vor allem bei Desktop-Programmen in Österreich und der Schweiz.
Ein Blick auf 2026 lohnt bei der Auswahl. Die E-Rechnung wird im Geschäftsverkehr zwischen Unternehmen zum Normalfall, weil der Übergang nach Paragraf 27 Absatz 38 Umsatzsteuergesetz ausläuft. Belegerkennung und Kontierungsvorschläge per KI gehören inzwischen bei vielen Cloud-Programmen zum Standardumfang, und Konto und Buchhaltung wachsen zusammen. Prüfen Sie deshalb nicht nur den heutigen Preis, sondern auch, was ab 2027 im Grundpaket steckt und was dann extra kostet.
Dauerhaft freie Rechnungstarife, quelloffene Programme ohne Lizenzkosten und Buchhaltungsfunktionen als Beigabe zum Geschäftskonto. Der Umfang endet meist bei Rechnungen und einfacher Belegablage, Open Source verlagert die Kosten in den Eigenbetrieb.
Angebote, Rechnungen, Belegerfassung und Einnahmen-Überschuss-Rechnung für einen Nutzer. Bei Jahreszahlung liegen die Tarife der geprüften Anbieter am unteren Rand der Spanne, bei monatlicher Zahlung eher am oberen. Für eine bilanzierende Kapitalgesellschaft reicht diese Stufe nicht.
Doppelte Buchführung mit SKR03 und SKR04, Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Export für die Steuerkanzlei und mehrere Nutzer. Diese Stufe passt für die meisten Startups nach der Gründung, Schweizer Anbieter bewegen sich in vergleichbarer Höhe in Franken.
Warenwirtschaft, Projekte, Lohn und Anlagen in einer Plattform, oft nutzerbasiert abgerechnet. Paketpreise reichen bei den geprüften Anbietern von rund 99 € für Einsteigerpakete bis über 800 € im Monat, dazu kommen häufig Einrichtungspauschalen.
Der Lizenzpreis ist selten der größte Posten. Rechnen Sie Einrichtung und Datenmigration ein, Belege über dem gebuchten Kontingent, Zusatzmodule für Lohn, Anlagen und Mandanten sowie die Steuerkanzlei, die für Jahresabschluss, Körperschaftsteuererklärung und Offenlegung trotz Software gebraucht wird. Dazu kommen Gebühren der Zahlungsdienstleister, Schulung des Teams und der Aufwand für Export und Archivierung beim Anbieterwechsel. Über drei Jahre gerechnet verschiebt sich die Rangfolge der Angebote dadurch häufig.
1 Muss eine UG haftungsbeschränkt doppelt Buch führen? Aufklappen ↓
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2 Wofür steht die Abkürzung GoBD? Aufklappen ↓
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3 Was gilt als E-Rechnung im Sinne des Umsatzsteuergesetzes? Aufklappen ↓
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4 Worin unterscheiden sich SKR03 und SKR04? Aufklappen ↓
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5 Was meint All-in-One gegenüber Best-of-Breed? Aufklappen ↓
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Glossar: die wichtigsten Begriffe der Startup-Buchhaltung
Von der doppelten Buchführung bis zum Runway: Die folgenden Begriffe tauchen in jedem Gespräch mit Steuerkanzlei, Bank und Investoren auf. Alle Erklärungen sind anbieterneutral und ohne Produktnamen formuliert.
- Doppelte Buchführung
Jeder Geschäftsvorfall wird auf mindestens zwei Konten erfasst, einmal im Soll und einmal im Haben. Aus dieser Systematik entstehen Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung. Kapitalgesellschaften wie UG, GmbH und AG sind dazu verpflichtet.
- Einnahmen-Überschuss-Rechnung
Eine vereinfachte Gewinnermittlung, bei der Betriebsausgaben von den Betriebseinnahmen abgezogen werden. Zulässig ist sie nur für Nichtkaufleute unterhalb der Buchführungsgrenzen, also etwa für Einzelunternehmen und Freiberuflerinnen, nicht für Kapitalgesellschaften.
- Bilanz
Eine Gegenüberstellung von Vermögen und Kapital zu einem Stichtag. Die linke Seite zeigt, worin das Geld steckt, die rechte, woher es stammt. Beide Seiten sind stets gleich hoch.
- Gewinn- und Verlustrechnung
Die Aufstellung aller Erträge und Aufwendungen eines Geschäftsjahres. Ihr Saldo ist der Jahresüberschuss oder Jahresfehlbetrag und fließt in die Bilanz ein.
- SKR03 und SKR04
Zwei im deutschsprachigen Raum verbreitete Standardkontenrahmen. Der SKR03 ordnet die Konten nach dem betrieblichen Prozess, der SKR04 nach der Gliederung von Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung.
- Eröffnungsbilanz
Die erste Bilanz eines Unternehmens zum Zeitpunkt der Gründung oder zu Beginn eines Geschäftsjahres. Sie bildet den Ausgangspunkt für alle folgenden Buchungen und wird bei Kapitalgesellschaften zwingend aufgestellt.
