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Am 4. November gibt Apple die ersten KI-Funktionen für iPhones in China zum Test frei, einige Tage später als von Tim Cook angekündigt. Für Wissensfragen greift Siri dort auf Alibabas Sprachmodell Qwen zurück. Ein in China gekauftes iPhone behält diese Fassung laut dem Techportal ifanr auch im Ausland.

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Inhalt 4 Abschnitte
  1. Wie teilen sich iPhone und Qwen die Arbeit?
  2. Warum dauerte der Start mehr als zwei Jahre?
  3. Was heißt die Regel zum Kaufort für Firmen in Europa?
  4. Mehr Newshunger?

Mit einer Pressemitteilung vom 31. Oktober bestätigte Apple erstmals selbst die Zusammenarbeit mit Alibaba, über die chinesische Medien seit Juli berichtet hatten.[1] Qwen steckt in Siri, in den Schreibtools und in der visuellen Intelligenz, die Objekte vor der Kamera erkennt. Die neue Siri AI fehlt weiterhin.

Auf einen Blick

Das Wichtigste in Kürze

  • Ab 4. November testen Entwickler die Funktionen in einer Beta, im Dezember folgt iOS 27.3 für alle Nutzer in China.
  • Qwen beantwortet Wissensfragen an Siri und schreibt auf Wunsch eigene Texte.
  • Zum Start läuft die chinesische Fassung nur auf dem iPhone, ab dem iPhone 15 Pro.
  • Apples Geräteverwaltung nennt für die Sperre externer KI-Dienste bisher nur ChatGPT und Google Lens.

Wie teilen sich iPhone und Qwen die Arbeit?

Koffer mit „China-Koffer“-Anhänger und „Achtung: Denkt mit!“-Sticker
Apples 18-Punkte-Liste mit KI-Features: Live-Übersetzung, Foto-Bearbeitung, Mail- und Mitteilungs-Zusammenfassungen. China-Version läuft lokal auf dem Gerät

Apples Liste umfasst 18 Punkte, darunter Live-Übersetzung in Nachrichten, FaceTime und Telefon, das Entfernen störender Objekte aus Fotos sowie Zusammenfassungen von Mails und Mitteilungen.[1] Ein eigenes, für China angepasstes Apple-Modell erledigt diese Grundfunktionen laut ifanr direkt auf dem Gerät.[2]

Qwen übernimmt in China die Rolle, die ChatGPT seit iOS 18.2 in anderen Ländern spielt.[3] Siri leitet bestimmte Anfragen an Alibabas Modell weiter, darunter Fragen zu Fotos, PDF-Dateien und Präsentationen. Den Zugang öffnet ein Qwen-Konto oder die Funktion „Mit Apple anmelden“.[1] Laut ifanr bleibt die Erweiterung freiwillig, Siri gibt Anfragen erst nach Zustimmung des Nutzers ab.[2] Baidu liefert demnach nur die Bildersuche der visuellen Intelligenz.

Warum dauerte der Start mehr als zwei Jahre?

Apple stellte Apple Intelligence im Juni 2024 vor. In China brauchte die KI zwei Freigaben: Die Internetaufsicht registrierte Apples Modell im Juli 2026, Ende September trug das Industrieministerium die Nummern der registrierten Modelle in die Zulassung mehrerer iPhones für das chinesische Mobilfunknetz ein. Mitte Oktober kündigte Tim Cook die Beta noch für Ende Oktober an, nun beginnt der Test am 4. November.

Beim Funktionsumfang bleibt die chinesische Fassung hinter der internationalen zurück. Die neue Siri AI, die Bildschirminhalte versteht und Aufgaben über mehrere Apps hinweg erledigt, gehört ausdrücklich nicht zum Paket.[1] iPad und Mac folgen erst nach weiteren Genehmigungen. Laut ifanr trainieren Apple und Alibaba zusätzlich gemeinsam ein Modell für China, auf dem eine spätere Siri-Version aufbauen könnte.[2]

Apples KI-Weg nach China
Vom ersten Auftritt bis zum Start für alle Nutzer, Stand 31. Oktober 2026
Juni 2024
stellte Apple die KI-Funktionen vor, iPhones in China blieben zunächst ohne
Juli 2026
registrierte Chinas Internetaufsicht das Sprachmodell von Apple
4. Nov.
beginnt der Test mit der Entwickler-Beta von iOS
Dezember
erhalten alle Nutzer in China die Funktionen mit iOS 27.3, zunächst nur auf dem iPhone
18
Punkte umfasst Apples Funktionsliste für China, die neue Siri AI gehört nicht dazu

In China antwortet Qwen, in Europa ChatGPT. Welche fremde KI auf dem iPhone mitarbeitet, entscheidet bei Apple der Kaufort.

Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web
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Was heißt die Regel zum Kaufort für Firmen in Europa?

Die chinesische Fassung gilt laut ifanr für jedes in Festlandchina gekaufte iPhone, dazu für Geräte in China mit chinesischem Apple-Account oder ohne Anmeldung.[2] Ein dort gekauftes Gerät behält diese Fassung auch nach der Ausreise. Ein Firmen-iPhone aus Shanghai schickt Siri-Anfragen also auch in Frankfurt an Qwen, sofern der Nutzer zustimmt.

Für China hat die EU-Kommission keinen Angemessenheitsbeschluss erlassen. Gelangen Kundendaten auf diesem Weg zu Alibaba, braucht das Unternehmen Garantien nach Art. 46 DSGVO.[4] Apples Geräteverwaltung kennt zwar eine Sperre für externe KI-Dienste in Siri, nennt dafür aber nur ChatGPT und Google Lens.[3] IT-Abteilungen sollten iPhones aus China im Bestand markieren und nach dem Update im Dezember prüfen, ob die Sperre auch Qwen abschaltet.

Quellen

4 Quellen anzeigenQuellen ausblenden
  1. Apple Newsroom ChinaApple 智能即将登陆中国 (Apple Intelligence kommt nach China) (chinesisch)31.10.2026
  2. ifanrBericht zum Start von Apple Intelligence in China mit Angaben zu Modellen, Baidu und Länderregeln (chinesisch)31.10.2026
  3. Apple SupportEinschränkungen der Geräteverwaltung für iPhone- und iPad-Geräte, Abschnitt „Externe KI-Integrationen erlauben“
  4. Europäische UnionVerordnung (EU) 2016/679 (Datenschutz-Grundverordnung), Art. 45 und 46

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