- GoBD
Die Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form. Sie stammen vom Bundesministerium der Finanzen und verlangen unter anderem Unveränderbarkeit, Nachvollziehbarkeit und Vollständigkeit.
- Verfahrensdokumentation
Eine schriftliche Beschreibung aller Abläufe rund um Belegerfassung, Buchung und Archivierung. Sie belegt gegenüber einer Prüfung, dass die eingesetzte Software und die eigenen Prozesse den GoBD entsprechen.
- DATEV-Schnittstelle
Eine Exportfunktion, die Buchungen und Belege in einem Format bereitstellt, das Steuerkanzleien direkt übernehmen können. Manche Programme bieten zusätzlich eine direkte Übertragung statt eines Dateiexports.
- Umsatzsteuer-Voranmeldung
Eine unterjährige Meldung der vereinnahmten Umsatzsteuer abzüglich der gezahlten Vorsteuer an das Finanzamt. Übermittelt wird sie elektronisch, der Abgaberhythmus hängt von der Zahllast und der Gründungssituation ab.
- ELSTER
Das elektronische Übermittlungsverfahren der deutschen Steuerverwaltungen von Bund und Ländern. Über ELSTER laufen unter anderem Umsatzsteuer-Voranmeldung, Zusammenfassende Meldung und E-Bilanz.
- Reverse-Charge-Verfahren
Bei bestimmten grenzüberschreitenden Leistungen schuldet nicht der leistende Unternehmer die Umsatzsteuer, sondern der Leistungsempfänger. Die Rechnung wird dann ohne Umsatzsteuer und mit einem entsprechenden Hinweis ausgestellt.
- E-Rechnung nach XRechnung und ZUGFeRD
Strukturierte Rechnungsformate, die der europäischen Norm für die elektronische Rechnungsstellung entsprechen. XRechnung ist ein reines Datenformat, ZUGFeRD kombiniert ein PDF mit eingebetteten strukturierten Daten.
- Offene Posten
Alle Rechnungen, die noch nicht bezahlt sind, getrennt nach Forderungen an Kunden und Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten. Eine gepflegte Offene-Posten-Liste ist die Grundlage für Mahnwesen und Liquiditätsplanung.
- Kontierung
Die Zuordnung eines Belegs zu den passenden Konten des Kontenrahmens samt Steuerschlüssel. Moderne Programme schlagen die Kontierung anhand früherer Buchungen vor, verantwortlich bleibt aber das Unternehmen.
- Jahresabschluss und Offenlegung
Der Jahresabschluss fasst Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und bei größeren Gesellschaften einen Anhang zusammen. Kapitalgesellschaften müssen ihn zusätzlich offenlegen, der Umfang richtet sich nach der Größenklasse.
- Kostenstelle
Ein Ort der Kostenentstehung, etwa ein Team, ein Produkt oder ein Standort. Über Kostenstellen lässt sich auswerten, wo im Startup welche Aufwendungen anfallen, ohne den Kontenrahmen aufzublähen.
- Runway
Die Zahl der Monate, die das vorhandene Geld bei gleichbleibender Burn Rate noch trägt. Berechnet wird der Runway aus liquiden Mitteln und dem durchschnittlichen monatlichen Mittelabfluss.
Häufige Fragen
Die wichtigsten Fragen rund um Buchhaltungssoftware für Startups, Buchführungspflichten und Kosten, kurz und anbieterneutral beantwortet.
Was ist eine Buchhaltungssoftware für Startups?
Eine Buchhaltungssoftware für Startups ist ein Programm, das Belege, Rechnungen und Bankbewegungen eines jungen Unternehmens erfasst, verbucht und zu Auswertungen, Umsatzsteuer-Voranmeldung und Jahresabschluss zusammenführt. Anders als ein reines Rechnungsprogramm führt sie echte Konten nach einem Kontenrahmen wie SKR03 oder SKR04. Für Startups kommen typische Anforderungen dazu: viele Zahlkanäle, ein enger Draht zur Steuerkanzlei und ein monatliches Zahlenbild für Bank und Investoren.
Braucht ein Startup überhaupt eine Buchhaltungssoftware?
Sobald ein Startup als Kapitalgesellschaft firmiert oder regelmäßig Belege in nennenswerter Zahl anfallen, ist eine Buchhaltungssoftware praktisch unverzichtbar. Vor der Gründung reichen ein Rechnungstool und eine geordnete digitale Ablage oft noch aus. Ab rund 30 Belegen im Monat, mehreren Zahlkanälen oder einer Kanzlei, die Daten statt Papier übernehmen möchte, sparen Sie mit einem Programm mehr an Kanzleistunden, als die Lizenz kostet.
Muss eine UG oder GmbH doppelt Buch führen?
Eine UG haftungsbeschränkt und eine GmbH sind als Kapitalgesellschaften zur doppelten Buchführung mit Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung verpflichtet. Diese Pflicht folgt aus der Rechtsform und gilt unabhängig von Umsatz oder Gewinn, also schon im ersten Geschäftsjahr. Dazu gehören eine Eröffnungsbilanz, ein Jahresabschluss und dessen Offenlegung.
Reicht für ein Startup die Einnahmen-Überschuss-Rechnung?
Die Einnahmen-Überschuss-Rechnung genügt nur, solange das Startup ein Einzelunternehmen oder eine GbR unterhalb der Buchführungsgrenzen ist. Nach Paragraf 141 Abgabenordnung beginnt die Buchführungspflicht bei mehr als 800.000 Euro Umsatz oder mehr als 80.000 Euro Gewinn im Jahr. Für eine UG, GmbH oder AG scheidet die vereinfachte Gewinnermittlung von vornherein aus.
Was kostet eine Buchhaltungssoftware für Startups?
Eine Buchhaltungssoftware für Startups kostet je nach Funktionsumfang meist zwischen 8 und 75 Euro im Monat. Einsteigerpakete für Rechnungen und Einnahmen-Überschuss-Rechnung liegen bei rund 8 bis 20 Euro, echte doppelte Buchführung mit Bilanz und Kanzlei-Export bei rund 20 bis 75 Euro. ERP-Lösungen für skalierende Teams beginnen bei etwa 40 Euro je Nutzer und reichen bis über 800 Euro im Monat. Die Angaben beziehen sich auf die Preisseiten der geprüften Anbieter, Stand 12. September 2026.
Gibt es kostenlose Buchhaltungssoftware für Startups?
Ja, kostenlose Angebote gibt es in drei Varianten: dauerhaft freie Rechnungstarife, quelloffene Programme ohne Lizenzkosten und Buchhaltungsfunktionen als Beigabe zum Geschäftskonto. Für eine bilanzierende UG oder GmbH reichen freie Tarife allerdings selten aus, weil Bilanz und Jahresabschluss fehlen. Open Source verlagert die Kosten in den Eigenbetrieb, also in Server, Updates und Sicherheit.
Welche Buchhaltungssoftware arbeitet mit der Steuerkanzlei zusammen?
Viele Cloud-Programme im DACH-Raum bieten einen Export oder eine direkte Schnittstelle zur Steuerkanzlei, häufig im DATEV-Format. Entscheidend ist nicht das Etikett, sondern ob Ihre Kanzlei die erzeugte Datei tatsächlich ohne Nacharbeit einlesen kann. Fragen Sie deshalb vor der Auswahl nach dem erwarteten Format und testen Sie den Export einmal echt.
Brauche ich trotz Software noch eine Steuerkanzlei?
Eine Software ersetzt die Steuerkanzlei nicht, denn Jahresabschluss, Körperschaftsteuererklärung und Offenlegung bleiben beratungspflichtige Aufgaben. Das Programm übernimmt die laufende Arbeit, also Belegerfassung, Kontierung und Voranmeldung, und senkt damit die Zahl der abgerechneten Kanzleistunden. Gerade bei Kapitalgesellschaften lohnt sich die Arbeitsteilung: Sie buchen vor, die Kanzlei prüft und schließt ab.
Was bedeutet GoBD-konform?
GoBD-konform heißt, dass Buchungen und Belege unveränderbar, nachvollziehbar und über die gesetzliche Frist hinweg lesbar aufbewahrt werden. Die Grundsätze stammen vom Bundesministerium der Finanzen und verlangen zusätzlich eine Verfahrensdokumentation der eigenen Abläufe. Nach Paragraf 257 Handelsgesetzbuch gelten zehn Jahre für Handelsbücher und Jahresabschlüsse und acht Jahre für Buchungsbelege.
Gilt die E-Rechnungspflicht auch für Startups?
Startups im Geschäftsverkehr zwischen inländischen Unternehmen müssen strukturierte E-Rechnungen empfangen und verarbeiten können. Als E-Rechnung gilt nach Paragraf 14 Umsatzsteuergesetz nur eine Datei nach europäischer Norm, also etwa XRechnung oder ZUGFeRD, nicht ein PDF per Mail. Für das Ausstellen sieht Paragraf 27 Absatz 38 Umsatzsteuergesetz einen Übergang vor: Papier und einfache PDF bleiben bis Ende 2026 zulässig, danach bis Ende 2027 nur noch für Unternehmen mit höchstens 800.000 Euro Vorjahresumsatz.
Welche Software passt für Startups in Österreich und der Schweiz?
Startups in Österreich und der Schweiz brauchen Programme mit dem jeweiligen Landesrecht im Kern. In Österreich zählen die Umsatzsteuervoranmeldung über FinanzOnline und der Abschluss nach Unternehmensgesetzbuch, dessen Paragraf 189 die Rechnungslegungspflicht für Kapitalgesellschaften und ab 700.000 Euro Umsatzerlösen auch für andere Unternehmen anordnet. In der Schweiz gelten die Vorgaben des Obligationenrechts und die MWST-Abrechnung nach der Eidgenössischen Steuerverwaltung, deren Normalsatz bei 8,1 Prozent liegt.
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